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BER - Flughafen mit Zukunft?

94 Beiträge, Schlüsselwörter: Flughafen, BER

BER - Flughafen mit Zukunft?

21.01.2017 um 23:08
Ich frage mich, was die immer mit dem Brandschutz haben ...

Langsam sollten sie doch mal jemanden eingestellt haben, der sich damit auskennt ...


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Warhead
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BER - Flughafen mit Zukunft?

22.01.2017 um 06:27
@Salatschuessel
@Issomad
Das liegt daran das sie keinen Flughafen gebaut haben sondern ein Warenhaus,für ein Kaufhaus wie Harrods oder das KaDeWe ist es ein ziemlich grosses Kaufhaus.
Aber das ziemlich grosse Kaufhaus,in Form vieler Duty Free Shops,Boutiquen,Bars,Fressläden,Buchläden usw,macht aus dem BER einen ziemlich kleinen Flughafen.
Denn den Reisenden bleibt keine Wahl,die werden durch all diese Läden geschleust.


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BER - Flughafen mit Zukunft?

24.01.2017 um 02:24
Trotzdem ist es seltsam, dass der gefühlt 100. Brandschutzmangel entdeckt wurde ...

Dilettantenstadl ...




Vielleicht liegt es auch daran: ;)

https://www.zdf.de/politik/frontal-21/ex-bereichsleiter-des-hauptstadtflughafens-ber-gibt-vor-dem-100.html


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BER - Flughafen mit Zukunft?

08.07.2017 um 06:47
Jetzt soll der BER doch tatsächlich schon nächstes Jahr in Betrieb gehen und sogar bis 2020 noch ausgebaut werden.....
Die Arbeiten am neuen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld ziehen sich möglicherweise noch bis 2018. Grund seien teilweise zu dünne Wasserrohre für die Sprinkler an den Terminaldecken. die Leitungen müssten nun ausgetauscht werden, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. "Das Sprinklerthema wird uns das ganze Jahr noch begleiten. Es kann sein, dass es vor Jahresende, es kann aber auch sein, dass es nach Jahresende fertig gestellt wird."
Auf die Frage, ob das Ziel einer Eröffnung des Flughafens 2018 noch erreichbar sei, sagte Lütke Daldrup nur: "Es bleibt mein Ziel, baldmöglichst dazu Klarheit zu schaffen." Weil der neue Flughafen zu klein ist, beschloss der Aufsichtsrat, daneben ein einfaches Zusatzterminal hochzuziehen, das vom ersten Halbjahr 2020 an genutzt werden soll. "Selbstverständlich wird der BER vorher in Betrieb gehen", versicherte Lütke Daldrup. Noch ist es dem Flughafen aber nicht gelungen, die Baufirmen auf einen verbindlichen Terminplan zu verpflichten.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/BER-wird-wohl-bis-2018-gebaut-article19926134.html


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BER - Flughafen mit Zukunft?

08.07.2017 um 09:18
@querdenkerSZ
Also ich setze keinen Fuß in den Flughafen.
90% ist dann in meinen Augen Baustelle. Ich habe eher Angst dass mir die Decke auf den Kopf fällt oder dass ich mit meinem schweren Gesicht auf einmal ein Loch in den Boden stampfe :troll:

Naja. Es ist wohl der traurigste Witz, den wir in Deutschland haben. Trauriger als der Witz:
"Hey Deutschland, du hast was verloren" Deutschland frägt "Was habe ich denn verloren?" Darauf der andere "Du hast den Krieg verloren"

Also wegen den BER hätte ich einen Vertrag am Anfang gemacht, wo alles geklärt wäre:
Zeitpunkt der Eröffnung
Kosten

Werden Zeitpunkt und Kosten zu einen gewissen Maß nicht erfüllt, haften diejenigen, die an den Bau beteidigt sind.
Weil das was wir da immer wieder hören und sehen, ist nix halbes und nix ganzes.
Andere Länder bauen binnen 5 Jahren einen großen Flughafen der 4,5 oder 6 Start und Langebahnen hat UND diese Flughafen funktionieren!


