Venezuela
gestern um 06:23@Röhrich
Was das Völkerrecht betrifft, da hat Bernd Rheinberg (eigentlich ein Grüner; Lektor Boell Stiftung) einen ganz schönen Aufsatz geschrieben anlässlich des Themas ("Chimäre Völkerrecht").
Ach, und Merz macht das eigentlich ganz gut, meint er sogar :-)
Das Thema (Venezuela) ist mir gar nicht so wichtig, eher das Zusammendenken, und da - da hast du Recht - ist es nun mal so, und das ist, was gut ist, nämlich dass das Kidnapping für Russland keine gute Nachricht ist. Russland verliert mehr als (nur) Macht. Zu den Konsequenzen für Russlands Kriegs-Etat ganz gut Mathias Brüggmann in der taz.
Wenn es für Russland enger wird, dann - sollte man doch eigentlich meinen :ask: - sollten die Leut hier das nicht eigentlich positiv sehen?
Man kann sich beim Blick ins Forum hier manchmal nur noch wundern ...
Nehm mir wohl wieder ne Auszeit :-)
Denk auch dran, Auszeiten sind wichtig, nimm hier nicht alles so ernst und bleib locker, und lg :-)
Was das Völkerrecht betrifft, da hat Bernd Rheinberg (eigentlich ein Grüner; Lektor Boell Stiftung) einen ganz schönen Aufsatz geschrieben anlässlich des Themas ("Chimäre Völkerrecht").
Das Völkerrecht ist wieder da. Zumindest in Kommentaren und Kolumnen. Anlass ist das Husarenstück, dass der amerikanische Präsident mit der Entführung des venezolanischen Präsidenten aufgeführt hat. Nun sind alle besorgt um die UN-Charta. „Herr Bundeskanzler, gilt für Venezuela das Völkerrecht?“, fragt der SPIEGEL. Ich tue dem Kanzler und dem Magazin den Gefallen und antworte gleich hier: „Selbstverständlich! Wie bei allen Mitgliedstaaten der UNO. Aber was haben wir mit der Feststellung gewonnen?“Herrlich
Europa hat gar keine Mittel, so etwas wie dem Völkerrecht zur Durchsetzung zu verhelfen. Es geht schon an die Grenze des für sich selbst Zumutbaren, um die Staaten Osteuropas mit Truppen und die arme Ukraine mit zu wenig Waffen gegen die Herrschaftsansprüche Moskaus zu stärken.auch das hier:
Europa zeigt sich zudem resilienzschwach. Wir wollen jetzt langsam viele Milliarden in Rüstung stecken, aber mit Milliarden schafft man keine mentale Resilienz. Dafür haben wir zu lange aus Naivität, Sparsamkeit und politischer Tagträumerei unsere allgemeine Sicherheit und Wehrhaftigkeit vernachlässigt. Wenn wir etwas für die Wirkmächtigkeit des Völkerrechts tun wollten, dann müssten wir auch Truppen in die Ukraine schicken ...Quelle: https://www.salonkolumnisten.com/chimaere-voelkerrecht/
Ach, und Merz macht das eigentlich ganz gut, meint er sogar :-)
Aber wahrscheinlich liegt der Bundeskanzler im Fall Venezuela richtig: Schweigen ist da besser als Maulheldentum. Sonst wird er beim nächsten Mal von Trump, Xi oder Putin verhöhnt wie weiland der Papst von Stalin und gefragt: „Der Bundeskanzler? Wie viele Divisionen hat der denn?“Quelle: ebenda
Das Thema (Venezuela) ist mir gar nicht so wichtig, eher das Zusammendenken, und da - da hast du Recht - ist es nun mal so, und das ist, was gut ist, nämlich dass das Kidnapping für Russland keine gute Nachricht ist. Russland verliert mehr als (nur) Macht. Zu den Konsequenzen für Russlands Kriegs-Etat ganz gut Mathias Brüggmann in der taz.
Für den Kriegstreiber braut sich mächtig Ungemach zusammen: Russland, Venezuela und Iran würden gemeinsam über ein Drittel der weltweiten Ölreserven verfügen, hatte Igor Setschin vor einem halben Jahr noch auf dem St. Petersburger Wirtschaftsforum frohlockt. Der Chef des russischen Mineralölkonzerns Rosneft und Weggefährte von Kremlherr Wladimir Putin malte damals aus, wie Moskau trotz der westlichen Sanktionen die weltweiten Ölmärkte beeinflussen könne. Nun ist der venezolanische Russlandfreund Nicolás Maduro in US-Haft und in Iran fordern immer mehr Menschen auf Massendemonstrationen einen Sturz des Mullah-Regimes.Und
... Das ist eine große Gefahr für Russlands ohnehin wegen der gewaltigen Ausgaben für die Finanzierung des Überfalls auf die Ukraine stark strapazierten Staatshaushalt. Denn: Venezuela ist finanziell tief in Russlands Schuld. Der Kreml hat von 2006 bis 2017 Kredite in Höhe von 17 Milliarden US-Dollar an Venezuelas Regierung – meist für russische T-72-Panzer und S-300-Flugabwehrsysteme – und an PDVSA vergeben.Tja
2017 vereinbarten Putin und Maduro wegen der Zahlungsunfähigkeit des krisengeschüttelten Venezuelas, die Rückzahlungen auf 2024 bis 2027 zu verschieben. Teilweise bediente die Regierung Maduro russische Zinszahlungen mit Öl, das Rosneft auf dem Weltmarkt weiterverkaufte – und dadurch unter US-Sanktionen gestellt wurde.
Wirtschaftsmodell bedroht
Dass aus Venezuela jetzt noch Geld an den Kreml zurückfließt, bezweifeln Expert:innen in Moskau ...
Der ebenfalls unter westlichen Sanktionen stehende Vizepräsident des russischen Industriellenverbandes sieht dadurch das derzeitige Wirtschaftsmodell der Russischen Föderation gefährdet. „Für unseren heiligen Staatskapitalismus wird es eng“, so Deripaska.Quelle: https://taz.de/Russland-nach-Angriff-auf-Venezuela/!6143154/
Wenn es für Russland enger wird, dann - sollte man doch eigentlich meinen :ask: - sollten die Leut hier das nicht eigentlich positiv sehen?
Man kann sich beim Blick ins Forum hier manchmal nur noch wundern ...
Nehm mir wohl wieder ne Auszeit :-)
Denk auch dran, Auszeiten sind wichtig, nimm hier nicht alles so ernst und bleib locker, und lg :-)





