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Die Berufung zu Gott ?

141 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gott, Religion, Berufung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 20:51
Link: www.allmystery.de (extern)

Religion oder Gottglauben mit Wissenschaftlichen Thesen erklären zu wollen, istgenau
so schwach wie mit Religion oder Gottglauben Wissenschaftliche Thesen zuerklären.



ich verfolge diesen thread schon seit er existiert, aber ichhabe noch nicht die
muse gefunden, mich dazu zu äußern. jedoch möcht ich gern, aufschnellem wege, etwas
einwerfen, denn diese oben zitierte aussage kann ich nichtgänzlich akzeptieren. religion
und gottglaube findet heutzutage sehr wohlwissenschaftliche thesen und
erklärungsmodelle, die berechtigt und gut sind.



Transpersonale
Psychologie und Psychotherapie

Transpersonalbedeutet: das Persönliche
überschreitend.

So verweist die TranspersonalePsychologie auf die Beziehung
zur Ganzheit, zum Seinsgrund, zum Religiösen undSpirituellen. Sie würdigt die personale
Einzigartigkeit genauso wie die transpersonalePerspektive, die über das Ich
hinausreicht. Sie versteht sich als Bindeglied zwischender herkömmlichen Psychologie,
den spirituellen Wegen und den Weisheiten der EwigenPhilosophie.

Die
transpersonale Psychologie ist ein noch relativ junger Zweigder Psychologie, der in
seiner modernen Form seit Ende der 60er Jahre in den USAentwickelt wurde. Wesentliche
Begründer und Theoretiker der transpersonalenPsychologie waren und sind Anthony Sutich,
Stanislav Grof, Abraham Maslow, CharlesTart, Francis Vaughan, Roger Walsh und Ken
Wilber. Die europäische Wurzeln dertranspersonalen Psychologie liegen in den Arbeiten
von C.G. Jung, Viktor Frankl,Roberto Assagioli und Karlfried Graf Dürckheim und gehen
auf den Anfang diesesJahrhunderts zurück.

Die Konzepte der transpersonalen
Psychologie finden sichin der Praxis wieder in den Methoden der transpersonalen
Psychotherapie.Transpersonale Psychotherapie richtet sich auf das gesamte Spektrum des
Bewusstseinsund umschließt das volle Spektrum geistiger, psychischer und
psychosomatischerStörungen.

Als integrativer und ganzheitlicher Ansatz geht
sie über diekonventionellen psychotherapeutischen Ziele und Behandlungsmethoden hinaus
undunterstützt besonders das Wachstum der Persönlichkeit jenseits derreifen
Ich-Identität. Dabei fließen Elemente der Gestalttherapie, derKörpertherapie,
verschiedene Formen der Meditation und andere spirituelle Techniken inden
Therapieprozess ein.

In Deutschland gibt es Institutionen, Vereine,medizinisch
und therapeutisch Tätige, wissenschaftlich und kosmopolitischInteressierte, mit
Bewusstseinsveränderungen Experimentierende und spirituellSuchende, die sich dem
transpersonalen Ansatz verbunden fühlen.

Diese Seitensollen dazu beitragen,
verstreute Informationen aus dem Themenkomplex in qualitativanspruchsvoller und
ansprechender Weise zu bündeln und einer breiteren Öffentlichkeitzur Verfügung zu
stellen.

Sie finden auf den folgenden Seiten daherInformationen über
Veranstaltungen, Bücher und Netzwerke sowie Möglichkeiten zuWeiterbildung und Therapie.


Quelle: http://www.transpersonal.com/einfu.htm



Siehe dazu
auch "transpersonale Psychologie u. IhreBegründer":

Transpersonale Psychologie u. ihre Begründer


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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 20:55
(...) mich würde brennend interessieren, was ihr vom spirituellen Leben haltet, obihr heute noch Sinn darin sehen könntet/würdet z.B. in ein Kloster, in einen Stift oderauch in eine Lebensgemeinschaft einzutreten, die einzig sich der Suche nach Gott widmet ?



Zuerst würde ich da ganz gerne differieren: Ein spirituellesLeben hat mit einem kränklichem Dahinsiechen im Kloster -meiner Meinung nach- nicht vielgemein- im Gegenteil.

