Globale Risiken durch Russland und China
um 18:18Neben der Tatsache, dass China die russische Kriegswirtschaft überhaupt am Laufen hält, investiert es auch massiv (160 Mrd US-Dollar) in die russische Infrastruktur, die es für sein OBOR Projekt benötigt.Zz-Jones schrieb:Das sind keine Geschenke.
China rettet Russland nicht aus Nächstenliebe, sondern nutzt dessen verzweifelte Lage für eine gnadenlose Maximierung der eigenen Vorteile.
Aber was soll denn der Vorteil für China sein, dass sie Öl etwas billiger bekommen können? Und dafür nehmen sie in Kauf, dass in der Ukraine die Menschen grausam sterben? Dass sie auf den Widerstand des Westens stoßen und sich selbst das Geschäft verderben, weil sie sich nicht an die Sanktionen halten?
Ich glaube, du hast soeben zum ersten WTO gegoogelt und bist in deiner Argumentation noch nicht auf der Höhe.Zz-Jones schrieb:Dein Denkfehler liegt bei der Funktionsweise der WTO. Du verwechselt Zölle (tarifäre Hemmnisse) mit Regulierung (nicht-tarifäre Hemmnisse).
Die Zölle sind im Fall von China / EU nach WTO-MFN festgelegt, fix und nicht veränderbar.
Die nicht-tarifären Hemnisse sind jedoch wichtiger als die Zölle, da sie mehr kosten. Ich verwechsel da also gar nichts.
Die Freihandelsverträge dienen meist dem Abbau von beidem, dabei werden dann gemeinsame Standards gestzt, die wiederum auf der regelbasierten Ordnung beruhen. Das sind nicht nur Produktstandards, sondern auch IPR, Arbeitnehmerrechte und - ja - auch UN-Vorgaben zur Souveränität von Staaten usw.
Mit anderen Worten: China kann an den Zöllen gar nichts machen, sie versuchen es nichteinmal. Es gibt keine Vorverhandlungen mit der EU. Aus dieser Position heraus, ist es klar das beste, das man auf alles setzt, was nicht-tarifäre Handelshemmnisse abbaut, dabei auf die regelbasierte Ordnung pfeift und außerdem durch das race to the bottom die Produktionskosten senkt.




