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Räumung des Hambacher Forstes

1.356 Beiträge, Schlüsselwörter: RWE, Braunkohle, Tagebau, Hambi, Hambacher Forst

Räumung des Hambacher Forstes

10.10.2018 um 08:12
@all

Irgendwie amüsant, dass hier einige mit der Umstellung auf EE ein düsteres Zukunfts-Szenario zeichnen. Also lautet die Devise, so weiter machen, wie bisher. RWE will bis 2045 noch 2,4 Milliarden Tonnen Braunkohle verbrennen. Lassen wir die menschliche Zivilisation an die Wand fahren. In 30 Jahren ist laut @bgeoweh das Spiel aus. Milliarden von Menschen verlieren dann ihre Existenzgrundlage. Dieses Szenario ist noch viel schlimmer aber das nimmt man halt in Kauf.


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Räumung des Hambacher Forstes

10.10.2018 um 09:36
oldzambo schrieb:Wenn aber die Einspeisevergütung sinkt, bedeutet das, dass diese Energie bald ohne Subventionen konkurrenzfähig sein wird. Spätestens dann wird die PV nochmal richtig zulegen, weil dann ohne staatliches (und somit dem Politikbetrieb unterworfenes) Zutun diese Energiequelle eine der günstigsten sein wird.
Bleibt der Zeitliche Faktor mit dem Neztausbau, vor allem auf Lokaler Ebene, wenn dann noch die Leute ein E Auto dranklatschen wird es schwierig. Speicher etc das steht alles noch zur Debatte.


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Räumung des Hambacher Forstes

10.10.2018 um 09:56
Lächerliches Getue. Das Gebiet wird danach wieder aufgeforstet und es handelt sich nur um ein winziges Waldstück.

Währenddessen wird in Aachen der Wald für Windräder gerodet und es interessiert niemanden. Ich weiß nicht, worum es diesen Leuten geht, aber sicher nicht um Rettung des Waldes. Und dann Polizisten mit Kacke bewerfen wie die Paviane. Ekelhaft.

https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/westpol-wald-oder-windkraft-100.html


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Räumung des Hambacher Forstes

10.10.2018 um 10:17
Ich konnte die Diskussion in den letzten Tagen nicht weiter verfolgen. Daher die Frage: Gibt es mittlerweile ein Gutachten was die Qualität und Einzigartigkeit des Waldes irgendwie bewertet? Oder wird weiter nur um den heißen Brei herumgeredet?


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Räumung des Hambacher Forstes

10.10.2018 um 10:22
cathari schrieb:RWE will bis 2045 noch 2,4 Milliarden Tonnen Braunkohle verbrennen.
Ja und das wurde RWE noch 2016 erlaubt und bescheinigt. Ebenso wie der LEAG in der Lausitz.
Und mal im ernst, die eh schon nicht mehr zu erreichenden Klimaziele, werden nicht an dem 2% Ausstoß von Deutschland hängen.
Von daher könnte man zwar alles sofort schließen, hätte tausende Arbeitslose zusätzlich, viele tausende mehr die darunter leiden, denn die Mitarbeiter/innen haben nicht selten auch Familie. Ganze Regionen würden plötzlich enorme Einnahmen fehlen und die Menschen würden warscheinlich massenhaft wegziehen. Alles für ein Ziel was wir nicht beeinflussen können und was realistisch betrachtet nicht mehr ereicht werden kann. Schon gar nicht weltweit. Ist das wirklich sinnvoll?
Vorallem wo es noch nichtmal einen Plan gibt, wie das ganze dann nun weiter geht?
Wo sind wir beim Ausbau der Trassen und wann sind wir durch mit all den Klagen gegen den Leitungsausbau?
Wie sieht es aus mit den Speichern, wo werden diese gebaut, wie viele müssen es sein und wer baut die überhaupt?
Was ist mit den Unmengen an Wohnhäusern mit elektrischen Heizkörpern? Wer bezahlt den Umbau zu stromsparenden Heizkörpern?
Was passiert dort wo viele tausende Menschen mit Fernwärme von Kohlekraftwerken versorgt werden? Wer baut neue Heizkraftwerke und sind diese schon in Planung?
Was passiert mit der Mobilität? Ein weiter so darf es laut Studie nicht geben, also wie verfährt man mit dem verkehr auf Basis von Brennstoffen wie Diesel und Benzin?
Stellt man den innerdeutschen Flugverkehr ein, woher kommen die Kapazitäten bei der Bahn, vorallem wenn kein Geld für ein E-Auto da ist? Auch bei der Bahn würde das einen enormen mehrbedarf an Strom bedeuten, denn die Strecken müssten nahezu alle elektrifiziert werden.

