cejar schrieb:Es gibt doch seit den 50ern ein Grönland Abkommen mit den USA das diese dort Militärstützpunkte (plural) bauen dürfen mit weitreichenden Befugnissen. Dh sicherheitspolitisch sollte das Ganze doch gar kein Thema sein.
Die Grönländer könnten jederzeit für ihre Unabhängigkeit abstimmen, für Dänemark sind das sowieso Bürger 2. Klasse.
Die dänische Regierung konnte sich erst 2025 dazu durchringen um Entschuldigung für die Verbrechen an den Grönländern zu bitten.
Außer die USA hat sich in den letzten 80 Jahren keiner dafür verantwortlich gefühlt Grönland zu beschützen außer die USA.
Es gibt nur einen aktiven Militärstützpunkt, der ist von der US Arme, Dänemark hat dort ein paar "Parkranger" in Diensten der dänischen Armee.
cejar schrieb:Deine China-Paranoia ist ja fast pathologisch. Wenn man China tatsächlich als Feind wahrnimmt, sollte man China am Besten nicht als einen der wichtigsten Handelspartner der fast gesamten Welt nutzen.
Ist halt wie die pathologische Sorge gegenüber Russland, diese wurde nicht wenigen in den letzten 15 Jahren ja vorgeworfen.
Man kann diese Sorgen alle lächerlich machen, dann muss man halt mit sowas wie unserer Energiekrise, NS2 und dem Ukrainekrieg leben.
Und richtig, man sollte China nicht minder als Risikopartner sehen, die Abhängigkeit muss wieder verringert werden.
Wer macht das? Europa? Nein. Die USA? Ja.
Und zurück zu Grönland, warum ist es wichtig für die USA?
Den Globus hatte ich ja ab und an schon mal erwähnt, hier mal bildlich dargestellt, wie sich die Sachlage für die USA darstellt.
("Denmark" ist Grönland)

Quelle:
https://x.com/Object_Zero_/status/2008524560891588691Kann die USA es sich also erlauben, dass Grönland die Verträge mit der USA kündigt? Das Chinesen oder Russen auf Grönland schalten und walten?
Geplante US-Raketenabwehr
Trump treibt Pläne für "Golden Dome" voran
Quelle:
https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-trump-raketenabwehr-golden-dome-100.htmlWo wird der Abwehrschirm wohl stehen müssen?
Und in der EU haben wir allerlei unterschiedliche Interessen, UK ist ausgestiegen, Grönland ist vor über 40 Jahren aus der EWG ausgestiegen und wollte nie in die EU. Einzelne EU Länder hegen ein Interesse an enge russischer Partnerschaft (zB Ungarn)
Nichts ist in Stein gemeißelt, politische Lagen und Partnerschaften können sich immer ändern.
In Deutschland und Teilen der EU träumt man den Traum von etwas, was es offenbar nie gegeben hat und nicht geben wird.
Nach dem Fall der Mauer und UDSSR haben wir davon geträumt nie wieder kalten noch heißen Krieg hier zu haben, beides ist seit 2014 endgültig zurück.
Die klugen Köpfe, die davon sprachen einige hätten Russland Paranoia sind teilweise bis heute nicht in der Realität angekommen.
Trump verfolgt in seiner jetzigen Amtszeit das Ziel der Handelns und nicht mehr ewig Dinge zu Tode zu diskutieren.
Die USA verfolgen nun knallhart Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen für ihre Nation, wie sie es früher auch taten.
Wir können uns aufregen und noch weiter tausendmal jammern, es ginge nur ums Geld, es geht auch um langfristige Sicherheit.
Man kann beides teilweise gut unter einen Hut bringen.
Wir stehen in der Zuschauerkurve, empören uns, diskutieren über Völkerrecht und verklären die Vergangenheit, während dessen Russland und China auf der anderen Seite die USA arbeiten und handeln.