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Warum gibt es Gott

284 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Religion
oneisenough
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Warum gibt es Gott

22.09.2013 um 14:47
@Noumenon
Noumenon schrieb:Definiere 'kommunikatives Verhalten'...
= Eine Wirkung zum Ausdruck bringen, für keinen beliebigen, sondern einen ganz bestimmten Zweck.

Im Gegensatz zu nicht-kommunikativem Verhalten, verstanden als eine Wirkungslosigkeit, weil kein bestimmter Zweck zum Ausdruck gebracht werden soll.
Noumenon schrieb:Mein 'nein' bezieht sich auf dieses 'kommunikatives Verhalten', was auch immer genau damit gemeint sein soll... Menschen und andere Lebewesen kommunizieren, Steine und Moleküle nicht...
Auch Moleküle agieren und reagieren und zwar in jeweils ganz bestimmten Art und Weisen. Ein Molekül-A reagiert auf etwas Bestimmtes vollkommen anders, als es das Molekül-B in vergleichbarer Situation tut. Würde es kein kommunikatives Erkennen von Wirkungen geben, würde man stattdessen beobachten können, dass sämtliche Moluküle in einer bestimmten Situation immer gleich reagieren. Doch das tun sie nicht.

Ein Stein-A reagiert mit Wasser vollkommen anders, als derselbe Stein, wenn er einer Temperatur von mehreren 1.000 Grad ausgesetzt ist. Würde der Stein den Unterschied zwischen Wasser und Hitze nicht bemerken, gäbe es keine solchen unterschiedlichen Reaktionen und ein Stein würde stets nur in einer einzigen Art und Weise reagieren, eben der, die einen Stein als solchen charakterisiert.

Man kann darüber streiten, ob Steine und Moleküle ein vergleichbares Bewusstsein haben, wie wir Menschen, und man wird zu dem Schluß gelangen, dass das offensichtlich nicht der Fall ist. Doch man kann nicht abstreiten, dass sowohl ein Molekül wie auch ein Stein in jeweils unterschiedlichen Situationen anders reagieren. Beide zeigen jeweils kein beliebiges, sondern ein ganz bestimmtes Verhalten. Und jedes Verhalten, welches auch immer, ist ein kommunikatives Verhalten. Es ist aktiv, von einer bestimmten Wirkung, von einer bestimmten Intensität und Qualität.

Wieso zweifelst du daran, wenn du es doch überall beobachten kannst?


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arb
ehemaliges Mitglied

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Warum gibt es Gott

22.09.2013 um 15:48
oneisenough schrieb: Beide zeigen jeweils kein beliebiges, sondern ein ganz bestimmtes Verhalten. Und jedes Verhalten, welches auch immer, ist ein kommunikatives Verhalten. Es ist aktiv, von einer bestimmten Wirkung, von einer bestimmten Intensität und Qualität.
Es ist aber NICHT aktiv im Sinne einer freien Wahl , die so etwas wie "Ausüben" darstellen würde .
Jedes Verhalten , auch von Steinen oder sogenannten "unbelebten" Erscheinungen , wird nicht durch "ausgeübte" Kommunikation bestimmt , sondern durch einen WIRKUNGSKONTEXT , der ... letztlich ... immer aus dem Kontext ALLER Erscheinungen in SUMME besteht .
Damit ist "Kommunikation" nur eine Art Hilfsbegriff , denn erstens ist Kommunkation immer in einem Zeitverlauf von WirkungEN zu sehen , und dem ist nunmal NICHT so , sondern die ( jeweilige ) Wirkung erfolgt stets JETZT aus dem REINEN SEINSKONTEXT heraus ( völlig ohne Kommunikationsnotwendigkeit , da es weder zu einer "Absprache" noch eines "Hinweises" noch einer "Korrektur" aus Information kommen wird ).
Der REIN EXISTENZIELLE KONTEXT von Erscheinungen im DYNAMISCHEN GESAMTKONTEXT "steuert" und bewegt das Geschehen . Das reichlich oberflächlich mit "Kommunikation" zu bezeichnen erscheint mir kritikwürdig da es schnell missverstanden werden wird . Wie man ja am Gesprächsverlauf hier sehen kann .

werter @oneisenough , da würde ich mir aber vor der Schriftlegung in ein Manuskript die Wortwahl noch kräftig überlegen . Aber das wird ja ein Lektor , wenn er denn fähig ist , von ganz alleine tun .
.


