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Was sich in Deutschland ggf. ändern sollte

74 Beiträge, Schlüsselwörter: Politik, Arbeit, Recht

Was sich in Deutschland ggf. ändern sollte

16.03.2020 um 23:58
Hallo zusammen,

folgende Dinge sollten sich ändern, wie ich finde:

1. Erwerbstätigkeit muss angemessen entlohnt werden. Ein Mindestlohn von 10 € (Netto) sollte eingeführt werden, um nicht im Niedriglohnbereich zu arbeiten. ALG 2 ist verfassungsrechtlich gesichertes Existenzminimum, um der Würde des Menschen gerecht zu werden. Die Würde des Menschen umfasst auch, angemessen entlohnt zu werden.

1.1. Es sollten Verdienstgrenzen eingeführt werden, und zwar so, dass der Anreiz sich weiterzubilden und mehr zu leisten gegeben bleibt. Es darf nicht sein, dass Menschen ein überdurchschnittliches Vermögen aufbauen können und dies vererben. Während die meisten Menschen für eine Erwerbstätigkeit, eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren um dann 160 Std. im Monat zu arbeiten, verdienen sie nur ein Bruchteil dessen, was z.B. Stars, oder Influencer an Geld generieren, die vergleichsweise oft nicht mal im Ansatz diesen Aufwand betreiben. Ein großes Vermögen zu besitzen, bzw. es auszugeben ohne es wie normal arbeitende erwirtschaftet zu haben, ist in indirekter Weise auch Ausnutzung, bzw. Ausbeutung von normal arbeiten Menschen, die erst die Ware / Dienstleistung zur Verfügung stellen.

Mein Vorschlag:

Ein ungelernter Arbeiter sollte für Vollzeitarbeit im Monat 1600 € Netto erhalten, ein ausgebildeter 2600 €, ein studierter 3600 € mit einem Plus von 1000 € nach oben, um Anreize für Weiterbildung bzw. mehr Leistung zu schaffen.

2. Es sollte vom ersten Arbeitstag an Kündigungsschutz gelten, auch innerhalb der Probezeit. In der Probezeit dürfte dann nur noch aus Probezeitrelevanten Gründen gekündigt werden. Allen voran gilt in der Juristerei sowie auch der Wissenschaft der Grundsatz, dass derjenige, der eine Behauptung aufstellt in der Beweispflicht ist. D.h. Arbeitnehmer und -geber sollten angehalten sein, Kündigungsgründe gerichtsfest beweisen zu können.

3. Damit die Judikative ihrer Staatsgewalt wirklich gerecht wird, und dies ohne Willkür, sollte es eine flächendeckende Überwachung geben. So wird sichergestellt, dass sämtliche Straftaten aufgeklärt werden können. Zudem kann sich dies sehr präventiv auf weitere Straftaten auswirken. Ein Volk sollte seiner Regierung vertrauen können, damit mit solcher Überwachung kein Missbrauch betrieben wird. Es ließen sich sicher auch Schutzmaßnahmen in Art von Gewaltenteilung einrichten, die diese Überwachungen verwalten und kontrollieren, damit kein Missbrauch betrieben werden kann.

3.1 Rechtsprechungen sollten einheitlich und angemessen sein. Es darf nicht sein, dass verschiedene Richter zu verschiedene Urteile bei gleichen Taten kommen.

Wie seht ihr das?

Danke


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Bahlema
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17.03.2020 um 00:04
Unik schrieb:Ein Volk sollte seiner Regierung vertrauen können, damit mit solcher Überwachung kein Missbrauch betrieben wird
Also ich traue grundsätzlich keiner Regierung über den Weg. Vor allem nicht unserer Eigenen.

Die Regierungen gehören überwacht, nicht das gemeine Volk oder gar die Opposition (wie bei der AFD).


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17.03.2020 um 00:11
Vielleicht ließe sich ja eine Kontrolle einrichten. Wurde eine Straftat begonnen, oder ist vorauszusehen, dass eine begonnen wird, erhält der Staat das Recht in das Geschehen durch die Überwachungssysteme einzusehen. Gleichzeitig ist es, vorangegangen (aber gleichzeitig zum Bürger) einer behördlichen Kontrollinstanz, auch jedem Bürger möglich nachzuvollziehen (z.B. durch Internet), wann, wo und im welchem Ausmaß durch dieses System Gebrauch gemacht wurde.


