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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

darkmind
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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

03.09.2007 um 10:08
Aber wie kann Gott von mir verlangen ihn als mein Zentrum des Lebens zu akzeptieren wenn er mir nie in meinen Leben auch nur einen Beweis gegeben hat das er existiert. Was meine Gesundheit angeht...ich habe genug medizinisches Wissen um mir vorstellen zu können was mich gesund hält.


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rockandroll
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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

03.09.2007 um 10:10
@al.fatir

Wenn man doch diese "Allmacht" läugnet weil man wirklich gute Gründe dazu hat (man hat ihn weder gesehen, noch gesprochen) dann kann er es einem nicht verübenl.
Sonst verklag ich ihn wegen wegen unterlassener Hilfeleistung ;)


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rockandroll
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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

03.09.2007 um 10:11
leugnet, sry


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al.fatir
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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

03.09.2007 um 10:24
Die Frage liegt doch eher bei der Definition Gottes. Ich weiss ja nicht, wie du dir "unseren" Gott vorstellst, aber ich sehe ihn nicht als eine Art Wesen. Und was verstehst du unter Beweis? Was müsste ein Gott tun, um dir zu beweisen, dass es ihn gibt? sich zeigen? Worin liegt die Prüfung des Lebens, wenn sich Gott jeden einzelnen offenbart?

Soso, was dich gesund hält :) das ist ja vielleicht eine Sache, trotzdem stehen dir die Dinge die dich gesund halten zur Verfügung und du besitzt ein Immunsystem was dic stärkt.


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rockandroll
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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

03.09.2007 um 10:38
Es ging darum ob er es mir ankreiden kann, wenn ich ihn verläugne.
Und ich sage, dass er es rein juristisch nicht kann. Denn er hat mir nicht dabei geholfen an ihn zu glauben. Hat sich weder gezeigt noch hat er was von sich hören lassen. Meine Infos bezüglich seiner Existens habe ich nur vom Hörensagen. Was vor Gericht ebenfalls ein unzulässiges Beweismittel ist. Also was will er von mir. Wenn ich mir seiner sicher sein soll, dann soll er mir dabei helfen. Ansonsten kann ich nur glauben. Was ja gut sein kann, doch nicht sicher ist. Wenn er was bestimmtes von mir will dann soll er es mir sagen.
Ich bin ein "guter" Mensch, weil ich an die goldene Regel glaube. Also "Was Du nicht willst, das man dir tut..."
Aber mit irgendeinem Gott hat das garnichts zu tun. Ich will ja nicht bestreiten, dass es ihn gibt, auch nicht, dass der Glaube an ihn gut ist, aber wenn er über mich richten will, musse er damit rechnen, dass ich auch über ihn richten werde.
In diesem Sinne...


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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

03.09.2007 um 11:03
Hi@All !

Wenn GOTT in seiner GESAMTHEIT beweisbar wäre, müßte er innerhalb des
vom Menschen Beweis- und Begreifbaren sein.

Da ER nach allen religiösen Lehren aber der Ursprung alles Seienden ist,
ist ER der Schöpfung jedoch übergeordnet und unbegreiflich.

Es ist in den Wissenschaften allerdings möglich, auf die Spuren einer übergeordneten,
ordnenden Kraft zu kommen, - ob man diese Spuren aber als "Gottesbeweis" ansieht,
oder nur auf höhere, bisher nicht erforschte / nicht erkannte "Naturgesetze zurückführt, liegt an der eigenen Einstellung.
Der Glaubende wird darin Beweise GOTTes sehen, der Materialist nicht.

GOTT läßt sich nicht allgemeingültig "beweisen", - unter Laborbedingungen,
mit wiederholbaren Experimenten.

Dem Glaubenden können in seiner religiösen Praxis und in seinem Leben Erfahrungen
zuteil werden, die ihm seinen Glauben stärken und als GOTTesbeweise gelten.
Nichtreligiöse Menschen werden sich ähnlicheErfahrungen anders zu erklären versuchen...

