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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

29.382 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tiere, Fotos, Fotografie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

15.07.2026 um 18:40
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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

15.07.2026 um 20:47
@nairobi
Ein schöner Siebenpunkt!


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

16.07.2026 um 18:45
Zitat von 3.143.14 schrieb am 10.07.2026:
Zitat von SabresSabres schrieb am 05.06.2026:Zwischenzeitlich haben meine Hummeln & Bienen so unfassbar viel "Beute" gesammelt, dass die echt schon ein Problem hatten, von den Blüten wieder abzuheben.
Wie ein kleiner :lv: Schneeball, ein wunderschönes Foto.


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

16.07.2026 um 19:16
Blühende Wiesen, Schmetterlinge und summende, brummende Insekten, das ist ein kleiner Kosmos für sich.

Vom Rand einer Wiese sah ich in der vergangenen Woche viele Schmetterlinge unterschiedlicher Arten: Kaisermantel, Zitronenfalter, Zwerg-Bläuling, Taubenschwänzchen, Kohlweißling, Schachbrettfalter, Brauner Waldvogel, Großes Ochsenauge.

Sehr witzig fand ich die Tarnung eines Zitronenfalters. Auf einer Blüte hatte ich ein Taubenschwänzchen anvisiert. Später, als ich mir die Bilder ansah, irritierte mich im Foto ein Blatt. Beim genauen Hinschauen bemerkte ich, dass das Blatt ein Zitronenfalter ist.

TaubenschwnzchenOriginal anzeigen (3,0 MB) :thx: Taubenschwänzchen und Zitronenfalter

Der Zitronenfalter überwintert als Falter, sucht aber im Gegensatz zu vielen anderen Arten keinen Schutz in Gebäuden, sondern überwintert bodennah und kaum geschützt in irgendwelchen Spalten oder zwischen trockenem Laub. Das von seinem Körper produzierte Glycerin ermöglicht das Überleben unter der Schneedecke. Mit einer Lebenszeit von 10–11 Monaten gehört er zu den langlebigsten Schmetterlingen Europas.

Schmetterling ZitronenfalterOriginal anzeigen (1,7 MB) :thx: Zitronenfalter
Zitronenfalter überwintern als ausgewachsene Schmetterlinge und nicht als Raupe oder Puppe. Und das relativ ungeschützt: Mit ihren dünnen Beinchen klammern sie sich monatelang an trockenes Laub im Unterholz, an Efeublätter oder Zweige – meist wenige Zentimeter über dem Erdboden, um möglichst ein paar Mal eingeschneit zu werden. Schließlich kühlt es unter einer Schneedecke nie so stark ab wie außerhalb.
Aber sie haben noch einen anderen Trick auf Lager: Im Herbst schwitzen Zitronenfalter einen Teil ihrer Körperflüssigkeit bis auf ein Minimum aus. Den Rest reichern sie mit Glycerin an. Dank dieses Frostschutzmittels gefriert das „Blut“ in ihren feinen Adern erst, wenn die Temperatur unter -20 °C sinkt.
Quelle: https://www.krautundrueben.de/zitronenfalter-der-erste-schmetterling-im-fruehjahr-549



20260708 143415 KaisermantelOriginal anzeigen (3,4 MB) :thx: Kaisermantel

Die Raupen des Kaisermantels ernähren sich bevorzugt von Blättern verschiedener Veilchenarten (Waldveilchen, Duftveilchen, Hain-Veilchen), mitunter fressen sie aber auch Himbeer-Brombeer-Heidelbeerblätter.

