philter schrieb:Was sind dabei deine Befürchtungen?
Dass Putin für jahrzehntelange Kriegswirtschaft rüstet.
Russland rüstet sich für jahrzehntelange Kriegswirtschaft
Auf dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg inszeniert sich Russland trotzig als ökonomische Macht. Tatsächlich profitiert das Land vom Krieg – und auch für die Zukunft setzt Kremlchef Putin auf Rüstungsproduktion.
Quelle:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/russland-ruestet-sich-fuer-jahrzehntelange-kriegswirtschaft-a-fcc5e70f-bb84-4bc3-a4ea-e9da41337bb4Oder wenn man sich die Indoktrination in den russischen Schulen ansieht - da geht es darum, für Generationen Feindbilder aufzubauen.
Der Krieg in der Ukraine wird irgendwann enden - für die Zeit danach braucht Putin neue Ziele. Oder er und die Gesellschaft mit ihm fällt in das Loch, das die Kriegswirtschaft gegraben hat. Irgendwann wird das kommen, aber dann möchte Putin am liebsten tot sein - so schätze ich ihn ein.
philter schrieb:Nie wieder eine Große Mauer, sondern eine offensive Verteidigung durch eine permanente Systemintegration.
Diese Integration hat aber ganz klar ihre Grenzen: die EU und ihre Assoziierungsabkommen.
Denn es stehen sich zwei verschiedene Systeme gegenüber: China vertritt das Race to the bottom, mit sich zuletzt auch das Brexit-UK profilieren wollte, aber daran gescheitert ist (nicht nur wegen der Nähe zum Kontinent, sondern auch, weil es eine Demokratie ist). China kann durch das Race to the Bottom - mit Unterstützung Russland, und zwar umso mehr, je mehr das Land wirtschaftlich leidet - aber die Systemintegration im zentralasiatischen Raum weitgehend vorgeben, während es z.B. in Südostasien auch Demokratien mit enger USA-Bindung gibt. China versucht es dort auch, aber steht in Konkurrenz zu den westlichen Werten.
Die EU steht für das race to the top, aus dem einfachen Grund, dass die Menschen in Demokratien ein Eigeninteresse haben, dass sie Rechte erhalten, sei es als Arbeitsnehmer oder aufgrund des Sozialstaats. Das System kommt ohne Eroberungen aus, da Länder im Einflussgebiet sich i.d.R. für ein System entscheiden, in dem es ihnen besser geht, also den Anschluss suchen.
China hängt sich daher in seiner Blockbildung - natürlich ist es richtig, dass es den Block zu dominieren strebt - an Länder, die im Kern, wie es selbst, Diktaturen sind. Das bedeutet nicht unbedingt, dass das System für den Wohlstand der Menschen einen großen Nachteil hätte, da es auf seine Art Wohlstand generieren kann. Aus diesem Grund stehen sich aber die Blöcke tatsächlich gegenüber.