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Warum gibt es Gott

24.09.2013 um 04:34
@Branx
Branx schrieb:Den Zustand des Schlafes kann man meines Erachtens nicht mit dem Nichtsein vergleichen.
Aus der Introperspektive sind beide Zustände ziemlich gleich - wenn man mal von Träumen absieht.
Branx schrieb:Menschen wissen, dass Sie nach dem schlafen wieder aufstehen werden.
Aha! Und genau das ist der Punkt. Es ist wohl kaum die Vorstellung, irgendwie 'nicht da zu sein', die den Menschen solch Unbehagen bereitet, sondern die Endgültigkeit dieses Zustandes, die mit dem Tod (mutmaßlich) einhergeht. Hinzu kommen noch diverse andere Dinge, etwa die Tatsache, dass der Todeszeitpunkt in der Regel unvorhersehbar ist und rein theoretisch jeden Tag eintreten könnte, auch morgen schon.
Branx schrieb:Aber ich gebe dir in dem Punkt Recht, dass zumindest ich keine Angst vor der Nichtexistenz hab, weil ich frei darüber denken kann ohne Furcht zu haben.
Wie kann ich vor etwas Angst haben, dass nicht existiert. ;-)
Naja, die typische Sichtweise Epikur's: "Der Tod geht mich eigentlich nichts an. Denn wenn er ist, bin ich nicht mehr, und solange ich bin, ist er nicht."

Solche Aussagen gehen aber am Kern der Problematik vorbei. Es ist ja nicht der Tod selbst, der eine gewisse Furcht hervorruft, sondern der Gedanke oder der Ausblick auf das Eintreten des künftigen und unvorhersehbaren Todes. Der Gedanke im Hier und Jetzt, sofern man sich nicht diverser Verdrängungsstrategien bedient - bspw. leben die meisten Menschen im Glauben, dass es sie eh erst jenseits der 70 oder 80 erwischt und sie bis dahin ihr Leben hinreichend gelebt haben werden.

@SagopaKajmer
SagopaKajmer schrieb:Dann antworte doch jetzt mal die Kernfrage;

Warum gibt es Gott?
Damit die Frage, warum etwas existiert, einen Sinn ergibt, müsste man wohl erst einmal feststellen, dass etwas existiert, nicht wahr...? Hängt außerdem auch davon ab, was genau man eigentlich überhaupt unter 'Gott' versteht...

@saba_key
saba_key schrieb:Unterscheidet sich die Software, die auf Humanoiden läuft, von der Software eines Computers
oder bekommen wir Computers in Love?
Mit "Computers in Love" kann ich irgendwie nix anfangen...

Und ja, die "Software" im Gehirn unterscheidet sich natürlich von der Software eines Computers. Zumindest die Software eines Computers ist gewissermaßen ein Emergenzphänomen. Die Frage wäre nun, ob auch das Bewusstsein emergent aus der Dynamik von Neuronen hervorgeht, oder ob dem Bewusstsein eine eigene 'Dimension' zukommt.

