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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

29.164 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 17:32
Zitat von navi12.0navi12.0 schrieb:Hier steht, dass sich eine rechtlich relevante Ungleichbehandlung ggü männlichen Kunden
nicht entnehmen lässt. Um das beurteilen zu können, müssen die Richter erstmal die soziale Situation zwischen den männlichen und den weiblichen Kunden geprüft haben, sonst können sie diese Aussage nicht tätigen. Das ist im weitesten Sinne des Wortes durchaus als soziologische Untersuchung bewertbar.
nein, da prüft das Gericht die rechtliche Relevanz, steht ja da. Und warum die nicht zu entnehmen ist, wird damit begründet, dass im allgemeinen Sprachgebrauch das gm alle natürlichen Geschlechter umfassen kann. Es wird aber auch gesagt, dass:
Dabei verkennt der Senat nicht, dass grammatisch
maskuline Personenbezeichnungen, die sich auf jedes natürliche Geschlecht
beziehen, vor dem Hintergrund der seit den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts diskutierten Frage der Benachteiligung von Frauen durch Sprachsystem sowie Sprachgebrauch als benachteiligend kritisiert und teilweise nicht
mehr so selbstverständlich als verallgemeinernd empfunden werden, wie dies
noch in der Vergangenheit der Fall gewesen sein mag
Quelle: https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=82652&pos=0&anz=1
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Wäre sie das, müssten die Gesetzestexte geändert werden, dem ist wohl nicht so
rückwirkend nicht, aber zukünftig soll die Formulierung bedacht werden. Ist sie auch schon.
Und hier wird das auch schön beschrieben, bei 1.8:
Teil BAllgemeine Empfehlungen für das Formulieren von Rechtsvorschriften
Quelle: http://hdr.bmj.de/sitemap.html
und hier
Seit dem 1. April kennt die Straßenverkehrsordnung (StVO) keine Verkehrsteilnehmer und auch keine Radfahrer mehr. Nun heißt das "Wer am Verkehr teilnimmt" oder "Mit Fahrrädern muss einzeln hintereinander gefahren werden". Viel Passiv, viel unpersönliche Formulierung, aber keine einseitige Bevorzugung mehr der Verkehrsteilnehmer gegenüber den Verkehrsteilnehmerinnen oder der Radfahrer gegenüber den Radfahrerinnen.

Hier hat der Gesetzgeber geradezu mustergültig umgesetzt, was das Justizministerium im Handbuch der Rechtsförmlichkeit schon vor Jahren angeregt hatte. Natürlich sind nicht alle Adressaten gleichermaßen begeistert und manche Formulierung ist auf den zweiten Blick nicht ganz überzeugend gelungen. Aber jeder Zweifel ist beseitigt, dass Adressaten der StVO auch Frauen sind.
Quelle: https://www.lto.de/recht/feuilleton/f/stvo-geschlechtsneutralitaet-gesetzestexte-feminismus/


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 17:36
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Gibt es für diese Diskreditierung sachliche Hinweise?
Ich habe geschrieben: vermutlich .

Wenn das schon eine (tatsächliche) Diskreditierung für Dich darstellt, braucht man sich über den Rest, der abgesondert wird,
erst gar nicht zu wundern.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 17:38
Zitat von boraboraborabora schrieb:Ich habe geschrieben: vermutlich .
Aber warum vermutest du das?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 17:44
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Fest steht vor allem, dass du nichts hrleitest, sondern einfach behauptest.
Das behauptest du wiederum, und ignorierst sowohl den Beleg vom Gericht, der zumindest implizit davon sprich, das soziale Verhältnis untersucht zu haben, als auch meine durchaus plausible Erklärung, warum ich das als "soziologischen Kontext" betiteln kann, ohne mich irgendwie groß verbiegen zu müssen.
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Mit Quellen kannst du meist nicht aufwarten.
Unbelegter Quatsch. Wenn irgendwas außerhalb der voraussetzbaren Allgemeinbildung belegt werden muss, wird es auch stets von mir mit Quellen belegt.
Auch mal ganz Banales bei ganz harten Fällen. Du hast einfach etwas zu viel Meinung für so wenig Ahnung. Das Reicht nicht, um dieses Bild von mir aufrecht erhalten zu können.

