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Wir sollten Gefängnisse langfristig abschaffen

269 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kriminalität, Norwegen, Gefängnisse ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wir sollten Gefängnisse langfristig abschaffen

15.02.2021 um 12:36
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Denn letztendlich schaffen wir so ja mehr verbrechen und auch mehr belastung für unser justizsystem, wenn wir nicht schon effektiv bei den jungen tätern, die das erste, zweite mal straffällig werden, mit kleinen strafen agieren.

Lieber bei denen 1 oder 2 mal, als über die karriere hinweg 50 mal.
Besonders bei Jugendlichen sehe ich die direkten Strafen als Vorteil. Wenn es aber knallen muss sind die Strafen in meinen Augen zu kurz. Was bringt es junge Menschen für einige Monate wegzusperren? Man kann das Schuljahr nicht beenden, keine Lehre machen, man sitzt quasi und verliert die wichtigste Zeit im Leben. Die Alternative beim rauskommen dürfte jedem klar sein. Dann lieber so verurteilen das es etwas bringt. Das man nicht mitten in einem Schuljahr abbrechen muss, man eine Ausbildung machen kann oder zumindest vernünftige Lehrgänge.


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15.02.2021 um 12:38
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Verursacht nicht jede Verurteilung einen Knick im Lebenslauf?
Bei Wiederholungstätern anscheinend nicht, da ist der Lebenslauf "tolerant" genug, weitere Verurteilungen zu verkraften.
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Und letztlich schädigt einer der Steuern hinterzieht jeden Menschen in Deutschland.
Deswegen das hohe Bußgeld. Wer kriminell um des Geldes wird, den packt man am zuverlässigsten am eigenen Geldbeutel.
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Die Prozente von Personen mit schlechter Kindheit und Gehirnschäden sprechen aber Bände. Genau das sind die einfachsten Dinge um Gefängnisstrafen zu vermeiden.
Hirnschäden die zu Schwerkriminalität führen, lassen sich nicht therapieren, da kann das Urteil nur auf Sicherheitsverwahrung lauten. Schlechte Kindheit dagegen ist keine "Garantie" für spätere Kriminalität. Das zuverlässigste Mittel gegen schlechte Kindheit ist eine frühzeitige Entnahme des Kindes aus den schlechten Verhältnissen. Sprich Pflegefamilie, am besten an einem anderen Ort, wo z. B. kein latent kriminelles Umfeld vorhanden ist.
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Das man nicht mitten in einem Schuljahr abbrechen muss, man eine Ausbildung machen kann oder zumindest vernünftige Lehrgänge.
Soviel ich weiß, wird darauf geachtet, daß die Jugendstrafe nicht mit der schulischen Bildung kollidiert. Internet machts möglich.


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15.02.2021 um 12:42
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Deswegen das hohe Bußgeld. Wer kriminell um des Geldes wird, den packt man am zuverlässigsten am eigenen Geldbeutel.
Es geht nicht jedem Betrüger um Geld.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Hirnschäden die zu Schwerkriminalität führen, lassen sich nicht therapieren, da kann das Urteil nur auf Sicherheitsverwahrung lauten
Epilepsie ist so eine Sache. Also jeden damit ein Leben lang wegsperren?
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Soviel ich weiß, wird darauf geachtet, daß die Jugendstrafe nicht mit der schulischen Bildung kollidiert. Internet machts möglich.
Wie auch immer das funktionieren soll. Man wird automatisch rausgehauen.


