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Was sich in Deutschland ggf. ändern sollte

74 Beiträge, Schlüsselwörter: Politik, Arbeit, Recht

Was sich in Deutschland ggf. ändern sollte

18.03.2020 um 18:08
@Abahatschi
Nein aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass sie Unsinn reden, um andere aufzuhetzen es wird vielleicht jemand der das hier liest sich auskennen und der kann vielleicht Beweise liefern, dass eben Ausländer auch arbeiten gehen!


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18.03.2020 um 18:10
wanagi schrieb:Nein aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass sie Unsinn reden
Na, bei dem Beleg lässt eine fundierte Diskussion führen, das überzeugt wirklich jeden.


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18.03.2020 um 18:14
@Abahatschi
Was haben denn die Nazis damals gemacht? Genau die selben Anschuldigungen und da lassen sich Parallelen zur heutigen Zeit ziehen
Wir müssen einfach mehr gegen Rechts machen, wenn die Leute einsehen, dass Rechte nur Dünnschiss labern, was der Großteil der Leute schon gemerkt hat. Gott sei dank. dann sind sie auch keine Bedrohung mehr und sie werden ausgegrenzt und werden "umerzogen" zu "guten" redlichen gut beleumdeten Bürgern, die andere Leute helfen und nicht schlecht machen.


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18.03.2020 um 18:16
@wanagi
Du, ich habe keine Lust bei jeder Diskussion wo ich eine Wirtschaftsfrage beantworte, deinen Ablenkungen zu folgen.


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19.03.2020 um 12:17
@wanagi
Wir brauchen einfach ein vernünftiges Einwanderungsgesetz und Zuwanderung von Menschen, die in die Sozialsysteme einzahlen und auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar sind. Und das kann man regeln.
@Abahatschi
Was die zu hohen Abgaben in D angeht, stimm ich Dir insofern zu, dass ich persönlich vom Beispiel Luxemburg weiss, dass dort deutlich mehr netto vom brutto übrigbleibt. Andererseits sind die sozialen Absicherungen in D mitunter deutlich besser. Besserer Kündigungsschutz, keine Wochenarbeitsverträge, längere Elternzeit ohne sein Kind mit 2 schon in eine Kita abschieben zu müssen usw


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16.05.2020 um 00:44
Weil hier jemand behauptet hatte, es gäbe keinen angemessen Lohn, bzw. er ließe sich ja gar nicht berechnen!

Hier nur mal wieder typisch: Es werden ständig irgendwelche kritischen Fragen gestellt, anstatt selbst mal nachzudenken oder zu recherchieren, fast frei nach dem Motto; man würde im bestmöglichen System leben, und ändern lässt sich ja gar nicht mehr...

Dabei gibt schon Wikipedia zutreffende Antwort:

"Die Armutsgrenze wird festgestellt, indem die essentiellen Ressourcen, die ein durchschnittlicher Erwachsener in einem Jahr konsumiert, berücksichtigt und deren Kosten summiert werden. Der größte Kostenfaktor sind meist Miete oder Grundstückspreise. Aus diesem Grund richten Wirtschaftswissenschaftler ihr Augenmerk in besonderem Maße auf den Immobilienmarkt als einem wichtigen Einflussfaktor auf die Höhe der Armutsgrenze." Wikipedia: Armutsgrenze#Feststellung

"Niedrig“ ist ein Bruttolohn, wenn er selbst aus Vollzeitbeschäftigung nicht ausreicht, um die Existenz des Arbeitnehmers zu sichern. Der Niedriglohn liegt somit am Rande der Armutsgrenze, welche als absolute Grenze in Deutschland zum Beispiel das Sozialhilfeniveau (siehe Arbeitslosengeld II) darstellt." Wikipedia: Niedriglohn


Kurze Rechnung:

Als Single, ALG 2 Empfänger wird ca. 300 €, die Mieter außen vor gelassen, als Existenzminimum angesehen, darum sind laut BVerfG Sanktionen bis 30% noch zulässig. Sonst liegt der ALG 2 Gehalt bei ca. 420€. Die Höhe der Miete richtet sich immer nach den jeweiligen Mietpreisen in der Stadt / Land, können aber für eine Singleperson grob zw. 350-450€ liegen. Macht dann insgesamt im Bedarf zw. 650€ und 950€. Als ungelernter AN verdient man Vollzeit im Schnitt meißt um die 1100€ Netto. Ist die Mietpreislage jetzt schlecht, erwirtschaftet man also gerade mal max. 150€ mehr, als man erhalten würde, würde man gar nichts machen. Selbst mit einem Minijob auf 450€ Basis kommt man nach anrechnungen seitens ALG2-Behörde auf fast 1100€ Netto, muss dafür aber auch keine etwa 160h arbeiten, sondern vllt. nur die Hälfte. Meißt finanziert man durch seine Arbeit, hohe Gehälter von Chefs.