Warum schweifst du überhaupt ständig vom Thema ab, und versuchst mich persönlich anzugreifen? Bringt dir das irgendwas fürs Thema? Den meisten hier wohl nicht.
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Bleibt halt nur, deine Behauptungen als persönliche Meinung einzuordnen.
Warum auch nicht.
Ist ja kein Problem, eine Meinung u vertreten. Es wird nur dann problematisch, wenn man Meinungen als Belege präsentiert.
Quatsch. Das wiederholen macht es nicht wahr.
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Nein. Das ist erstmal eine Feststellung. Ohne Begründung, woraus diese sich herleitet.
Verlink mal eine Definition von "soziologische Untetsuchung", die diesen Vorgang als soziologische Untersuchung definiert.
Wir können das abkürzen. Du weisst offenbar nicht was eine soziologische Untersuchung überhaupt ist.
Wenn du wüsstest, was das überhaupt ist, und worum es da geht, wüsstest du auch, dass das kein feststehender Begriff ist, der eine eigene Definition hat, sondern eine ganz banale zusammengesetzte Formulierung aus "Untersuchung" und dem Adjektiv "soziologisch".

Untersuchung muss ich wohl nicht weiter erklären, und soziologisch bedeutet genau das, was ich schon erklärt hatte. Nämlich: wenn was innerhalb irgendwelcher Sozialen fragen wissenschaftlich aufgearbeitet wird.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, da prüft das Gericht die rechtliche Relevanz, steht ja da. Und warum die nicht zu entnehmen ist, wird damit begründet, dass im allgemeinen Sprachgebrauch das gm alle natürlichen Geschlechter umfassen kann. Es wird aber auch gesagt, dass:
Es steht auch zumindest implizit da, dass es außerdem die Ungleichbehandlung zwischen den Geschlechtern geprüft hat, sonst könnte es diesen Passus nicht so ausformulieren.

Dass das natürlich auch rechtlich relevant sein muss, ist selbstverständlich. Sonst würde sich das Gericht gar nicht damit beschäftigen. Beide Faktoren, sowohl der juristische Teil als auch der soziologische, stehen hier zusammen, und sind untrennbar. Das Eine macht ohne das Andere keinen Sinn.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Dabei verkennt der Senat nicht, dass grammatisch
maskuline Personenbezeichnungen, die sich auf jedes natürliche Geschlecht
beziehen, vor dem Hintergrund der seit den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts diskutierten Frage der Benachteiligung von Frauen durch Sprachsystem sowie Sprachgebrauch als benachteiligend kritisiert und teilweise nicht
mehr so selbstverständlich als verallgemeinernd empfunden werden, wie dies
noch in der Vergangenheit der Fall gewesen sein mag
Was soll mir das sagen?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 17:47
Zitat von navi12.0navi12.0 schrieb:Du hast einfach etwas zu viel Meinung für so wenig Ahnung.
Du bist der/diejenige, die hier ständig Beleidigungen in meine Richtung abschiesst.
Lass das doch einfach.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 17:51
Zitat von boraboraborabora schrieb:Ich habe geschrieben: vermutlich .

Wenn das schon eine (tatsächliche) Diskreditierung für Dich darstellt, braucht man sich über den Rest, der abgesondert wird,
erst gar nicht zu wundern.
Ja, und ich hatte gefragt, worauf sich das stützt.

Offensichtlich auf Nichts und ja, damit ist das eine Diskreditierung.
Was denn sonst?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 17:57
Zitat von navi12.0navi12.0 schrieb:Untersuchung muss ich wohl nicht weiter erklären, und soziologisch bedeutet genau das, was ich schon erklärt hatte. Nämlich: wenn was innerhalb irgendwelcher Sozialen fragen wissenschaftlich aufgearbeitet wird.
Naja.....

