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Unruhen in den Vereinigten Staaten

737 Beiträge, Schlüsselwörter: USA, Unruhen, Vereinigte Staaten, Fergusson

Unruhen in den Vereinigten Staaten

06.09.2020 um 14:51
Tussinelda
schrieb:
das ist ja das Schöne, Portland wird gerne so dargestellt, aber ist es so? Wird eine Stadt die historisch gesehen auf Rassismus aufbaut einfach weniger rassistisch, wenn man so tut, als gäbe es keine Unterschiede, obwohl es die sehr wohl noch gibt? Einkommen zum Beispiel. Um nur eins zu nennen.
Warum rioten sie dann nie in Chinatown oder bei Latinos. Die sind ja auch als Underdogs gekommen und verdienen trotzdem mehr, Inder auch.

Davon abgesehen ist Wyoming auch sehr weiß und es gab kaum Riots. Tennessee ist sehr schwarz und arm und es gab trotzdem nur wenige. So einfach ist das wohl nicht.



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

06.09.2020 um 14:56
@Tussinelda

Nach deinen Maßstäben wäre dann wohl keine einzige Großstadt in den USA und vermutlich auch sonst wo auf der Welt nicht (sonderlich) progressiv.
Allerdings hast du ja in deinem vorherigen post keine absolute, sondern eine Relative aussage getroffen, dass in Portland der Rassismus noch viel mehr als anderswo an der Tagesordnung stünde.

Laut dieser Veröffentlichung von 2014, erscheint Portland mit Platz 12 in dem Top 50 der USA noch ein gutes Stück vor dem sicherlich deutlich diverseren Los Angeles, allerdings doch schon als deutlich Progressiv.

https://ctausanovitch.com/Municipal_Representation_140502.pdf


ranking


Wenn du allerdings was stichfesteres and der Hand hattest, was diese Einschätzung widerlegt und deine Aussage insbesondere im Vergleich zu anderen amerikanischen Großstädten stützt würde es mich sicherlich interessieren, wenn du uns daran teilhaben lassen könntest.



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

06.09.2020 um 14:59
@abahatschi @Dr.Plöke
@Texaslighting
RACE & RACISM
Racist policing plagues Portland’s nightclubs
A reckoning is coming for Oregon’s white supremacist past.
....
“Communities of color have never, ever had a fair shot in the city of Portland,” said Jo Ann Hardesty, the first-ever black woman to be elected to the city council in November 2018. “Race continues to be a huge issue in Oregon and in Portland.”
Quelle: https://www.hcn.org/issues/51.3/race-and-racism-racist-policing-plagues-portlands-nightclubs
Portland Killings Dredge Up Legacy of Racist Laws in Oregon
....
“It’s economic, it’s criminal justice, it’s segregation,” said Ms. Ledezma, of the Coalition of Communities of Color, describing the legacy of racism in Oregon. “If you look at the housing patterns, there is this lasting legacy of disparity that’s been essentially baked in.”
Quelle: https://www.nytimes.com/2017/06/04/us/portland-killings-racist-laws-oregon.html

ein Artikel von 2019, einer von 2017, es ist also nicht so, dass es erst jetzt in Portland Probleme gäbe......
und dann noch ein aktueller
Portland protests: How a 'hyper-liberal' city's racist past is resurfacing
...
Racism has persisted in Portland. A housing audit in 2011 found that landlords in the city discriminated against black and Latino tenants 64% of the time, by charging them extra fees, higher rents or demanding larger deposits, while black school pupils are four to five times more likely than their white classmates to be suspended or expelled.

Another report on racism from Portland State University and the Coalition of Communities of Color, published in 2014, found that black people were still disadvantaged in employment, health and high school graduation rates, compared to both white Portlanders and black families in the rest of the US. Average incomes and rates of home ownership are also significantly lower for black Portlanders than for their white neighbours and black Americans generally.
Quelle: https://www.bbc.com/news/world-us-canada-53996159



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

06.09.2020 um 15:52
@Tussinelda

Bist du jetzt etwa von deiner Ursprünglich relativen Aussage, die Portland in Vergleich mit anderen US-Amerikanischen Großstädten gesetzt hat, auf eine Absolute über Portland alleine abgerückt? :3

Derartige Artikel lassen sich eben falls zu den unfraglich ebenfalls progressiven Hochburgen San Francisco und Seattle (sowie vermutlich jede andere amerikanische Großstadt) finden.