Ein angemessener Mindestlohn liegt m.M. nach bei mindestens 10€ Netto die Stunde, damit man auf 1600€ Netto kommt, damit Arbeit angemessen und annähernd gerecht entlohnt ist.


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16.05.2020 um 00:50
Betroffen von Löhnen, die unter 7,50 € pro Stunde liegen und damit einem erwachsenen Menschen in Vollzeit den Lebensunterhalt sicher nicht sichern, sind z. B. junge Friseure, Kellner, Wachdienst-Mitarbeiter, Callcenter-Beschäftigte und Hilfsarbeiter außerhalb der Arbeitsfelder mit Tariflöhnen.


Betroffene des Niedriglohnsektors

Frauen (geschlechtsspezifisch)
Jüngere (altersspezifisch)
Geringqualifizierte
Arbeitnehmer ohne abgeschlossene Berufsausbildung ("Ungelernte")
Arbeitnehmer bei Zeitarbeitsfirmen
Teilzeitbeschäftigte
Aus- und Weiterbildung


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16.05.2020 um 20:07
Unik schrieb: Als ungelernter AN verdient man Vollzeit im Schnitt meißt um die 1100€ Netto. Ist die Mietpreislage jetzt schlecht, erwirtschaftet man also gerade mal max. 150€ mehr, als man erhalten würde, würde man gar nichts machen.
Noch ergänzend: Der Job verursacht ja auch Ausgaben, z.B. der Arbeitsweg. Mein Mann ist in der Gastrobranche - wir haben glücklicherweise ein Auto, er nimmt öfters mal Kollegen mit, die keins haben, die Öffnungszeiten aber nicht mit den Fahrplänen der Öffis übereinstimmen und die über eine Stunde zu Fuß von der Arbeitsstätte entfernt wohnen. Bei starkem Regen etc. leisten sie sich mitunter ein Taxi, was dann fast zwei Stundenlöhne auffrisst.


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16.05.2020 um 20:28
Unik schrieb:Ein angemessener Mindestlohn liegt m.M. nach bei mindestens 10€ Netto die Stunde, damit man auf 1600€ Netto kommt, damit Arbeit angemessen und annähernd gerecht entlohnt ist.
Das sind 2360€ Brutto, macht bei 170Std/Monat in etwa 15,30 Brutto/Stunde. Na, das wäre locker eine Erhöhung beim Mindestlohn von ca.50%.
Und wie geht es weiter? Dann müssen alle Löhne drüber auch erhöht werden, denn die Leute waren nicht auf der Schule und haben sich weiter gebildet um dann so viel zu verdienen wie einer der das nicht gemacht hat.
missmary schrieb:Der Job verursacht ja auch Ausgaben, z.B. der Arbeitsweg.
Deswegen wird es bei der Steuer mit der Werbungskostenpauschale (1000€) berücksichtigt, wer höhere Fahrtkosten hat, muss explizit abrechnen.


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16.05.2020 um 21:43
Unik schrieb am 16.03.2020:Erwerbstätigkeit muss angemessen entlohnt werden.
Es war schon immer so, der Wohlhabende gönnte dem Armen nix. Je reicher der Wohlhabende wird desto weniger gönnt er dem Armen.
Ein Bild von Breughel aus dem 16. Jhrh - der Arme wird von den Reichen aus der Küche fortgejagt.


Brueghel Fette KuecheOriginal anzeigen (2,5 MB)


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18.05.2020 um 14:34
parabol schrieb:Es war schon immer so, der Wohlhabende gönnte dem Armen nix.
Da hat sich nicht viel geändert.Es muss immer einen geben,auf den man runtertreten kann.
Heute ist es der AlgII-Empfänger,wie man ja deutlich in den meisten Kommentaren raus lesen kann.
Der faule Sack,der nicht will und von Steuergeldern am kacken gehalten wird.

