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Warum ist der christliche Gott so grausam?

427 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Atheist, Grausam, Irrational, Barmherzig
happyisla
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Warum ist der christliche Gott so grausam?

02.09.2020 um 16:49
Zitat von Zyklotrop
Zyklotrop
schrieb:
Noch zur Authentizität: Ich meine damit, dass das was in der Bibel steht kein reine Erfindung ist sondern auf tatsächlichen Vorgängen beruht.
In Teilen bestimmt. Aber Einiges erscheint doch arg weit hergeholt bzw. fehlerhaft.
werner keller "und die bibel hat doch recht"
Wikipedia: Und_die_Bibel_hat_doch_recht



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Warum ist der christliche Gott so grausam?

02.09.2020 um 16:53
@happyisla
Und nun?
Du klatscht unkommentiert einen Link in den Thread und glaubst was geleistet zu haben?
Komm wieder wenn du diskutieren willst.



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Warum ist der christliche Gott so grausam?

02.09.2020 um 17:04
Zitat von Kybela
Kybela
schrieb:
klauspaenitsch schrieb:
inzwischen auf reinem Zufall und hauptsächlich auf Glück.

wie kommst du auf "inzwischen"? wann soll das anders gewesen sein?
Besonders in diesem Punkt bin ich sehr gespannt auf die Auflösung :popcorn:



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Warum ist der christliche Gott so grausam?

03.09.2020 um 04:49
Zitat von Kybernetis
Kybernetis
schrieb am 28.04.2017:
Eine ganz banale Frage, warum ist ein angeblich barmherziger Gott so grausam? Hier viele Beispiele.
U.A. wegen Fragen rund um diese Erkenntnis bin ich als Kind mit reproduzierbarer Regelmäßigkeit hochkant aus der Sonntagsschule geflogen :)

Die absurden Dinge daran:
Einer der Gründe warum mir der christliche Gott irgendwie so gar nicht nett oder gar barmherzig erschien liegt vermutlich darin begründet, dass mein Vater ein wirklich guter Mensch war.
Meine Mutter ist sehr christlich und obwohl mein Vater diesen Glauben nie geteilt hat, hat er sich dem religiösen Anteil meiner Erziehung nie entgegengestellt.
Das lag allerdings daran, dass die Gemeinde in der ich aufgezogen wurde keinerlei fanatische Züge hatte. Es ware halt das in der Gegend aus der ich stamme recht übliche "aufgeklärte, evangelische Gutmenschentum", wenn man so will.
z.B. bestand der Großteil der Gemeinde aus Anhängern der Evolutionstheorie, niemand brachte uns bei, dass die Erde in 7 Tagen erschaffen wurde, Eva aus Adams Rippe geschnitzt wurde usw.
Es wurde eher der Standpunkt vertreten Gott habe die Evolution in Gang gesetzt und dann die Show genossen.
"Gottesfurcht" wurde nicht im eigentlichen Sinne gelehrt, es gab keine Drohung mit Limbus, Hölle, Fegefeuer und Co.
Die Bibel galt nie als "Das unumstößliche Wort Gottes, das wort wörtlich zu befolgen ist", sondern eher als Zeitzeugnis, dass uns lehrt wie Gott und später Jesus sich "mitgeteilt" haben und wie die Menschen mit damaligem Wissenshintergrund die "Lücken aufgefüllt" haben.

Zu Recht sah mein Vater deswegen keine "Kindeswohlgefährdung" in Sonntagsschule, Gottesdienst, Kirchengruppen, Gemeindearbeit und Co.
Wenn man allerdings einen wirklich liebenden Vater daheim hat, der liebevoll zwar Grenzen setzt aber stets fair und gutmütig ist.. dann wirkt ein Gott, der z.B. erst freien Willen verteilt und dann sobald die Menschen diesen freien Willen genutzt haben ganze Städte dem Erdboden gleich macht, unschuldige Erstgeborene abschlachtet, weil ihre Eltern "fies" zu dem auserwähltem Volk waren und dann mal eben die ganze Welt ersäuft usw ganz schön beängstigend.

