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Aktiv gegen den Kapitalismus

335 Beiträge, Schlüsselwörter: Kapitalismus, Diktatur, Widerstand
Branntweiner
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Aktiv gegen den Kapitalismus

25.02.2013 um 23:58
Negev schrieb:Ich denke jeder kann mit einem solchen Auskommen ein erfülltes Leben führen.

Alles was mehr erwirtschaftet wird sollte meiner Meinung nach umverteilt werden.
Und damit schließe ich nicht nur Manager ein sondern auch Sportler, Schauspieler, Musiker.
Sportler, die richtig gut verdienen, leben offiziell in Monaco. Manche richten es sich mit der Schweiz oder Österreich. Dann wird dieser Anteil eben höher. Auch das Beispiel Flick wird Schule machen.

Ein Steuersatz von 100% ab einer gewissen Einkommenshöhe bedeutet nicht, dass Menschen mit hohem Einkommen auch im Land bleiben.

Damit ist das Problem der Einkommensschere vielleicht gelöst, aber diejenigen, die wirklich mehr bräuchten, haben trotzdem nicht mehr. Das Land wird ein wenig ärmer.


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El_Gato
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Aktiv gegen den Kapitalismus

26.02.2013 um 00:00
zukunftsdenker schrieb:Wann kapieren die Menschen endlich mal, dass wir bereits in einer Diktatur leben?
Ich habe nie etwas anderes behauptet. Im Gegenteil, ich teile deine Ansicht.

@DerFremde

Ich habe nie gesagt, daß der Kapitalismus das beste System wäre. Dennoch ist er besser als sein Gegenstück.
Es gibt kein perfektes politisches System, ganz einfach weil der Mensch nicht perfekt ist.
Finanzdiktatur ist aber eine gute Bezeichnung. Geld regiert die Welt. So war es schon immer und so wird es wohl noch sehr lange Zeit bleiben.


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interrobang
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Aktiv gegen den Kapitalismus

26.02.2013 um 00:09
@zukunftsdenker
Wir leben in einer Demokratie. Wen du eine Diktatur suchst dan geh nach Nordkorea. Da hast du auch kommunismus.


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Aktiv gegen den Kapitalismus

26.02.2013 um 00:10
@El_Gato
El_Gato schrieb:Ich habe nie gesagt, daß der Kapitalismus das beste System wäre. Dennoch ist er besser als sein Gegenstück.
Aus welcher Sicht besser? Deiner? Der Sicht der Reichen?

Wir müssen nur nach Polen schauen. Die Menschen waren mit dem Kommunismus zufriedener, auch wenn es nur ein Pseudo-Kommunismus unter Herrschaft der Sowjets war, aber den Menschen ging es besser als jetzt. Die Arbeitslosenquote lag 1990 bei 5,9 %, 2011 sind es 11,6 %. In Polen beträgt ein Durchschnittsverdienst circa. 250-300 Euro monatlich, bei ähnlichen Lebensmittelkosten, die wir hier haben. Die Menschen leben dort am Existenzminimum. Der Kapitalismus hat das Land zerstört!


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El_Gato
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26.02.2013 um 00:16
@zukunftsdenker

Ich komme aus Polen. Es mag sein, daß es den Menschen zunächst besser ging, aber ein paar Jahre vor dem Fall der UdSSR und so weiter nicht mehr. Deswegen lebe ich heute auch in Deutschland.
Meine Mutter hat mir viel erzählt und glaub mir, das Letzte, was wir Polen wollen, ist den Kommunismus zu reaktivieren.
Es stimmt allerdings, daß es in den 60er und 70er so war, daß alle genug zu Essen und ein Dach überm Kopf haben, doch reicht das nicht aus, damit der Mensch zufrieden ist.

Nicht der Kapitalismus hat Polen "zerstört", sondern 40 Jahre Kommunismus haben das getan, bevor die Sowjetunion aufhörte zu existieren. Als zerstört würde ich Polen auch bei weitem nicht bezeichnen, auch wenn der Lebensstandard nicht so hoch ist wie in den westlichen Nationen.