Hier ist absichtliches bashing im Gange würde Ich sagen.Liegt es daran,das in der momentanen Corona-Sache ausnahmsweise
mal die Hartz 4 Empfänger die Gewinner sind?
--Das Geld ist pünktlich auf dem Konto--
--Keine Einladungen--
--Keine Verpflichtung--
--keine Sanktionen--
--den ganzen Tag Freizeit--

ist doch schön,oder wirds nicht vergönnt?


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18.05.2020 um 16:23
@LuckyLook
Die meisten Leute wollen arbeiten und etwas tun, in meiner Stadt engagieren sich einige im Flüchtlingsbereich und bei der Tafel, nichtstun macht verrückt und krank, ich habe mich schon mit vielen Harz4 ern unterhalten und die meisten wurden gezwungen im Niedriglohnsektor für einen Hungerlohn zu arbeiten oder man würde ihnen Sanktionen aufbrummen. Es müssen gerechte Löhne gezahlt werden auch für Jobs wie Reinigungskräfte oder Straßenreinigung oder Landgestalter. Ich habe mich mit einer Mutter unterhalten die hat Nachts Büroräume gesäubert in einem stadtbekannten Großbetrieb, sie hatte am Monatsende 100 € mehr in der Tasche(Brutto) als mit Harz 4 und Kindergeld.
Wieso erhöht man denn nicht einfah den Mindestlohn wie in anderen Ländern auch? Wieso muss es immer Gesellschaftsschichten geben denen größere Unterschiede haben als andere?


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23.05.2020 um 16:26
@LuckyLook
Ausnahmen gibt es zwar und manche pauschalisieren ungerecht, aber es geht nicht um "den ALG2-Empfänger", sondern es geht um den faulen, dem Klischee entsprechenden ALG2-Empfänger. Nicht mehr, nicht weniger.


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23.05.2020 um 17:06
LuckyLook schrieb am 18.05.2020:Da hat sich nicht viel geändert.Es muss immer einen geben,auf den man runtertreten kann.
Es gibt tatsächliche Armut und es gibt gefühlte Armut. Die meisten Wohlhabenden fühlen sich vielleicht nicht arm aber sie fühlen sich ungerecht behandelt.
Dazu tragen auch die Medien bei, die eine Scheinwelt von Deutschland als Sozialparadies erzeugen.

Mal eine Statistik zur Entwicklung von verschiedenen Einkommenschichten

18200
In Deutschland nehmen einerseits die Reallöhne insgesamt zu – die Statista-Grafik auf Basis von Daten des DIW zeigt jedoch, dass untere Einkommensschichten von dieser Entwicklung weniger profitieren. Ihre Löhne steigen weniger stark als die der oberen Einkommensschichten oder sinken sogar.

Für die Darstellung wurde die Bevölkerung nach der Höhe des Einkommens sortiert und in zehn gleich große Gruppen aufgeteilt, so genannte Dezile. Das unterste Dezil gibt die Einkommenssituation der ärmsten zehn Prozent der Bevölkerung an, das oberste Dezil dementsprechend die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung. Die realen Einkommen der ArbeitnehmerInnen, die in das unterste Dezil fallen, sind seit 2014 gefallen, während sie in allen anderen Dezilen gestiegen sind. Die Einkommen wurden zur Vergleichbarkeit indexiert.

https://de.statista.com/infografik/18200/entwicklung-der-haushaltseinkommen-in-deutschland/


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23.05.2020 um 18:15
@parabol
Da fehlt aber die Entwicklung der Haushaltgröße nach Personen über die gleichen Jahren.
Hier eine ältere Übersicht aus 2012 mit einer Voraussage bis 2030:
https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61587/haushalte-nach-zahl-der-persone...
Fakten
Die Haushalte in Deutschland werden tendenziell immer kleiner. Dieser Trend ist seit Beginn der statistischen Erfassung Ende der 1950er-Jahre zu beobachten. Eine Besonderheit in der Entwicklung besteht darin, dass die Einpersonenhaushalte seit Mitte der 1970er-Jahre zahlenmäßig alle anderen Haushaltsgrößen übertreffen – im Jahr 2011 lag ihr Anteil bei 40,4 Prozent aller Haushalte.
Dazu vom statistischen Bundesamt:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Haushalte-Familien/_inhalt.html
Und jetzt alles zusammen: immer mehr Single Haushalte, in dem auch Ältere (=Rentner) leben.

