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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

Glünggi
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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

21.11.2012 um 22:24
@Taln.Reich
Also so ähnlich wie bei Ghadaffi? ;)
Vielleicht hatte die Munesco ja auch einfach Schiss wieder hinter irgenden nem Jeep hergezogen zu werden.
Glünggi schrieb:der Abzug der Zivilisten und der kongolesischen Armee habe eine Lücke hinterlassen, den die UNO-Soldaten nicht füllen könnten.
Man könnte nun argumentieren, dass Frankreich von der Munesco fordert sich zu opfern.


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21.11.2012 um 22:27
Glünggi schrieb:Also so ähnlich wie bei Ghadaffi?
Ja, im Prinzip dieselbe Argumentationskette.
Glünggi schrieb:Vielleicht hatte die Munesco ja auch einfach Schiss wieder hinter irgenden nem Jeep hergezogen zu werden.
bitte, wir reden hier von der Größten UN-Mission überhaupt, und die Bedrohung durch M23 besteht schon seit Monaten. Man hat einfach mal wieder alles verbockt.


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21.11.2012 um 22:41
Taln.Reich schrieb:Man hat einfach mal wieder alles verbockt.
Naja.. darin hat man ja übung.
Gerade Frankreich kann davon ein Lied singen.


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21.11.2012 um 22:57
@Taln.Reich
Aber mal ganz ehrlich die M23 schaffts doch kaum nach Kingsasa, wenn sie nicht massiv Unterstützung von der Bevölkerung kriegt.
Mit Zwangsrekrutierungen kann ichs mir nicht vorstellen... udn wir haben auch keine Hinweise darauf... blos halt der Aufruf sich anzuschliessen... ob da hinter der Bühne mit Waffengewalt gedroht wird ist anzunehmen, aber halt noch nicht nachgewiesen.
Aber die Armee kann nicht auch noch für die Versorgung der Truppen das eingenommene Land ausquetschen.. dazu sindse doch einfach zuwenige.. ich mein ... auf die Distanz gerechnet... also ich kann mir nich vorstellen dass das hinhaut.
Ich weiss nicht obs wirklich einen langen Bürgerkrieg gibt.. sieht mir irgendwie nach einem Strohfeuer aus.
Und falls sie doch Unterstützung kriegt muss man sich halt auch gewisse Fragen zur aktuellen Regierung stellen.
Entweder die Rebellen stoppen bald wieder und verschanzen sich.. dann kanns andauern..oder sie rücken vor und werden schlussendlich aufgerieben...
Zumidest schätz ich das Ganze nach meinem bescheidenen Informationsstand in etwa so ein...


