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Venezuela

408 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Sozialismus, Chavez, Venezuela ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Venezuela

07.01.2026 um 18:14
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Venezuela ist ein kleiner Player verglichen mit Mexico, Kolumbien, Bolivien, Peru.
Der Drogenstaat hat sich eben angreifbar gemacht, die Menge spiel keine Rolle.
Ich brauch da nichts zu verstehen, der staatliche Drogenhandel ermöglichte es Trump US Interessen durchzusetzen und bei Venezuela hat die USA nun einmal starkes Interesse daran zu kontrollieren wer dort Öl fördert, wohin es exportiert wird.
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Und daher ist die Anklage gegen Maduro nichts als ein Strohmann.
Maduro wird garantiert wegen dem Drogenhandel sein Lebensende in einem US Gefängnis erleben, davon bin ich überzeugt.
Seine ganzen anderen Verbrechen wird man gar nicht benötigen, um ihm Lebenslänglich zu geben.

Das ist halt kein Strohmann, der staatliche Drogenhandel ist eines der vielen Verbrechen. Und den wird die Anklage vermutlich sehr einfach und ausführlich belegen können.

Mir scheint einige sehen das viel zu komplex, Drogenhandel viel oder wenig, es reichte um ihn aus dem Bett zu holen und der US Gerichtsbarkeit zuzuführen.
Mit der Aktion hat Trump gezeigt, dass die in Venezuela nun nach neuen Regeln zu handeln haben, die weiteren US Interessen nicht im Wege stehen.

Niemand mit Verstand wird behaupten es ginge nur um den staatlichen Drogenhandel, der hat das ganze halt wesentlich vereinfacht für die USA.
Der Chinese und Russland haben dort nun nichts mehr zu melden, wo die Amis nicht ihr OK geben.
Südamerikanische Länder können sich nun überlegen, ob sie sich an China, Russland oder den Iran binden wollen. Brics wird in Südamerika offenbar keine Zukunft haben.


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Venezuela

07.01.2026 um 18:37
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Mit der Aktion hat Trump gezeigt, dass die in Venezuela nun nach neuen Regeln zu handeln haben, die weiteren US Interessen nicht im Wege stehen.
Genau so ist es. Trump hat gegen das Völkerrecht verstoßen, so wie andere. Und wenn Trump das darf, dann dürfen das andere auch.

Dann werden wir erst sagen:

"Mit der Aktion hat Trump gezeigt, dass die in Dänemark nun nach neuen Regeln zu handeln haben, die weiteren US Interessen nicht im Wege stehen.

dann

"Mit der Aktion hat Xi gezeigt, dass die in Taiwan nun nach neuen Regeln zu handeln haben, die weiteren chinesischen Interessen nicht im Wege stehen."

und

"Mit der Aktion hat Putin gezeigt, dass die in der Ukraine nun nach neuen Regeln zu handeln haben, die weiteren russischen Interessen nicht im Wege stehen."


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07.01.2026 um 18:51
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Genau so ist es. Trump hat gegen das Völkerrecht verstoßen, so wie andere.
Wie Obama, aber er hat Maduro nicht erschießen lassen und anschließend im Meer entsorgt.
Maduro bekommt einen rechtsstaatlichen Prozess, bei dem Beweise vorgelegt werden müssen, damit er verurteilt werden kann.

Du kannst Putin oder Xi ja mal mit dem Völkerrecht kommen, dann werden die ihre Handlungen sicher überdenken.
Oder der Hamas, den Houthies, dem Iran und und und.
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Mit der Aktion hat Xi gezeigt, dass die in Taiwan nun nach neuen Regeln zu handeln haben, die weiteren chinesischen Interessen nicht im Wege stehen."
Als ob Xi ein Angriff auf Taiwan aus "völkerrechtlichen" Gründen ablehnen würde. Junge.
Aus Sicht der Kommunisten in China gehört Taiwan zu China, welches Völkerrecht sollte die also davon abhalten ihren "rechtmäßigen" Besitz einzunehmen?
Trump hat Xi viel mehr mit der Aktion in Venezuela gezeigt, dass er nicht nur redet sondern auch handelt. Japan hat sich erst an die Seite Trumps gestellt und seine Bereitschaft zur Verteidigung Taiwans erklärt.
Was glaubst Du schreckt einen Putin oder Xi eher davon ab etwas zu machen, was die USA nicht akzeptieren werden?
Irgendwelche schönen Worte oder das Wissen, dass gehandelt werden wird?
Keines der beiden Länder hat sich ums Völkerrecht gescherrt, wenn dieses ihre Interessen stört, noch nie. China spielt dort unten seit Jahren den Bully und verstößt immer wieder gegen das Völkerrecht.