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BER - Flughafen mit Zukunft?

30.08.2017 um 09:00
WOW,
da sind doch tatsächlich schon Flugzeuge auf dem BER gelandet.....
Die erste Nachricht der Polizei Berlin klang noch recht harmlos. "Die Weltkriegsbombe wird im Laufe des Abends/der Nacht entschärft", schrieb sie am frühen Dienstagabend via Twitter. "Es wird dann zu kurzen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen."

Wenige Stunden später saßen zahlreiche Reisende auf dem noch nicht eröffneten Flughafen BER in Brandenburg fest.

Die Polizei hatte die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Berlin-Haselhorst im Bezirk Spandau entschärft. Starts und Landungen auf dem Flughafen in Tegel mussten dafür gestoppt werden. "Während der Entschärfung finden aus Sicherheitsgründen keine Starts- und Landungen statt", hieß es auf dem Twitter-Account des Airports Berlin.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/berlin-nach-bombenentschaerfung-reisende-sitzen-am-flughafen-ber-und-sxf-fes...


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BER - Flughafen mit Zukunft?

16.03.2018 um 19:35
Für mich als Berliner ist dieser "Flughafen" eine einzige große Peinlichkeit. Wenn er irgendwann fertig werden sollte, wird er auch schon wieder veraltet sein. Und für so einen veralteten und zu kleinen Flughafen, hat man dann so viel Geld sinnlos verpulvert.
Der Ruf des German Engineering wird möglicherweise auch Schaden genommen haben, befürchte ich.
Man hätte diese Vollkatastrophe schon vor 3 oder 4 Jahren abreißen lassen sollen.
Abreißen und irgendwo ganz frisch von vorne anfangen, moderner und besser geplant, aber das bekommt man in Berlin wohl nicht hin.
Ich weiß, dass viele Nicht-Berliner auf Berlin und die Berliner herabsehen, weil es bei uns nun mal nicht so ist, wie in Hamburg oder München und weil Berlin teilweise schon sehr dreckig, hässlich und asozial sein kann.
Dennoch habe ich Berlin stets gegen diese "Hater" verteidigt, auch wenn sie mit vielem gar nicht mal so Unrecht haben aber dieses Desaster kann selbst ich nicht mehr verteidigen.
Berlin ist die einzige europäische Hauptstadt, die den Wohlstand des Landes herunterzieht, anstatt dazu beizutragen und anscheinend ist man hier noch nicht mal in der Lage, einen guten Flughafen in einem angemessenen Zeitraum zu bauen. Einfach nur noch beschämend...


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BER - Flughafen mit Zukunft?

16.03.2018 um 21:53
@Redan
Ich finds geil,je länger die Farce dauert desto länger bleibt Tegel offen
Sie kriegen das Monster nicht in Griff...das Monster,so wird die überdimensionierte Brandschutzanlage genannt

https://www.tagesspiegel.de/berlin/2000-tage-ber-nichteroeffnung-so-sieht-das-monster-brandschutzplan-aus/20619336.html


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BER - Flughafen mit Zukunft?

16.03.2018 um 21:54
Redan schrieb:Für mich als Berliner ist dieser "Flughafen" eine einzige große Peinlichkeit. Wenn er irgendwann fertig werden sollte, wird er auch schon wieder veraltet sein. Und für so einen veralteten und zu kleinen Flughafen, hat man dann so viel Geld sinnlos verpulvert.
Der Ruf des German Engineering wird möglicherweise auch Schaden genommen haben, befürchte ich.
Man hätte diese Vollkatastrophe schon vor 3 oder 4 Jahren abreißen lassen sollen.
Abreißen und irgendwo ganz frisch von vorne anfangen, moderner und besser geplant, aber das bekommt man in Berlin wohl nicht hin.
Ich weiß, dass viele Nicht-Berliner auf Berlin und die Berliner herabsehen, weil es bei uns nun mal nicht so ist, wie in Hamburg oder München und weil Berlin teilweise schon sehr dreckig, hässlich und asozial sein kann.
Dennoch habe ich Berlin stets gegen diese "Hater" verteidigt, auch wenn sie mit vielem gar nicht mal so Unrecht haben aber dieses Desaster kann selbst ich nicht mehr verteidigen.
Berlin ist die einzige europäische Hauptstadt, die den Wohlstand des Landes herunterzieht, anstatt dazu beizutragen und anscheinend ist man hier noch nicht mal in der Lage, einen guten Flughafen in einem angemessenen Zeitraum zu bauen. Einfach nur noch beschämend...
Du sprichst mir mit jedem Satz aus der Seele.
Ich habe schon vor ein paar Jahren gesagt: Abreißen und neu bauen.