Die Weibchen legen ihre Eier nicht direkt auf die für die schlüpfenden Larven artspezifische Nahrungsquelle, sondern deponieren ihre Eier
auf Baumstämme in unmittelbarer Nähe von Veilchenkolonien. Nach dem Schlüpfen müssen sich die jungen Raupen deshalb erstmal auf die
Veilchenblätter :Y: Futtersuche begeben.

https://www.mein-schoener-garten.de/tiere/schmetterlinge/kaisermantel



20260709 174309 SchachbrettfalterOriginal anzeigen (3,4 MB) :thx: Schachbrettfalter


20260709 181331Groes OchsenaugeOriginal anzeigen (2,4 MB) :thx: Großes Ochsenauge


Brauner WaldvogelOriginal anzeigen (2,4 MB) :thx: Brauner Waldvogel


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

16.07.2026 um 19:22
@nairobi
Vielen Dank. Das Foto vom :) Marienkäfer ist wirklich grandios!


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

16.07.2026 um 19:26
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Wie ein kleiner :lv: Schneeball, ein wunderschönes Foto.
Und die Hecke war voll 🥰
Meine kleine Hecke ist inzwischen auch größer geworden (braucht mal n Rückschnitt und n paar davon ziehe ich als Ableger groß. Dann kommt das in den Garten verteilt mal hier mal da was hin :)
Eventuell die ganze Seite zum Nachbarn entlang. Dann haben die Hummelchen gaaanz viel zum abstauben 🥰


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

16.07.2026 um 21:16
Is nur ein C-Falter hier gestern am Lavendel, aber trotzdem nett.

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Dieser Honigbiene hats die Sonnenblume angetan.

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Malen nach Zahlen? Eine Straßenkarte? Oder vielleicht... Woran auch immer es erinnert, diese Arbeit von Minierfliegen-Larven (hier an Kletten-Blättern) sieht schön aus.

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Ein Rosenkäfer an einer Eibisch-Art. Eigentlich ist er komplett grün, aber je nach Lichteinfall schillert er in verschiedenen Farben. Das letzte Foto ist zwar unscharf, zeigt aber gut den Kopf, der sonst immer versteckt tief in der Blüte steckte.

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Eine Ballonblume. Auch hier ist das zweite Foto unscharf, zeigt aber gut, wieso die so heißt. Die fünf Blütenblätter wachsen geschlossen ballonartig aus der Knospe, werden von grün immer blauer, bis sie sich am Ende von der Mitte an öffnen.

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Gestern fand ich erneut eine Goldwespe; natürlich freute ich mich auf die Chance, die Art von kürzlich nochmal knipsen zu können, diesmal hoffentlich in besserer Qualität. Tscha, wurde wieder keine scharfe Aufnahme. Die größte Überraschung aber - es ist ne andere Art!

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Einen deutschen Namen hat sie nicht, Hedychrum rutilans. Der markante Unterschied: der sonst blaue Thorax-Bereich kann seitlich rötlich-braune Flecken haben, beim Kopf siehs ebenso aus. Ale anderen Goldwespenarten vergleichbarer Farbgestaltung haben stets nen knallblauen Kopf (wobei das Blau auch mal als Grün erscheinen kann), nur diese nicht. Auch hat sie oft hinten diesen Gelbschimmer. Hier mal der Vergleich

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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

16.07.2026 um 21:52
Ganz vergessen: vorgestern sah ich diese Raubfliege. Noch während ich in meiner Hose nach dem Smartphone fingerte, um ein Foto zu machen, machte das Viecherl ganz ungeniert hinter sich einen kleinen Kackhaufen. Sah putzig aus, wie's runterklatschte. Es fiel nicht einfach senkrecht.

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17.07.2026 um 00:10
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Malen nach Zahlen? Eine Straßenkarte? Oder vielleicht... Woran auch immer es erinnert, diese Arbeit von Minierfliegen-Larven (hier an Kletten-Blättern) sieht schön aus.
Interessante Betrachtungsweise, biggrin so habe ich es noch nicht gesehen. Kann auch Korrespondenz mit Außerirdischen sein, wer weiß das schon?


Die Farbvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt ist wirklich faszinierend, wie auch die Fotos der Goldwespenarten zeigen.
Unser menschliches Farberkennungsvermögen beruht auf drei Farbrezeptoren, viele Vögel und Insekten nehmen zusätzlich noch ultraviolettes Licht wahr.