@oneisenough
oneisenough schrieb:= Eine Wirkung zum Ausdruck bringen, für keinen beliebigen, sondern einen ganz bestimmten Zweck.
Ok, das wäre dann also erst einmal deine Privatdefinition von 'kommunikativem Verhalten', gut...
oneisenough schrieb:Im Gegensatz zu nicht-kommunikativem Verhalten, verstanden als eine Wirkungslosigkeit, weil kein bestimmter Zweck zum Ausdruck gebracht werden soll.
Nun... neulich meintest du ja, dass ausnahmslos alles im Universum ein kommunikatives Verhalten zeigt:
oneisenough schrieb:Kannst du mir erklären, warum ich bemerke, dass ausnahmslos alles im Universum miteinander agiert und reagiert und damit eindeutig und unmissverständlich ein kommunikatives Verhalten zeigt?
Deshalb habe ich hier etwas Schwierigkeiten, mir "nicht-kommunikatives Verhalten" vorzustellen...
oneisenough schrieb:Wieso zweifelst du daran, wenn du es doch überall beobachten kannst?
Ich zweifle lediglich daran, ob 'kommunikatives Verhalten' der passende Begriff für die dargelegten Gegebenheiten ist. Legt man deine Definition zugrunde, dann - und nur dann - könnte man dem sicherlich zuzustimmen.

An und für sich führst du hier aber nur neue Begrifflichkeiten oder Umschreibungen für bereits bekannte Sachverhalte ein. Dass Materie untereinander ständig in Wechselwirkung steht, ist ja an und für sich nix Neues.


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oneisenough
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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 15:21
@Noumenon

Zunächst mal: Es gibt keine richtigen oder falschen Begriffe. Jeder Begriff kommt allein durch Vereinbarung zustande.

Die Begriffe "Kommunikation" und "Wechselwirkung" meinen beide einen ablaufenden Vorgang, bei dem es 2 Beteiligte gibt, die etwas miteinander austauschen. Das ist das Fundamentale, was jeder dieser beiden Begriffe zum Ausdruck bringen soll.

Wenn du einen anderen fundamentalen Vorgang erkennen kannst, der durch diese zwei Begriffe zum Ausdruck gebracht werden soll, dann lass es mich wissen.

Ich schrieb zuvor, dass alles im Universum miteinander kommuniziert. Du hast darauf mit einem klaren "Nein" geantwortet. Jetzt schreibst du allerdings ...
Noumenon schrieb:Dass Materie untereinander ständig in Wechselwirkung steht, ist ja an und für sich nix Neues.
Was genau willst du mir eigentlich mitteilen? Etwa, dass man das, was zwei Elementarteilchen miteinander tun oder die Wechselwirkung zweier Galaxien oder das, was wir beide hier gerade tun, nicht als kommunikativen Vorgang bezeichnen darf, bei dem alle genannten Beteiligten etwas miteinander austauschen? Die Idee ist sehr verlockend, doch genau das kann man nicht beobachten. Stattdessen beobachtet man überall einen solchen Vorgang und vereinbart viele weitere Begriffe dafür, allerdings nur, um die ausgetauschten Inhalte auch sprachlich auseinanderzuhalten, nicht aber, was aber den fundamentalen Vorgang des Austauschens an sich betrifft.

Lass es mich wissen, wenn du statt des Kommunikationsvorgangs an sich, lieber über die ausgetauschten Inhalte und ihre Bezeichnungen sprechen willst. Vielleicht hilft das bei der Antwortung der Threadfrage. Da fällt mir ein ...

Angenommen es gibt einen Gott. Wenn dieser nun in keiner noch so gearteten Weise mit dir kommuniziert, - was wüßtest du dann über sein Vorhandensein? Vielleicht ist das Sub-Thema Kommunikation ja gar nicht so offtopic, wie manche vorschnell denken ...


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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 15:55
Kommunikation bezieht sich auf das Austauschen von bewusster oder definierter Aufmerksamkeit.
Man kommuniziert. Kommunikation ist also nicht zufallig und undifferenziert gleichzusetzen mit
Wechselwirken.


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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 15:59
Das Wechselwirken ist eine Form des unterschwelligen Informationsaustausches
ohne bewusste oder definierte Kommunikation.


