RogerHouston schrieb:Ob das wirklich an den Miezen liegt?
Eher an denen als am Usutu-Virus. Als 2018 besonders viele Vögel dem Virus erlagen, blieb der Amselbestand bei uns stabil. Erst in den frühen Zwanzigern, punktgenau mit dem Zuzug zweier Katzen(besitzer), verschwanden die Amseln aus dem Bild unseres Grüns. Ausgerechnet 2024, als der Usutu-Virus erneut in D-Land mehr Vögel dahinraffte, gab es bei uns erstmals wieder gelegentlich Amseln. Seither scheint die Population stabil, wenn auch mit
deutlich weniger Tieren als früher.
Ich habe es selbst gesehen, wie Katzen, angetrieben von ihrem Jagdinstinkt, Beute machten. Noch häufiger immerhin: wie es ihnen mißlang. Aber versucht haben sie es, sie versuchen es ständig. Und wie gesagt, es gelingt ihnen auch immer wieder. Besonders unschön daran: wohl haben Katzen diesen Jagdinstinkt, doch fehlt ihnen häufig das Interesse an der Beute als Nahrung. Das führt dazu, daß die Beute, die katzentypisch mehrmals freigelassen und erneut gefangen wird, am Ende oft nicht getötet wird. Dabei sind die Kleintiere aber so stark verletzt, daß sie nun über einen längeren Zeitraum allmählich verenden. So fand ich mal eine Maus, wo eine Stunde zuvor eine Katze mit irgendeinem kleinen Tier "spielte". Die Maus konnte nur noch die Vorderbeine bewegen, alles ab der Körpermitte lag schlaff da. Deswegen fand ich sie ja auch an genau jener Stelle.
Dafür können die Katzen nichts. Schlimm aber ist, daß die Katzenbesitzer, selbst nachdem wir sie darauf angesprochen haben, ihre Tiere in unseren nichtöffentlichen, umzäunten Garten gehen lassen (die basteln sogar Zugänge) und keinerlei "Vogelwarnmaßnahmen" ergreifen (der Katze ein Glöckchen um den Hals hängen ist nicht gut für die Katze, aber ein grellfarbenes bzw. led-erleuchtetes Halsband odgl. kann von Vögeln wahrgenommen werden).