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22.11.2012 um 09:09
Glünggi schrieb:Aber mal ganz ehrlich die M23 schaffts doch kaum nach Kingsasa, wenn sie nicht massiv Unterstützung von der Bevölkerung kriegt.
also eigentlich schon. Mit der Unterstützung Ruandas könnte es klappen.
Glünggi schrieb:Mit Zwangsrekrutierungen kann ichs mir nicht vorstellen... udn wir haben auch keine Hinweise darauf... blos halt der Aufruf sich anzuschliessen... ob da hinter der Bühne mit Waffengewalt gedroht wird ist anzunehmen, aber halt noch nicht nachgewiesen.
brauchen sie auch gar nicht. Die Gelder, die mit der Ausbeutung der Bodenschätze und deren Verkauf über Ruanda gemacht werden, werden Lockmittel genug sein. Zwangsrekrutierungen wird es wohl aber geben, wenn M23 es nicht schafft, die Minen unter ihre Kontrolle zu bekommen/zu halten.
Glünggi schrieb:Ich weiss nicht obs wirklich einen langen Bürgerkrieg gibt.. sieht mir irgendwie nach einem Strohfeuer aus.
nun ja, manche sehen im Fall von Goma starke ähnlichkeiten zu dem Beginn des ersten Kongokrieges. Das war vor über 15 Jahren, und seitdem ist nie wirklich Rughe in das Land eingkehrt, und ich glaube, mit M23 in Kinshasa wird das kaum besser werden. Mal sehen, ob Kabila sich besser schlägt als Mobutu.
Glünggi schrieb:Und falls sie doch Unterstützung kriegt muss man sich halt auch gewisse Fragen zur aktuellen Regierung stellen.
Natürlich ist die Aktuelle Regierung Korrupt und autokratisch (man denke Bloß an die letzte "wahl"... da hat sich Honecker ja glaubwürdigeres aus den Fingern gesogen), und ich würde es nicht für völlig unwahrscheinlich halten, dass die Bevölkerung einfach jeden Unterstützt, der Kabila loswerden möchte. (außerdem reden wir hier von dem unterentwickelsten Gebiet des unterentwickelsten Landes der Welt. da ist damit zu rechnen, dass jeder, der Änderung verspricht mit unterstützung rechnen kann, einfach weil den Bewohnern die Möglichkeit fehlt, sich eine differenzierte Meinung zu bilden als "diese Regierung mag ich nicht - ich unterstütze alle, die gegen sie sind", ohne dabei zu beachten, dass die Alternative womöglich nicht besser ist). Aber ich bin mir nicht sicher, ob die Alternative sonderlich viel besser ist. Würde wohl eher auf denselben Autokratisch-Korrupten Stil mit einen anderen Gesicht hinauslaufen.
Glünggi schrieb:Entweder die Rebellen stoppen bald wieder und verschanzen sich.. dann kanns andauern..oder sie rücken vor und werden schlussendlich aufgerieben...
Also, auch wenn ich dem Kongo keinen weiteren langen Krieg wünsche, wäre ersteres womöglich besser, wenn dann, unter der Bedingung baldiger fairer Wahlen , die UN-Truppen eingreifen und M23 ein paar auf die Finger geben.

Nur ein wirklich demokratischer Kongo kann jemals zur Ruhe kommen.


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Glünggi
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22.11.2012 um 09:30
@Taln.Reich
121121 karte sf k embed
Sieht irgendwie aus , wie wenn die Schweiz Deutschland erobern würde...
Immer mehr Deserteure

Infolge der Eroberung von Goma gewinnen die M23-Rebellen offenbar immer mehr an Stärke. Mehr als 2100 Soldaten und 700 Polizisten desertierten am Mittwoch und liefen nach Angaben der Gruppe zu den Rebellen über.

«Es ist ein Regierungsproblem, es gibt keine Lebensmittel, kein Geld», klagte etwa Rashidi Benshulungu, der bisher als Hauptmann für den Geheimdienst des Militärs arbeitete und sich nun den Rebellen anschloss.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Strafgerichtshof-will-KongoMilizen-verhaften/story/26866105

Und wer mal wissen will wie der "Terminator" aussieht... hier ein Bild von ihm:
topelement
Er braucht dringend ne Sonnenbrille und ne Lederjacke.
Angesicht der Rebellenoffensive in Ostkongo hat der Internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag die Festnahme zweier ranghoher Aufständischer verlangt. Die teilte Chefanklägerin Fatou Bensouda am Mittwoch mit.

Es würden neue Berichte über «Drohungen gegen Zivilpersonen und mutmassliche Verbrechen von Mitgliedern und Anführern der M23 und anderen Parteien, die sich das Chaos in der Region zunutze machen» untersucht. Bosco Ntaganda und Sylvestre Mudacumura seien über Jahre hinweg für Gewalttaten und Verbrechen im Osten des Kongo verantwortlich.


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22.11.2012 um 09:50
@Taln.Reich
Die Regierung in Kongo braucht keine UN Soldaten..sie bräuchte Lebensmittel und Geld.
Aber nun ist es wohl dafür zu spät


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Luminarah
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22.11.2012 um 10:00
Vielleicht sollten wir auch die Wurzeln von M23 nicht vergessen ,die CNDP von Lautent Nkunda ,die zwar als Tutsi Beschützer begann aber dann auch enormen Zulauf von Hutu und Regierungssildaten erhielt .