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Aktiv gegen den Kapitalismus

26.02.2013 um 00:23
@zukunftsdenker
zukunftsdenker schrieb:Wann kapieren die Menschen endlich mal, dass wir bereits in einer Diktatur leben?
Da hast du vollkommen recht. Natürlich nur, wenn man keine AHnung hat, was eine Diktatur ist. Oder wenn man es weiß, aber es vorzieht, metaphorisch auf die vielen Opfer tatsächlicher Diktaturen zu spucken.

@Negev
Negev schrieb:Einen "anstendigen" Lohn zu verdienen sollte aber kein streitpunkt sein sondern selbstverständlich!
Tja, sollte, müsste, hätte. Ist aber halt offensichtlich nicht so.
Und daran ändert sich auch nichts, wenn irgendwas gesetzlich vorgeschrieben wird.
Negev schrieb:Wie sollte das ohne Regeln/Mindestlohn funktionieren? In der BWL-Welt sind wir doch nichts anderes als Substitutionsgüter.
Inwiefern sind wir denn SUbstitutionsgüter?
Und nicht falsch verstehen, ich befürworte einen Mindestlohn. Allerdings nicht einen gesetzlichen. Die Gewerkschaften sind dafür da, die Arbeitnehmer zu vertreten. Damit ist auch einzig und allein ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass jeder Arbeitnehmer, den sie vertreten einen anständigen Lohn kriegt. Könnten sie das? Definitiv. Tun sie das? Nein. Und wieso nicht? Weil die Gewerkschaftler irgendwelche Pflaumen an ihre Spitze wählen, die ihre AUfgabe nicht verstanden haben. Es ist nicht die Aufgabe, eines Gewerkschaftsführers, durch Talkshows zu tingeln und einen auf großen Macker in der Politik zu machen und Forderungen an Politiker zu stellen.
Ein Gewerkschaftsführer, der seinen Job richtig macht, hat es garnicht nötig, nach einem gesetzlichen Mindestlohn zu krakeelen. Denn die Aushandlung der Entlohnung der Arbeitnehmer, die er vertritt, fällt in sein Ressort. Er sorgt also selber und vor allem direkt dafür, dass die Arbeitnehmer ordentlich entlohnt werden, anstatt dadurch Unfähigkeit zu demonstrieren, dass er diese Aufgabe auf den Gesetzgeber abwälzt.
Aber das scheint den Arbeitnehmern offensichtlich nicht wichtig zu sein. Lieber holen sie sich Knalltüten als Vertreter, die groß rumschreien, was alles für die Arbeitnehmer verbessert werden muss, anstatt dort, wo sie die Möglichkeit haben, all diese gewünschten Verbesserungen durchzusetzen, nämlich bei den Tarifverträgen in direkter Verhandlung mit den Arbeitgebern, ihre Ideen umzusetzen.

Und um gleich mal die beiden Argumente vorwegzunehmen, die man da so am häufigsten dagegen hört:
Die Gewerkschaftsführer stecken mit den Arbeitgebern unter einer Decke.
=> Dann muss man sich halt bessere Gewerkschaftsführer holen.

Die Arbeitgeber würden Standorte schließen etc., wenn die Gewerkschaften ernsthaft versuchen würden, Mindestlohn etc. durchzusetzen, deswegen muss der Staat das machen.
=> Ob der Staat oder der Tarifvertrag einen Midnestlohn etc. festlegt, kommt für den AG auf das gleiche raus. Wenn er also wirklich die ganzen Drohungen wahrmacht, dann unabhängig davon, von welcher Seite aus der Mindestlohn initiiert wurde.

@zukunftsdenker
Zu Polen: Du hast vergessen, darauf hinzuweisen, dass schon vor dem Ende des Kommunismus die Wirtschaft in Polen den Bach runterging.
Und die Arbeitslosigkeit ist das wohl durchsichtigste Verschleierungsmittel der Missstände im damaligen Ostblock überhaupt. Denn egal, wie beschissen es allen ging, die Beschäftigung wurde aus ideologischen Gründen künstlich oben gehalten. Dass dann, wenn kein Sowjet mehr seine realitätsverzerrende Hand darüber hält, die Arbeitlosigkeit hochschießt, hat nichts mit der verschlechternden Wirkung des Kapitalismus, sondern im Gegenteil mit den beschönigenden Aktionen des vorherigen pseudo-kommunistischen Regimes zu tun.