"Untersuchung" ist im wissenschaftlichen Kontext schon ein methodisches Vorgehen.
Bei der Soziologie handelt es sich um eine empirische Wissenschaft, die über methodisch kontrollierte Beobachtungen wahre Aussagen über Regelmäßigkeiten und Wahrscheinlichkeiten sozialer Prozesse gewinnen möchte. Da Menschen in ihrem Handeln frei sind (anders als bloße physikalische Körper), haben die meisten allgemeinen Zusammenhänge von empirischen Regelmäßigkeiten, die in der Soziologie gefunden worden sind, eine probabilistische Natur, d.h. ihr Auftreten ist mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, aber nicht zwangsläufig vorherzusagen. Statistische Methoden spielen deshalb bei den quantitativen Forschungsmethoden der Soziologie eine wichtige Rolle. Da Menschen (anders als bloße physikalische Körper) auch über ihre Handlungen und ihre Zielvorstellungen berichten können, sind in der Methodologie der Soziologie auch sinnverstehende Interpretationsverfahren wichtig.
Quelle: https://soziologie.uni-halle.de/studium/fach/

Gerichte nehmen keine soziologischen "Untersuchungen" vor.
Egal wie oft du das wiederholst.
Frag einfach den Anwalt, der hier im Forum aktiv ist.
Der wird dir das auch bestätigen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 18:05
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Du bist der/diejenige, die hier ständig Beleidigungen in meine Richtung abschiesst.
Lass das doch einfach.
Unbelegter Blödsinn.
Du wirst ständig persönlich, und keiner weiß, wozu eigentlich? Was tut meine Person hier zum Thema, hm? Warum also versuchst du mich ständig zu thematisieren?
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:"Untersuchung" ist im wissenschaftlichen Kontext schon ein methodisches Vorgehen.
Und das Gericht geht bei so einer Frage nicht methodisch vor, weil?
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Gerichte nehmen keine soziologischen "Untersuchungen" vor.
Egal wie oft du das wiederholst.
Frag einfach den Anwalt, der hier im Forum aktiv ist.
Der wird dir das auch bestätigen.
Genug Wortklauberei.

Frag doch selbst den Anwalt, und lass uns dann an deiner Erkenntnis teilhaben.


Wenn dir diese Formulierung nicht gefällt, dann kann ich dir nicht helfen.

Welche Relevanz das hier überhaupt für den eigentlichen Sachverhalt haben soll, dass sich das Gericht eben sehr wohl mit der Frage der sozialen Gerechtigkeit auseinander setzen muss, um dieses Urteil in der Form fällen zu können, erschließt sich mir gerade eh nicht, aber seis drum. Dann willst du es eben nicht soziologisch nennen, auch wenn ich bereits sagte, dass der Begriff hier nicht ganz so eng gefasst werden muss. Im weitesten Sinne eben.. wie gesagt.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 18:16
Zitat von navi12.0navi12.0 schrieb:Es steht auch zumindest implizit da, dass es außerdem die Ungleichbehandlung zwischen den Geschlechtern geprüft hat, sonst könnte es diesen Passus nicht so ausformulieren.
nein, eben nicht, da gibt es keinen Klärungsbedarf
Zitat von navi12.0navi12.0 schrieb:Was soll mir das sagen?
dass der Senat es nicht verkennt, es aber keine Rolle spielt, da rein rechtlich bewertet wurde, ob diese eine Person in diesem einen Fall durch das gm diskriminiert wurde, wurde die Person aus rechtlicher Sicht nicht, weil sich durch die Bezeichnung auf dem Formular keine direkte Ungleichbehandlung Einzelner ableiten liesse.
Zitat von navi12.0navi12.0 schrieb:Und das Gericht geht bei so einer Frage nicht methodisch vor, weil?
nicht im Sinne von Forschung


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 18:27
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, eben nicht, da gibt es keinen Klärungsbedarf
Wenn es keinen gäbe, würde man nicht sagen können, dass "sich kein Ungleichgewicht feststellen ließ", sinngemäß.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:dass der Senat es nicht verkennt, es aber keine Rolle spielt, da rein rechtlich bewertet wurde, ob diese eine Person in diesem einen Fall durch das gm diskriminiert wurde, wurde die Person aus rechtlicher Sicht nicht, weil sich durch die Bezeichnung auf dem Formular keine direkte Ungleichbehandlung Einzelner ableiten liesse.
Es kann nicht rein juristisch bewertet worden sein, wenn auch die soziale Komponente beschrieben wird, weil sie hier einfach für die ganze Fragestellung relevant ist.