GOTT IST !

ich bin...

WIR SIND

Das ist aber eine Aussage aus und für die Meditation, -
mit Wissenschaft hat das nichts zu tun !


Möge DIE MACHT mit uns sein !

MIKESCH


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al.fatir
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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

03.09.2007 um 11:48
@ Navigato

mein vorheriger Beitrag galt darkmind. Aber zum Rest..
rockandroll schrieb:Wenn man doch diese "Allmacht" läugnet weil man wirklich gute Gründe dazu hat (man hat ihn weder gesehen, noch gesprochen) dann kann er es einem nicht verübenl.
und
rockandroll schrieb:Es ging darum ob er es mir ankreiden kann, wenn ich ihn verläugne.
Und ich sage, dass er es rein juristisch nicht kann. Denn er hat mir nicht dabei geholfen an ihn zu glauben. Hat sich weder gezeigt noch hat er was von sich hören lassen.
Es liegt im Sinne des Betrachters ihn zu sehen, zu hören, zu spüren, zu sprechen.
Und ehrlich gesagt, finde ich die Gründe nicht wirklich gut genug ;)
Wenn man Allmacht bezweifelt, ist das eine Sache.. aber seinen Leben dem Zufall zuschreibt eine andere. Man könnte zumindest die Frage offen lassen, aber die Überzeugung eines Atheisten ist nicht mehr Wert als die eines Gläubigen, weil auch die auf Glauben beruht.
Und was wenn ich dir sage,dass er in jedem Moment deines Lebens dir Zeichen gibt und du sie nur nicht wahrnimmst?
Also was will er von mir. Wenn er was bestimmtes von mir will dann soll er es mir sagen.
Er wird dir nichts ins Ohr flüstern, eher werden dir Leute begegnen, welche dir auf eine bestimmte Art und Weise hinweisen wie du deinen Weg einschlagen sollst. Du holst doch auch bestimmt manchmal Tipps von anderen Menschen, Menschen die dir nahe liegen, von denen du das Gefühl hast, die wissen wovon sie reden.. das ist genau ihr Gebiet. Woher denkst du nehmen sich diese Menschen diese Eigenschaften, vererbt von den Vorfahren? Woher haben es die Vorfahren? Wieso gibt es soviele Menschen die sich für die verschiedensten Dinge interessieren? Sie bilden die Zukunft, weil sich einer von ihnen für Medizin interessiert, der andere kann aber kein Blut sehen, dafür harte Bauarbeit leisten.. wiederum gibt es welche die beides nicht bewältigen können, sich aberstattdessen für Computer interessieren und die ganzen Programme entwickeln, welche sowohl der Mediziner gebrauchen kann, als auch der Bauarbeiter am Bauplan. Wir bauen uns gegenseitig auf und diese Eigenschaften, dass sich jeder für etwas anderes interessiert und wir uns gegenseitig damit helfen kommen nicht von irgendwo her. Dies ist zumindest meine Definition von Gottes Hilfeleistung. Ich warte nicht andauernd auf Zeichen und Beweise die mir entgegen streuen, ich hab sie vor meinen Augen.
rockandroll schrieb:Ich will ja nicht bestreiten, dass es ihn gibt, auch nicht, dass der Glaube an ihn gut ist
Immerhin.
rockandroll schrieb:...aber wenn er über mich richten will, musse er damit rechnen, dass ich auch über ihn richten werde.
Ich denke, das wird dir nicht gelingen :)


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rockandroll
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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