Für mich wäre durchaus vorstellbar, innerhalb einergewissen Gemeinschaft mein Leben damit zuzubringen, Gott zu suchen... aber: Die Wege, dieeinen schlußendlich zu "Gott" führen, können höchst unterschiedlicher, ich sage nochvielmehr: krass gegensätzlicher Art sein.

Gerade das klösterliche Leben hat inmeinen Augen schlichtweg überhaupt nichts mit einer Gottessuche zu tun, sondern stelltvielmehr eine dreiste Vergewaltigung freiheitlicher Ideale dar! Wie man dieseVerlogenheit und Scheinheiligkeit überhaupt als einen "Dienst am Menschen" betrachtenkann, ist mir absolut schleierhaft. Im Kloster entwickelt der Mensch sich nicht zu Gotthin, sondern in die diametral entgegengesetzte Richtung- nämlich von ihm weg!
Diesescheinheilig-keusche und fromme Lebensweise führt höchstens zu absurd-sklavischenVerhältnissen sowie systematischer Verkrüppelung und Vernichtung des "göttlichen imMenschen"! Was für ein Gott sollte denn das sein, der ein derart unnatürliches undschändliches Tun auch noch befürworten sollte?!

Würde es sich also um einen Weghandeln, der den Menschen respektiert und ihm die Möglichkeit einräumt, sein Selbst freizu entfalten, so wäre er für mich interessant. All die anderen keusch-frommen,"spirituellen" Wege zur Wahrheit verneine ich jedoch schroff, denn diese dienen lediglichdazu, den Menschen zu etwas zu erziehen, was seiner wahren Natur und Bestimmungzuwiderläuft; etwas, was er niemals hätte sein sollen und was ihn dazu bringt, seinureigenstes Inneres zu verschmähen!

Gott zu suchen bedeutet für mich nicht, michnach irgendwelchen Regeln, Statuten oder sonstigen profanen Kleingeistigkeiten zurichten, sondern es bedeutet das stete Suchen nach Erkenntnis, verbunden mitunermüdlicher Lebensfreude aber auch der (harten) Arbeit an sich selbst.
Ein Lebenim Kloster widerspricht alldem aufs fundamentalste und kommt daher niemals in Frage.Andere Wege der Wahrheitssuche natürlich schon.


Gr,
A.



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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 20:58
Link: www.weltwoche.ch (extern) (Archiv-Version vom 13.09.2006)



Kommt nach dem iPod der iGod?


Hirnforscher haben Technikenentwickelt, die Menschen Gott spüren lassen – und selbst Atheisten kommen ins Schwärmen.Schwachsinn? Es ist ein Helm, der schmerzlos zu dieser übermenschlichen Erfahrung führt.

Machen wir es kurz: Gott sitzt in den Schläfenlappen. Und wenn diese imelektrischen Gewitter eines epileptischen Anfalls wild herumzuckeln, haben Menschen ihrereligiösen Visionen und mystischen Erfahrungen. Derart Erleuchtete gründen dann imschlimmsten Fall eine Religion, die sie mit heiligem Eifer verteidigen.

WerInteresse an der langen Version hat: Hier nachlesen, siehe Link.

Gruß


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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 21:04
gsb23

Aus deinem Link:

"Auch Neurotheologe Newberg ist sich völlig imKlaren darüber, dass sich mit Hirnexperimenten Gott weder beweisen noch falsifizierenlässt. Sein einleuchtender kulinarischer Vergleich: Der Verzehr eines Apfelstrudelserzeuge gewisse geistige Phänomene – beispielsweise beim Genuss der eingestreuten Rosinen– die mit spezifischen Hirnvorgängen einhergehen, die für Neurologen beobachtbar seien(«This is your brain on apple-pie»). Aber dass es bestimmte Hirnvorgänge gebe, bedeutenatürlich nicht, dass der Apfelstrudel ein Hirngespinst sei. (Um noch ein wenigspitzfindig zu werden: Wir können auch die reale Existenz des Apfelstrudels nicht mitletzter Sicherheit beweisen.)
...
Ob Gott unser Gehirn – und damit auch dieFähigkeit, ihn zu erkennen – erschaffen hat oder ob unser Gehirn erst Gott schafft, istund bleibt Glaubenssache. Man landet bei der ontologischen Gretchenfrage nach der wahrenoder illusionären Natur Gottes einmal mehr in der Sackgasse"


Genau was ichgesagt habe :)
Was wissen wir also? Es gibt im Gehirn Rezeptoren für spirituelleErfahrungen.
Wer eine solche Erfahrung hatte, kann sich glücklich schätzen -unabhänig davon ob was dran ist oder nicht, die "Qualia" der Erfahrung bleibt bestehen.