Venezuela hat China und Russland weit mehr in ihre Schranken gewiesen und sie konnten nur zuschauen.


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Venezuela

07.01.2026 um 18:55
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Das Regime ist der Kopf des Drogenhandels, es organisiert diesen und setzt den um.
Da geht es nicht um ein paar Korrupte Zollbeamte oder Fahnder, die sind alle Teil des Drogenkartells
Wenn eine Regime einen Drogenhandel organisiert ist ja Korruption obsolet es gibt ja dann keine Instanz die das verhindert.
Wen soll man den im großen Stil bestechen wenn Maduro selber die excel Listen und den Terminkalender pflegt.


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07.01.2026 um 19:08
Zitat von marie_kamarie_ka schrieb:Wenn eine Regime einen Drogenhandel organisiert ist ja Korruption obsolet es gibt ja dann keine Instanz die das verhindert.
Richtig und dann ließt man aber Erklärungen in Venezuela wurden ja sehr wenig Drogen beschlagnahmt...
Warum wohl wurden so wenig beschlagnahmt? Darauf zu kommen scheint sehr schwierig zu sein.

Was da beschlagnahmt wurde, waren sicherlich keine Drogen die der Staat selbst transportierte.
Andere mussten halt Drogen schmuggeln, wenn die nicht mit dem Staat gearbeitet haben, wie überall. Da gab es dann natürlich auch was zu finden, diese waren ja illegal.

Diese Diskussion um die Mengen sind auch überflüssig, der Drogenhandel allein hat aus US Sicht den Eingriff durch US Beamte erlaubt und zur Verhaftung geführt. Diese "kleinen" Mengen dürften auch ausreichen, um ein Urteil ->Lebenslänglich zu erreichen.

Maduro dürfte in den letzten Monaten sicherlich Angebote bekommen haben, um das Land zu verlassen, dann wäre er heute in Minsk oder Moskau.
Warum er diese nicht angenommen hat, dazu gibt es ja Spekulationen, von zu Übermütig bis hin, dass die Kubaner das nicht zugelassen haben.
Es gibt auch noch weitere Möglichkeiten, dass Teile des Regimes ihn verraten haben, um einen Deal abzuschließen und damit die Möglichkeit bekommen einen geordneten Absprung in irgendein Exil zu finden.
Auffallend ist jedenfalls, dass es keine Machtkämpfe innerhalb des Regimes geben zu scheint.


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Venezuela

07.01.2026 um 19:22
@Röhrich
Genau, alle genannten haben das Völkerrecht misachtet. Daher: Nimmst Du einen in Schutz, nimmst Du alle in Schutz.


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07.01.2026 um 19:30
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Genau so ist es. Trump hat gegen das Völkerrecht verstoßen, so wie andere. Und wenn Trump das darf, dann dürfen das andere auch.
Haben andere länder immer wieder getan. Weder russland noch china braucht solch eine ausrede.

@Topic
Vergesst drogen und öl als hauptgrund. Die monroe doktrin ist weitaus eher sein hauptmotiv.
Wikipedia: Monroe-Doktrin


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07.01.2026 um 19:33
Sollte dem so sein wären sie naja etwas hinterm Mond

Denn das 19 Jahrhundert unterscheidet sich etwas von 2026


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Venezuela

07.01.2026 um 19:36
@Fedaykin
Mittlerweile gibt es sie mit eingetrumpten namen.
Wikipedia: Donroe-Doktrin

Kein witz..