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oneisenough
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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 16:10
@schrägDenker

"Unterschwelliger Informationsaustausch" ist ein lustiger Begriff. :)

Wozu es diesen Austausch wohl geben mag, wenn nicht aus kommunikativen Gründen um früher oder später bemerkt werden zu können?


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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 16:20
Unser Unterbewusstsein ist unterschwellig. Weil es annähernd 40tausend Sinneseindrücke pro Sek.
registriert, ohne dass wir davon was merken.


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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 16:24
@oneisenough
Kommunikation ist immer "beabsichtigt".
Zufällige Begegnungen folgen keiner Absicht.


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oneisenough
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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 16:29
@schrägDenker

Wenn du nicht jeden einzelnen dieser 40tausend Eindrücke bemerken kannst, sollte es dich nicht wundern, wenn du den Zufall als Erklärungsprinzip heranziehst. Zufall ist ein anderer Begriff für Erklärungsmangel.


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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 16:33
@oneisenough
Nur für dich. für mich ist Zufall das Verhältnis zwischen sehr wahrscheinlich und kaum Wahrscheinlich


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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 16:44
wenn die Katze ein Huhn wäre, würde sie sehr warscheinlich Eier legen.
Zufallig ist die kein Huhn deswegen wäre es glat eim Wunder, wenn sie doch.... :D


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oneisenough
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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 16:44
@schrägDenker

Ja, das kannst du gerne so handhaben.

Ich beschreibe mit den Formulierungen "sehr wahrscheinlich" und "kaum wahrscheinlich", wie auch ihr jeweiliges tatsächlich mögliches Eintreten, ausschließlich als Vorstellungen, aber niemals als Zufall.

Ein Zufall ist für mich weder etwas sehr wahrscheinliches noch etwas kaum wahrscheinliches, sondern ein tatsächlich erfolgter Vorgang, den ich mir nicht erklären kann.

Ein Zufall sagt bereits "Da ist etwas passiert". Er meint keinesfalls eine Wahrscheinlichkeit. Aber wenn es dich zurfriedenstellt und du verstanden wirst, kannst du es natürlich gerne so nennen.

Sei mir nicht böse, aber ich beende hier die Diskussion über Begriffe.


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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 16:46
@oneisenough
Ich kann mir den Zufall sehr gut erklären.


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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 16:52
Man muss nur so lange wurfeln bis der Zufall eintrit.
Benutzt man aber gleichzeitig so viele Würfel wie es Teile gibt aus denen unser Universum besteht dann braucht man nur ein einziges mal zu wurfeln, damit auch zufallig das Ergebnis "Leben" dabei heraus kommt.


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oneisenough
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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 16:55
@schrägDenker

Ich beginne allmählich die Bedeutung deines Usernamens immer besser zu verstehen. :)


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Warum gibt es Gott

25.09.2013 um 23:33
@oneisenough
oneisenough schrieb:Zunächst mal: Es gibt keine richtigen oder falschen Begriffe. Jeder Begriff kommt allein durch Vereinbarung zustande.
Etwas anderes hatte ich ja auch nirgends behauptet. :)
oneisenough schrieb:Die Begriffe "Kommunikation" und "Wechselwirkung" meinen beide einen ablaufenden Vorgang, bei dem es 2 Beteiligte gibt, die etwas miteinander austauschen. Das ist das Fundamentale, was jeder dieser beiden Begriffe zum Ausdruck bringen soll.
Ja, aber entscheidend ist hier, WAS genau ausgetauscht wird. Im Falle von Kommunikation ist es bspw. Information - und zwar semantische. Im Falle der Wechselwirkung könnte man argumentieren, dass auch hier stets Information ausgetauscht wird, hier dann aber lediglich syntaktische.

