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Respekt vor Religionen, mit welcher Begründung?

765 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Religion, Atheismus

Respekt vor Religionen, mit welcher Begründung?

10.03.2016 um 16:00
@wichtelprinz
Man muss nicht daran glauben, man muss nur die Sinnhaftigkeit einsehen.

Dafür braucht es keine Religion. Nirgends ist dafür ein Gott, Schöpfer oder sonst ein übergeordnetes Wesen notwendig, nur ein wenig Einsicht.


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wichtelprinz
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Respekt vor Religionen, mit welcher Begründung?

10.03.2016 um 16:01
@Libertin
Wie gesagt und es hier ja wieder zum vorschein kam, es geht um daran glauben und nicht es zu wissen. Und daran glauben ist nun halt eine religiöse Tätigkeit.
Man sollte die Institutionen der Religionen oder auch die Glaubensrichtungen nicht mit dem Religiösen an und für sich verwechseln oder gleich setzten. Daran glauben können und dem entsprechend handeln, das ist genau das einzig menschliche. An das Gute glauben können. An das Gerechte glauben können. An richtige oder falsche Handlungen glauben können. So tun können als ob.


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wichtelprinz
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10.03.2016 um 16:03
@Zyklotrop
Jetzt bist Du aber jener der einen Sinn und somit eine Sinnhaftigkeit postuliert, eine existente. Aufgefallen?


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10.03.2016 um 16:13
@wichtelprinz
Solange der Glaube Menschlichkeit ist kann es eigentlich nur etwas gutes bedeuten. Ich denke das ist letztlich auch das einzig wahre an das sich die Menschen zurückbesinnen sollten unabhängig davon ob man nun an eine Schöpfung glaubt oder nicht. Das Wort "Religion" würde daher in diesem Zusammenhang und selbst im etymologischen Sinne wohl nur verwirrend sein, zumal es auch historisch schon reichlich vorbelastet ist.


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10.03.2016 um 16:14
@wichtelprinz
Klar, für mich ergibt die Maxime Sinn.

Behandle andere Menschen so, wie auch du behandelt werden willst.

Ich kann aber natürlich nicht erwarten, dass das jeder Mensch genau so sieht.


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10.03.2016 um 16:28
wichtelprinz schrieb:Jo und was unterscheidet jetzt Deine Begründung von jener der Neiman?
Bemerkst Du wirklich nicht den Unterschied? Frau Neimann meint, dass sie findet, dass die Ablehnung der Religion eine Verachtung der Welt wäre, in der viele Menschen leben und denken usw. Das heißt, sie beschreibt ihr Empfinden und benennt daher einen Gefühlsgrund. Sie begründet aber nicht, warum es eine verachtung der Welt wäre, sondern schiebt ihr eigenes subjektives Empfinden vor, was aber keine rationale Begründung ist, sondern eine emotionale, die nicht verallgemeinerbar ist.

Meine Antwort in Bezug auf das Helfen benannte einen rationalen Grund. Die Feststellung, dass man sich besser fühlt, wenn man hilft, ist eine a posteriori-Feststellung, also ein rationales Urteil über die Konsequenzen des Helfens. Und dieses rationale Urteil wird als Motivation zum Helfen benannt. Daraus folgt eine rationale Begründung, warum man Helfen könnte. Und diese Begründung ist durchaus verallgemeinerbar.
wichtelprinz schrieb:... nochmals es ist doch klar festzustellen das scheinbar dem Herrn Vattimo bis jetzt keine überzeugenden philosophischen Gründe zu Ohren kamen welche ihn zur überzeugung brachten Religion abzulehen.
Das mag ja alles sein, aber dann müsste man in der Lage sein, diese Gründe zu benennen und zugleich zu benennen, warum die aufgeführten Gründe nicht überzeugend sind bzw. sein können. Und darum hatte ich Dich gebeten. Zeige mir doch bitte auf, wie Herr Vattimo seine Meinung begründet, denn schließlich hattest Du dessen meinung in die Diskussion eingebracht. Bisher kamen auf meine Nachfrage nur Ausflüchte und Ablenkungsmanöver. Bitte ändere das. Danke.