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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 21:10
>>Genau was ich gesagt habe
Was wissen wir also? Es gibt im Gehirn Rezeptoren fürspirituelle Erfahrungen<<

Genau!



Wie war das noch gleich mitdem Herauspicken der richtigen Rosine? ;)

Gruß;)


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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 21:14
Gott ist in uns allen. Die nicht an ihn Glauben wissen dies nur nicht. Hehehehe


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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 21:16
@ Lamm

Also sind wir selbst Gott? Bzw. zu einem Teil?


Gr,
A.


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09.09.2006 um 21:18
Link: www.weltwoche.ch (extern) (Archiv-Version vom 13.09.2006)


>>Die Berufung zu Gott ?<<

Die Frage ist, wo könnte sie ihren Ursprunghaben. Ruft Gott an (telefonisch) oder schreibt er Telegramme? Nein.

«Die Luftist erfüllt mit grossem Lärm und ich dachte, ich würde verschlungen. Ich habe wahrhaftigGott berührt. Er kam in mich, mich selbst hinein; ja, Gott existiert, schrie ich und icherinnere mich an gar nichts anderes. All ihr gesunden Leute könnt euch das Glück nichtvorstellen, das wir Epileptiker in der Sekunde vor dem Anfall erleben. Ich weiss nicht obdiese Glückseligkeit Sekunden, Stunden oder Monate dauert, aber glaube mir, nicht füralle Freuden, die das Leben bringt, würde ich diese eintauschen.»

FjodorDostojewski, selbst nachgewiesenermassen Schläfenlappen-Epileptiker.


Aufrekordverdächtige mehrere hundert Visionen in über fünfundzwanzig Jahren brachte es EllenGould White, die Stifterin der Adventisten vom Siebenten Tag. Nach Meinung einesrenommierten Neurologen zeigte auch sie typische Anzeichen von Schläfenlappen-Epilepsie.Fernab von himmlischer Eingebung könnten die direkten Auswirkungen eines dieserEpilepsiesymptome, das manische Schreiben (Hypergrafie), den Adventisten-Katechismus mitden fast fünfzig Bände umfassenden Originalschriften Whites verursacht haben.

Tatsächlich ist das Auftreten religiöser Wahnvorstellungen einer der häufigstenGründe für die Einweisung in eine psychiatrische Klinik. ---


Gruß


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09.09.2006 um 21:18
gsb23

Wie bei dir ja auch :)
Die bedeutende Frage ist doch, wenntatsächlich ein Rezeptor für etwas vorhanden ist und diese Drogen tatsächlich eineErfahrung auslösen, gibt es dann auch einen "Sender"?
Welchen Sinn hat ein Fernseherohne Fernseh-Programm?

Das ist genau das, was damit gemeint war, am Ende ist esdoch wieder Glaubenssache.


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09.09.2006 um 21:26
Herrlich xedion65
Und die Welt dreht sich im Kreis und wir uns mit. * mökl *


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09.09.2006 um 21:28
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=12792&CategoryID=73

>>Die bedeutende Frage ist doch, wenn tatsächlich ein Rezeptor für etwas vorhanden istund diese Drogen tatsächlich eine Erfahrung auslösen, gibt es dann auch einen "Sender"?<<

Die "richtige" Antwort, eine Sache der Erfahrung?

In unserer Weltgibt es nicht einen Fleck auf der Erde, an dem Gott keine Rolle spielt. Ob du an ihnglaubst oder nicht, der Gottmodus, ist er erstmal eingeschaltet, ist ein Selbstläufer.Dass sich Atheisten das Gefühl weniger göttlich vorstellen als Gottgläubige, mag einHinweis auf gewisse Abgrenzungsmerkmale sein - am Ende entscheidet also die "richtige"Frage: "Und, hast du Gott gefühlt?"