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26.02.2013 um 00:23
@El_Gato

Ich bin selbst Pole. Die Zahlen, Daten und Fakten sprechen eine andere Sprache. Du solltest dich mehr mit der Chicagoer Schule befassen und den Wandel vom Kommunismus zum Kapitalismus in den 90ern in Polen.

Früher wurden wir nur von den Russen bestohlen, jetzt bestehlen uns alle!


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26.02.2013 um 00:31
@tris
tris schrieb:Du hast vergessen, darauf hinzuweisen, dass schon vor dem Ende des Kommunismus die Wirtschaft in Polen den Bach runterging.
Die Wirtschaft ging den Bach runter, weil langsam die ganze Sowjetunion zusammenbrach. Wenn die Polen damals richtig gehandelt hätten, indem sie sich von den Sowjets abgekoppelt hätten und sich nicht auf die Pläne der Chicagoer Schule eingelassen hätten, dann ging es Polen heute besser, da sie unabhängig wären. Sie hätten einen echten kommunistischen Staat aufbauen können.
Obwohl wir alle wissen, dass die Amis sich alles mit Gewalt unter Nagel reißen würden, wie sie es überall auf der Welt tuen und getan haben.


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Aktiv gegen den Kapitalismus

26.02.2013 um 00:35
@tris
tris schrieb:die Beschäftigung wurde aus ideologischen Gründen künstlich oben gehalten.
Das entspricht nicht der Wahrheit. Früher hatte fast jeder einen Job. Heute müssen die Menschen im Ausland arbeiten, um dort ihre Brötchen zu verdienen, weil sie es in ihrem Land nicht tuen können. Was glaubst du, wieso so viele Polen nach Deutschland kommen? Sie würden gerne in der Heimat bleiben, aber es gibt kaum Jobs.


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El_Gato
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Aktiv gegen den Kapitalismus

26.02.2013 um 00:37
zukunftsdenker schrieb:Früher hatte fast jeder einen Job.
Was waren das für Jobs? Fünf Straßenfeger für eine Straße, deswegen hatte fast jeder einen Job.
Egal ob dieser nun sinnvoll/notwendig war oder nicht.


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collectivist
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Aktiv gegen den Kapitalismus

26.02.2013 um 00:39
@Negev
Die Meisten, die monatlich mindestens 2500 Euro Netto Gehalt/Lohn erhalten, werden von sich aus nen Scheissdreck unternehmen, um den Kapitalismus zu desavouieren, zu reformieren oder ihn gar vollständig abzuschaffen. Aber das wundert mich auch nicht wirklich.
Mich wundert eher, warum die meisten derjenigen, die es eigentlich total nötig hätten (Leiharbeiter, Niedriglöhner, etc), nix dagegen tun! Zufrieden mit ihrem Einkommen scheinen Geringverdiener nicht zu sein, aber subversiv proletarisch verhalten sich die meisten trotzdem nicht. Marx bezeichnete diese phlegmatischen und obrigkeitshörigen Oppurtunisten als Lumpenproletarier ohne Klassenbewusstsein.
Nicht jeder Lohnabhängige, welcher wenig verdient, ist sozialistisch oder kommunististisch eingestellt, im Gegenteil, auch Konservative können Geringverdiener sein, aber für die meisten von denen ist der Kapitalismus entweder ''Gottgewollt'' oder ein invariantes Naturgesetz. Mit solchen rechten kleinbürgerlichen Lumpenproleten lässt sich keine erfolgreiche proletarische Arbeiterbewegung aufbauen, geschweige denn ne siegreiche Revolution herbeiführen. Für solche Leute hab ich absolut keine Solidarität übrig, vielmehr Verachtung... sollen die halt weiterhin für Hungerlöhne schuften gehen. Auch dass willige Niedriglöhner die Löhne allgemein in den Keller drücken, dürfte hinlänglich bekannt sein
El_Gato schrieb:Dann wäre dir eine kommunistische Diktatur, in der du auch nur ein Sklave wärst, lieber?
Unsinn. Im kommunistischen Manifest lesen wir: ''ein wie auch immer gearteter Kommunismus kann nur ein demokratischer sein'', dies gilt vor allem auch im Bereich der Mikroökonomie.
Kommunismus und Diktatur schließen sich aus (klassenlose Gesellschaft, kein Staat, kein Führer), Sozialismus und Diktatur jedoch nicht. Sklaverei hat eher nen kapitalistisch-feudalistischen Charakter (Sklaven sind halt die billigsten Arbeitskräfte).
Nochmal für bornierte Zeitgenossen: die Sowjetunion war lediglich sozialistisch (laut Verfassung jedoch kein Führerstaat), nicht kommunistisch, Kommunismus wie in der Theorie gab es noch nie!


