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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

437 Beiträge, Schlüsselwörter: Mörder, Soldaten, Tucholsky

Tucholsky: Soldaten sind Mörder

25.09.2010 um 05:04
Wenn man alle in einen Topf wirft, tut man damit jedem Unrecht, der nicht seinem Vorurteil entspricht.


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new_empath
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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

25.09.2010 um 05:13
@22aztek
Ich habe auch nicht gesagt alle ,nur die andere umbringen...Notwehr hin und her ,,,
Aber ich denke wenn du ein befehlt bekommst andere zu töten dann machst du das auch .oder ? sicher ......))


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

25.09.2010 um 16:23
@new_empath
new_empath schrieb:Ich habe auch nicht gesagt alle ,nur die andere umbringen
Also gibt es Soldaten die auch Mörder sind. Das ist zwar richtig, gleichzeitig aber entsetzlich banal. Auch Bäcker, Toyota-Händler, Änderungsschneider, Krankenschwestern und Diplom-Psychologen sind Mörder. Und Bartträger, Rothaarige, Einbeinige und Ruderer sowieso.

Der Satz "Soldaten sind Mörder" stellt die sehr viel schärfere Behauptung auf, daß jeder Soldat ein Mörder ist, bzw. von Berufs wegen dazu werden kann.
Was aber ist ein Mörder?

§ 211 (Mord), Abs. 2 des Strafgesetzbuches:

Mörder ist, wer

aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,

heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.


Das Töten ist ein wesentlicher Teil der Stellenbeschreibung von Soldaten, es ist der Kern des Soldatenberufes. So wie der Bäcker Brot bäckt, der Tischler Möbel herstellt, so tötet der Soldat Menschen.
Und wenn er gerade nicht tötet, weil sich sein Land im Frieden befindet, so besteht seine Aufgabe darin, dem möglichen Feind glaubhaft zu vermitteln, daß er entschlossen ist, gegebenenfalls Menschen in großer Zahl zu töten.

Es ist so.

Darüber zu diskutieren ist so, als wollte man dem Bäcker sein Brotmachen wegschwatzen.


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new_empath
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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

25.09.2010 um 16:30
@22aztek
Danke somit hast du meine frage beantworte,ich bilde mir selbst meine meinung


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

25.09.2010 um 16:36
@new_empath
new_empath schrieb:,ich bilde mir selbst meine meinung
Das solltest Du auch. Laß Dir von anderen nichts -einreden- aber bedenke dabei, dass man zwischen kriegerischen Handlungen und gemeinem Mord grundsätzlich unterscheiden sollte. Wer zuerst schießt, hat größere Chancen, am Leben zu bleiben.


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new_empath
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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

25.09.2010 um 16:43
@22aztek
Okay , stimmt auch


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StUffz
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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

12.10.2010 um 11:04
new_empath schrieb am 25.09.2010:Aber ich denke wenn du ein befehlt bekommst andere zu töten dann machst du das auch .oder
Wer bekommt denn so einen Befehl?


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

13.10.2010 um 03:24
@StUffz

Habe auch schon versucht klarzustellen, dass das eine Binsenweisheit ist. Kannst Du Dir sparen, bringt nix...


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

13.10.2010 um 09:05
@22aztek
@StUffz
geht es in einem krieg nicht ausschließlich darum sein eigenes leben zu verteidigen?

nein, man braucht keinen befehl zum töten, man muss es tun, um selbst am leben zu bleiben -

insofern bedarf es keines befehles -

es gibt einen neuen film, er läuft ab donnerstag in den kinos

http://www.welt.de/kultur/article10239303/Lebanon-eine-Reise-ins-Herz-der-Finsternis.html
Regisseur und Drehbuchautor Shmulik Maoz erlebte diese Geschichte als junger Richtschütze einer Panzerbesatzung 1982. Der Geruch der verkohlten Leichen löste bei ihm jahrelang Albträume aus. Als er diese nicht mehr aushalten konnte, begann er das Niederschreiben seiner Geschichte. Der ausgebildete Kameramann und Regisseur von Fernsehserien gewann mit seinem Spielfilmdebüt 2009 als erster Israeli überhaupt den Goldenen Löwen in Venedig.
Khoury, mit diesem Krieg aufgewachsen ist, ist überzeugt, dass manche Soldaten sehr wohl gewalttätig waren.

"Ein einziger israelischer Schurke hätte dem Film gut getan“. "Lebanon" ist nicht nur eine aufwühlende, erschütternde Reise ins Herz der Finsternis und ein technisches Meisterwerk.
Als der Staub der Schlacht auf der Leinwand wieder sinkt und die Stille wieder einkehrt, bleibt man mit der störenden Botschaft des Films zurück: Egal welche Kriegsverbrechen die Soldaten begehen, auch sie sind nur unschuldige Opfer.
soldaten also keine helden - soldaten sind opfer - und sie werden eindeutig "verheizt" - regierungen, die menschen in kriege schicken sind unmenschlich - sie sind versager, weil sie keine anderen wege fanden konflikte zu lösen

meine forderung: guttenberg, merkel u.a. an die front . .. .


