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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

6.822 Beiträge, Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2018 um 20:25
@Vincent

Stimmt. Der Richtet sich aber durchaus meist eher nach Leuten, die sich in der Tat verletzt fühlen und das so auch deutlich machen, als nach Leuten, die Konflikte erschaffen, wo in der Gesellschaft im persönlichen Umgang gar keine zu finden sind.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2018 um 20:27
Shionoro schrieb:Nein, genau da fängt das Problem an, wo man allgemeingültig worte für anstößig erklären will.
Es ist nämlich kein wort inhärenö anstäßig, genauso wie keines inhärent eine beleidigung ist.

Das kommt auf den Kontexst an. Mit dem Anspruch, für andere, sogar die Mehrheit der Gesellschaft, entscheiden zu können was anstößig ist, wird man ganz automatisch scheitern.
Ich wüsste keinen Kontext, in dem "Neger" nicht rassistisch ist.
Wie wäre es denn wenn du mal Beispiel dafür nennst.


Und nebenbei: Rassisten finden Rassismus nicht anstößig.
Ergo kann es hier auch kein "allgemein anstößig" geben, wohl aber Wörter, die generell r
borabora schrieb:Wer entscheidet denn darüber, was ich beispielsweise für anstößig zu halten habe?
Dein Gewissen?
borabora schrieb:Das Problem geht von den Leuten aus, die jedes Wort u. jeden Blick auf die berühmte Goldwaage legen.
Das scheint nicht mehr als eine nichtssagende, die Diskussion verweigernde, Floskel zu sein.
borabora schrieb:Wer ist denn Deiner Meinung nach ein sexistisches A...loch! Und was ist in diesem Zusammenhang widerlich.

Fallen plumpe Witze auch darunter?
Ein plumper Witz kann widerlich sein, ohne auch noch sexistisch zu sein.
Und ein sexistischer Witz ist auch dann noch sexistisch, wenn sich Erzähler und Zuhörer daran nicht stören.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2018 um 20:27
@Shionoro
Und du definierst natürlich, ob jemand wirklich verletzt ist oder wie im Falle der Antragstellerin der Mohr-Apotheke nur Konflikte schaffen will oder wie soll ich das jetzt verstehen?
Wenn sich der gesellschaftliche Konsens danach richtet, wer von der Tat betroffen ist und sich verletzt fühlt, kann der gesellschaftliche Konsens deiner Argumentationslinie wohl kaum ertragen können, aus einem völlig unwichtigen Begriff ein derartiges Theater zu veranstalten.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2018 um 20:32
@Vincent

Ne tu ich nicht. Aber Du auch nicht. Ob sich Schwarze durch sowas verletzt fühlen, bleibt ihnen selbst überlassen.
Auch da wird es solche und solche Meinungen geben.
Wenn sich genügend Schwarze in der Tat davon verletzt fühlen und es ein Thema wird, kann man über Änderungen Diskutieren, eben wie beim Wort Neger. Wenn nicht, dann wird man es als unnötig empfinden.

Das Theater wird ja wie gesagt nicht von den Schwarzen veranstaltet, zumindest nehme ich die in diesen Diskussionen kaum war.
Sondern von nichtschwarzen, die aber finden, dass man sich darüber aufregen muss.


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11.03.2018 um 20:32
Atrox schrieb:An welchem objektiven Maßstab machst du das fest?
Da muss ich dich erstmal fragen, was für dich in Bezug auf Sprache ein objektiver Maßstab ist?
Gwyddion schrieb:Naja... das hier bei Allmy z. B. jemand auf "Neger" pocht.. konnte ich Gottseidank noch nicht lesen.
In verschiedenen Variationen sogar.

"Mein Schwarzer Kumpel und ich nennen uns Nigger und das is voll okay."
"Negerkuss zu sagen ist doch nicht schlimm, ich sag weiter Negerkuss."


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2018 um 20:33
groucho schrieb:Ich wüsste keinen Kontext, in dem "Neger" nicht rassistisch ist.
Wie wäre es denn wenn du mal Beispiel dafür nennst.