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15.02.2021 um 12:43
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:die den hinterzogenen Betrag deutlich übersteigt, meist erledigt.
Die gibt es ja on top. (Hinterzogenen Betrag nachzahlen und das Doppelte als Strafe, (das ist bei den meistens die Existenz, da man ja erst ab einer Mio. einfährt) Bei meinem Bekannten das doppelte der hinterzogenen Betrages zusätzlich 3 Jahre von denen er eines im geschlossenen Vollzug und eines im offenen Vollzug verbringen durfte. Im offenen auch nur da ich ihm einen Arbeitsplatz organisieren konnte. Seine Selbstständigkeit durfte er während dieser Zeit nicht ausführen, das musste ein angestellter Geschfü erledigen. ein Jahr bekam er dann für 3 Jahre Bewährung erlassen. also wurde er 5 Jahre bestraft.
Daher weiß ich ein wenig wie der geschlossene und offene Vollzug funktioniert. Es ist bestimmt kein Zuckerschlecken.

Auch am Arbeitsplatz wurde er kontrolliert, ob er wirklich da ist, als Arbeitgeber wurde man ebenfalls überprüft und musste (bei mir 2 mal innerhalb eines Jahres) Rede und Antwort stehen ob er pünktlich, fleißig und zuverlässig ist.

Er hat natürlich daraus gelernt, aber gerade die Skrupellosigkeit ist ein Aspekt den man nie aus den Augen verlieren darf.


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15.02.2021 um 12:46
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Epilepsie ist so eine Sache. Also jeden damit ein Leben lang wegsperren?
Epilepsie macht nicht kriminell.
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Wie auch immer das funktionieren soll. Man wird automatisch rausgehauen.
Funzt doch jetzt auch mit der Fernbeschulung wegen Corona. Soviel ich weiß, kommen für Prüfungen auch mal Lehrer ins Jugendgefängnis.
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Es geht nicht jedem Betrüger um Geld.
Was dann, den Nervenkitzel des Verbotenen? Der wird auch ordentlich gedämpft, wenn das Luxusauto dafür draufgeht. Geldbußen sollen weh tun.


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15.02.2021 um 12:48
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Er hat natürlich daraus gelernt, aber gerade die Skrupellosigkeit ist ein Aspekt den man nie aus den Augen verlieren darf.
Wohl eher der Leichtsinn, der Glaube nie erwischt zu werden. Das denken nämlich so ziemlich alle Kriminellen. Bis auf einige wenige, die quasi darum betteln, festgenommen zu werden, aber die sind dann sowieso nicht ganz zurechnungsfähig.


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15.02.2021 um 12:56
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Wohl eher der Leichtsinn, der Glaube nie erwischt zu werden.
Das vorher natürlich. Ich meinte die Skrupellosigkeit im Gefängnis, die Gefangenen unter sich. Das da niemand besser raus kommt als er reingegangen ist, der den Intellekt nicht hat sollte jedem klar sein.


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15.02.2021 um 13:02
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Dann lieber so verurteilen das es etwas bringt. Das man nicht mitten in einem Schuljahr abbrechen muss, man eine Ausbildung machen kann oder zumindest vernünftige Lehrgänge.
@Ray.

Im Jugendstrafrecht könnte man bspw zwar zeitnah urteilen, aber zB eine 6 Wochen Strafe muss dann in den Schulferien abgesessen werden. Das dürfte einen gewissen Erinnerungswert haben.


Insgesamt wäre ich dafür, bei der Behandlung von Straftätern Gruppe zu bilden, die unterschiedlich behandelt werden. Unser Strafrecht geht ja immer vom Durchschnitsbürger aus, der x,yyyy Straftaten im Leben begeht. In Wirklichkeit begehen die Allermeisten doch gar keine Straftaten, einige wenige begehen Jugendsünden und dann nichts mehr, einige andere begehen eine oder mehrere überschaubare Straftaten in einer wie auch immer gearteten Lebenskrise und einige leben immer ein Leben außerhalb gesellschaftlicher Normen zum Schaden aderer.

Der Jugendsünder braucht einfach einen merkbaren Klaps auf die Finger und feddich.

Der Mensch, der in einer extremen Lebenslage Straftaten begeht, braucht ggf neben einer Strafe Hilfe bei der Bewältigung der extremen Lebenslage. Oft ist da eine Entgiftung von was auch immer Voraussetzung, um überhaupt mit solchen Menschen arbeiten zu können.