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10.03.2016 um 16:31
@Libertin
Libertin schrieb:Die Menschlichkeit steckt tief in unserer Natur, sie ist ein ganz wesentliches Naturell unserer Selbst das unser gesamtes Leben mitprägt.
Aus evolutionärer Sicht ist das sicher zutreffend. Wichtelprinz meinte aber, es gebe keine rationalen Gründe, hilfsbereit zu sein, wenn daraus kein Nutzen für den Helfenden erwachsen würde. Und da möchte ich dann doch widersprechen.


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10.03.2016 um 16:34
wichtelprinz schrieb:Und daran glauben ist nun halt eine religiöse Tätigkeit.
Da fehlt die Einfügung "auch, aber nicht ausschließlich". So wird es richtig:

Und daran glauben ist nun halt auch, aber nicht ausschließlich eine religiöse Tätigkeit.

Mit anderen Worten: Man kann auch ohne Religion an etwas glauben, was man für gut und richtig hält.


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10.03.2016 um 16:39
@Zyklotrop
Zyklotrop schrieb:Klar, für mich ergibt die Maxime Sinn.

Behandle andere Menschen so, wie auch du behandelt werden willst.

Ich kann aber natürlich nicht erwarten, dass das jeder Mensch genau so sieht.
ja klar, nur wie kommt man darauf eine nicht selbstlose Handlung welche eigentlich nur dem Zweck dient sich selber Gut zu tun als Ethische Handlung zu deklarieren.

@Libertin
Libertin schrieb:Solange der Glaube Menschlichkeit ist kann es eigentlich nur etwas gutes bedeuten. Ich denke das ist letztlich auch das einzig wahre an das sich die Menschen zurückbesinnen sollten unabhängig davon ob man nun an eine Schöpfung glaubt oder nicht. Das Wort "Religion" würde daher in diesem Zusammenhang und selbst im etymologischen Sinne wohl nur verwirrend sein, zumal es auch historisch schon reichlich vorbelastet ist.
Sorry was hat ein Begriff und seine Bedeutung damit zu tun das er historisch wie auch Zeitnah vollkommen verwirrt damit umgegangen wird/wurde? Vielleicht würde es sogar einigen bei ihrem Selbstverständnis und beim Verständnis gegenüber anderen helfen einzusehen das Religion etwas untrennbares ist von der menschlichen Erfahrung der Welt.

@Monasteriker
Monasteriker schrieb:Bemerkst Du wirklich nicht den Unterschied? Frau Neimann meint, dass sie findet, dass die Ablehnung der Religion eine Verachtung der Welt wäre, in der viele Menschen leben und denken usw. Das heißt, sie beschreibt ihr Empfinden und benennt daher einen Gefühlsgrund. Sie begründet aber nicht, warum es eine verachtung der Welt wäre, sondern schiebt ihr eigenes subjektives Empfinden vor, was aber keine rationale Begründung ist, sondern eine emotionale, die nicht verallgemeinerbar ist.
Es ist davon auszugehen das Frau Neimann das sagt weil sie nicht die Welt verachten will in der die meisten Menschen leben. Das ist ihr rationeller Grund zu ihrem Gefühl.
Monasteriker schrieb:Das mag ja alles sein, aber dann müsste man in der Lage sein, diese Gründe zu benennen und zugleich zu benennen, warum die aufgeführten Gründe nicht überzeugend sind bzw. sein können. Und darum hatte ich Dich gebeten. Zeige mir doch bitte auf, wie Herr Vattimo seine Meinung begründet, denn schließlich hattest Du dessen meinung in die Diskussion eingebracht. Bisher kamen auf meine Nachfrage nur Ausflüchte und Ablenkungsmanöver. Bitte ändere das. Danke.
welche aufgeführten Gründe? mach doch hier nicht so einem riesen Eiertanz! Es ist das selbe wie wenn ein Atheist sagt für ihn gebe es keine Gründe an einen Gott zu glauben. Jetzt müsste man ihm Gründe liefern und nicht er muss Gründe bringen zum nicht daran glauben!