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

13.10.2010 um 09:19
kiki1962 schrieb:geht es in einem krieg nicht ausschließlich darum sein eigenes leben zu verteidigen?
Nein. Dann müßten Oma Jansen und Oma Abbas mit kämpfen.
Es geht sich darum, jene zu verteidigen, die nicht für sich selbst kämpfen können.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

13.10.2010 um 09:26
@Trapper
welch pathos -

meinst du nicht, dass jedes "ehrenhafte" ziel in dem moment vergessen ist, wenn man sich einem gewehrlauf gegenüber sieht ?

da geht es darum das eigenen leben zu retten - nicht einer wird rufen: ich sterbe für euch, die ihr euch nicht wehren könnt . .

das gibt es nur in billigen wild-west-ami filmen


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

13.10.2010 um 09:27
@kiki1962


Ursache und Wirkung.
Eins geht nicht ohne das andere.
Oder denkst du Soldaten wollen in den Krieg um da zu zeigen das sie ihr Leben verteidigen können? ;)


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StUffz
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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

13.10.2010 um 09:28
@Trapper


Jetzt kommt wieder dieses "ich will nicht das jemand für mich stirbt" blablabla.

@kiki1962
Wie wärs wenn du mich mit deinem realitätsfremden Gesabbel in Ruhe lässt?
Wenn ich mich ganz genau erinnere, dann habe ich dir nicht angesprochen.
Somit eröffnet sich doch unter Umständen die Möglichkeit, dass ich mit dir nicht reden will oder?
(diese Möglichkeit besteht tatsächlich, liegt daran, dass du hier Äusserungen von dir gegeben hast, die mit meiner Meinung nicht konform gehen und ich mit Leuten, die so eine Meinung wie du vertreten nichts zu tun haben will.)


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

13.10.2010 um 09:35
@Trapper
Trapper schrieb:Oder denkst du Soldaten wollen in den Krieg um da zu zeigen das sie ihr Leben verteidigen können?
nein, das meine ich nicht -

aber sie haben sich bewusst für diesen beruf entschieden - und sie wissen für was sie sich entschieden haben

ich empfehle den film - wie auch andere -

für uns nicht beteiligte ist es leicht darüber zu sprechen - locker die helden zu feiern - wir erleben nicht mit , welche ängste die soldaten durchleben, wir erleben nicht mit , welcher gewalt sie sich aussetzen oder selbst verüben müssen

davon wissen wir alle nichts - wir sehen im fernsehen die sauberen soldaten, frisch rasiert - ....


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

13.10.2010 um 10:22
kiki1962 schrieb:für uns nicht beteiligte ist es leicht darüber zu sprechen - locker die helden zu feiern - wir erleben nicht mit , welche ängste die soldaten durchleben, wir erleben nicht mit , welcher gewalt sie sich aussetzen oder selbst verüben müssen
Zumindest gehst du da allgemein von aus.


Aber deshalb sind sie dennoch keine Mörder im Sinne des Gesetzgebers.
Der ganze moralische Kram kann auch im "rettet die Wale" tread diskutiert werden.
Solange die Welt nicht "nett" ist, werden nun mal Männer und Frauen benötigt die für die Interessen ihrer Nationen auch Gewalt anzuwenden bereit sind.

Das erinnert mich an meine alte Reli-Lehrerin vor über 20 Jahren. Als sie hörte das ich mich beim Bund verpflichten wollte, bekam ich nur noch schlechte Noten. :D


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

14.10.2010 um 01:34
@kiki1962
kiki1962 schrieb:geht es in einem krieg nicht ausschließlich darum sein eigenes leben zu verteidigen?
Nein.
kiki1962 schrieb:nein, man braucht keinen befehl zum töten, man muss es tun, um selbst am leben zu bleiben -

insofern bedarf es keines befehles -
Damit beschreibst Du lediglich die Notwehr.
Die Motivation, warum sich Menschen diesen Beruf aussuchen, ist genauso unterschiedlich wie bei Ärzten, Anwälten, Maurern oder Kaufleuten.
Soldaten machen zwar eine Ausbildung, bei der sie stramm stehen, durch den Dreck kriechen und regelmäßig Sport treiben.
Darüber hinaus gibt es aber so vielfältige Einsatzmöglichkeiten, die mit dem von Dir gemachten Angaben nichts mehr zu tun haben.
Flugzeuggerätemechaniker, Piloten, Personalwesen, Logistik, MP, Kfz-Mechatroniker, Fernmeldespezialist, IT-Fachleute usw. usw.
Dies ist nur ein sehr kleiner Überblick über die beruflichen Möglichkeiten des Soldaten.
Ausbildung und Bezahlung sind gut. Man kann bereits in jungen Jahren Führungsverantwortung übernehmen.
Dagegen steht Mobilität, Flexibilität und die Bereitschaft an Auslandseinsätzen teilnehmen zu können.
Es ist ganz sicher kein normaler Job wie jeder andere, jedoch auch keiner, wie von Dir geschildert.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

