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Herbst

205 Beiträge, Schlüsselwörter: Herbst, Jahreszeit

Herbst

26.10.2010 um 20:00
KoMaCoPy schrieb am 20.10.2010:Herbst war schon immer die Jahreszeit die mir nicht so besonders gepasst hat.
Dieses Orange und generell die vielen Brauntoene kann ich einfach nicht als schoen empfinden. Dafuer ;liebe ich es aber trotzdem durch Blaetterhaufen zu rennen und mir das Rascheln anzuhoeren.
Die nasse Kaelte die nicht die Trockenheit des Winters enthaelt finde ich fast unertraeglich.
Regen...bei kaltem Wetter... -.-
Treffer, Word.

Ich kann den Frühling gar nicht erwarten.


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Samnang
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Herbst

28.10.2010 um 15:18
http://www.youtube.com/watch?v=xFM6DAH5_ms

ich liebe den Herbst...dieser Übergang..eine Reise durch die Vergänglichkeit und doch die Erwartung des Neubeginns....schwelgen in Farben und geheimnisvolle Nebelschleier.....herrlich...

Verklärter Herbst

Gewaltig endet so das Jahr
Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.


Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
Gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.


Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluss hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht -
Das geht in Ruh und Schweigen unter.

G. Trakl


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Samnang
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Herbst

28.10.2010 um 15:26
https://www.youtube.com/watch?v=ptnnAx5uvM0

»Paß dich dem Schritt der Natur an: ihr Geheimnis heißt Geduld.«
Ralph Waldo Emerson (1803-1882)


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Herbst

31.10.2010 um 07:10
Abschiedslied der Zugvögel

Wie war so schön doch Wald und Feld!
Wie traurig ist anjetzt die Welt!
Hin ist die schöne Sommerzeit
Und nach der Freude kam das Leid.

Wir wussten nichts von Ungemach,
Wir saßen unterm Laubesdach
Vergnügt und froh im Sonnenschein
Und sangen in die Welt hinein.

Wir armen Vögel trauern sehr:
Wir haben keine Heimat mehr,
Wir müssen jetzt von hinnen flieh'n
Und in die weite Fremde zieh'n.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)


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Herbst

31.10.2010 um 08:59
Diese dunkle Atmosphäre ist zwar irgendwie gemütlich, aber es gibt Tage, da machts einem auch echt zu schaffen mit Müdigkeit, Trägheit usw.
Der Regen sitzt auch bei vielen Menschen in den Knochen...

Im Frühling, wenn man morgens aufsteht und die Sonne scheint, hat man gleich gute Laune während man im Herbst lieber im Bett bleiben und Winterschlaf halten will.


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Herbst

31.10.2010 um 09:43
Hier die (rare) deutsche Version von "Forever Autumn" aus dem Musical "War of the Worlds"!!

Youtube: Du bist nicht hier (Forever Autumn aus Jeff Wayne's the War of the Worlds)


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Samnang
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Herbst

31.10.2010 um 11:13
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Bald fällt von diesen Zweigen
Das letzte Laub herab.
Die Busch´ und Wälder schweigen,
Die Welt ist wie ein Grab

Wo sind sie denn geblieben?
Ach, sie sangen einst so schön
Der Reif hat sie vertrieben
Weg über Tal und Höh´n.

Und bange wird´s und bänger
Und öd´ in Feld und Hag;
Die Nächte werden länger
Und kürzer wird der Tag

Die Vögel sind verschwunden,
Suchen Frühling anderswo;
Nur wo sie den gefunden,
Da sind sie wieder froh.

Und wenn von diesen Zweigen
Das letzte Laub nun fällt,
Wenn Busch´ und Wälder schweigen,
Als trauerte die Welt

Dein Frühling kann nicht schwinden,
Immer gleich bleibt dein Geschick,
Du kannst den Frühling finden
Noch jeden Augenblick


H.v.Fallersleben (Herbstlied)


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Samnang
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Herbst

31.10.2010 um 11:18
Youtube: Herbstlied - Wenzel und Band


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Herbst

31.10.2010 um 11:18
Spaziergang am Herbstabend

Wenn ich abends einsam gehe
Und die Blätter fallen sehe,
Finsternisse niederwallen,
Ferne, fromme Glocken hallen:

Ach, wie viele sanfte Bilder,
Immer inniger und milder,
Schatten längst vergangner Zeiten,
Seh ich dann vorübergleiten.

Was ich in den fernsten Stunden,
Oft nur halb bewußt, empfunden,
Dämmert auf in Seel' und Sinnen,
Mich noch einmal zu umspinnen.

Und im inneren Zerfließen
Mein ich's wieder zu genießen,
Was mich vormals glücklich machte,
Oder mir Vergessen brachte.

Doch, dann frag ich mich mit Beben:
Ist so ganz verarmt dein Leben?
Was du jetzt ersehnst mit Schmerzen,
Sprich, was war es einst dem Herzen?