Beispiel San Francisco:

https://www.sfexaminer.com/news-columnists/is-san-francisco-racist/
(27.07.2019)

https://thebolditalic.com/the-dream-vs-reality-on-being-black-in-san-francisco-8a77f2176d1a
(08.10.2018)

https://thebolditalic.com/race-and-redemption-in-san-francisco-3b840be589cc
(21.05.2019)

https://www.streetsheet.org/black-in-san-francisco-housing-discrimination-racism-and-displacement/
(15.02.2017)

https://belonging.berkeley.edu/racial-segregation-san-francisco-bay-area
(29.10.2018)

https://publicpolicy.stanford.edu/news/why-san-francisco-state’s-worst-county-black-student-achievement
(27.10.2017)


Das lässt sich vermutlich für jede beliebige Großstadt ad infinitum weiterführen... und das alles Alles nach 2 Sekunden google.
Mich würde jetzt explizit interessieren inwiefern Portland da herausstricht z.B gegenüber der schwärzesten Stadt in den Staaten Philadelphia



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

06.09.2020 um 16:42
MoltoBene
schrieb:
Dann verstehe ich nicht ganz, wieso ausgerechnet in demokratisch dominierten Hochburgen das Chaos am größten ist, obwohl Trump dort den geringsten Einfluss hat.
@MoltoBene
Das sind Großstädte, in denen der Alterdurchschnitt jünger ist, mehr Bürger selbstbewusster sind (Bildung), ihre Grundrechte einfordern, dafür auf die Straße gehen, viele Studenten, Menschen, die Angst haben, durch die Trump-Regierung eingeschränkt zu werden.
Bürger, die ihr Recht auf Demonstration wahrnehmen, sich artikulieren können. Da entsteht eine Dynamik, die es auf dem Land nicht gibt.
Ich wohne auf dem Land und es ist klar, dass wirkungsvolle Demos 100km entfernt in Berlin stattfinden.

Viele Bekannte von mir, die in ihren süddeutschen Dörfern früher Aussenseiter waren- als Homosexuelle z.B., sind nach Berlin gezogen, weil sie in Berlin freier leben konnten.
Darum werden große Städte immer Orte sein, an denen Proteste und Demos stattfinden.

Und die Chaoten, die alles kaputt machen, findest du dann natürlich leider dort auch.
Warum soll ich in Brandenburg eine Mülltonne anzünden, wenn ich in Berlin einen Mercedes abfackeln kann?



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

06.09.2020 um 16:54
capspauldin
schrieb:
Bist du jetzt etwa von deiner Ursprünglich relativen Aussage, die Portland in Vergleich mit anderen US-Amerikanischen Großstädten gesetzt hat, auf eine Absolute über Portland alleine abgerückt?
nein.
capspauldin
schrieb:
Das lässt sich vermutlich für jede beliebige Großstadt ad infinitum weiterführen... und das alles Alles nach 2 Sekunden google.
Mich würde jetzt explizit interessieren inwiefern Portland da herausstricht z.B gegenüber der schwärzesten Stadt in den Staaten Philadelphia
steht in den links....



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

06.09.2020 um 17:10
Ein Protestler in portland hat sich an der eigenen Straßenbarrikade versehentlich die Schuhe angezündet und wird jetzt als lebendes Meme in die Internetkultur eingefügt :D
https://www.youtube.com/watch?v=HEX5bAREKAI



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

06.09.2020 um 17:49
frauzimt
schrieb:
Bürger, die ihr Recht auf Demonstration wahrnehmen, sich artikulieren können.
Du meinst also schon diese Leute hier, oder?