Welcher Senat überhaupt? Wie hängst das mit dem Urteil zusammen. Bin gerade nicht im Bilde, wie das korrespondiert.

Hab keine Lust den ganzen Link zu lesen, und der Teil, den du rein kopiert hast, beantwortet mir das nicht.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nicht im Sinne von Forschung
Warum?

Was ist in der Forschung grundsätzlich anders?


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10.09.2021 um 18:41
Zitat von navi12.0navi12.0 schrieb:Was ist in der Forschung grundsätzlich anders
Die Unterschiede zwischen einer juristischen Bewertung und wissenschaftlicher Forschung hier rauszuarbeiten sprengt den Rahmen und wird sehr offtopic.
Es ist aber keine Raketenwissenschaft, sich das selbst zu erarbeiten.
Zitat von navi12.0navi12.0 schrieb:Welcher Senat überhaupt? Wie hängst das mit dem Urteil zusammen. Bin gerade nicht im Bilde, wie das korrespondiert.

Hab keine Lust den ganzen Link zu lesen, und der Teil, den du rein kopiert hast, beantwortet mir das nicht.
Wie soll das eine sinnvolle Diskussion werden, wenn du "keine Lust" hast die links zu lesen, aber Fragen stellst, die sich durch simples Lesen der links beantworten.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 18:48
Zitat von navi12.0navi12.0 schrieb:Es kann nicht rein juristisch bewertet worden sein, wenn auch die soziale Komponente beschrieben wird, weil sie hier einfach für die ganze Fragestellung relevant ist.
nein, ist es nicht und hättest Du das gesamte Urteil und die Ausführungen dazu, die ich verlinkt habe, gelesen, dann wüßtest Du das. Oder Du weißt es und leugnest es einfach, so wie alle Belege, alle Forschungsergebnisse? Das Urteil bezieht sich nur darauf, ob die Verwendung des gm in Vordrucken der Sparkasse schon eine Diskriminierung darstellt. Es befasst sich überhaupt nicht damit, ob das gm an sich diskriminierend ist, denn das Gericht bewertet nur, was Klägerin und Beklagte vortragen und wie dies jeweils rechtlich zu beurteilen ist. Also geht das Gericht nicht los und liest Forschung auf dem Gebiet etc., sondern das Gericht nimmt das, was dem Gericht vorgetragen wurde. Was auch hier deutlich wird, in der Ablehnung der Verfassungsbeschwerde

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/05/rk20200526_1bvr107418.html


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 19:05
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:rückwirkend nicht, aber zukünftig soll die Formulierung bedacht werden. Ist sie auch schon.
Und hier wird das auch schön beschrieben, bei 1.8:
Teil BAllgemeine Empfehlungen für das Formulieren von Rechtsvorschriften
Quelle: http://hdr.bmj.de/sitemap.html
und hier
Das sind allgemeine Empfehlungen und keine Verordnungen, die würde ich auch geben, denn die Klagewut so mancher Mitbürger müllen die Gerichte derart zu und das gilt es zu minimieren.

Das Gericht hat in seinem Urteil festgestellt, dass das gM genderneutral ist und auch mehrheitlich so aufgefasst wird. Alles weiter ist nebensächlich. Wäre das gM faktisch diskriminierend, würde das Gericht anders entscheiden. Dem ist nicht so, deshalb bleibt es auch bei der Entscheidung Einzelner, ob und wie sie das gM benutzen wollen. Da die Hysterie diesbezüglich momentan sehr groß ist, entscheiden sich öffentliche Dienste eben dazu zu gendern, um eben etwaigen "Problemen" aus dem Weg zu gehen.