>>Auch Skeptiker und Atheisten haben nachder Persinger-Behandlung solch ungewöhnliche Entgrenzungserlebnisse, vergleichen dieseaber eher, so sich Entsprechendes in der persönlichen Biografie findet, mitpsychedelischen Drogentrips.<<siehe Link.



Gruß


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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 21:31
Link: www.weltwoche.ch (extern) (Archiv-Version vom 13.09.2006)

Ganz unabhängig von der zukünftigen Entwicklung und Kommerzialisierung vonErleuchtungsmaschinen für den Hausgebrauch lässt sich aus den neurotheologischenUntersuchungen bereits heute Bedeutsames ableiten. Was Religionswissenschaftler schonseit Jahrhunderten in der Philosophia perennis diskutieren, nämlich dass ein gemeinsamerund im Wesen gleicher Kern absoluter Wahrheit in allen Religionen stecke, erfährt geradeeine moderne neurobiologische Umdeutung. Vielleicht ähneln sich die spirituellenErfahrungen der Menschen durch alle Kulturen gar nicht deshalb, weil sie auf denselbenGott oder eine universell gültige Wahrheit hindeuten, sondern ganz einfach, weil dieGehirne der Menschen gleich funktionieren. Ob Schläfenlappenzappen, Drogentrip,Meditation oder epileptischer Anfall – auf den nicht vorgesehenen Ausnahmezustand kanndas Gehirn nur mit ganz beschränkten Erfahrungsmöglichkeiten reagieren. Und seitJahrtausenden eine der beliebtesten scheint die Halluzination einer höheren spirituellenWahrheit zu sein.---

Gutes Schlußwort! :D

Gruß


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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 21:41
@ Xedion

1. Die Rezeptoren sind auch noch für andere Dinge da. Es gibt keinen"Erleuchtungs-Rezeptor". Eine mystische Erfahrung, eine Vision oder ähnliches versetzendas Gehirn aber in einen bestimmten Zustand- an diesem Gesamtbild sind aber sicherlichmehrere, sozusagen zweckentfremdete Rezeptoren beteiligt.

Es gibt keinenRezeptor, der nur für die Erfahrung mystisch geprägter Bewußtseinszustände da ist.

Weiter: Unser Gehirn ist einfach so, aus heiterem Himmel, dazu fähig, veränderteBewußtseins- bzw. Wahrnehmungszustände zu erzeugen. Dies kann jederzeit geschehen. Meistgibt es aber einen Anstoss, einen kleinen Auslöser, der durch ein äußeres Geschehnissverursacht wird. Andere Faktoren können in ähnlicher Weise Einfluß darauf nehmen.Unentbehrlich sind sie aber keineswegs.

Eine Psychose kann ebenfalls ausheiterem Himmel über einen völlig gesunden Menschen hereinbrechen, auch hier wechselt dasGehirn ohne jeglichen Äußeren Einfluß (ohne "Sender" also) von einem Bewußtseinszustandin den Anderen.

Wie gsb das schon recht trefflich formulierte: Einwahnsinniger Psychotiker weist manchmal gar keine sooo großen Unterschiede zu einemangeblich "Erleuchteten" auf... beide befinden sich in einem Zustand, der sich (auch inneurologischer Hinsicht) verblüffend ähnelt.

Ich persönlich glaube zwar auch an"echte" Erleuchtung, aber die soll wohl nur recht selten vorkommen. Egal, der "Sender"deiner Erleuchtungen/ Psychosen ist dein eigenes Ich. Nichts anderes! ;)

Gr,
A.


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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 21:43
gsb23

"Dass sich Atheisten das Gefühl weniger göttlich vorstellen alsGottgläubige, mag ein Hinweis auf gewisse Abgrenzungsmerkmale sein - am Ende entscheidetalso die "richtige" Frage: "Und, hast du Gott gefühlt?"

Sehe ich nicht so.Vieleicht sagen dir ja Nahtoderfahrungen etwas, da spielen Körpereigene Stoffe auch eineRolle. In allen Kulturen der Welt erleben Menschen hier ähnliche Vorgänge - sie sehenz.B. oft ein Lichtwesen, welches Liebe propagiert. Einbildung? Möglich, wobeiHalluzinationen eher auf einzelne Leute beschränkt sind. Wenn jedoch so etwas existiert,dann existiert dies für alle Menschen gleich, nur wir ziehen unterschiedliche Schlüssedaraus.