Der Unterschied zwischen syntaktischer und semantischer Information sollte klar sein. Bspw. Dürr hatte das anhand eines Gedichtes einmal sehr gut verdeutlicht:
www.youtube.com/watch?v=JxoSMOIW5J0#t=6060

Mit diesem Text erhältst du bereits Information: "Ejft jtu fjo Ufyu.", jedoch lediglich syntaktische. Wenn du jetzt aber jeden Buchstaben im Alphabet nach links schiebst, erhältst du neben der gleichen Menge syntaktischer Information zusätzlich auch noch semantische Information, nämlich eine klassische Aussage: "Dies ist ein Text."

Aber genaugenommen wird zwischen Menschen eigentlich gar keine (semantische) Information ausgetauscht, bzw. geschieht das lediglich mittelbar. Der Eine versucht etwas (bspw. Gedanken oder Emotionen) zum Ausdruck zu bringen (bspw. durch Mimik oder Sprache, bzw. Laute und Schriftzeichen), der Andere interpretiert diesen Ausdruck oder versucht es zumindest. Nehmen wir den Begriff der "Kommunikation". Du verstehst da offenbar ein wenig etwas anderes als ich. Wenn du von "Kommunikation" sprichst, dann weiß ich dadurch noch lange nicht automatisch, was genau du mir damit eigentlich sagen willst (=semantische Information). Mir bleibt nur, deine Aussagen anhand meiner (Privat-)Definitionen zu interpretieren. Wir könnten uns zwar auf eine gemeinsame Definition des Begriffes einigen, aber das verlagert das Problem nur. Denn jeder definierte Begriff setzt wieder andere definierte Begriffe voraus, die abermals definiert werden müssten oder vor dem Hintergrund der eigenen (meist nur sehr vagen) Definitionen interpretiert werden. (Semantische) Information im Zuge der Kommunikation wird also nicht direkt und unmittelbar übertragen, sondern nur über den Umweg von Ausdruck und Interpretation.
oneisenough schrieb:Ich schrieb zuvor, dass alles im Universum miteinander kommuniziert. Du hast darauf mit einem klaren "Nein" geantwortet.
Sicher. Weil ich - wie so ziemlich die meisten anderen Menschen auch - unter Kommunikation eben etwas anderes verstehe.
Jetzt schreibst du allerdings ...
Dass Materie untereinander ständig in Wechselwirkung steht, ist ja an und für sich nix Neues.
Sicher. Unterscheidet sich ja syntaktisch und letztendlich auch semantisch von deiner Aussage, dass Materie untereinander kommuniziert. Du könntest zwar 'kommunizieren' als 'wechselwirken' definieren, aber genausogut könntest du auch von vornherein 'wechselwirken' statt 'kommunizieren' sagen.
oneisenough schrieb:Was genau willst du mir eigentlich mitteilen? Etwa, dass man das, was zwei Elementarteilchen miteinander tun oder die Wechselwirkung zweier Galaxien oder das, was wir beide hier gerade tun, nicht als kommunikativen Vorgang bezeichnen darf, bei dem alle genannten Beteiligten etwas miteinander austauschen?
Im ersten Fall 'ja', im zweiten Fall 'nein'. Wobei ich dieses 'ethische Dürfen' hier allerdings nicht verwenden würde. Prinzipiell darfst (=es ist nicht verboten) du die Wechselwirkung zweier Galaxien auch als Kampf oder Koitus bezeichnen, und ex post 'Kampf' bzw. 'Koitus' als 'Wechselwirkung' definieren, aber es macht nicht wirklich viel Sinn...