Nkunda wurde vom @terminator in Zusammenarbeit mit der Regierung gestürzt und verhaftet .

Um so erstaunlicher ,dass der Terminator nun in dessen Fusspuren wandelt. Aber ich traue dem M23 einen ähnlichen Zulauf zu und auch der Marsch auf Kinshasa ist im Beteich des Möglichen.

Die Frage ist ,welche ausländische Interessensgruppe hinter M23 steckt ,um sich die Bodenschätze des Kongos zu sichern. Darum geht es in letzter Konsequenz.


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Luminarah
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22.11.2012 um 10:05
kongolesische Regierung wirft sowohl Uganda als auch Ruanda vor, die Rebellenmiliz zu unterstützen, um Zugang zu Rohstoffen zu bekommen. Beide

http://m.welt.de/print/die_welt/politik/article111377093/Deja-vu-im-Kongo-Miliz-will-Kinshasa-erobern.html


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Luminarah
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22.11.2012 um 10:09
Seit Monaten pfeifen die Spatzen von den Dächern, dass Kigali im Ost-Kongo die Rebellion der M23 unterstützt, einer Gruppe kongolesischer Armeemeuterer rund um Bosco Ntaganda, auch genannt “Der Terminator”. Ntaganda, ehemals jugendlicher Kämpfer in Kagames RPF, dann Warlord mehrerer Rebellengruppen im Ostkongo, war zuletzt im Rang eines Generals in die kongolesische Armee “integriert” worden. Dort arbeitete er vor allem an einer Parallelstruktur, die ihm viel Geld durch Rohstoffschmuggel einbrachte – und der Regierung in Kigali die Gewissheit, weiter Einfluss auf die angrenzenden Kivu-Provinzen zu haben. Als Kinshasa diese Parallelstruktur zu demontieren versuchte, zettelte Ntaganda eine neue Kriegsrunde an.

http://boehmslogbuch.wordpress.com/2012/07/30/das-ende-der-unantastbarkeit-oder-warum-ruandas-paul-kagame-plotzlich-nich...


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Luminarah
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22.11.2012 um 10:12
Und:

Entsprechend desinteressiert reagierten westliche Geberländer auf einen UN-Bericht aus dem Jahr 2010, der Ruanda schwerste Kriegsverbrechen bei seinen beiden Interventionen im Kongo in der zweiten Hälfte der 90er Jahre vorwirft – bis hin zum möglichen Verdacht, selbst Urheber eines Genozids an Hutu-Flüchtlingen im Ost-Kongo gewesen zu sein. Auch hat bislang keine westliche Regierung moniert, dass Ruanda die kongolesischen Kivu-Provinzen als ökonomische und strategische Pufferzone benutzt.
Kein Zweifel: Der kongolesische Staat ist außer Stande, dort den Schutz der kongolesischen Tutsi-Minderheit zu garantieren. Und die Miliz der FDLR, hervor gegangen aus den Anführern des Genozids 1994, ist weiterhin im Kongo aktiv. Aber weder Kigali noch den M23-Rebellen geht es um den Schutz der Tutsi. Und was die FDLR angeht: Die hatte in den vergangenen zwei Jahren viel an Boden verloren. Jetzt nutzt sie das Chaos, um sich wieder auszubreiten. Denn die kongolesische Armee wird derzeit von den Truppen des “Terminators” herum gescheucht. Und die Blauhelme der UN-Mission sind damit beschäftigt, den Vormarsch der M23 auf größere Städte zu stoppen – unter anderem mit Kampfhubschraubern.

