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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

9.956 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Gesellschaft, Natur ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

17.12.2025 um 12:22
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Aber langsamer als z.b. noch vor 10-15 Jahren.
Ich sehe das in dem Diagramm rgendwie nicht, eher ab 2023 eine Zunahme, was wohl in die "Erholung" nach Corona geschuldet ist.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

17.12.2025 um 12:46
Zitat von hiddenhidden schrieb:Ich sehe das in dem Diagramm rgendwie nicht, eher ab 2023 eine Zunahme, was wohl in die "Erholung" nach Corona geschuldet ist.
Wenn du damit mein Diagram meinst, dann zeigt das die vermiedenen Co2 Emissionen durch erneuerbare Energien. Wenn du das Diagram von @Neustarter meinst, dann zeigt das die Stromerzeugung weltweit. Da sieht man die Abflachung auch, wird aber gut durch PV und Windenergie kaschiert. Besser sieht man das, wenn man sich den CO2 Ausstoß direkt ansieht, als den Umweg über die Stromerzeugung zu nehmen.

z.b. hier: https://www.volker-quaschning.de/datserv/CO2/index.php#AbbildungLaender

ist leider n svg, deswegen kann ich das Bild hier nicht direkt reinziehen und ich bin zu faul nen Screenshot zu machen.

wenn man das mit den vermiedenen Emissionen zusammen wirft, dann wäre der CO2 Ausstoß noch mal 25% höher ohne erneuerbare.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

17.12.2025 um 12:52
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:ich glaube nicht mehr, dass wir so viele fossile Kraftwerke im Aufbau haben.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/china-kohlekraftwerke-erneuerbare-energien-energiewende-100.html

Momentan werden immer noch große Kohlekraftwerke gebaut, so dass eine Trendwende beim CO2-Ausstoß erst mal nicht zu erwarten ist. Es wird zwar mehr Strom durch Erneuerbare produziert, aber dies ist der Stromproduktion durch fossile Energieträger nur aufgesetzt. Der Sockel insgesamt ist zu hoch, um von einer Entspannung der Situation bei der Emission von Treibhausgasen in die Atmosphäre zu sprechen. Im Gegenteil: Die Keeling-Kurve belegt einen nach wie vor kontinuierlichen Anstieg auf jährlich neue Rekordwerte.


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17.12.2025 um 12:57
Zitat von alhambraalhambra schrieb:wenn man das mit den vermiedenen Emissionen zusammen wirft, dann wäre der CO2 Ausstoß noch mal 25% höher ohne erneuerbare.
Na ja, der erhöhte Strombedarf muss ja irgendwo herkommen. Ich verweise mal auf Ladesäulen für E-Mobilität und KI-Speicherkapazitäten. Das was man auf der einen Seite an fossilen Brennstoffen einsparen möchte, bekommt man auf der anderen Seite wieder herein. Hinzu kommen dann noch diverse ökologische Schäden im Kontext mit Rohstoffgewinnung, Veredelung und Entsorgung der für die Nutzung von Erneuerbaren nötigen Anlagen. Da schließt sich ein Teufelskreis ...


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

17.12.2025 um 13:02
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Na ja, der erhöhte Strombedarf muss ja irgendwo herkommen. Ich verweise mal auf Ladesäulen für E-Mobilität und KI-Speicherkapazitäten.
Na klar, wir werden die nächsten Jahrzehnte wachsenden Strombedarf sehen. keine Frage.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Momentan werden immer noch große Kohlekraftwerke gebaut, so dass eine Trendwende beim CO2-Ausstoß erst mal nicht zu erwarten ist. Es wird zwar mehr Strom durch Erneuerbare produziert, aber dies ist der Stromproduktion durch fossile Energieträger nur aufgesetzt.
Zur Zeit sind weltweit 90%, ich glaube mittlerweile sogar 95%, des Zubaus an Stromerzeugungskapazitäten erneuerbar. Bedeutet im Umkehrschluss aber auch: 5-10% sind eben nicht erneuerbar. Und dadurch steigen die Emissionen. Wir bräuchten dauerhaft einen Zubau >100% um den wachsenden Strombedarf zu decken und gleichzeitig fossile Energien rauszudrängen.

Davon sind wir noch ein Stückchen weg, aber so weit ist der Weg dann auch nicht mehr. Ich denke wir werden den Punkt vor Ende des Jahrzehnts erleben.


