Trainingsmythen im Ausdauersport – eine narrative Abhandlung

– von Nemon, im Dezember 2025 / Januar 2026 –


Inhaltsverzeichnis


01 Vorbemerkung und Einleitung
02 Laktat und Übersäuerung
03 Energiesysteme und Schwellen
04 LIT/MICT/HIT und „aerobe Basis"
05 Fettstoffwechsel und Crossover Point
06 Surrogatmarker und Zielleistung
07 High Intensity, Low Volume als Gegenmodell
08 Falsche Erwartungen und Missverständnisse
09 Exkurs Anthropologie und Evolution


07 High Intensity, Low Volume – Effizienz als Prinzip


Wenn man im Umfeld des Ausdauersports gegen „aerobe Basis“, hohe LIT‑und MIT-Umfänge und 80/20‑Modelle argumentiert (im noch zu behandelnden Kraftsport wäre es nicht anders), stellt man sich ins Abseits oder zumindest ein Stück weit dem Mainstream entgegen, der sich stark darauf zu fokussieren scheint, Athleten aller Klassen möglichst viel Trainingsvolumen zu verschaffen.

Die YouTubes und Trainingsmedien sind voll von Sportwissenschaftlern, Coaches und Sportlern, die den optimalen Weg zur Steigerung der VO₂max verkünden, Base‑ und Peak‑Pläne auf Zonen‑ und Schwellenbasis herauf‑ und herunterbeten – während jedoch kaum jemand im Ernst bestreitet, dass der Wettkampfsportler die entscheidenden Reize mit intensiven Einheiten setzt. Gleichzeitig sind viele Proponenten immer noch so kühn, ihr Publikum oder ihre Kundschaft mit Slogans wie „langsam laufen, schneller werden“ zu locken.

Dabei ist im gedanklichen Hintergrund stets ein Pyramidenmodell präsent – als bedürfe es einer breiten Basis, um eine Spitze tragen zu können. So schlüssig dieses Modell auf den ersten Blick erscheinen mag – schon mal einen Obelisken gesehen? –, entbehrt es doch jeder inhaltlichen und physiologischen Verbindung zu biochemischen Vorgängen rund um Ausdauerleistungen und Energiebereitstellung.


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