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07.01.2026 um 20:13
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Hat sich was geändert?
Ja, natürlich
Da meine Antwort im Donald Thread gelöscht ist, hier eine neue Quelle. Die Bilder zu den Ölfirmen scheinen ja auch meist von Caracas Chronicels zu stammen.
Ich ziehe die Diskussion um Venezuelas Öl und Russlands Verbindungen und strategischen Interessen mal hierher.
Im anderen Post hatte ich ja schon Erwähnungen zitiert, dass sich zwar die Firmennamen geändert hatten aber das in russischer Hand verblieben ist.

Hier dann noch ein weiterer neuerer Artikel vom 4. März 2022, der dann auch nicht nur Öl behinhaltet.

Venezuela ist nur eine weitere Karte in Russlands geopolitischem Spiel.
Die jahrelange Annäherung der Chavisten an Wladimir Putin hat zu über 260 bilateralen Abkommen geführt, die von Militärausrüstung bis hin zu Gas- und Ölförderung reichen.
Während das finanzschwache Venezuela unter multilateralen Sanktionen leidet und Maduros Regierung um internationale Anerkennung ringt, unterstützt Russland – ähnlich wie beim syrischen Regime – seinen Verbündeten durch Investitionen und Kredite: Zwischen 2006 und 2019 vergab Russland insgesamt 17 Milliarden US-Dollar an Krediten und Kreditlinien und verkaufte neue militärische Ausrüstung, darunter 36 russische Su-30MK2-Kampfjets, an Venezuela. Einige Kommentatoren, wie Juan Forero vom Wall Street Journal, bezeichnen Venezuela sogar als russischen „Klientenstaat“.
Tatsächlich half Russland in den letzten Jahren PDVSA, die US-Sanktionen zu umgehen: Rosneft investierte nicht nur Milliarden in Joint Ventures, sondern diente auch als Rettungsanker für das sanktionierte Unternehmen PDVSA, indem es mit dem Öl des Landes handelte, was im März 2020 zu US-Sanktionen gegen Rosneft und TNK Trading, eine Tochtergesellschaft, führte.
Rosneft kündigte daraufhin die Einstellung seiner Geschäftstätigkeit in Venezuela und den Verkauf seiner Vermögenswerte an ein anderes russisches Staatsunternehmen an.
Venezuelas Beziehung zum Kreml hat in letzter Zeit eine geopolitische Dimension angenommen. Als die Krise an der ukrainischen Grenze im Januar eskalierte, erklärte der russische Vizeaußenminister Sergei Rjabkow, dass Militäreinsätze in Kuba und Venezuela möglich seien, falls die USA ihre Unterstützung für die Ukraine nicht einschränkten.
Einen Monat später sicherte Maduro Russland eine „energische militärische Zusammenarbeit“ zu. Nun, da die Invasion ihren Lauf nimmt, bekräftigte Maduro seine „feste“ Unterstützung für Russland und befürwortete die russische Anerkennung der ukrainischen Separatistengebiete.
„Es ist uns noch nicht vollständig klar, warum Russland die Aktionen in Apure direkt unterstützt und in welchem ​​Umfang“, sagt Andrei Serbin Pont, ein argentinisch-venezolanischer Analyst, der sich auf russisch-lateinamerikanische Beziehungen spezialisiert hat und den Thinktank CRIES leitet. „Sie hatten Spezialeinheiten vor Ort, die wahrscheinlich venezolanische Spezialeinheiten ausbildeten und anschließend operative Unterstützung durch den Einsatz von Orlan-10-Drohnen in der Region leisteten.“
Was wird also aus Dugins Traum von Venezuela als Geburtsort einer antiamerikanischen „Dekolonisierungswelle“, angeführt von einer „neuen politischen Theorie (populistisch, latinistisch, jenseits von Links und Rechts – eine Art vierte politische Theorie)“, die seine eigene eurasische Ideologie beschwört, „gegen alle pro-amerikanischen und pro-globalistischen Strukturen – vor allem gegen Liberale jeglicher Art“?
„Venezuela könnte Russland als Druckmittel dienen, aber dafür müsste Russland Venezuela erst einmal wirklich lohnenswert machen“, sagt Serbin Pont. Das hieße, nicht länger nur das Land zu nutzen, um die USA zu „ärgern“, sondern die Militärpräsenz in Venezuela zu verstärken, was Venezuela zu einem „teureren Instrument der russischen Geopolitik“ machen würde.
Quelle: https://www.caracaschronicles.com/2022/03/04/venezuela-is-just-one-more-card-in-russias-geopolitical-game/