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17.12.2025 um 15:06
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Na klar, wir werden die nächsten Jahrzehnte wachsenden Strombedarf sehen. keine Frage.
Genau das macht mir Sorge für die künftige Entwicklung des Temperaturverlaufs auch über das Jahr 2100 hinaus, denn es wird ja bei 3 bis 4 Kelvin Anstieg nicht bleiben, wenn sich Jahr für Jahr noch über Jahrzehnte hinweg weitere Rekordmengen an CO2 in der Atmosphäre akkumulieren zusätzlich zu dem, was sich bis jetzt bereits akkumuliert hat. Bei einer Verweildauer von ca. 80 Jahren kann man sich ausrechnen, was da an Treibhauswirkung noch geschehen wird.

Strategisch müsste eine wirksame Klimapolitik auf eine Reduzierung des Energiebedarfs ausgerichtet sein, statt auf eine Erhöhung, die dann den erwähnten Sockeleffekt nach sich zieht. Die ökologisch nachteiligen Begleiterscheinungen im Zusammenhang mit der modernen Technologie sind hier gar nicht mit eingepreist. Diese erhöhen aber zusätzlich den Druck auf die Biosphäre, der sich ohnehin über die Temperaturerhöhung und die Verschiebung der Klimazonen ergibt.

Nach meiner Einschätzung läuft gerade vieles durch Synergieeffekte grundsätzlich aus dem Ruder und verschärft die Krise, statt sie wie beabsichtigt zu entspannen. Ich kann da momentan keinen positiven Trend ausmachen, der den negativen Trends zuwiderliefe. Das Problem ist grundsätzlicher, weil systemischer Natur. Das Regulieren an bestimmten Stellschrauben bewirkt nachteilige gegenläufige Effekte, so dass in der Summe eine Verschlimmerung herauskommt, statt eine Verbesserung. Das ist das, was man derzeit beobachten kann.


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17.12.2025 um 15:47
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Genau das macht mir Sorge für die künftige Entwicklung des Temperaturverlaufs auch über das Jahr 2100 hinaus, denn es wird ja bei 3 bis 4 Kelvin Anstieg nicht bleiben, wenn sich Jahr für Jahr noch über Jahrzehnte hinweg weitere Rekordmengen an CO2 in der Atmosphäre akkumulieren zusätzlich zu dem,
Es ist nur ne Frage der Zeit, bis der Ausbau der erneuerbaren so schnell voran geht, dass a) keine fossilen mehr zugebaut werden und b) sogar aus dem Markt gedrängt werden.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Reduzierung des Energiebedarfs ausgerichtet sein, statt auf eine Erhöhung
Stop. Du setzt jetzt Stromerzeugung gleich mit Energiebedarf. Das ist aber nicht das gleiche. Wir werden steigenden Strombedarf haben, weil natürlich dank Elektroautos, grünem Wasserstoff und Wärmepumpen von fossilen Energien hin zu Strom verschoben wird. Wenn wir uns aber den Primärenergiebedarf ansehen, also die Summe aller eingesetzten Energien, dann werden wir zumindest in den Industriestaaten steigenden Strombedarf bei gleichzeitig sinkenden Primärenergiebedarf sehen.

Der Grund ist einfach: Verbrennungsprozesse sind prinzipiell ineffizient. Ein PKW mit Verbrenner hat an die 25-30% Wirkungsgrad. Ein Elektroauto aber 80-85%. Eine Gastherme knapp an die 100% Wirkungsgrad, eine Wärmepumpe aber (bezogen auf den eingesetzten Strom) einen Wirkungsgrad von 300-500%.

Ob wir weltweit einen sinkenden Primärenergiebedarf sehen werden, weiß ich nicht. In vielen Ländern gibt es soviel Nachholbedarf, dass dies die Effizienzgewinne auffressen könnte.

Aber du siehst: Nur weil der Strombedarf steigt, bedeutet das nicht automatisch das wir deswegen mehr Energie benötigen.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Die ökologisch nachteiligen Begleiterscheinungen im Zusammenhang mit der modernen Technologie sind hier gar nicht mit eingepreist.
Die wären?
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Nach meiner Einschätzung läuft gerade vieles durch Synergieeffekte grundsätzlich aus dem Ruder und verschärft die Krise, statt sie wie beabsichtigt zu entspannen.
Nein, wie oben gezeigt: hätten wir die erneuerbaren nicht, wäre der Co2 Ausstoß 25% höher.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Das Regulieren an bestimmten Stellschrauben bewirkt nachteilige gegenläufige Effekte, so dass in der Summe eine Verschlimmerung herauskommt, statt eine Verbesserung. Das ist das, was man derzeit beobachten kann.
Das müsstest du mit mal aufzeigen.