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17.03.2020 um 02:30
Unik schrieb:Es darf nicht sein, dass Menschen ein überdurchschnittliches Vermögen aufbauen können und dies vererben.
Wieso darf das nicht sein?
Unik schrieb:Während die meisten Menschen für eine Erwerbstätigkeit, eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren um dann 160 Std. im Monat zu arbeiten, verdienen sie nur ein Bruchteil dessen, was z.B. Stars, oder Influencer an Geld generieren, die vergleichsweise oft nicht mal im Ansatz diesen Aufwand betreiben.
Da gehe ich mit dir, diese Tatsache halte ich ebenso für verwerflich. Ist einfach nicht fair, wenn ich mir auf dem Bau den Körper "kaputt arbeite" und wenig Geld verdiene, während im Gegenzug beispielsweise ein Influencer auf YouTube teilweise mit dem größten Schrott u. wenig Aufwand locker seine 10.000 / 20.000 € monatlich verdient, aber was ist heutzutage denn schon noch fair.
Da muss sich der Staat dann auch mMn nicht wundern, dass so viele Leute schwarz arbeiten als Zubrot. Man muss ja schließlich sehen wo man bleibt, jedoch ist dies ein anderes Thema.
Unik schrieb:3. Damit die Judikative ihrer Staatsgewalt wirklich gerecht wird, und dies ohne Willkür, sollte es eine flächendeckende Überwachung geben.
Nein, da klinke ich mich dann komplett aus.
Noch mehr Überwachung?
George Orwell lässt grüßen, nein danke.
Unik schrieb:So wird sichergestellt, dass sämtliche Straftaten aufgeklärt werden können.
Netter Versuch. Das ist Utopie u. absolutes Wunschdenken, welches du nie realisieren kannst.
In diesem Szenario könntest du mit Sicherheit mehr Straftaten aufdecken, jedoch mitnichten
Unik schrieb:sämtliche
.
Unik schrieb:Ein Volk sollte seiner Regierung vertrauen können, damit mit solcher Überwachung kein Missbrauch betrieben wird.
Kannst du das denn uneingeschränkt von dir behaupten, dass du einer Regierung dahingehend vertrauen könntest, dass du ihr diese massiven Beschneidungen abkaufen würdest, in "der Hoffnung" dass schon alles gut gehen wird u. damit kein Missbrauch betrieben wird?
Ich könnte/würde das nicht, denn ich bin überzeugt davon, dass der Schuss auf kurze/lange Sicht massivst nach hinten losgehen würde.
Unik schrieb:Es darf nicht sein, dass verschiedene Richter zu verschiedene Urteile bei gleichen Taten kommen.
Muss doch zwangsläufig aber so geschehen, beispielsweise allein schon deshalb, da du ja selbst bei gleicher Tat immer einen anderen Menschen vor dir sitzen hast, der auch immer wieder aus anderen Beweggründen usw. gehandelt hat, bzw diese Tat begangen hat.
Kannst ja nicht alles und jeden immer über einen Kamm scheren mMn, bzw jeder Fall für sich muss wie ich finde individuell betrachtet u. auch beurteilt werden.


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17.03.2020 um 03:41
Unik schrieb:Ein ungelernter Arbeiter sollte für Vollzeitarbeit im Monat 1600 € Netto erhalten, ein ausgebildeter 2600 €, ein studierter 3600 € mit einem Plus von 1000 € nach oben, um Anreize für Weiterbildung bzw. mehr Leistung zu schaffen.
Auch Ausbildungen sind unterschiedlich anspruchsvoll, ebenso die dazu gehörigen Tätigkeiten. Gleiches gilt für die verschieden Studiengänge und die daraus resultierenden Tätigkeitsfelder. Der Anspruch variiert sogar innerhalb des gleichen Berufes. Bsp. Buchhaltung, die Arbeit in der Debitorenbuchhaltung ist weniger anspruchsvoll als die in der Bilanzbuchhaltung. Dann gibt es auch Ausbildungsberufe, die anspruchsvoller sind als der eine oder andere Beruf, wo ein Studium Voraussetzung ist. Warum also sollten alle gelernten unabhängig des Anspruchs das gleiche verdienen und grundsätzlich weniger als ein Akademiker? Was ist mit den unterschiedlichen Verantwortungen, die getragen werden (z. B. Abteilungsleiter) usw.? Warum sollte man einen Job mit hoher Verantwortung ausüben wenn es nicht auch entlohnt wird? Warum soll ein Betrieb, der hohe Gewinne erzielt, seine Angestellten nicht auch entsprechend höhere Gehälter bezahlen können? Das wäre bei deinem Vorschlag ja auch nicht möglich.Gerechter wird es mit deiner Vorstellung garantiert nicht. Hinzu kommt die Gefahr, dass zumindestend ein Teil der Gut- Qualifizierten ins Ausland abwandern weil sie dort bedeutend mehr verdienen können. Und warum sollten qualifizierte Arbeitnehmer aus anderen Ländern in D arbeiten wollen wenn der Verdienst schlechter ist als in anderen Ländern? Keine gute Vorraussetzungen um z. B. den Fachkräftemangel in den Griff zu bekommen.
Unik schrieb:. Es sollte vom ersten Arbeitstag an Kündigungsschutz gelten, auch innerhalb der Probezeit. In der Probezeit dürfte dann nur noch aus Probezeitrelevanten Gründen gekündigt werden.
Probezeit sollte bleiben, ist gut so wie es ist, dir Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Unik schrieb:Allen voran gilt in der Juristerei sowie auch der Wissenschaft der Grundsatz, dass derjenige, der eine Behauptung aufstellt in der Beweispflicht ist. D.h. Arbeitnehmer und -geber sollten angehalten sein, Kündigungsgründe gerichtsfest beweisen zu können.
So ist es doch auch.
Unik schrieb:3. Damit die Judikative ihrer Staatsgewalt wirklich gerecht wird, und dies ohne Willkür, sollte es eine flächendeckende Überwachung geben. So wird sichergestellt, dass sämtliche Straftaten aufgeklärt werden können. Zudem kann sich dies sehr präventiv auf weitere Straftaten auswirken. Ein Volk sollte seiner Regierung vertrauen können, damit mit solcher Überwachung kein Missbrauch betrieben wird. E
Um Gottes Willen, nein. Wie schnell sich Regierungen verändern können sieht man in der Geschichte wie auch aktuell. Wahlerfolge rechter Parteien in Europa, ein Erdogan in der Türkei, ein Putin in Russland, China, Nordkorea, usw

Totale Überwachung bringt so viel Macht über andere mit sich, die gehört in niemandens Händen auch nicht in die eines Staates! Ohne wenn und aber, NIEMALS!
Unik schrieb:3.1 Rechtsprechungen sollten einheitlich und angemessen sein. Es darf nicht sein, dass verschiedene Richter zu verschiedene Urteile bei gleichen Taten kommen.
Nein. Jede Tat ist individuell, bei den Umständen angefangen bis hin zum jeweiligen Grund für die Tat. Es spielt eine Rolle, ob der Täter das erste Mal straffällig geworden oder ein Wiederholungstäter ist usw. Der Ermessensspielraum ist gerechter und sinnvoll


