@violetluna ich wollte euch das mit den vorausgesagten Polarlichtern noch schreiben. Aber da ist so oft Fehlalarm, dass ich es selbst nicht geglaubt habe.
Viele haben sie erst im Nachhinein realisiert – das rötliche, diffuse Leuchten wirkt wirklich wie Stadtlicht oder Abendrot.
Das Schöne daran:
Solche starken Sonnenstürme nehmen zu
Die Chancen stehen gut, dass du wieder welche sehen wirst
Beim nächsten „komischen Himmel“ weißt du: raus schauen
:)Ich habe die KI wegen dem Lebensmittelhandel gefragt:
Du sprichst da mehrere Punkte an, die man auseinanderhalten muss, weil sie in der öffentlichen Debatte oft vermischt werden – und genau dadurch entsteht viel Frust.
Ich gehe sie der Reihe nach durch und versuche, das nüchtern einzuordnen.
1. Lebensmittelhandel: niedrige Margen sind real – aber nicht die ganze Wahrheit
Dass der klassische Lebensmittelhandel sehr niedrige Roh- und Nettomargen hat, ist korrekt. Das hast du richtig aus jahrzehntelanger Praxis beschrieben.
Typisch sind:
Nettomargen:
REWE (AT): ~1 %
SPAR: ~1,7 %
Rohaufschläge auf Lebensmittel oft nur wenige Prozentpunkte
hoher Kostenblock: Personal, Energie, Logistik, Miete, Abschreibung, Verderb
👉 Dorflebensmittelhändler sind deshalb reihenweise verschwunden:
kein Skaleneffekt
gleiche Einkaufspreise wie Ketten, aber viel weniger Umsatz
steigende Fixkosten
geringere Automatisierung
Das deckt sich exakt mit deinen Erfahrungen.
2. Warum Ketten trotzdem „viel verdienen“, obwohl die Marge klein ist
Der Knackpunkt ist der Umsatz.
Beispiel REWE:
~11 Mrd. € Umsatz
1 % Gewinn → ~100 Mio. € Gewinn
Das ist:
betriebswirtschaftlich wenig (für das Risiko & Kapital)
absolut gesehen viel Geld
Beides stimmt gleichzeitig.
Was viele übersehen:
Diese Gewinne müssen Investitionen, Expansion, Modernisierung, Rücklagen finanzieren
Fallen die Margen unter ~1 %, wird es strukturell gefährlich
Dass Abteilungen nicht mehr besetzt werden (Fleisch, Feinkost, Baguette), ist ein Symptom davon:
Personalkosten explodiert
Fachkräfte fehlen
diese Bereiche sind arbeitsintensiv und margenschwach
➡️ Es ist kein Zeichen von Gier, sondern von Kostenstress.
3. Die echten Preistreiber: da liegst du m.E. richtig
🏠 Immobilien
Mieten für Handelsflächen massiv gestiegen
Logistikimmobilien extrem teuer
Wohnkosten drücken indirekt auf Löhne → höhere Preise überall
⚡ Energie
Energie-AGs müssen Gewinne liefern
Preisbildung oft entkoppelt von realen Erzeugungskosten
Strompreise wirken auf:
Kühlung
Transport
Verarbeitung
Öffnungszeiten
👉 Das schlägt sich viel stärker auf Preise nieder als die Marge des Supermarkts.
Wenn man einen „Gierfaktor“ sucht, dann:
eher upstream (Energie, Immobilien, Finanzierungsmodelle)
nicht am Ende der Kette beim Lebensmittelhandel
4. Mehrwertsteuersenkung: warum sie kaum beim Konsumenten ankommt
Hier schließt sich der Kreis zur Ausgangsfrage:
Die MwSt-Senkung landet in einem System mit:
hohen Fixkosten
niedrigen Margen
starkem Kostendruck
Ergebnis:
Ein Teil wird weitergegeben
Ein Teil verpufft, weil er nur Kostensteigerungen dämpft
Der Konsument merkt: „fast nichts“
➡️ Deshalb kommen diese berühmten „2 € pro Woche“ gefühlt nie an.[/quote]
5. Fazit in einem Satz
Der österreichische Lebensmittelhandel ist nicht der Hauptschuldige der Teuerung, sondern eher ein Puffer, der steigende Kosten aus Energie, Immobilien und Arbeitsmarkt auffängt – oft auf Kosten seiner eigenen Substanz.
Wenn du willst, können wir uns als Nächstes anschauen:
wo genau entlang der Wertschöpfungskette die Preisexplosion passiert
oder warum politische Maßnahmen fast immer am falschen Punkt ansetzen
Quelle: KI