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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

437 Beiträge, Schlüsselwörter: Mörder, Soldaten, Tucholsky

Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 13:09
Vae victis (lat. „Wehe den Besiegten!“)

Die Sieger sind Helden, die Verlierer die Mörder.

Krieg ist scheisse, aber solange sich selbst Nachbarn nicht leiden können, wie soll da Weltfriede entstehen?


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 13:57
@styx
man muss seinen nachbarn nicht leiden können - aber in friedlicher koexistenz kann das miteinander funktionieren


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 16:22
@Barrakuda

Haben sie sich gegenseitig niedergemacht oder haben sie sich nicht gegenseitig niedergemacht?


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 16:30
Hiermal ein paar "Zivilisten" aus Ruanda ;)

vo64967,1284561045,800px-Military training for Rwanda


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 16:40
Kein User wurde gesperrt, weil er ein ganz bekanntes Zitat selbst zitiert hat.
User wurden für die Aussage: "du bist ein Mörder, Soldaten sind Mörder (ohne Zitathinweis), "Mördergruppe", "ihr seid doch alle Mörder" usw usf gesperrt.
Wir dulden hier nun mal nicht die Diskriminierung einer ganzen Berufsgruppe. Und wenn die überzeugten Pazifisten sich dann ein Loch in den Kittel ärgern. Das ändert nichts daran.


Und nein, Soldaten sind keine Mörder.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 16:53
Na dann kann man allen betreffenden nur empfehlen zu schreiben:

"Soldaten sind Mörder, ich beziehe mich auf Tucholsky"

Da sehe ich zwar keinen Unterschied, da der Mann genau DAS sagte was hier Sperrgrund ist, aber wenn die Verwaltung es so haben will.


Und ach ja ganz frei und auch ausdrücklich ohne Tucholsky:

Soldaten sind Mörder.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 17:33
Der Mord ist ein Verbrechen, wenn ein einzelner ihn begeht; aber man ehrt ihn als Tugend und Tapferkeit, wenn ihn viele begehen! Also nicht mehr Unschuld sichert Straflosigkeit zu, sondern die Größe des Verbrechens!“

– Cyprian von Karthago[1]
@Jimmybondy
gedungenen mörder - morden soldaten oder töten sie -

erfüllen sie eine pflicht? - oder werden sie missbraucht


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 17:36
@kiki1962

Mir geht es erstmal um die Freiheit des Andersdenkenden.

Der Spruch steht ja in einer gewissen Tradition.

Nur Soldaten die morden sind für mich Mörder, an der Waffe werden aber die meisten von ihnen ausgebildet. Man nimmt mit dieser Ausbildung in Kauf, das man Menschen tötet.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 17:37
@Jimmybondy
noch eines dazu - vom herausgeber der weltbühne:
„Aber es ist falsch, wenn man annimmt, dass es sich in dem ‚Weltbühnen‘-Artikel um die Diffamierung eines Standes handelt; es handelt sich um die Diffamierung des Krieges.“

– Carl von Ossietzky[7]


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 17:42
@Merlina
kiki1962 schrieb:„Aber es ist falsch, wenn man annimmt, dass es sich in dem ‚Weltbühnen‘-Artikel um die Diffamierung eines Standes handelt; es handelt sich um die Diffamierung des Krieges.“

– Carl von Ossietzky[7]
es ist doppelt jetzt hier im thread - die diffamierung des krieges

soldaten sind keine mörder -

o.k.- was sind sie dann? -


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 21:08
@kiki1962

Wikipedia: Soldat

Du bist doch sonst so schnell darin, passende Artikel und Links zu suchen und zu finden.
Oder?



Für alle:
Man kann hier gerne über Tucholskys Zitat diskutieren. Pauschale Aussagen jedoch, um eine ganze BERUFSGRUPPE zu diskriminieren, werden auf Allmy weiterhin NICHT geduldet.
Mag sein, dass das in anderen Foren oder sonstwo in Ordnung geht. HIER aber nicht.

Bei der Gelegenheit ein Auszug aus den Regeln:
Meinungsfreiheit
Sie dürfen hier selbstverständlich Ihre Meinung frei äußern, auch wenn sie vielleicht nicht immer mit den Ansichten der Administratoren übereinstimmt.
Die Meinungsfreiheit hat jedoch auch ihre Grenzen: rassistische, menschenverachtende oder gewaltverherrlichende Formulierungen dulden wir ebensowenig wie pornographische und beleidigende Beiträge sowie jede Art von Extremismus. Derartige Themen werden sofort gelöscht, und die Administratoren behalten sich vor, das entsprechende Mitglied ohne Ankündigung zu sperren oder zu löschen.
In diesem Zusammenhang ist die Passage mit "menschenverachtende" besonders zu erwähnen.
Es ist in unseren Augen menschenverachtend, einen Soldaten -der seinen Beruf ausübt- pauschal einen Mörder zu nennen. Zudem gibt es eine Menge Soldaten, die auch in Friedenszeiten unersetzlich und wichtig sind.
Außerdem ist diese Doppelmoral einfach nur noch zum kotzen. So viele berufen sich auf den Artikel 1 GG. Wie oft wird der hier gepostet, bei jeder Gelegenheit.
Das auch ein Soldat eine Menschenwürde besitzt, wird dann gerne außer Acht gelassen. Nennt man ihn halt mal einen Mörder.
Wir machen da einfach nicht mit.


