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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

146 Beiträge, Schlüsselwörter: Russland, Stalin, Tschetschenen
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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

26.03.2015 um 10:43
Vorwort:

Ich wurde mehrfach gebeten, den Beitrag als eigenen Thread einzustellen, dem komme ich hiermit nach. Zum Titel, habe länger überlegt, ob ich den ganz freundlich umformuliere, da es sonst gleich wieder heißen wird, oh ein Hetzthread gegen Russland und die Russen, war ja klar das so was kommt.

Aber ich habe mich dagegen entschieden, denn ich würde genau so auch einen Thread über mein Volk die Deutschen aufmachen, so zum Beispiel: "Die Verbrechen der Deutschen an den Juden ...", oder auch über die Amerikaner oder Australier, die Belgier haben da auch einiges an Leichen im Keller, würde dann als Titel geben: "Die Verbrechen der Kolonialmacht Belgien im Kongo", dazu mal Links:

Wikipedia: Kongogräuel
http://www.spiegel.de/einestages/kolonialherr-leopold-ii-das-belgische-monster-a-951236.html
http://www.zeit.de/2013/50/koenigliches-museum-zentralafrika-belgien-tervuren

Und darum habe ich mich entschieden, den Thread so zu nennen, wie er nun heißt und das ist auch gut und richtig so.


Nun mal vorne angefangen:
Als Strafaktion für die angebliche Kollaboration mit deutschen Besatzungstruppen wurden unter Stalin ganze Völker umgesiedelt. Die Spätfolgen dieser Deportationen wirken bis heute nach.

Für die Menschen im Nordkaukasus wird das Jahr 2014 nicht nur von den Olympischen Winterspielen in Sotschi geprägt sein, sondern auch von historischen Jahrestagen. Die fast vollständige Vertreibung des Volkes der Tscherkessen aus der Region um Sotschi durch zaristische Truppen vor genau 150 Jahren fand im Vorfeld der Spiele etwas mediale Aufmerksamkeit. Die Weigerung, die tscherkessische Vergangenheit der Austragungsregion anzuerkennen, gehört im Nordkaukasus zu den Hauptkritikpunkten an den Spielen, ebenso die mangelnde Sensibilität angesichts eines Anlasses, der im 150. Jahr der endgültigen Unterwerfung des Nordkaukasus just an jenem Ort russische Macht und Grösse inszeniert, wo die zaristischen Truppen 1864 ihre Siegesparade abhielten (Krasnaja Poljana). Weniger bekannt dürfte sein, dass sich am letzten Tag dieser Spiele die nationale Tragödie anderer nordkaukasischer Völker zum 70. Mal jährt: die Zwangsumsiedlung unter Stalin nach Zentralasien.


Hunger- und Kältetod

Am 23. Februar 1944 begannen Truppen des Inlandgeheimdiensts NKWD mit der Deportation der gesamten tschetschenischen und inguschetischen Bevölkerung aus ihrem Siedlungsgebiet. Bereits sechs Tage später war eine halbe Million Menschen in Sonderzügen unterwegs nach Zentralasien.

Als neues Siedlungsgebiet waren Orte in Kasachstan und Kirgistan zugewiesen worden.

Die Tschetschenen und Inguschen waren nicht die ersten Opfer stalinistischer Umsiedlungen im Nordkaukasus nach dem Rückzug der Wehrmacht. Bereits im Herbst 1943 war das Turkvolk der Karatschaier aus den Gebirgstälern des Nordwestkaukasus nach Zentralasien umgesiedelt worden, etwas später die mongolischstämmigen Kalmücken aus ihrer Heimat im Westen des Kaspischen Meeres. Im März 1944 mussten auch die in der Elbrusregion lebenden Balkaren ihre Koffer packen. Insgesamt wurden zwischen Herbst 1943 und Frühjahr 1944 gegen 700 000 Personen aus Südrussland vertrieben. Bis zu einem Drittel der Deportierten soll im Zuge der Umsiedlung ums Leben gekommen sein; an den meist unwirtlichen und im Winter bitterkalten Zielorten in Zentralasien waren kaum Vorkehrungen für die Ankömmlinge getroffen worden.

Die offizielle Begründung für die Deportation lautete auf kollektiven Hochverrat, meist in der Form von Kollaboration mit den deutschen Besatzern. Angesichts des traditionellen Widerstands in der Region gegen die zaristische und später sowjetische Zentralmacht gab es – wie auch in der Westukraine oder auf der Krim – in der Tat kleinere Verbände, die mit der Besatzungsmacht zusammenarbeiteten. Das Siedlungsgebiet der Tschetschenen und Inguschen etwa hatten die deutschen Truppen aber nie erreicht, eine Kollaboration war gar nicht möglich.

Auch weil die meisten Männer im wehrfähigen Alter der betroffenen Völker zum Zeitpunkt der Deportation an der Front gegen die Wehrmacht kämpften, ist der Kollaborationsvorwurf schwer haltbar. Vielmehr diente er Stalin, der sich bereits unter Lenin als Volkskommissar für Nationalitätenfragen mit Minderheiten beschäftigt und auch schon vor dem Krieg größere Umsiedlungen angeordnet hatte, als Vorwand, um sich unliebsamer Störefriede zu entledigen – und vielleicht auch, um Arbeitskräfte in die dünnbesiedelten Weiten Zentralasiens zu holen. Der logistische Aufwand für die Operation war in jedem Fall beträchtlich: Während das ganze Land auf die Unterstützung der Kriegsanstrengung ausgerichtet war, wurden bis zu 100 000 Sicherheitskräfte und Hunderte von Zügen für die Umsiedlung zur Verfügung gestellt.


Spätfolgen trotz Rehabilitation

Im Zuge der Destalinisierung unter Chruschtschew wurden die vertriebenen Völker aus dem Nordkaukasus in den späten fünfziger Jahren rehabilitiert und durften – anders als etwa die Tataren der Krim oder die Deutschen der Wolgaregion, die ebenfalls zwangsumgesiedelt worden waren – in ihre historische Heimat zurückkehren, was die Mehrheit auch tat. Da die freistehenden Häuser und brachliegenden Felder während der Verbannung von anderen Personen besetzt worden waren, war aber bereits der Keim für neue Konflikte gelegt.

Zu den größten Spannungen kam es im Gebiet Prigorodni im Osten der nordossetischen Hauptstadt Wladikawkas (damals Ordschonikidse). Anders als die übrigen von Inguschen bewohnten Gebiete verblieb der Bezirk auch nach der Rückkehr der Vertriebenen unter Kontrolle Nordossetiens, was zu konstanten Problemen zwischen den beiden Völkern führte. Der Zuzug von Südosseten, die nach dem georgisch-südossetischen Krieg 1990 in den Norden geflohen waren, erhöhte die Spannungen, die im Herbst 1992 in einem kurzen, aber äußerst blutigen Krieg eskalierten. Mehrere hundert Personen wurden getötet, und die gesamte inguschetische Bevölkerung Prigorodnis wurde erneut vertrieben. Bis heute leben Familien in Flüchtlingslagern.