03.09.2007 um 12:19
@al.fatir

Ich bin ja nun wirklich alles andere als ein Klotzmaterialist, und das was ich eigentlich meine ist, dass schwierig, bis unmöglich ist zu deffinieren was "Gott", eigentlich ist, geschweige denn was er eigentlich will.
Jeder der was anderes behauptet, spricht von seiner subjektiven Vorstellung Gottes, somit ist es objektiv nicht nachvollziehbar.
Wenn einer glaubt, dass Gott über ihn richtet, dann soll er das meinetwegen. Es ist ja wie gesagt nur ein Glaube, ein selbstbestimmter Fixpunkt um sich im unwegsamen Gelende des Lebens zu orientieren.
Ich für meinen Teil glaube, dass Gott sich selbst zum Menschen gemacht hat um dem Einerlei der Allmacht zu entfliehen. Er wollte für sich das Drama und hat es im Menschendasein bekommen. Doch es ist auch nur ein Glaube. Etwas das nicht bewiesen ist und ordentlich Nährboden für Spekulationen bietet. Egal...
Ich weiss nicht wo ich bin, wer ich bin und was ich hier soll. Das weiss auch sonst keiner von euch,und das ist gut so ;)


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al.fatir
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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

03.09.2007 um 12:41
Ich denke, so unterschiedlich sind unsere Meinungen garnicht. Und ja, auch die Definition von Gott ist schwierig und liegt beim Betrachter..ich gestehe mir auch nicht zu, zu wissen was Gott ist, nur gebe ich dem auf Erden mehr Sinn.

Ich denke wir sind fertig, oder hast du noch was zu sagen? :)


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rockandroll
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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

03.09.2007 um 12:48
passt scho :)


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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

03.09.2007 um 19:35
ich bin trotzdem der meinung
als schöpfer des menschne hätte ich gewllt, das er mir von nafang an ehrfurcht entgegenbringt und nicht nur irgendwelche "fiktiven" Götter
der mensch ist doch wie ein computerprogramm
wir könnnen nur das tun was man uns einprogrammiert hat.
ein löwe z.B. kann nicht zum spaß jagen
aber warum können wir uns dan gegen unseren schöpfer stellen, sofern es ihn gibt?
es wäre doch unlogisch
aber eines ist sicher
menshcen brauchen gott
sie brauchen etwas, dem sie alles zuschreiben können, was sie esich nicht erkläen können
gott ist ein seelisches standbein
wir wenden uns mit bittten zu ihm, die kein mensch erfüllen kann.
bei atheisten heist das zufalll


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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

03.09.2007 um 19:40
hm..

Dieser Tread wäre etwas für den Abteil Religion\Spiritualität.


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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

11.09.2007 um 17:29
Wissenschaft - ist lediglich - die momentane Erkenntniß - der Wissenschaftler !
Folglich eine " Momentaufnahme " !

Delon.


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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

11.09.2007 um 17:54
Link: www.orf.at (extern)

"Gott - ein rassistischer, boshafter Tyrann"
Biologe kämpft gegen Religion: "Es gibt mit ziemlicher Sicherheit keinen Gott."
Wenn Richard Dawkins in seinem neuen Buch "Der Gotteswahn" (Ullstein) zu seinem Plädoyer für mehr Vernunft und weniger Religion anhebt, dann wird geklotzt und nicht gekleckert.

"Der Gott des Alten Testaments ist - das kann man mit Fug und Recht behaupten - die unangenehmste Gestalt in der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer."

Doch die Liste ist damit noch nicht beendet: "ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann".

"Ethisch anstößig"
Ethisch, so schreibt Dawkins, ist Jesus zwar ein großer Fortschritt gegenüber dem "Ungeheuer aus dem Alten Testament". Aber auch imNeuen Testament gebe es "Prinzipien, die kein anständiger Mensch unterstützen sollte", allen voran die Erbsünde. "Diese Lehre ist ethisch fast ebenso anstößig wie die Geschichte von Abraham, der sich anschickt, Isaak zu grillen."

Rhetorik-Kärcher statt feine Klinge
Zitate wie diese aus dem neuen Buch "Gotteswahn" von Richard Dawkins beweisen: Hier wird nicht immer mit der feinen Klinge gefochten. Im Kampf des leidenschaftlichen Atheisten gegen die Religion greift der Evolutionsbiologe mitunter auch zum rhetorischen Kärcher.