Aus meiner Sicht eine völlig absurde Entwicklung, die nur zeigt, wie dekadent westliche Länder "Probleme" behandeln, die im eigentlichen Sinne keine sind.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 19:33
@CosmicQueen
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Das Gericht hat in seinem Urteil festgestellt, dass das gM genderneutral ist und auch mehrheitlich so aufgefasst wird. Alles weiter ist nebensächlich. Wäre das gM faktisch diskriminierend, würde das Gericht anders entscheiden. Dem ist nicht so, deshalb bleibt es auch bei der Entscheidung Einzelner, ob und wie sie das gM benutzen wollen. Da die Hysterie diesbezüglich momentan sehr groß ist, entscheiden sich öffentliche Dienste eben dazu zu gendern, um eben etwaigen "Problemen" aus dem Weg zu gehen.
nee, ganz so ist es nicht, ich habe das jetzt schon seitenlang @navi12.0 dargelegt, kannst ja nachlesen. Und dass das gm genderneutral wäre hat das Gericht überhaupt nicht festgestellt. Es hat nur festgestellt, wie die grammatikalischen Regeln sind und das dieser Sprachgebrauch allgemein üblich sei und so auch die Gesetzessprache ausgelegt sei. Konkrete Bezeichnungen sind ja gar nicht beurteilt worden.

Und nein, es geht nicht um Hysterie, sondern um Gender Mainstreaming, also die Verpflichtung der aktiven Gleichstellung. Dazu gehört auch gendergerechte Sprache, ich hatte es schon ausgeführt und belegt.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 19:59
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Die Unterschiede zwischen einer juristischen Bewertung und wissenschaftlicher Forschung hier rauszuarbeiten sprengt den Rahmen und wird sehr offtopic.
Es ist aber keine Raketenwissenschaft, sich das selbst zu erarbeiten.
Aha, viele Worthülsen und Zündplättchen sind auch ot, aber hier grad ja auch kein Hindernis.

Ich kenne den Unterschied übrigens, genau wie die Gemeinsamkeiten, und könnte das auch in paar Sätzen ausformulieren, aber ist ja eh ot, nicht wahr?
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Wie soll das eine sinnvolle Diskussion werden, wenn du "keine Lust" hast die links zu lesen, aber Fragen stellst, die sich durch simples Lesen der links beantworten.
Wie soll das eine sinnvolle Diskussion werden, du nur was zu meiner Person schwafelst, aber nichts zum Thema beiträgst?

Außerdem lies sich das nicht beantworten. War wie üblich eine Sackgasse.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, ist es nicht und hättest Du das gesamte Urteil und die Ausführungen dazu, die ich verlinkt habe, gelesen, dann wüßtest Du das.
Ich hab es jetzt gelesen, und selbstverständlich beschäftig sich das Gericht mit dem gM. Sonst könnte es gar nicht beurteilen, ob es in dem Fall diskriminierend ist.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Oder Du weißt es und leugnest es einfach, so wie alle Belege, alle Forschungsergebnisse?
Ich leugne keine Belege und erst recht keine Forschungsergebnisse. Dieser Quatsch wird vom Wiederholen auch nicht wahr, nur noch trolliger und unglaubwürdiger.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Das Urteil bezieht sich nur darauf, ob die Verwendung des gm in Vordrucken der Sparkasse schon eine Diskriminierung darstellt.
Und genau deshalb muss sich das Gericht mit dem gM und der sozialen Situation rund um die spezielle Fragestellung ausreichend beschäftigt haben, sonst wäre das Urteil nicht so nicht möglich, und jederzeit anfechtbar.

Sogar in mehreren Instanzen.
Es wird zwar nicht detailliert drauf eingegangen, wie es das Gericht macht, aber es ist klar, dass es das tut.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Das Urteil bezieht sich nur darauf, ob die Verwendung des gm in Vordrucken der Sparkasse schon eine Diskriminierung darstellt. Es befasst sich überhaupt nicht damit, ob das gm an sich diskriminierend ist, denn das Gericht bewertet nur, was Klägerin und Beklagte vortragen und wie dies jeweils rechtlich zu beurteilen ist. Also geht das Gericht nicht los und liest Forschung auf dem Gebiet etc., sondern das Gericht nimmt das, was dem Gericht vorgetragen wurde. Was auch hier deutlich wird, in der Ablehnung der Verfassungsbeschwerde
Warum denkst du, dass nicht auch solche Teilaspekte wie "gM an sich diskriminierend" vorgetragen wurden, wenn es sogar über mehrere Instanzen ging?

Entweder interessiert das Gericht gar nicht, was das "gM an sich" so macht weil es für die Frage der sozialen Gerechtigkeit gar keine Rolle spielt, wie wir schon auch erörtert hatten, oder es wurde von der Klägerin schlicht vergessen, was ich kaum glauben kann.

