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Let's talk about ... Allmy! Smalltalk, Fragen, Vorschläge und Geistesblitze

2.185 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: User, Fragen, Erlebnisse ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Let's talk about ... Allmy! Smalltalk, Fragen, Vorschläge und Geistesblitze

Let's talk about ... Allmy! Smalltalk, Fragen, Vorschläge und Geistesblitze

07.06.2026 um 11:01
In dieser Woche könnt ihr eure Fragen an diese beiden User stellen:

@Nexpert

@Mickelangelo



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07.06.2026 um 22:05
@Ford
Was vermisst du am meisten an den Chat Zeiten?

Was denkst du, weshalb sich mittlerweile keiner mehr für den Chat interessiert?

Hatte Allmy damals einen positiven oder negativen Einfluss auf dich?

Wie läuft deine Karriere als professioneller Paint-Comic-Zeichner?

:ford:


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08.06.2026 um 17:19
Zitat von TeegardenTeegarden schrieb:Was hat euch an diesem Interview am meisten überrascht?
Hm, ich glaube, dieses Zitat trifft es für mich gut:
Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor.
🤷🏼
Ich habe nicht den Eindruck, Hornisse jetzt besser zu kennen als vor dem Interview oder überhaupt etwas erfahren zu haben.

Irgendwie ging es die ganze Zeit nur drum, dass Hornisse jetzt nicht mehr so aktiv auf Allmy ist wie früher und Allmy nun eine andere, dem realen Leben untergeordnete Position einnimmt.

Mich hätte interessiert, wie sich Hornisses Leben verändert hat und was die Ursache dafür war bzw. wie Hornisse das gemacht hat. Oder auch, wieso Hornisse früher so schlecht drauf war, dass eine Flucht zu Allmy ein Weg war, aus der Realität zu flüchten.

Ja, das sind persönliche Fragen, aber diese Themen wurden ja von Hornisse selbst aufgebracht 🤷🏼


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08.06.2026 um 18:57
Ich würde mir wünschen, @Hornisse würde hier öfter mal wieder reinschauen. <3


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09.06.2026 um 09:47
Ich habe nicht den Eindruck, Hornisse jetzt besser zu kennen als vor dem Interview oder überhaupt etwas erfahren zu haben.

Irgendwie ging es die ganze Zeit nur drum, dass Hornisse jetzt nicht mehr so aktiv auf Allmy ist wie früher und Allmy nun eine andere, dem realen Leben untergeordnete Position einnimmt.

Mich hätte interessiert, wie sich Hornisses Leben verändert hat und was die Ursache dafür war bzw. wie Hornisse das gemacht hat. Oder auch, wieso Hornisse früher so schlecht drauf war, dass eine Flucht zu Allmy ein Weg war, aus der Realität zu flüchten.

Ja, das sind persönliche Fragen, aber diese Themen wurden ja von Hornisse selbst aufgebracht 🤷🏼
Quelle:

Ja das ist wohl wahr violetluna. WIr kennen uns ja auch nicht.. aber um deine Frage zu beantworten.... und das mach ich gerne...

Als ich zu Allmy kam, hatte ich eine Therapie hinter mir und sollte eigentlich auf dem Weg der Besserung sein. Der Grund der Therapie war, ich in eine Essstörung geraten war ,aufgrund des Verlustes meiner Eltern im Kindesalter.. Ich wurde von Pflegeeltern aufgenommen, und da hätte ich eigentllich schon psycholgische Hilfe bekommen müssen. ( ich war 5 Jahre als mein Vater starb und 7 Jahre als meine Mutter starb ).
Es war klar dass sich das im späteren Alter bemerkbar machen würde.

Während andere ihre Schulzeit abdrückten, war ich auf der Suche, nach dem Sinn, nach Liebe und Geborgenheit. Daher habe ich mich letztendlich in einer Sackgasse wieder gefunden, bzw hatte nur noch die Kontrolle über meinem Körper. Verursacht durch ein Traumata. Kein Vertrauen un eine total kaputte Gefühlswelt.