Die Schlusspointe dieses Dramas könnte also so aussehen: Vom Sicherheitsrat entsandte Blauhelme kämpfen gegen eine Rebellengruppe, die von einem Sicherheitsratsmitglied unterstützt und versorgt wird. Das wäre, nach meiner Erinnerung, mal etwas Neues.




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22.11.2012 um 10:29
@Luminarah
Auch die VAE kauft Gold von den Rebelln.
Der Bericht nennt unter anderem auch konkrete Fälle von Rohstoff-Schmuggel zwischen Kongo und benachbarten Ländern. Die Experten warnen zudem ausdrücklich vor nicht gekennzeichneten mineralischen Bodenschätzen aus dem Kongo. Dadurch würde das ruandische System zur Rückverfolgbarkeit und Deklaration von Bodenschätzen unwirksam. Dadurch können sich die Rebellen mit Waffen im benachbarten Ruanda eindecken.
Gemäss dem Bericht gelangt ein Hauptteil des kongolesischen Goldes über Umwege in die Vereinigten Arabischen Emirate.
http://www.securitycouncilreport.org/atf/cf/%7B65BFCF9B-6D27-4E9C-8CD3-CF6E4FF96FF9%7D/DRC%20S%202012%20348.pdf


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22.11.2012 um 10:34
Glünggi schrieb:Sieht irgendwie aus , wie wenn die Schweiz Deutschland erobern würde...
ja, ich frag mich auch irgendwie, wie Ruanda so mächtig sein kann, andauernd den ganzen Kongo ins Chaos zu stürzen.... Die Bevölkerung des Kongo ist 7-Mal so groß, und so viel Reicher ist Ruanda nun auch nicht...

also dein Vergleich mit der Schweiz, die D erobert, passt irgendwie.
Glünggi schrieb:«Es ist ein Regierungsproblem, es gibt keine Lebensmittel, kein Geld», klagte etwa Rashidi Benshulungu, der bisher als Hauptmann für den Geheimdienst des Militärs arbeitete und sich nun den Rebellen anschloss.
ja, irgendwie hätte Kabila vielleicht sein abzwacken ein bisschen verringern. Ich meine, ich hab da irgendwas von vier Milliarden gehört, die er auf der hohen Kante liegen hat. Das müsste doch selbst dem größten Gierschlund reichen... von dem Geld sollte er lieber seine Soldaten vernünftig bezahlen, sonst muss er doch davon ausgehen, früher oder später einen ziemlich blutigen Tod zu sterben. Und dann nützt ihm sein Geld wenig.
Glünggi schrieb:Angesicht der Rebellenoffensive in Ostkongo hat der Internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag die Festnahme zweier ranghoher Aufständischer verlangt. Die teilte Chefanklägerin Fatou Bensouda am Mittwoch mit.

Es würden neue Berichte über «Drohungen gegen Zivilpersonen und mutmassliche Verbrechen von Mitgliedern und Anführern der M23 und anderen Parteien, die sich das Chaos in der Region zunutze machen» untersucht. Bosco Ntaganda und Sylvestre Mudacumura seien über Jahre hinweg für Gewalttaten und Verbrechen im Osten des Kongo verantwortlich.
und deswegen setze ich meine offnungen eher in Kabila als in die Rebellen. Ihr Verhalten lässt einfach nichts gutes erahnen, falls sie jemals an die Macht kämen.


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22.11.2012 um 10:36
Glünggi schrieb:Die Regierung in Kongo braucht keine UN Soldaten..sie bräuchte Lebensmittel und Geld.
Aber nun ist es wohl dafür zu spät
vergiss nicht, wie Korruptz die DR Kongo ist - da verschwindet jegliche Ökonomische Hilfe.

Nein, was der Kongo braucht, ist eine nicht-korrupte (oder zumindest nicht-ganz so korrupte) Regierung, die wenigstens für den Anfang stabil bleibt. Und das geht, meines Erachtens, nur mit Demokratischen Wandel.