Seine Gegner sind allerdings auch keine Waisenknaben: Sie reichen von den afghanischen Taliban und ihren islamistischen Selbstmordbrüdern bis zu den "Wiedergeborenen" in den evangelikalen Gemeinden der USA, die auf ein modernes Armageddon nach biblischem Vorbild hoffen.

Eine Million englische Exemplare verkauft
Weltweit, so die Diagnose von Dawkins, sind die Religionen mit ihren irrationalen Weltanschauungen auf dem Vormarsch,die Atheisten würden dem öffentlich bisher viel zu wenig entgegentreten und seien mittlerweile eine bedrohte Art wie einst die Homosexuellen.

Deshalb hat Richard Dawkins 2006 das Buch "The God Delusion" herausgebracht, das sich seit knapp einem Jahr in der Bestsellerliste der "New York Times" befindet und weltweit laut "Sunday Times" bereits über eine Million Exemplare verkauft hat. Am Dienstag ist es auf Deutsch erschienen.

Kampf gegen "Intelligent Design"
Zielscheibe des Buchs sind nicht nur die religiösen Extremisten, sondern der Glaube an sich, der den Fundamentalisten erst den Weg bereitet, wie Dawkins es ausdrückt.

Besonders jene Religionsvertreter haben es ihm angetan, die auf seinem eigenen Terrain, der Naturwissenschaft, herumdilettieren: die Kreationisten und ihre pseudowissenschaftlichen Abkömmlinge, die das Leben als Produkt eines "intelligenten Designers" verstehen.

"Gott ist eine Hypothese"
Deren Gotteshypothese mit den Mittelnder Naturwissenschaften zu widerlegen, zählt zum innovativsten des Buchs - und scheitert dennoch, wie Kritiker anmerken. Der Ausgangspunkt von Dawkins' Überlegungen: "Die Existenz Gottes ist eine wissenschaftliche Hypothese wie jede andere." Dementsprechend behandelt er sie auch.

Während er eine Reihe von klassischen Gottesbeweisen von Anselm von Canterbury bis Thomas von Aquin quasi im Handumdrehen niederschmettert, beißt sich Dawkins in das sogenannte Unwahrscheinlichkeitsargument fest. Dieses Argument besagt, dass komplizierte Dinge - wie das Leben auf der Erde - nicht durch Zufall entstanden sein können.

Gott ist unwahrscheinlicher als die Welt
Anhänger des "Intelligent Design" folgern daraus, dass das Leben ein Produkt eines "intelligenten Schöpfers" sein muss. Etwas so Unwahrscheinliches wie das Universum, die Erde oder der Mensch kann ihnen zufolge nur das Ergebnis einer Schöpfung sein. Demgegenüber hält Dawkins fest: "Gestaltung ist nicht die einzigeAlternative zum Zufall."

"Bei genauer Betrachtung führt die These von der intelligenten Gestaltung nur zu einer Verdoppelung des Problems, denn der Gestalter wirft sofort die weitergehende Frage nach seiner eigenen Entstehung auf. Ein Etwas, das etwas so Unwahrscheinliches wie ein Universum intelligent gestalten kann, muss noch unwahrscheinlicher sein. Die Lösung 'Gott' beendet also nicht die unendliche Regression, sondern verstärkt sie ganz gewaltig", lautet die zentrale These von Dawkins.

Natürliche Selektion als Ausweg
Um aus dieser Regression herauszukommen, gebe es seit Charles Darwin etwas viel Besseres: die natürliche Selektion der Evolution. Sie ist "jener Prozess, der nach heutiger Kenntnis als einziger letztlich in der Lage ist, Komplexität aus Einfachem entstehen zu lassen. Die Theorie der natürlichen Selektion ist wirklich einfach ... Was sie erklärt, ist über alle Maßen komplex, ... aber immer noch nicht so komplex wie ein Gott, der in der Lagesein sollte, Komplexität zu gestalten."

Das Universum eines intelligenten Schöpfers, so Dawkins weiter, würde ganz anders aussehen als das Universum, das aufgrund von Evolution entstanden ist. Kreative Intelligenz bilde sich in der Evolution erst sehr spät und könne ihr nicht vorausgehen.