Fragen über Fragen und die Liste ist elend lang. Man sollte vielleicht erstmal einen Plan ausarbeiten, der die Energiewende vorgibt, anstatt planlos hier und dort mal eine Windkraftanlage in den Wald zu stellen. Vorallem müsste man sehen wie man es verhindern kann, dass ettliche Bürgerinitiativen gegen den Netzausbau, gegen erneuerbare Energien und überhaupt gegen die Energiewende klagen, so lange sie vor ihrer Haustür statt findet.
Erst wenn all das geklärt ist, dann sollte man sich einen Tag X in das Gesetz schreiben, an dem der letzte Kraftwerksblock aus fossiler Energie vom Netz gehen muss.


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10.10.2018 um 10:24
Bettman schrieb:Daher die Frage: Gibt es mittlerweile ein Gutachten was die Qualität und Einzigartigkeit des Waldes irgendwie bewertet?
Damit wird wohl erst im Jahre 2020 gerechnet. Abr vielleicht beeilt sich das Gericht in Köln ja noch ein wenig. Ansonsten neues bekanntes Gutachten, nein.


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10.10.2018 um 10:44
Apfelkuchen22 schrieb:Und dann Polizisten mit Kacke bewerfen wie die Paviane. Ekelhaft
Das haben mal Nachbarkinder von mir gemacht, mit Mietern, die sich über sie beschwert hatten.
Vom Balkon, der genau über dem Hauseingang lag. War wirklich ekelhaft.
Apfelkuchen22 schrieb:Lächerliches Getue. Das Gebiet wird danach wieder aufgeforstet und es handelt sich nur um ein winziges Waldstück.
Der Hambaber Forst ist ein Symbol.
Natürlich ist er nur noch klein. Aber es gelang viele Menschen zu mobilisieren.
Alles fängt mit einem kleinen Schritt an.
Ich hoffe, dass der Umweltschutz auf jeder Ebene vorwärts kommt.
Stichwort Plastikmüll

Es gibt so viele Baustellen


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10.10.2018 um 10:45
Bettman schrieb:Gibt es mittlerweile ein Gutachten was die Qualität und Einzigartigkeit des Waldes irgendwie bewertet? Oder wird weiter nur um den heißen Brei herumgeredet?
Der Hambacher Wald ist ein Lebensraumtyp 9160 des Anhangs I der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL). Das Gericht wird prüfen müssen, ob der Wald unter Schutz gestellt wird.
Beim Hambacher Wald handelt es sich um die mit Abstand größte Eichen-Hainbuchenwaldfläche innerhalb der atlantischen biogeographischen Region Deutschlands. Der Maiglöckchen-Stieleichen-Hainbuchenwald entspricht dem Lebensraumtyp 9160 des Anhangs I der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL). Alle anderen offiziell von den deutschen Bundesländern an die EU-Kommission gemeldeten Vorkommen dieses Lebensraumtyps sind um eine Dimension kleiner, als der Hambacher Wald.
https://www.bund-nrw.de/themen/mensch-umwelt/braunkohle/hintergruende-und-publikationen/braunkohle-und-umwelt/braunkohle...


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10.10.2018 um 10:53
frauzimt schrieb:Der Hambaber Forst ist ein Symbol.
Natürlich ist er nur noch klein. Aber es gelang viele Menschen zu mobilisieren.
Alles fängt mit einem kleinen Schritt an.
Ich hoffe, dass der Umweltschutz auf jeder Ebene vorwärts kommt.
Stichwort Plastikmüll
Ja nur womit will man denn heizen und Licht anmachen und der Industrie verlässlichen, günstigen Strom liefern?


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10.10.2018 um 10:57
Bone02943 schrieb:Damit wird wohl erst im Jahre 2020 gerechnet. Abr vielleicht beeilt sich das Gericht in Köln ja noch ein wenig. Ansonsten neues bekanntes Gutachten, nein.
Dann ist die Fortführung der ganzen Diskussion sinnlos. Der Wert des Forstes und Schäden die aus seiner Abholzung entstehen können sind nicht bekannt. Demzufolge ist es unverantwortlich den Wald zu zerstören.
Eine Vermischung mit der Energie- und Umweltpolitik der Bundesregierung ist an dieser Stelle überhaupt nicht relevant. Es geht ja letzten Endes nur um die Frage: "Rechtfertigt eine Erhaltung des Waldes die wirtschaftlichen und umwelttechnischen Folgen die durch einen Stilllegung der Kohleförderung im Tagebau Hambach entstehen?"

