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20-Stunden-Woche für alle

424 Beiträge, Schlüsselwörter: Arbeit, Umwelt, Niko Peach

20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:17
Das einzige, was er damit erreichen will, auch das was @Rho-ny-theta schon Ansprach, ist einfach eine reine basis Anarchie. Jeder lebt für sich, sorgt für sich und teilt dies mit anderen, ohne auf jemanden angewiesen zu sein. Diese Idee gibt es schon ewigkeiten..
Klingt gut, ist aber nicht durchsetzbar, siehe den Kommunismus. Jeder Mensch handelt und denkt anders. Es ist einfach irgendein Spinner, der meint, alte Ideen neu verkaufen zu müssen.


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Rho-ny-theta
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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:20
@Lowfyr
Bei dem geht das noch weiter, der will zurück ins Mittelalter, wörtlich, nicht im übertragenen Sinn.
Auf die Frage, wie in seinem System z.b. intesivmedizinische Versorgung funktionieren soll, antwortete er "Der Mensch ist ja biologisch nicht darauf ausgelegt, viel älter als 60 zu werden..."


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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:22
@Rho-ny-theta
Auch gut... Wenn er denn so leben will, soll er eine Sekte gründen und mit dieser in einem großen Wald verschwinden, wo er ungestört seine Anschauung der Lebensart durchführen kann.
Einfach ein Spinner, und das schlimme, es gibt Leute, die kaufen das sogar ab...


@OT:
Aber eines kann der Kerl... Aus Scheisse und alten Lamellen Gold machen..


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Rho-ny-theta
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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:24
@Lowfyr
An der Sektengründung ist er schon seit ein paar Jahren dran, er lebt ja in so einer "Modellversuchskommune" und verlässt diese im wesentlichen nur zum missioni... äh, Vorträge halten und lehren/forschen an seinem Institut.


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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:27
An "seinem" Institut? Sag mir bitte nicht, irgendwelche Vollidioten hätten dem ein Institut gewidmet bzw. lassen ihn dort dozieren?

Wann blickt die Gesellschaft endlich mal, dass es zuviele Spinner gibt? Soll er doch in seiner Kommune freudig und glücklich leben, bis er mit seinen 60 Jahren stirbt.
Allgemein klingt das ganze ziemlich nach den 68ern... Alle zusammen, für die Umwelt, gegen Verschwendung, blaaaaaaaa....

Wenn die mir jetzt noch sagen, dass Marihuana und Cannabis frei konsumiert werden dürfen, haben diese meine Theorie bestätigt.
Vielleicht ist der Kerl auch nur so abgedreht, weil es einfach keinen Betreuer mehr für ihn gab, bzw. seine psychische Erkrankung nicht erkannt wurde,


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Rho-ny-theta
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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:31
@Lowfyr
Natürlich hat der gute Mann ein Institut, was erwartest du denn? Der ist hochdekoriert, war auch schon Projektleiter. Ich könnte jetzt was über die Grünen sagen, aber lassen wir das.

Ernsthaft: Wenn der nicht gerade zufälllig ein großes Nachhaltigkeitsprojekt beendet und ein populärwissenschaftliches, wachstumskritisches Buch fertiggestellt hätte, nur Monate vor der Subprime-Krise, hätte der Kerl in seinem Leben keinen interessiert. So hat er eben eine offene Tür eingerannt, er war schlicht der erste mit einem relevanten Buch, darum wurde er flugs durch viele Zeitungen und Talkshows gezerrt. Er hat einfach nur den Zeitgeist zwischen die Augen getroffen, sonst nichts.


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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:32
Das einzig schlimme ist, dass seine Thesen so verpackt werden, dass sie vom Volk gehört werden WOLLEN.
Wie man auch am Threadtitel sehen kann: "20-Stunden-Woche". Klar warum nicht? 4 Stunden jeden Tag arbeiten, den Rest die Eier schauckeln. Will doch jeder. Und da liegt auch der Kasus Knacksus.
Es wurde oft genug versucht... Es ist oft genug gescheitert, und dennoch kommt alle Jahre wieder irgendein dahergelaufener "Doktor" oder "Professor" für "utopisch, selbstverliebte Theorien über das Leben" und versucht jeden zu Bekehren... Ach ne, zu dozieren, ich vergas.


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Rho-ny-theta
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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:39
@Lowfyr
Paech entlarvt die Inkonsistenz seines Weltbildes auch ab und zu in EInzelsätzen:
Gut, spielen wir das mal durch. Zunächst dürfen wir die gigantischen Subventionen nicht vergessen, die Wohlstand und Wachstumsmaschine am Laufen halten. Ohne diese zig Milliarden an Subventionen würde die Wirtschaft wohl oder übel schrumpfen, aber zugleich spart der Staat genug Geld für Gesundheit, Bildung und Soziales.
Das ist das Argument, warum die Sozialsysteme nicht wegbrechen. Nicht wirklich überzeugend! Soll doch ein Großteil der Wirtschaftsleistung in Naturalien von A zu B fließen, der Staat kann ja nicht kommen und dir 50 Äpfel abnehmen und damit ein Krankenhaus bauen. Auch wegen sowas hat man Geld erfunden!