Die Tschetschenienkriege – und die gegenwärtige Gewalt im Nordkaukasus – lassen sich nicht wie der Prigorodni-Konflikt in direkten Zusammenhang mit der Vertreibung zur Stalinzeit stellen. Dennoch ist das Trauma der Zwangsumsiedlung für das Verständnis des Verhältnisses der deportierten Völker zu Moskau elementar. Es hilft zu erklären, weshalb der gegenwärtige Konflikt im Nordkaukasus mitunter nur als jüngstes Kapitel einer jahrhundertelangen Leidensgeschichte unter russischer Herrschaft betrachtet wird. Auch deshalb wäre ein Akt der Anerkennung von Moskau am 23. Februar angebracht – gerade weil dieser Tag mit dem Ende der Winterspiele zusammenfällt, an denen Russland im Nordkaukasus seine Macht inszeniert. Doch wie die Tscherkessen dürften auch die Tschetschenen und alle anderen nordkaukasischen Völker auf eine solche Geste vergeblich warten .
http://www.nzz.ch/aktuell/international/reportagen-und-analysen/vom-kaukasus-nach-kasachstan-1.18247197


Dann zu den Tschetschenienkriegen:
Russlands Krieg von 1994/95 Dokumentation von 1995 - Tschetschenen:Von Stalin deportiert - von Jelzin bombardiert

Der Einmarsch von Dezember 1994

Im Dezember 1994 marschierten die Truppen der Russischen Föderation unter dem Vorwand, die verfassungsmäßige Ordnung Rußlands zu verteidigen, in Tschetschenien ein. Russische Kampfflugzeuge und Panzer bombardierten wahllos Wohnviertel, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten. Russische Scharfschützen schossen auf Warteschlangen an Bushaltestellen und auf Trauergaeste bei Beerdigungsfeiern.

Mindestens 73.000 Menschen waren bis Mitte 1995 durch die russischen Angriffe umgekommen, 500.000 wurden vertrieben: Tschetschenen, Inguschen, Armenier, Juden, Osseten, Dagestaner und Angehörige anderer Nationalitäten ebenso wie die russische Volksgruppe, die in der Region seit Generationen ansäßig ist. Doch das nur 900.000 Personen zählende Volk der Tschetschenen, die zu den Ureinwohnern des Kaukasus gehören, wurde das Hauptopfer der Bombardements und Massenvertreibungen. An ihm begingen russische Truppen - ein halbes Jahrhundert nach Stalin - einen zweiten Völkermord.



Deportation unter Stalin

In der Nacht zum 23. Februar 1944 wurden die Dörfer der Tschetschenen und Inguschen auf Befehl des sowjetischen Diktators Josef Stalin von Truppen des sowjetischen Sicherheitsdienstes NKWD umstellt. Die Einwohner wurden mit Maschinengewehren aus den Betten getrieben. Binnen 15 Minuten mußten sie ihre Häuser verlassen haben, die von Soldaten anschließend geplündert wurden. Schon während des Transportes in Güterwaggons starben viele Vertriebene, vor allem Kranke, Kinder und Alte. 479.000 Tschetschenen und Inguschen sollen den kollektiven Deportationen und der Zwangsarbeit in der Verbannung in Zentralasien sowie in Sibirien zum Opfer gefallen sein. Erst 1957 wurden die deportierten Völker rehabilitiert und durften in ihre Heimat zurückkehren.


1991: Tschetschenien wird unabhängig

Im November 1991 erklärten die Tschetschenen die Unabhängigkeit ihrer Republik. Genau wie die baltischen Republiken, die Ukraine, Weißrussland u.v.a. machte Tschetschenien von seinem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch, wie es ihm die 1991 noch gültigen Verfassungen der UdSSR und der Russischen Föderation garantierten. Da die russische Verfassung für die Tschetschenen keine Bedeutung mehr hatte, beteiligten sie sich nicht an Volksabstimmungen und Wahlen in Russland, sondern entwickelten ihre eigene Staatlichkeit. Mit seiner Invasion brach Moskau also das Völkerrecht.


Blut für Öl

Schon im Frühjahr 1992 hatte Moskau eine Wirtschaftsblockade gegen Tschetschenien verhängt. Die Erdölproduktion der Raffinerien in Grosny kam zum Erliegen. Russland lieferte Waffen an die Opposition gegen den 1991 gewählten tschetschenischen Präsidenten Dschochar Dudajew, so dass es bereits im September 1994 zu schweren Gefechten kam. Ein wesentlicher Grund für die Invasion war die Erschließung von Ölvorkommen am Kaspischen Meer durch ein Konsortium westlicher Firmen in Zusammenarbeit mit Aserbaidschan. Russland kann nämlich den lukrativen Transit nur kontrollieren, wenn die Pipeline über Tschetschenien führen würde. Dazu muss Tschetschenien unter russischer Kontrolle sein . Im September 1994 schlossen die Westkonzerne und Aserbaidschan die ersten Verträge - im. Dezember 1994 begann Russland, Tschetschenien zu befrieden.

Die russische Armee betrieb eine Strategie der verbrannten Erde. Raketen, Bomben, Artillerie und Minenwerfer wurden gegen unverteidigte Dörfer eingesetzt. Russische Soldaten warfen Handgranaten in Keller, in denen sie Menschen vermuteten, und verfolgten Flüchtende mit Flammenwerfern. Ganze Regionen wurden durch das Militär abgeriegelt, Hilfsorganisationen in der Arbeit behindert. Der Gesellschaft für bedrohte Völker liegen Berichte über Massaker, Plünderungen und Vergewaltigungen durch Militärs und Soldaten der Sondereinheiten vor. Inzwischen (November 1996) mehren sich auch die Hinweise darauf, dass Splitter- und Nagelbomben, Vakuumbomben und Chemiewaffen zum Einsatz gekommen sein dürften.


Folter in Filtrationslagern

An 20 Orten im Kriegsgebiet richteten die russische Armee und die Sondereinheiten des russischen Innenministeriums seit Dezember 1994 sogenannte Filtrationslager ein: Zeitweise bis zu 4.000 Zivilisten wurden als angebliche Kombattanten unter menschenunwürdigen Bedingungen in stillgelegten Eisenbahnwaggons - wie im nordossetischen Lager Mosdok - , aber auch in Fabriken und anderen Räumlichkeiten gefangengehalten und gefoltert. Freigekommene Häftlinge berichteten über folgende Foltermethoden:

stundenlanges Schlagen bis zur Bewusstlosigkeit mit Gummipeitschen und Schlagstöcken

Schläge mit Schlagstöcken ins Gesicht

Ausdrücken brennender Zigaretten auf der Haut

Elektroschocks

Brechen der Rippen

Hetzen von scharfen Hunden auf die Gefangenen


Westliche Kredite ermöglichten Russlands Invasion

Die westlichen Regierungen tadelten Boris Jelzin nur milde, die deutsche Bundesregierung erklärte dieses Kriegsverbrechen zur inneren Angelegenheit. Die russische Invasion in Tschetschenien kostete 1995 nach Schätzungen der renommierten Schweizer Tageszeitung Neue Zürcher Zeitung NZZ täglich drei bis fünf Millionen US-Dollar. Trotzdem gewährte der Internationale Währungsfond (IWF) Russland im April 1995 einen Kredit in Höhe von 6,8 Milliarden US-Dollar: den zweitgrößten Kredit in seiner Geschichte.

IWF-Direktor Michel Camdessus hatte Boris Jelzin lediglich aufgefordert, den Krieg in Tschetschenien zu einem Konflikt niedriger Intensität herabzuschrauben, um das Vertrauen im Investitionsbereich wiederherzustellen. Vergeblich appellierte die Gesellschaft für bedrohte Völker an die deutsche Bundesregierung, alle Zahlungen und Kredite einzufrieren, solange Moskaus Truppen in Tschetschenien Völkermord begehen. Die deutsche Bundesregierung weigerte sich, gegen Rußland Sanktionen zu verhängen: die demokratischen Reformen dürften nicht gefährdet werden .