UV-Licht
Wir Bienen sehen die Farben ganz anders als ihr Menschen. Das hat damit zu tun, dass das menschliche Auge einen Rot-Rezeptor besitzt, der uns Bienen fehlt. Bienenaugen dagegen verfügen über einen UV-Rezeptor. Damit können wir Licht im Bereich von Ultraviolett wahrnehmen.
Quelle: https://www.tagesanzeiger.ch/so-sehen-bienen-die-welt-fluoreszierende-blueten-dank-uv-licht-366960523997


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

17.07.2026 um 04:42
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Königskerze, wild wachsend beim Nachbarn.


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

18.07.2026 um 19:12
Bei dieser mittelgroßen Wespe (vielleicht 1,5cm) hatte ich lange rumrätseln müssen, welche Art das bloß ist.

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Hätt ich mal gleich auf die Augen geachtet, aber auch auf die Fühler - es ist Ceriana conopsoides, eine Dickkopf-Langhornschwebfliege. Sie gilt als sehr selten, laut der Roten Liste D von 2011 ist sie in den verschiedenen Bundesländern in den Kategorien 3 (gefährdet), 1 (extrem gefährdet, letzte Stufe vor 0 = exitus), G (Gefährdung unbekannten Ausmaßes) oder D (dramatischer Rückgang) geführt.

Der Lebensraum dieser Schwebfliege sind eigentlich Wälder. Auch sonst habe ich vor allem in diesem, aber auch schon im letzten Jahr viele Insekten entdeckt, deren Habitat der Walrdand oder direkt der Wald ist (Stichwort Waldrandschwebfliege, Waldbrettspiel...). Mittlerweile sind hier auch zahlreiche Bäume groß geworden, und bei etlichen ist auch der Boden dicht mit Unterholz bewachsen. An zwei Stellen haben wir quasi Waldstreifen Die große Wiese mit dem alten Birnbaum in der Mitte und weiteren Obstbäumen am Rand wirkt daher schon wie eine große Lichtung im Wald. Wird von den Tieren offensichtlich gut angenommen!

Dann war da noch...

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Eine Rainfarn-Seidenbiene am Rainfarn.

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Und - natürlich! - mal wieder Sex.


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

19.07.2026 um 11:15
Kleiner Rückblick auf die vergangenen Tage


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

19.07.2026 um 17:43
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:es ist Ceriana conopsoides, eine Dickkopf-Langhornschwebfliege.
Wenn sich das so bestätigt, wäre das in der Tat eine tolle, weil sehr seltene Sichtung.

Meldest Du solche Funde eigentlich auch, beispielsweise an Observation.org oder ähnliche Plattformen?
Und erstellt ihr auch eine Bilddokumentation von euren Gartenprojekten?


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

19.07.2026 um 21:17
Zitat von RogerHoustonRogerHouston schrieb:Meldest Du solche Funde eigentlich auch, beispielsweise an Observation.org oder ähnliche Plattformen?
Nein. Bei observation.org hab ich drüber nachgedacht, denke noch immer. Aber bis jetzt hatte ich noch kein Insekt gehabt, das in einer Roten Liste anders als "ungefährdet" erwähnt wurde. Bei der Kronenwespe, die so selten beobachtet wird, daß vieles über sie noch nicht bekannt ist, und die für das Land Berlin noch überhaupt nicht (offiziell) dokumentiert war, hatte ich mich ja extra an den NABU gewandt, speziell an den für Wespen, Bienen und Ameisen zuständigen Hymenopterendienst. Aber da kam, trotz Einladung, sich Stephanus serrator doch vor Ort einzusetzen (die sitzen im selben Stadtteil wie unser Garten), Null Reaktion. Für die Dipteren (Diptera, Zweiflügler, Fliegen und Mücken) gibts gleich gar keine Ansprechstelle. Beim BUND ebenfalls nichts.

