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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.068 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 21:01
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Warum sollte die Streuererklärung "auf nem Bierdeckel" was gutes sein?
nicht so viele Ausnahmen und Sonderregelungen und somit eben halt weniger Steuervermeidungsmöglichkeiten.
Ausnahmen und Sonderregelungen
dabei denke ich z.B. an Ehegattensplitting, Steuerklasse 1,2,3 oder wie viele es gibt, Absetzbarkeit der Werbekosten.
Das Einzige was ich sinnvoll und gerecht erachte, die Pendlerpauschalen.

In der DDR war das Steuersystem sehr vereinfacht - das funktionierte gut und man brauchte keinen Steuerberater.

Dass das Steuersystem jetzt viel zu kompliziert ist, beweist doch die Tatsache, dass Firmen kaum ohne Steuerberatungen auskommen und auch so manche AN ihre Mühe damit haben.
Umsonst kam der Merz damals sicher nicht auf die Idee, es vereinfachen zu wollen, oder?

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwähren, dass das vielleicht auch so ein kapitalistisches Ding ist -> das Finzanzamt hat dadurch Arbeitsstellen generiert und die Steuerberater verdienen auch schön wegen der Kompliziertheit 😉


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 21:33
Zitat von OptimistOptimist schrieb:nicht so viele Ausnahmen und Sonderregelungen und somit eben halt weniger Steuervermeidungsmöglichkeiten.
Was sind denn die gängigsten Steuervermeidungsmöglichkeiten, die durch eine stark vereinfachte Einkommenssteuererklärung verhindert werden können?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Das Einzige was ich sinnvoll und gerecht erachte, die Pendlerpauschalen.
Was is mit Leuten, die teure Werkzeuge und Arbeitskleidung für ihren Job brauchen?
Was is mit Leuten, die nen doppelten Haushalt führen, weil sie auf Montage arbeiten?
Was is mit der Absetzbarkeit von Spenden?
Gibt sicher noch mehr, aber die sind mir gerade spontan eingefallen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:In der DDR war das Steuersystem sehr vereinfacht - das funktionierte gut und man brauchte keinen Steuerberater.
Hier braucht man als Angestellter auch keinen Steuerberater. Es gibt gute Steuerhilfe Software und Elster is mittlerweile auch ziemlich gut.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Dass das Steuersystem jetzt viel zu kompliziert ist, beweist doch die Tatsache, dass Firmen kaum ohne Steuerberatungen auskommen und auch so manche AN ihre Mühe damit haben.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die vereinfachte Steuererklärung nich für Unternehmen gedacht war, sondern für die Einkommenssteuer.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Umsonst kam der Merz damals sicher nicht auf die Idee, es vereinfachen zu wollen, oder?
Weiß nich, der Merz erzählt halt viel, wenn der Tag lang is. ;)
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ich kann mich des Eindrucks nicht erwähren, dass das vielleicht auch so ein kapitalistisches Ding ist -> das Finzanzamt hat dadurch Arbeitsstellen generiert und die Steuerberater verdienen auch schön wegen der Kompliziertheit
Is die Einkommenssteuererklärung wirklich so kompliziert? Lässt du deine von nem Steuerberater machen? Welche Anlagen musst du einreichen?

Ich zB. muss neben dem üblichen Kram (Anlagen N, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwand) auch noch Kap, V und Umsatzsteuererklärung einreichen. Das sind vielleicht 2-3 Stunden im Jahr. Im Grunde isses auch immer das Gleiche jedes Jahr, von daher einfach in Elster die Übernahme vom letzten Jahr aktivieren und dann nur die Alten durch die aktuellen Zahlen ersetzen. Nur wenn sich was grundsätzliches geändert hat, hat man etwas mehr Arbeit.

