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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

521 Beiträge, Schlüsselwörter: Bank, Banken, Kartell, Steuerzahler
Obrien
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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

02.08.2013 um 17:53
@def

Es wird auch nicht bezweifelt, das die Vorgänge legal sind, es wird auch nicht ein ganzer Berufszweig dämonisiert, in diesem Punkt wird auf die Marktmacht der "Big four" hingewiesen. Vielmehr wird scharf kristisiert, das Firmengeflechte von Großkonzernen gezielt so konstruiert werden um in einem gigantischen ausmaß, Steuern zu vermeiden. Das geht über die Absetzmöglichkeiten von kleinen und mittleren Unternehmen und einfache Steuerberatung weit hinaus.

oder Wirtschaftsprüfer beknieen die Politik um Erleichterung und Gestaltungsmöglichkeiten.

Das ist so nicht ganz richtig, siehe folgenden Artikel;

http://www.heise.de/tp/artikel/39/39210/1.html


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Turboboost
ehemaliges Mitglied

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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

02.08.2013 um 18:09
@Obrien
Obrien schrieb:Es wird auch nicht bezweifelt, das die Vorgänge legal sind, es wird auch nicht ein ganzer Berufszweig dämonisiert, in diesem Punkt wird auf die Marktmacht der "Big four" hingewiesen. Vielmehr wird scharf kristisiert, das Firmengeflechte von Großkonzernen gezielt so konstruiert werden um in einem gigantischen ausmaß, Steuern zu vermeiden. Das geht über die Absetzmöglichkeiten von kleinen und mittleren Unternehmen und einfache Steuerberatung weit hinaus.
Da muss ich Ihnen in der tat zustimmen, und nicht umsonst viele Vorstandsposten in Konzernen mit Juristen durchsetzt und nicht mit wirtschaftlichen Fachleuten.

Zu Konzernen gibt es eine durchaus sehr lohnenswerte Analyse in Form einer Doku



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Obrien
ehemaliges Mitglied

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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

02.08.2013 um 18:51
@Turboboost

Dafür brauchen die auch keine eigenen Leute mehr, wie gesagt, ist gibt 4 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die nahezu sämtliche Großkonzerne in dieser Hinsicht beraten, bzw. denen schlicht Steuerschlupflöcher verkaufen: PWC, Ernst&Young, KPMG und DeLoitte. Die stehen auch hinter bestimmten Interessengruppen, die einen Einfluss auf die Steuergesetzgebungen und Bilanzierungsrichtilinien von Staaten ausüben.


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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

02.08.2013 um 19:03
@def
Was in den letzten Beiträgen gepostet wurde, findet meine Zustimmung.
Eine Dämonisierung erkenne ich keinesfalls !

Bekannt ist auch, dass Steuerprüfer des Finanzamtes "die zu eifrig waren= ihren Dienst taten"
von ebenddiesem suspendiert wurden und jahrelang um ihre Rehabilittion kämpfen mussten.


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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

10.11.2013 um 14:05
Die deutsche Bundesregierung ist wieder einmal umgefallen!

http://www.wdr.de/tv/monitor/presse/2013/pressemeldung_131107.php5
Kehrtwende bei Bankenrettung - Steuerzahler sollen auch künftig für marode Banken einspringen

Die EU-Finanzminister rücken von dem Grundsatz ab, dass zunächst die Gläubiger für insolvente Banken haften müssten und wollen Steuerzahler auch bei künftigen Bankenrettungen in die Pflicht nehmen. Darüber berichtet das ARD-Magazin MONITOR ... Das Vorhaben wird von der Bundesregierung unterstützt, obwohl sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble noch vor kurzem dafür ausgesprochen hat, Steuerzahler bei der Rettung von Banken künftig zu schonen.

MONITOR bezieht sich dabei auf den Kompromissvorschlag des EU-Finanzministerrats zur sogenannten Bankenabwicklungsrichtlinie, in dem das Prinzip der vorrangigen Gläubigerhaftung ausgehebelt wird. Laut Artikel 27 des Entwurfs dürfen staatliche Finanzhilfen unter anderem dann gewährt werden, wenn sichergestellt ist, dass die finanziellen Hilfen "keine Bevorteilung des Finanzinstituts darstellen“. Weitere Voraussetzung für künftige Kapitalspritzen oder Bürgschaften an notleidende Banken ist, dass die betroffene Bank formal noch nicht für insolvent erklärt wurde.