Religion - ein Wahn, ausgelöst durch "Viren"
Gegen diese Beweise für die Nichtexistenz Gottes wurden bereits heftige Einwände vorgebracht: Dawkins stülpe der Religion eine naturwissenschaftliche Erkenntnistheorie über, die ihrer Sache nicht angemessen sei; der Glaube setze nicht bei der Frage an, ob Gott komplex oder einfach sei; und es gebe nicht nur eine einzige Form von Wissen, die Rationalität.

Dieses "Außerhalb der Vernunft" will Dawkins freilich nicht anerkennen. Wenn etwa menschliche Gehirne glauben, via Beten mit "Gott" kommunizieren zu können, so sei das eine wissenschaftliche Frage.

Dawkins hält die Religion für einen Wahn, wie es schon der Titelseines Buchs verrät, ausgelöst durch "geistige Viren", die Milliarden Menschen befallen haben.

Nebenprodukt der Evolution
Fragt sich, warum dieser Virus so nachhaltig erfolgreich ist. Dawkins wäre kein Evolutionsbiologe, wenn er darauf nicht auch eine biologische Antwort hätte. Religion ist für ihn ein Nebenprodukt der Evolution.

So wie sich die Motten anhand der Himmelskörper orientieren und deswegen mitunter unbeabsichtigt im Feuer landen, verhalte es sich auch mit der Religion des Menschen.

"Die natürliche Selektion stattet das Gehirn eines Kindes mit der Neigung aus, den Eltern oder Stammesältesten alles zu glauben, was sie erzählen. Ein solcher vertrauensvoller Gehorsam dient wie bei der Motte, die sich am Mond orientiert, dem Überleben. Aber die Kehrseite des vertrauensvollen Gehorsams ist sklavische Leichtgläubigkeit. Das unvermeidliche Nebenprodukt ist die Anfälligkeit für Infektionen mit geistigen Viren."

Einer dieser Viren ist fürDawkins die Religion. Das Kind, das seinen Eltern vertraut, könne nicht unterscheiden zwischen guten oder - wie in diesem Fall - schlechten Ratschlägen.

Darwin - der erkenntnistheoretische Burka-Öffner
Richard Dawkins entpuppt sich in seinem Buch als Aufklärer im alten, wie Kritiker meinen im überholten Sinne des 19. Jahrhunderts. Nirgendwo wird das offensichtlicher als in seinem leidenschaftlichen Plädoyer gegen die Burka, die "zum Unerfreulichsten gehört, was man heutzutage auf unseren Straßen zu sehen bekommt".

Sie ist für ihn nicht nur ein Zeichen für die Unterdrückung der Frauen und "empörend männlicher Grausamkeit". Er sieht in den Sehschlitzen der Burka auch ein erkenntnistheoretisches Symbol: Unsere Augen, schreibt Dawkins, sehen die Welt durch einen schmalen Schlitz im elektromagnetischen Spektrum. Das sichtbare Licht ströme wie bei der Burka nur durch eine kleine helle Ritze herein.

Und "die Naturwissenschaft tut uns den Gefallen, dasFenster zu vergrößern. Sie öffnet es so weit, dass das Gefängnis aus schwarzem Stoff fast völlig von uns abfällt und unseren Sinnen eine luftige, heitere Freiheit verschafft. Darwin packte den Sehschlitz der Burka, riss ihn auf und ließ das Licht der Erkenntnis hereinströmen."

Aufklärung des alten Stils
In der Burka-Metapher wird Aufklärung buchstäblich zum englischsprachigen "enlightenment", zur Aufhellung von dunklem Unwissen. In diesen Sätzen merkt man, dass Dawkins nicht nur ein innovativer Biologe ist, sondern auch ein guter Vertreter seines Lehrstuhls, der an der Universität Oxford den Titel "Public Understanding of Science" trägt.