Bei observation.org gingen für Ceriana conopsoides bis heute 113 Meldungen von 97 Sichtungspunkten ein (erste Sichtungsmeldung 12.5.18), die meisten Sichtungspunkte in NRW (25),Niedersachsen (16), Bayern (14) und Hessen (9). Ausm Saarland und Thüringen kam noch nix, sonst sinds zwischen 1 und 6 Sichtungsorte. In Berlin sinds drei weit im Norden, zwei zwischen Ex-Flughafen Tegel und Spandau, einer noch weiter weg von der Innenstadt im Ortsteil Niederschönhausen. Unser Sichtungsexemplar immerhin lebt im echten Innenstadtbereich (wenn auch da arg am Rande).

Unser Gartenprojekt besteht ja eigentlich aus zweien, aber die beiden sich dreinteilenden Vereine hängen eng miteinander zusammen. Mehr als 80% der gemeinsamen Fläche werden vom anderen Verein bereut. Dort gibts ne Streuobstwiese, die freilich seit längerem im Sterben liegt. Mittlerweile mühen sich die anderen um das Anpflanzen neuer Obstbäume - obwohl es doch arg kontraproduktiv ist, sich Sorten aus Filialen von Baumärkten bzw. Supermärkten zu besorgen; sogar ne Nashibirne habense angepflanzt! Streuobstwiesen leben von robusten und rettenswerten Altsorten statt anfälligen Turbozüchtungen, von heimisch statt exotisch-klimafremd. Könnwa aber nix machen, is deren Entscheidung. - Na jedenfalls ist Ceriana c. gerne auf Streuobstwiesen unterwegs, am besten solchen mit (auch) alten und "blutenden" Gehölzen. Wegen des Rückgangs von "ungepflegten" Streuobstwiesen ist die Dickkopf-Langhornschwebfliege so extrem selten geworden; ihre Larven sind auf Baumsäfte angewiesen, also auf Bäume, bei denen solche Baumsäfte auch erreichbar sind. Bei unseren Obstbaumresten scheint es der Fliege ja noch zu gefallen.
Zitat von RogerHoustonRogerHouston schrieb:Und erstellt ihr auch eine Bilddokumentation von euren Gartenprojekten?
Am ersten Juli-Wochenende fand die Kunstaktion "48 Stunden Neukölln" statt, wo an verschiedenen öffentlichen Plätzen, aber auch in Geschäften und an sonstigen Orten Kunstinstallationen gezeigt werden, die man sich kostenfrei ansehen kann. Die Nachbargruppe hat sich dieses Jahr wieder mal dran beteiligt, von uns hat sich eine Künstlerin angehängt. Alles im Garten verteilt. Ich hab die Besucherzahlen erfaßt und war Ansprechperson für Fragen. Naja, und da gabs doch ne Menge Gespräche über die Grünanlage. In weiser Voraussicht hatte ich meine "Tiersammlung" auf rund 60 Seiten ausgedruckt (Stand 29.6.), sortiert nach Gruppen (Säugetiere, Schmetterlinge, Schwebfliegen, Spinnen...) und da dann alphabetisch. Sechs Spezies pro Seite mit Foto und Namen. 343 Tierarten, darunter 278 Insekten (mittlerweile sind noch 32 Insektenarten dazugekommen).

Viele Besucher sind an der ausgelegten Broschüre vorbeigegangen, aber dennoch haben mehrere Dutzend reingeschaut, die Hälfte davon richtig lange. Ich bin dann oft hingepilgert, und es entstanden mehrfach richtig angeregte Gespräche dazu. Einer fragte nach ner Kopie. Vielleicht nächstes Jahr...

@Death_himself

Wirklich schöne Bilder!


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

20.07.2026 um 14:49
@perttivalkonen

Danke 😊


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

21.07.2026 um 08:09
Seit ca. zwei Wochen schlüpfen hier die Heidelibellen. Diese hier sitzt nach ihrem ersten Flug auf ner Gartenmelde.

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Ringelblumen sind doch immer wieder ein schöner Hintergrund für Insektenfotos! Hier ne Hainschwebfliege.