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07.01.2026 um 20:16
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Der Drogenstaat hat sich eben angreifbar gemacht, die Menge spiel keine Rolle.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Was da beschlagnahmt wurde, waren sicherlich keine Drogen die der Staat selbst transportierte.
Andere mussten halt Drogen schmuggeln, wenn die nicht mit dem Staat gearbeitet haben, wie überall. Da gab es dann natürlich auch was zu finden, diese waren ja illegal.
Anfangs war die venezolanische Regierung einer DER Player im Drogenhandel, dann spielt die Menge keine Rolle, nun sind die Kartelle zu doof zum schmuggeln und lassen erwischen, obwohl sie es zB in Kolumbien ganz gut hinbekommen mit dem Drogenhandel.


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Venezuela

07.01.2026 um 20:33
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Mittlerweile gibt es sie mit eingetrumpten namen.
Wikipedia: Donroe-Doktrin

Kein witz..
Hey, da steht ja auch das drin, was ich sagte:
Reaktionen und Folgen

Die Financial Times warnte in einem Kommentar, dass autoritäre Führer durch Trumps Verhalten bestärkt würden und China ermutigt werden könnte, Taiwan zu unterwerfen.[3]

Die New York Times stellte fest, dass die Entmachtung von Nicolás Maduro ein Geschenk an Russlands Präsidenten Wladimir Putin sei, da beide eine Weltsicht teilten, in der Macht dazu dient, die Welt aufzuteilen.[3]
...
Quelle: Wikipedia: Donroe-Doktrin
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Genau so ist es. Trump hat gegen das Völkerrecht verstoßen, so wie andere. Und wenn Trump das darf, dann dürfen das andere auch.

Dann werden wir erst sagen:

"Mit der Aktion hat Trump gezeigt, dass die in Dänemark nun nach neuen Regeln zu handeln haben, die weiteren US Interessen nicht im Wege stehen.

dann

"Mit der Aktion hat Xi gezeigt, dass die in Taiwan nun nach neuen Regeln zu handeln haben, die weiteren chinesischen Interessen nicht im Wege stehen."

und

"Mit der Aktion hat Putin gezeigt, dass die in der Ukraine nun nach neuen Regeln zu handeln haben, die weiteren russischen Interessen nicht im Wege stehen."



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Venezuela

07.01.2026 um 20:44
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Hey, da steht ja auch das drin, was ich sagte:
Der übliche mist eben. Beide länder haben sich vorher auch schon nicht darum gescherrt.


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07.01.2026 um 21:29
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Dann bist Du derjenige, der neben Kuba und dem Iran die letzte 'Wahl' in Venezuela als legitim anerkennt?
Nein und wenn du gescheit lesen würdest, wüsstest du, das ich von Kolumbien gesprochen habe.
Zitat von Cthulhus_callCthulhus_call schrieb:Aber Kolumbien ist auch im Visier und die haben zwar ein großes Korruptions- und Drogenproblem, aber das schon seit vielen Jahrzehnten und bis vor zur Wahl des derzeitigen Präsidenten wurden sie in ebenso langer Zeit durch ein Liberal-Konservatives Parteien Duopol regiert. Der derzeitige Präsident ist zwar links, was dir sicher nicht gefällt, aber demokratisch gewählt. Und trotz aller Fehler ist Kolumbien eine relativ stabile Demokratie, bis auf einer kurze Phase der Militärdiktatur in den 50gern.
Vielleicht mach ich demnächst wichtige Absätze noch bunt für dich, nur um sicher zu gehen :)


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Venezuela

07.01.2026 um 21:47
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Kolumbien? Are you sure? Hat mit Venezuela wenig zu tun. Falls Du Venezuela meinst, halte ich ein Land, aus dem in wenigen Jahren 8 Mio Menschen geflohen sind, nicht für stabil und ein Land mit Wahlen a la DDR auch nicht für demokratisch.