Anfang 1997 fanden in Tschetschenien Wahlen statt. Formal endgültig abgesichert ist die Souveränität des Landes jedoch nicht. Über den Status Tschetscheniens soll endgültig erst in einigen Jahren entschieden werden. Im Februar nahm die GfbV-Osteuropareferentin Felicitas Rohder die Gelegenheit wahr und besuchte Tschetschenien und Inguschetien. Ein Bericht ihrer Reise erschien in pogrom 194.
https://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=137&stayInsideTree=1


Hier eine gute Dokumentation:

https://www.youtube.com/watch?v=QBqSqRiJAtc
Im Dezember 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Tschetschenienkriegs zum 20. Mal. Für das tschetschenische Volk eine 20 Jahre andauernde, endlose Geschichte der Auslöschung. Zehntausende starben in den Kriegsjahren und insbesondere Männer zwischen 14 und 70 Jahren auch im Namen des Kampfes gegen den Terror. Über ein Jahr lang filmte Manon Loizeau das von Wladimir Putin angeblich befriedete Tschetschenien: ein Land des Verdrängens. Jeder, der versucht, sich zu erinnern, wird vernichtet. Denn der junge vom Kreml eingesetzte Präsident Ramsan Kadyrow regiert mit eiserner Hand. Als neuer Landesvater träumt er von einer Gesellschaft ohne jegliche Erinnerung, deren Vorbilder Putin und Stalin sind.

Mit scheinbar endlos hohen Türmen in Grosny City, Einkaufszentren und Luxusautos ähnelt Grosny heute Dubai. Porträts von Wladimir Putin zieren die Fassaden. Die Straßen der tschetschenischen Hauptstadt tragen die Namen ehemaliger Henker. Lächelnde Tschetschenen flanieren über die neuen Gehsteige der Putin-Allee und andere Straßen, die nach russischen Generälen oder Panzerdivisionen, die Tausende Zivilisten töteten, benannt wurden.

Zur Feier von Putins Geburtstag ziehen jedes Jahr Hunderttausende durch die Straßen der kleinen kaukasischen Republik. Ein ganzes Volk mit gespaltenem Bewusstsein. Hinter der funkelnden Fassade des neuen Grosny traf Manon Loizeau auf Frauen und Männer, die heute in viel größerer Angst leben als während all der Jahre des Krieges und der russischen Besatzung. Sie sammelte die seltenen Äußerungen derer, die noch Widerstand leisten, die versuchen, sich zu erinnern.

Die Dokumentation zeigt heimlich gedrehte Aussagen, den Kampf der wenigen noch in Tschetschenien präsenten NGOs, Aufnahmen von Prozessen, die der Stalin-Zeit würdig gewesen wären. Dabei enthüllt sie das Bild eines brutalen Systems: eines Polizeistaates, der entführt, foltert und alle aus dem Weg schafft, die sich der neuen Kreml-Ordnung widersetzen.
http://www.arte.tv/guide/de/048888-000/tschetschenien-vergessen-auf-befehl

Im Film recht weite noch am Anfang wird eine "Demonstration" für Putin und Co. gezeigt, das Lied das da gespielt wird, ist der Hammer an Zynismus. Das Volk soll noch seine Mörder bejubeln. Perverser geht es kaum noch. Hier noch was über den Film:
Tschetschenien – Vergessen auf Befehl - Vergessenes Land

Es hat sich nicht viel geändert in Tschetschenien, seit Putin 2009 den Krieg offiziell für beendet erklärte. Davon erzählt die eindrückliche Filmdokumentation «Tschetschenien – Vergessen auf Befehl».

Es ist eine erschütternde Szene aus einem angeblich befriedeten Land: Eine Frau spricht darüber, wie Gegner des von Wladimir Putin eingesetzten Präsidenten Ramsan Kadyrow aus dem Weg geräumt werden. Sie verschwinden einfach, ohne dass die Angehörigen wissen, was mit ihnen passiert ist. «Wie zu Stalins Zeiten», sagt die Alte unter Tränen. Wenn einer im Gefängnis auftaucht, den man verschollen glaubte, ist das hier schon ein Grund zur Erleichterung; aus dem Gefängnis kann man nicht so einfach wieder verschwinden. Nicht selten wartet dann auf die Inhaftierten freilich ein Schauprozess, wie das Beispiel des Oppositionspolitikers Ruslan Kutajew belegt, dem der Richter im Namen einer uneingeschränkten Regierungsgewalt die Urteilsverkündung in Form eines seltsam zusammengewürfelten Katalogs von Vergehen vorliest. Seit dem Beginn des ersten Tschetschenienkrieges erlebt die russische Teilrepublik eine andauernde Geschichte der Auslöschung.

Es ist bemerkenswert, wo sich Manon Loizeau überall Zugang verschaffte während ihrer riskanten Recherche für ihren Film «Tschetschenien – Vergessen auf Befehl». Fast zwanzig Jahre nach dem Beginn des ersten Tschetschenienkrieges kehrte sie in das Land zurück, aus dem sie als Korrespondentin ( «Die Babys von Grosny», 2003) berichtet hatte. Das Ergebnis ist eine so dringliche wie beunruhigende Momentaufnahme. Der Film hält sich nicht lange auf mit der befremdenden Oberflächenästhetik von Grosny, dessen Hochhaus-Zentrum in seinem weltstädtischen Look eine verlogene Kulisse abgibt, wo an jeder Ecke Putin auf einen herunterschaut. Die neue Ideologie ist die alte: Putin und Kadyrow lassen sich an ihren Geburtstagen von den Volksmassen feiern; die Gräber für die Opfer, welche die Etablierung des neuen Machtapparates kostete, befahlen sie dem Erdboden gleichzumachen. Ramsan Kadyrow regiert mit eiserner Hand und träumt von einer Gesellschaft ohne Erinnerung. So suchen nun die Frauen im Gras nach den Gräbern ihrer Männer. Sie erzählen, wann und wie ihre Söhne verschwunden sind. Ihre Aussagen unterscheiden sich nicht von jenen der russischen Mütter, die ihre Söhne im selben Kampf verloren. Im Krieg ist der Schmerz aller Mütter gleich, egal, auf welcher Seite sie stehen.

Meist stehen aber die Menschen hier auf gar keiner Seite, sie haben es sich nicht ausgesucht. Der Film durchmisst die Tragödie eines Landes, für das sich nach rund zwei Jahrzehnten kaum etwas geändert zu haben scheint. Waren all die Toten, die der unglaubliche Widerstand der Tschetschenen gegen die russische Armee forderte, vergeblich? Die Situation der autoritär niedergehaltenen, zusehends in Resignation versinkenden tschetschenischen Gesellschaft droht im Schatten eines anderen Krieges, den Russland derzeit führt, aus dem Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu verschwinden. Loizeau hält ihre eindrückliche Momentaufnahme dagegen. Sie zeigt, wie ein Land und seine Menschen im Räderwerk des russischen Machtapparates zerrieben werden . Ihre besonnene, unsentimentale Dokumentation ist ein Plädoyer gegen das Verdrängen, wo jeder, der sich zu erinnern versucht, vernichtet wird.
http://www.nzz.ch/feuilleton/fernsehen/vergessenes-land-1.18491968

Ruslan Kutaev ist für die Unterdrückung der Tschetschenen durch Russlands ein gutes Beispiel:
Der zivilgesellschaftlich engagierte Ruslan Kutaev ist von den tschetschenischen Behörden festgenommen worden, weil er eine Konferenz zum Gedenken an die Deportationen aus dem Kaukasus unter Stalin organisiert hat. Er soll gefoltert worden sein.