Aus Erfahrung: Eine vermurkste Sache wird nichts mehr. Man steckt Geld und Zeit rein- und am Ende wäre es billiger gekommen, man hätte alles weggeworfen und noch einmal von vorne angefangen.

Vor drei Jahren gab ich eine Reise mit Österreichern gemacht. Irgendwie kamen wir auch mal auf diesen Flughafen zu sprechen.
Die haben nicht auf die Berliner herabgesehen. Die haben das einfach nicht verstanden.
Die konnten das nicht glauben und haben im Grunde gestaunt, was alles so möglich ist....
(oder unmöglich)


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Warhead
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BER - Flughafen mit Zukunft?

16.03.2018 um 22:00
@frauzimt
Lies dich einfach mal ein in den Begriff Berliner Filz,dann kannste das den Österreichern erklären so das sie es verstehen

https://www.tagesspiegel.de/berlin/politische-affaeren-und-skandale-in-berlin-hat-der-filz-tradition/13344232.html

http://berlin.wikia.com/wiki/Berliner_Filz

Ist halt noch ein Flughafen dazugekommen


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BER - Flughafen mit Zukunft?

16.03.2018 um 22:27
frauzimt schrieb:Du sprichst mir mit jedem Satz aus der Seele.
Ich habe schon vor ein paar Jahren gesagt: Abreißen und neu bauen.

Aus Erfahrung: Eine vermurkste Sache wird nichts mehr. Man steckt Geld und Zeit rein- und am Ende wäre es billiger gekommen, man hätte alles weggeworfen und noch einmal von vorne angefangen.
Das sehe ich ähnlich. Es ist eigentlich auch noch immer nicht zu spät, das Teil abzureißen, Schadensbegrenzung zu betreiben und neu anzufangen aber verletzter Stolz, Egoismus und finanzielle Interessen werden dem im Weg stehen, wie immer.

Hier ist Comedy von 2012 zu dem Thema aber mittlerweile ist das ohnehin nur noch Galgenhumor.



Ein Fass ohne Boden...



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BER - Flughafen mit Zukunft?

16.03.2018 um 22:35
Warhead schrieb:@frauzimt
Lies dich einfach mal ein in den Begriff Berliner Filz,dann kannste das den Österreichern erklären so das sie es verstehen
Ich bin Berlinerin.
Mit Geschichten vom Berliner Filz hab ich schon Manchen vom Hocker gehauen, bzw. die Leute können es nicht glauben.
Ich wollte uns aber den Urlaub nicht verderben. Der BER war mal beim Frühstücken Thema.
Wir hatten Schöneres zu tun- ehrlich.

@Reda
Ich wäre froh, wenn das Scheissding endlich abgerissen würde.
Neulich hab ich in einen Artikel gelesen, dass Grundstückseigentümer immer noch auf ihre Entschädigungen warten.

Ach so: 2020.....wird nicht eingehalten werden.
Und wenn der Flughafen endlich eröffnet werden sollte, wird er den Ansprüchen nicht genügen.


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Warhead
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BER - Flughafen mit Zukunft?