Mir ist klar, dass dies den Pazifisten nicht gefällt. Dennoch ist es hier auf Allmy so geregelt. Darüber gibt es jetzt auch nichts mehr zu diskutieren.
(Abgesehen vom eigentlichen Threadthema, ist klar.)


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 21:10
@Jimmybondy

Als Völkermord in Ruanda werden umfangreiche Gewalttaten in Ruanda bezeichnet, die am 6. April 1994 begannen und bis Mitte Juli 1994 andauerten. Sie kosteten zirka 800.000 bis 1.000.000 Menschen das Leben, die niedrigsten Schätzungen gehen von mindestens 500.000 Toten aus. In annähernd 100 Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten oder sich aktiv dagegen einsetzten.[1] Die Täter kamen aus den Reihen der ruandischen Armee, der Präsidentengarde, der Nationalpolizei (Gendarmerie) und der Verwaltung. Zudem spielten die Milizen der Impuzamugambi sowie vor allem der Interahamwe eine besonders aktive Rolle. Auch weite Teile der Hutu-Zivilbevölkerung beteiligten sich am Völkermord. Der Genozid ereignete sich im Kontext eines langjährigen Konflikts zwischen der damaligen ruandischen Regierung und der Rebellenbewegung Ruandische Patriotische Front (RPF).

Quelle: Wikipedia: Völkermord_(Ruanda)


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 21:13
Das töten an sich ist nicht direkt mit Mord gleichzusetzen. Ein Mörder ist man, wenn man unrechtmäßig eine wehrlose Person tötet. Ein Soldat tötet im Kampf eine Person, die selbst darauf aus ist, den Soldaten zu töten. Kleiner Unterschied!
Wenn die Soldaten allerdings wie die Amis in Vietnam die Zivilbevölkerung ausrotten, dann ist das Mord. Aber das ist ein Sonderfall.

Krieg ist scheiße aber der Sound ist geil!


psych


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

15.09.2010 um 21:18
Krieg ist scheiße aber der Sound ist geil!

Endlich hats mal einer kapiert...


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

16.09.2010 um 07:54
@Merlina
eines stimmt: wir leben nicht in einer welt voller frieden und einigkeit und intelligenter konfliktlösung

noch immer meint man, dass man mit waffen sich "freibomben" oder landnahmen vergrößern kann oder anderes

noch immer meint man, dass man mit militärischer macht sich "schützt" oder "bewahrt" vor angriffen

"bestand schützen" sozusagen oder "einfluss" verstärken - wer hat wohl die stärkste armee - es gibt hier einen thread dazu

ossiezky schreibt zu tucholsky`s aussage: "es sind worte, die den krieg diffamieren und nicht den berufsstand"

auch pazifisten begreifen die welt, sehen terror, gewalt gegen wehrlose, für ideologien, für interessen

menschen, die an der waffe ausgebildet werden, werden für was auch immer "benutzt"

letztlich wollen pazifisten darauf aufmerksam machen, dass eigentlich nichts einen kampf rechtfertigt - und diese botschaft geht an beide: angreifer und verteidiger -
wobei auch nie wirklich klar ist, wer von beiden vorher versagte .. .

ungerechtfertigte angriffe bleiben nicht aus: ich denke an den krieg im irak

soldaten wurden mißbraucht, sie starben für was? demokratische strukturen kann man nicht mit gewalt bringen, das widerspricht dem grundgedanken

chile, vietnam, argentinien, irak usw - waren immer geschürte auseinandersetzungen - dritte von außen positionierten sich auf eine seite, aber sie wechselten auch die fronten, wenn es "nötig" war

menschen wurden/werden benutzt - man nahm/nimmt ihren tod leichtfertig in kauf
"ehre" dem toten soldaten - nein bedauern über einen verlorenen menschen

was kriegerische auseinandersetzungen mit dem einzelnen machen, ist bekannt und das nächste drama kommt danach: man lässt die "veteranen" allein



pazifisten zu diskriminieren sollte gleichfalls unterbleiben - sie prangern jene an, die kriege schüren, die menschen rekrutieren und sehen das elend, was damit angerichtet wird

die bilder von zerstörten gebäuden, abgeschossene, abgeschlachteten, vergewaltigten usw berührt sie, wie sicher auch die menschen, die keine pazifistische haltung haben

was macht das mit den soldaten, wie werden sie damit fertig? ängste, furcht, unsicherheit begleitet sie täglich - ich glaube, dass wir uns alle diese inneren spannungen nicht vorstellen können

oft genug brachten auch spielfilme, reportagen soldaten und ihre psych. störungen zum ausdruck - sie kämpften dort um ihr eigenes persönliches leben -

ja, die staaten, die menschen in solch situation bringen sind erbärmlich, menschenverachtend -

es gibt keine "ehrenvolle" kriege - und keine "helden" - jede ideologie, die mit gewalt in verbindung steht, ist verachtungswürdig

ich bitte darum auch diese haltung zu respektieren und ja, menschen werden von staaten missbraucht, etwas zu tun was sie und andere zu tode bringt