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17.03.2020 um 06:08
Unik schrieb:Erwerbstätigkeit muss angemessen entlohnt werden. Ein Mindestlohn von 10 € (Netto) sollte eingeführt werden, um nicht im Niedriglohnbereich zu arbeiten. ALG 2 ist verfassungsrechtlich gesichertes Existenzminimum, um der Würde des Menschen gerecht zu werden. Die Würde des Menschen umfasst auch, angemessen entlohnt zu werden.
Da fehlt mir der Nachweis dass aktuell die Menschen nicht gerecht entlohnt werden.
Die Bewertungskriterien sind mMn:
- Seniorität (Erfahrung)
- Qualität (Anzahl der Fehler)
- tatsächliche Quantität (da gehen Fehlzeit auch ein)
- Ausbildung
- Können
- Kollegialität, zwischenmenschliches Verhalten, ggf. Kundenverhalten
- Flexibilität
Die Würde der Freiheit stellt nicht per se eine angemessene Entlohnung sicher, da gibt es noch die Vertragsfreiheit.
Sieht dieser Punkt auch Kürzungen vor, sprich wenn der Mtarbeiter anhand der Kriterien weniger leisten, kann der Arbeitgeber das Gehalt nach unten anpassen? Das wäre auch angemessen.
Unik schrieb:Es sollten Verdienstgrenzen eingeführt werden, und zwar so, dass der Anreiz sich weiterzubilden und mehr zu leisten gegeben bleibt.
Da bin ich dagegen, siehe meine Kriterien. Verdienstgrenzen führen dazu dass sehr gute Mitarbeiter genauso viel verdienen wie normale Mitarbeiter.
Unik schrieb:Es darf nicht sein, dass Menschen ein überdurchschnittliches Vermögen aufbauen können und dies vererben.
Das ist doch ein Widerspruch, einerseits sollen die Menschen angemessen bezahlt werden (also mehr!) aber dann sollen sie kein Vermögen aufbauen sollen und Erben ist auch nichts.
Unik schrieb:Während die meisten Menschen für eine Erwerbstätigkeit, eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren um dann 160 Std. im Monat zu arbeiten, verdienen sie nur ein Bruchteil dessen, was z.B. Stars, oder Influencer an Geld generieren, die vergleichsweise oft nicht mal im Ansatz diesen Aufwand betreiben.
Augen auf bei der Berufswahl.
Unik schrieb:Ein großes Vermögen zu besitzen, bzw. es auszugeben ohne es wie normal arbeitende erwirtschaftet zu haben, ist in indirekter Weise auch Ausnutzung, bzw. Ausbeutung von normal arbeiten Menschen, die erst die Ware / Dienstleistung zur Verfügung stellen.
Wenn einer viel ausgibt, zahlt er viel Steuern. Glaubst wer sich ein 1er BMW kauft stellt die Prämien der Mitarbeiter sicher...nee, es sind die 5er und 7er Käufer.
Wenn einer es nicht hier ausgibt ist es ein Problem, da hat man weder Steuern noch Umsatz im Land.
Aber ich wünsche Deutschland dass die Reichen die neidische Bevölkerung nicht mehr belästigt, schauen wir dann mal wie geil die Wirtschaft und der Sozialstaat bleiben.
Unik schrieb:Ein ungelernter Arbeiter sollte für Vollzeitarbeit im Monat 1600 € Netto erhalten, ein ausgebildeter 2600 €, ein studierter 3600 € mit einem Plus von 1000 € nach oben, um Anreize für Weiterbildung bzw. mehr Leistung zu schaffen.
Also ich habe studiert, aber für das Geld gehe ich nicht aus dem Haus, da kümmere ich mich lieber um meine Orchideen.
Du kannst gerne andere Studierte für das Geld zu Arbeit zwingen.
Unik schrieb:Es sollte vom ersten Arbeitstag an Kündigungsschutz gelten, auch innerhalb der Probezeit. In der Probezeit dürfte dann nur noch aus Probezeitrelevanten Gründen gekündigt werden.
Ich finde die maximale Zeit von 6 Monaten in Ordnung.
Unik schrieb:Allen voran gilt in der Juristerei sowie auch der Wissenschaft der Grundsatz, dass derjenige, der eine Behauptung aufstellt in der Beweispflicht ist. D.h. Arbeitnehmer und -geber sollten angehalten sein, Kündigungsgründe gerichtsfest beweisen zu können.
Soll das heißen dass auch der Arbeitnehmer auch seine Kündigung begründen muss und wenn er nicht schafft muss er weiter dort arbeiten? Gilt: ich habe eine besser bezahlte Stelle gefunden als Kündigungsgrund?
Unik schrieb:sollte es eine flächendeckende Überwachung geben.
Nee, komm.
Unik schrieb:Rechtsprechungen sollten einheitlich und angemessen sein. Es darf nicht sein, dass verschiedene Richter zu verschiedene Urteile bei gleichen Taten kommen.
Angemessen bedeutet doch individuell. Dann kann es keine verschiedene Urteile geben. Auch habe ich noch nie gehört dass es zwei absolute Taten gegeben hat...mag sein dass das Ergebnis der Tat für einen Laien gleich war, aber so einfach ist es nicht.
Unik schrieb:Wie seht ihr das?
Dir fehlt ein bißchen der Bezug zur reellen Arbeitswelt und verküpfst sie mit Ideen und Sprüchen aus dem Internet, da kommt nicht soviel rüber. Und wenn ist es diktatorisch.