Natürlich hat unsere Einstellung nämlich einen großen Einfluss darauf,wie wir Dinge erleben, aber das ändert nichts an ihrer Bedeutung. Ein Faktum (und wiegenau das lautet weiß ich nicht) bleibt ein Faktum, egal was wir Menschen davon halten.Interessant ist das ja auch in Bezug auf andere Argumente. Ein Gläubiger interpretiertdiese mitunter völlig anders als ein Atheist - nämlich genau so, dass er das eigeneWeltbild möglichst wenig ändern muss. Das macht jedoch JEDER Mensch so.
Gerade Dinge,die mit Qualia zu tun haben, entziehen sich hier objektiver Beschreibungen.

DieFrage bleibt bestehen. Wenn man durch Drogen mystische Erfahrungen induzieren kann, washat man daraus gewonnen, außer der Erkenntnis, dass Religionen und Gottglaube nichtvöllig aus der Luft gegriffen sind? Ob es ein Hinweis auf eine höhere Wirklichkeit istoder nicht, lässt sich damit nicht erfassen. Aber die Möglichkeit besteht, wie ich obenschon erwähnt habe, denn unser Gehirn ist im Prinzip nix anderes als eineInterpretationsmaschine, es nimmt Sinneswahrnehmungen auf und verwertet diese. Wir könnenuns nicht einmal völlig sicher sein, dass überhaupt Dinge von außen kommen(Idealismus/Solipsismus).

"Vielleicht ähneln sich die spirituellen Erfahrungender Menschen durch alle Kulturen gar nicht deshalb, weil sie auf denselben Gott oder eineuniversell gültige Wahrheit hindeuten, sondern ganz einfach, weil die Gehirne derMenschen gleich funktionieren.
Ob Schläfenlappenzappen, Drogentrip, Meditation oderepileptischer Anfall – auf den nicht vorgesehenen Ausnahmezustand kann das Gehirn nur mitganz beschränkten Erfahrungsmöglichkeiten reagieren. Und seit Jahrtausenden eine derbeliebtesten scheint die Halluzination einer höheren spirituellen Wahrheit zu sein."

Leider wieder nur ein Schwarzweiß-Denken. Interessant ist eben, dass das Gehirn mitspirituellen Erfahrungen reagiert und oftmals mit festen Bildern, anstatt mit Chaos.Halluzination und Wirklichkeit verschwimmen, wenn man die neuen Ergebnisse derNaturwissenschaften mit einbezieht. Wo also liegt die Weisheit bei solchen Aussagen? :)

Gruß


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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 21:49
Apollyon

"1. Die Rezeptoren sind auch noch für andere Dinge da. Es gibt keinen"Erleuchtungs-Rezeptor". Eine mystische Erfahrung, eine Vision oder ähnliches versetzendas Gehirn aber in einen bestimmten Zustand- an diesem Gesamtbild sind aber sicherlichmehrere, sozusagen zweckentfremdete Rezeptoren beteiligt.

Es gibt keinenRezeptor, der nur für die Erfahrung mystisch geprägter Bewußtseinszustände da ist."

Nun ja, z.B. wissen alte Schamanen wie man das Gehirn auf eine gewisse Art und Weisestimulieren kann, damit es eine Erfahrung macht. Bei Nahtoderfahrungen passiertähnliches, die Menschen glauben einen Einblick in eine höhere Wirklichkeit erhalten zuhaben. Hier läuft ein festes Programm im Gehirn ab (die Erfahrungen selbst sind ähnlich,überall auf der Welt, wo man sie untersucht hat).
Vor ein paar Jahren hat einForscher mit dem "Gott-Gen" auf sich aufmerksam gemacht.

"Unser Gehirn isteinfach so, aus heiterem Himmel, dazu fähig, veränderte Bewußtseins- bzw.Wahrnehmungszustände zu erzeugen. Dies kann jederzeit geschehen. Meist gibt es aber einenAnstoss, einen kleinen Auslöser, der durch ein äußeres Geschehniss verursacht wird.Andere Faktoren können in ähnlicher Weise Einfluß darauf nehmen. Unentbehrlich sind sieaber keineswegs."