- die Wirtschaftlichen Schäden lassen sich sicherlich klar beziffern
- die umwelttechnischen Folgen lassen sich gut abschätzen
- der Wert des Waldes ist unbekannt

Wilde Spekulationen dazu bringen in diesem Fall keinen weiter. Da hilft es eigentlich nur das Gutachten abzuwarten und zu hoffen, dass die Erstellung nicht allzu lange dauert.


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Räumung des Hambacher Forstes

10.10.2018 um 10:57
Apfelkuchen22 schrieb:Ja nur womit will man denn heizen und Licht anmachen und der Industrie verlässlichen, günstigen Strom liefern?
Ach wozu Industrie? Die Automobielindustrie hat die E-Mobilität eh verschlafen und mit Brennstoffen muss schluss sein, also kann man die Automobilwerke schon mal alle schließen. Wer will kauft sich halt einen Tesla. Und um so weniger ein Auto besitzen um so besser, denn der Strombedarf müsste eh drastisch sinken als steigen.
Stahlwerke mit emormen Strombedarf können auch alle geschlossen werden. Gibt günstigen Stahl aus Asien.
usw.
Ein Traum wird wahr, für alle die glauben man könne allein von Luft und Liebe leben.


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10.10.2018 um 10:58
@Bettman

Wie du hier all zu oft lesen kannst geht es nicht um den Wald als solchen. Denn der ist ja nur ein Symbol gegen die komplette Kohleverstromung.


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10.10.2018 um 10:59
Bone02943 schrieb:Bone02943
Ich bin mir halt nicht sicher, ob die ganzen Demonstranten sich das auch bewusst machen.

Im Grunde klingt das wenn man es mal Zuende denkt irgendwie nach DDR oder so wo man 10 Jahre auf einen Trabbi warten musste.


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10.10.2018 um 10:59
cathari schrieb:Der Hambacher Wald ist ein Lebensraumtyp 9160 des Anhangs I der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL). Das Gericht wird prüfen müssen, ob der Wald unter Schutz gestellt wird.
Beim Hambacher Wald handelt es sich um die mit Abstand größte Eichen-Hainbuchenwaldfläche innerhalb der atlantischen biogeographischen Region Deutschlands. Der Maiglöckchen-Stieleichen-Hainbuchenwald entspricht dem Lebensraumtyp 9160 des Anhangs I der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL). Alle anderen offiziell von den deutschen Bundesländern an die EU-Kommission gemeldeten Vorkommen dieses Lebensraumtyps sind um eine Dimension kleiner, als der Hambacher Wald.
Das ist doch mal eine Aussage mit wahrscheinlich mehr Wert als die letzten 48 Seiten. Vielen Dank :)
Bone02943 schrieb:Wie du hier all zu oft lesen kannst geht es nicht um den Wald als solchen. Denn der ist ja nur ein Symbol gegen die komplette Kohleverstromung.
Das mag sein. Aber unabhängig davon, ob es sich um ein Symbol handelt oder nicht, muss die Entscheidung wie zu verfahren ist rational sein. Der Symbolcharakter könnte beispielsweise mit in den Wert des Waldes einfließen. Aber letzten Endes bleibt es immer bei der Debatte "Wert des Waldes gegen Folgen der Nichtrodung".


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10.10.2018 um 11:01
@Apfelkuchen22

Die werden das schon bemerken wenn es dann an ihren Arbeitsplatz, ihr Einkommen und ihre Ausgaben geht.