Ruslan Kutaev wurde am 20. Februar in Atschchoi-Martan in der Republik Tschetschenien von etwa 30 bewaffneten Männern festgenommen. Sie warfen ihm den Besitz von Heroin vor. Unter ihnen sollen sich Sicherheitsbedienstete des Präsidenten Ramzan Kadyrow sowie Polizisten und Männer ohne identifizierende Kennzeichen befunden haben. Ruslan Kutaev wurde am 21. Februar um ca. 1:00 Uhr morgens auf eine Polizeiwache in Grosny gebracht. Dort sagte er einem Rechtsbeistand, dass man ihn zuvor zur Präsidialverwaltung im Zentrum von Grosny gebracht und in einen Keller eingesperrt habe. Er wurde gezwungen, seine Kleidung auszuziehen, und dann mit Schlägen und Elektroschocks traktiert. Außerdem drohte man ihm damit, seiner Familie etwas anzutun. Ein Angehöriger des Ausschusses gegen Folter, eine NGO, besuchte Ruslan Kutaev am 24. Februar und dokumentierte seine schweren Prellungen. Amnesty International wurden zudem Videoaufnahmen gezeigt, in denen Ruslan Kutaev mit großen Blutergüssen und einer seltsam hervorstehenden Rippe zu sehen ist .

Ruslan Kutaev sagte seinen Rechtsbeiständen, dass er an schweren Kopf- und Kieferschmerzen leide. In einem Arztbericht vom 13. März heißt es, eine seiner Rippen sei verletzt. Als Ruslan Kutaev auf der Polizeiwache ankam, hatte er den Besitz von drei Gramm Heroin bereits gestanden, und er wiederholte dieses Geständnis auch vor Gericht. Da er zuvor jedoch ohne Kontakt zur Außenwelt inhaftiert und misshandelt worden war, deutet einiges darauf hin, dass er das "Geständnis" unter Zwang abgelegt hat. Gegen russische Polizeikräfte wird häufig der Vorwurf erhoben, Personen Drogen unterzuschieben, um deren Festnahme und Strafverfolgung zu rechtfertigen, wenn es in Wirklichkeit keine Beweise für kriminelle Handlungen seitens der Beschuldigten gibt. Ruslan Kutaev hat allem Anschein nach nie Drogen genommen. In jedem Fall ist es unwahrscheinlich, dass er illegale Substanzen bei sich hatte, da ihm bewusst war, dass die Behörden ihn wegen seines Aktivismus ins Visier nehmen könnten. Er befindet sich nach wie vor in einer Hafteinrichtung in Grosny.
https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-066-2014/konstruierte-beweise-gegen-aktivisten


Gibt dazu noch mehr:
Tschetschenischer Menschenrechtler vor Gericht (25.4.20114) - „Geständnis“ nach schwerer Folter – Gesellschaft für bedrohte Völker in Sorge um Ruslan Kutajew

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist in großer Sorge um den tschetschenischen Menschenrechtsverteidiger Ruslan Kutajew. Er muss sich am heutigen Freitag in der tschetschenischen Stadt Urus-Martan vor Gericht verantworten, weil er angeblich im Besitz von acht Gramm Heroin war. Menschenrechtler, die ihn in der Untersuchungshaft besuchen konnten, bezeugen jedoch, dass er gefoltert und so zu einem Geständnis gezwungen wurde.

Kutajew hat einen tadellosen Ruf: Er hat sich während des Krieges in Tschetschenien 1997 für die Freilassung von russischen Soldaten aus tschetschenischer Haft eingesetzt und in den vergangenen Jahren mit der russischen Vertretung von Human Rights Watch und der Helsinki Föderation zusammengearbeitet.

Nach Angaben der russischen Menschenrechtsorganisation „Komitee gegen Folter“ wurde Kutajew nach einer Konferenz über die kollektive Deportation der Tschetschenen und Inguschen durch Stalin am 23. Februar 1944 aus dem Haus seines Bruders verschleppt. Im Polizeigewahrsam wurde er erst von dem stellvertretenden Innenminister Tschetscheniens, Apti Alaudinow, und dem tschetschenischen Regierungschef, Magomed Daudow, geschlagen. Dann wurde er in den Keller gebracht und mit Elektroschocks gefoltert und aufgefordert, mehrere Dokumente zu unterzeichnen. Er weigerte sich und wurde weiter gefoltert. Bevor er schließlich zustimmte, alles zu unterschreiben und über das ihm angetane Leid zu schweigen, wurden ihm zwei Rippen gebrochen.

Kutajew ist davon überzeugt, dass sein unerschrockener Vortrag auf der Konferenz der Grund dafür war, dass er festgenommen wurde. Zuvor hatte der tschetschenische Präsident Ramzan Kadyrow verfügt, dass der kollektiven Deportation der Tschetschenen und Inguschen nicht am historischen Datum, dem 23. Februar, gedacht wird. Nach seinem Willen soll das zentrale Gedenken 2014 zum ersten Mal am 10. Mai stattfinden, dem Todestag seines Vaters. Kadyrow ließ auch das Denkmal an den 23.2.1944 in Grosny abbauen. Es erinnerte daran, dass ein Drittel der Inguschen und Tschetschenen durch die Deportation nach Zentralasien ums Leben kam .
https://www.gfbv.de/pressemit.php?id=3922


Und noch mehr:
Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert Unterdrückung in Tschetschenien
Zum Jahrestag der Deportation der Tschetschenen unter Stalin am 23. Februar 1944 warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor den Folgen einer völlig verfehlten Anti-Terror-Politik.


Die Tragödie der Tschetschenen in den vergangenen 70 Jahren zeigt, wohin eine Politik, die allein von Gewalt, Willkür und staatlichem Terror geprägt sei führe, kritisierte Sarah Reinke. In aller Welt lebten tschetschenische Flüchtlinge oftmals in Unsicherheit und Verzweiflung, junge Menschen radikalisierten sich. In Tschetschenien selbst herrschten Angst und Willkür unter dem Diktat von Ramzan Kadyrow. Über Tschetschenen gebe es nur noch Negativschlagzeilen, die jedoch von der tschetschenischen und russischen Politik zur weiteren Terrorbekämpfung genutzt würden. Der russische Präsident Wladimir Putin sei direkt verantwortlich für die schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des zweiten Tschetschenienkrieges und für die Terrorherrschaft Ramzan Kadyrows, über den er seit Jahren seine schützende Hand halte, so die GUS-Referentin der GfbV.

Viele Jahre lang haben die Tschetschenen am 23.2. der Deportation gedacht. Seit 2014 ist das nicht mehr möglich, weil Kadyrow den Erinnerungstag auf den 10. Mai, einen Tag nach dem Todestag seines Vaters, verlegt hat. Wer dennoch erinnert, wie der tschetschenische Menschenrechtsverteidiger Ruslan Kutajew, muss mit Verfolgung rechnen. Kutajew wurde im Juli 2014 in einem unfairen Gerichtsverfahren zu vier Jahren Haft verurteilt. Er hatte im Februar 2014 zum 70. Jahrestag der Deportation eine Konferenz in Grosny organisiert.