Wenn es nämlich vergessen wurde, könnte sie sich auch "an sich" vom gM gar nicht diskriminiert fühlen, also geht die ganze Sache eh nicht auf.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.09.2021 um 20:05
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Und dass das gm genderneutral wäre hat das Gericht überhaupt nicht festgestellt. Es hat nur festgestellt, wie die grammatikalischen Regeln sind und das dieser Sprachgebrauch allgemein üblich sei und so auch die Gesetzessprache ausgelegt sei.
Durch das sogenannte generische Maskulinum würden nach dem allgemeinen Sprachgebrauch und Sprachverständnis Personen jeden natürlichen Geschlechts erfasst.
Tja, und das allgemeine Sprachverständnis ist eben, dass das gM geschlechtsneutral ist. Die Mehrheit der Frauen fühlen sich durch den gM Sprachgebrauch auch gleichgestellt. Es ist also unnötig da eingreifen zu müssen, wenn es 1. so in den Schulen gelehrt wird und 2. es so gut wie jeder auch dementsprechend versteht. Frauen müssen nicht von irgendwelchen Forschern bevormundet werden, denn sie können ganz gut selbst einschätzen, ob sie diskriminiert werden oder nicht.

Wenn du sagst, dass gM ist für dich faktisch diskriminierend, dann solltest du auch ganz konsequent das gM vermeiden und zusätzlich verlangen, dass dies abgeschafft wird. Aber so wie ich dich verstanden habe, willst du das ja nicht und das ist für mich ein Widerspruch.


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10.09.2021 um 20:51
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Aber warum vermutest du das?
Ich halte tatsächliche Diskriminierung, die für jedermann ersichtlich und nachvollziebar ist, für viel diskussionswürdiger als diese, die seit Tagen und Seiten diskutiert wird.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Offensichtlich auf Nichts
Siehe oben.


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11.09.2021 um 07:34
Zitat von navi12.0navi12.0 schrieb:Warum denkst du, dass nicht auch solche Teilaspekte wie "gM an sich diskriminierend" vorgetragen wurden, wenn es sogar über mehrere Instanzen ging?
Du hast definitiv keines der Urteile gelesen. Oder wie das Urteil aufzufassen ist, trotz Verlinkungen. Was jede weitere Diskussion diesbezüglich mit Dir sinnlos macht.
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Tja, und das allgemeine Sprachverständnis ist eben, dass das gM geschlechtsneutral ist.
aber nur, weil das gm so definiert ist. Denn davon leitet das Gericht das ab und das steht im Urteil.
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Wenn du sagst, dass gM ist für dich faktisch diskriminierend, dann solltest du auch ganz konsequent das gM vermeiden und zusätzlich verlangen, dass dies abgeschafft wird. Aber so wie ich dich verstanden habe, willst du das ja nicht und das ist für mich ein Widerspruch.
nicht für mich, sondern es ist es einfach, belegt durch Forschung. Und meinen Widerspruch solltest Du mal belegen bitte. Dann wirst Du sehen, ob ich mir widerspreche oder nicht und musst nix vermuten.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.09.2021 um 08:35
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Du hast definitiv keines der Urteile gelesen. Oder wie das Urteil aufzufassen ist, trotz Verlinkungen. Was jede weitere Diskussion diesbezüglich mit Dir sinnlos macht.
Das gilt wohl eher für dich.

Hier steht es auch:
Es sei für den Verwender
von Formularvordrucken nach dem allgemeinen Sprachgebrauch ohne weiteres
ersichtlich, dass mit der Verwendung der Begriffe keine Bezeichnung nach dem
natürlichen Geschlecht einer Person einhergehe. Außerdem könne bei der
Verwendung des generischen Maskulinums nicht ohne weiteres diskriminierende Absicht unterstellt werden.
Quelle: https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=82652&pos=0&anz=1

Damit ist belegt, dass sich das Gericht mit dem gM beschäftigt hatte, und offenbar durchaus anerkennt, dass man es in einem anderen Kontext als diskriminierend auffassen kann.

