Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?
21.08.2013 um 11:24
[...]In den bisherigen geschichtlichen Forschungen wurde nachgewiesen, daß die meisten Roma (Sinti, Kale usw.) Indien in der Zeit der Eroberungszüge des Mahmud von Ghazni (Afghanistan) verließen. Er plünderte in 17 Kriegszügen (1000-1027 n. Chr.) Nordindien. Mahmud von Ghaznis war zu jener Zeit der größte Feldherr des Abbasidenreiches. Die muslimische Macht, die das Werk der Araber und Araber und Ghaznawiden zu Ende führte, war die Dynastie der Ghuriden, die ihr Zentrum in Ghur, nördlich von Kabul, besaßen (Ghazna, die Residenz des Geschlechtes der Ghaznawiden, 962-1186 n. Chr., lag rund 100 Kilometer südlich von Kabul). Unter ihrem Führer, den die indische Geschichte als Mahmud von Ghor erwähnt, schwangen sie sich zu Erben des Ghazni-Reiches in Afghanistan auf und richteten dann, wie ihre Vorgänger, ihr Interesse auf Indien. Sie besiegten 1186 n. Chr. Die muslimischen Herrscher in Sindh und Lahore und drangen gegen die indischen Königreiche im Raum von Delhi vor. Mahmud von Ghor schlug die Rajputen unter Prithiviraja 1192 n. Chr. in der Schlacht von Tarain. Seitdem geriet Nordindien langfristig unter muslimische Oberherrschaft. Von diesem Punkt an können wir auf verläßliche Dokumente zurückgreifen. In vielen Ländern und Regionen fanden Roma einen Platz innerhalb der bestehenden Wirtschaft. Der Prozeß der Suche und Niederlassung zog sich über eine Zeitspanne von vielen hundert Jahren hin und setzt sich bis in unsere Zeit fort. 1348 n. Chr. sind Roma und Sinti in Makedonien und Serbien bezeugt, 1361 in Dubrovnik, 1378 in Zagreb usw. Von 1417 an sind wir in der Lage, genügend Belege für den Zug bestimmter Gruppen durch Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien zu sammeln.[...]
[...]Als die Roma gezwungen waren, Indien zu verlassen, begannen ihre Glaubensvorstellungen abzubröckeln und machten Religionen der Völker Platz, denen sie für kürzere oder längere Zeit unterworfen waren. Häufig war die Frage des Religionswechsels für die Roma eine Überlebensfrage. Historisch und geographisch gesehen wurden sie zuerst von der zoroastrischen Lehre beeinflußt, die zur herrschenden Religion des Iran wurde. Die nächste Religion, durch die Glaubensvorstellungen der Roma beeinflußt wurden, war das Christentum, danach der Islam. So existieren heute regional gebunden sowohl muslimische wie christliche Roma. Indessen finden sich bei den Roma ebenfalls Spuren und Elemente aus verschiedenen Perioden des indischen religiösen Lebens. So bedeutet Devel in der Sprache der Roma Gott. Im Gebet nennen sie Gott Baro Devel, Großer Gott, und Samnalo Devel, Heller Gott (Die altindischen Literaturquellen bezeugen, daß suvarna eine Bezeichnung für Gansharva war, ein Gott, der am Himmelsgewölbe stand und die kostbare Soma (den Fruchtbarkeitstrank) hütete. Mit diesem Namen wurde auch Indra angesprochen). Shiva, der oberste Gott des Hinduismus, und die Bezeichnung seiner Waffe, trusul, Dreizack, ist bei den Roma ebenfalls bewahrt (Trusul bekam jedoch eine neue Bedeutung - Kreuz). Bei einigen Romastämmen ist auch der Glaube an den Kult von Druga oder Kali, Shivas Frau, erhalten geblieben. Beng ist in der Romasprache der Name des Teufels (etymologisch leitet sich dieser Name von vyanga ab, was im Sanskrit schmutzig, häßlich, Kröte bedeutet). Ein anderes Gebiet des Glaubens sind heilige Wesen, heilige Stätten und heilige Gegenstände, die von den Roma verehrt und wie Gottheiten angebetet werden. Ein besonderes Gebiet des Glaubens sind schließlich die Geister der Verstorbenen, die cohane.[...]
Quelle: http://www.mariellamehr.com/geschichte_der_roma.htm
Many centuries in the past, the Roma were some of the last Goddess-worshipers in Europe. Their Goddess, Kali, was viewed as a trinity. Her symbol was a triangle. A male Horned God also played a prominent role. The similarities between ancient Roma belief and that of Wicca are obvious. These beliefs have long been abandoned by the Roma.
There is today no single Roma culture. Nor is there general agreement on who should qualify to be called a Roma. Romani groups around the world hold different traditions, customs and beliefs. Groups that have settled in one location generally adsorb some of the gajikané (non-Roma) local culture. Most Roma have converted the religions of their host countries, typically Christianity (Roman Catholicism, Eastern Orthodoxy, Protestantism), and Islam.
Quelle: http://www.religioustolerance.org/roma2.htm