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17.03.2020 um 08:22
Danke für die Antworten.

Ich antworte wie folgt:
ElLoCo94 schrieb:Unik schrieb:
Es darf nicht sein, dass Menschen ein überdurchschnittliches Vermögen aufbauen können und dies vererben.

Wieso darf das nicht sein?
Abahatschi schrieb:Unik schrieb:
Es darf nicht sein, dass Menschen ein überdurchschnittliches Vermögen aufbauen können und dies vererben.

Das ist doch ein Widerspruch, einerseits sollen die Menschen angemessen bezahlt werden (also mehr!) aber dann sollen sie kein Vermögen aufbauen sollen und Erben ist auch nichts.
Ich meinte damit, dass niemand ein überdurchschnittliches Vermögen durch Produktverkäufe oder Dienstleistungen erwirtschaften können dürfen sollte, sowie sein Vermögen nicht weitervererben dürfen sollte - das Ansparen ausgenommen. Wie ich darlegte, führt das zu krassen Vermögensgefällen in der Gesellschaft, und die Reichen nutzen, bzw. beuten die Arbeitenden aus, die ja erst Produkte und Dienstleistungen bereitstellen, für die die Reichen nicht gerechterweise gegenleisten.
Abahatschi schrieb:Da fehlt mir der Nachweis dass aktuell die Menschen nicht gerecht entlohnt werden.
Die Bewertungskriterien sind mMn:
- Seniorität (Erfahrung)
- Qualität (Anzahl der Fehler)
- tatsächliche Quantität (da gehen Fehlzeit auch ein)
- Ausbildung
- Können
- Kollegialität, zwischenmenschliches Verhalten, ggf. Kundenverhalten
- Flexibilität
Die Würde der Freiheit stellt nicht per se eine angemessene Entlohnung sicher, da gibt es noch die Vertragsfreiheit.
Sieht dieser Punkt auch Kürzungen vor, sprich wenn der Mtarbeiter anhand der Kriterien weniger leisten, kann der Arbeitgeber das Gehalt nach unten anpassen? Das wäre auch angemessen.
Abahatschi schrieb:Unik schrieb:
Es sollten Verdienstgrenzen eingeführt werden, und zwar so, dass der Anreiz sich weiterzubilden und mehr zu leisten gegeben bleibt.

Da bin ich dagegen, siehe meine Kriterien. Verdienstgrenzen führen dazu dass sehr gute Mitarbeiter genauso viel verdienen wie normale Mitarbeiter.
Berechtigter Einwand beim ersten Zitat, bei dem es aber sicher möglich ist, auch Modelle für die Bezahlung zu schaffen.
Mein Vorschlag mit der Höhe der Verdienstgrenzen wäre da ja ein Richtwert, ich schrieb ja auch z.B. mit 1000€+ nach oben, selbstverständlich damit automatisch auch nach unten...
Abahatschi schrieb:Unik schrieb:
Während die meisten Menschen für eine Erwerbstätigkeit, eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren um dann 160 Std. im Monat zu arbeiten, verdienen sie nur ein Bruchteil dessen, was z.B. Stars, oder Influencer an Geld generieren, die vergleichsweise oft nicht mal im Ansatz diesen Aufwand betreiben.

Augen auf bei der Berufswahl.
Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, für wesentlich weniger Aufwand mehr Geld zu erhalten als andere, die wesentlich mehr Aufwand betreiben müssen. Das ist die Selbe Diskussion wie bei H4-Empfängern die nicht arbeiten wollen, nur umgekehrt. Hier gibt es aber sicherlich auch viele, die schlechtes Gewissen haben nichts zu tun, aber dafür Geld zu erhalten die Arbeitende für sie erwirtschaften.
Abahatschi schrieb:Unik schrieb:
Ein ungelernter Arbeiter sollte für Vollzeitarbeit im Monat 1600 € Netto erhalten, ein ausgebildeter 2600 €, ein studierter 3600 € mit einem Plus von 1000 € nach oben, um Anreize für Weiterbildung bzw. mehr Leistung zu schaffen.

Also ich habe studiert, aber für das Geld gehe ich nicht aus dem Haus, da kümmere ich mich lieber um meine Orchideen.
Du kannst gerne andere Studierte für das Geld zu Arbeit zwingen.
Erzähl das mal allen studierten, die nach ihrem Studium keinen entsprechenden Job erhalten, oder wenn, dann unterbezahlt, weil nichts geht....
Abahatschi schrieb:Unik schrieb:
Es sollte vom ersten Arbeitstag an Kündigungsschutz gelten, auch innerhalb der Probezeit. In der Probezeit dürfte dann nur noch aus Probezeitrelevanten Gründen gekündigt werden.

Ich finde die maximale Zeit von 6 Monaten in Ordnung.
Ja, allerdings dann bitte auch nur bei Tätigkeiten, die 6 Monate Arbeitszeit benötigen, um die Eignung festzustellen. Gibt genug einfache Tätigkeiten, da genügen auch 4 Wochen um zu wissen, ob der AN pünktlich kommt, seine Arbeit korrekt verrichtet ect. Stattdessen werden diese 6 Monate schon bei einfachen Tätigkeiten wie Kassieren voll ausgereizt, sicher manchmal auch, um einen Arbeitnehmer aus anderen, wie "betriebsinternen Gründen" schnell los werden zu können.

Allerdings hatte ich schon weiter gedacht. Denn innerhalb der Probezeit kann der AG den AN ohne Angaben von Gründen kündigen.
Das kann es sich schon um eine Lappalie handeln, einem Missverständnis, oder einfach diskriminierende Gründe haben, wie die Art und Weise vom AN passt dem AG nicht...

