Und wer davon träumt, dass die Rettungsaktion eines kranken Wals Vorbildcharakter haben sollte:
1. Der Spaß hat rund 2 Mio. Euro gekostet. Die hat niemand so schnell mal in der Schublade.
2. "Erfolg" zweifelhaft. Ohne genauere Kenntnis zum Gesundheitszustand ist die Gefahr viel zu groß, ein armes krankes Tier auch noch sinnlos zu quälen.
3. Ein großer Erfolg für die Profilneurotiker, die nicht mehr davon ablassen können, ihre Weisheiten mit einem Handy vor der Birne in die Welt zu blasen. Immer freilich. Das gab Kundschaft.
4. Alle anderen Länder, bei denen auch Wale stranden, lachen sich kaputt über die bekloppten Deutschen.
augustine schrieb:Wer für die Walrettung war, ist im Grunde hochverdächtig, ein Rechter oder Esoteriker zu sein.
Das ist natürlich Quatsch. Und das behaupten auch nur die, die so vernagelt sind wie diejenigen, gegen die sie zu kämpfen vorgeben.
Lepus schrieb:Ich kann mir auch vorstellen, dass sie das Tier unbedingt weg haben wollten, damit sie den Kadaver da nicht liegen haben.
Glaube ich nicht. Das Land MV ist eine kleine Klitsche mit gerade mal 1,6 Mio. Einwohnern. Der Umwelt- und Landwirtschaftsminister ist zwar dort ein Faktotum, aber sein Ministerium hat gerade mal 340 Mitarbeiter. Er hat nicht die Möglichkeiten, irgendwelchen Milliardären Beine zu machen, damit sie ihm die Kadaverbeseitigung abnehmen.
Natürlich war er in der Bredouille, als der Wal nicht starb und der Druck via Social Media und AfD immer größer wurde. Da wird er schon recht froh gewesen sein, als sich ihm ein Ausweg anbot. Aber initiiert? Backhaus? Nie und nimmer. Zumal er ja die Verantwortung trotz "Duldung" nicht loswurde, weil sein Ministerium dafür Bedingungen gesetzt hatte.