Und nebenbei: Rassisten finden Rassismus nicht anstößig.
Ergo kann es hier auch kein "allgemein anstößig" geben, wohl aber Wörter, die generell r
Menschen haben unterschiedliche Auffassungen darüber, was rassistisch ist und was nicht. So wird ein Schuh draus.
Es gibt auch Dinge, die nicht rassistisch sind, und von Leuten so empfunden werden (wenn wir mal so tun, als gäbe es objektive maßstäbe dafür, was rassistisch ist).

Neger wäre z.b. nicht rassistisch, wenn niemand es so empfinden würde.


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11.03.2018 um 20:34
groucho schrieb:Da muss ich dich erstmal fragen, was für dich in Bezug auf Sprache ein objektiver Maßstab ist?
Da ich mich nicht zur moralischen Instanz erhebe, die das entscheidet, muss ich die Frage nicht wirklich beantworten.

Ich renne hier nicht rum und lege fest, was pc ist und was nicht.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2018 um 20:34
@Shionoro
Shionoro schrieb:Auch Kartoffel und Nazi sind zwei begriffe, die ab und zu über die Zeit hinweg dafür benutzt worden sind, um Deutsche herabzuwürdigen.
Ist trotzdem nicht dasselbe.
Alter...
Du darfst mir gerne erklären welcher der beiden Begriffe fur Neger und welcher für Mohr steht.
Dass Du den Begriff Nazi als Vergleich zur Neger/Mohren Diskussion verwendest, ist schon sehr interessant, wenn nicht schon Satire :D
Shionoro schrieb:Wie du es selbst jetzt implizierst, entscheidend ist, ob sich Leute angegriffen fühlen und es ablehnen.
Wie ich schon schrieb, nenne Schwarze in Zukunft doch gerne wieder Mohr. Wenn Du keinen Anstoß am Begriff nimmst, sollte das doch ebenfalls für Dich ok sein. Solltest Du aber Hemmungen irgendeiner Art empfinden Schwarze künftig als Mohre zu bezeichnen, dann hat sich das Thema eigentlich schon erledigt.
Gib Du mir nun die Antwort darauf. Ist es ok, wenn man Schwarze wieder als Mohre bezeichnet? Falls ja, pro Mohrenapotheke, falls nein, kannst es Dir ja denken^^


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2018 um 20:35
Shionoro schrieb:Das Theater wird ja wie gesagt nicht von den Schwarzen veranstaltet, zumindest nehme ich die in diesen Diskussionen kaum war.
Sondern von nichtschwarzen, die aber finden, dass man sich darüber aufregen muss.
Mit anderen Worten: Rassismus ist okey, wenn sich keiner beschwert.

Ich jedenfalls habe nicht aufgehört 'Neger' zusagen, weil sich betroffene Menschen darüber beschwert haben, sondern weil ich eingesehen habe, dass es falsch ist, so zu reden.


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11.03.2018 um 20:37
der_wicht schrieb:Alter...
Du darfst mir gerne erklären welcher der beiden Begriffe fur Neger und welcher für Mohr steht.
Dass Du den Begriff Nazi als Vergleich zur Neger/Mohren Diskussion verwendest, ist schon sehr interessant, wenn nicht schon Satire :D
Für keines dieser Wörter steht ein anderes. Der vergleich bezieht sich darauf, das deine Argumentation fehlerhaft war.
Deine Argumentation war, die Begriffe würden sich gar nicht utnerscheiden, weil beide als herabwürdigugn von schwarzen gebraucht worden sind.
Ist bei Nazi und Kartoffel auch so, obwohl wir da durchaus unterschiede sehen, weil sowas eben natürlich viel mehr komponenten als die von dir angesprochene hat.

