Ole_ schrieb:Dinge von denen er behauptet, sie seien ihm widerfahren.
Genau, das ist aber eben nicht ein Glaubenszeugnis, wie ich es tue. Ob du ihm das glaubst oder nicht, ob er lügt oder nicht, es ist kein Glaubenszeugnis, wie du zuvor behauptet hast. Das ist alles, was ich damit zeigen wollte.
Ole_ schrieb:Auch das ist lediglich ein Glaubenszeugnis. So wie bei Paulus auch.
Natürlich ist das mein Glaubenszeugnis, aber das ist eben nicht so mit Paulus. Paulus glaubte niemandem (so wie ich), und schrieb es dann auf, sondern er sah es, es wiederfahr ihm, und das schrieb er auf. Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Bei dem einen hast du recht, bei dem anderen nicht. Meines ist ein Glaubenszeugnis, seines nicht.
Und wie gesagt, ob er die Wahrheit sagt oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Er behauptet, die Wahrheit zu sagen, dass ihm dieses und jenes widerfahren ist, und nicht, dieses und jenes zu glauben.
Ole_ schrieb:Du glaubst halt vorbehaltlos, was in der Bibel steht.
Ich habe meine guten Gründe, warum ich das glaube, und die habe ich bereits genannt. Ich glaube ganz bestimmt nicht "einfach so". Das ist hoffentlich rübergekommen jetzt, denn ich habe es zwei mal geschrieben.
Ole_ schrieb:Das behauptest du, kannst es aber nicht belegen.
Nein, nicht
ich behaupte es,
sie behaupten es. Und belegt wurde es durch die Wunder und Zeichen Gottes. Du hast also eine Behauptung, und die Belegung einer Behauptung, wie sie es besser nicht hätte sein können.
Ole_ schrieb:Wie kann es sein, dass der nackte Felsen, der niemals mehr bebaut werden sollte, heute eine der grössten Städte des Libanon ist?
Das Tyrus, von dem er spricht, wird im nächsten Kapitel (27) beschrieben.
Ole_ schrieb:Können wir Hesekiel also in toto als nicht inspiriert betrachten?
Nein, man muss genau lesen, und auch schauen, wie die Schreiber geschrieben haben. Manchmal werden Metaphern verwendet, die im ersten Moment nicht ersichtlich sind. Das sieht man zum Beispiel daran, wie die Schreiber aus dem Neuen Testament das Alte Testament interpretieren und auffassen. Man muss halt seine moderne Brille ausziehen, und die der Propheten und Apostel anziehen, um die Bibel zu verstehen. Denn Gott hat seine eigene "Hermeneutik" sozusagen, und wir haben uns an diese anzupassen und diese herauszusuchen. Ansonsten kannst du ja mit der Bibel anstellen, was du möchtest, sodass sie sich widerspricht, wo du möchtest.
Ole_ schrieb:Es macht durchaus Sinn, auf Experten und ihre Arbeit zu vertrauen. Natürlich kann man sich da rausnehmen, aber dann sollte man gute Argumente haben.
Natürlich gute Argumente, bzw. die schlechten Argumente der "Experten" erst gar nicht akzeptieren und ernst nehmen. Ein Beispiel wäre die Dokumentenhypothese, die ohne jeglichen externen Beleg immer noch von vielen vertreten wird. Da gibt es absolut Zero Belege dafür, trotzdem schaue dir an, wie eine solche Hypothese Anerkennung gefunden hat. Wenn du also Experten einfach nur vertraust, weil sie den Namen Experten tragen, und überhaupt nicht darauf achtest, was sie da überhaupt von sich geben, und wie sie argumentieren, dann ist das meiner Meinung nach nicht gut. Aber wie gesagt, du kannst tun, was du möchtest. Und das der Inhalt und die Message der Bibel mit sehr viel Emotionen verbunden ist, darüber sollte man sich auch bewusst sein, bevor man blind irgendwelchen Experten vertrauen schenkt. Denn Emotionen verblenden das rationale und objektive Arbeiten.
Ole_ schrieb:Wenn sie schlecht und schwach sind, dann sollte es ja ein Leichtes sein, sie zu entkräften.
Das sind sie doch. Ich bitte dich, nehme doch mein vorheriges Beispiel mit den Pastoralbriefen des Paulus. Was ist denn daran ein gutes Argument, wenn man meint, Paulus müsse sich dem gleichen Stile und Vokabular bedienen, wie in seinen Briefen an Gemeinden?