Es ist halt ein linksextremes Demokratieverständnis, dass der Sieger mit überwältigender Mehrheit vor dem Abhalten der sogenannten Wahl feststeht und die aussichtsreichsten Oppositionellen gar nicht antreten dürfen.
Ich habe von Kolumbien gesprochen und auch den Zusammenhang zum Thread erläutert. In Kolumbien war die Wahl legitim. Trotzdem ist der kolumbianische Präsident im Fadenkreuz nach Venezuela..

Also in Kolumbien wurde ordentlich gewählt, ein Kandidat hat gewonnen, der ist jetzt Präsident (und soll trotzdem beseitigt werden). Das ist für dich linksextremistisches Demokratieverständnis. Naja, aus Perspektive eines Rechtsextremisten vielleicht, aber das bist du ja nicht oder?


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Venezuela

07.01.2026 um 22:16
@Cthulhus_call

Danke für die Hervorhebung. Ich war wirklich davon ausgegangen, dass Du Dich vertan hattest, aber danke.

Mein Fehler.

Natürlich kann man bei Kolumbien nicht von einem kleinen Drogenthema sprechen. Die ELN wird dort nicht ausreichend verfolgt.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-08/gustavo-petro-kolumbien-kokaanbau-felder-vernichtung-stopp

Man muss schon ziemlich daneben sein, wenn man nicht mehr gegen den Koka Anbau vorgeht und vorgibt, gegen den Handel vorzugehen. Denn wenn man den Handel effektiv bekämpfen würde, könnte der Anbau ja auch gar keinen Gewinn mehr bringen.

Allerdings rechne ich nicht damit, dass Trump jetzt
weiter Pokemon Go spielt und Regierungschefs statt Pokemons einsammelt.


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Venezuela

07.01.2026 um 22:23
@sacredheart
"Der Krieg gegen Drogen ist gescheitert", hat Präsident Petro bei seinem Amtsantritt erklärt. Statt gegen Kokabauern geht die Polizei nun gegen Kokainhändler vor.
und:
Man wolle sich künftig darauf konzentrieren, Kokainlieferungen abzufangen, sagte der neue Polizeidirektor Henry Sanabria der Zeitung El Tiempo. Außerdem wolle man Landwirten Anreize geben, legale Erntegüter anzubauen
und:
Die Einsätze auf den Plantagen wurden von den Vereinigten Staaten finanziell und technisch unterstützt. Zur Eindämmung des Kokainhandels hat dies dennoch nicht beigetragen.
und:
Osuna bestätigte, dass die Polizei und Justiz sich künftig auf die Zerschlagung von Drogenbanden und Firmen konzentrieren würden, die Geldwäsche für Rauschgifthändler betrieben.
Quelle: Deine Quelle

Klingt jetzt nicht unvernünftig, einen anderen Ansatz auszuprobieren, nachdem der Alte nach Jahrzehnten des Kampfes nicht funktioniert hat.


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Venezuela

07.01.2026 um 22:42
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Denn wenn man den Handel effektiv bekämpfen würde, könnte der Anbau ja auch gar keinen Gewinn mehr bringen.
Die Kokablätter sind dort ein Lebensmittel.
Die werden ganz normal verzehrt.
Der Anbau wird sicherlich nicht ganz verschwinden.

Aber natürlich kann man mehr machen gegen die illegale Drogenproduktion.
Wenn man diese aber zu lange irgendwie nur halbherzig bekämpft, dann wird der Drogenhandel irgendwann ein Wirtschaftszweig, der nicht unerhebliche Wirtschaftsleistung ins Land bringt.
Mit den Milliarden steigt auch der Einfluss der Drogenbarone.

Aber ich denke, dass ist Dir bekannt.

Ohne Druck von außen, der höher ist als der Druck von den Cartellen von innen, wird da nur bedingt irgend eine Änderung stattfinden.
Zitat von Cthulhus_callCthulhus_call schrieb:Klingt jetzt nicht unvernünftig, einen anderen Ansatz auszuprobieren, nachdem der Alte nach Jahrzehnten des Kampfes nicht funktioniert hat.
Den Krieg gegen die Drogen hat man vermutlich vor 40 Jahren verloren, heute steckt da so viel Geld drin und ist zu verdienen, da wird es schwierig das wieder rückgängig zu machen.
In der USA hatte man ja auch schon mal andere Ansätze probiert, die Süchtigen von der Sucht befreien.