16.03.2018 um 22:45
Die Taz hats 2012 schon vorrausgesagt



Das Jahr, in dem Berlin unterging

APOKALYPSE Es scheint ein Naturgesetz zu geben, nach dem sich Katastrophen zeitlich und räumlich ballen. Anders ist nicht zu erklären, was 2013 in der Stadt geschah. Die taz blickt zurück in die Zukunft

VON CLAUDIUS PRÖSSER

Hätte man es vorhersehen können? Beim besten Willen nicht. Sicher, es hatte Anzeichen gegeben, abergläubische Menschen würden sagen: Vorzeichen. Aber mal im Ernst: Nur weil es da und dort durchregnet, rechnet man doch nicht damit, dass gleich das ganze Dach wegfliegt.

Vielleicht gibt es ein noch unentdecktes Naturgesetz, gemäß dem sich Katastrophen räumlich und zeitlich ballen. Wahrscheinlicher ist, dass sich die Berliner Mischung aus Wurschtigkeit und Großmannssucht mit einer kapitalen Pechsträhne zum ultimativen Fallstrick verflochten hat. Wie auch immer: 2013 war das Jahr, in dem Berlin unterging.

Zweifelsohne hatte sich schon Ende 2012 abgezeichnet, dass die Eröffnung des BER im Oktober (jetzt aber wirklich!) eine neuerliche Illusion war. Die buchhalterischen Kartenhäuser, die nach der Selbstauflösung des Flughafen-Aufsichtsrats aus dem Nebel auftauchten, um sogleich einzustürzen, sorgten dann aber doch für allgemeine Sprachlosigkeit. Da der Bauarbeitertross von heute auf morgen zuhause blieb, kam niemand auf die Idee, die fehlerhafte Brandschutzanlage wenigstens auf Alarmbetrieb zu stellen. Warum sich das zurückgelassene Schweißgerät von alleine eingeschaltet hatte, ließ sich nach den Löscharbeiten, die drei volle Tage in Anspruch nahmen, nicht mehr rekonstruieren.

Alle weiteren Tiefpunkte des Jahres verblassten angesichts dessen, was englischsprachige Medien prompt „The Berlin Hole“ tauften

Mit dem Ende des BER breitete sich unter den verantwortlichen Politikern eine gewisse Scheiß-egal-Stimmung aus. Da lerne man doch seine Stadt „ganz neu kennen“, frotzelte der Regierende Bürgermeister, als kurz darauf auch noch der Ost-West-Viadukt der S-Bahn gesperrt und entsprechend großräumiger Schienenersatzverkehr eingerichtet werden musste.

Auch hier gestaltete sich die Suche nach Schuldigen kompliziert: An dem minderwertigen Beton, der bei der Sanierung in den 90ern zum Einsatz gekommen war und nun in immer größeren Brocken dem Lockruf der Schwerkraft nachgab, hatte seinerzeit niemand etwas auszusetzen gehabt: Billig, da standen wir ja drauf.

Schließlich entfuhr selbst der Hämeschleuder B. Z. nur noch die ohnmächtige Schlagzeile „War ja klar“, als die 2012 in Rekordzeit sanierte Avus bei der ersten sommerlichen Hitzewelle die Rechnung für das Schnell-schnell präsentierte, das seinerzeit sogar mit einer Prämie belohnt worden war. Genau genommen waren es Rechnungen von den Versicherungen der Autofahrer, deren Fahrzeuge sich bis zur Achse in den weichen Asphalt gegraben hatten. Und präsentiert wurden sie einem Senat, der ohnehin schon der Bundes-Zwangsverwaltung ins Auge sah.

Wären die BerlinerInnen zu diesem Zeitpunkt gefragt worden, ob es noch schlimmer kommen könne, die meisten hätten wohl geantwortet, dass es dazu nicht mit rechten Dingen zugehen müsste. Ging es dann auch nicht. Das spurlose Verschwinden der drei isländischen Pubcrawler, die man zuletzt auf der Baustelle des Humboldtforums hatte randalieren sehen, fügte dem Katastrophenjahr eine mysteriöse Komponente hinzu. Freilich dauerte es nicht lange, bis die komplexen Gesetze der Physik für eine Erklärung des Falls sorgten – was ihn nicht weniger tragisch machte.