Als ich hier aktiv war, war ich etwas überfordert in meinem Leben. Gleich allem wollte ich gerecht werden, vor allem alles perfekt meistern und das führte dazu, ich nur funktionierte. Natürlich war ich glücklich über mein erstes Kind und auch meinem Mann.. doch der Rest meiner Welt.. hat mich nicht zufrieden gestimmt. Der Mensch braucht Anerkennung, Bestätigung.. und ich habe was mich betrifft nur gezweifelt. Natürlich ist es schön eine Mutter zu sein... aber die Kontakte; mich da mit anderen Mamis zu treffen.. sei es bei Veranstaltungen im Kindergarten oder Sonstiges..waren jetzt nicht die Erfüllung für mich. Irgendwie hatte ich überhaupt keine Lust mich damit auseinanderzusetzen. Mein Mann war jetzt auch nicht soviel da, die Freundin hatte auch nicht so viel Zeit und unser Umfeld an Bekannte...hm.. nicht falsch verstehen.. haben mir jetzt auch keinen tiefsinnigen Gespräche gegeben.

Da kam Allmystery wie gerufen. Gute Gesprächspartner....liebe, lustige und auch sehr intelligente Gesprächspartner. Es hat mir gut getan. Nur im Hinterkopf war mir bewusst...das ist nicht dein Leben. Du musst es ändern. Ich bin dann beruflich bei meinem Mann eingestiegen. Der Beruf ist jetzt nicht das was ich mir gewünscht hätte.. aber wir haben viel erreicht. Wir sind beide sehr dankbar.
Mittlerweile habe ich auch noch einen zweiten Sohn bekommen. Meine Jungs haben mir im Laufe der Jahre so viel gegeben. Nämlich Vertrauen und bedingungslose Liebe.. die wir alle brauchen.:).. und ich habe es zugelassen.. bzw. konnte es zulassen.

Die Entwicklung und der Werdegang meiner Kinder haben mir gezeigt, das ich an mir in keinsterweise zweifeln muss. Es erfüllt mich .Kein Suchtverhalten, kein Ersatz, kein Perfektionismus...


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09.06.2026 um 09:59
Zitat von InterestedInterested schrieb:Ich würde mir wünschen, @Hornisse würde hier öfter mal wieder reinschauen. <
Das ist sehr lieb von Dir....ich werde mich bemühen und mir auch mal die Zeit nehmen.:)


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09.06.2026 um 10:43
@Mickelangelo
Wann bist du eigentlich umgezogen?
Und wie lange lebst du schon in einem anderen Land?
Was hat dich eigentlich dazu veranlasst dich in Allmystety anzumelden ?
Hast du schon Mal mit dem Gedanken gespielt,Allmy zu verlassen?
Und ,wo hast du deine Frau kennen gelernt?

@Nexpert welche Hobbys hast du?
Wie bist du auf Allmy gestossen?


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09.06.2026 um 10:49
@Hornisse
Vielen Dank für deine Antwort und Offenheit.

Ich kenne ja die meisten User:innen nicht, die hier interviewt werden, da ich nur in wenigen Threads unterwegs bin. Gerade deshalb finde ich die Interviews so interessant.
Zitat von HornisseHornisse schrieb:Ich wurde von Pflegeeltern aufgenommen, und da hätte ich eigentllich schon psycholgische Hilfe bekommen müssen. ( ich war 5 Jahre als mein Vater starb und 7 Jahre als meine Mutter starb ).
Ja, das sehe ich genauso.

Ich weiß nicht, wie alt du bist und wann das war, aber in meiner Kindheit war es generell in meiner Heimat Österreich nicht üblich, Kinder in Therapie zu schicken oder überhaupt zu diagnostizieren. Auch für Erwachsene war eine psychologische Diagnose und eine Therapie eher stigmatisierend und konnte sich durchaus auf Beruf und Privatleben negativ auswirken. Das ist zum Glück inzwischen anders.
Zitat von HornisseHornisse schrieb:Es war klar dass sich das im späteren Alter bemerkbar machen würde.
Ja, absolut. Schade, dass man das oft erst rückblickend erkennt. Ich denke mir oft, dass man sich so einiges hätte ersparen können, wenn man seine Traumata schon früh aufarbeitet.