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10.10.2018 um 11:10
Bone02943 schrieb:Und mal im ernst, die eh schon nicht mehr zu erreichenden Klimaziele, werden nicht an dem 2% Ausstoß von Deutschland hängen.
Andere Staaten tragen noch weniger zum weltweiten CO2-Ausstoß bei, reduzieren ihre Emissionen aber vorbildlich. Das ist so wie beim Littering, das achtlose Wegwerfen von Abfall. Da kannst Du auch argumentieren, dass alle zusammengerechnet mehr wegwerfen, als jeder einzelne. Es muss in Berlin endlich Schluss damit sein, mit dem Finger auf Trump, Polen oder China zu zeigen, um vom eigenen Versagen in Sachen CO2-Reduzierung abzulenken, das steht in der Neuen Osnabrücker Zeitung:
Natürlich kann Deutschland allein nicht dafür sorgen, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. Doch muss in Berlin endlich Schluss damit sein, mit dem Finger auf Trump, Polen oder China zu zeigen, um vom eigenen Versagen in Sachen CO2-Reduzierung abzulenken. Die Emissionen hierzulande sind gegenüber 2009 nicht gesunken, ein beschämendes Zeugnis für Kanzlerin Angela Merkel. Tatsächlich geht es beim Klimaschutz allenfalls rückwärts. Die Massenproteste gegen die Rodung des Hambacher Forstes zeigen, dass immer mehr Menschen eine andere Politik wollen. Die Regierung muss die Signale hören und zum internationalen Vorbild werden.
https://www.focus.de/wissen/klima/so-kommentiert-deutschland-bericht-des-weltklimarats-presseschau-zum-bericht-des-weltk...


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Räumung des Hambacher Forstes

10.10.2018 um 11:14
@cathari

Zum internationalen Vorbild für wen denn?
Und welche Länder die noch weniger Ausstoßen sind denn so vorbildlich? Sind diese wirtschaftlich überhaupt mit Deutschland auch nur annährend vergleichbar?

Übrigends auch aus der Beitragssamlung von focus aus anderen Zeitungen:
Zu unsicher ist der Erfolg einer globalen Klimapolitik

Straubinger Tagblatt: Der Bericht zeigt aber auch: Es ist inzwischen zu spät, sich nur darauf zu verlassen, dass die Menschen den Klimawandel schon irgendwie abmildern können. Zu groß sind die Unwägbarkeiten in den Prognosen der Wissenschaftler - und zu unsicher ist realistisch betrachtet auch der Erfolg einer globalen Klimapolitik. Nein, es muss viel intensiver als bisher daran geforscht werden, wie sich Menschen und Wirtschaftssystem an die Folgen des Klimawandels anpassen können.
Halte ich für eine sehr realistische Einschätzung.


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10.10.2018 um 11:14
Bone02943 schrieb:Ach wozu Industrie? Die Automobielindustrie hat die E-Mobilität eh verschlafen und mit Brennstoffen muss schluss sein,
Nope, das glauben nur die Naiven. Tatsache ist der Markt für E Autos ist Überschaubar, Technische Hürden gibt es auch noch bgzl der Akkutechnik und die Infrastruktur braucht auch ihre Zeit.

Sowieso fraglich warum man nicht Wasserstoffautos bevorzugt. DAs würde das ganze Batteriegdönse entschärfen, wäre leichter zu Bewerkstelligen von der Infrastruktur.


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10.10.2018 um 11:35
Fedaykin schrieb:Sowieso fraglich warum man nicht Wasserstoffautos bevorzugt. DAs würde das ganze Batteriegdönse entschärfen, wäre leichter zu Bewerkstelligen von der Infrastruktur.
Genau das frage ich mich schon seit Jahren. Kommt mich irgendwie so vor als sei das, aus mir unerfindlichen Gründen, einfach nicht gewollt.

http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/motor/wasserstoff-aus-dem-auspuff-kommt-nur-heisse-luft-14992664.html


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10.10.2018 um 11:55
itsnat schrieb:Genau das frage ich mich schon seit Jahren. Kommt mich irgendwie so vor als sei das, aus mir unerfindlichen Gründen, einfach nicht gewollt.
Weil es halt auch nicht so toll ist, wenn Wasserstoff der Heilsbringer wäre, dann würde er sich schon durchgesetzt haben und die Infrastruktur für die benötigte Menge Wasserstoff muss auch aufgebaut werden. Batterien haben den Vorteil Strom ist fast überall vorhanden und wenn sie aus einer ortsnahen PV Anlage aufgeladen werden ist doppelt gewonnen.
Fedaykin schrieb:Nope, das glauben nur die Naiven. Tatsache ist der Markt für E Autos ist Überschaubar, Technische Hürden gibt es auch noch bgzl der Akkutechnik und die Infrastruktur braucht auch ihre Zeit.
Der Markt ist durchaus vorhanden, allein die Batterien und damit verbundene Reichweite sind noch relativ teuer, was sich schlussendlich in einem höheren Preis niederschlägt. Aktuell ist der Markt vorhanden kann aber nicht bedient werden, da die Preise noch zu hoch sind.


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