Tatsächlich verblassten alle weiteren Tiefpunkte des Jahres (die Fertigstellung der halbierten Staatsoper in Leichtbauweise, die strahlenden Altlasten unter dem Tempelhofer Feld) angesichts dessen, was englischsprachige Medien prompt „The Berlin Hole“ tauften. Das Phänomen der Bodenverflüssigung war Experten nicht unbekannt gewesen. Dass es sich mitten in einer deutschen Großstadt ereignen könnte, damit hätten sie nie gerechnet – wobei es für Laien völlig plausibel geklungen hätte, dass das sumpfige Erdreich unter dem ehemaligen Stadtschloss kollabiert, wenn man die 3.000 Eichen-Stützpfähle aus dem 18. Jahrhundert herauszieht. Das einsickernde Uferfiltrat der Spree verwandelte die Baugrube in tückischen Morast.

Vielleicht hätte eine sofortige Tiefenbetonierung Abhilfe schaffen können, aber da waren die Ermittler vor, die immer noch mit Spezialsonden nach den Isländern suchten. Kein Bagger fand Halt auf dem unsicheren Grund, etliche teure Baumaschinen zog es unwiederbringlich in die Tiefe. Im Herbst stand fest, dass man der treibsandartigen Masse mit konventionellen Mitteln nicht Herr werden würde. Und unkonventionelle Mittel konnte sich das Land als Eigentümer des Baugrunds längst nicht mehr leisten. Es reichte gerade noch, um den Berliner Dom in einer Schräglage zu stabilisieren, was den Abriss vorerst überflüssig machte.

Auf der Schwelle zum Jahr 2014 scheint sich nun noch eine Binsenweisheit zu erhärten: Wenn man denkt, es geht nichts mehr, kommt – genau – von irgendwo ein Lichtlein her. Denn wer hätte damit gerechnet, dass Berlins frischgebackener Ruf als „City of Disaster“ (New York Times) einen mindestens ebenso bedrohlichen Trend des Jahres 2013 im Keim ersticken würde? Schließlich waren die Touristenzahlen nach langen Jahren des Wachstums eingebrochen – freilich nicht gänzlich unerwartet. Abgegrast, langweilig, zu teuer, lautete das Urteil derer, die sich dem Treck nach „Warsaw and beyond“ (Lonely Planet) angeschlossen hatten. Aber eine Stadt, die sich fröhlich selbst zerlegt, die finden junge erlebnishungrige Menschen eben doch wieder ganz schön „sexy“.

Ob Klaus Wowereit in seinem zypriotischen Exil schon Comeback-Pläne schmiedet?


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BER - Flughafen mit Zukunft?

16.03.2018 um 23:09
frauzimt schrieb:Ich wäre froh, wenn das Scheissding endlich abgerissen würde.
Neulich hab ich in einen Artikel gelesen, dass Grundstückseigentümer immer noch auf ihre Entschädigungen warten.
Ja, aber es gibt wohl so einige Leute, die gut daran verdienen, dass dieser Flop eben nicht so bald fertig gestellt wird.
Und diesen Leuten wird es dann auch egal sein, ob andere Leute dafür blechen müssen, solange sie ihr Geld bekommen.
Wie ich schon sagte, es geht um Egoismus und Gier, obwohl Dummheit und Inkompetenz natürlich auch ein großer Teil des Problems sind.