Der Berufskriminelle braucht dann schon keine Kuscheljustiz mehr, sondern eine drakonsiche Strafe, ggf mit Einziehung aller Vermögenswerte.

Die ganz schlimmen Fälle, nennen wir sie mal 'Hannibal Lecot' sind ja auch erst mal sehr selten, nicht im Fernsehen, aber in der Realität. Ich meine zB die Drahtzieher hinter den Kinderpornoringen, die letztes Jahr medienwirksam aufgeflogen sind. Für solche Leute sehe ich ganz persönlich gar keinen Grund, eine Freilassung jemals in Aussicht zu stellen. Es ist ja ganz einfach, in Freiheit zu leben: Keine Kinder vergewaltigen.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:oder auch, dass zeugenschutz in D oft nicht genug sicherheit für zeugen bietet, ernsthaft gegen bosse auszusagen.
Hier geht es in der Realität der Bekämpfung von Clan Kriminalität beim zeugenschutz sehr kompliziert zu. Wenn zB jemand beobachtet, wie irgendeine Clan Größe einen Konkurrenten schlägt und sein Auto demoliert, haben wir eine justiziable Straftat. Wer davon Zeuge wird, denkt vielleicht, keine so gute Idee, das mitzuteilen. Zeugen solcher Straftaten können natürlich auch nicht in ein klassiches zeugenschutzprogramm genommen werden, das das ganze Leben auf den Kopf stellt und Millionen kostet. Sonst haben wir hinterher wie so oft eine Bewährungsstrafe und dafür jemanden in ein echtes Zeugenschutzprogramm? Wird einfach nicht gehen. Und eine Bewachung rund um die Uhr wird man auch allenfalls für ein paar Wochen stellen können. Das ist einfach schwer lösbar.


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15.02.2021 um 13:04
Ich stelle mir das auch für Ermittler im Rahmen der Clan Kriminalität sehr frustrierend vor. Da wird eine Aktion monatelang akribisch vorbereitet. Dann stehen 80 Ermittler morgens um halb 4 auf, durchsuchen den ganzen Tag 20 Objekte und stehen am Ende des Tages mit 12kg unversteuertem Tabak und 14g Marihuana da. Irgendwie auch Mist. Und dazu müssen sie noch lächeln und es als Erfolg darstellen.

12kg unversteuerter Tabak und 14 g Hasch, das hieß zu meiner Zeit noch Klassenfahrt.

Das klingt immer gut, Taktik der kleinen Nadelstiche. Ich möchte da auch nicht Nadel sein müssen.


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15.02.2021 um 13:26
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Das vorher natürlich. Ich meinte die Skrupellosigkeit im Gefängnis, die Gefangenen unter sich. Das da niemand besser raus kommt als er reingegangen ist, der den Intellekt nicht hat sollte jedem klar sein.
Abschreckungseffekt? Gefängnis soll kein Kuschelparadies sein. Sondern zuerst mal Strafe. Wozu auch eine Begegnung mit den wirklich schweren Jungs gehört, als kleines Memento, wohin der Weg des Verbrechens führen kann.


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15.02.2021 um 13:34
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Wozu auch eine Begegnung mit den wirklich schweren Jungs gehört, als kleines Memento, wohin der Weg des Verbrechens führen kann.
Ich glaube eben eher das ist in die andere Richtung geht. Ohne Ausarbeitung einer Perspektive für ein straffreies Leben wird aus dem "leichtem" Jungen im Knast ein schwerer.

