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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

437 Beiträge, Schlüsselwörter: Mörder, Soldaten, Tucholsky

Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 02:39
@kiki1962
kiki1962 schrieb:du meinst also, dass soldaten sofort losschießen, wenn sich nur etwas bewegt ?also ohne dass der bestand der "notwehr" erfüllt wäre - einfach aus angst schießen oder um eben ein "ideolog. ziel" für den befehlsgeber zu erfüllen
Iwo! Ich bin selbst Berufssoldat. Du nicht, scheinst aber dafür bestens über unseren Job in Kenntnis zu sein.
kiki1962 schrieb:komm krieg ist verwerflich eindeutig
Im Allgemeinen kann man das wohl be"ja"en. Kriege lassen sich aber nicht in Schubladen sperren. Es gibt durchaus legitime Gründe der Kriegshandlung.
kiki1962 schrieb:was ist mit den traumata, unter den soldaten leiden?
Niemand sagt, dass Krieg eine Kuschelpartie ist.
kiki1962 schrieb:das ist nicht einfach ein spiel, so wie es manche hier heroisieren - oder mit besonderem pathos hervorheben -
Das ist richtig. Soetwas unterschreibe ich nicht, denn ich weiß wie einem zu Mute ist, wenn ihm Gewehrsalven um die Ohren fliegen. Ich bitte Dich daher höflichst, mir nicht weiter nahelegen zu wollen, Krieg wäre kein Spiel.
kiki1962 schrieb:es gibt kein "soldaten - ideal" - sie töten und werden getötet - und für was? -
für interessen u. weil politik versagte
Zu einem Krieg gehören immer mehrere Parteien, die folglich ganz andere Standpunkte vertreten. Auch ist Krieg nicht gleich Krieg. Es gibt Kriege, die nach einem Monat ihr Ende finden und es gibt welche die jahrelang andauern und die Zahl der zivilen Opfer in den neunstelligen Bereich setzen.
Beim 2.Weltkrieg zum Beispiel war es notwendig, dass sich die Welt gegen die Achsenmächte zur Wehr setzte und sie in die Knie zwang. Siehe auch Verteidigungskriege.
Anders ist es bei Präventivkriegen. Diese können legitim sein, sind es in den meisten Fällen allerdings nicht.
Gerecht ist immer nur eine Ansichtssache, genauso wie Gut und Böse. Ist es gerecht jemanden Schmerzen zuzufügen? Ansich nein. Ist es gerecht jemanden Schmerzen zuzufügen der z.B. wissentlich viele Menschen hat sterben lassen? Kann ich nicht beantworten aber das ist nur ein Beispiel. Gut und Böse - gerecht und ungerecht... alles relativ. Die Umstände formen die Gerechtigkeit.

Heute sind wir stark vom Humanismus geprägt und sehen daher Kriege anders, was jedoch nicht heißt, dass nicht mehr überall Krieg als Mittel der Macht verwendet wird. Jeder Krieg muss meiner Meinung nach für sich selbst beurteilt werden.

Auch die schon erwähnten Verteidigungskriege müssen nicht gerechtfertigt sein. England hätte sicher auch anders auf die Invasion von Argentinien auf den Falklandinseln regieren können als mit einen massiven Angriff. Dahingegen finde ich den Angriff der Israelis im Sechstagekrieg als gerechtfertig, da es hier wirklich ums Überleben eines ganzen Landes ging und nicht nur um territoriale Wahrungen (wenngleich diese sich nach dem Krieg änderten).

Ob der Kriegsgrund gerechtfertig ist und wie der Krieg geführt wird sind zwei unterschiedliche Dinge.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 11:51
@22aztek
zuerst: ich tauge nicht für solch einen job - was ich wiedergebe ist gefühlte abneigung und die ahnung, dass soldaten durchaus missbraucht werden (können)

in meinen augen gibt es keinen grund für kriegerisches handeln - es zeugt vom versagen und was heute recht zu sein scheint, kann morgen unrecht sein

beispiele dafür gibt es zuhauf (erst fördern - dann vernichten - siehe irakkrieg)
22aztek schrieb:Ob der Kriegsgrund gerechtfertig ist und wie der Krieg geführt wird sind zwei unterschiedliche Dinge.
nein - der nenner ist der selbe: töten und getötet werden das ist mord - das ist missachtung jedes menschen gegenüber

warum fällt es schwer das so stehen zu lassen?

weil alle soldaten für große ziele zur verfügung stehen?

wir haben gelernt, dass es oft vergeudete opfer sind - heute noch entsendet in flotter kleidung - morgen in dreck, asche, blut - und dann als tote wieder zurück

und für was?

nein, ich kann keine bewunderung für diesen beruf empfinden und werde es auch nicht -

mich begleiten trauer, enttäuschung über politiker u.a. -


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 11:54
kiki1962 schrieb am 14.10.2010:und für was?
Einer der Gründe ist z.B. das du hier einfach schreiben darfst was du denkst.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 12:02
@Trapper
du willst mir jetzt aber nicht damit erklären, dass wir die armee brauchen, um das grundgesetz zu bewahren - zu behüten - zu verteidigen ?

und wenn dann am hindukusch oder wie?