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Seit der Spindelstrauch blüht, wimmelt es dort wie jedes Jahr von Insekten. Auch ne Hornissenschwebfliege hat sich wieder eingefunden.

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Dunkle Erdhummel am Wasserdost.

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Der Bienenwolf, eine Wespe, ernährt sich von Blüten wie viele. Aber seine Brut ernährt er mit gefangenen Honigbienen.

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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

21.07.2026 um 22:18
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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

22.07.2026 um 23:13
Heute fand ich diesen hier.

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Ein Hummelschwärmer, ein entfernter Verwandter des Taubenschwänzchen, nur bunter. Leider hielt der nie lang genug stille, daß ich mal auf ihn focussieren und so ein schärferes Bild bekommen konnte. Hab dann ein Vid gemacht, da sieht man ihn besser.

Dateianhang: 316.mp4 (21544 KB)

Ein weiterer "Neuling", zumindest vor meiner Linse, war dieser:

Schwebfliege-Gemeine-Waldschwebfliege

Eine Gemeine Waldschwebfliege, auch Weißbindige Hummelschwebfliege genannt. Eine ziemlich große Schwebfliege.

Dann gab es noch ein drittes großes Insekt, das ich hier zuvor noch nicht gesehen hatte. Und auf dieses hätte ich auch gerne verzichtet - haben wir es mit unserem insektenfreundlichen Garten zu weit getrieben?

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Eine Pferdebremse, rund 2,5cm lang!

Dann war da noch: diese Wiesenhummel beim Abflug von der Ringelblume,

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ein Bienenwolf mit Beute,

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eine Kleine Mistbiene auf ner zweifarbigen Kronenwucherblume ("Salatchrysantheme").

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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

25.07.2026 um 08:24
Heute früh beim Gassigang entdeckt.


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Naturfotografie. Eure Bilder von unserer Natur

