Globale Risiken durch Russland und China
gestern um 12:16So langsam merkt man zumindest auch in Brüssel, dass China die europäische Strominfrastruktur in der EE als Waffe einsetzen könnte, um in der EU das Licht auszuschalten.
Ab sofort soll kein EU-Geld mehr in Solarprojekte fließen, die auf Wechselrichter aus sogenannten Hochrisikoländern kommen. Nach Informationen des „Spiegel“ geht es dabei um China, Russland, Iran und Nordkorea, allerdings würden in der EU hauptsächlich Produkte der beiden chinesischen Firmen Huawei und Sungrow verbaut, heißt es. Laut „Spiegel“ sei das Verbot am Donnerstagmorgen in einer Videokonferenz mit zahlreichen betroffenen EU-Generaldirektionen und Branchenverbänden bekannt gegeben worden. An die große Glocke sollte der Beschluss dem Vernehmen nach nicht gehängt werden.
Darauf, dass Wechselrichter aus Fernost zum Sicherheitsproblem werden können, weist SMA, einer der wenigen westlichen Hersteller von Netzkomponenten, schon länger hin. Denn in der Regel sind die Geräte ans Internet angeschlossen und können zumindest auch vom Hersteller abgeschaltet werden. Seit dem vergangenen Jahr ist gesetzlich geregelt, dass es möglich sein muss, die Anlagen per Fernsteuerung zu regulieren, um auf eine Überlastung der Netze reagieren zu können. „Die Energieinfrastruktur ist sehr zentral für unsere Verteidigungsfähigkeit“, betonte Eric Quiring, der bei SMA als „Leiter Public Affairs“ Lobbyarbeit bei der Politik macht, bei einer Veranstaltung in Berlin.Quelle: https://www.hna.de/kassel/wirtschaft-kassel-eu-stoppt-foerderung-fuer-china-wechselrichter-sma-profitiert-94276693.html