All der Verzicht auf das Predigen von Gottesfurcht, Todsünde und Co ändert eben nichts daran, dass in der Bibel steht was drinsteht und das hat mich schon recht früh zu dem Schluss kommen lassen:
"Gott ist ein cholerisch veranlagter Psychopath von dem ich hoffe ihm nie zu begegnen."

Das macht die Tatsache, dass ich mich nach dem Verlust meines Glaubens eine ganze Weile "nackt" fühlte und Menschen die ihren Glauben bewahren konnten irgendwie beneidet habe und manchmal noch immer beneide noch ein bisschen schräger.
Aber ich kann mir das ja nicht aussuchen, ich kann nicht wählen ob und was ich glaube, es ist da oder nicht da und ich habe mich eben früh der Naturwissenschaft verschrieben.
Ob ich derart an der Wissenschaft hänge, weil ich nicht fähig bin zu glauben oder umgekehrt weiß ich nicht.

Aber aufgrund der Angst die mir "Gott" gemacht hat als ich klein war hatte ich mich sehr früh entschieden, dass ich meine eigenen Kinder solange es möglich ist vor der Glaubensfrage schützen würde.
Wollte ein Kind gern mal in die Kirche, Moschee, Synagoge oder wasauchimmer, dann würden wir, da sind mein Mann und ich uns auch immer einig, diesen Wunsch das kennenzulernen unterstützen.

Aber das ändert nichts daran, dass ich davon überzeugt bin, dass es besser ist Kinder wenn möglich von Gott, Bibel und Co fernzuhalten so lange sie noch klein sind.
Nicht nur weil es meiner Ansicht nach sehr wichtig ist, dass Kinder in religiöser Hinsicht ihren Weg selbst und möglichst unbeeinflusst finden sollten.

Auch der Grund, dass u.A. der christliche Gott aus der Bibel bestens dazu geeignet ist Kindern wirklich Angst zu machen.

Nach einer Phase die man als "Trotzatheismus" bezeichnen könnte (die ich bei Kindern aus religösen Elternhäusern öfter beobachtet habe) stellte ich fest, dass auch das Glaubenskonzept Atheismus sich für mich nicht "richtig" anfühlt und so fand ich meinen Platz schon in jungen Jahren im Agnostizismus.
Zitat von stenten
stenten
schrieb:
Beide Begriffe dienen eigentlich nur dazu, Menschen in einem religiösen Glaubenskonstrukt zu halten.
Diesen Eindruck hatte ich auch oft. Begriffe wie "agnostischer Atheist", "Agnostischer Theist" usw ergeben für mich irgendwie einfach keinen Sinn.
Manche Menschen glauben an eine höhere Macht, andere Menschen glauben, dass es keine höhere Macht gibt und wieder andere Menschen "glauben eben einfach nicht".
Wer sich da selbst zwischen den Stühlen sieht und sich in einer dieser "Schnittpunktbezeichnungen" wiederfindet, der wird schon seine Gründe haben, aber wirklich nachvollziehen kann ich die nicht.
Zitat von stenten
stenten
schrieb:
Um welchen Gott geht es denn genau, bezüglich beider Begriffe?
Meiner Ansicht nach ist es bei beiden Begriffen irgendwie der Punkt, dass das Göttliche auf das sich bezogen wird nicht näher definiert bzw eingegrenzt ist, der Grund aus dem die Frage "Welcher Gott eigentlich?" nicht im Raum steht.
Denn für den Atheisten ist diese Frage ohne Belang, weil daran geglaubt wird, dass eine "höhere Macht" nicht existiert.
Der Agnostiker steht auf dem Standpunkt, dass es sich bereits nicht "lohnt" die Frage ob es eine höhere Macht gibt zu stellen, weil (bis auf Weiteres) keine belegbare Antwort zur Verfügung stehen.
Und wenn die Frage nach dem "Ob" schon keinen Sinn ergibt, dann wird der Agnostiker die Frage "Wer von all Denen." doch noch viel weniger stellen.