Und um nochmal auf das zurückzukommen, was ich über Berlin, die Berliner und Nicht-Berliner, die auf die Stadt und Berliner herabsehen, gesagt habe, so möchte ich nur nochmal betonen, dass mir schon klar ist, dass das nur für einen Teil der Nicht-Berliner gilt.
Dennoch kenne ich so einige Leute, die Berlin und die Berliner eben nicht als "Hip" oder "Cool" ansehen, sondern Berlin eher als hässliche, dreckige und laute Stadt wahrnehmen und die Berliner, zu einem großen Teil zumindest, als asoziale Menschen, die oftmals arbeitslose Ghetto-Hartz IV Empfänger sind, ansehen.
Das ist jetzt kein direktes Zitat und zugegebenermaßen überspitzt ausgedrückt aber ich hatte schon den Eindruck, dass die wenigsten über 35-Jährigen Nicht-Berliner innerhalb Deutschlands(keine Amerikaner, Engländer, Japaner oder so) mit denen ich zu tun hatte bzw. habe, ein positives Bild von Berlinern oder Berlin an sich haben, außer wenn sie große Partygänger sind.
Und ganz ehrlich, Berlin ist nun mal eine Stadt, ohne deren Existenz es Deutschland, wirtschaftlich gesehen, besser gehen würde, wenn auch nur geringfügig.
Was sollen denn beispielsweise Hamburger, Münchener oder Kölner dazu sagen, wenn ausgerechnet Berlin obendrein noch mehr Geld für diesen nutzlosen und wenig beeindruckenden Flughafen(im Vergleich zu Frankfurts Flughafen ist der BER ein schlechter Witz) verbrennt?

P.S. Das Comedy-Video ist natürlich von 2014 und nicht von 2012. Wahr ist der Inhalt aber trotzdem und mittlerweile ist es nur noch tragischer und peinlicher geworden.


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BER - Flughafen mit Zukunft?

16.03.2018 um 23:16
@Redan
du piekst meinen berlinerin-stolz an. :D

berlin ist schon ein fluchtpunkt für außenseiter und entwurzelte.
in berlin kann man einfach verrückt sein- oder anders sein.
Ich glaube, das ist noch heute so, wenn auch schwieriger als früher.

Aber hier geht es um den BER. Klar ist der für Einige eine Gelddruckmaschine.
Skrupellos


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16.03.2018 um 23:33
Habt ihr das schon diskutiert? (2016)
:D Keine Peinlichkeit wird ausgelassen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (31) hat bei seinem jüngsten Berlin-Besuch eine Begrüßung durch den Flughafenchef abgelehnt. Der Manager Karsten Mühlenfeld war mit seinen beiden Pressesprechern in der Nacht zum 25. Februar zum Flughafen Schönefeld gekommen, um Zuckerberg bei seiner Ankunft willkommen zu heißen, wie Sprecher Lars Wagner am Sonntag sagte. Ein Mitarbeiter von Zuckerberg sei dann aus dem Privatflieger gestiegen und habe erklärt, der Facebook-Chef wolle nicht in Empfang genommen werden. Diesen Wunsch habe Mühlenfeld respektiert und sei sofort wieder gegangen.

Die „Bild am Sonntag“ hatte berichtet, Zuckerberg habe sich von Mühlenfeld belästigt gefühlt und sich geweigert, auszusteigen, bevor dieser verschwinde. Mühlenfeld sei erst nach 15 bis 20 Minuten gegangen. Das sei „völliger Unsinn“, erklärte Wagner. Mühlenfeld habe niemanden belästigt.


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/facebook-chef-mark-zuckerberg-lehnte-begruessung-durch-karsten...


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BER - Flughafen mit Zukunft?

16.03.2018 um 23:48
frauzimt schrieb:du piekst meinen berlinerin-stolz an. :D

berlin ist schon ein fluchtpunkt für außenseiter und entwurzelte.
in berlin kann man einfach verrückt sein- oder anders sein.
Ich glaube, das ist noch heute so, wenn auch schwieriger als früher.

Aber hier geht es um den BER. Klar ist der für Einige eine Gelddruckmaschine.
Skrupellos
Ich bin gebürtiger Berliner seit ich hier vor 35 Jahren geboren wurde, nur zum Verständnis.
Also ich sehe das so: Hast du schonmal eine Situation erlebt, in der ein großer, ruhiger Hund auf einen sehr kleinen, lauthals bellenden Hund trifft? Es ist sehr putzig anzusehen, wie der kleine Hund den großen Hund immer wieder und wieder anbellt und der große Hund überhaupt nicht reagiert. Warum sollte er auch?
Nun, in meinen Augen ist Berlin bzw. sind wir Berliner, innerhalb Deutschlands, der große Hund und viele Hater "bellen" immer wieder, wie viel besser und schöner beispielsweise doch München oder Hamburg sind, weil Berlin ja eh nur ein dreckiger, armer Moloch sei, in dem keine große Firma ihren Hauptsitz hat etc.
Na und? Die anderen Städte werden trotzdem niemals Berlin(mit all seinen offensichtlichen Schwächen) sein.
In der Hinsicht bin ich also ganz bei dir.