Völlig dunkel ist's geworden,
Schärfer bläst der Wind aus Norden,
Und dies Blatt, dies kalt benetzte,
Ist vielleicht vom Baum das letzte.
Friedrich Hebbel


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Herbst

31.10.2010 um 11:20
Ein Fest der Farben,
das der Herbst zum Abschied gibt,
bevor Tristesse siegt.
Haiku von

Dietlinde Heider


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Samnang
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Herbst

31.10.2010 um 11:22
HERBSTRÄUME
Youtube: Autumn Dream

Oktoberlied

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz -
Stoß an und lass es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.

Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!

(Theodor Storm, 1817-1888)


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kaszimo
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Herbst

01.11.2010 um 17:39
Jofe schrieb:Hier die (rare) deutsche Version von "Forever Autumn" aus dem Musical "War of the Worlds"!!
wow, wunderschöne deutsche version. :)


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Herbst

03.11.2010 um 06:24
Was man im Herbst am besten machen kann - Pfützen springen, und das in Slow Motion.

More Super Slow Motion [Water] - 550D from Rickard Bengtsson on Vimeo.


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Samnang
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Herbst

03.11.2010 um 11:18
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Und war der Sommer reich und schön,
was aber bleibt bestehen
jetzt steigen Nebel aus dem Teich,
läßt alle Pracht vergehen
gar früh fällt nun der Abend ein..
und einsam bin ich und allein
war auch der Sommer reich,
denn du bist mir genommen
nur noch des Lichtes fahler Schein
und Nebelschwaden hüllen ein ,
und nichts ist mehr vollkommen.
kann niemals mehr dich sehn
und so ist mir, als müsst von dir...
eine Berührung durch mich wehn....
und war der Sommer reich ?
(c) SAM


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Herbst

03.11.2010 um 20:11
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Gedanken bey dem Fall der Blätter im Herbst


In einem angenehmen Herbst, bey ganz entwölktem heiterm Wetter,
Indem ich im verdünnten Schatten, bald Blätter-loser Bäume, geh',
Und des so schön gefärbten Laubes annoch vorhandnen Rest beseh';
Befällt mich schnell ein sanfter Regen, von selbst herabgesunkner Blätter.
Ein reges Schweben füllt die Luft. Es zirkelt, schwärmt' und drehte sich
Ihr bunt, sanft abwärts sinkend Heer; doch selten im geraden Strich.
Es schien die Luft, sich zu bemühn, den Schmuck, der sie bisher gezieret,
So lang es möglich, zu behalten, und hindert' ihren schnellen Fall.
Hiedurch ward ihre leichte Last, im weiten Luft-Kreis überall,
In kleinen Zirkelchen bewegt, in sanften Wirbeln umgeführet,
Bevor ein jedes seinen Zweck, und seiner Mutter Schooß, berühret;
Um sie, bevor sie aufgelöst, und sich dem Sichtlichen entrücken,
Mit Decken, die weit schöner noch, als persianische, zu schmücken.

Ich hatte diesem sanften Sinken, der Blätter lieblichem Gewühl,
Und dem dadurch, in heitrer Luft, erregten angenehmen Spiel,
Der bunten Tropfen schwebendem, im lindem Fall formiertem, Drehn,
Mit offnem Aug', und ernstem Denken, nun eine Zeitlang zugesehn;
Als ihr von dem geliebten Baum freywilligs Scheiden (da durch Wind,
Durch Regen, durch den scharfen Nord, sie nicht herabgestreifet sind;
Nein, willig ihren Sitz verlassen, in ihren ungezwungnen Fällen)
Nach ernstem Denken, mich bewog, sie mir zum Bilde vorzustellen,
Von einem wohlgeführten Alter, und sanftem Sterben; Die hingegen,
Die, durch der Stürme strengen Hauch, durch scharfen Frost, durch schwehren Regen
Von ihren Zweigen abgestreift und abgerissen, kommen mir,
Wie Menschen, die durch Krieg und Brand und Stahl gewaltsam fallen, für.

Wie glücklich, dacht' ich, sind die Menschen, die den freywillgen Blättern gleichen,
Und, wenn sie ihres Lebens Ziel, in sanfter Ruh' und Fried', erreichen;
Der Ordnung der Natur zufolge, gelassen scheiden, und erbleichen!.

Barthold Hinrich Brockes (1680-1747)



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Herbst

04.11.2010 um 17:52
Das Eichkätzchen, als Schnorrer?
© Brigitte Obermaier, München, 10/1994

Herr und Frau Eichkätzchen sitzen vergnügt auf einem Baum. Hier in freier Natur war der Tisch reich gedeckt. Baumfrüchte fielen im Herbst in großen Mengen auf den Boden. Man brauchte es nur aufklauben und für den langen Winter vergraben. Damit keiner Hungern mußte, müssen alle mithelfen.