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Venezuela

07.01.2026 um 23:26
Wirklich sehr komisch...
Die Aktion in Venezuela ist doch weit außerhalb dessen, was die USA eigentlich machen.

Fällt das denn nur mir auf? Ich habe nun einige Tage abgewartet, aber irgendwie....
Wo ist denn der von der CIA geschmierte putschende General, welcher das Kriegsrecht ausruft, wo ist das Nachbarland, welches das O.k. der USA erhalten hat und nun einmarschiert usw...
Irgendwie fehlt das alles....

Der USA wird ja vorgeworfen eher improvisiert zu haben, Rubio verneint das ja, aber so ganz ist das nicht von der Hand zu weisen.
Also wenn das die neue "Donroe-Doktrin" ist, haben wir erstmal nichts zu befürchten.


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Venezuela

gestern um 00:10
Zitat von juvenileajuvenilea schrieb:Wirklich sehr komisch...
Die Aktion in Venezuela ist doch weit außerhalb dessen, was die USA eigentlich machen.
Die USA wollen keinen Krieg entfachen, auch keinen Bürgerkrieg.
Vielleicht hat man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt.
Ob dieser Weg zum Ziel führt und weit weniger Leid verursachen wird, sehen wir in der Zukunft.
Rubio:
„Der erste Schritt ist die Stabilisierung des Landes. Wir wollen nicht, dass es im Chaos versinkt. Teil dieser Stabilisierung – und der Grund, warum wir glauben, den größtmöglichen Einfluss zu haben – ist unsere Quarantäne. Wie Sie heute gesehen haben, wurden zwei weitere Schiffe beschlagnahmt. Wir befinden uns mitten in diesem Prozess und stehen kurz vor dem Abschluss eines Abkommens zur Übernahme des gesamten Öls, das in Venezuela festsitzt. Aufgrund unserer Quarantäne und der Sanktionen können sie es nicht transportieren. Wir werden zwischen 30 und 50 Millionen Barrel Öl abnehmen. Wir werden es auf dem Markt zu Marktpreisen verkaufen, nicht mit den Rabatten, die Venezuela bisher erhalten hat. Dieses Geld wird so verwaltet, dass wir seine Verteilung kontrollieren und es dem venezolanischen Volk zugutekommt, nicht der Korruption oder dem Regime. Daher haben wir großen Einfluss, um die Stabilisierung voranzutreiben. Die zweite Phase wird die sogenannte Erholung sein, die darin besteht, sicherzustellen, dass amerikanische, westliche und andere Unternehmen einen fairen Zugang zum venezolanischen Markt erhalten. Gleichzeitig wird in Venezuela ein Prozess der nationalen Versöhnung beginnen.“ Damit Oppositionskräften Amnestie gewährt und sie aus der Haft entlassen oder in ihr Heimatland zurückgeführt werden können, um mit dem Wiederaufbau der Zivilgesellschaft zu beginnen. Die dritte Phase wird selbstverständlich eine Übergangsphase sein. Einige Phasen werden sich überschneiden.
Ich würde sagen, sie haben seit dem Irak einiges gelernt.
Quelle: https://x.com/TuiteroMartin/status/2008966330251141491

Welchen anderen Weg sollte es geben, wenn man nicht mit Hunderttausenden Soldaten einmarschieren will, damit man dann eine andere Regierung einsetzen kann?
Kein Oppositionspolitiker hätte dort eine Möglichkeit das Militär, Polizei und den Geheimdienst heute unter Kontrolle zu bringen.
Es gibt nicht einmal Truppen, die diesen schützen könnten und etwas durchsetzen könnten.
Und die jetzigen Kräfte des Sicherheitsapparates werden bestimmt nicht einfach zuschauen wollen, wenn die verhaftet werden.
Damit die "verschwinden" wird man denen etwas bieten müssen, Immunität, freier Abzug und ein Exil. Die werden die Wahl haben, mit ihrem angehäuften Vermögen aus Drogen und sonstigen Geschäften einen Alterssitz zu finden oder sich gegen die USA zu stellen.


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