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 12:11
@kiki1962
Nein. Aber so entstanden deine Rechte. Alle uns bekannten Rechte wurden erkämpft.
Freiheit war noch niemals etwas selbstverständliches. Nirgendwo.
So was fällt nicht vom Himmel.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 12:18
@Trapper
der krieg war vorbei, als das grundgesetz in kraft trat

der "kalte krieg" - war ein "rivalitätenwettstreit" - zum glück blieb es beim "muskelspiel" -

wessen "grundgesetz oder verfassung" hätte denn verteidigt werden sollen von den deutschen staaten?

keines, denn die spielen im krieg keine rolle mehr


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 12:33
kiki1962 schrieb:der krieg war vorbei, als das grundgesetz in kraft trat
Zweiffellos wäre es auch ohne einen Krieg so gekommen, gell?


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 14:24
@kiki1962

Ich verstehe durchaus Deine Einwände, aber sie sind subjektiv. Du setzt den Soldatenberuf gleich mit Töten. Nun, ich bin seit 10 Jahren Berufssoldat und habe niemanden getötet, so wie die meisten Frauen und Männer europäischer Streitkräfte dieser Tage. Auch ist es falsch zu denken, wir säßen nur herum, drehen Dämchen und warten auf einen Krieg. Kein Soldat wünscht sich einen Krieg. Wie gesagt, sind die Aufgaben eines Soldaten zu vielfältig, als das man sie alle aufzählen könnte und keiner davon impliziert das Töten, es sei denn ein Krieg bricht aus und man ist dazu gezwungen. -Aber das gilt dann für jeden, ausnahmslos. Auch Zivilisten kämpfen und sterben in Kriegen und wenn ein Land überfallen wird, dann ist es die bessere Variante, wenn man dem Aggressor etwas entgegenzusetzen hat. Schließlich verteidigt auch jede Privatperson seine Rechte, ihr Hab und Gut, so gut es geht. Lieber stehend kämpfen, als sitzend zu sterben.
Österreich zum Beispiel verfügt über ein reines Verteidigungsheer, um seine Autonomie zu wahren. Österreichs Bundesheer ist keine geeignete Armee, mit der man irgendwo einfallen könnte. Sie ist dafür nicht ausgelegt und nur bedingt dazu im Stande. -Es ist nicht ihre Aufgabe. Die einzigen, die bei uns gezielt aufs Töten eines Menschen trainiert werden, sind Spezialeinsatzkräfte und diese haben bereits des öfteren ihr Können in Geiselnahmen unter Beweis gestellt. Wenn Du ihnen das verübelst, dann soll es so sein, aber eines sage ich Dir: wenn ich als Geisel genommen werden sollte, wäre der "schönste" Anblick, den ich mir in so einer Situation vorstellen kann, eine Gruppe von Männern mit dem Jagdkommando-Abzeichen, die mich da rausholen. -Für mich haben auch diese Männer, die gezielt töten, ihre Daseinsberechtigung.
Ich will Dir Deine Meinung nicht streitig machen, schließlich sind wir alle freie (warum wohl?), denkende Wesen. Bedenke aber, dass Deine Vorstellung von Gut und Böse nicht, die einzige und einzig wahre sein muß.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 15:22
@Trapper
der krieg war im vorfeld - das grundgesetz in west und die verfassung im ost gab es danach - sozusagen eine neue ära begann


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17.10.2010 um 15:47
@22aztek
ich las aufmerksam deinen beitrag - wie die meisten hier
22aztek schrieb:Ich will Dir Deine Meinung nicht streitig machen, schließlich sind wir alle freie (warum wohl?), denkende Wesen.

Bedenke aber, dass Deine Vorstellung von Gut und Böse nicht, die einzige und einzig wahre sein muß.
meine vorstellung ist simple

a) politik, die kriege befürwortet, durchführt hat versagt
b) es gibt keine gerechten kriege - sie alle sind ideologisiert und interessen gebunden
c) kriege sind inhuman
Jeder Krieg ist für mich der Bankrott der Politik.“
Gerd Schmückle (*1917), dt. Publizist, General a.D.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 15:51
@22aztek
http://www.jahrbuch2001.studien-von-zeitfragen.net/Zeitfragen/Kriegsfragen/Gerechter%20Krieg/gerechter_krieg.HTM

vielleicht mal lesen - oder überlesen -


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 15:51
@kiki1962
Jeder Krieg ist für mich der Bankrott der Politik.?