„Bundesfinanzminister Schäuble täuscht die Öffentlichkeit“, kritisiert der grüne EU-Abgeordnete Sven Giegold gegenüber MONITOR. „Die Mitgliedsländer wollen auch ohne Gläubigerbeteiligung Bankenrettungen mit Steuergeld erlauben. Im Kleingedruckten einer komplizierten EU-Richtlinie haben sie ein Scheunentor für Ausnahmen versteckt“, so Giegold weiter. Kritik kommt auch aus den Reihen der Union: „In den Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament, Mitgliedstaaten und Kommission ist diese Haftungsreihenfolge leider aufgeweicht worden und der Steuerzahler soll womöglich in bestimmten Fällen früher herangezogen werden“, so der CSU-Europaabgeordnete Michael Ferber gegenüber MONITOR. Der Direktor des Max-Planck–Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Martin Hellwig, sprach gegenüber MONITOR von einem „Blanko-Scheck“ für die einzelnen Regierungen, den Banken Finanzhilfen zu gewähren, ohne die Gläubiger zur Rettung heranzuziehen. „Das wird für den Steuerzahler sehr teuer werden“, so Hellwig.
Erstaunlich warum die Springer-Presse auf einmal so schweigt wie ein Grab, und nichts darüber berichtet
Ich glaube es ist an der Zeit unseren Herrn Schäuble unverzüglich in einen Altersheim einzuweisen.


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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 10:58
Obrien schrieb:Dafür brauchen die auch keine eigenen Leute mehr, wie gesagt, ist gibt 4 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die nahezu sämtliche Großkonzerne in dieser Hinsicht beraten, bzw. denen schlicht Steuerschlupflöcher verkaufen: PWC, Ernst&Young, KPMG und DeLoitte. Die stehen auch hinter bestimmten Interessengruppen, die einen Einfluss auf die Steuergesetzgebungen und Bilanzierungsrichtilinien von Staaten ausüben.
Und wieder diese typisch polemische Art ohne Angaben von Fakten
Für die Steuerschlupflöcher die durch die schwammigen Bilanzierungsstandrads zustandekommen sind nicht die Wirtschjaftsprüfungsgesellschaften verantwortlich zu machen, bedanken Sie sich bei unserer Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) mit Hauptsitz in London , welche die europäische Bilanzierungsrichtlinien und Bilanzierungsstandrds (IFRS) festlegen und somit Schlupflöcher schaffen.
Die Bilanzierungsstandards nennt man auch IFRS (International Financial Reporting Standards) und unterschieden sich gravierend von den US Bilanzierungsstandards genannt GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles)!

http://www.wiwo.de/finanzen/fair-value-bilanzierung-bilanzen-und-bilanzregeln-vertrauen-verspielt/5527866.html

" Rund zwei Drittel aller Bilanzpositionen insgesamt werden fiktiv ermittelt – je nach Unternehmen wird mal mehr, mal weniger angesetzt. Insbesondere gilt das für Geldhäuser. Bei der Deutschen Bank mit ihren 2200 Milliarden Euro Bilanzsumme basieren demnach leicht 1000 Milliarden an bilanziertem Vermögen (und Schulden) auf Annahmen, deren Wahrhaftigkeit sich erst über die Jahre erweisen muss.....Wobei sich bei der Deutschen Bank Investoren aussuchen können, wie hoch denn das Risiko ist: 2200 Milliarden Euro ist die Bilanz nach den in Europa gültigen Regeln IFRS (International Financial Reporting Standards) schwer, nach dem amerikanischen Standard GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) dagegen schrumpft das Vermögen der Deutschen Bank gleich um mehr als die Hälfte. Das liegt in erster Linie an der unterschiedlichen Bilanzierung für derivative Wertpapiere. " (Artikel 2009)

Mit anderen Worten die schwammigen europäischen Bilalnzierungsregeln und Bilanzierungsstandrads sind für die Finanzkrise mitverantwortlich
Bedankt euch bei unseren Bürokraten des EBA ( European Banking Authority) mit Sitz in London.
So können sich unsere Geldinstitute dank IFRS ihr Vermögen nach eigenem Ermessen (evtl. mithilfe der Wirtshcfatsprüfungsgesellschaften) höher in der Bilanz ansetzen und berechnen und somit Aktiekurse manipulieren u.a. Die EU-Kommission muss dieses Problem beheben, auf die Ratschläge der IWF Finanzplutokraten kann man getrost verzichten, die haben schon genug Unheil auf der Welt angerichtet!