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10.03.2016 um 16:45
@wichtelprinz

Du weichst nach wie vor einer Begründung aus.
wichtelprinz schrieb:Es ist davon auszugehen das Frau Neimann das sagt weil sie nicht die Welt verachten will in der die meisten Menschen leben.
Das ist inhaltlich völlig daneben. Mich interessiert, warum die Ablehnung der Religion eine Verachtung der Welt wäre. Ob Frau Neimann selber die Welt nicht verachten will oder nicht, ist hierbei völlig ohne Belang. Mich interessiert, wie Frau Neimann zu dem Urteil kommt, dass die Ablehnung der Religion eine Verachtung der Welt ist. Wie kommt sie darauf? Das will ich wissen.
wichtelprinz schrieb:welche aufgeführten Gründe?
Die, die Herr Vattimo offenbar nicht überzeugend fand. Und die hätte ich gern von Dir nachgereicht bekommen, damit man sich dann darüber unterhalten kann, ob Herrn Vattimos Urteil rational nachvollziehbar ist oder nicht. Und wenn nicht, dann warum nicht. Aber dazu müsstest Du Dir zunächst die Mühe machen, die Argumentation von Herrn Vattimo offenzulegen, denn Du bist hier damit angekommen, also bist Du auch in der Pflicht, Fundiertes nachzuliefern. Bitte hole das nach. Danke.


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10.03.2016 um 16:46
@wichtelprinz
wichtelprinz schrieb:ja klar, nur wie kommt man darauf eine nicht selbstlose Handlung welche eigentlich nur dem Zweck dient sich selber Gut zu tun als Ethische Handlung zu deklarieren.
Warum denn nicht.
Wer die Maxime nach dem "return on investment-Prinzip versteht, der hat es halt nicht begriffen.
Wenn ich hingehe und einem fremden Menschen helfe, dann weiss ich gar nicht ob ich jemals in die Lage komme von diesem oder einem anderen Menschen Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen, geschweige denn ob sich die Hilfe miteinander vergleichen lassen.
Ich weiss noch nicht einmal ob mein Gegenüber in vergleichbarer Situation mir überhaupt Hilfe zu Teil werden lassen würde.
Das ist mit Sicherheit kein unwesentlicher Teil einer Ethik.


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10.03.2016 um 16:48
@Monasteriker
Monasteriker schrieb:Das ist inhaltlich völlig daneben. Mich interessiert, warum die Ablehnung der Religion eine Verachtung der Welt wäre.
oh man!steht ja DA! weils eine Verachtung der Welt sei in der die meisten Menschen leben.
Monasteriker schrieb:Die, die Herr Vattimo offenbar nicht überzeugend fand. Und die hätte ich gern von Dir nachgereicht bekommen, damit man sich dann darüber unterhalten kann, ob Herrn Vattimos Urteil rational nachvollziehbar ist oder nicht. Und wenn nicht, dann warum nicht. Aber dazu müsstest Du Dir zunächst die Mühe machen, die Argumentation von Herrn Vattimo offenzulegen, denn Du bist hier damit angekommen, also bist Du auch in der Pflicht, Fundiertes nachzuliefern. Bitte hole das nach. Danke.
Die Argumentation ist, es gibt keine. Und nein auch Du hast mich hier nicht aufzufordern Belege für eine Nichtexistenz zu bringen. Danke der Diskussion


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10.03.2016 um 16:50
@Zyklotrop
Zyklotrop schrieb:Das ist mit Sicherheit kein unwesentlicher Teil einer Ethik.
sag ich ja, dann ist wieder Prinzip Hoffnung und somit nur noch Glaube.


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10.03.2016 um 16:51
@wichtelprinz
Kein Glaube.
Es ist angewandte Vernunft.


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10.03.2016 um 16:53
@Zyklotrop
aha es ist also Vernunft die einem bewegt zu helfen, ein Akt der Überlegung und kein Akt des Mitgefühls?