Mein Vorschlag würde Willkür vollkommen unmöglich machen, da Probezeitrelevante Kündigungsgründe, auf die man sich noch festlegen würde, sowie die Beweislast nur gilt.

Außerdem wissen dann AN und AG auch genau woran sie waren bzw. sind.
Abahatschi schrieb:Unik schrieb:
Allen voran gilt in der Juristerei sowie auch der Wissenschaft der Grundsatz, dass derjenige, der eine Behauptung aufstellt in der Beweispflicht ist. D.h. Arbeitnehmer und -geber sollten angehalten sein, Kündigungsgründe gerichtsfest beweisen zu können.

Soll das heißen dass auch der Arbeitnehmer auch seine Kündigung begründen muss und wenn er nicht schafft muss er weiter dort arbeiten? Gilt: ich habe eine besser bezahlte Stelle gefunden als Kündigungsgrund?
Ja, es muss halt belegt werden um Willkür vorzubeugen.
Auch der AG müsste den besseren Bewerber beweisen, z.B. anonymisiert.
ElLoCo94 schrieb:Unik schrieb:
3. Damit die Judikative ihrer Staatsgewalt wirklich gerecht wird, und dies ohne Willkür, sollte es eine flächendeckende Überwachung geben.

Nein, da klinke ich mich dann komplett aus.
Noch mehr Überwachung?
George Orwell lässt grüßen, nein danke.
ElLoCo94 schrieb:Unik schrieb:
So wird sichergestellt, dass sämtliche Straftaten aufgeklärt werden können.

Netter Versuch. Das ist Utopie u. absolutes Wunschdenken, welches du nie realisieren kannst.
In diesem Szenario könntest du mit Sicherheit mehr Straftaten aufdecken, jedoch mitnichten

Unik schrieb:
sämtliche

.
Absolute Kontrolle schafft absolute Sicherheit, Vertrauen ist nur das für wahr halten von erwarteter Sicherheit, bei einer Komplettüberwachung wird tatsächlich jede Straftat aufgedeckt. Würde jeder Mensch nur gut handeln, würde es weder Kontrolle noch Vertrauen bedürfen. In Beitrag Drei hatte ich einen Ansatz geschafft, bei der der Missbrauch von Kontrolle aufgedeckt werden kann und auch verhindert, was ja auch heute durch Kontrollinstanzen wie z.B. dem Verfassungsschutz geschieht, der ja auch nicht so einfach ausgehebelt werden kann...
ElLoCo94 schrieb:Unik schrieb:
Es darf nicht sein, dass verschiedene Richter zu verschiedene Urteile bei gleichen Taten kommen.

Muss doch zwangsläufig aber so geschehen, beispielsweise allein schon deshalb, da du ja selbst bei gleicher Tat immer einen anderen Menschen vor dir sitzen hast, der auch immer wieder aus anderen Beweggründen usw. gehandelt hat, bzw diese Tat begangen hat.
Kannst ja nicht alles und jeden immer über einen Kamm scheren mMn, bzw jeder Fall für sich muss wie ich finde individuell betrachtet u. auch beurteilt werden.
Abahatschi schrieb:Unik schrieb:
Rechtsprechungen sollten einheitlich und angemessen sein. Es darf nicht sein, dass verschiedene Richter zu verschiedene Urteile bei gleichen Taten kommen.

Angemessen bedeutet doch individuell. Dann kann es keine verschiedene Urteile geben. Auch habe ich noch nie gehört dass es zwei absolute Taten gegeben hat...mag sein dass das Ergebnis der Tat für einen Laien gleich war, aber so einfach ist es nicht.
So kommt es, dass ein Verbrecher A für Tat K bei Richter Y Bewährung bekommt, bei Richter X aber Freiheitsstrafe.
Es kommen regelmäßig Urteile vor, die sich vom Täterprofil und der Tat her sehr ähneln, aber nicht von den Urteilen her.

Hinzu kommt auch noch, das der Richter nur am rekonstruieren und am Glauben ist.
Auf Grundlage dessen, was er für wahr hält, richtet er.
Zeugenaussage sind z.B. niemals immer 100% korrekt.
usw.


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17.03.2020 um 08:28
Unik schrieb:Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, für wesentlich weniger Aufwand mehr Geld zu erhalten als andere, die wesentlich mehr Aufwand betreiben müssen.
Wenn Du ein moralisches Problem hast, müssen es nicht alle haben.
Letztendlich geht es um legal oder nicht legal.
Unik schrieb:Erzähl das mal allen studierten, die nach ihrem Studium keinen entsprechenden Job erhalten, oder wenn, dann unterbezahlt, weil nichts geht....
Mache ich doch gerade, oder?!
Unik schrieb:Ja, es muss halt belegt werden um Willkür vorzubeugen.
Auch der AG müsste den besseren Bewerber beweisen, z.B. anonymisiert.
Viel Spass wenn Du als Arbeitnehmer deine Kündigungsgründen belegen muss.
Wieso muss der bessere Bewerber nachgewiesen werden? Der AG macht Gebrauch von seiner Vertragsfreiheit und stellt ein wenn er will, ist ja sein Risiko.
Unik schrieb:So kommt es, dass ein Verbrecher A für Tat K bei Richter Y Bewährung bekommt, bei Richter X aber Freiheitsstrafe.
Es kommen regelmäßig Urteile vor, die sich vom Täterprofil und der Tat her sehr ähneln, aber nicht von den Urteilen her.
Juristisch ist ähnlich nicht gleich, deswegen sind die Urteile auch nur ähnlich.
Unik schrieb:Hinzu kommt auch noch, das der Richter nur am rekonstruieren und am Glauben ist.
Auf Grundlage dessen, was er für wahr hält, richtet er.
Zeugenaussage sind z.B. niemals immer 100% korrekt.
Ja, das ist unser System. Und?