Inside the Portland riots - this is what the media calls peaceful?
frauzimt
schrieb:
Da entsteht eine Dynamik, die es auf dem Land nicht gibt.
Auf die Dynamik, die dort jede Nacht entsteht, kann wohl jeder normale Mensch verzichten, zumindest wenn er entweder dort wohnt oder das Eigentum anderer wertschätzt.
frauzimt
schrieb:
Viele Bekannte von mir, die in ihren süddeutschen Dörfern früher Aussenseiter waren- als Homosexuelle z.B., sind nach Berlin gezogen, weil sie in Berlin freier leben konnten.
Und Juden ziehen vermehrt aus Berlin weg, weil sie dort nicht mehr so frei leben können. Alles eine Frage der Perspektive. Wobei ich dir Recht gebe, dass man als Homosexueller in einer Metropolen definitiv selbstbestimmter und freier leben kann.
frauzimt
schrieb:
Warum soll ich in Brandenburg eine Mülltonne anzünden, wenn ich in Berlin einen Mercedes abfackeln kann?
Leider scheint das bei nahezu sämtlichen Demonstrationen mittlerweile dazuzugehören - einfach irgendwas, was einem nicht gehört, zu zerstören. Es gab früher mal Demonstrationen, beispielsweise gegen den Vietnamkrieg, die auf mutwillige Zerstörung verzichtet haben. Da konnte man zu jeder Zeit den Zweck und die Message des Protestes erkennen. Heutzutage scheint nicht mehr die Message im Vordergrund zu stehen, sondern die Demonstration als Happening und das Zerstören fremden Eigentums sowie die Gruppendynamik und das ausgeschüttete Adrenalin.



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

06.09.2020 um 18:09
MoltoBene
schrieb:
Und Juden ziehen vermehrt aus Berlin weg, weil sie dort nicht mehr so frei leben können. Alles eine Frage der Perspektive. Wobei ich dir Recht gebe, dass man als Homosexueller in einer Metropolen definitiv selbstbestimmter und freier leben kann.
:ask:
Berlin, die Stadt, in der Juden leben wollen
80 Jahre nach den Novemberpogromen ist jüdisches Leben in Berlin Alltag. Mehr als 30.000 Juden leben an der Spree. Trotz Antisemitismus und Polizeischutz. Eine Reportage über vorsichtige Normalität von Christoph Strack.
Quelle: https://www.dw.com/de/berlin-die-stadt-in-der-juden-leben-wollen/a-46179033

könntest Du bitte belegen, dass Juden vermehrt wegziehen aus Berlin?



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

06.09.2020 um 20:20
MoltoBene
schrieb:
Du meinst also schon diese Leute hier, oder?
(Und bezogen auf Videobeitrag)

Na, jetzt zieh die Leute doch nicht aus ihrer Bubble und halte ihnen andere Schattenseiten der Proteste bildhaft vor, es könnte manche noch in ihrem geäußerten Weltbild verunsichern und ein eher einseitig dargestelltes oder hervorgehobenes Narrativ in Frage stellen (ich meine nicht unbedingt die Person die du zitiert hast sondern ziehe das sarkastische Argument allgemeiner und weiter).

Und ehe wer kritisieren möchte: Ich sehe beide Seiten und ziehe mir den Schuh nicht an.

Dass man gerade jetzt bei aktueller Thematik die (bessere) Möglichkeit hat auf die Straße zu gehen und seine Anliegen friedlich besser öffentlichkeitswirksam zu zeigen, auf Missstände aufmerksam zu machen, ist klar.

Klar ist aber auch, dass Opportunisten und Radikale/Extremisten, Links wie Rechts - sowie schlicht Kriminelle und Chaoten ohne primären politischen Bezug - das ebenso ausnutzen. Dürfte klar sein und ist dokumentiert.



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

09.09.2020 um 20:12
https://www.the-sun.com/news/1391758/black-man-stabs-white-autozone-worker-columbus-georgia/



A BLACK teen has been accused of stabbing a white AutoZone employee because he felt "the need to find a white male to kill".

Jayvon Hatchett allegedly stabbed the worker seven times in the terrifying rampage in Georgia.
Quelle: https://www.the-sun.com/news/1391758/black-man-stabs-white-autozone-worker-columbus-georgia/ [/i]

Sein Wunsch einen Weissen zu ermorden hat dann letzte Nacht dann doch noch funktioniert
Angespornt durch Facebook Videos und den Hass aus Weisse, suchte er sich dann ein Opfer.

Manch einer mag da Rassismus erkennen
Black Man Allegedly ‘Felt the Need’ to Stab ‘White Male’ After Watching Police Shootings Online. Now He’s Accused of Killing His Cellmate.
Quelle: https://lawandcrime.com/crazy/black-man-allegedly-felt-the-need-to-stab-white-male-after-watching-police-shootings-now-h...