Grundsätzlich ist eine 100% erneuerbare Energieversorgung möglich. Wenn wir den Punkt erreichen ist es zumindest für das Klima egal wieviel Energie wir verbrauchen. (Energiesparen ist dennoch immer eine gute Idee). Das aktuelle Kernproblem ist, dass Entwicklungsländer und Schwellenländer zu den Industriestaaten aufschliessen. Das führt in diesen Ländern zu einem schnell steigenden Energiebedarf. Und aktuell steigt er schneller als man erneuerbare zubauen kann. Das ist aber meines Erachtens nur eine Frage der Zeit, bis sich das ändert. Wie gesagt: meine Schätzung wäre vor dem Ende des Jahrzehnts. Und dann kommen wir in die Phase der sinkenden Co2 Emissionen, trotz steigendem Energiebedarf.


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17.12.2025 um 16:34
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Ein Elektroauto aber 80-85%.
Im reinen Betrieb, ja. Aber die Infrastruktur darum herum ist das, was Ressourcen verbraucht. Den Strom für die Ladesäulen gibt es nicht zum Nulltarif und die Rohstoffe für die Batterieproduktion ebenfalls nicht. Ich kenne keine Ökobilanz, die diesen ganzen Kontext mit einbezieht.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Die wären?
Rohstoffgewinnung (z.B. Bergbau für seltene Erden, Lithium usw.), Rohstoffveredlung (damit einhergehend Abgase und Abwässer sowie kontaminierte Erzrückstände, die aufwändig entsorgt werden müssen, aber oft nicht werden, sondern einfach nur in Bergwerke verklappt oder auf Halden deponiert werden - diverse Müllskandale gibt es genug), Entsorgung und Recycling von alten Anlagen, die wiederum zu einem Abfallproblem führen und zu kontaminierten Rückständen, was z.B. alte Solar- und Windkraftanlagen betrifft. In der Summe haben wir mehr Umweltbelastung und damit mehr Druck auf die Biosphäre als ohnehin schon durch den Klimawandel auflaufend. Hinzu kommt die Vermüllung durch Plastikrückstände, die mittels moderner Technologie ebenfalls nicht entschärft wird.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:hätten wir die erneuerbaren nicht, wäre der Co2 Ausstoß 25% höher.
... oder eben nicht, wenn der Strombedarf im Zuge von geförderter E-Mobilität und Digitalisierung nicht gestiegen, sondern gesunken wäre. Aber unabhängig davon haben wir nun dennoch einen jährlich immer mehr steigenden CO2-Ausstoß und keinen sinkenden, trotz des Ausbaus von erneuerbaren Energien, was dann die Absicht, von den fossilen Energieträgern wegzukommen, um den CO2-Ausstoß zu senken, konterkariert, denn die fossilen Energieträger werden nach wie vor in steigendem Maße genutzt (wenn auch in abgeflachter Form). Aus ökologischer Sicht hat das Ganze leider bisher nichts gebracht - im Gegenteil: man hat noch eine Schippe draufgelegt, was den Druck auf die Biosphäre betrifft.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Das müsstest du mit mal aufzeigen.
Die Keeling-Kurve zeigt das sehr deutlich auf. Jährlich mehr CO2 bedeutet eine sich beschleunigende Temperaturerhöhung im Verlauf der nächsten Jahrzehnte, was dann den Druck auf die Ökosysteme sukzessive erhöht und das Erreichen von Kipp-Punkten im Geosystem sukzessive näher in die Gegenwart verschiebt, so dass sich Rückkopplungs-Effekte ergeben, die die ökologische Katastrophe noch mehr beschleunigen.

Das Artensterben ist bereits aktuell auf einem Level, welches mit den großen Aussterbe-Ereignissen vergleichbar ist. Verlust an Biodiversität verringert die Belastbarkeit der Ökosysteme, so dass das Überschreiten von Kipp-Punkten in der Summe noch schneller zu noch verheerenderen Folgewirkungen führen wird als bei gegenwärtigem Stand zu erwarten wäre.

Was man derzeit unternimmt und unternommen hat, ist zwar gut gemeint, aber bei Weitem nicht hinreichend, um eine tatsächliche Trendwende hinzubekommen. Was wir beobachten, ist noch mehr Umweltzerstörung im Zuge von Bergbauaktivitäten und Veredelungsindustrien sowie diverser Abfallentsorgungs-Problematiken - also eine zusätzliche Erhöhung des Drucks auf die Biosphäre als indirekte Folge des beabsichtigten Ausstieges aus der Nutzung fossiler Energieträger, also ein negativer Begleiteffekt des beabsichtigten gegenteiligen Effekts, der mit dem Ausstieg aus den fossilen Energieträgern erreicht werden soll.