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17.03.2020 um 08:37
@Unik

Was Du forderst, klingt nett gemeint, läuft aber auf einen zentralen Überwachungsstaat hinaus, denn:

Dann ist die Tarifautonomie futsch und ein Arbeitnehmer kann sein Gehalt nicht nachverhandeln, sprich weniger Freiheit für alle im Interesse einer vermeintlichen Gerechtigkit. Wer klug genug ist, in einer Firma mit hoher Wertschöpfung zu arbeiten, hätt fortan auch keinen Anteil mehr daran.

Kündigungsschutz ab dem ersten Tag führt zu viel weniger Neueinstellungen. Deine Forderungen führen auch dazu, dass Menschen mit einer nicht ganz glatten Vita keine Chance mehr bekommen. Kein Arbeitgeber stellt dann noch jemanden ein, der ein Risiko sein könnte.

Wie soll denn die flächendeckende Überwachung aussehen, so dass zB angezeigte Fälle von häuslicher Gewalt schon vorab automatisch so dokumentiert sind, dass kaum Fehler möglich sind? Das heisst Kameras in jedem geschlossenen Raum, ausdrücklich auch in jedem privaten Raum. Wäre es das wert?


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17.03.2020 um 08:55
Unik schrieb:Absolute Kontrolle schafft absolute Sicherheit,
Absolute Kontrolle schafft absoluten Missbrauch. So wird eher ein Schuh draus.
Unik schrieb:bei einer Komplettüberwachung wird tatsächlich jede Straftat aufgedeckt.
Wie gesagt, das ist unmöglich und du wirst es nie schaffen, jede Straftat aufzudecken. Wie denn auch? Wenn ich in meiner Bude jemandem beispielsweise 1kg Cannabis verkaufe, bin ich mir absolut sicher, dass deiner "Komplettüberwachung" das mit Sicherheit entgehen würde.
Nochmal, es ist absolut unmöglich jede Straftat zu erfassen!
Unik schrieb:In Beitrag Drei hatte ich einen Ansatz geschafft, bei der der Missbrauch von Kontrolle aufgedeckt werden kann und auch verhindert, was ja auch heute durch Kontrollinstanzen wie z.B. dem Verfassungsschutz geschieht, der ja auch nicht so einfach ausgehebelt werden kann...
Mag sein, das überzeugt mich jedoch nicht. Wer die totale Kontrolle u. somit auch totale Macht hat, der wird auch dies locker aushebeln können.
Unik schrieb:Es kommen regelmäßig Urteile vor, die sich vom Täterprofil und der Tat her sehr ähneln, aber nicht von den Urteilen her.
Sehr ähneln, ja mag sein, aber dennoch niemals identisch sind, egal unter welchem Gesichtspunkt.
Ergo muss es auch immer verschiedene Urteile geben.
Verstehe mich jedoch nicht falsch, mMn läuft sehr oft einiges falsch, wenn Recht gesprochen wird, aber so einfach darf man es sich auch nicht machen u. sagen gleiche Urteile bei ähnlichen Taten. Muss immer individuell betrachtet werden, das wäre gerechter u. eher befreit von Willkür.
Unik schrieb:Auf Grundlage dessen, was er für wahr hält, richtet er.
Ja ist halt ein Mensch u. macht logischerweise eben auch Fehler u. irrt.


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17.03.2020 um 09:32
Und wieder mal ein 0815 "Ich will das Geld anderer Leute" Thread...
Unik schrieb:1. Erwerbstätigkeit muss angemessen entlohnt werden. Ein Mindestlohn von 10 € (Netto) sollte eingeführt werden, um nicht im Niedriglohnbereich zu arbeiten. ALG 2 ist verfassungsrechtlich gesichertes Existenzminimum, um der Würde des Menschen gerecht zu werden. Die Würde des Menschen umfasst auch, angemessen entlohnt zu werden.
Über den Mindestlohn kann man sicher diskutieren...

Wenn er zu stark steigt.. kann es allerdings auch das Gegenteil bewirken.
Unik schrieb:1.1. Es sollten Verdienstgrenzen eingeführt werden, und zwar so, dass der Anreiz sich weiterzubilden und mehr zu leisten gegeben bleibt. Es darf nicht sein, dass Menschen ein überdurchschnittliches Vermögen aufbauen können und dies vererben. Während die meisten Menschen für eine Erwerbstätigkeit, eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren um dann 160 Std. im Monat zu arbeiten, verdienen sie nur ein Bruchteil dessen, was z.B. Stars, oder Influencer an Geld generieren, die vergleichsweise oft nicht mal im Ansatz diesen Aufwand betreiben. Ein großes Vermögen zu besitzen, bzw. es auszugeben ohne es wie normal arbeitende erwirtschaftet zu haben, ist in indirekter Weise auch Ausnutzung, bzw. Ausbeutung von normal arbeiten Menschen, die erst die Ware / Dienstleistung zur Verfügung stellen.
Warum? Macht überhaupt keinen Sinn, man kann über progressie Steuersätze nachdenken. Warum darf es nicht sein das was verebt wird? WEiß du das unsere ganze Zivilisation darauf basiert das Dinge überdauern und nicht immer wieder bei Null angefangen wird...

Und Stars und Influence? Ja selbst schuld, wenn ihr ihnen Geld gebt. Ich halte mich da schadfrei. Aber wenn jeder Bürger der EU mit 10 Cent zukommen lassen möchte. weigere ich mich auch nicht.

Leider hast auch du viele Vereinfachung am Start. Fängt schon mit Vermögen ha.. wo einige wohl immer an ain Girokonte Denken oder Dagobert Duck.. Und nein auch Ausbeutung ist Definiert..