Offene Menschenrechtsarbeit ist in Tschetschenien nicht mehr möglich, wie der Fall von Igor Kaljapin zeigt. Er leitet das in Russland ansässige „Komitee gegen Folter" sowie die mobile Menschenrechtsgruppe, die regelmäßig nach Tschetschenien fährt, um Opfern von Menschenrechtsverletzungen zu helfen. Nach einem schweren Terroranschlag auf das Pressezentrum in Grosny am 4. 12. 2014 beschuldigte Kadyrow Kaljapin, diesen Anschlag finanziert zu haben. Kadyrow drohte, die Häuser von Angehörigen der mutmaßlichen Täter zu zerstören. 15 Häuser wurden bislang zerstört. Das dokumentierten russische Menschenrechtsverteidiger. Ihre Recherchen präsentierten sie auf einer Pressekonferenz im Dezember in Moskau. Dort haben Kadyrow-Anhänger Kaljapin mit Eiern beworfen. Auch zwei Mitarbeiterinnen der Menschenrechtsorganisation Memorial wurden in ihrem Büro in Tschetschenien mit Eiern beworfen und bedroht. Doch ohne das Engagement der Menschenrechtsverteidiger haben die Opfer der Politik Kadyrows noch weniger Chancen auf Gerechtigkeit.

Am 23. Februar 1944 begann die kollektive Deportation der Tschetschenen und Inguschen durch die Rote Armee nach Zentralasien. Etwa 460.000 Menschen wurden deportiert. 40-50 Prozent der Deportierten in den Zügen sollen Kinder gewesen sein. Genaue Opferzahlen liegen nicht vor. Rund 40 Prozent sind Schätzungen zufolge damals zu Tode gekommen. In den beiden Tschetschenienkriegen, von 1994-1996 und 1999 bis 2009, sollen bis zu 160.000 Menschen getötet worden sein .
http://www.rtf1.de/news.php?id=6872


Und dann noch das hier:
"Anstiftung zum ethnischen Hass": Russland verbietet Film über Deportationen - 1944 deportierten Stalins Truppen Hunderttausende Tschetschenen und Inguschen, Flüchtige wurden getötet. Ein Spielfilm darüber sollte nun in Grosny gezeigt werden - doch das Kulturministerium verbot "Vergessen auf Befehl" vorerst.

Moskau/Grosny - Die russische Regierung hat einen Spielfilm über die Massendeportation ganzer Volksgruppen unter Stalin während des Zweiten Weltkriegs vorerst verboten. In einem Brief an Regisseur Ruslan Kokanajew wirft das Kulturministerium den Filmemachern "Geschichtsfälschung" und "Anstiftung zu ethnischem Hass" vor. Dabei schildert der Film mit dem Titel "Vergessen auf Befehl" nach Darstellung der Autoren und von Menschenrechtsgruppen historisch anerkannte Fakten .
Der Film mit einigen angesehenen russischen Schauspielern sollte zum 70. Jahrestag der Deportationen in diesem Jahr in die Kinos kommen und auch auf internationalen Filmfestivals laufen. Er schildert die gewaltsame Umsiedlung der Tschetschenen und Inguschen - eine halbe Million Menschen - aus dem Nordkaukasus nach Zentralasien.

Das Kulturministerium begründete sein Verbot insbesondere mit der filmischen Darstellung eines Massakers in dem tschetschenischen Bergdorf Chaibach im Winter 1944. Dabei waren Hunderte Dorfbewohner bei lebendigem Leibe verbrannt worden.


In dem Brief von Wjatscheslaw Telnow aus der Filmabteilung im Ministerium heißt es, es sei in drei Staatsarchiven geforscht worden. "Es wurden keine Dokumente gefunden, die die Massenverbrennung belegen", steht in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Die Angaben über ein derartiges "Ereignis" seien daher eine "Geschichtsfälschung".


Weiteres Gutachten eingeholt

Das Massaker werde als "allgemein anerkannte Tatsache betrachtet", sagte dagegen Alexander Cherkasow von der Menschenrechtsgruppe Memorial AFP. "Es schneite am 23. Februar 1944, und es war schwierig, die Menschen zu Fuß fortzubringen. Diejenigen, die nicht laufen konnten, wurden verbrannt. Strittig ist alleine die Zahl der Todesopfer."

Regisseur Kokanajew (hier bei Facebook) will gegen das Verbot vorgehen. "Wir werden vor Gericht ziehen und zeigen, dass wir recht haben", sagte er. Womöglich lenkt das Kulturministerium auch noch ein. Eine Beraterin von Kulturminister Wladimir Medinski sagte der Zeitung "Kommersant", es werde ein weiteres Gutachten eingeholt, eine "endgültige" Entscheidung sei noch nicht getroffen worden. Auf eine Anfrage von AFP lehnte das Ministerium eine Stellungnahme ab.

Unter Staatspräsident Wladimir Putin bemüht sich die Regierung, die Zeit der Sowjetunion positiv darzustellen und die Millionen Toten unter Stalins Herrschaft in den Hintergrund rücken zu lassen.

Von der im März von Russland annektierten Krim waren vor 70 Jahren rund 200.000 Tataren deportiert worden. Die neue prorussische Krim-Führung hatte den Nachkommen der Vertriebenen im Mai eine zentrale Gedenkzeremonie an die Zwangsumsiedlung verboten. Auch hier sorgte ein Film für Diskussionen
: musste 2013 eine Äußerung des Konsuls auf der Krim zu dem Film "Haytarma" korrigieren.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/russland-verbietet-film-ueber-deportation-von-tschetschenen-a-972015.html

Man muss sich nur mal mit der Geschichte und der Politik beschäftigen, es ist nicht so schwer die Verbrechen zu finden, die Russland über andere Völker gebracht hat und dank Putin weiter bringt. So schaut es eben aus, und nein das ist keine Hetze gegen Russen oder Russland. Wer über die Verbrechen der Deutschen berichtet, hetzt auch nicht gegen Deutschland oder die Deutschen. Verbrechen müssen als solche benannt werden. Ganz einfach.

Eventuell verstehen ein paar in Anbetracht dieser Dinge nun die Sorgen anderer Völker die mal Teil der UDSSR waren, was Russland betrifft.


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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

26.03.2015 um 11:03
Du willst, dass ich mich dazu äußere? Warum ist dir meine Meinung so wichtig?

Also gut, ich äußere mich ganz persönlich, denn die Kriegsgräuel, die auf der Welt statt fanden sind ja wohl nichts für "schwache Nerven". Doch irgendwann reicht es. Irgendwann muss man nicht Kriegsverbrechen 1 (KV 1) und KV 10000.... (bis unendlich) in sich rein ziehen.

Ich weiß um was es geht. Habe mich mit vielerlei Kriegsverbrechen (und okkulten "Opfer-Gebahren") auseinender gesetzt, während sich andere lieber ins Cafe-Haus setzten. Kann ich verstehen.

Und nun werde ich dazu Stellung nehmen, obwohl ich dir sagte, du sollest mich nie mehr anadden. Aber was soll´s ... was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ... (Churchill soll das wohl gesagt haben & Boris Becker hat´s gesagt - nicht dass wieder eine Nazi-Keule kommt).

Wikipedia: Das_Wiegenlied_vom_Totschlag
Western von 1970
Ein Film über die Grausamkeiten, die ein Mensch gegenüber anderen Menschen ausüben kann. Ein Film, der wie Vietnam- und Afrika- oder auch Australien-Informationen über Kriegs- und Menschenverbrechen handelt. Ein Film, der entstand, weil es einen Anlass dazu gab.

Ich brauche keine "Massaker-Recherchen" mehr. Ich für mich habe alle "Höllen", die ein Mensch durchgehen kann, erkundet und teilweise auch erfahren.

Also lass´ mir bitte meinen Frieden, den ich mit mir und den Menschen (gemacht) habe. Das ist keine Bitte an dich. Das ist eine neutrale Aussage mit der Information, dass ich weiß, zu was der Mensch fähig ist. Jeder ... da gibt es keine Ausnahmen.