Überraschung: wenn es immer mehr Haushalte gibt, mit immer weniger Personen die überhaupt arbeiten, steigt oder sinkt der verfügbare Haushalteinkommen in dieser Dezile?

Diese Grafik taugt zur Darstellung der Armut überhaupt nicht, aber ja, die Farben finde schön.


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23.05.2020 um 20:38
Ich finde es müsste viel mehr Investitionen in die Gestaltung des öffentlichen Raumes geben.

Blumen, Bäume, Aufenthaltsgelegenheiten, Toiletten, Spielmöglichkeiten für Kinder.

Denn das sind die Räume wo wir uns begegnen, wo wir alle zusammen leben.

Vieles in Deutschland ist so unfassbar bocklos und pragmatisch gemacht.

Ein Beispiel ist der Breitscheidplatz in Berlin. Seit dem Attentat vor drei (?) Jahren ist der abgeriegelt wie eine Festung und wirkt dadurch wie eine Baustelle. Das ist eine Schande für den zentralen Platz in der City West: Es ist wirklich noch immer der Zustand, der in aller Schnelle unmittelbar nach dem Attentat eingerichtet wurde, mit Rampen und Stahlkäfigen in denen Sandsäcke liegen. Unvorstellbar, dass in einer anderen Hauptstadt solche Provisorien, zumal an solch prominenter Stelle, derart lange Bestand hätten.

Eine Änderung ist nicht in Sicht. Und das ist jetzt nur ein Beispiel von vielen.

Insgesamt müsste man viel mehr zurück bauen, was in den 60er und 70er Jahren die "autogerechte Stadt" sein sollte. Straßen verkleinern, Ecken vergrößern, Unterführungen zuschütten. Um halt Platz zum leben zu schaffen.


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24.05.2020 um 13:32
Abahatschi schrieb:Diese Grafik taugt zur Darstellung der Armut überhaupt nicht
Klar, weil sie eine unbequeme Wahrheit zeigt, deshalb taugt sie nichts...
Abahatschi schrieb:Und jetzt alles zusammen: immer mehr Single Haushalte, in dem auch Ältere (=Rentner) leben.
Abahatschi schrieb:Überraschung: wenn es immer mehr Haushalte gibt, mit immer weniger Personen die überhaupt arbeiten, steigt oder sinkt der verfügbare Haushalteinkommen in dieser Dezile?
völlig unverständlich, was du überhaupt meinst...
Singlehaushalte haben deiner Meinung dazu geführt, dass die Wohlhabenderen immer mehr Einkommen und die Ärmeren immer weniger Einkommen haben?
Abahatschi schrieb:Hier eine ältere Übersicht
Statistiken aus den 70ern bringen hier nichts


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24.05.2020 um 13:39
parabol schrieb:Singlehaushalte haben deiner Meinung dazu geführt, dass die Wohlhabenderen immer mehr Einkommen und die Ärmeren immer weniger Einkommen haben?
Nein, mehr Singlehaushalte führen zu weniger Einkommen pro Haushalt in dieser Dezile.
Deine Grafik zeigt nicht das Einkommen pro Kopf in der jeweiligen Gruppe...
parabol schrieb:Klar, weil sie eine unbequeme Wahrheit zeigt, deshalb taugt sie nichts...
Quatsch, ich moniere nur die falsche Auswahl des mathematischen Mittels.


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24.05.2020 um 13:53
Abahatschi schrieb:Nein, mehr Singlehaushalte führen zu weniger Einkommen pro Haushalt in dieser Dezile.
Achso, und die Reichen ziehen in den letzten 15 Jahren zu Großfamilien zusammen?


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24.05.2020 um 13:55
parabol schrieb:Achso, und die Reichen ziehen in den letzten 15 Jahren zu Großfamilien zusammen?
Nein, ich gehe davon aus dass die eher zusammenbleiben / ich frage mich ob Du 2006 bis 2008 den Haushalteinkommensabfall der Reichen auch so bemitleidet hast.
Aber gut, Du scheinst langsam zu verstehen dass diese Statistik nicht so geeignet ist.


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