25.07.2026 um 10:40
Wer an einem warmen Sommerabend in Berlin durch den Tiergarten oder den Britzer Garten spaziert, erlebt mit etwas Glück eine überraschende Begegnung. Im Schein der Laternen krabbeln plötzlich kleine, leuchtend rote Krebse über die Wege – ein Anblick, den man eher an der amerikanischen Golfküste als mitten in Berlin erwarten würde.
Es handelt sich um den Roten Amerikanischen Sumpfkrebs. So faszinierend und unterhaltsam es auch ist, die kleinen Panzerträger bei ihren nächtlichen Streifzügen zu beobachten – hinter dem ungewöhnlichen Schauspiel verbirgt sich ein ernstes ökologisches Problem.
Mit ihrer kräftig roten bis dunkel bläulich-schwarzen Färbung und den markanten, dornigen Scheren sind die Tiere unverwechselbar. Ursprünglich stammen sie aus dem Süden der USA und Nordmexiko. Dass sie sich ausgerechnet in Berliner Gewässern so wohlfühlen, liegt an ihrer erstaunlichen Anpassungsfähigkeit.
Wird es im Wasser zu eng oder knapp an Nahrung, verlassen die Krebse ihr Element einfach und wandern – meist nachts sowie bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit – mitunter mehrere Kilometer über Land auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Selbst schlechte Wasserqualität, Sauerstoffmangel oder kurze Trockenperioden überstehen sie erstaunlich gut, indem sie sich tief in den Schlamm eingraben.
Wie kamen die Krebse hierher?
Der Weg der Sumpfkrebse nach Deutschland führte über den Aquarienhandel. Wegen ihrer auffälligen Färbung waren sie lange Zeit beliebte Aquarienbewohner. Vermutlich setzten einige Besitzer ihre Tiere aus, sei es aus Unwissenheit oder weil ihnen die Haltung zu aufwendig wurde.
Was viele dabei nicht wussten: Bereits ein einziges befruchtetes Weibchen kann mehrere Hundert Eier tragen. Da Berliner Gewässer reichlich Nahrung bieten und die Winter vergleichsweise mild sind, konnte sich die Art innerhalb weniger Jahre rasant ausbreiten. Heute gehören Begegnungen mit den Krebsen im Tiergarten, im Britzer Garten oder am Landwehrkanal längst zum Sommerbild.
Ein hübscher Anblick mit problematischen Folgen
So spannend die Tiere zu beobachten sind – als invasive Art verursachen sie erhebliche Schäden in heimischen Ökosystemen.
Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs trägt die sogenannte Krebspest in sich, eine Pilzerkrankung, gegen die er selbst immun ist. Für heimische Krebsarten wie den streng geschützten Edelkrebs endet eine Infektion dagegen fast immer tödlich.
Hinzu kommt ihr großer Appetit. Die Allesfresser fressen Wasserpflanzen ebenso wie Fischlaich sowie die Eier und Kaulquappen von Fröschen, Kröten und Molchen. Durch ihre weit verzweigten Wohnhöhlen lockern sie außerdem Uferbereiche auf, wodurch diese langfristig instabil werden und leichter erodieren.
Die Berliner Tierwelt schlägt zurück
Spezialisierte Fressfeinde aus ihrer nordamerikanischen Heimat fehlen den Krebsen zwar, doch einige heimische Tiere haben die eiweißreiche Beute längst für sich entdeckt.
Besonders Krähen beeindrucken dabei mit ihrer Intelligenz. Mit etwas Glück lässt sich beobachten, wie sie gezielt Jagd auf die Krebse machen, entweder im flachen Wasser oder während deren nächtlicher Wanderungen. Mit kräftigen Schnabelhieben knacken sie den Panzer und gelangen so an das begehrte Fleisch.
Auch andere Tiere haben den Neubürger längst in ihren Speiseplan aufgenommen. Graureiher und Störche erbeuten die Krebse im Flachwasser. Hechte, Barsche und Aale fressen vor allem Jungtiere. Selbst Waschbären und Fischotter profitieren inzwischen vom zusätzlichen Nahrungsangebot.
Aber Berlin ist längst kein Einzelfall. Inzwischen hat sich der Rote Amerikanische Sumpfkrebs in vielen Teilen Deutschlands etabliert. Größere Bestände gibt es unter anderem in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern. Besonders häufig tritt er in den Auen des Rheins, entlang des Neckars, in Teilen der Elbe sowie in zahlreichen Seen und Kanälen Nord- und Ostdeutschlands auf. Mit den zunehmend milderen Wintern breitet sich die Art vielerorts weiter aus.
Was wird dagegen unternommen?
Das Aussetzen oder Weiterverbreiten der Art ist in der gesamten Europäischen Union verboten.
Da eine vollständige Ausrottung der Berliner Population inzwischen kaum noch realistisch ist, setzt die Berliner Umweltverwaltung auf eine konsequente Populationskontrolle. Im Tiergarten und im Britzer Garten fängt ein lizenzierter Reusenfischer jedes Jahr Zehntausende Sumpfkrebse. Die Tiere werden anschließend nicht entsorgt, sondern gelangen unter dem Namen "Berliner Landhummer" in die regionale Gastronomie.
Zusätzlich werden an besonders sensiblen Gewässern Barrieren errichtet, um eine weitere Ausbreitung in Schutzgebiete möglichst zu verhindern.
Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs zeigt eindrucksvoll, wie stark der Mensch Ökosysteme – oft unbeabsichtigt – verändern kann. Gleichzeitig macht sein Beispiel aber auch deutlich, wie anpassungsfähig die Natur ist. Krähen, Reiher und andere heimische Tiere haben den Neubürger längst als Nahrungsquelle entdeckt. Ob das langfristig ausreicht, um das ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen, bleibt allerdings abzuwarten.
Und hier kommen ein paar Fotos von den Krebsen.

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Und hier sieht man eine Krähe beim Krebspicknick


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Und zu guter Letzt noch zwei kleine Videos


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