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waage
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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 11:18
@Anti-Imperium

bin da wahrlich nicht der experte, aber bilanziert nicht u.a. die deutsche bank nach us-gaap, da sie an der nyse notiert sind?!


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def
ehemaliges Mitglied

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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 11:37
Anti-Imperium schrieb:So können sich unsere Geldinstitute dank IFRS ihr Vermögen nach eigenem Ermessen
Nach eigenem Ermessen? Sicher nicht...

Mal für Deutschland:
Nach dt. Recht existieren 2 Bilanzierungsvorschriften. Einmal das Steuerrecht und einmal das Handelsrecht.

Positionen werden durch diese Rechtsprechung in unterschiedlichen Höhen angesetzt, aber mitnichten "nach eigenem Ermessen".

Grundsätzlich existieren allerdings geringe Spielräume bei Positionen wie Drohverlustrückstellungen oder bei der Pauschalwertabschreibung bei Forderungen beispielsweise. Es ist aber nicht so, dass da gewürfelt wird oder wild Zahlen zusammengebastelt werden. Da gibt es klare Richtlinien nach Handelsrecht, nach Steuerrecht oder eben nach IFRS oder US-Gaap.

Je nachdem, auf welchem Markt man mitspielen möchte, muss man nach deren regeln Bilanzieren.

Firmen die im Handelsregister in Deutschland eingetragen sind (Kaufmänner) müssen(!) ausnahmslos(!) für selbiges eine Bilanz und Gewinnermittlung nach deutschem Handelsrecht aufstellen.
Firmen die in deutschland steuerpflichtig sind müssen die Gewinnermittlung und Bilanz nach deutschem Steuerrecht aufstellen.

Von freier Gestaltung kann man da nicht reden.


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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 11:45
waage schrieb:bin da wahrlich nicht der experte, aber bilanziert nicht u.a. die deutsche bank nach us-gaap, da sie an der nyse notiert sind?!
Ich würde vermuten, es geht nach dem Firmensitz.

Gehandelt wird die Deutsche Bank ja auch bei XETRA und anderen deutschen Börsen, wenn es danach geht, müßte sie also wieder nach deutschem/europäischem Recht bilanzieren...

Zäld


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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 12:12
def schrieb:Nach eigenem Ermessen? Sicher nicht...
Die Bank hatte schon immer wenig Einfluss und ihre Methoden sind lupenrein. Sie handelt ausschliesslich zum Wohle der Allgemeinheit. Das Kapitalpolster der Banken ist für die Summen mit der sie jongliert, bestens angepasst. Die Eurokrise ist auf die Faulheit der Bevölkerung zurückzuführen und sie sollte auch dafür gerade stehen.


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def
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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 12:36
@abschied

Lass dir was neues einfallen als zynisch Phrasen zu dreschen... das langweilt. *gähn*

Versuche doch mal auf irgendwas gepostetes einzugehen! Oh wait, ist einfach nicht deine Art...


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def
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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 12:43
@zaeld

Die Bilanzierung erfolgt immer für den jeweiligen Zweck.

Ein deutscher Konzern braucht 1 Handelsbilanz, 1 Steuerbilanz, + ggf. Bilanz nach IFRS und nach US-Gaap...

Unter Umständen also 4+ Bilanzen mit verschiedenen Ansätzen und Berechnungen der einzelnen Posten.


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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 12:49
@def
def schrieb:Versuche doch mal auf irgendwas gepostetes einzugehen!
Nein sorry, das ist nicht meine Art.


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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 15:25
def schrieb:Nach eigenem Ermessen? Sicher nicht...
Lesen Sie sich den Artikel von Wirtschaftswoche noch einmal sorfältig durch.
WIwo thematisiert insbesondere die skandalösen Bilanzregelung IFRS für Geldhäuser . Wer auch immer diese Bilanzstandrads IFRS von der EBA erstellt hat, ist hochkriminell und gehört hinter Gitter.
Es wird einfach zu viel mit fiktiven Werten und Schätzungen gearbeitet die anschließend in der Bilanz als Vermögen angesetzt werden, solche Regelungen sind nicht einmal in den Bilalnzen nach deutschem handelsrecht bei Unternehmen vorzufinden.