Es kommt halt nicht jeder zurück in ein gefestigtes Umfeld, die meisten gehen raus, haben kein Geld, keine Wohnung, kein gutes soziales Umfeld fertig. Mit der Bewährungshilfe vielleicht ein Zimmer in einer "Strafflligenhilfe2 wo auch wieder nur Straffällige sind. Den Kreis gilt es für mich zu durchbrechen .... und klar sollen Gefängnisse keine Luxusherbergen sein. Fernsehverbot gibt es auch so weit ich weiß ... da war ein verbotene Handynutzung. Natürlich kann man sagen er hält sich selbst da nicht an Regeln ... aber ob der Kontakt zu Angehörigen nun so ein unverständlicher Grund ist ... ich weiß man kann in der Woche von irgendwann zwischen 15 und 18 Uhr telefonieren, aber gerade wer in festen Verhältnissen lebt kann da nicht telefonieren, denn die man anrufen möchte arbeiten.

Gibt immer ein Für und wider. Hoffen wir das es ein gutes Konzept gibt.


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15.02.2021 um 13:38
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:12kg unversteuerter Tabak und 14 g Hasch, das hieß zu meiner Zeit noch Klassenfahrt.
Du weißt nicht, ob das das einzige Ergebnis war, nicht alles landet in der Presse. In letzter Zeit ging es unter anderem um die Fahnung nach dieser Riesen-Goldmünze, die anscheinend eingeschmolzen und zur Herstellung von gefälschten seltenen kleinen Münzen verwendet wurde. (Läßt sich über Isotopen-Analyse feststellen, woher das Gold stammt, jede Goldmine hat ihren spezifischen "Fingerabdruck".) Und um die gestohlenen Juwelen aus dem Grünen Gewölbe. Bei solchen Aktionen werden Internetkontakte, Telefonate, jede Art von Kommunikation abgehört, da weiß man von vornherein nie ob man auf kostbare Informationen zu Schmuggel oder anderen kriminellen Handlungen stößt, an der eigentlichen Razzia kann ein ganzer Rattenschwanz von weiteren Ermittlungen dranhängen, die erst mal nicht in der Presse aufschlagen, weil die nämlich länger dauern. Und man will die noch freien Kriminellen ja nicht vorwarnen, daß man schon an ihnen dran ist.
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Ich glaube eben eher das ist in die andere Richtung geht. Ohne Ausarbeitung einer Perspektive für ein straffreies Leben wird aus dem "leichtem" Jungen im Knast ein schwerer.
Wofür gibt es denn die ganzen Resozialisierungsmaßnahmen? Wenn die so wenig taugen, ist das Geld für sie verschwendet. Oder liegt es dann doch eher an den "Kunden"?


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15.02.2021 um 13:41
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Wofür gibt es denn die ganzen Resozialisierungsmaßnahmen?
Wenn es die gibt ist alles vom Feinsten, leider ist es ja aber gerade ach meiner Information bei Kurzstrafen (bis 5 Jahre) Verwahrvollzug angesagt.

Und logischerweise liegt alles an den Kunden, die müssen wir erziehen das sie nicht zu Dauerkunden werden, von alleine kommt bei denen nichts.


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15.02.2021 um 13:43
@Fragender73

Es ist ja nicht so, dass es in Gefängnissen gar keine Angebote gäbe, die aus der Kriminalität heraushelfen können. Es ist auch nicht so, dass man gar keine Möglichkeit hätte, dort zB etwas für eine berufliche Perspektive zu bekommen.

Ein Problem in vielen Gefängnissen sind ja auch die ganzen Sprachbarrieren. Da sitzt ja nicht nur Räuber Hotzenplotz. Und Angebote bringen da nicht weiter, wo sie gar nicht sprachlich ankommen.

Man muss ja auch schon ordentlich was gemacht haben, um überhaupt nennenswert in Haft zu kommen.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Du weißt nicht, ob das das einzige Ergebnis war, nicht alles landet in der Presse.
@T.Rick

Sicher geht es auch darum, mehr Informationen zu wichtigeren Dingen zu bekommen. Dennoch erschien mir die eine oder andere PK in NRW relativ bemitleidenswert. Oft kam so ungefähr oben Beschriebenes heraus. Da hätte man besser gesagt, wir äußern uns nicht.