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 21:54
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Was is mit Leuten, die teure Werkzeuge und Arbeitskleidung für ihren Job brauchen?
Das sollte mMn der AG stellen. Die Maschinen an oder mit denen gearbeitet wird, muss er ja auch bezahlen.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Was is mit Leuten, die nen doppelten Haushalt führen, weil sie auf Montage arbeiten?
weshalb soll für solche Entscheidungen der Staat aufkommen?
Wenn jemand unbedingt so weit weg von der Heimat arbeiten will, dass er eine Zweitwohnung braucht, sehe ich das finanzielle Risiko allein beim AN.

Ich finde diese Pendelei sowieso kontraproduktiv.
Schon alleine umwelttechnisch gesehen, aber auch so.
Mal ein konstruiertes Beispiel wie ich das meine:

Da wohnt AN 1 in Stadt 1 und fährt aber in Stadt 2 (viele km weg) zur Arbeit. Und AN 2 der in Stadt 2 wohnt, fährt in Stadt 1 um dort zu arbeiten. Am Ende vielleicht sogar der gleiche Job.
Da wäre es doch viel besser, jeder bleibt in seiner Stadt, nimmt in anderen Städten nicht die Stellen weg, damit die Leute in diesen Städten auch bei sich was finden können.

Weiß nicht, ob ich gut genug rüber bringen könnte, was ich meine?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Was is mit der Absetzbarkeit von Spenden?
warum sollen diese absetzbar sein?
Entweder ich habe Geld übrig und will etwas Gutes tun oder nicht.
Und wenn dem so ist, dann gebe ich gerne und erwarte nicht, dass mir jemand dafür etwas erlässt.

Und wie gesagt, was ist mit dem Ehegattensplitting und den unterschiedlichen Steuerklassen?

Auch wenn das Ausfüllen mit Hilfe von Apps und KI heutzutage einfach ist, verstehe ich trotzdem nicht, wozu diese komplizierten Konstrukte sind?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 22:15
Zitat von OptimistOptimist schrieb:weshalb soll für solche Entscheidungen der Staat aufkommen?
Wenn jemand unbedingt so weit weg von der Heimat arbeiten will, dass er eine Zweitwohnung braucht, sehe ich das finanzielle Risiko allein beim AN.
Ok, dürfte dann aber zu mehr Arbeitslosigkeit führen. Is aber auch nich im Sinne des Staates.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Da wohnt AN 1 in Stadt 1 und fährt aber in Stadt 2 (viele km weg) zur Arbeit. Und AN 2 der in Stadt 2 wohnt, fährt in Stadt 1 um dort zu arbeiten. Am Ende vielleicht sogar der gleiche Job.
Da wäre es doch viel besser, jeder bleibt in seiner Stadt, nimmt in anderen Städten nicht die Stellen weg, damit die Leute in diesen Städten auch bei sich was finden können.

Weiß nicht, ob ich gut genug rüber bringen könnte, was ich meine?
Das dürfte so aber nich der Fall sein.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:warum sollen diese absetzbar sein?
Entweder ich habe Geld übrig und will etwas Gutes tun oder nicht.
Und wenn dem so ist, dann gebe ich gerne und erwarte nicht, dass mir jemand dafür etwas erlässt.
Wenn man Spenden absetzen kann, beteiligt sich der Staat quasi an der spende, so das der Spender mehr spenden kann und die gemeinnützigen Organisationen mehr Geld erhalten.
Dass niemand spendet, weil die Spende abgesetzt werden kann, is doch sowieso klar, würde ja auch keinen Sinn machen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Und wie gesagt, was ist mit dem Ehegattensplitting und den unterschiedlichen Steuerklassen?
Ehegattensplitting is ja freiwillig, wem das zu kompliziert is, lässt es einfach.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Auch wenn das Ausfüllen mit Hilfe von Apps und KI heutzutage einfach ist, verstehe ich trotzdem nicht, wozu diese komplizierten Konstrukte sind?
Um diejenigen zu entlasten, die aufgrund ihrer Angestelltentätigkeit zusätzliche Belastungen haben.

mfg
kuno


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