Als Kind hat man ja gar nicht die Möglichkeit dazu, weil man die Entscheidung darüber ja nicht selbst treffen kann. Aber auch Erwachsene verdrängen oft lieber als aufzuarbeiten, weil das anstrengend, unangenehm und schmerzhaft sein kann.
Zitat von HornisseHornisse schrieb:Während andere ihre Schulzeit abdrückten, war ich auf der Suche, nach dem Sinn, nach Liebe und Geborgenheit. Daher habe ich mich letztendlich in einer Sackgasse wieder gefunden, bzw hatte nur noch die Kontrolle über meinem Körper.
Das ist für mich gut nachvollziehbar. Gerade Kinder und Jugendliche sind größtenteils fremdbestimmt. Darunter habe ich auch immer gelitten. Man hat keine Macht über das eigene Leben oder nur so viel, wie die Eltern/Erziehungsberechtigten zulassen und oft ist das nur sehr wenig, wie das bei mir der Fall war.

Man kann aber in den meisten kontrollieren, was man mit dem eigenen Körper macht. Oder eben, ob und was man isst. Und niemand kann etwas dagegen tun, Zwangsernährung wird ja erst sehr spät und in lebensbedrohlichen Situationen legal ermöglicht.

So gesehen verstehe ich, dass das bei vielen Kindern und Jugendlichen der einzige Ausweg ist, um wenigstens ein Mindestmaß an Kontrolle über das eigene Leben zu gewinnen - auch wenn das natürlich nicht gesund ist und schwerwiegende Folgen hat.

Gut, dass du das irgendwann erkannt hast.
Zitat von HornisseHornisse schrieb:Als ich hier aktiv war, war ich etwas überfordert in meinem Leben. Gleich allem wollte ich gerecht werden, vor allem alles perfekt meistern und das führte dazu, ich nur funktionierte.
Das ist eine weitverbreitete Falle. Je weniger Kontrolle man über sein Leben hat, desto stärker möchte man diese gewinnen. Dadurch bedingt steigen die Ansprüche an sich selbst oft ins Uferlose. Daran kann man nur scheitern, weil diese Ansprüche nicht erfüllbar sind. Ein Teufelskreis.
Zitat von HornisseHornisse schrieb:Natürlich war ich glücklich über mein erstes Kind und auch meinem Mann.. doch der Rest meiner Welt.. hat mich nicht zufrieden gestimmt. Der Mensch braucht Anerkennung, Bestätigung.. und ich habe was mich betrifft nur gezweifelt.
Ich kann das gut nachvollziehen. Mann und Kind(er) würden mich auch nicht erfüllen 🤷🏼.
Zitat von HornisseHornisse schrieb:Natürlich ist es schön eine Mutter zu sein... aber die Kontakte; mich da mit anderen Mamis zu treffen.. sei es bei Veranstaltungen im Kindergarten oder Sonstiges..waren jetzt nicht die Erfüllung für mich. Irgendwie hatte ich überhaupt keine Lust mich damit auseinanderzusetzen. Mein Mann war jetzt auch nicht soviel da, die Freundin hatte auch nicht so viel Zeit und unser Umfeld an Bekannte...hm.. nicht falsch verstehen.. haben mir jetzt auch keinen tiefsinnigen Gespräche gegeben.
Das ist interessant, denn das lese oder höre ich oft von Müttern. Also, dass ihnen die Decke auf den Kopf fällt, wenn sie den ganzen Tag nur bei den Kindern sind und sonst kaum noch Sozialkontakte haben.

Gleichzeitig suchen sich die Frauen das aber genauso aus und wenn sie sich dann mit anderen Frauen treffen, drehen sich die Gespräche erst wieder nur um die Kinder. 🤷🏼

Ist das nicht paradox? Ich habe das selbst schon öfter mitbekommen, zum Beispiel bei Firmenfeiern. Da haben die Mütter mal "kinderfrei" und treffen sich in einem ganz anderen Kontext als in ihrer Mutterrolle und reden dennoch genau wieder darüber. Für mich ist das nicht nachvollziehbar, warum sie das machen. Ich bin schon öfter vom Tisch aufgestanden und weggegangen deshalb, ganz einfach deshalb, weil mich diese Gespräche grenzenlos langweilen. Ich habe bewusst keine Kinder. Kinder interessieren mich nicht und auch Erziehungsfragen nur am Rande, wenn die Folgen uns alle irgendwie betreffen.