Popularisierung der Naturwissenschaften ist sein Ziel und Polarisierung dazu oft sein Mittel, eine Prise Humor würzt das Ganze und macht das Lesen seines Buchs zum Vergnügen.

Nur mit biologischen Waffen
Dass die von Dawkins favorisierte Aufklärung allerdings auch dialektisch verlaufen kann, davon erfährt man inseinem Buch nichts. Genau hier liegen die Schwächen des Evolutionsbiologen.

Von wissenschaftstheoretischer Kritik sowie sozial- und geisteswissenschaftlichen Beiträgen zu Funktion und Entstehung des Glaubens zeigt sich Dawkins ziemlich unbeleckt. Eine gesellschaftliche oder politische Analyse von Religion erscheint mit seinen Werkzeugen der Biologie allerdings auch wenig sinnvoll.

Lukas Wieselberg, science.ORF.at

Buchhinweis:
Richard Dawkins: Der Gotteswahn. Ullstein, 560 Seiten, 23,60 Euro.

wissenschaftliches zu gott


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Satanael
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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

20.09.2007 um 22:35
die wahre größe unseres universums ist bisher nicht zu ermitteln... geschweige denn die gesamte größe der "existenz"... allein in unserem universum könnten abermilliarden zivilisationen existieren...allein in unserer galaxie werden 3 weitere vermutet...
ich halte nicht viel von solchen wahrscheinlichkeitsrechnungen... man müsste erst die gesamte größe der "existenz" ermittelt haben und alle aspekte zusammen nehmen um eine korrekte wahrscheinlichkeit errechnen zu können... "gott" als schöpfer existiert für mich nicht... bisher hat sich kaum jemand darüber gedanken gemacht, ob es wirklich einen sinn geben mus und es sich nicht einfach um etwas dreht, was wir menschen "verantwortung" nennen... es muss auch nichtmal "zufall" sein... denn auch dieser wiederholt sich zwangsläufig, auch wenn es in zeitlichen dimensionen ist, die wir nicht einmal für möglich halten... es gibt so viele dinge, die der mensch nicht kennt, woher soll er dann wissen, wie hoch die wahrscheinlichkeitist, das wir existieren? wir kennen nicht einmal genug über unsere galaxie um nur annähernd solche behaubtungen begründen zu können...
ich glaube nur an das, was sich logisch begründen lässt... und einen "göttlichen schöpfer" halte ich persönlich für nicht logisch begründbar...


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Satanael
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20.09.2007 um 22:39
"gott" wie ich ihn sehe, ist die verantwortung für uns selber... niemand kann die verantwortung abschieben, weil man auf sich allein gestellt ist... jeder hat seine eigenen ansichten, seine eigenen erfahrungen, seinen eigenen glauben... jeder seinen eigenen gott... jeder ist sein eigener gott... und hat daher die VERANTWORTUNG für sich selber... man selbst ist für sich verantwortlich, kein "schöpfer", kein "gott" oä...


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jojo1416
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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

06.10.2007 um 09:47
Ich bin im Internet auf dieses Forum gestoßen und hab mich gleich angemeldet, um ein Wörtchen mitreden zu können^^
Ich habe mir erlaubt, jetzt nicht hier alles durchzulesen, was schon zu dem Thema geschrieben wurde ;-)
OK, irgendwo hab ich gelesen, "woher weiß ich, ob es Gott gibt" oder so ähnlich.
Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, dann merkt man das. Außerdem weiß man es eigentlich auch tief (bei manchen SEHR tief) in sich drin...
HotMysteryBoy schrieb am 03.09.2007:ich bin trotzdem der meinung
als schöpfer des menschne hätte ich gewllt, das er mir von nafang an ehrfurcht entgegenbringt und nicht nur irgendwelche "fiktiven" Götter
der mensch ist doch wie ein computerprogramm
wir könnnen nur das tun was man uns einprogrammiert hat.
ein löwe z.B. kann nicht zum spaß jagen
aber warum können wir uns dan gegen unseren schöpfer stellen, sofern es ihn gibt?
es wäre doch unlogisch
aber eines ist sicher
menshcen brauchen gott
sie brauchen etwas, dem siealles zuschreiben können, was sie esich nicht erkläen können
gott ist ein seelisches standbein
wir wenden uns mit bittten zu ihm, die kein mensch erfüllen kann.
bei atheisten heist das zufalll