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22.11.2012 um 10:44
@Taln.Reich
Taln.Reich schrieb:also dein Vergleich mit der Schweiz, die D erobert, passt irgendwie.
Aber auch nur auf der Landkarte :D
Taln.Reich schrieb:und so viel Reicher ist Ruanda nun auch nicht
Naja ich hab keine Ahnung wieviel Gold die VAE schon gekauft hat....und die VAE hat ja n bisserl was an Geld.
Taln.Reich schrieb:von dem Geld sollte er lieber seine Soldaten vernünftig bezahlen,
Jops
Oder dafür sorgen, dass die Bevölkerung genug zu beissen hat. Dann finden Rebellen auch keinen Anklang.
Aber sowas hätte eben eine UN bzw. ein Frankreich auch schnallen sollen.
Ich kann mich nicht erinnern jemals aus diesem Lager gross was in der Beziehung gehört zu haben.
Taln.Reich schrieb:Ihr Verhalten lässt einfach nichts gutes erahnen
Ja ich hab da auch so ein ungutes Gefühl bei der M23.
Taln.Reich schrieb:Und das geht, meines Erachtens, nur mit Demokratischen Wandel.
Wo sind die Forderungen der UN was dies betrifft?
Im Moment siehts einfach danach aus als stehe man Bedinungslos hinter Kabila.


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22.11.2012 um 10:45
Das einzigste was ich an Afrika interessant finde und im Moment nennenswert, sind die Weinlagen im südlichen Afrika.


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22.11.2012 um 10:53
@Taln.Reich
@Luminarah
Und dann noch was...
Wer hat Ruanda denn in den letzten Jahren gepusht?
Eigentlich doch die ganze Welt, allen voran die USA, Golfstaaten und Deutschland ...bis auf Frankreich, dass zwar gerne auch was vom Kuchen abhaben wollte, es aber diplomatisch versaut hat, weil sie sich erlaubt haben, die Kriegsverbrechen des ruandischen Präsidenten anzuklagen.
Und statt zumindest die westlichen Länder sich Frankreich angeschlossen hätten, hat Frankreich angefangen die Beziehungen zu Ruanda zu verbessern... indem sie zbsp Dokumentarfilmer losschickten, die Unwahrheiten verbreiten...
Und nun jammern sie...
Ich weiss nicht recht was ich davon halten soll.


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22.11.2012 um 11:02
Glünggi schrieb:Naja ich hab keine Ahnung wieviel Gold die VAE schon gekauft hat....und die VAE hat ja n bisserl was an Geld.
Ja, aber die sind doch nicht wirklich Kriegspartei, sondern arbeiten höchstens mit den Ausbeutern mit. Aber destabilisierend tätig ist vor allem Ruanda, und ich frag mich eben, wie die es schaffen, ein viel Größeres Land so ins Chaos zu stürzen.
Glünggi schrieb:Oder dafür sorgen, dass die Bevölkerung genug zu beissen hat. Dann finden Rebellen auch keinen Anklang.
Das Problem lässt sich aber viel schwerer lösen, und wird auch viel Teurer. aber was ich genannt habe, würde schon viel bringen.
Glünggi schrieb:Wo sind die Forderungen der UN was dies betrifft?
Im Moment siehts einfach danach aus als stehe man Bedinungslos hinter Kabila.
Das scheint nur so, weil die Gegenwärtige Situation einfach so ist, dass die Alternative schlimmer ist. Als er jedoch letztes Jahr die Wahl so übel fälschte, dass das Wahlergebnis das Papier auf dem es gedruckt wurde nicht wert ist, wurde er kritisiert. Leider hat sich niemand dafür interessiert.
Glünggi schrieb:Und dann noch was...
Wer hat Ruanda denn in den letzten Jahren gepusht?
Eigentlich doch die ganze Welt, allen voran die USA, Golfstaaten und Deutschland ...bis auf Frankreich, dass zwar gerne auch was vom Kuchen abhaben wollte, es aber diplomatisch versaut hat, weil sie sich erlaubt haben, die Kriegsverbrechen des ruandischen Präsidenten anzuklagen.
Und statt zumindest die westlichen Länder sich Frankreich angeschlossen hätten, hat Frankreich angefangen die Beziehungen zu Ruanda zu verbessern... indem sie zbsp Dokumentarfilmer losschickten, die Unwahrheiten verbreiten...
Und nun jammern sie...
Ich weiss nicht recht was ich davon halten soll.
Das liegt schlicht daran, dass die Ruandische Aggression gegen die DR Kongo praktisch überhaupt keine Medienpräsenz hat. Hätte dieser Konflikt die Präsenz, die ihm zustehen würde, der Westen könnte niemals Ruanda stützen. Doch weil es eben keine Präsenz gibt, handelt das Ausland gerne mit dem Ruandischen Blutgold.