Liegt das nicht auch an den Frauen selbst? Man kann doch steuern, worüber man sich unterhält. Wieso sagt man nicht einfach: "Können wir vielleicht das Thema wechseln? Ich möchte mich gerne über etwas anderes als Kinder und Erziehung unterhalten, denn das habe ich sowieso den ganzen Tag. Mir fehlen tiefsinnige Gespräche." Ich kann mir nicht vorstellen, dass einem das die anderen Frauen übelnehmen würden, denn ich denke, dass es den meisten so geht und sie nur aus Höflichkeit nichts sagen.
Zitat von HornisseHornisse schrieb:Da kam Allmystery wie gerufen. Gute Gesprächspartner....liebe, lustige und auch sehr intelligente Gesprächspartner. Es hat mir gut getan. Nur im Hinterkopf war mir bewusst...das ist nicht dein Leben. Du musst es ändern.
Warum denn? Da tu ich mir schwer damit.

Wenn dir Allmy einen Ausgleich zu deinem sonstigen Leben bietet, ist das doch vollkommen in Ordnung?

Andere Leute lesen halt oder streamen stundenlang Filme oder Serien oder spielen am Smartphone/PC. Das ist doch nicht verwerflich?
Zitat von HornisseHornisse schrieb:Die Entwicklung und der Werdegang meiner Kinder haben mir gezeigt, das ich an mir in keinsterweise zweifeln muss. Es erfüllt mich .Kein Suchtverhalten, kein Ersatz, kein Perfektionismus...
Das ist meiner genau wieder dieselbe Falle, in die du jetzt tappst. Du definierst dich wieder über deine Leistung bzw. über die deiner Kinder. Du warst erfolgreich und hast aus deinen Kindern gute Mitglieder der Gesellschaft gemacht.

Ich stelle dir jetzt eine provokante Frage: Was wäre, wenn deine Kinder nicht so gut geraten wären? Taugenichtse, vielleicht Straftäter?
Wäre das dann in deinen Augen dein Versagen? Wärst du dann weniger wert? Würdest du an dir zweifeln?

Ist es nicht vielmehr so, dass dein Wert nicht davon bestimmt wird, was du leitest oder erreichst, sondern davon, wie du als Mensch bist?

Man kann nicht bestimmen, wie sich andere verhalten. Man kann Kindern Werte mitgeben und vorleben, aber was sie sich davon mitnehmen, ist letztendlich ihre eigene Entscheidung, auf die du keinen Einfluss hast.

Du kannst aber bestimmen, wie du sich selbst verhältst. Ich finde dich jetzt nach deiner ausführlichen Antworten sympathisch und reflektiert, auch wenn wir uns nicht kennen. Das hast du erreicht, ganz unabhängig von anderen Menschen.
Du bist wertvoll, weil du du bist. Das will ich damit sagen.


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09.06.2026 um 10:54
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10.06.2026 um 08:21
Guten Morgen @violetluna ,

Vielen Dank fü deinen wunderbaren Text. :)

Um auf deine Frage einzugehen, natürlich kann ich nur den Charakter prägen, Verhaltensweisen darlegen, Werte vermitteln.. und doch sehe ich es so das meine Kinder letztendlich selbst dafür verantwortlich sind welchen Weg sie einschlagen. Ich denke das jedes Elternteil sich fragen würde warum und natürlich auch Zweifel entstehen würden, ihre Kinder auf die schiefe Bahn geraten.

Meine Kinder wurden regelrecht bombardiert.. :D welche Gefahren das Leben parat hat…denn gerade ich bin der beste Kandidat zu vermitteln.. wie es auch laufen kann…mir ist bewusst das immer ein Restrisiko bestehen bleibt.

Ich denke auch das ich in vielerlei Hinsicht mehr Verständnis aufbringen konnte und noch kann da ich vieles durchlebt habe. Aber natürlich auch nur bis zu einem bestimmten Grad.