Mein Tipp lesen Sie sich den Artikel sorgfältig durch. Denn auch die Wiwo geht kritisch ins Gericht mit diesen Bilanzstandards IFRS
Stellen Sie sich vor dass bei jeder Bilanzerstellung eines Unternehmens das Eigenkapital so dermaßen extrem schwanken würde weil eine gewisse Bilanzregelung es so zulassen würde z.B IFRS, die Investoren und Kreditgeber/Gläubiger hätten überhaupt gar kein Vertrauen in so ein Unternnehmen...

Wenn die Basel III Regelungen diese ungeheurliche Schweinerei nicht beseitigt haben, dann steht eines fest: Die Bankster haben alle Finanzaufsichtsbehörden auf diesem Planeten unter ihrer Kontrolle gebracht!


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def
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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 15:43
@Anti-Imperium

Ich maße mir an zu behaupten, als einer der wenigen hier, Bilanzierungsvorschriften regelmäßig in der Praxis anzuwenden also bin ich durchaus relativ im Bilde über selbige.

Für die deutsche Finanzverwaltung ist die Steuerbilanz nach Steuergesetzen maßgebend.

Für das Handelsregister die Handelsbilanz nach HGB.

IFRS soll den internationalen Vergleich ermöglichen zwischen Bilanzen ermöglichen und ist völlig irrelevant für die Deutsche Finanzverwaltung.

Das der IFRS Verzerrungen hervorruft hat niemand bestritten. Auch unterstütze ich die Forderung nach einheitlichen Standards aber dies ist auch immer nur bedingt möglich. Der IFRS versucht den Brückenschlag von Europa in die USA. Das dies nicht immer gelingt und die Bankenlobby schwer wiegt streitet doch auch niemand ab.

Allerdings ist
Anti-Imperium schrieb:So können sich unsere Geldinstitute dank IFRS ihr Vermögen nach eigenem Ermessen
eine nur bedingt zutreffende Äußerung. Dem deutschen Fiskus ist der IFRS völlig Ritze und dem Handelsregister auch... da gelten andere Bilanzierungsvorschriften.


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def
ehemaliges Mitglied

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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 15:47
Anti-Imperium schrieb:Stellen Sie sich vor dass bei jeder Bilanzerstellung eines Unternehmens das Eigenkapital so dermaßen extrem schwanken würde weil eine gewisse Bilanzregelung es so zulassen
Im Gegensatz zur Mehrheit hier, kann ich mir dies Vorstellen...

Dem Großteil fehlt allerdings grundlegendes. Eine Bilanz richtig zu lesen traue ich hier fast keinem zu... BWLer oder VWLer die in Finanzbuchführung aufgepasst haben können dies sicher aber der Rest... unwahrscheinlich.

Edit:

Das soll kein Vorwurf sein, aber wenn ich bspw. mit anderen wie StuffZ oder Fedaykin über Waffensysteme debatiere ist auch klar, dass ich da den wenigsten schimmer von habe... ;)


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Obrien
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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 19:00
@Anti-Imperium

Die Bilanzierungsregeln werden unter anderem von eben diesen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften maßgeblich mitgestaltet.

http://www.heise.de/tp/artikel/39/39210/1.html

http://www.heise.de/tp/artikel/39/39206/1.html

Welche Fakten die ich genannt habe, stimmen also nicht?


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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

15.11.2013 um 19:41
def schrieb:Unter Umständen also 4+ Bilanzen mit verschiedenen Ansätzen und Berechnungen der einzelnen Posten.
Und das funktioniert? Ich könnte mir vorstellen, daß die sich vielleicht im Laufe der Zeit auseinander entwickeln. Wie will man dann ein Unternehmen wirklich bewerten?

Naja, scheint ja irgendwie zu gehen...

Zäld


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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

16.11.2013 um 15:07
def schrieb:Im Gegensatz zur Mehrheit hier, kann ich mir dies Vorstellen...