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17.12.2025 um 17:07
@Neustarter
Was wäre für dich eine Lösung?
Also eine umsetzbare natürlich. Die einfachste und wirkungsvollste
"verbraucht die Hälfte" ist unrealistisch.
Die Systeme sind auf immer höheren Konsum ausgelegt.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

17.12.2025 um 17:08
Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:Was wäre für dich eine Lösung?
Ich habe keine Lösung in petto, aber ich stelle fest, dass das, was als Lösung angeboten wird, nicht hinreichend ist. Das spreche ich hier an.


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17.12.2025 um 17:10
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Den Strom für die Ladesäulen gibt es nicht zum Nulltarif und die Rohstoffe für die Batterieproduktion ebenfalls nicht. Ich kenne keine Ökobilanz, die diesen ganzen Kontext mit einbezieht.
Mag ja alles sein. Ist aber dennoch besser als Öl irgendwo auszubuddeln, aufwendig zu verarbeiten und über den halben Globus zu schippern.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Rohstoffgewinnung (z.B. Bergbau für seltene Erden, Lithium usw.), Rohstoffveredlung (damit einhergehend Abgase und Abwässer sowie kontaminierte Erzrückstände, die aufwändig entsorgt werden müssen, aber oft nicht werden,
Alles Sachen die man auch bräuchte, wenn man Verbrenner weiter fahren würde.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:... oder eben nicht, wenn der Strombedarf im Zuge von geförderter E-Mobilität und Digitalisierung nicht gestiegen, sondern gesunken wäre
Nochmal: Strombedarf hoch, Primärenergie runter. Und Primärenergie runter ist ne gute Sache.


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17.12.2025 um 17:16
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Ist aber dennoch besser als Öl irgendwo auszubuddeln, aufwendig zu verarbeiten und über den halben Globus zu schippern.
Das wird auch mit E-Mobilität passieren, da Öl ja nun nicht nur zur Kraftstoffproduktion genutzt wird, sondern als Rohstoff u.a. für die Kunststoffproduktion. Die Erdöl-Problematik verlagert sich also nur in andere industrielle Bereiche. Beim Erdgas wird das nicht anders sein.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Alles Sachen die man auch bräuchte, wenn man Verbrenner weiter fahren würde.
Nur eben nicht so viel und nicht in der erforderlichen Qualität.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Primärenergie runter ist ne gute Sache.
Nur eben aus ökologischer Sicht immer noch katastrophal, wenn es beim erhöhten Strombedarf bleibt.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

17.12.2025 um 17:24
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Das wird auch mit E-Mobilität passieren, da Öl ja nun nicht nur zur Kraftstoffproduktion genutzt wird, sondern als Rohstoff u.a. für die Kunststoffproduktion. Die Erdöl-Problematik verlagert sich also nur in andere industrielle Bereiche. Beim Erdgas wird das nicht anders sein.
Kunststoffe sind aber nur 10% der Ölproduktion. Also muss die Ölförderung zurück gehen.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Nur eben nicht so viel und nicht in der erforderlichen Qualität.
Dann ist dir vermutlich nicht klar, was alles in einem modernen Verbrenner steckt. Ausser Lithium wird alles auch in Verbrennern gebraucht. Kobalt z.b. wird mehr für Verbrenner als für Batterien genutzt. Für die Entschwefelung von Kraftstoffen, für den Motorblock für den Kat....
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Nur eben aus ökologischer Sicht immer noch katastrophal, wenn es beim erhöhten Strombedarf bleibt.
Ich verstehe nicht warum du dich so am Strombedarf hoch ziehst. Wenn die Primärenergie, aka. die gesamte von uns genutzte Energie, runter geht, dann ist das doch gut. Ist doch egal was dann mit dem Strombedarf passiert.

Wir haben jetzt einen Primärenergiebedarf in Deutschland von 3000twh. Davon sind 450twh Strom. Irgendwann haben wir 1500twh Strom, was dann aber auch gleichzeitig der Primärenergiebedarf ist. Und damit brauchen wir nur noch die halbe Energie. verstehe nicht was daran schlecht sein soll,


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17.12.2025 um 17:36
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Also muss die Ölförderung zurück gehen.
Tanker, Flugzeuge, Diesellokomotiven ... weltweit gesehen gibt es genug Bedarf an Treibstoff auch dann, wenn der komplette Auto- und Busverkehr auf E-Mobilität umgestellt worden sein sollte.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Dann ist dir vermutlich nicht klar, was alles in einem modernen Verbrenner steckt.
Das ist insofern irrelevant, weil es bei der E-Mobilität nicht um das Gefährt für sich geht, sondern um die Infrastruktur darum herum. Die steigert den Bedarf an veredelten Rohstoffen um ein Vielfaches. Und wie sich zeigt, gibt es hier ein Problem mit der Nachhaltigkeit der Nutzung der verbauten Infrastruktur. Mir geht es nicht um ein Lob für die Verbrenner. Mir geht es um die Folgewirkungen des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Wenn die Primärenergie, aka. die gesamte von uns genutzte Energie, runter geht, dann ist das doch gut.
O.K., und mit welchem Aufwand hinsichtlich ökologischer Folgewirkungen erreichen wir das?


