Globale Risiken durch Russland und China
um 13:59Kapitulation hieße ja, dass der Krieg nach Verdrängung der russischen Invasoren dann bis Moskau weitergeführt wurde, aber das verhindern bereits die Atomwaffen. Putin muss nicht fürchte, wie Hitler zu enden.Zz-Jones schrieb:Ich habe das Wort "Friedensvertrag" hier noch nie in den Mund genommen. Wenn es nach mir ginge, dann wird das ein russischer Kapitulationsvertrag. Ob Russland da am Ende irgendetwas wird einsacken können, steht bestenfalls in den Sternen.
Momentan sind sie weiterhin auf Maximalforderung, während sich das Blatt zunehmend wendet.
Ich sehe keine entscheidende Wende. Selenski ist wohl zu Gebietsabtretungen bereit, er möchte im Gegenzug Sicherheitsgarantien des Westens. Es würde mich sehr wundern, wenn die Ukraine am Ende Cherson behält - auch wenn ich es ihr natürlich wünschen würde.
Nein, Putin hat das Ziel, Russland imperialistisch zu vergrößern - aber auf sich allein gestellt, käme er da nicht weit. Ohne China würde seine Kriegswirtschaft nicht für längere Zeit möglich sein - es gibt auch keinen adäquaten Ersatz. Also setzt er sich Kriegsziele, die im Interesse Chinas liegen. Das erkärt für mich, warum Putin sich auf die Ostukraine - bei der man sich fragen muss, wofür die sonst so wichtig sein sollte? - konzentriert - und dann wieder auf bestimmte Gebiete, die "zufällig" genau dem Transport vom Schwarzen Meer bis Moskau und zum Polarmeer dienen. Oder warum sonst sollte es im Interesse Chinas sein, Russland dabei zu unterstützen?Zz-Jones schrieb:Du meinst, Russland führt für China einen Stellvertreterkrieg?
Wozu?
Xi hat sicherlich keine persönlichen Abneigungen gegen die Menschen dort, aber das Problem ist natürlich, dass die Ukraine das Assoziierungsabkommen mit der EU hat und Beitrittskandidat ist. Somit fällt die Ukraine als Transitland einer Wirtschaftszone mit erklärter Gegnerschaft zu der regelbasierten Ordnung aus.Zz-Jones schrieb:Das Verhältnis zwischen China und der Ukraine war zuvor doch ok.
Man sieht es daran, dass die Ukraine sich nach 2014 China proaktiv als Transitland für die One Belt One Road Initiative angeboten, aber China dankend abgelehnt hat. Ich habe dies in dem Eingangstext bereits zitiert: https://www.bpb.de/themen/europa/ukraine-analysen/297927/analyse-ukrainisch-chinesische-beziehungen-potenzial-und-realitaet/
Dagegen spricht, dass die Investitionen Chinas in Russland seit Beginn des Krieges stetig zunehmen. Das gilt auch für die Zusammenarbeit und den weiteren Handel. Sonst hätte Xi sich bereits von Putin distanziert, aber das Gegenteil ist richtig.Zz-Jones schrieb:Das Xi jetzt nicht öffentlich Putin bloßstellt, und sich verhält, wie er sich verhält, würde ich daher auch anders bewerten.