Dem Großteil fehlt allerdings grundlegendes. Eine Bilanz richtig zu lesen traue ich hier fast keinem zu... BWLer oder VWLer die in Finanzbuchführung aufgepasst haben können dies sicher aber der Rest... unwahrscheinlich.
@def

Na dann wissen Sie ja viel mehr als z.b bekannte Persönlichkeiten wie beispielweise Ökonomieprofessor Simon Johnson!

http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/33066/

Interview mit Simon Johnson ehemaliger Chefökonom vom IWF:
Nein, das Finanzsystem sei nicht sicherer, sagte Johnson. «Die Anreizsysteme innerhalb der Banken haben sich nicht verändert, und in der Regulierung hat sich zu wenig getan», sagte er. Wenig beruhigende Worte hatte er für die Schweiz übrig: «Als Schweizer Steuerzahler würde ich darauf pochen, dass UBS und CS viel höhere Eigenkapitalquoten haben müssen», sagte er...
Ein Problem ist gemäss Johnson nach wie vor, dass die grossen Banken viel zu wenig Eigenkapital in ihrer Bilanz halten. Zudem ist es ihnen in der Berechnung der Eigenkapitalquote erlaubt, die Anlagen in ihrer Bilanz nach Risiken zu gewichten. So kommt es beispielsweise, dass UBS oder CS nach der risikogewichteten Methode berechnet eine Eigenkapitalquote von deutlich über 10 Prozent aufweisen. Betrachtet man jedoch die gesamte Bilanz, ohne Risikogewichtung, ergibt sich eine Eigenkapitalquote von weniger als 3 Prozent."
Das heißt Basel III hat das Problem der Eigenkapitalquote überhuapt nicht behoben, dank der Eurokraten! Auf zur nächsten Krise, der Steuerzahler wird euch schon retten, wir haben ja noch die EZB ESM notfalls richten wir noch ein paar neue Rekapitalisierungs-Mechanismen oder sogar eine Sonderabgabe zur Bankenrettung...

Der obige Wiwo (mein zweiter Beitrag seite 25) Artikel thematisiert ähnliches Problem, dass die BankBilanzen kaum noch Aussagewert haben aufgrund von vielen uneinheitlichen Bilanzierungsregeln!

Und hier noch ein interessanter Artikel zu diesem Thema!

Wir werden einfach für dumm verkauft! Den Lobbyisten mit ihrer Voodoo Ökonomie sei dank


Zitat aus der Doku:
" Die Banken rechnen sich schön, die Banken frisieren ihre Bilanzen nach Belieben! "
" Banken machen zu viel Bilanzpolitik "
Und warum wird geschönt und frisiert, weil die Bilanzierungsstandards für Geldhäuser von Lobbyisten genau zu diesem Zweck festgelegt und entwickelt wurden!
Danke an das Ratgebergremium vom EBA!

Und hier noch ein Artikel zum Thema Bilanz-Bluffs und Falsifizierung!
http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/aktien-der-grosse-bilanz-bluff-seite-8/5225762-8.html


Def Ich stelle einfach die Behauptung auf, Sie haben sich mit der Finanzkrise 2008/2009 nicht mal ansatzweise beschäftigt!


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Bankenkartell saugt Steuerzahler aus

16.11.2013 um 16:01
def schrieb:eine nur bedingt zutreffende Äußerung. Dem deutschen Fiskus ist der IFRS völlig Ritze und dem Handelsregister auch... da gelten andere Bilanzierungsvorschriften.
Selten so einen Unsinn gelesen! Na dann fragen Sie mal die ehemaligen verantwortlichen Politiker von den Landesregierungen ob diese genauso über die Probleme von West-LB Bayern LB oder auch Sachsen LB immer denken wie Sie, ob das alles dem Fiskus egal war/ist.

Es gibt übrigens einen sehr großen Unterschied zwischen den Bilanzierungsstandards für Banken und den Bilanzierungsstandards für Unternehemen, auch im Versicherungswesen gibt es ganz andere Vorschriften
Das große Problem aber sind die Bilanzierungsstandards für die Banken. Das wird in der Doku sogar verdeutlicht!