Und wie gesagt, auch wir beide tauschen eigentlich nicht wirklich etwas aus. Materielles schon gar nicht und etwas Nicht-Materielles, wie etwa Information, auch nicht wirklich. Deine Gedankengänge sind ja immer noch in deinem Kopf und wandern nicht plötzlich rüber zu meinem Kopf. Du versuchst sie lediglich auszudrücken und ich sie zu interpretieren, wodurch in meinem Kopf dann hoffentlich in etwa die gleiche semantische Information deiner Ausführungen vorliegt (Dürr würde sagen, wir erinnern uns gegenseitig...). Ist vielleicht auch ein wenig pedantisch. Grob kann man schon durchaus sagen, dass Menschen Informationen austauschen, es ist halt nur nicht 100% korrekt... :)
oneisenough schrieb:Angenommen es gibt einen Gott. Wenn dieser nun in keiner noch so gearteten Weise mit dir kommuniziert, - was wüßtest du dann über sein Vorhandensein? Vielleicht ist das Sub-Thema Kommunikation ja gar nicht so offtopic, wie manche vorschnell denken ...
Hängt jetzt erstens wieder davon ab, was man unter "kommunizieren" versteht, und zweitens, was man eigtl. unter "Gott" versteht, und drittens, was man eigentlich unter "existieren" versteht...

Zumindest hat noch kein Gott mit mir gesprochen - wenn, dann nur durch mich (die typische 'innere Stimme', sozusagen). Das wäre dann aber kein Gott, der außerhalb seiner Geschöpfe (und der Welt) steht, sondern sich in ihnen oder durch sie manifestiert - jedes Individualbewusstsein ist sozusagen ein Teil eines großes "Weltgeistes". Nebenbei wäre dieser Gott dann nicht nur mutmaßlicher Weltschöpfer, im Anfang der Zeit, sondern auch weiterhin schöpferisch in der Welt tätig. Denn nichts anderes machen die Menschen (und andere Lebewesen auch) ja: sie gestalten die Welt.

Ansonsten, wie gesagt, hat sich noch niemand bei mir vorgestellt und sinngemäß gesagt: "Hallo, hier bin ich. Gestatten, Gott." Tja... und was weiß ich in diesem Fall über das Vorhandensein eines solchen persönlichen Gottes? Genaugenommen gar nix. Daraus folgt weder, dass er existiert, noch dass er nicht existiert. Haben schon einmal irgendwelche Außerirdischen irgendwie mit uns Menschen kommuniziert? Vermutlich nicht, aber heißt das, dass es sie nicht gibt? Natürlich nicht.

@schrägDenker
schrägDenker schrieb:Benutzt man aber gleichzeitig so viele Würfel wie es Teile gibt aus denen unser Universum besteht dann braucht man nur ein einziges mal zu wurfeln, damit auch zufallig das Ergebnis "Leben" dabei heraus kommt.
Blödsinn. Was sollte hier denn bitte der Wahrscheinlichkeitsraum sein? Zufall setzt notwendigerweise voraus, dass es auch noch andere mögliche und denkbare Alternativen gibt, die man dann alle in einem Wahrscheinlichkeitsraum zusammenfasst. Die 6 beim Würfelwurf ist zufällig, denn möglich gewesen wäre auch eine 1, 2, 3, 4 oder 5, der Wahrscheinlichkeitsraum ist also {1,2,...,6}. Was aber sollen die Alternativen zum Leben sein?

Man könnte sich höchstens auf die Naturkonstanten zurückziehen und behaupten, dass es zumindest hier offensichtlich Alternativen gibt, nämlich andere Universen mit ebenfalls anderen Naturkonstanten (Gravitation etwas kleiner, größer etc. pp.). Damit hat aber noch nicht das Leben selbst eine Alternative.