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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

26.03.2015 um 11:34
@Phantomeloi
Phantomeloi schrieb:Du willst, dass ich mich dazu äußere? Warum ist dir meine Meinung so wichtig?
Hat nichts mit Dir zu tun, ich sehe Dich eben im Nebel und als Opfer der aktuellen russischen Propaganda, im guten Glauben sprichst Du für Putin und seine Politik und gegen Europa, wo Du doch eigentlich für Europa bist. Will Dir also nur helfen, Dir zu den Dingen ein klares eigenes Bild zu machen.
Also gut, ich äußere mich ganz persönlich, denn die Kriegsgräuel, die auf der Welt statt fanden sind ja wohl nichts für "schwache Nerven". Doch irgendwann reicht es. ... Ich weiß um was es geht. Habe mich mit vielerlei Kriegsverbrechen ... auseinander gesetzt, während sich andere lieber ins Cafe-Haus setzten. Kann ich verstehen. Und nun werde ich dazu Stellung nehmen, obwohl ich dir sagte, du solltest mich nie mehr adden. Aber was soll es ... was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ...
Wie dem auch sei, ich spreche jeden an, den ich ansprechen will, gibt hier im Forum keine Regel, die das untersagt. Auch meine ich es ja nie böse, sondern immer konstruktiv. Und es ist ja wichtig den Hintergrund zu kennen, wenn sich viele andere Länder nun aktuell durch die "Außenpolitik" Putins bedroht fühlen.
Ein Film über die Grausamkeiten, die ein Mensch gegenüber anderen Menschen ausüben kann. Ein Film, der wie Vietnam- und Afrika- oder auch Australien-Informationen über Kriegs- und Menschenverbrechen handelt. Ein Film, der entstand, weil es einen Anlass dazu gab. Ich brauche keine "Massaker-Recherchen" mehr. Ich für mich habe alle "Höllen", die ein Mensch durchgehen kann, erkundet und teilweise auch erfahren.

Also lasse mir bitte meinen Frieden, den ich mit mir und den Menschen (gemacht) habe. Das ist keine Bitte an dich. Das ist eine neutrale Aussage mit der Information, dass ich weiß, zu was der Mensch fähig ist. Jeder ... da gibt es keine Ausnahmen.
Nun Du bist ja wohl zum Diskutieren hier und wirst ja auch nicht müde die vermeintlichen Untaten der USA und des Westen im anderen Thread rauf und runter zu kauen, darum ist Deine Aussage hier nun wenig glaubwürdig für mich, warum solltest Du nur die Untaten Russlands ausblenden und die der USA aber dann thematisieren, wenn Dir das allgemein zuwider ist?

Du kannst nicht den Hintergrund einfach ausblenden, weil er Dir das Bild vom netten Putin der die Welt und Europa retten will zerkratzt.


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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

26.03.2015 um 11:47
@nocheinPoet

Interessant ist, ob die Verbrechen gegen die Tschetschenen immer noch andauern.
Wenn man bedenkt, das die kaum vorhanden Rede- und Meinungsfreiheit der Tschetschenen auch über die Landesgrenzen hinausgeht.

Seitdem der von Putin persönlich empfohlene Islamist Kadyrow sein Volk mit eisernen Hand regiert, hat sich die Lage der Tschetschenen kaum verbessert. Die Verfolgung macht nicht einmal vor den Landesgrenzen halt.

Wie im Fall Umar Israilov. Der 2009 in Wien auf offener Straße ermordet wurde.

Kadyrow ist übrigens Träger des russischen Ordens der Ehre


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Phantomeloi
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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

26.03.2015 um 11:49
@nocheinPoet
nocheinPoet schrieb:Hat nichts mit Dir zu tun,
Jo, gut, bestens, dann lass mich doch einfach .... im meinem Frieden sein.
nocheinPoet schrieb:ich sehe Dich eben im Nebel und als Opfer der aktuellen russischen Propaganda
Propaganda muss man lesen. Lebenserfahrung muss man erfahren.
Daher fühle ich mich nicht angesprochen, wenn du mich derart versuchst in eine Richtung zu ziehen. Bleibe du bei deiner Meinung. Vielleicht hast du dadurch auch deinen Frieden. Weiß ich ja nicht.
nocheinPoet schrieb:Wie dem auch sei, ich spreche jeden an, den ich ansprechen will, gibt hier im Forum keine Regel, die das untersagt.
Stimmt ... und manchmal antworte ich einfach nicht ... manchmal lese ich einfach nicht ... das ist keine Regel, doch mein Recht.
nocheinPoet schrieb:Nun Du bist ja wohl zum Diskutieren hier und wirst ja auch nicht müde die vermeintlichen Untaten der USA und des Westen im anderen Thread rauf und runter zu kauen,
Ach, wie langweilig deine einfältige Stellung. Einfältig im Sinne von Gegenteil der Vielfalt.

Wenn man die Greueltaten Russlands kennt, dann weiß man, zu was auch die Russen fähig sind/sein könnten. Die unterscheiden sich in keinster Weise in der Familie "Mensch".
Die Russen sagen u. a. selbst, dass St. Petersburg auf Blut und Knochen gebaut ist.
Die Russen haben selbst alle Arbeit und Mühen, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.
Selbst ich habe alle (mir geistigen-eigenen Kapazitäten &) Hände in Gebrauch, um meine eigene winzige Vergangenheit aufzuarbeiten.
nocheinPoet schrieb:Auch meine ich es ja nie böse, sondern immer konstruktiv.
Nein, du bist nicht böse und du meinst es auch nicht böse. Vielleicht meinst du auch, dass ich mich geehrt fühlen könnte/sollte, dass eine Wesenheit wie du es bist, mir ständig auf die Finger schaut und klopft.
Du kritisierst ... eigentlich ständig. Ich habe von dir noch nie eine wirklich (objektive/offene) "konstruktive" Meldung lesen können. Gehört wohl zu deiner "Lektion".


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Phantomeloi
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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

26.03.2015 um 12:00
@EvilParasit
EvilParasit schrieb:Interessant ist, ob die Verbrechen gegen die Tschetschenen immer noch andauern.
Ja, das wäre interessant! Sind es doch immer wieder die Tschetschenen, die angeblich die russische Gesellschaft angreifen/terrorisieren.

Im Wissen der Vergangenheit der Tschetschenen ist das verständlich.
Doch dann müsste Moskau für die Vergangenheit der russischen Geschichte genauso gerade stehen und sich entschuldigen, wie wir Deutschen gerade stehen und uns ständig entschuldigen (müssen/mussten) für unsere Vergangenheit.

Viele Deutsche - unter anderem die, die nach dem 2. WK geboren sind - haben sich "freiwillig" bereits entschuldigt. Freiwillig haben diese Menschen die Un- und Greueltaten unserer Ahnen aufgearbeitet und uns aufrecht dafür entschuldigt, obwohl wir eben nicht dabei waren.

Manche Menschen jedoch fassen eine "Entschuldigung" wohl anders auf. Sie entschuldigen die Untaten der Vorfahren (im Sinne von Recht-fertigen). Das könnten wir zwar, doch das wäre nicht das "Entschuldigen", was ich unter "freiwillig" ansehe. Wir können uns nur freiwillig dafür einsetzen, dass wir nicht die selben Un- und Greueltaten unserer Ahnen wiederholen. Das können wir - dann muss sich auch niemand mehr für uns grämen, schämen oder gar etwas "ENT-SCHULD-igen", was er gar nicht "verbrochen" hat.

Und damit meine ich auch die russische Gesellschaft.
Das fordere ich von allen Gesellschaften.