ABER gerade deshalb wurmt es mich auch so stark, dass das mit dem BER so eine unfassbare Nullnummer geworden ist. Es fühlt sich so an, als wären wir als Berliner tatsächlich unfähig und das geht einfach nicht, wenn man die Hauptstadt ist, frauzimt.
Der BER scheint mir mittlerweile fast ein stark ausgeprägtes Symptom, das auf ein tiefergehendes Problem hindeutet, zu sein.
Ich behaupte einfach, dass die Probleme, die der BER macht, mit dem Standort Berlin zusammenhängen.
Zu wenig Kompetenz(man musste sogar einen Fachmann aus Frankfurt zu Hilfe holen und selbst der ist am BER fast verzweifelt), zu viel Korruption und eine zu kleine nutzbare Fläche, um darauf einen anständigen Hauptstadtflughafen bauen zu können.
frauzimt schrieb:Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (31) hat bei seinem jüngsten Berlin-Besuch eine Begrüßung durch den Flughafenchef abgelehnt. Der Manager Karsten Mühlenfeld war mit seinen beiden Pressesprechern in der Nacht zum 25. Februar zum Flughafen Schönefeld gekommen, um Zuckerberg bei seiner Ankunft willkommen zu heißen, wie Sprecher Lars Wagner am Sonntag sagte. Ein Mitarbeiter von Zuckerberg sei dann aus dem Privatflieger gestiegen und habe erklärt, der Facebook-Chef wolle nicht in Empfang genommen werden. Diesen Wunsch habe Mühlenfeld respektiert und sei sofort wieder gegangen.
Ich verabscheue solche Typen. Keinerlei Selbstrespekt. Schlimm.


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Chefheizer
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BER - Flughafen mit Zukunft?

17.03.2018 um 00:00
Redan schrieb:ABER gerade deshalb wurmt es mich auch so stark, dass das mit dem BER so eine unfassbare Nullnummer geworden ist. Es fühlt sich so an, als wären wir als Berliner tatsächlich unfähig und das geht einfach nicht, wenn man die Hauptstadt ist, frauzimt.
Der BER scheint mir mittlerweile fast ein stark ausgeprägtes Symptom, das auf ein tiefergehendes Problem hindeutet, zu sein.
Es haben nicht nur Berliner daran gearbeitet. Das ginge auch gar nicht bei so einem Projekt. Aber unfähige Berliner Lokalpolitiker haben sich etwas zu sehr eingemischt um ihr kleines Ego zu erhöhen - daraus sind viele Probleme entstanden.

Grundsätzlich können Deutsche aber eh keine Großprojekte mehr, man zieht hierzulande eben nicht an einem Strang sondern verliert sich in der Kleinstaaterei. Ein großes Projekt braucht aber einen gemeinsamen Strang und einen unerschütterlichen Willen aller Beteiligten und das gibt es eben hier nicht. Ist also kein typisches Berliner Problem, die Stuttgarter können davon auch erzählen.
Redan schrieb:Zu wenig Kompetenz(man musste sogar einen Fachmann aus Frankfurt zu Hilfe holen und selbst der ist am BER fast verzweifelt), zu viel Korruption und eine zu kleine nutzbare Fläche für einen anständigen Hauptstadtflughafen.
Für das Projekt findet man ja auch kein Personal mehr, das will sich ja kein denkender Mensch bewusst antun.
Redan schrieb:Ich behaupte einfach, dass die Probleme, die der BER macht, mit dem Standort Berlin zusammenhängen.
Nein, die hängen mit dem typisch deutschen Geist zusammen. Die deutsche Überheblichkeit hat das Projekt so teuer werden lassen.