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Warum ist der christliche Gott so grausam?

03.09.2020 um 20:34
@Fraukie
Zitat von Fraukie
Fraukie
schrieb:
All der Verzicht auf das Predigen von Gottesfurcht, Todsünde und Co ändert eben nichts daran, dass in der Bibel steht was drinsteht und das hat mich schon recht früh zu dem Schluss kommen lassen:
"Gott ist ein cholerisch veranlagter Psychopath von dem ich hoffe ihm nie zu begegnen."
Das geht mir sehr ähnlich. Auch wenn ich sehr ähnlich wie du nur «Gott light» in der Kirche hatte.
Ich sehe sehr viele Parallelen, denn auch mir wurde nichts aufgezwungen. Erst viel später haben mich Mitglieder einer Freikirche immer und immer wieder gefragt ob ich mal in den Gottesdienst kommen wolle.
Egal wie oft ich nein sagte, es kam immer wieder zur Sprache. Erst kurz bevor ich hierherkam um zu diskutieren, nannte ich mich Atheist, war es aber eigentlich immer schon. Ich habe nie an einen Gott geglaubt.
Das er so ein Monster ist habe ich erst später gelernt. Es ist haarsträubend. Ich kann nicht verstehen wie man so ein Wesen in Schutz nehmen kann, bis heute nicht.
Zitat von Fraukie
Fraukie
schrieb:
Aber aufgrund der Angst die mir "Gott" gemacht hat als ich klein war hatte ich mich sehr früh entschieden, dass ich meine eigenen Kinder solange es möglich ist vor der Glaubensfrage schützen würde.
Diese Angst hatte ich aber nie, wirklich nicht einmal. Aber in allen anderen Punkten sehe ich Parallelen zu dem was ich machte.
Zitat von Fraukie
Fraukie
schrieb:
Diesen Eindruck hatte ich auch oft. Begriffe wie "agnostischer Atheist", "Agnostischer Theist" usw ergeben für mich irgendwie einfach keinen Sinn.
Manche Menschen glauben an eine höhere Macht, andere Menschen glauben, dass es keine höhere Macht gibt und wieder andere Menschen "glauben eben einfach nicht".
Ich finde was @Kybela schrieb ergibt durchaus Sinn.
Theisten und Atheisten antworten auf die Frage ob sie an Gott glauben.
Gnostiker und Agnostiker auf die Frage ob sie von Gott Wissen.

Fragst du einen Agnostiker nun ob er an Gott glaubt, wäre die Antwort ja dann:
«Weiss nicht.»
Das ergibt aber keinen Sinn.

Die Frage muss ja eine Frage nach dem Wissen sein und nicht nach dem glauben.
Man kann also ein Agnostischer- Atheist sein. Denn die Begriffe schliessen einander nicht aus.
Es ist einfach eine eher Amerikanische Definition der beiden Begriffe und ich selbst bezeichne mich als Agnostischen- Atheisten.
Ich glaube aus Mangel an schlüssigen Argumenten und fehlenden an Beweisen nicht an Gott.

Die Theisten mit ihren Argumenten überzeugen mich nicht, ja nehmen hier einen monströsen Gott gar in Schutz.
Die Gnostiker erbringen keine Beweise für seine Existenz.



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stenten
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Warum ist der christliche Gott so grausam?

03.09.2020 um 20:51
Zitat von Snowman_one
Snowman_one
schrieb:
Die Gnostiker erbringen keine Beweise für seine Existenz.
Natürlich nicht.
Genau so wenig, wie sonstige literarisch, fiktiven Gestalten.
Es ist und bleibt, einfach nur Literatur!



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Warum ist der christliche Gott so grausam?