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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

26.03.2015 um 12:08
@Phantomeloi

Tschetschenen kommen ja nicht radikal zur Welt, da muss sie schon das Umfeld radikalisieren.

Und das mit dem Entschuldigen ist in manchen Kulturen nicht so einfach, da es mit einem Gesichtsverlust einhergeht.

Russland sollte seine komplette Tschetschenienpolitik komplett Umbauen.
Und vor allem deradikalisieren.

Dazu braucht es aber eine starke und unabhängige Legislative und Exekutive.
Aber ich bin am zweifeln, ob die beiden Dinge im Sinne der aktuellen russischen Politik stehen ..


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26.03.2015 um 12:12
@EvilParasit
EvilParasit schrieb:Interessant ist, ob die Verbrechen gegen die Tschetschenen immer noch andauern. Wenn man bedenkt, das die kaum vorhanden Rede- und Meinungsfreiheit der Tschetschenen auch über die Landesgrenzen hinausgeht.
Und wie das andauert, musst mal den Film dazu ansehen, das Volk ist traumatisiert, man stelle sich mal vor, man müsste seinen Vergewaltiger bejubeln und ständig als Held verehren. Was dem Volk das nur frei sein wolle da von Russland angetan wurde und noch immer wird, können wir uns überhaupt nicht vorstellen, die leben in ständiger Angst, das Unrechtssystem der DDR war dagegen ein Kindergeburtstag.


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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

26.03.2015 um 12:19
@Phantomeloi
da hast du recht. in russland ist es recht üblich eigene vergehen auszublenden. nicht umsonst wird stalin noch verehrt. sejr bedenklich...


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26.03.2015 um 12:24
@EvilParasit
EvilParasit schrieb:Tschetschenen kommen ja nicht radikal zur Welt, da muss sie schon das Umfeld radikalisieren.
Bin ganz deiner Meinung.

@EvilParasit
EvilParasit schrieb:Und das mit dem Entschuldigen ist in manchen Kulturen nicht so einfach, da es mit einem Gesichtsverlust einhergeht.
Ja, das liegt an der "alten" Denke. Gesichtsverlust ... was ist das? Wir verlieren doch viel mehr unser Gesicht, wenn jedem die Schandtat bekannt ist, und der "Schuldige" nicht den Arsch in der Hose hat, sich aufrecht dafür zu entschuldigen. So langsam wird mir das Wort: "Buße/Beichte" bewusst.
Das geht nicht ohne wirkliche Einsicht/echtes Bedauern.
EvilParasit schrieb:Russland sollte seine komplette Tschetschenienpolitik komplett Umbauen.
Und vor allem deradikalisieren.
Wenn es noch nicht geschehen ist - unbedingt!
EvilParasit schrieb:Dazu braucht es aber eine starke und unabhängige Legislative und Exekutive.
Aber ich bin am zweifeln, ob die beiden Dinge im Sinne der aktuellen russischen Politik stehen ..
Ja, das ist wohl der schwierigste Part. Die Politik in einem solch großen Land ist nicht so einfach zu installieren wie in einem kleinen Land wie Deutschland, Österreich, Schweiz oder Luxemburg z. B.. Alles in Russland ist in einem viel größerem Maßstab zu sehen.
Wenn V. Putin nicht mehr als "Halt" dient, dann zerfällt Russland in 1000 Einzelteile, so zumindest habe ich den Eindruck. Was dann?! Ich meine, was passiert dann mit der russischen Bevölkerung?


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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

26.03.2015 um 12:28
@Phantomeloi
vielleicht ist eben die grösse das Problem... sie könnten sich ja aufspalten. haben ja erfahrung darin.


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Phantomeloi
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26.03.2015 um 12:28
@interrobang
interrobang schrieb:da hast du recht. in russland ist es recht üblich eigene vergehen auszublenden. nicht umsonst wird stalin noch verehrt. sejr bedenklich...
Es werden auch noch alte (verstorbene) Pfarrer, Zaren und Zarinnen (Ikonen) verehrt.

Allerdings hatte ich eher den Eindruck, dass die Russen diese Vorfahren verehren, weil diese dazu beitrugen die russische Gesellschaft zusammen zu halten.

Ob die Verehrung der Grausamkeit/Brutalität gilt - das konnte ich nicht fest stellen. Eher, weil die russische Bevölkerung sich einen "Hirten" wünscht. Das ist allerdings auch gefährlich. Keine Frage. Hatte ich ja schon mal gepostet.


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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

26.03.2015 um 12:31
@Phantomeloi
Phantomeloi schrieb:Ja, das ist wohl der schwierigste Part. Die Politik in einem solch großen Land ist nicht so einfach zu installieren wie in einem kleinen Land wie Deutschland, Österreich, Schweiz oder Luxemburg z. B.. Alles in Russland ist in einem viel größerem Maßstab zu sehen.
Wenn V. Putin nicht mehr als "Halt" dient, dann zerfällt Russland in 1000 Einzelteile, so zumindest habe ich den Eindruck. Was dann?! Ich meine, was passiert dann mit der russischen Bevölkerung?
Ja aber wenn ein gerechteres System nicht umsetzbar ist, muss man an diese Föderation in Frage stellen.
Zumal ich nicht glaube, dass es nicht umsetzbar ist.
Und ja Putin hält das ganze zusammen, die Frage ist jedoch immer für welchen Zweck und zu welchem Preis.
MmN investiert er zu viel Zeit und Geld in andere Dinge, als die tatsächlichen Probleme der Föderation anzugehen.

Russland hat keine Probleme mit ausländischen Aggressoren, so wie oft dargestellt, sondern massive wirtschaftliche Probleme.


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Phantomeloi
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26.03.2015 um 12:31
@interrobang
interrobang schrieb:vielleicht ist eben die grösse das Problem... sie könnten sich ja aufspalten.
Sie müssten eine dezentrale Regierung aufbauen. Ja.
interrobang schrieb:haben ja erfahrung darin.
Dieser Satz hört sich für mich an, als würdest du hämisch darauf warten und dich daran erfreuen, wenn das russische Reich zerfällt. Und mit dem Zerfall die Russen verarmen.


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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

26.03.2015 um 12:31
@Phantomeloi
Phantomeloi schrieb:Propaganda muss man lesen. Lebenserfahrung muss man erfahren. Daher fühle ich mich nicht angesprochen, wenn du mich derart versuchst in eine Richtung zu ziehen. Bleibe du bei deiner Meinung. Vielleicht hast du dadurch auch deinen Frieden. Weiß ich ja nicht.
Lebenserfahrung habe ich einige, und wie kommst Du auf die Idee, ich würde versuchen Dich in eine Richtung zu ziehen, wenn ich Dir Fakten und Tatsachen vorlege? Wer versucht hier wohl andere in eine Richtung zu ziehen? Ich zitiere mal dazu Deine Worte:
Wenn du diese Position "verteidigst", dann müsste es auch noch eine andere geben. Und zwar die, dass Putin gerade jetzt der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Was wäre, wenn du diese Position mal einnehmen würdest?
Putin der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Ja? Und diese Position sollte man mal einnehmen? Warum? Was spricht dafür? Was dagegen spricht, wurde Dir genannt, willst Du ja nicht hören, blendest Du lieber aus. Du bist es, der ständig und stetig ein negatives Bild über den Westen, über die USA versucht zu instanziieren, der versuchst vorzugeben, dass Putin der gute altruistische Retter Europas ist, der nur Frieden will, und die böse USA Europa und Russland spalten will, ja sogar Krieg.