Damit vergleiche ich keineswegs die Begriffe Nazi und Neger.
der_wicht schrieb:Wie ich schon schrieb, nenne Schwarze in Zukunft doch gerne wieder Mohr. Wenn Du keinen Anstoß am Begriff nimmst, sollte das doch ebenfalls für Dich ok sein. Solltest Du aber Hemmungen irgendeiner Art empfinden Schwarze künftig als Mohre zu bezeichnen, dann hat sich das Thema eigentlich schon erledigt.
Gib Du mir nun die Antwort darauf. Ist es ok, wenn man Schwarze wieder als Mohre bezeichnet? Falls ja, pro Mohrenapotheke, falls nein, kannst es Dir ja denken^^
Ich nenne aber gar keine schwarzen Mohr. Ich sage nur, dass es nicht rassistisch ist, ein Gebäude so zu nennen.
Dass Menschen und gebäude sich unterscheiden, soltle klar sein, oder?


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11.03.2018 um 20:37
Atrox schrieb:Ich renne hier nicht rum und lege fest, was pc ist und was nicht.
Naja, aber als Sprachinstanz geriertest du dich ja schon.


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11.03.2018 um 20:37
@groucho

Nein, Rassismus ist kein Rassismus, wenn er keinem schadet.

Oder ist es rassistisch, wenn zwei schwarze sich gegenseitig neger nennen, weil das wort in absolut jedem kontext rassistisch ist?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2018 um 20:41
@Shionoro
Ob sich Schwarze verletzt fühlen, bleibt selbstverständlich ihnen überlassen. Das ändert aber nichts daran, dass ich mich auch bei dem Begriff Neger verletzt fühle oder Hans, Horst, Detflef sich verletzt fühlen. Ich mag die Argumentation ohnehin nicht, eine Gruppe einzuschränken, der man eine gemeinsame Reaktion, Gefühlslage unterstellen will. Was wenn sich nur 60% der Schwarzen verletzt fühlen und 40% nicht vice versa.

Unabhängig davon kann man den Begriff in den sprachhistorischen Kontext einordnen und feststellen, dass er eine diskriminierende und damit auch verletzende Komponente besitzt. Ein Antrag, der genau auf diesem Umstand hinweist, ist dann mMn auch zu begrüßen.
Da kann sich der gesellschaftliche Konsens drölfmal im Kreis drehen, es macht die Sache nicht richtig.
Das würde sich erst dann ändern, wenn der Begriff in der breiten Gesellschaft auch anders konnotiert genutzt werden würde und damit eine andere Bedeutung und einen anderen Inhalt transportieren würde. Dann müsste man es nochmals untersuchen.
Davon ist im Fall des Begriffs Mohr aber nicht auszugehen, betonen doch die Befürworter der Beibehaltung stets, es sei kein relevanter Begriff mehr und würde doch niemanden stören, da nicht genutzt.
Shionoro schrieb:Wenn sich genügend Schwarze in der Tat davon verletzt fühlen und es ein Thema wird, kann man über Änderungen Diskutieren, eben wie beim Wort Neger.
Wie viele Schwarze reichen denn?
Shionoro schrieb:Das Theater wird ja wie gesagt nicht von den Schwarzen veranstaltet, zumindest nehme ich die in diesen Diskussionen kaum war.
Sondern von nichtschwarzen, die aber finden, dass man sich darüber aufregen muss.
Wie viele Schwarze leben prozentual in Deutschland? Wann würde sich die Wahrnehmung dieser ändern? Wenn man Juden als Vergleich ziehen will, wären diese ohne das kritische Bewusstsein wohl ziemlich arm dran.


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11.03.2018 um 20:43
@Vincent

Das ist dann aber so, als würdest du dich für jemand anderen beleidigt fühlen, wenn der gar kein Problem hat.
Es gibt auch weiße die sich aufregen, wenn sich schwarze untereinander neger nennen?
Und dann, darf der dann zu denen hingehen und sagen, dass sie seine gefühle verletzen?

Und ihnen mit Sprachhistorie ankommen?

Das macht so alles keinen Sinn. Die Frage ist immer mit dem gesellschaftlichen Konsens verbunden (und zu der Gesellschaft gehören Schwarze natürlich dazu).

Da gibt es kein 'so viele reichen', es gibt nur ein 'sehr viele schwarze fühlen sich durch sowas diskriminiert, wir sollten also sensibilisiert sein auf sowas'.