Aus heiterem Himmel würde ich das nicht nennen. UnterZuhilfenahme gewisser Drogen oder elektromegnetischer Felder, die die normalen Abläufestören. Wie oben aber schon geschrieben, sind die normalen Abläufe eigentlich dazu da,die Umwelt zu interpretieren und ein Bild von dieser herzustellen. Wenn wir aberprinzipiell zwischen Halluzination und Wirklichkeit nicht unterscheiden können, weilletztendlich alles Halluzination ist, ist dies doch ein interessanter Punkt, nicht wahr?

Dabei ist es doch völlig logisch, dass Fehler in den normalen Abläufen zuanderer Wahrnehmung führen können. Das ist es, was ich zu sagen versuche. Wenn manspirituelle Erfahrungen induzieren kann oder weiß, wie sie entstehen, dann hat man nichtwirklich etwas gewonnen, da ihre Validität dabei nicht bewertet werden kann.


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DieSache Diskussionsleiter
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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 22:24
Schade, da hat man´s mir nun bestätigt, es ist wirklich der irdische Weg, Gott sitzt beimir re. frontolaperal...Schade eigendlich, dachte Chef hat ne echt lange Leitung zum Sis,dass der Empfänger schon zur Serienausstattung gehört...hm, schade !


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DieSache Diskussionsleiter
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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 22:30
Ach ja ich halt aber dennoch an der Standleitung und meiner Berufung fest, solange wasvernünftiges dabei entsteht ist doch ok...oder Chef ?


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09.09.2006 um 22:52
ja, mein kind :)


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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 23:10
@ Lamm
Also sind wir selbst Gott? Bzw. zu einem Teil?


gott istunser seinsgrund, das was in allem ist und in das sich alles entfaltet, ohne das nichtssein könnte. das was allem kraft und energie gibt, um form zu werden. wir könnten uns alsast sehen, der ausdruck des gorßen baumes ist, durch den wir geworden sind und der unsform verliehen hat. der uns durch sich, mit seinen adern durchzieht, um uns am leben zuerhalten, damit wir, wenn wir es zulassen, blätter,knospen und früchte erschaffen, so wiees sein wunsch ist, wird es zu unserer aufgabe. könnte dieser baum des lebens vergehen,so würden wir mit vergehen, weil nichts ohne ihn sein könnten. doch löst sich unsere formauf, so berührt es den baum nicht, denn wir sind nur ein kleiner teil, ein aspekt, ja nurein ausdruck der kraft und der intelligenz, die durch uns wirkt, um ihr, für unsunermessliches, freudiges spiel zu spielen.


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Die Berufung zu Gott ?

09.09.2006 um 23:50
@Sis

es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie hartnäckig "uns" die nicht anGott gläubigen von der Richtigkeit ihrer Annahmen und wissenschaftlichen Thesenüberzeugen wollen....

Lamm hat es gut ausgedrückt, wir freuen uns über unserenGlauben und lassen den "Anderen" den ihren. Jedoch scheint dies umgekehrt nicht soeinfach zu sein.....

Für mich ist Gott mehr Realität als diese sichtbare Welt.
Mein Leben ist ohne Ihn nicht denkbar und nicht lebenswert.

Ein Leben imKloster ist für mich nur zeitweise denkbar, zur inneren Einkehr und Besinnung.
Sichergibnt es Menschen die sich für das Klosterleben berufen fühlen.

Mein Glaubeberuht auf meiner Gewißheit, dass Jesus, der Schöpfer von Allem, auch für michstellvertretend für meine Sünden gestorben ist und durch Seine Auferstehung nach dreiTagen alle, die an Ihn glauben, auf ewig rehabilitiert hat. D.h. allein durch SeineGnade habe ich/wir ewigen Frieden und vollkommene Vergebung.
Dieser Frieden, dendiese Welt nicht geben kann, kann mir durch Menschen und Umstände nicht genommen werden.

Und wenn ALLE Menschen behaupten würden, es gibt keinen Gott und mich alsverrrückt einsperren und umbringen - ich bleibe dabei, mein Gott - mein Leben - meinAlles.
Gott ist mit mir, was können mir Menschen da tun?

Liebe Grüße und bb


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