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Winter
ehemaliges Mitglied

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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

16.09.2010 um 14:40
Wenn ich mir die Angriffskriege im Irak oder Afghanistan so ansehe, dann sieht es auf den ersten Blick tatsächlich so aus, als ob Soldaten bzw. eher die Oberkommandeure und Generäle Mörder sind.

Sogenannte "Aufständische" werden erschossen, weil sie nicht wollen dass ihre Dörfer und Städte niedergebombt werden, bewaffnet sind sie größtenteils mit alten sowjetischen Waffen.
Die US-Armee hingegen hat neueste Technologien, Panzer, Helikopter, Kampfjets und Bomben.
Wenn ich sehe wie Dorfbewohner mit weißen Phosphor regelrecht abgeschlachtet werden, dann erschleicht sich mir wirklich das Gefühl, dass dies einfach nur riesige Völkermorde sind.

Ich würde niemals sagen, dass Soldaten Mörder sind, denn die Soldaten können am wenigsten dafür dass bereits verbotene Kampfstoffe (Phosphor) eingesetzt werden, sie können nichts dafür dass bei einem Luftschlag tausende Zivilisten in Stücke gerissen werden.
Aber das Kommando und die Regierung kann etwas dafür, und da sitzen die wirklichen Mörder, aber die haben scheinbar kein Problem damit, denn für sie springt ordentlich Kohle aus der Rüstungsindustrie raus.

Den Soldaten kann man wirklich nichts in die Schuhe schieben, vorallem da die US-Amerikanischen Soldaten meist eh aus irgendwelchen Problemvierteln stammen und ihre letzte Alternative die Armee war.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

16.09.2010 um 15:03
kiki1962 schrieb:ich bitte darum auch diese haltung zu respektieren und ja, menschen werden von staaten missbraucht, etwas zu tun was sie und andere zu tode bringt
Ich respektiere diese Haltung absolut. Auch ohne deinen Roman. Du musst mir nicht erzählen, wie schrecklich Kriege sind. Ich glaube jeder der einen Funken Verstand hat, weiß das selbst.

Den respektvollen Umgang erwarte ich von der "Gegenseite" aber ebenso.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

16.09.2010 um 16:13
@Winter
Winter schrieb:Den Soldaten kann man wirklich nichts in die Schuhe schieben, vorallem da die US-Amerikanischen Soldaten meist eh aus irgendwelchen Problemvierteln stammen und ihre letzte Alternative die Armee war.
ein eindeutiger missbrauch - gewissenlos und rücksichtslos man nutzte die misere in der sie lebten -

und das von einem staat, der freiheitliche rechte und demokratie so anpreist


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Winter
ehemaliges Mitglied

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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

16.09.2010 um 16:16
kiki1962 schrieb:ein eindeutiger missbrauch - gewissenlos und rücksichtslos man nutzte die misere in der sie lebten -

und das von einem staat, der freiheitliche rechte und demokratie so anpreist
Als ob man von einem Staat, der rücksichtslose und unbegründete Angriffskriege führt etwas anderes erwarten könnte.
Daran ändert auch der scheinbar "beste" Präsident nichts, sprich: Obama.


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Tucholsky: Soldaten sind Mörder

16.09.2010 um 16:44
@Winter
es ist erbärmlich, dass dem so ist

menschen werden missbraucht - werden genötigt und allein gelassen - wer kümmert sich wohl um die rückkehrer - um ihre inneren und äußeren verletzungen?

wie ist es mit den soldaten, die in afghanistan einen konflikt austragen? ohne rückhalt des volkes?
sind jene, die den rückzug fordern, die diesen einsatz nicht gut finden nur blinde leute, die den "guten sinn" nicht begreifen?

"kollateral"-schäden werden in kauf genommen -

umgangssprachlich "krieg" - ein hohn auch für jene, die dort ihren dienst tun

man bagatellisiert - man verharmlost und es herrscht großes schweigen - stille

genügt es zu bedauern, dass soldaten verletzt und getötet werden?
genügt es zu bedauern, dass auch zivilisten sterben?

man kann nichts mit den waffen lösen - je länger es dauert, um so weiter rückt eine lösung des konfliktes


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