In diesem Sinne… hoffe ich und wünsche mir das meine Söhne ihren Kopf einsetzen und auch kämpfen, sie sich in etwas reinmanövriert haben.


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10.06.2026 um 08:41
Ach so..wichtig noch zu schreiben, für jedes Fehlverhalten gibt es eine Konsequenz… die auch sie selbst schon erlebt haben.


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10.06.2026 um 17:41
Denkt dran, in dieser Woche könnt ihr Fragen für diese beiden User sammeln:

@Nexpert

@Mickelangelo


Vielleicht habt ihr eine mysteriöse Frage, eine persönliche Frage, eine ganz allgemeine Frage oder eine Frage zu Allmy für einen von den beiden.


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10.06.2026 um 19:16
@Mickelangelo wie kamst Du auf Deinen Nickname?

Bist Du gebürtiger Schweizer?


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10.06.2026 um 19:17
@Nexpert
@Mickelangelo

Welche Modesünden habt ihr begangen, welche bereut ihr und welche würdet ihr wieder behehen?

Wie seht ihr eure berufliche Weiterentwicklung für die nächsten 10 Jahre?


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11.06.2026 um 01:10
@Nexpert
@Mickelangelo

Auf welche drei Gegenstände möchtet ihr unter keinen Umständen verzichten müssen?

Marzipan, Oliven, Kapern, Rosinen: köstlich oder widerlich?

Was war das letzte Buch, das ihr gelesen habt und hat es euch gefallen?

Was oder wen zeigt euer neuestes Foto auf dem Smartphone?

Hattet ihr schon einmal ein außergewöhnliches Erlebnis, das nicht wissenschaftlich erklärbar ist?

See, Fluss oder Meer - was bevorzugt ihr und warum?


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14.06.2026 um 00:00
Hallo @koef3,

eine weitere Stimme aus dem Forum. Willkommen bei „Let’s talk about … Allmy“. Bevor wir durchstarten, eine kleine Frage: Welches Wort verbindest du mit Allmy?
Mystery. Steckt im Namen :D
Hier geht es zu deinem Profil:
Profil von koef3

Du hast ein außergewöhnliches Hobby, von dem du uns erzählen wirst. Thematisch wird es sich also um dein Hobby drehen, du testest LEDs professionell. Da werde ich auf alle Fälle einiges neues lernen. :D

  • Seit wann bist du auf Allmy?
Ich bin seit 2012 rum stiller Mitleser gewesen. Ende 2014 habe ich mich dann angemeldet, um einen Kriminalfall zu kommentieren.
  • Wie hast du Allmy gefunden?
Ich glaub über Google, auf der Suche nach irgendwas mit Geistern. Oder waren es UFOs? Keine Ahnung. Weiß ich nicht mehr, ist zu lange her.
  • Wie würdest du dein Hobby jemandem erklären, der noch nie davon gehört hat?
Wir nutzen alle LEDs für verschiedenste Beleuchtungsaufgaben, im Auto, in der Wohnung, auf der Arbeit, im Handy, quasi überall. Und die LEDs die das Licht erzeugen, teste ich, auf optische wie elektrische Eigenschaften.
Sehr interessant, ich wäre nie auf die Idee gekommen sowas zu machen.

  • Wann hast du damit angefangen?
April 2016
  • Weißt du noch, was der Auslöser war?
Ich war damals arbeitslos und depressiv. Ich suchte etwas, um mich abzulenken, Hobbies hatte ich damals quasi keine. Ich hatte aber ein paar billige Taschenlampen und ich fragte mich, ob man da nicht mehr Licht rausholen kann und kam drauf, zu testen, ob das bei solchen LEDs geht. Also bastelte ich mir mithilfe von ein wenig Googlen mit einfachsten Mitteln primitive Messtechnik und legte los.
Spannend, du hast dir in einer nicht einfachen Lebensphasen sowas überlegt und mit einfachen Mitteln angefangen! Toll, was dann draus geworden ist!