Den ganzen Blödsinn gibt es hier: http://www.tagesspiegel.de/politik/wachstumskritiker-niko-paech-welches-glueck-ist-verantwortbar/7431092-3.html

Irgendwie entsteht eben der Eindruck, er will die Probleme nicht wahrhaben, hat seine paar Schlagsätze (Lebensadern der Zerstörung usw.) und sonst nicht viel. Das deckt sich auch mit meinem persönlichen Eindruck, nur wirkt er im Print nicht so aggressiv wie in der Realität.


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habe-fertig
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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:41
@Rho-ny-theta
Der Grundgedanke den Paech seinen Überlegungen zugrunde legt ist ja keineswegs neu, noch nicht mal völlig absurd. Darüber haben sich in der Vergangenheit schon andere Ökonomen ausgelassen.
Bei Paech klingt das alles aber nach Weltuntergangs-Szenario (hey da haben wir ja endlich den nächsten WU-Grund gefunden) und seinen "Ideen" zufolge käme das zumindest einem Niedergang gleich.
Dein Vergleich mit dem Mittelalter dürfte dann wahrscheinlich ein unerreichbares Wunschziel sein (wozu einen Beruf erlernen wenn es eh keine Arbeit gibt, bzw man nicht davon Leben kann, wozu Forschung betreiben, uswusf)

Bei Jeremy Rifkin, amerikanischer Ökonom und Soziologe, klingt das alles gar nicht so schlimm, obwohl auch er ein Ende der [Erwerbs-]Arbeit postuliert:

Kernthesen
In dem Werk argumentiert Rifkin 1995, dass sich die Arbeitslosigkeit der Welt infolge der Automatisierung und Ausbreitung der Informationstechnologie in der Arbeitswelt massiv erhöhen würde, während (in seiner Betrachtung: insbesondere in den USA) zig Millionen Arbeitsplätze in Herstellung, Einzelhandel, Landwirtschaft und Dienstleistungssektor durch die Digitale Revolution überflüssig werden.

Das Verschwinden der Arbeit
So zeigt er anhand weltweiter Wirtschaftsdaten mit detaillierten Beispielen auf, dass sich diese Entwicklung in der Zukunft fortsetzen werde. Rifkin stellte in Aussicht, dass bis 2010 nur noch 12 % der Weltbevölkerung in der Produktion arbeiteten; bis 2020 sollen es nur noch 2 % der Weltbevölkerung sein.
Aus diesem Verschwinden der Erwerbsarbeit ergibt sich für ihn auch die Frage nach der Bestreitung des Lebensunterhaltes bei den durch Rationalisierung und damit verbundene Prozesse überflüssig gemachten Angestellten und Arbeitern. Er belegt, dass zwar in einigen Bereichen die Aufwertung der Employability der Betroffenen Abhilfe bringen kann, dies aber in der Regel nur einer Minderheit der alten Belegschaft im Falle einer konkreten Umstrukturierung den gewünschten Effekt zeitige - ein Großteil der Betroffenen finde sich in der Langzeitarbeitslosigkeit wieder


Rifkin befürchtet aber nicht den Untergang der Zivilisation und einen Rückfall ins Mittelalter, sondern sieht vielmehr einen Strukturwandel, der mehr oder weniger harmlos vonstatten geht

Gleichzeitig mit diesem Verfall der Marktwirtschaft, aber auch des öffentlichen Sektors, argumentiert Rifkin, würde ein dritter Sektor, der Nonprofit-Bereich, entstehen und sich etablieren: Freiwilligenbasierte, gemeinschaftsbezogene Dienstleistungs-Organisationen, die mit öffentlicher Unterstützung neue Arbeitsplätze schaffen, um etwa den Stadtverfall aufzuhalten oder Soziale Arbeit zu verrichten.
Quelle wiki/Das_Ende_der_Arbeit


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Rho-ny-theta
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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:45
@WüC
Rifkin habe ich auch schon im Original gehört, da liegen Welten dazwischen.

Bei Paech ist es eine eher religiöse Überzeugung, puritanisch. Wir konsumieren Fleisch, Fisch, Eier und Öl, das dürfen wir nicht, wir müssen leiden. Nur der Verzicht kann uns retten. Wir dürfen nur, was er uns sagt, aufgehangen an diesen 2.7 Tonnen CO2. Wenn wir mehr wollen, kommen Dürre, Hunger und Tod. Wer zwei Kaffee trinkt ist der Teufel, war erlaubt man sich, eine Flugreise machen zu wollen. Klingt irgendwie, als würde ihm beim Verbieten einer abgehen, wenn ich das mal so unverblümt sagen darf.