Die Anderen Punkte lasse ich erstmal weg weil es zuviel Themenbereich anschneidet.


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17.03.2020 um 09:48
Unik schrieb:Ein Mindestlohn von 10 € (Netto) sollte eingeführt werden, um nicht im Niedriglohnbereich zu arbeiten.
Kein Problem, meine Angestellten liegen da eh drüber.
Diverse Dienstleistungen werden natürlich teurer, aber das wird zu verschmerzen sein.
Unik schrieb:1.1. Es sollten Verdienstgrenzen eingeführt werden, und zwar so, dass der Anreiz sich weiterzubilden und mehr zu leisten gegeben bleibt.
Das führt zum Ausbluten der Wirtschaft weil viele Fachkräfte dann im Ausland erheblich mehr verdienen können.
Unik schrieb:Ein ungelernter Arbeiter sollte für Vollzeitarbeit im Monat 1600 € Netto erhalten, ein ausgebildeter 2600 €, ein studierter 3600 € mit einem Plus von 1000 € nach oben, um Anreize für Weiterbildung bzw. mehr Leistung zu schaffen.
Völlig an der Realität vorbei. Damit verlierst du dann nicht nur die meisten Manager, Handwerker, Ärzte und Juristen ans Ausland, sondern wohl auch die meisten Bauern und Selbstständigen
Viel Spass dabei.^^
Unik schrieb:Damit die Judikative ihrer Staatsgewalt wirklich gerecht wird, und dies ohne Willkür, sollte es eine flächendeckende Überwachung geben.
Sehr gefährlich. Findet meine Zustimmung auch nicht.
Unik schrieb:Rechtsprechungen sollten einheitlich und angemessen sein. Es darf nicht sein, dass verschiedene Richter zu verschiedene Urteile bei gleichen Taten kommen.
Es gibt keine 2 exakt gleichen Taten. Du simplifizierst da Dinge von denen du keine Ahnung hast.

Dein Konstrukt ist eine Totgeburt. Interessant bleibt eigentlich nur wie lange dir die Erkenntnis verwehrt bleibt.


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Was sich in Deutschland ggf. ändern sollte

17.03.2020 um 13:18
Wo ich übereinstimme ist, dass jemand, der 1600 € im Monat Vollzeit (brutto) verdient, keine Steuern und ansonsten wenig Abgaben zahlen sollte. Bei dem momentanen Mindestlohn käme man übrigens auf etwa 1550 €.

Der Mindestlohn wird sich in den nächsten Jahren auch auf 10 € bewegen, der wird alle 2 Jahre neu festgelegt.


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17.03.2020 um 14:12
Unik schrieb:Wie seht ihr das?
Anders.
Unik schrieb:Die Würde des Menschen umfasst auch, angemessen entlohnt zu werden.
Was genau ist "angemessen". Womit vergleichst Du das?
Unik schrieb:Es sollte vom ersten Arbeitstag an Kündigungsschutz gelten, auch innerhalb der Probezeit.
Was die Probezeit ad absurdum führt. Da geht es ja gerade darum, auszuprobieren, ob man miteinander klar kommt.
Unik schrieb:Allen voran gilt in der Juristerei sowie auch der Wissenschaft der Grundsatz, dass derjenige, der eine Behauptung aufstellt in der Beweispflicht ist. D.h. Arbeitnehmer und -geber sollten angehalten sein, Kündigungsgründe gerichtsfest beweisen zu können.
Dieser Grundsatz gilt auch jetzt. Keine Ahnung, wo Du das anders siehst.
Es gibt Ausnahmen, in denen eine Beweislastumkehr statt findet, aber nur aus sehr belastbaren Gründen. Z.B. wenn eine Seite einen Beweis gar nicht erbringen kann.
Unik schrieb:Damit die Judikative ihrer Staatsgewalt wirklich gerecht wird, und dies ohne Willkür, sollte es eine flächendeckende Überwachung geben.
Also auch bei Dir zuhause auf dem Klo?
Unik schrieb:Ein Volk sollte seiner Regierung vertrauen können, damit mit solcher Überwachung kein Missbrauch betrieben wird.
Sollte man das? Also in der Welt, in der ich leben (also der realen), haben wir in unzähligen Beispielen gezeigt bekommen, dass die Kontrolle staatlicher Gewalt notwendig ist.
Unik schrieb:Es ließen sich sicher auch Schutzmaßnahmen in Art von Gewaltenteilung einrichten, die diese Überwachungen verwalten und kontrollieren, damit kein Missbrauch betrieben werden kann.
Glückwunsch. Genau das haben wir.
Unik schrieb:echtsprechungen sollten einheitlich und angemessen sein. Es darf nicht sein, dass verschiedene Richter zu verschiedene Urteile bei gleichen Taten kommen.
Ein frommer Wunsch, der aber an faktischen Gegebenheiten scheitert. Man kann sich dem Ideal annähern, mehr aber nicht.

Vorschlag (und das meine ich nicht böse):
Bilde Dich in den Gebieten Politik, Recht und Wirtschaft erst mal so weit, dass Du die Ist-Situation verstehst.
Wenn das geschafft ist, dann sind Gedanken über die "Soll-Situation" sinnvoll.


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17.03.2020 um 17:50
ElLoCo94 schrieb:Unik schrieb:
Es kommen regelmäßig Urteile vor, die sich vom Täterprofil und der Tat her sehr ähneln, aber nicht von den Urteilen her.