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jojo1416
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06.10.2007 um 09:49
Das war ein Zitat von macdracula. Hab aus Versehen auf sofort eintragen geklickt, sorry.
Nein, der Mensch ist kein Computerprogramm. Er hat nämlich einen freien Willen. Das erklärt auch, weswegen wir uns gegen unseren Schöpfer stellen können.


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Gladiator
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06.10.2007 um 10:40
Zu Richard Dawkins empfehle ich auch den aktuellen Stern...
Sehr interessant. Er wirkt auf mich keinesfalls wie ein Fanatiker!


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Die Wissenschaft selbst ist ein Argument für Gott

07.10.2007 um 00:19
Mal einen kleinen Textausschnitt aus Also sprach Zarathustra von Friedrich Nietzsche:

Er war auch undeutlich. Was hat er uns darob gezürnt, dieser Zornschnauber, dass wir ihn schlecht verstünden! Aber warum sprach er nicht reinlicher?
Und lag es an unsern Ohren, warum gab er uns Ohren, die ihn schlecht hörten? War Schlamm ins unsern Ohren, wohlan! Wer legte ihn hinein?
Zu vieles missriet ihm, diesem Töpfer, der nicht ausgelernt hatte! Dass er aber Rache an seinen Töpfen und Geschöpfen nahm, dafür dass sie ihm schlecht gerieten - das war eine Sünde wider den guten Geschmack.
Es gibt auch in der Frömmigkeit guten Geschmack: der sprach endlich:
'Fort mit einem solchen Gotte! Lieber keinen Gott, lieber auf eigne Faust Schicksal machen, lieber Narr sein, lieber selber Gott sein!'


Will meinen, würde es einen Gott geben, so wäre er nicht besser als jeder gewöhnliche Mensch, nicht mehr als ein Schelm, welcher überdies Rache anden eigenen Kindern nimmt, Menschen gewollt leiden lässt - obwohl diese sich in Selbstaufgabe üben, und vor ihm niederknien.
Also was für ein Gott sollte dieser Gott sein?

Barmherzig?

Sicher nicht, ein barmherziger Gott ergötzt sich nicht an den Leiden seiner Schöpfung.

Itzo werden viele von euch sagen:
Gott hat dem Menschen den freien Willen gegeben, warum sollte er in das Schicksal der Menschen eingreifen? Was kann er für das Leid, dass der Mensch sich selber schuff?

Dann sagt mir bitte, was nützt ein solcher Gott dem Menschen?
Ein Gott, der zwar könnte, aber nicht will? Oder will und nicht kann?

Richtig, nichts!

Aber wozu macht sich dieser Gott dann überhaupt die Mühe?
Er schafft seine Schöpfung, schenkt ihm den freien Willen und hofft einfach mal, dass diese Schöpfung ihm hold ist...

Gut, er wird die Menschen strafen, nach dem Tode. Ein Schelm halt, der seine eigenen Fehlernicht anerkennt, sich für diese an seinen Kindern rächt.

Danke, auf einen solchen Gott kann ich verzichten.
Aber ich habe Glück, es gibt überhaupt keinen Gott.
Denn kein Gott ist so stupide wie es die Menschen sind.
Und wenn doch, dann ist er kein Gott, sondern nicht mehr als eine Utopie der Menschen, die ihn Erfanden, um Antworten auf Fragen zu kriegen, die sie nicht beantworten konnten.
Dank der Wissenschaft wird diese Zeit nicht mehr allzu lang bestehen.
Gott sei dank ;)


Greets:

MC Homer

Post Scriptum:
Ich freue mich schon darauf, von euch zerfleischt zu werden ;)


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