Murksi, war ein kleines Eichhörnchen. Es war nicht gerade das schnellste. Es wollte seinen Teil der Herbsternte beitragen. Vergnügt spielte es den ganzen Tag. Abends fiel es müde ins Bett. Keine einzige Frucht hat es gesammelt.

Seine Eltern waren beunruhigt. Alle waren fleißig am sammeln. Nur bei Murksi hatten sie Probleme. Es war ein liebes und braves Eichhörnchen. Davon waren Vater und Mutter überzeugt. Es sollte jedoch seinen Teil dazu beitragen. So wie es Sitte und Brauch war. Alles Reden half nichts.

Dei ersten Schneeflocken fielen vom Himmel. Jetzt wurde es Ernst. Jedes Eichkätzchen hatte seine Vorräte. Nur Murksi hatte nichts.

Anfangs war es kein Problem. Er bettelte sich durch den Winter. Er schnorrte wo er nur konnte. Er war niemals um eine Ausrede verlegen. Jedem tat das zarte, kleine Eichkätzchen leid. Jeder gab gerne von seiner großen Fülle ab. Man war unter sich. Nach dem Motto 'Alle für einen, einen für Alle.'

Eines schönen Samstag Morgen, machte sich Murksi wieder einmal auf den Schnorrerweg. Ganz überrascht hörte er Stimmen. Er sprang von Ast zu Ast, bis er Menschen entdecken konnte.

Das ältere Ehepaar entdeckte das niedliche Eichkätzchen. Sie wollten es anlocken. Dieser Singsang gefiel Murksi sehr. Diese Stimmen klangen so vertrauenserweckend. Es hüpfte von Ast zu Ast. Es beobachtete wie die Menschen vergnügt hinter ihm hersahen. Es machte richtig Spaß.

Die Mittagszeit war schon hereingebrochen. Der Magen meldete sich. Murksi merkte den Hunger sofort. Es hatte vor lauter Menschen das Schnorren vergessen. Er setzte sich ruhig auf einen Ast, hinter einem Blatt, und überlegte.

Die Situation war verfahren. Wo sollte es Nüsse her bekommen. Die Beiden da unten gingen nicht weg. Der Mann langte in die rechte Manteltasche und holte was eßbares heraus. Von seinem Platz aus konnte er die Beiden gut beobachten. Er erkannte in seiner Hand eine Nuß. Das war seine Rettung. Der Mann streckte die Hand heraus, auf der die Nuß lag.

Murxsi war gerettet.


Copyright+Text: © Obermaier Brigitte, 80997 München, 1994
Meine kleine Tochter fand diese Geschichte schön! ^^


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Herbst

06.11.2010 um 20:50

Jahreszeiten


Wohlig wärmen Winterherde.
Wieder wackeln Weihnachtsglocken.
Wallend wirbeln Wolkenflocken -
weißlich werde Wiesenerde!

Fruchtbar färben Frühlingsregen.
Falter fluten Frühjahrslüfte.
Frohmut feiert Freudendüfte.
Freude, Freude, Florasegen!

Strahlend schön sind Sommertage.
Seelen spüren Siedehitze.
Schwitzend strotzen Sonnenblitze.
Schmerzlich surrt stets Stecherplage.

Heftig heulen Herbstunwetter.
Herzen hassen Himmelstrauer.
Häufig harren Hadesschauer.
Herren hacken Heizungsbretter.




Arne Arotnow (geb. 1968)



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Samnang
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Herbst

09.11.2010 um 12:27
Wunderbar..wir haben November und noch immer diese fantastische Stimmung und SONNE* Einach genial....

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Und im Herbst, wenn ihr die Trauben eurer Weinberge für die Kelter lest, sagt in eurem Herzen:
"Auch ich bin ein Weinberg, und meine Frucht wird für die Kelter gelesen werden.
Und wie neuer Wein werde ich in ewigen Gefäßen bewahrt werden."
Khalil Gibran,


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Herbst

10.11.2010 um 12:05
Youtube: Bunt sind schon die Wälder - die neue Liedersammlung
Bunt sind schon die Wälder,
gelb die Stoppelfelder
und der Herbst beginnt.
Rote Blätter fallen,
graue Nebel wallen,
kühler weht der Wind.

Wie die volle Traube
an dem Rebenlaube
purpurfarbig strahlt !
Am Geländer reifen
Pfirsiche mit Streifen
rot und weiß bemalt.

Flinke Träger springen
und die Mädchen singen,
alles jubelt froh!
Bunte Bänder schweben
zwischen hohen Reben
auf dem Hut von Stroh.

Geige tönt und Flöte
bei der Abendröte
und im Mondesglanz;
junge Winzerinnen
winken und beginnen
frohen Erntetanz.


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Herbst

13.11.2010 um 19:54
Mittlerweile iz eine wirklich wiederliche Zeit des Herbstes gekommen, an der man sich lieber den Winter wuenscht.


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