azazeel schrieb am 21.05.2026:Sorry, aber bei speziellen Themen ist eine KI-Antwort reines Raten.
Die Google KI Antwort gab bei der Frage "Wie groß ist die Population der Bandkeramiker" eine sehr niedrige Zahl, die ich nicht geglaubt habe: ca. 10000 oder 20000 Menschen. So wenig Menschen vermutete ich bei den Jäger- und Sammlergruppen, zum Beispiel bei den Kammkeramikern und habe deshalb nach einem Vergleich der Kulturen geforscht. Dabei kam von Google KI diese ungenaue Antwort heraus. Sorry!
Nemon schrieb am 21.05.2026:Wenn du möchtest, kann ich dir auch die Schätzungen für Deutschland insgesamt oder für ein bestimmtes Bandkeramik-Gebiet aufschlüsseln.
Vielen Dank! Darauf komme ich gerne zurück. Ich wäre Dir sehr dankbar für diese Mühe.
Ich habe noch Folgendes aus dem Jahr 2019 gefunden bezüglich der Bevölkerungsentwicklung über einen sehr großen Zeitraum:
Neue Studie liefert Zahlen für die Bevölkerungsentwicklung in Europa und im Nahen Osten im Zeitraum von 6000 bis 1000 vor Christus.
….
Den Wissenschaftlern Dr. Aleksandr Diachenko vom Archäologischen Institut der Nationalakademie der Wissenschaften, Kiew (Ukraine), und Professor Johannes Müller, Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), ist es gelungen, die Bevölkerungszahlen für weite Teile Europas und Mesopotamiens zu rekonstruieren.
So konnte beispielsweise für Südosteuropa um 6000 vor Christus ein rasanter Bevölkerungsanstieg von weniger als einer Person pro 20 Quadratkilometer auf fast eine Person pro einen Quadratkilometer rekonstruiert werden. Für die gesamte Region bedeutete das einen Anstieg von etwa 50.000 auf fast 1,1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.
In Mitteleuropa und Südskandinavien erfolgte im Zeitraum von 6000 bis 4000 vor Christus ein wesentlich langsamerer Bevölkerungsanstieg auf etwa 1,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner mit circa 1,1 Personen pro Quadratkilometer

Quelle:
https://www.uni-kiel.de/de/detailansicht/news/002-praehistorische-demographieIch bin gespannt, was Du herausbekommst.
Die zentraleuropäischen Menschen, also Jäger und Sammler sowie Linienbandkeramiker, die aber genetisch fast ausstarben bis 5000 v. Chr., hatten also ein wesentlich langsameres Bevölkerungswachstum. Es dauerte 2000 Jahre, um auf den Stand zu kommen, den die Südosteuropäer ab 6000 vor Christus (bis zu einem ungenannten Jahrhundert oder Jahrtausend) mit einem rasanten Bevölkerungswachstum hinlegten. Ob dieses Bevölkerungswachstum ungebrochen blieb, sagt die Studie nicht.
Tatsächlich konnten Müller und Diachenko neben Phasen erheblichen Bevölkerungswachstums auch solche von beachtlichen Bevölkerungsrückgängen beobachten. Ob es sich hierbei um Anpassungsprozesse an einheimische Ressourcen oder aber um andere Vorgänge handelte, bleibe zukünftigen Studien überlassen, so die Wissenschaftler.
Quelle: siehe oben