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11.03.2018 um 20:44
Shionoro schrieb:Nein, Rassismus ist kein Rassismus, wenn er keinem schadet.
1) Rassismus schadet immer.
2) Ging es in meinem post um "beschweren" nicht um "schaden"
Shionoro schrieb:Oder ist es rassistisch, wenn zwei schwarze sich gegenseitig neger nennen, weil das wort in absolut jedem kontext rassistisch ist?
Das Wort ist nach wie vor rassistisch.


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11.03.2018 um 20:44
groucho schrieb:"Mein Schwarzer Kumpel und ich nennen uns Nigger und das is voll okay."
Jo.. das ist in dem Fall genauso zu verstehen wie "Bro". Halt so ne Rap-/Gangsta Sprache.
groucho schrieb:"Negerkuss zu sagen ist doch nicht schlimm, ich sag weiter Negerkuss."
Da geht es um einen Schaumkuss. Nicht speziell um einen Farbigen.


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11.03.2018 um 20:44
Shionoro schrieb:Ich sage nur, dass es nicht rassistisch ist, ein Gebäude so zu nennen.
Das wird ja immer lustiger. Weil es ein Gebäude ist, das diesen Namen trägt ist es nicht rassistisch? Wenn ich das Gebäude Negerhauptquartier das Krankenhaus in Kreuzberg Kanackenbrutstätte ist alles gut?
Selbst würde man solche Begriffe aber nicht verwenden, ist ja irgendwie dann doch doof.. :ask:


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11.03.2018 um 20:45
groucho schrieb:Mit anderen Worten: Rassismus ist okey, wenn sich keiner beschwert.
Korrekt! Denn:
Shionoro schrieb:Neger wäre z.b. nicht rassistisch, wenn niemand es so empfinden würde.
!
Rassismus ist nur ein Empfinden, ein Gefühl. Hätte man mal den Sklaven sagen sollen und den Juden.
Shionoro schrieb:Dass Menschen und gebäude sich unterscheiden, soltle klar sein, oder?
Ja, da hast Du recht. Man könnte ein Gebäude also auch durchaus Judensau nennen. Ist ja kein Mensch und da es ein Begriff aus dem Mittelalter ist, kann niemand irgendwas wegen der jüngeren Vergangenheit. Ein Gebäude kann auch niemanden beleidigen, ne. Scheiß Political Correctness! Stören sich da ein paar Juden an der Judensau, tztztz.

Wenn der Mohr sich nicht beklagt, ist der Rassismus ja kein Rassismus, haben wir gelernt. Also ist es nur Rassismus, weil der Jude sich dran stört. Verrückt :troll:


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11.03.2018 um 20:47
groucho schrieb:1) Rassismus schadet immer.
2) Ging es in meinem post um "beschweren" nicht um "schaden"
Na es ist aber eben kein rassismus, wenn es niemanden schadet. Und nein, ein wort ist nicht automatisch rassistisch.


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11.03.2018 um 20:50
Shionoro schrieb:Das ist dann aber so, als würdest du dich für jemand anderen beleidigt fühlen, wenn der gar kein Problem hat.
Ja, und? Wenn jemand Hackfresse genannt wird, kann mich das in meinem Empfinden auch für ihn stören, ohne dass er selbst aus welchem Grund auch immer ein Problem damit hat. Der Vergleich passt aber nicht, da es hier darum geht, festzustellen ob der Begriff überhaupt problematisch ist, was immer noch nicht von dem gesellschaftlichen Konsens alleine abhängt und zusätzlich dazu noch Gruppen artikulieren, dass der Begriff verletzend ist.
Es ist vielleicht auch nur so, dass übersensible weiße Socail Justice Warrior sich aus Langeweile mal wieder irgendein Problem schaffen wollen und ganz ausgeklügelt den Begriff Mohr umdeuten und Schwarze bezahlen, sich als Verletze auszugeben. Möglicherweise, man weiß es ja nicht genau. Vielleicht kann man dazu auch den gesellschaftlichen Konsens befragen.


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