  • Was hat dich daran sofort gepackt?
Ich glaube, es war primär Neugier. Und es fühlte sich einfach gut an, sich in etwas reindenken zu können, in etwas, was sich für mich damals so fremd anfühlte. (Vorkenntnisse zu Elektrotechnik oder LEDs hatte ich quasi keine.)
Sofort gepackt hat mich das aber nicht, das hat einige Wochen bis Monate gebraucht, bis es wirklich los ging, vermutlich weil ich dann auch mehr über dieses Thema wusste.
Mir geht es ebenso. Ich habe keinerlei Vorkentnisse, für nich ist das alles eine andere Welt. :D

  • Was gibt dir dieses Hobby?
Vor allem rückblickend betrachtet, eine ganze Menge. Viele neue Kontakte auf der ganzen Welt, interessanten Austausch, emotionale und seelische Weiterentwicklung, und damit eng verbunden auch schlussendlich meine nun recht gut bezahlte Arbeitsstelle. Das ist eigentlich das größte dabei.
Aus dem Hobby ein Beruf gemacht, wer wünscht sich das nicht und dazu noch viele neue Menschen kennengelernt!

  • Was fehlt dir, wenn du dein Hobby nicht ausüben kannst?
Ich kann zwar über LEDs mitdiskutieren, aber ich kann nichts konkret beitragen, wenn es um eine geht, die ich noch nicht testen konnte, aber dann werde ich trotzdem gefragt, ob ich denn dazu schon was sagen kann… nervt manchmal :D
:D

  • Wie viel Zeit verbringst du damit?
Kommt drauf an. Von nur eine halbe Stunde pro Woche bis hin zu einem ganzen Wochenende ist quasi alles dabei. Kommt immer auf den Dienstplan an (Bereitschaften) und auf das, was ich sonst so machen will.
  • Wie sieht ein typischer Moment bei deinem Hobby aus?
Absolute Kurzfassung: LEDs einkaufen, verlöten, u.a. Lichtstrom und Spektrum messen, Test schreiben und Diagramme sowie Bilder erstellen. Dann werden die Tests veröffentlicht.
  • Wie viel Vorbereitung brauchst du?
Kommt drauf an. Da mein Equipment größtenteils fertiggebaut ist, brauche ich quasi keine Vorbereitung mehr. Die Messtechnik steht bereit. LEDs beschaffen und los geht’s. Die Beschaffung ist tatsächlich am häufigsten das, was die meiste Zeit braucht, das geht teilweise nicht sehr schnell, von den Lieferzeiten abgesehen.
  • Gibt es Dinge, die Außenstehende nie sehen?
Ja, wie genau ich das im Detail mache. Aufgrund sehr unschöner Erlebnisse in der Vergangenheit (Diebstahl von Bildern, Bauweisen des Equipments und Messwerten ohne jede Credits) gebe ich keine Infos zur verwendeten Messtechnik oder welche Arbeitsschritte genau erforderlich sind.
Oha, wie mies ist das denn? Es gibt leider überall schwarze Schafe...

  • Wie reagieren Menschen, wenn du davon erzählst?
Kommt drauf an. Bei den LED-Interessierten (ist vor allem bei Taschenlampen ein großes Thema) spüre ich die Begeisterung förmlich, in meinem Umfeld ist dies eher ein „cool, wenns dir Spaß macht“. Ich bin aber immer wieder Anlaufstelle, wenn es Fragen zum Thema Licht gibt.
Kann ich gut verstehen. Ich bräuchte auch so jemanden in meinem Umfeld. :)

  • Hast du schon merkwürdige Reaktionen erlebt?
Klar. Manche verstehen nicht, dass es Hobbies und Interessen gibt, die nicht Mainstream sind und halten das für reinste Zeitverschwendung. Dass sich viele dafür nicht interessieren, ist das eine, aber das so abzuwerten, muss auch nicht sein.
Ist auf alle Fälle eine sehr individuelle Leidenschaft, sowas hat nicht jeder.

  • Gibt es Vorurteile?
Teilweise, meist in Form von Bezeichnungen. Nerd, Freak, solche Umschreibungen kommen gelegentlich. Der Begriff Nerd wird da auch schon mal abwertend gebraucht. Ist mir aber mittlerweile egal :D
  • Hast du durch dein Hobby Menschen kennengelernt?
Ja, viele, auf der ganzen Welt. China, USA, Südamerika, ganz EU… daraus haben sich auch einige Freundschaften entwickelt. Treffen sind aufgrund der Entfernung schwierig, kamen aber auch schon vor.
Cool, einmal Freundschaften und Bekanntschaften rund um den Globus. So ein Hobby kann die verschiedensten Menschen näher bringen.