Ferner wird in deinem Teilabschnitt von weiter oben auch erwähnt, dass dem Gericht die Diskussion um das Thema nicht entgangen ist, und es diese durchaus berücksichtigt .. nur kann man hier nicht ohne weiteres eine diskriminierende Absicht unterstellen, weil nach dem allgemeinen Sprachgebrauch ersichtlich ist, dass mit der Verwendung der Begriffe keine Bezeichnung nach dem natürlichen Geschlecht einhergehe.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.09.2021 um 09:12
Das bevorzugte methodische Werkzeug innerhalb der Queer-Theorie ist die Dekonstruktion von vergegenständlichten Kategorien, die Auflösung der Fixierung auf machtasymmetrische Binaritäten wie Weiß/Schwarz oder männlich/weiblich. Die Offenheit des Begriffs queer wurzelt in der dekonstruktivistischen Praxis, nach dem Ausgeschlossenen zu fragen und sich selbst durch Inklusion des Außenstehenden zu erweitern. Dem universalistischen Anspruch von queer sind trotzdem Grenzen gesetzt. Queer-Theorien gehen davon aus, dass Menschen sich selbst definieren sollen und dass diese Selbstdefinition die einzig gültige „Identitätserklärung“ ist.

Der dritte, plural-queere Ansatz, welchen Butler (1995), Sedgwick (1992) und Perko (2006) vertreten, übt queere Kritik an Konzepten wie Heterosexualität, Heteronormativität, einer Begrenzung der Analysen auf Sex/Gender, an einer Beschränkung auf eindeutige Identitäten sowie einer Bildung von abgeschlossenen Gruppen sowie Identitätspolitiken.[5] Dagegen setzt der plural-queere Ansatz Geschlechtervielfalt, Antinormativität, eine intersektionale Verknüpfung von Sex/Gender mit Bereichen wie Race, Kultur, Herkunft etc. sowie Unbestimmtheit, Unabgeschlossenheit, Nicht-Identität, Gruppen ohne kollektiven Identitätsbegriff und Pluralität.

Ich verfolge die Diskussionen des Threads sehr interessiert.
Man könnte gelesen haben, dass ich "politische Korrektheit" als unstimming erfahre.


Zuallererst gilt laut Wikipedia Eintrag "politische Korrektheit" als "politisches Schlagwort".
D.h. m.E. dass es keinen einheitlich definierten Begriff gibt.

Meine Kritik nun ist für mich nicht leicht zu formulieren.
Man bedenke, es stehen meine Gedanken dahinter, die ich zu fassen suche.

"politische Korrektheit" will Geschlechter, Gruppen von Geschlechter, Gruppen, stärker identifizieren, um politisch teilhaben zu können, um politisch mehr Einfluss zu gewinnen, um die jeweiligen Interessen zu vertreten.
Durch Identifikation nun aber, wird anderes exkludiert, anderes als fremd gesehen, nicht zur Gruppe gehörend.

Identifikationen werden gestärkt.


Ich denke "politische Korrektheit" wie sie mir begegnet ist zu sehr an Identifikation interessiert, wo der Einzelne verloren geht.
Da gehts dann m.E. in Folge nur darum , dazu zu gehören oder Feind zu sein.
Sowohl als auch, möglicherweise, vielleicht, die einzelne Perspektive gekennzeichnet durch "ich denke" sind da m.E. keine bedeutenden Vokabeln.

Unbedingte Konfrontation der Identitäten soll diese stärken durch Produktion von Freund und Feind.

Man will Teilhabe erkämpfen durch Verstärkung der Identifikationen und schafft m.E. eine exkludierente Gesellschaft.

Ein Vorschlag von mir , der die Gedanken von "Queer Theorie", weiter oben verlinkt hat und als Tendenz des Denkens in den Raum stellen möchte, um einen mittigen Weg zu finden, Teilhabe /Inklusion gleichzeitig zu fördern, wäre, sprachlich alle Geschlechter zu benennen zu meinen durch einen Austausch des gM durch ein Wortx. Nur so kann Inklusion aller geschlechter im Raum , die unidentifiziert sind, mit angesprochen werden: Bürger heisst dann Bürgx.

Ich hoffe ich konnte mich in Ansätzen verständlich machen.


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