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17.03.2018 um 00:19
Chefheizer schrieb:Es haben nicht nur Berliner daran gearbeitet. Das ginge auch gar nicht bei so einem Projekt. Aber unfähige Berliner Lokalpolitiker haben sich etwas zu sehr eingemischt um ihr kleines Ego zu erhöhen - daraus sind viele Probleme entstanden.
Was soll man auch von jemandem erwarten, der die eigene Stadt als "arm aber sexy" bezeichnet...
Grundsätzlich können Deutsche aber eh keine Großprojekte mehr, man zieht hierzulande eben nicht an einem Strang sondern verliert sich in der Kleinstaaterei. Ein großes Projekt braucht aber einen gemeinsamen Strang und einen unerschütterlichen Willen aller Beteiligten und das gibt es eben hier nicht. Ist also kein typisches Berliner Problem, die Stuttgarter können davon auch erzählen.
Das mit den Großprojekten und Stuttgart kann ich nicht beurteilen. Aber dass wir keinen zentralen Knotenpunkt haben(z.b. was London für England ist) stimmt schon. Obwohl Berlin die Hauptstadt ist, ist Frankfurt am Main beispielsweise in anderer Hinsicht(Börse etc.) um einiges bedeutender. Hamburg ist wichtig für die Schifffahrt usw.
Das führt natürlich zu Lokalpatriotismus und dem Bedürfnis, das eigene Ego zu befriedigen, in dem man seinem Bundesland oder seiner Stadt hilft, "besser" zu sein als die "Konkurrenten", die aber eigentlich Verbündete sein sollten.
Chefheizer schrieb:Nein, die hängen mit dem typisch deutschen Geist zusammen. Die deutsche Überheblichkeit hat das Projekt so teuer werden lassen.
Da stimme ich nicht so ganz zu aber dass man hierzulande allerdings unberechtigterweise arrogant ist, habe ich auch schon bemerkt, z.B. die komplett verschlafene Digitalisierung, weil einem der Autobau beispielweise ja so viel wichtiger gewesen ist.
Ich frage mich, ob diese Leute begreifen, auf welche Art und Weise die zukünftigen, selbstfahrenden Autos, überhaupt funktionieren.
Ja, deutsche Überheblichkeit. Stimmt schon irgendwie...


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17.03.2018 um 00:20
In einem Buch über das historische Berlin, ist mir vor einiger Zeit ein Satz begegnet, in dem ich "meine Stadt" treffend beschrieben fand:

Berlin ist immerfort am Werden und nie am Sein.



Karl Scheffler (1869-1951), ein Kunstkritiker und Publizist, hat sich so über Berlin geäussert. Und der Satz wurde seit dem oft zitiert. (also muss etwas dran sein)
Ich glaube, es gab damals einen konkreten Anlass, ein Bauvorhaben, dass um 1900 nicht fertig - oder aufsehenerregend hässlich wurde. (Wenn mir das Buch wieder in die Hände fällt, stell ich einen Link ein).
Ist doch interessant, dass die Probleme schon in der wilhelminischen Zeit existierte haben.
Berlin litt immer unter dem Spagat zwischen Großmannsuscht und Provinzialität.
"Der Untertan" von Heinrich Mann wäre ein Buch dazu.

Ich hab mal Wiki bemüht:
In dem Buch rechnet Scheffler nicht nur mit dem Wilhelminismus ab, sondern interpretiert Berlin als traditions- und stilloses Stadtgebilde, dessen Charakteristik von einem grundlegenden Mangel an organisch gewachsener Struktur bestimmt wird. Das Buch gipfelt in dem berühmt gewordenen Schlusssatz: „Berlin aber will Liebe auch gar nicht von seinen Bewohnern. Ist der Geist der Stadt nicht im tiefsten national, so ist er doch auch nicht sentimental. Wie mit einem Witzwort der Selbstironie hilft sich dieses hart determinierte Stadtindividuum über die verborgene Tragik seines Daseins hinweg (…) über die Tragik eines Schicksals, das (…) Berlin dazu verdammt: immerfort zu werden und niemals zu sein.“


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