Stirnsänger schrieb:Nun ja, "de jure" betrachtet vielleicht (ist das der richtige Ausdruck?).
De jure ist schon richtig geschrieben, aber nirgends, in keiner Verfassung dieser Welt kommt der Begriff "Bürgerkrieg" explizit vor.
Notstandsgesetze usw. wirst Du haufenweise finden, Kriegszustand wirst Du finden, aber keine juristische Regelung zum Thema "Bürgerkrieg".
Wäre auch etwas seltsam
:) : "Nach Paragraph so und so, Satz so und so, herrscht Bürgerkrieg wenn Bundesstaat so und so sich nicht an die und die Regeln hält, es sei denn es gelten die Ausnahmen von Satz so und so."
Stirnsänger schrieb:Wenn sich allerdings im ganzen Land bewaffnete Widerstandsnester organisieren, ist das de facto ein Bürgerkrieg.
Dazu müsste man genau definieren was "bewaffnete Widerstandsnester" sind. Deshalb schrieb ich ja:
juvenilea schrieb:Wir müssen hier schon unterscheiden zwischen bewaffneten Unruhen, bewaffnete Konflikte mit der Polizei und Bürgerkrieg.
Mal einen Unterschied:
Angenommen ein paar Bürger rotten sich mit leichter Bewaffnung zusammen (Leichte Bewaffnung = vollautomatische- und halbautomatische Handfeuerwaffen) und übernehmen ein Viertel, das wäre schnell erledigt, einfach das Viertel umstellen und aushungern lassen, oder warten bis denen das Geld ausgeht.
Angenommen ein paar Bundesstaaten schließen sich zusammen, dann wäre das schon eine andere Nummer:
Denn die hätten Zugriff auch auf schwerere Waffen, Steuergelder und wahrscheinlich dann irgendwann Kontakte ins Ausland <= Davon hängt dann meist ab, wie erfolgreich sie sind.
Auch hier wäre ein einziger Bundesstaat ziemlich schnell lost, wenn nicht große Teile der US-Army überlaufen würden.
Die "Hit and Run" Taktik in Afghanistan und Irak wäre für die Widerständler auch nur schwer umzusetzen, denn anders wie im Irak oder Afghanistan wäre das "Imperium" dann auch dort zuhause und wüsste genau was zu tun ist.
Im Falle eines Falles, wäre wohl der sogenannte
"Bible Belt" pro Imperium. Andere werden wohl einfach abwarten und ... ja dann kommt es darauf an wie viele gegen "das Imperium" wären.
Dazu kann ich nur schreiben, dass es auf zwei Umstände besonders ankäme: Auf welcher Seite steht der größte Teil der Armee und auf welcher Seite stehen die Kapitalisten. Gerade letztere sind ein großer Grund warum die USA nicht schon längst auseinander gebrochen sind.
Aber wie schon geschrieben: So weit sind wir in den USA noch lange nicht.
Egal ob Demokrat oder Republikaner: Das nächste große Problem in den USA wird eher die Handhabung der Schulden sein. Da kommt eine riesen Nummer auf die zu.
Alleine das hier, japanische Investoren rennen raus aus dem Dollar.
Daraus könnte sich weiteres anbahnen. Das weiß auch Trump, entsprechend rennt der gerade von links nach rechts.
Das mit dem Big beautiful Bill ist einfach nicht aufgegangen.