14.10.2010 um 08:59
Trapper schrieb:Zumindest gehst du da allgemein von aus.
@Trapper
ja ich gehe davon aus, weil kaum jemand aus der bevölkerung kriegserlebnisse, erfahrungen hat - bis auf filme od. nachrichten sind wir alle mehrheitlich davon sehr sehr weit entfernt -
Trapper schrieb:nun mal Männer und Frauen benötigt die für die Interessen ihrer Nationen auch Gewalt anzuwenden bereit sind.
ja ich erinnere mich noch gut daran, als ost und west aufrüsteten - ich erinnere mich noch gut daran, was nach dem nato-doppelbeschluss hier für ängste geschürt worden -

soldaten werden benutzt - eindeutig - sie werden für interessen missbraucht - sie werden "geschickt" - und vielleicht hätten an der deusch/deutschen grenze sich cousin und cousin gegenüber gestanden - - -



@22aztek
22aztek schrieb:Damit beschreibst Du lediglich die Notwehr.
du meinst also, dass soldaten sofort losschießen, wenn sich nur etwas bewegt ?also ohne dass der bestand der "notwehr" erfüllt wäre - einfach aus angst schießen oder um eben ein "ideolog. ziel" für den befehlsgeber zu erfüllen

ist es dann mord? - nein ich weiß - die afghanen an dem tanklaster - erinnern wir uns daran - kollateralschaden?- - komm krieg ist verwerflich eindeutig

was ist mit den traumata, unter den soldaten leiden? - das ist nicht einfach ein spiel, so wie es manche hier heroisieren - oder mit besonderem pathos hervorheben -

es gibt kein "soldaten - ideal" - sie töten und werden getötet - und für was? -
für interessen u. weil politik versagte


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

14.10.2010 um 09:55
"Ohne Soldaten würde es auch keinen Krieg geben, ist doch logisch oder? "

Ohne Politiker gäbe es keinen Krieg! Soldaten haben da wenig zu sagen.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

14.10.2010 um 10:09
es ist die natur des menschen sich zu bekriegen... das war so, ist so und wird so bleiben. es wird immer mindestens zwei parteien geben die unterschiedliche ansichten haben.

also sind die soldaten etwas natürliches. mal vorausgesetzt man würde alle soldaten entfernen... so würden die zivilisten untereinander trotzdem irgendwann kämpfe austragen(auch bis zum tod).

deswegen sind die soldaten auch da um diese kämpfe von der zivilbevölkerung fernzuhalten und eventuell vorzubeugen. deswegen ist es auch sinnvoll dass die soldaten dementsprächend ausgebildet werden.


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14.10.2010 um 10:21
kiki1962 schrieb:ja ich gehe davon aus, weil kaum jemand aus der bevölkerung kriegserlebnisse, erfahrungen hat - bis auf filme od. nachrichten sind wir alle mehrheitlich davon sehr sehr weit entfernt -
Und deshalb kann man sich keine Meinung zu ihrem Handwerk bilden?

Nun muß ich schmunzeln.

Der durchschnittliche Allmy-User weiß doch auch genau welche politischen Entscheidungen mist sind und was man alles besser machen kann. Er weiß sogar wie man es richtig machen muß.
Und das, ohne jemals den bundestag von innen gesehen zu haben. Ohne jemals in die bürokratischen Behördenschlachten verwickelt gewesen zu sein.

Vom fußball hat jeder ahnung. Man weiiß genau wieso der Depp nicht das tor getroffen hat, ohne jemals selber auf einem fußballplatz gewesen zu sein.
Die größten Experten sitzen ironischerweise alle auf der Pressetribüne.

Die meißten Filmkritiker haben niemals eine Schauspielschule von innen gesehen.

Aber was ein Soldat macht, kann man sich nicht mal annähernd vorstellen, wenn man nicht selber unter Beschuß gelegen hat? Emotional gesehen stimmt das.
Von der Praxis her aber dann doch nicht so ganz.

Die Berichterstattung ist schon ganz ok. Wir leben nicht mehr in einer zeit wo auf der Leinwand blank geputzte Stiefel unter zackiger Marschmusik in eroberte Städte einmaschieren.

Ja, selbst Hollywood ist realistischer geworden. Die Statisten waten durch Berge von Blut und Gedärmen.
...fast schon ne Spur zu realistisch.

Ich denke dein Heldenmytos ist in erster Linie bei kleinen Jungs, welche Soldat spielen vorhanden.

Ich höre bei uns nämlich in erster Linie von gefallenen Soldaten anstatt etwas von gloreichen Siegen.

...obwohl...1989 rum erzählte mir ein Offizier der Wehrberatung schmunzelnd, das die Bewerbungen bei den Fallschirmjägern drastisch angestiegen waren, nachdem die Rambo-Filme raus kamen. :D

Und wie reagiert der Bund?
Er verkündet überall:
Wir brauchen keine Rambo-Typen!!!

Ich denke schon, das die Bevölkerung ein objektives Bild vom modernen Soldatenberuf vor Augen hat und nicht "Saving Private Ryan" als einzige Infoquelle nutzt.

Die ernste Realität wird einem durchaus vor Augen gesetzt.
Morgen ist deshalb z.B. wieder Halbmast befohlen.


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