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22.11.2012 um 11:14
@Taln.Reich
@Glünggi
vielleicht das noch dazu

Heute ist Kongo in weiten Teilen ein Flickenteppich, auf dem ungezählte Milizen zusammen mit ihren ausländischen Unterstützern versuchen, so viel Land und Bodenschätze wie möglich zu erobern.

Die Massaker rund um Bunia werden auch dadurch angeheizt, dass es dort Coltan, Gold, Edelhölzer und vermutlich auch jede Menge Erdöl gibt.

In Kongo hört man oft ein Sprichwort: Du wirst niemals das Fleisch eines ganzen Elefanten essen können.

So ist das auch mit dem zentralafrikanischen Land. Es ist als Staat tot, doch für die Plünderer gibt es noch unermessliche Reichtümer aus dem Kadaver zu schneiden.

Und Coltan ist nur ein Beispiel - eines, das zum Symbol geworden ist, wie ein weltweit begehrter Rohstoff den Krieg in Kongo schürt.

Der Hauptprofiteur der kongolesischen Coltan-Vorkommen ist das Nachbarland Ruanda, das die 27-fache Fläche des eigenen Staates im Ostkongo erobert und sich damit Zugriff auf 70 Prozent der Coltan-Reserven verschafft hat.


http://www.sueddeutsche.de/politik/kongo-krieg-um-rohstoffe-1.930099



Man muss aufhören,diese Staaten als Staaten im geläufigen Sinn zu betrachten. Hier geht es um Macht und Reichtum lokaler Warlords und Generäle ,teils auch Stammesführer ,die nur partikulare Interessen vertreten . Die "Regierung" kann nie unisono für alle sprechen.


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Luminarah
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22.11.2012 um 11:16
@Taln.Reich
und:


Zwar ist die ruandische Armee im Herbst 2002 offiziell abgezogen, doch noch immer kontrolliert die Regierung in Kigali das Besatzungsgebiet. Ihre Schergen sind die Rebellen der RCD-Goma, einer berüchtigten kongolesischen Miliz, die Zivilisten ermordet, vergewaltigt und ausraubt.

Diese Truppe hatte für einige Zeit das Handelsmonopol für Coltan an sich gerissen, und die mit ihr verbündete berüchtigte Waffen- und Goldhändlerin Aziza Gulamali Kulsum organisierte den Export.

Die indischstämmige Kongolesin verkaufte das Coltan und zahlte dafür Ruanda und den Rebellen einen guten Anteil - mit dem diese wiederum Waffen kauften, um ihren Krieg in Kongo fortzuführen.

Andere Profiteure sind James Kaberebe, der Generalstabchef der ruandischen Armee, und Alfred Bisengimana Rugema, ein Schwager des ruandischen Präsidenten Paul Kagame.

Die Vereinten Nationen haben in einem Bericht zur Ausbeutung des Kongo festgestellt, dass kriminelle "Elite-Netzwerke", die sich aus Soldaten, Politikern und Geschäftsleuten zusammensetzen, das Land systematisch ausschlachten.


Gleiche Quelle.


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