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09.09.2020 um 20:30
capspauldin
schrieb:
Manch einer mag da Rassismus erkennen
Wir haben doch gelernt dass es rassismus gegen weiße nicht gibt. Der war einfach schlecht drauf, das muss man verstehen



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

09.09.2020 um 20:39
@6.PzGren391
Es gibt in Deutschland ja auch keine Migranten die aus Hass auf Deutsche Gewalt an ihnen ausüben. Solche haben dann halt ein psychisches Problem für das sie nichts können weil ihnen nicht das versprochen wird was sie sich erhofft hatten als sie sich hier eingeschleust haben.



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

09.09.2020 um 23:40
Tussinelda
schrieb am 06.09.2020:
könntest Du bitte belegen, dass Juden vermehrt wegziehen aus Berlin?
Frag ich mich auch.
Sie sind Bürger, wie andere auch und viele haben von Berlin die Nase voll und ziehen mit ihren Kindern lieber in ruhige Gegenden.
Warden
schrieb am 06.09.2020:
Na, jetzt zieh die Leute doch nicht aus ihrer Bubble und halte ihnen andere Schattenseiten der Proteste bildhaft vor
Ach herrje, jetzt wird mich noch mein gemütliche bubble kaputt gemacht....
Warden
schrieb am 06.09.2020:
Klar ist aber auch, dass Opportunisten und Radikale/Extremisten, Links wie Rechts - sowie schlicht Kriminelle und Chaoten ohne primären politischen Bezug - das ebenso ausnutzen. Dürfte klar sein und ist dokumentiert.
Leider ja. Zu viel Testosteron im Blut.



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

09.09.2020 um 23:52
frauzimt
schrieb:
Ach herrje, jetzt wird mich noch mein gemütliche bubble kaputt gemacht....
Ich habe das schlicht als Aufhänger genutzt, wie hier geschrieben:
Warden
schrieb am 06.09.2020:
(ich meine nicht unbedingt die Person die du zitiert hast sondern ziehe das sarkastische Argument allgemeiner und weiter).
Aber wenn der Schuh dir passt, so trage ihn. Ich nehme zumindest wahr, dass gemäß Ausdrucksweise und Argumentation viele Leute in ihren "Bubbles" leben wie mir soziale Netzwerke und Co. implizieren. Genauer meine ich damit eine Sichtweise die stark verzerrt, einseitig, beschränkt, stark ausgeprägt, wie auch immer wirkt, ohne großen Raum für andere Betrachtungsweise oder Kompromisse oder auch hinterfragen - ob das was man sagt oder tut gut ist oder Schattenseiten hat. Relativ ist.

Ich spreche mich davon nicht frei, das kann ich sicherlich schlecht. Aber ich meine zumindest durch Hinterfragen und dem Versuch einer differenzierten Betrachtungsweise nicht allzusehr in jenen gefangen zu sein bzw. auch ausbrechen zu können.



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

14.09.2020 um 13:02
Es wurde auf zwei Polizisten die im Auto saßen geschossen, der Täter ist noch flüchtig.
https://eu.usatoday.com/story/news/nation/2020/09/13/los-angeles-county-deputies-shot-manhunt-underway-hospital-protest/... Danach sollen Protestler die Zugänge zur Krankenhaus Notaufnahme blockert haben, damit keine Krankenwagen dort hin fahren können.
The department tweeted: "To the protesters blocking the entrance & exit of the HOSPITAL EMERGENCY ROOM yelling 'We hope they die' referring to 2 LA Sheriff's ambushed today in #Compton: DO NOT BLOCK EMERGENCY ENTRIES & EXITS TO THE HOSPITAL. People's lives are at stake when ambulances can't get through."



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Unruhen in den Vereinigten Staaten

14.09.2020 um 15:56
@Texaslighting

Ja, es ist erschütternd und sinnlos.

In diesem Link sind auch ein Videos dabei:
Two Los Angeles county Sheriff Deputies were ambushed in Compton last night; a male and a female deputy were shot multiple times while sitting in their patrol car. They were rushed to the hospital for emergency care, and as of this writing, both officers are fighting for their lives.
Quelle: https://legalinsurrection.com/2020/09/two-los-angeles-county-deputies-shot-blm-chants-we-hope-they-die-outside-hospital/

Ist dieser Bewegung überhaupt nicht zuträglich und kontraproduktiv.

Den zwei Polizisten kann man nur gute Genesung wünschen.



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