Du bist es, der sich nicht den Tatsachen stellen will, hier wieder einmal nicht, der an seinen Ideologien festhalten will, sein einfaches Feindbild weiter pflegen und nicht hinterfragen, aber es von anderen fordert. Und weil ich es eben offen anspreche und Dir so klar sage, gehe ich Dir eben auf die Weichteile, darum ja auch Dein Versuch jeden Dialog mit mir zu meiden.

Wenn Du ernst genommen werden willst, dann musst Du offen sein und auch mal bereit, über Dein Bild hinaus in die Welt zu schauen, auch Deine Sicht der Dinge zu hinterfragen, nicht nur von anderen fordern, sie sollen es mal tun.


Ich:
nocheinPoet schrieb:Wie dem auch sei, ich spreche jeden an, den ich ansprechen will, gibt hier im Forum keine Regel, die das untersagt.
Du:
Phantomeloi schrieb:Stimmt ... und manchmal antworte ich einfach nicht ... manchmal lese ich einfach nicht ... das ist keine Regel, doch mein Recht.
Klar ist das Dein Recht, nur wirst Du so immer weniger ernst genommen, den fair ist es eben nicht, die Dinge die einem nicht ins Weltbild passen einfach zu ignorieren, oder? Eben.


Ich:
nocheinPoet schrieb:Nun Du bist ja wohl zum Diskutieren hier und wirst ja auch nicht müde die vermeintlichen Untaten der USA und des Westen im anderen Thread rauf und runter zu kauen, ...
Du:
Ach, wie langweilig deine einfältige Stellung. Einfältig im Sinne von Gegenteil der Vielfalt. Wenn man die Gräueltaten Russlands kennt, dann weiß man, zu was auch die Russen fähig sind/sein könnten. Die unterscheiden sich in keinster Weise in der Familie "Mensch". Die Russen sagen u. a. selbst, dass St. Petersburg auf Blut und Knochen gebaut ist. Die Russen haben selbst alle Arbeit und Mühen, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Selbst ich habe alle (mir geistigen-eigenen Kapazitäten &) Hände in Gebrauch, um meine eigene winzige Vergangenheit aufzuarbeiten.
Und? Was ist da nun langweilig und was einfältig an dem was ich so schreibe? Findest Du nicht, dass es sinnvoll ist, sich über die Geschichte und den Hintergrund zu informieren, wenn man ernst genommen werden will und vernünftig zu einem Thema diskutieren?


Ich:
nocheinPoet schrieb:Auch meine ich es ja nie böse, sondern immer konstruktiv.
Du:
Phantomeloi schrieb:Ja, das wäre interessant! Sind es doch immer wieder die Tschetschenen, die angeblich die russische Gesellschaft angreifen/terrorisieren. Im Wissen der Vergangenheit der Tschetschenen ist das verständlich.
Eben, nun bist Du auf der Leiter nach oben.
Phantomeloi schrieb:Doch dann müsste Moskau für die Vergangenheit der russischen Geschichte genauso gerade stehen und sich entschuldigen, wie wir Deutschen gerade stehen und uns ständig entschuldigen (müssen/mussten) für unsere Vergangenheit.
So schaut es aus, leider ist das Gegenteil der Fall, Russland versucht die Vergangenheit zu vergessen, auszulöschen, die Geschichte umzuschreiben.
Viele Deutsche - unter anderem die, die nach dem 2. WK geboren sind - haben sich "freiwillig" bereits entschuldigt. Freiwillig haben diese Menschen die Untaten und Gräueltaten unserer Ahnen aufgearbeitet und uns aufrecht dafür entschuldigt, obwohl wir eben nicht dabei waren. Manche Menschen jedoch fassen eine "Entschuldigung" wohl anders auf. Sie entschuldigen die Untaten der Vorfahren (im Sinne von Recht-fertigen). Das könnten wir zwar, doch das wäre nicht das "Entschuldigen", was ich unter "freiwillig" ansehe. Wir können uns nur freiwillig dafür einsetzen, dass wir nicht die selben Untaten und Gräueltaten unserer Ahnen wiederholen. Das können wir - dann muss sich auch niemand mehr für uns grämen, schämen oder gar etwas "ENT-SCHULD-igen", was er gar nicht "verbrochen" hat. Und damit meine ich auch die russische Gesellschaft. Das fordere ich von allen Gesellschaften.
Guter Ansatz, eben aus der Vergangenheit lernen, aus den Fehlern, nicht vergessen, sondern aufarbeiten und versuchen es in der Zukunft besser zu machen.
Phantomeloi schrieb:Nein, du bist nicht böse und du meinst es auch nicht böse. Vielleicht meinst du auch, dass ich mich geehrt fühlen könnte/sollte, dass eine Wesenheit wie du es bist, mir ständig auf die Finger schaut und klopft. Du kritisierst ... eigentlich ständig. Ich habe von dir noch nie eine wirklich (objektive/offene) "konstruktive" Meldung lesen können. Gehört wohl zu deiner "Lektion".
Quatsch, ich bin nur wie wir alle hier ein kleines Licht, und ich schreibe wie Du ganz offen und ehrlich.


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26.03.2015 um 12:37
@Phantomeloi
die freude bezog sich darauf das sie ihre besetzten gebiete verloren hatten. deutschland, ungarn etc... das zarenreich is mir wurst.


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Die Verbrechen Russlands am Volk der Tschetschenen

26.03.2015 um 12:38
Phantomeloi schrieb:wenn das russische Reich zerfällt. Und mit dem Zerfall die Russen verarmen.
Was sollte daran schlimm sein, wenn ein Land ansonsten nicht regiert werden kann oder nur mit Gewalt, dann sollte es geteilt werden. Warum sollten die Russen deswegen verarmen, evtl. ist genau das Gegenteil der Fall...


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26.03.2015 um 12:38
@EvilParasit
EvilParasit schrieb:Ja aber wenn ein gerechteres System nicht umsetzbar ist, muss man an diese Föderation in Frage stellen.
Die russische Föderation war/ist in Arbeit. V. Putin hat das mit einer Gruppe Studenten diskutiert.
EvilParasit schrieb:Zumal ich nicht glaube, dass es nicht umsetzbar ist.
V. Putin sagte selbst, dass man nicht sagen kann, ob dieses "Projekt" funktioniert, und auch WIE es funktioniert. Er sagte: "Wir müssen es versuchen. Dann wissen wir es.". War für mich eine spektakuläre ehrliche Antwort v. V. Putin.
EvilParasit schrieb:Und ja Putin hält das ganze zusammen, die Frage ist jedoch immer für welchen Zweck und zu welchem Preis.
Man kann V. Putin ja vieles vor halten, doch seit er die Finger im Spiel hat, in der Politik, geht es allen Russen besser. Natürlich geht es den Oligarchen am besten, doch auch den armen Bauern geht es besser, weil sie nicht mehr einem verrückten (Stalin) ausgesetzt waren. Ich weiß, eine "mässige" Verbesserung der Situation für die ärmere Schicht, doch im Laufe der Jahre hat diese Politik auch in der Bevölkerung (mit Vertrauen) gefruchtet.

Russland war m. E. auf dem Sprung in´s nächste Zeitalter. Man hätte sie unterstützen können. Doch das war dann wohl doch etwas zu viel "erwartet vom Westen". Das ist es, was mir eigentlich leid tut. Es macht den Anschein als wolle man den Russen keine Chance geben.


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26.03.2015 um 12:39
@nocheinPoet
das schlimmste was putin eigentlich passieren kann ist das der äusere feind nicht mehr exestiert. ich sehe da gewisse paralelen zum iran.


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