04.09.2020 um 02:51
Zitat von Snowman_one
Snowman_one
schrieb:
Ich sehe sehr viele Parallelen
Wundert mich nicht, ich kenne sehr viele Konder aus mehr oder weniger "intensiv religiösen" Familien, die eine ähnliche Entwicklung durchgemacht haben.
Zitat von Snowman_one
Snowman_one
schrieb:
Diese Angst hatte ich aber nie, wirklich nicht einmal.
Meinst Du, dass lag daran:
Zitat von Snowman_one
Snowman_one
schrieb:
Ich habe nie an einen Gott geglaubt.
Das war bei mir ja anders.
Als ich klein war, war alles Religiöse ja alltäglich.
Mir hat niemand erzählt, dass es "nur" ein Glaube ist den man gar nicht teilen muss.
Deswegen war Gott für mich in meiner frühen Kindheit real, dass es dazu auch andere Meinungen und Standpunkte gibt, das "Glaube" ein Konzept ist das anders ist als "wissen"..
Diese Info stand mir als ich noch ganz klein war einfach nicht zur Verfügung.
Zitat von Snowman_one
Snowman_one
schrieb:
Fragst du einen Agnostiker nun ob er an Gott glaubt, wäre die Antwort ja dann:
«Weiss nicht.»
Das ergibt aber keinen Sinn.
Das steht und fällt wohl damit wen man fragt bzw ob man Haare spaltet.
Alle Agnostiker beantworten die Frage "Glaubst Du an Gott?" mit einem klaren "Nein."
Dieses "Nein." wäre auch die Antwort auf die Frage "Glaubst Du, dass es gar keinen Gott gibt."

Fragt man aber "Glaubst Du, dass es einen Gott gibt?"
Lautet die Antwort:
"Das weiß ich nicht."

Das ist vermutlich der Grund warum ich mich als Agnostiker "angekommen" fühle.
Denn ich "glaube" generell nicht. Entweder weiß ich etwas oder nicht.
Wenn ich etwas nicht weiß, dann überlege ich ob und wie ich rauskriegen könnte was Sache ist oder gebe mich eben damit zufrieden, dass dieses Fragezeichen stehen bleiben wird.
Zitat von Snowman_one
Snowman_one
schrieb:
Man kann also ein Agnostischer- Atheist sein. Denn die Begriffe schliessen einander nicht aus.
Manche Leute mögen sich ihr Glaubenssystem so erklären, aber für mich persönlich wäre das eben nichts.
Ich bin bei sowas eben ein "Entweder-Oder-Typ" und kann diese "Übergänge" nur schwer nachvollziehen.
Zitat von Snowman_one
Snowman_one
schrieb:
Die Gnostiker erbringen keine Beweise für seine Existenz.
Je nachdem wie der Gnostiker sich ausdrückt muss er das meiner Ansicht nach auch gar nicht.

Die meisten religiösen Menschen die ich kenne nennen das Kind beim Namen und sagen "Ich glaube an Gott."
Wer glaubt, der ist nicht in irgendeiner "Beweispflicht", denn auf etwas zu vertrauen obwohl es keinen Beweis gibt ist bei "Glaube" ja irgendwie der Punkt.

Die etwas "fanatischeren Gläubigen", die ständig jedem der es hören will oder nicht vorpredigen, dass Gott, die Bibel usw einfach mal "Die Wahrheit" ist und es deswegen keine Option sein sei nicht zu glauben, die wären auch in einer Beweispflicht aber weil sie "Glaube" mit "Wissen" verwechseln wird es diese Beweise eben nicht geben.



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04.09.2020 um 05:21
Zitat von Fraukie
Fraukie
schrieb:
Denn ich "glaube" generell nicht. Entweder weiß ich etwas oder nicht.
Angenommen, du erhältst einen Laborbefund. Ist das Glaube oder Wissen?
Und eine Woche später erhältst du einen neuen Befund, da leider ein Messgerät defekt war.
Die Frage ist also nicht, ob man glaubt, sondern, ob es gute Gründe dafür gibt.



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04.09.2020 um 14:52
Andere Zeiten, andere Sitten.

Oder: Gottes Wege sind unergründlich.



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