Das waren einfach auch seltsame Bilder, lauter Polzisten in vollem Ornat und dann ein paar Kilo Tabak. Das sah so aus wie 'leider verloren'. Als Bild erschien mir das so, als wenn man von einem 4tägigen Angelausflug mit Riesenausrüstung zurückkommt und hat dann einen Stichling und eine Mückenlarve gefangen und posiert auch noch damit.


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15.02.2021 um 13:52
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ein Problem in vielen Gefängnissen sind ja auch die ganzen Sprachbarrieren. Da sitzt ja nicht nur Räuber Hotzenplotz
Genau, ideal wäre auch ein Vollzug nach Tätergruppen gegliedert. Vollzugsgruppe mit Schläger, die nächste mit Dieben etc. Da wären dann auch die Angebote spezifischer. den ich, nur aus Erzählungen, kenne war querbeet und im ganzen Vollzug waren vielleicht 20% Räuber Hotzenplotz.
Ob super Sprachangebote was bringen weiß ich nicht. Soweit ich weiß werden die Fremdsprachler ja nach Verbüßung der halben Strafe in ihr Heimatland entlassen (gilt wohl für Strafe ab zwei Jahre)


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15.02.2021 um 15:22
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Epilepsie macht nicht kriminell.
Google mal, da findet sich so manch spannende Ausarbeitung zu. Im Gefängnis ist Epilepsie deutlich häufiger zu finden als in dem Rest der Bevölkerung.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Funzt doch jetzt auch mit der Fernbeschulung wegen Corona. Soviel ich weiß, kommen für Prüfungen auch mal Lehrer ins Jugendgefängnis.
Ich kenne eigentlich kein Jugendgefängnis mit Internet für die Inhaftierten. Die ich kenne haben eine eigene Schule. Trotzdem haut es einen raus. Die Leute holen dich ja nicht vom Stand ab, jemand der besser ist bleibt hängen. Du trittst auf der Stelle.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Was dann, den Nervenkitzel des Verbotenen?
Es gibt Leute die müssen betrügen, die können nicht anders.

@sacredheart
Das wäre kein schlechtes Vorgehen.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Abschreckungseffekt? Gefängnis soll kein Kuschelparadies sein. Sondern zuerst mal Strafe. Wozu auch eine Begegnung mit den wirklich schweren Jungs gehört, als kleines Memento, wohin der Weg des Verbrechens führen kann.
Abschrecken sollte man vorher. Ich begleite seit Jahren Klassen an das Thema heran. Insbesondere schwierige Klassen, da hat man immer mal Leute sitzen die sich das alles recht cool ausmalen. Der Zahn ist meist schnell gezogen.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Wenn die so wenig taugen, ist das Geld für sie verschwendet.
Das kommt ganz darauf an wie sie durchgeführt werden und wann. Es gibt vieles sinnvolles und einiges schwachsinnige.


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15.02.2021 um 15:51
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Genau, ideal wäre auch ein Vollzug nach Tätergruppen gegliedert. Vollzugsgruppe mit Schläger, die nächste mit Dieben etc. Da wären dann auch die Angebote spezifischer. den ich, nur aus Erzählungen, kenne war querbeet und im ganzen Vollzug waren vielleicht 20% Räuber Hotzenplotz.
Ein Vollzug nach Tätergruppen ist eigentlich eher hinderlich als gut. Manch einen will man nicht mit anderen Tätern der selben Gruppe zusammen haben. Bei anderen kann man den Therapiefortschritt durch das zusammenbringen erkennen. Kurz gesagt, kann sich der Schläger zurückhalten wenn der pedophile über seine Probleme redet.


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15.02.2021 um 15:59
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Es gibt Leute die müssen betrügen, die können nicht anders.
Die müßte man dann zum Schutz der Allgemeinheit dauerhaft aus dem Verkehr ziehen, wenn es krankhaft ist. Oder will man (der Staat, die Justiz) etwa, daß anständige Bürger ihnen zum Opfer fallen?