Gerd Schmückle (*1917), dt. Publizist, General a.D.
Der Krieg ist der Vater aller Dinge.
Die einen macht er zu Sklaven, die anderen macht er frei.
Jeder Sieg gewährleistet die Freiheit.
Darum will ich siegen.

*Manfred von Richthoven



Zitate gibts zu hauf. Sie schildern Meinungen und sind keine Naturgesetze.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 16:02
@kiki1962

Von einer Kriegspolitik halte ich ebenfalls wenig.
Für mich sind die meisten Kriege (von denen ich Kenntnis habe) ebenfalls nicht legitim.
Aber wie ich sagte, sind Legitimität und Durchführung bzw. Verlauf eines Krieges zwei paar Schuhe. Du wirfst da zusammen, was nicht zusammen gehört.
In Deinem Link wird u.A. auch der Verteidigungsfall angesprochen. Was ist an diesem so verwerflich? Oder daran, ein Volk von einer inhumanen Diktatur befreien zu wollen? (Und nein, ich rede weder von Afghanistan, noch vom Irak - da haben wir wieder die Sache mit der Durchführung und den fraglichen Gründen)


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 16:11
@Trapper
richtig - und man kann zitate finden, die ein loblied auf die soldaten singen - oder ihre grausamkeiteb widerspiegeln - - jeder wie er es braucht

@22aztek
"verteidigungsfall" - steht doch nicht zur debatte - wir sind in keinem solchen

und was wäre wenn ? - kann ich mir nicht ausmalen, weil es abstrakt ist

betrachten wir es näher, dann gibt es immer einen "fraglichen grund" -

sollte ein verteidigungsfall auftreten dann ist im vorfeld sicher auch einiges falsch gelaufen - wohl niemand greift grundlos - oder doch? - ein anderes land an

alles bleibt fraglich - alles bleibt voller unsicherheit

nur eines ist klar: die befürworter, "kriegstreiber" bleiben zu hause, die sind nicht an der front
und sie tragen "verantwortung" aus der ferne, empfangen die särge und sprechen tröstende, ehrende worte


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 17:07
kiki1962 schrieb:sollte ein verteidigungsfall auftreten dann ist im vorfeld sicher auch einiges falsch gelaufen - wohl niemand greift grundlos - oder doch? - ein anderes land an
Nicht unbedingt Grundlos, aber aus Gründen auf die der angegriffene keinen Einfluss hat.
2.WK, der Irakkrieg, beides Kriege die mit ungerechtfertigten Angriffen begannen, bei denen der Verteidiger keine reelle Chance hatte den Angriff auf diplomatischem Weg vorher abzuwenden.

Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit das D heute zum Ziel eines solchen Angriffs wird äusserst gering, da jeder Angreifer zuerst durch halb Europa marschieren müsste um sich dann einem grossen Teil der Natostreitkräfte zu stellen.
Ausserdem profitieren praktisch alle Länder die über die militärische Kapazität verfügen würden um Deutschland anzugreifen stark von der deutschen Wirtschaft und Deutschland als Absatzmarkt.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 17:11
@AtheistIII
yo alles bekannt - aber manch einer versucht immer wieder "militär" zu rechtfertigen

und wie sagte köhler - handelswege u. wirtschaftsinteressen müssen im notfall ...

also das ist das absolut hinterletzte für das man menschen "verheizt"


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 17:12
@AtheistIII

Unsere Waffen töten in Afrika, Südamerika, Asien usw usf. Das sind gute Absatzmärkte.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 17:23
kiki1962 schrieb:und wie sagte köhler - handelswege u. wirtschaftsinteressen müssen im notfall ...
Ja ich weiss, wir schützen ja inzwischen schon lang nicht mehr nur das was uns gehört sondern das wovon wir denken das wir es brauchen könnten


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

17.10.2010 um 17:27
@AtheistIII
welch zynismus - wie jede kriegerische auseinandersetzung . ..

was ist mit jenen, die keine armee haben, sondern nur paar "terroristen" "Guerilla"

die haben verloren - schon beim thema wirtschaft und handel - - -

scheiß spiele - verzeihung wegen des ausdrucks


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17.10.2010 um 17:31
Zum Thema Terrorismus gibts eigentlich nur eins zu sagen, und das hat schon jemand besser gesagt als ich das kann:
Youtube: Volker Pispers history of USA and terrorism 1 of 5


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