Sehr ähneln, ja mag sein, aber dennoch niemals identisch sind, egal unter welchem Gesichtspunkt.
Ergo muss es auch immer verschiedene Urteile geben.
Verstehe mich jedoch nicht falsch, mMn läuft sehr oft einiges falsch, wenn Recht gesprochen wird, aber so einfach darf man es sich auch nicht machen u. sagen gleiche Urteile bei ähnlichen Taten. Muss immer individuell betrachtet werden, das wäre gerechter u. eher befreit von Willkür.
Zyklotrop schrieb:Unik schrieb:
Rechtsprechungen sollten einheitlich und angemessen sein. Es darf nicht sein, dass verschiedene Richter zu verschiedene Urteile bei gleichen Taten kommen.

Es gibt keine 2 exakt gleichen Taten. Du simplifizierst da Dinge von denen du keine Ahnung hast.
Abahatschi schrieb:Unik schrieb:
So kommt es, dass ein Verbrecher A für Tat K bei Richter Y Bewährung bekommt, bei Richter X aber Freiheitsstrafe.
Es kommen regelmäßig Urteile vor, die sich vom Täterprofil und der Tat her sehr ähneln, aber nicht von den Urteilen her.

Juristisch ist ähnlich nicht gleich, deswegen sind die Urteile auch nur ähnlich.
Hier wurden schon Studien durchgeführt. Gleiche Fälle verschiedene Richter, verschiedene Urteile.
Leider finde ich die Quelle darüber nicht mehr, habe aber sicher vor einigen Jahren schon darüber gelesen.
Aber es ist ja wohl auch logisch! Würde man so eine Studie durchführen, mit selben Täter, selbe Akte, Täter äußert sich nicht vor Gericht, und immer ein anderer Richter pro Sitzung, so kämen die unterschiedlichsten Urteile bei raus. Ist ja schon bei diversen Rechtsprechungen der Gerichte zu sehen. Gerichte entscheiden zum Teil gravierend anders! Ihr verteidigt das System nur, weil es besser als nichts ist.
Hier schonmal eine Studie über hungrige Richter die härter urteilen als satte:
https://www.welt.de/wissenschaft/article13148089/Hungrige-Richter-faellen-haertere-Urteile.html


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Was sich in Deutschland ggf. ändern sollte

17.03.2020 um 18:18
Unik schrieb:Gleiche Fälle verschiedene Richter, verschiedene Urteile.
Ja ist ja auch vollkommen logisch, sind ja Menschen, die da ein Urteil sprechen u. keine Roboter, die programmiert sind und immer das selbe Urteil fällen.

Du schriebst jedoch :
Unik schrieb:3.1 Rechtsprechungen sollten einheitlich und angemessen sein.
Wie soll diese Vereinheitlichung denn aussehen in der Praxis? Nenn mal ein paar Beispiele zum Verdeutlichen.
Du musst immer individuell eine Straftat beurteilen und auch logischerweise immer individuell verurteilen.
Alles andere wäre dann Willkür.
Unik schrieb:habe aber sicher vor einigen Jahren schon darüber gelesen.
Ja ich habe sicher auch schon viel gelesen, bringt aber alles nichts, denn wir könne diese Behauptung ohne eine Quelle nicht prüfen u. die kannst du ja nicht liefern für eben diese.
Unik schrieb:mit selben Täter, selbe Akte, Täter äußert sich nicht vor Gericht, und immer ein anderer Richter pro Sitzung, so kämen die unterschiedlichsten Urteile bei raus.
Ja ist ja logisch, jeder Mensch beurteilt ja anders, da nun mal jeder Mensch auch verschieden ist u. verschieden denkt.
Unik schrieb:Ihr verteidigt das System nur, weil es besser als nichts ist.
Nö, von Verteidigung war nie die Rede, jedoch ist es besser, wenn es halt einfach bisschen Spielraum gibt, anstatt da irgendwie was zu vereinheitlichen wollen.
Unik schrieb:Hier schonmal eine Studie über hungrige Richter die härter urteilen als satte:
Ernsthaft? Wollen wir jetzt über so was diskutieren?
Hast du dagegen auch schon einen "Lösungsvorschlag"?
Vielleicht ne Packung Donuts neben ihrem Sitzplatz oder so was?


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Was sich in Deutschland ggf. ändern sollte

17.03.2020 um 18:21
ElLoCo94 schrieb:Unik schrieb:
habe aber sicher vor einigen Jahren schon darüber gelesen.

Ja ich habe sicher auch schon viel gelesen, bringt aber alles nichts, denn wir könne diese Behauptung ohne eine Quelle nicht prüfen u. die kannst du ja nicht liefern für eben diese.

Unik schrieb:
mit selben Täter, selbe Akte, Täter äußert sich nicht vor Gericht, und immer ein anderer Richter pro Sitzung, so kämen die unterschiedlichsten Urteile bei raus.

Ja ist ja logisch, jeder Mensch beurteilt ja anders, da nun mal jeder Mensch auch verschieden ist u. verschieden denkt.
Ist ein Widerspruch in sich.

Dein Zweiter Satz und jedermanns Logik macht so eine Studie überflüssig.
Dennoch gab es sie. Ich bin da sozusagen Zeuge. Manch ein Richter würde mir glauben ;)


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Was sich in Deutschland ggf. ändern sollte

17.03.2020 um 18:23
Ich denke, eines Tages wird eine technokratische Regierung Einzug erhalten, vieles wird dann von der KI erledigt.


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17.03.2020 um 19:30
Und welche ki Technologie sollte auf welcher Datengrundlage Entscheidungen treffen?


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Was sich in Deutschland ggf. ändern sollte

17.03.2020 um 20:19
@Unik
Na das wär doch mal eine prima Alptraumwelt. Ich bin eigentlich ganz zufrieden, wie es jetzt ist und würde nicht in Deiner Utopiegesellschaft leben wollen.


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