Wer sich eine strengere Justiz wünscht, sollte nach USA schielen, die haben unter anderem auch wegen ihrem Dreifach-Gesetz so viele Gefangene, wer sich dort dreimal ein strafwürdiges Vergehen leistet, gilt nach diese Gesetz als Gewohnheitsverbrecher und kann dafür lebenslänglich hinter Gittern landen, und lebenslänglich ist in USA tatsächlich lebenslänglich. Mit anderen Worten, die ziehen ihre Gewohnheitsverbrecher gleich aus dem Verkehr, statt ihnen immer wieder neue Chancen zu geben, die nur zu neuen Straftaten führen.


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15.02.2021 um 16:01
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Die müßte man dann zum Schutz der Allgemeinheit dauerhaft aus dem Verkehr ziehen, wenn es krankhaft ist. Oder will man (der Staat, die Justiz) etwa, daß anständige Bürger ihnen zum Opfer fallen?
Der Staat schlampt bei vielen Sachen und gefährdet so die Bürger...


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15.02.2021 um 16:05
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Wer sich eine strengere Justiz wünscht, sollte nach USA schielen, die haben unter anderem auch wegen ihrem Dreifach-Gesetz so viele Gefangene, wer sich dort dreimal ein strafwürdiges Vergehen leistet, gilt nach diese Gesetz als Gewohnheitsverbrecher und kann dafür lebenslänglich hinter Gittern landen, und lebenslänglich ist in USA tatsächlich lebenslänglich. Mit anderen Worten, die ziehen ihre Gewohnheitsverbrecher gleich aus dem Verkehr, statt ihnen immer wieder neue Chancen zu geben, die nur zu neuen Straftaten führen.
oh, das wusste ich nicht. klingt nach ganz anderen Zuständen als in Deutschland, oder speziell Berlin?
Laut einer Studie des bayerischen LKA waren etwa 10 Prozent der 14- bis 25-jährigen Straftäter Intensivtäter; sie verübten etwa 50 Prozent der bekanntgewordenen Straftaten dieser Altersgruppe. Überproportional viele dieser Intensivtäter hätten an sozialen Brennpunkten, gerade unter Jugendlichen, Straftaten verübt.[1]

Beim Landeskriminalamt Berlin wurde eine Intensivtäterabteilung eingerichtet, nachdem 2002 in der Fachzeitschrift Kriminalistik ein von einem leitenden Beamten des Landeskriminalamtes (LKA) geschriebener Artikel über Nidal R. erschienen war.[2] Der LKA-Beamte wollte damit auf den in seinen Augen zu laschen Umgang mit dem Wiederholungstäter hinweisen, der damals als 20-Jähriger bereits über 80 Einträge in seiner Akte hatte und vor Gericht in 52 von 60 Fällen Haftverschonung oder Bewährung erhalten hatte.[3] Nach dem gewaltsamen Tod von Nidal R. am 9. September 2018 haben Gewerkschaft der Polizei und Bund Deutscher Kriminalbeamter eine bundesweite Intensivtäter-Datei gefordert.[4]
Quelle: Wikipedia: Intensivtäter

ist es in USA unmöglich, 52 mal vor Gericht Haftverschonung zu bekommen bei insgesamt bis zu 80 Einträgen in der Strafakte ???

Genutzt hat die Haftverschonung in jungen Jahren übrigens nichts. der Typ hat sich nicht positiv entwickelt durch diese beispiellose Nachsicht der Gerichte

der Nidal musste trotzdem insgesamt für 14 seiner 36 Lebensjahre hinter Gitter
https://www.vice.com/de/article/3ke83w/nidal-r-das-wahnsinnige-leben-des-berliner-schwerkriminellen-der-am-sonntag-erschossen-wurde


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