Hier ein kleines Interview mit zwei Finanzprofessoren
Die wichtigen und problematischen Passagen sind markiert extra für Sie, falls Sie immer noch nichts verstanden haben, was für ein Riesenbetrug während der Finanzkrise begangen wurde.

http://www.fuw.ch/article/die-nachste-finanzkrise-kommt-bestimmt/
Und wie wirkt sich diese Sonderstellung auf das operative Geschäft aus?
Hellwig: Banken unterscheiden sich von anderen Unternehmen insofern, als ein Teil ihres Kerngeschäfts aus der Kredit­aufnahme besteht. Das ist aber kein Grund, immer mehr Fremdmittel aufzunehmen und sich dermassen hoch zu ­verschulden. Ein Blick in die Bilanzen von Branchenschwergewichten wie UBS , Deutsche Bank oder J. P. Morgan Chase zeigt, dass ihre Aktivitäten nur teilweise noch auf dem klassischen Bankgeschäft beruhen. Manche sind kaum mehr als riesige Hedge Funds, die grosse Risiken eingehen und dabei noch viel stärker verschuldet sind als normale Hedge Funds.

Auch in anderen Wirtschaftsbereichen wird aber viel mit Fremdmitteln gearbeitet. Das zeigen etwa die Privatisierungspläne für den Computerhersteller Dell.
Admati: Keine andere Branche ist auch nur im Entferntesten so schwer von Fremdmitteln abhängig wie die Banken. Ihre Eigenkapitalquote bewegt sich meist lediglich im einstelligen Prozentbereich, was die Märkte in anderen Wirtschafts­sektoren gar nie zulassen würden. Zum Vergleich: In den USA werden die meisten Unternehmen zu mehr als 50% mit Eigenkapital finanziert. Wenn sie Investitionen finanzieren müssen, behalten sie zudem als Erstes Gewinne zurück, bevor sie Fremdmittel aufnehmen. Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway etwa zahlt keinen Cent vom Gewinn aus.

Weshalb können sich die Banken denn so stark verschulden?
Admati: Weil die Angst derart gross ist, dass eine Grossbank kollabieren könnte, schützt der Staat sie de facto mit einem Sicherheitsnetz. Diese Aussicht auf eine Rettung durch die Steuerzahler schlägt sich an den Märkten in einem höheren Kreditrating nieder, womit die Banken paradoxerweise dazu ermuntert werden, noch grössere Risiken in Kauf zu nehmen. Sie können sich immer weiter zu günstigen Konditionen verschulden, ohne dass ihre Gläubiger nennenswerten Druck ausüben. Banken profitieren damit von einer Art staatlichen Subvention und haben einen starken Anreiz, mit möglichst wenig Eigenmitteln zu arbeiten.

Gibt es überhaupt einen Ausweg aus ­diesem Teufelskreis?
Admati: Die gute Nachricht ist: Das Finanzsystem muss nicht so verletzlich sein, wie es heute ist. Wir wissen genau, was zu tun ist: Die Banken brauchen mehr Eigenkapital – auch wenn ihnen das gar nicht gefällt. Reines Eigenkapital ist der Goldstandard für die Stabilität des Finanzsystems. Alles andere hat mit Schulden zu tun und lässt sich manipulieren. Das Problem ist aber, dass die Banken für viel Konfusion sorgen und sich kaum etwas bewegt. Unser Buch soll deshalb dazu beitragen, dass sich eine fundierte Diskussion in der Öffentlichkeit entwickeln kann.

Warum genau ist reines Eigenkapital der beste Sicherungsmechanismus?
Hellwig: Die gegenwärtig angewandten Methoden der Risikogewichtung der Aktiva einer Bank lehnen wir ab. Sie haben mehr mit Tradition und mit Politik als mit Wissenschaft zu tun. Wesentliche Risiken werden gar nicht erfasst. Die Banken nutzen die Risikogewichtung, um ihre Geschäfte teilweise bis auf das Hundertfache des Eigenkapitals auszuweiten. So weist Deutsche Bank Ende 2012 eine harte Kernkapitalquote von 14% aus. Gemessen an der gesamten Bilanzsumme sind es aber nur 2%. Zur Erinnerung: Lehman Brothers hatte eine ungewichtete Eigenkapitalquote von 3%.
DIe Banken frisieren ihre Bilanzen wo es nur geht!
Die Bilanzierungsstandards für das Bankenwesen sind sehr wohl das Hauptproblem, welches immer noch nicht behoben wurde bzw. die Lobbyisten von der EBA und der EU-Kommission haben anscheinend kein Interesse daran hier irgendetwas zu verändern!


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