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17.12.2025 um 17:44
@Neustarter

Wenn man 2 Möglichkeiten zur Auswahl hat, die eine schlecht und die andere noch schlechter, dann kann man zwar anmerken, dass ne schlechte Lösung zwar schlechter is, als ne gute, aber sie is halt immer noch besser als die ganz Schlechte.
Wenn du keine bessere, realistisch umsetzbare Idee hast, als das, was derzeit gemacht wird, dann bringt es nur wenig zu kritisieren, dass es keine Bessere gibt.

mfg
kuno


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17.12.2025 um 17:46
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Tanker, Flugzeuge, Diesellokomotiven ... weltweit gesehen gibt es genug Bedarf an Treibstoff auch dann, wenn der komplette Auto- und Busverkehr auf E-Mobilität umgestellt worden sein sollte.
logischerweise müssen wir die genannten auch umstellen. Passiert ja auch schon teilweise. Das einzige was hier problematisch ist und etwas länger dauern wird ist der Flugverkehr. Der Rest ist doch entweder in der Mache oder in der Planung.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Die steigert den Bedarf an veredelten Rohstoffen um ein Vielfaches
Du willst mir ernsthaft weiß machen, dass Ladesäulen aufstellen schlimmer ist als Öl zu fördern, um den halben Globus zu karren, zu verarbeiten und nachher zu verbrennen? Unter einem grauenhaften Wirkungsgrad? So dass ein Mittelklasseverbrenner bis zu 200kw Wärme in die Umwelt entläßt?
Das es besser ist Öl zu verbrennen als Batterien zu bauen die man zu 95% recyceln kann? Ernsthaft?

Dafür hätte ich gerne mal einen Beleg, bitte.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:O.K., und mit welchem Aufwand hinsichtlich ökologischer Folgewirkungen erreichen wir das?
Ich sage ja nicht, dass des ohne ökologische Folgen geht. Natürlich hat auch jedes Windrad und jedes PV Modul eine ökologische Wirkung. Die dürfte aber um einiges geringer sein als das was wir jetzt machen. Offshore Windparks sind sogar recht gut für die Ökologie, weil die Fundamente schnell bewachsen sind und sich dorrt die Fische ungestört tummeln können, da dort auch niemand hindarf.


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17.12.2025 um 17:51
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Du willst mir ernsthaft weiß machen, dass Ladesäulen aufstellen schlimmer ist als Öl zu fördern, um den halben Globus zu karren, zu verarbeiten und nachher zu verbrennen?
Nein, ich weise nur darauf hin, dass es sich nicht auf das Aufstellen von Ladesäulen beschränkt, und dass die ganze Infrastruktur, die nötig ist, um E-Mobilität flächendeckend effizient zu ermöglichen, aus ökologischer Sicht mindestens ebenso katastrophal ist wie der Verbrauch von Benzin und Diesel als Treibstoff für Verbrenner-Motoren.


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17.12.2025 um 17:58
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Nein, ich weise nur darauf hin, dass es sich nicht auf das Aufstellen von Ladesäulen beschränkt, und dass die ganze Infrastruktur, die nötig ist, um E-Mobilität flächendeckend effizient zu ermöglichen, aus ökologischer Sicht mindestens ebenso katastrophal ist wie der Verbrauch von Benzin und Diesel als Treibstoff für Verbrenner-Motoren.
was meiner Meinung nach immer noch Unsinn ist. Aber da ich keine Lust habe gegen eine Wand zu reden, beende ich die Diskussion an der Stelle lieber nd widme mich produktiveren Dingen.


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17.12.2025 um 18:20
Diesel ist schon viel besser geworden.
Sie haben die autos richtig auf vodermann gebracht.

Das muss man die autoindustrie auch mal lassen.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

17.12.2025 um 18:35
Zitat von klompje1klompje1 schrieb:Diesel ist schon viel besser geworden.
Und dennoch um Längen schlechter als jedes moderne E Auto, was Effizienz, Emissionen, Fahrspaß und Komfort angeht.

kuno


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