@goldenerReiter Stimmt, die Mieten sind das Problem, aber die Mieten sind nicht vom Himmel gefallen, sie sind das Ergebnis einer Politik, die Wohnraum zur Ware gemacht hat und diese Art der Politik wird nicht von den Mietnomaden gemacht, sondern von denen, die von steigenden Mieten profitieren.... Die Arbeitskraftnehmer (Arbeitgeber) sind nicht die Ursache, aber sie sind auch nicht die Lösung.
Sie zahlen Löhne die nicht zum Leben reichen und verweisen auf die Mieten.
Das ist die Logik des Systems: Die Verantwortung wird weitergeschoben, die Profite werden eingestrichen.
goldenerReiter schrieb:und NEIN es ist keine Mehrheit
Unfug, es ist 'ne Mehrheit.
6,3 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland für einen Stundenlohn von unter 14,32 Euro... Das ist jeder sechste Job. Ich wiederhole: JEDER SECHSTE und das sind nicht die "faulen" oder "unqualifizierten"....das sind Kassierer, Pflegekräfte, Erntehelfer, Servicekräfte usw... Also Menschen, die jeden Tag arbeiten und trotzdem nicht davon leben können.
@Fellatix
Fellatix schrieb:Jo, der IWF prognostiziert: Polen wird Spanien, Japan und Israel überholen.
Aber das passiert alles nur, weil?
Subventionen und Ausbeutung ...
Dann lach doch, aber der IWF prognostiziert nicht, dass Polen ein besseres Leben für seine Arbeiter hat, sondern dass es mehr Geld für seine Kapitaleigentümer gibt... Das ist die Logik des Systems. Wenn du darüber lachst, hast du nicht verstanden, dass Wachstum nicht dasselbe ist wie Gerechtigkeit.
@RayWonders
RayWonders schrieb:du willst höhere Löhne in Deutschland obwohl die Wirtschaft schon damit hadert, dass die Lohnstückkosten hier höher sind als anderswo und manche Unternehmen sogar schon abwandern?
Die Lohnstückkosten sind hoch, das stimmt, aber die Frage ist ja, warum ist das so?
Die Produktivität in Deutschland ist hoch, aber die Lohnstückkosten sind es auch, weil die Löhne nicht im Verhältnis zur Produktivität stehen.
Die Unternehmen zahlen nicht zu viel, sie zahlen zu wenig im Vergleich zu dem, was die Arbeiter erwirtschaften und die Abwanderung von Unternehmen ist eine Drohung und der Staat beugt sich ihr.
Die Lösung ist meines Erachtens also nicht eine Lohnsenkung, sondern eine andere Verteilung des Mehrwerts.