Auch Planeten lassen sich bspw. mit Hilfe von Konstanten beschreiben, etwa Rotationsperiode, Durchmesser, Abstand zur Sonne, Fallbeschleunigung, Neigung der Rotationsachse, Umlaufzeit etc. pp. Einige dieser Konstanten sind kontigent (oder zufällig), wie etwa die Masse der Erde, und anderen Konstanten lassen sich zum Teil auf wieder andere Konstanten und fundamentalere Konstanten zurückführen, wie etwa die Fallbeschleunigung (ableitbar aus Masse des Planeten, Radius und Gravitationskonstante). Auch im Falle der Naturkonstanten wäre es möglich, dass deren Werten noch eine fundamentale Theorie zugrundeliegt, aus der heraus sie sich zwangsläufig ergeben. Bekanntlich ist bspw. das Reziproke des Quadrats der Lichtgeschwindigkeit gleich dem Produkt von elektr. und magnet. Feldkonstante. Man braucht die Lichtgeschwindigkeit als Naturkonstante also eigentlich gar nicht, weil sie sich zwanglos aus der Theorie der Elektrodynamik ergibt. Inwieweit andere Werte für die Naturkonstanten überhaupt möglich sind oder sich nicht vllt. zwangsläufig aus einer fundamentaleren Theorie ergeben, wäre also die erste Frage.

Die zweite Frage wäre, ob die Zufälligkeit der Konstanten impliziert, dass auch das Leben zufällig ist. Zufällig sind nämlich auch die planetaren Konstanten (s.o.), aber dennoch ist das Leben alternativlos. Es gibt nur Planeten und es gibt Planeten mit Leben, aber es gibt keine Planeten mit irgendetwas anderem, was sich entwickelt. Möglich wäre also auch, dass es eben Universen gibt und Universen mit Leben, d.h. erstere sind leer, steril, instabil o.ä., so dass sich dort schlichtweg keine weitere Entwicklung abspielt - evtl. entstehen ein paar rudimentäre Strukturen, aber das war's auch schon. Und dann wäre die Entstehung von Leben in einer Menge von zig Universen (=Multiversum) mit zufälligen Konstanten genauso "zufällig" wie es die Entstehung von Leben in einer Menge von zig Planeten (=Universum) mit zufälligen Konstanten ist, nämlich gar nicht, weil alternativlos.
Aber da das Märchen von irgendwelchen Parallelwelten nichts weiter als pure Spekulation ist und wir auch keinerlei Zugang zu diesen ominösen Parallelwelten haben, werden wir diese Frage hier leider nicht klären können.


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pere_ubu
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Warum gibt es Gott

26.09.2013 um 03:53
@Noumenon

lol. soviel text für einen unsinnsthread?
natürlich gibt es gott . PUNKT


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Warum gibt es Gott

26.09.2013 um 04:11
natürlich gibt es rosa elefanten.. wenn nicht auf diesem planeten... dann anderswo. PUNKT ;D


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Warum gibt es Gott

26.09.2013 um 04:21
@pere_ubu
lol. soviel text für einen unsinnsthread?
natürlich gibt es gott . PUNKT
Stimmt, hast Recht. Steht ja auch eigentlich bereits in der Bibel, dass es ihn gibt. *g*


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pere_ubu
ehemaliges Mitglied

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Warum gibt es Gott

26.09.2013 um 04:25
@Noumenon


selbst wenn es nur dort stünde..... unleugbar

(Römer 1:20-21) . . .Denn seine unsichtbaren [Eigenschaften] werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so daß sie unentschuldbar sind; 21 denn obwohl sie Gott kannten, verherrlichten sie ihn nicht als Gott, noch dankten sie ihm, sondern sie wurden hohlköpfig in ihren Überlegungen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.

die hohlköpfigkeit versucht gott mit den zufall auszutauschen.....


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Warum gibt es Gott

26.09.2013 um 04:26
@pere_ubu

Womit du immer noch nicht erklärt hast, wieso du dir jetzt so sicher bist.


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pere_ubu
ehemaliges Mitglied

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Warum gibt es Gott

26.09.2013 um 04:27
@Thawra


ich bin mir da nicht nur jetzt sicher ,sondern war es schon immer ,alleine auch aufgrund logischer überlegungen.


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Warum gibt es Gott

26.09.2013 um 04:28
@pere_ubu

Nope.

Immer noch keine Erklärung.


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pere_ubu
ehemaliges Mitglied

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Warum gibt es Gott

26.09.2013 um 04:28
wie meinen? @Thawra


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