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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:49
Jantoschzacke schrieb:Wenn ich für 20 Stunden Arbeit in der Woche auch reichlich entlohnt werde, dann bin ich auch dafür, ansonsten kann man davon wohl kaum leben
Als Politiker bestimmt :D


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habe-fertig
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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:54
@Rho-ny-theta
Ich schrieb ja der Grundgedanke sei gleich, nicht aber die Schlußfolgerungen.
Wobei man allerdings einräumen muss, dass es zumindest einen technischen Wandel geben muss wenn wir weiterhin um den Globus fliegen wollen.
Wir sind da schon in der Pflicht etwas zu tun - bei Paech klingt das aber so als sei das völlig unmöglich, was natürlich ein Schmarrn ist.


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Warhead
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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:54
@muellernadine
Du hast nichts weiter beizutragen als das altbekannte fröhliche "weiter so",Diffamierungen und Volksverhetzung sind hier fehl am Platze

@Rho-ny-theta
Elend,Leid und Tod,ist doch ein verheissungsvolles Programm das der Mann im Portfolio hat.Scheisse wird es so oder so,da schlag ich doch als Hedonist vor nochmal so richtig auf die Kacke zu hauen.
Anstatt verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen empfiehlt er also stattdessen gar keinen Umgang mehr


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El_Gato
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20-Stunden-Woche für alle

09.12.2012 um 23:55
Was ist das denn für ein Schwachsinn? Wie soll das gehen? Die Hälfte aller Autobahnen will dieser Spinner dichtmachen. Und was ist mit dem Verkehrsaufkommen? Will er den Leuten vorschreiben, wann sie Auto fahren dürfen und wann nicht?
Drei Viertel aller Flughäfen sollen, wenns nach dem geht (tut es Gott sei Dank aber nicht) auch geschlossen werden.
Ja, genau! Willkommen im Jahre 1912.
Dinge selber reparieren. Genau, weil das auch jeder kann.


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Rho-ny-theta
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20-Stunden-Woche für alle

10.12.2012 um 00:00
@Warhead
Meiner Meinung nach ist es absolut sinnvoll, bei Ressourcen zu verantwortungsvollem Umgang zu mahnen, auch bei der Umwelt selbst, Nachhaltigkeit ist ja sehr wichtig.

Paech rät aber nicht zu sinnvollem Umgang, er rät zu etwas, worunter man sich leicht sinnvolle Umgang vorstellen kann. Bei ihm wird der Verzicht zum Selbstzweck, Askese zum Erlebnis. Es ist nicht verwerflich, mobil sein zu wollen, oder in den Urlaub zu fliegen, oder ein Handy zu besitzen, usw. Was fehlerhaft und schädlich ist, sind unsere momentanen Methoden, diese Ziele zu erreichen.

Wenn wir z.b. E-Autos mit Solarstrom versorgen und somit im Prinzip emissionsfrei mobil sein könnten, spricht aus Nachhaltigkeitssicht nichts dagegen. Nur, dadurch dass wir alle Rüben von Kalles Acker fressen und unsere groben Wolljoppen wieder selber klöppeln, kommen wir da mit Sicherheit nicht hin.

Die Herausforderung der Zukunft wird sein, unseren Wissens-, nicht unbedingt Lebensstandard auf dem Niveau von heute zu halten und noch zu erweitern, ohne die Erde kaputt zu machen; Leute wie Paech werden da Randerscheinugen bleiben.


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Warhead
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20-Stunden-Woche für alle

10.12.2012 um 00:04
@Rho-ny-theta
Gibt ja schon Solarautos,Solarräder etc
Zu Zwangsaskese sind rund eine Milliarde Menschen gezwungen,unter anderem durch unseren Lebensstil


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20-Stunden-Woche für alle

10.12.2012 um 00:06
Warhead schrieb:Du hast nichts weiter beizutragen als das altbekannte fröhliche "weiter so",Diffamierungen und Volksverhetzung sind hier fehl am Platze
Genau, ich betreibe Volksverhetzung :D

Sagt gerade der, der sich WARhead nennt. Spricht nicht gerade für dich...


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Warhead
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20-Stunden-Woche für alle

10.12.2012 um 00:10
@muellernadine
Doch...spricht für mich,während du dich hinter Beliebigkeit eintarnst



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20-Stunden-Woche für alle

10.12.2012 um 00:15
@Warhead

Ist mir eigentlich relativ jucks, ob es da jetzt eine Band namens "Warhead" gibt. Es relativiert trotzdem nicht seine Bedeutung. Außerdem ist das offtopic, also schreibe mich bitte nicht mehr an.


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20-Stunden-Woche für alle

10.12.2012 um 07:09
Wenn das finansystem auf der ganzen welt gerecht waere, wenn man das zinzsystem boykottieren wuerde, so muessten wir wahrscheinlich noch weniger als 20std arbeiten und die "jetztigen 1000 euro" haetten sogar ein viel viel hoeheren wert!

der normale buerger muss verstehen, dass das geldsystem so ausgelegt Ist, dass wir praktisch zum grossen teil fuer die reichen arbeiten muessen!


Viele sehen das als utopisch an aber nur weil sie nicht wissen wie perfide unser geldsystem Ist!!!!

ein kurzes video dazu:



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