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Repulsor
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26.02.2013 um 00:39
@Negev
Negev schrieb:Aktiv gegen den Kapitalismus
Als ersten muss eine reform des Geldsystems her.


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interrobang
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26.02.2013 um 00:41
@Repulsor
Warum das den? Willst du wiedr zum tauschgeschäft übergehen?


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26.02.2013 um 00:42
@zukunftsdenker
zukunftsdenker schrieb:Das entspricht nicht der Wahrheit. Früher hatte fast jeder einen Job.
Und wo wiedersprichst du mir jetzt da? Natürlich hat fast jeder einen Job, wenn die Beschäftigung künstlich oben gehalten wird. Darum geht es dabei doch gerade.

@collectivist
collectivist schrieb:Kommunismus wie in der Theorie gab es noch nie!
Und wird es auch nie geben, weil er mit dem Menschen nicht möglich ist. Es wird immer Leute geben, die an die Macht streben. Und wie die Geschichte gezeigt hat, ist eines der ebsten Mittel, sich an die Spitze der Arbeiterklasse zu stellen und einen auf Klassenkampf zu machen.
ALso ganz ähnlich, wie du es vormachst.


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El_Gato
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26.02.2013 um 00:43
@collectivist

Wie schon gesagt, in der Theorie ist der Kommunismus durchaus ein menschliches und gutes System, aber die Umsetzung des Selbigen scheitert immer nur an einem Faktor: dem Menschen.

Wenn du ein tatsächlich existierendes kommunistisches System suchst, dann musst du ins Reich der staatenbildenden Insekten schauen.
Doch sind Menschen keine Ameisen, Termiten usw. und haben auch ganz andere Bedürfnisse.


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dergeistlose
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Aktiv gegen den Kapitalismus

26.02.2013 um 00:44
@Negev



Was ist das System?! Was ist Sklaverei?! Wann bist du ein Sklave?! Bist du ein Sklave wenn du unabhängig bist?! Bist du ein Sklave wenn du nicht unabhängig bist?! :)

Egal ob Milliardär, armer Schlucker, Mittelverdiener, Selbstversorger oder Freiheitskämpfer, in jedem Fall bist du ein Sklave "deiner" Gedanken. Wer gehorcht nicht "seinen" Gedanken und unterwirft sich ihnen..... :)


Wenn du also wirklich frei sein willst, dann sei frei. Dazu musst du weder etwas tun, noch nicht tun. Sei es. Es ist einfacher als einfach......


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collectivist
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Aktiv gegen den Kapitalismus

26.02.2013 um 00:46
tris schrieb:Und wird es auch nie geben, weil er mit dem Menschen nicht möglich is
Völlig auschliessen kann man es nicht, aber ich fürchte, dass wird noch ne ganze Weile dauern. Ich bin aber durchaus der Ansicht, dass es den idealen Kommunismus in der Fernen Zukunft (wie in der Theorie) geben wird


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El_Gato
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Aktiv gegen den Kapitalismus

26.02.2013 um 00:48
@collectivist

Das kann durchaus sein, wenn wir eines schönen Tages Technologie wie im Star Trek Universum zur Verfügung haben werden.

Es gibt jedoch schon heute einen Ort, wo der Kommunismus funktioniert: das Internet.
Ich denke du weisst, worauf ich hinaus will...


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collectivist
ehemaliges Mitglied

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Aktiv gegen den Kapitalismus

26.02.2013 um 00:49
@El_Gato
Für den Anfang würde ein bedingungsloses Grundeinkommen auch schon reichen. Hauotsache, man ist nicht mehr gezwungen, jeden Drecksjob für jeden Hungerlohn anzunehmen


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El_Gato
ehemaliges Mitglied

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26.02.2013 um 00:50
@collectivist

Da bin ich mit dir ganz einer Meinung. :)
Aber dazu wird es leider nicht kommen, fürchte ich.


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