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10.03.2016 um 16:57
@Libertin

Ohne Religion oder Moral wüssten wir nicht, was ,,gut" ist.

Ohne die entsprechenden Kategorien kann ich es auch völlig gerechtfertigt finden, jeden über den Haufen zu schießen, der mich nervt. Oder ihm seinen Besitz abzunehmen. Das ist ja nicht ,,böse", so etwas lässt sich nicht bestimmen ohne ein moralisches Konstrukt.

Und meiner Überzeugung nach wurzelt Moral letztendlich in Religion.

Sieh doch mal, wie stark beispielsweise Christentum den Bereich der Menschenrechte beeinflusst hat, aber auch verschiedene, moderne Philosophen.

Religion und Moral sind aus meiner Sicht nicht vollständig zu trennen.


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10.03.2016 um 17:07
@wichtelprinz
Du vereinfachst dir die Sache. Das ist legitim aber nicht zielführend.
Der Mensch ist zu komplex um seine Handlungen auf jeweils eine Emotion zu reduzieren. Da können sich durchaus auch mal mehrere überlagern oder Hand in Hand arbeiten.
Das System zu durchschauen ist ganz klar eine Sache der Vernunft.
Dazu können natürlich noch jede Menge weiterer Emotionen kommen, kein Problem.


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10.03.2016 um 17:18
@Zyklotrop
Zyklotrop schrieb:Der Mensch ist zu komplex um seine Handlungen auf jeweils eine Emotion zu reduzieren. Da können sich durchaus auch mal mehrere überlagern oder Hand in Hand arbeiten.
Das System zu durchschauen ist ganz klar eine Sache der Vernunft.
Dazu können natürlich noch jede Menge weiterer Emotionen kommen, kein Problem.
Irgendwie reden wir auch aneinander vorbei ;) Deine Vernunft ist nur der bewerter zu Deinen Emotionen, sie ist aber nicht der Bewerter welche Emotionen zu zulassen sind oder nicht. Somit ist der Auslöser für die Entscheidung eben eine Emotion und die Vernunft gibt Dir dann recht oder unrecht ihr zu folgen. Du begegnest einer Situation, die löst durch ihre Wahrnehmung eine Emotion aus und Deine Vernunft sagt Dir, da musst Du unbedingt helfen, weil der Vergleich auf der emotionalen mit fühlenden Ebene abläuft und nicht auf vernunftbasis. Die kommt dann halt nachher, um so ein selbstloses Handeln zu begründen. Ja wir waren halt schon immer so, ja wir sind Herdentierech ect pp. Fragt man aber mal so einen zivilen Lebensretter was er den sich so vernünftiges überlegt hat in der Situation betrifft das dann vielleicht noch den Selbstschutz aber sicher nicht irgendwelche auf vernünftigen, abgewogenen "ja da wird mir vielleicht auch mal geholfen" oder "ich werde ein Held sein wenn ich diesem Menschen helfe" oder "Gott hat mich abzüglich meiner Sünden dann doch noch lieb dafür" ab. ;)


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10.03.2016 um 17:24
@wichtelprinz
Vernunft und Gefühl arbeiten da Hand in Hand, meine Rede.
Welcher von beiden zuerst da ist oder letztendlich die Führung übernimmt variiert wohl von Fall zu Fall und Mensch zu Mensch.


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10.03.2016 um 17:26
@wichtelprinz
wichtelprinz schrieb:weils eine Verachtung der Welt sei in der die meisten Menschen leben.
Die Frage ist aber, WARUM es eine Verachtung der Welt sei. Und die Begründung der Philosophin bist Du mir nach wie vor schuldig geblieben.
Die Argumentation ist, es gibt keine.
Das ist aber keine Argumentation, sondern lediglich eine Behauptung - eine nach wie vor unbegründete ...

Vielleicht solltest Du Dir wirklich einmal die Mühe machen, hier noch nachzurecherchieren. Anderenfalls wird das nichts mit einer sachlichen Diskussion, der Du nach wie vor ausweichst. Schade, wie geagt. Hätte ich von Dir nicht erwartet.


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