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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

10.372 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Gesellschaft, Natur ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

um 10:21
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Ganz abgesehen davon , dass mich die in Frage kommenden passiven Massnahmen mal konkret interessieren würden.
Ich bin kein Bau-Experte, denke aber, dass es einschlägige Informationen dazu im Internet gibt.

Jedenfalls scheint es ganz gut zu funktionieren. Das neu gebaute Pflegeheim, in dem meine Mutter lebte, war in diesem Sommer jedenfalls angenehm kühl, obwohl keine Klimaanlagen eingebaut sind.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

um 10:44
Zitat von aliM.aliM. schrieb:In Hamburg wird der Einbau einer neuen Klimaanlage nach dem Hamburgischen Klimaschutzgesetz nur genehmigt, wenn nachgewiesen ist, dass das Gebäude nicht auch durch passive, bauliche Maßnahmen ausreichend gekühlt werden kann.
Man sollte das schon etwas weniger dramatisch darstellen. Es gibt kein Genehmigungsverfahren, bei dem Hamburg erst einmal entscheiden muss, ob du eine Klimaanlage einbauen darfst oder nicht. Vor der Neuinstallation muss lediglich geprüft und dokumentiert werden, ob der sommerliche Wärmeschutz nicht auch durch passive/bauliche Maßnahmen ausreichend erreicht werden kann. Wenn das nicht ausreicht oder wirtschaftlich nicht vertretbar ist, darf die Klimaanlage installiert werden.

Aus „vorher prüfen“ wird also in der Darstellung mal eben „Klimaanlage wird nur genehmigt, wenn …“. Das klingt dann natürlich gleich nach Verbotsbürokratie, ist aber so schlicht nicht der Fall.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

um 10:47
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Ganz abgesehen davon , dass mich die in Frage kommenden passiven Massnahmen mal konkret interessieren würden.
Hitzeschutzverglasung, rolläden, vordächer, balkonüberstände, helle reflektierende fassadenfarben, dachbegrünung, fassadenbegrünung, wärmedämmung, nachtlüftung durch automatisierte lüftungsklappen.... sowas zb.

Davon mal abgesehen ist die regelung in hamburg kurz vor dem aus soweit ich weiß Oo


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

um 10:53
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Nochmal: Es ist Brandstiftung! Oder brennen reihenweise Bungalow- oder Feriensiedlungen im Wald ab bzw. müssen evakuiert werden? Zu DDR-Zeiten durften Wälder nicht betreten werden bei Hitze. Wahrscheinlich wurde sich auch dran gehalten. Denn sooft wie das hier in BRB und SN in den letzten Jahren brennt, das gab es da überhaupt nicht.
Das Betreten der Wälder, abseits der Hauptwege, ist auch jetzt bei Waldbrandstufe 4 und 5 verboten. Zum Teil können auch ganze Wälder für das Betreten gesperrt werden.
Besondere Verhaltensregeln bei Waldbrandgefahrenstufe 4 und 5

In den am stärksten Waldbrand gefährdeten nord- und nordostsächsischen Kiefernwäldern wird bei hoher und sehr hoher Waldbrandgefahr (Stufe 4 und 5) empfohlen, diese Waldgebiete zur eigenen Sicherheit zu meiden. Sollte eine Wanderung trotzdem durch den Wald führen, dürfen die Hauptwege nicht verlassen werden.
Quelle: https://www.wald.sachsen.de/waldbrandgefaehrdung-4186.html?_cp=%7B%22a-9705%22%3A%7B%221%22%3Atrue%2C%223%22%3Atrue%7D%2C%22previousOpen%22%3A%7B%22group%22%3A%22a-9705%22%2C%22idx%22%3A3%7D%7D

Ob es in der DDR mehr schwere Waldbrände gab weiß ich nicht. Evtl. liegt es aber auch daran, wie mit dem Wald als solcher umgegangen wird.
Meine Oma erzählt immer davon, wie "sauber" die Wälder damals waren. Weil viele Menschen dort Feuerholz gesammelt und liegende Bäume kleingehackt haben. Da gab es also scheinbar weniger Brandmaterial in den Wäldern. Heute holt sich kaum noch jemand Holz aus dem Wald.
Wobei "Wald" auch angelegte Kiefernwälder zur Holzproduktion bedeuten kann. Oft sind es ja eher Industriegebiete als Wälder.

Ich kann mich hier noch an einen Großbrand erinnern.
Der außergewöhnlich heiße Frühling im Mai 1992, der zuvor schon mehrere Wochen angehalten hatte, führte in seiner Folge dazu, dass weite Teile der ostsächsischen Wälder bereits stark ausgetrocknet waren. Aus diesem Grund war ebenfalls Wochen zuvor die Waldbrandwarnstufe 4 ausgerufen worden. Am 22. Mai 1992 tobte über der Lausitz ein schweres Gewitter. Vermutlich durch einen Blitzeinschlag in das trockene Geäst oder in ein Feld wurde schließlich der Waldbrand ausgelöst. Andere Vermutungen gingen davon aus, dass sich Munitionsreste der sowjetischen Armee durch die Hitze entzündet haben könnten, aber auch Brandstiftung konnte nicht ausgeschlossen werden. Die wahre Ursache ist bis heute nicht ermittelt.
Quelle: Wikipedia: Waldbrand bei Weißwasser 1992


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

um 12:43
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Trotzdem ist es wissenschaflicher Konsens dass 90-95% aller Waldbrände durch Brandstiftung entstehen .
Ebenso is es Konsens, dass der Klimawandel das Auftreten von Waldbränden begünstigt und darum ging’s ja.
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Ja genau. Ein nicht bevormundender Staat überläßt das dem mündigen Bürger. Ob eine Klimaanlage bei mir wirtschaftlich sinnvoll ist prüfe ich schon selber.
Sicher könnte so ein Staat sämtliche Entscheidungen dem mündigen Bürger überlassen.
Dann bräuchten wir auch keine Justiz und keine Polizei mehr, denn der mündige Bürger weiß ja selbst am besten wie er sich verhalten sollte und welche Entscheidung die Beste für ihn und seine Umwelt is.
So weit die Theorie…

kuno


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