  • Ist Allmystery ein Ort dafür?
Ich denke nicht. Die meisten, die sich wirklich dafür interessieren, tummeln sich in den einschlägigen Foren für Taschenlampen und z.T. auf Reddit. Ich denke, Allmy ist da mehr für allgemeinere Technikthemen oder gängigere Hobbies geeignet.
  • Hat dein Hobby schon mal Probleme verursacht?
Ja, wenn es mal wieder zeitlich eskaliert ist und ich nur noch paar Stunden Schlaf vor der Arbeit bekam… huch, wo ist denn die Zeit wieder hin? :D
:lolcry:

  • Wie lange möchtest du das noch machen?
Keine Ahnung, solange es eben dauert und ich Spaß dran habe. Hab mir da keine Grenze gesetzt.
  • Gibt es Ziele?
Nein, tatsächlich nicht wirklich. Am ehesten noch, dass ich gerne all die LEDs testen will, die es mittlerweile gibt und die mich interessieren.
  • Würdest du dein Wissen weitergeben?
Solange es nicht um das exakte Wie meiner Messung geht, ja.
  • Könnte daraus mehr werden?
Wurde es schon, daraus hat sich meine berufliche Karriere entwickelt. War aber nicht mein Ziel damals, das ergab sich am Ende irgendwo. Nennen wir es „glückliche Fügung“.
Tolle Wendung, die du dadurch geschafft hast!

  • Was wünschst du dir für dein Hobby?
Dass ich es einfach weiter machen kann. Und dass ich etwas mehr Platz dafür in der Wohnung dafür habe - aber ich will auch nicht umziehen, daher wird sich erstmal so schnell nichts ändern, denke ich :D
  • Was liebst du am meisten an deinem Hobby?
Dass es so exotisch ist, und darüber der Kontakt mit Leuten auf der ganzen Welt, der Austausch mit Kulturen, die teilweise so unterschiedlich von der unseren ist.
Ein wirklich außergewöhnliches Hobby, aber trotzdem gibt es rund um den Globus noch Gleichgesinnte.

  • Was möchtest du Außenstehenden über dein Hobby mitgeben?
Mal allgemein, wenn ich an meine Anfänge zurückdenke: man kann auch mit wenig bis kein Geld und viel Kreativität viel tun und Spaß haben. Und wenn man sich wirklich interessiert, ergibt sich im Laufe der Zeit automatisch mehr. Schicksal, wenn man so will.
Und: keine Furcht vor Technik. Man kann sich heutzutage dank Internet so viel selbst beibringen, wenn man dies nur möchte.
Sehr schön gesagt!

  • Gibt es sonst noch etwas, was du sagen oder mitteilen möchtest?
Auch wenn ich generell nicht viel auf Allmy schreibe und eigentlich meist nur stiller Mitleser bin, so möchte ich mich für das Forum und Moderation desselben bedanken.
Hoffentlich werden irgendwann wieder mehr Leute Spaß am sozialen Medium „Internetforum“ finden, aus meiner Sicht kommt dies aktuell leider immer mehr aus der Mode.
Danke @koef3 fürs Mitmachen und für den Einblick in dein ganz besonderes Hobby! Vielleicht findet sich hier auf Allmy ja doch jemand der deine Leidenschaft teilt. :lv:
Gerne kannst du auch noch eine Sprachnachricht nach dem Interview hinterlassen.


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14.06.2026 um 00:00
Was hat euch an diesem Interview am meisten überrascht?

Gab es eine Antwort, die ihr so nicht erwartet hättet?

Welche Aussage ist euch besonders hängen geblieben?

Hat euch das Interview dazu gebracht, den User anders wahrzunehmen?

Gab es für euch einen Moment im Interview, der besonders herausgestochen ist?


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14.06.2026 um 03:53
Schöne Grüße von einem Mituser aus dem Taschenlampenforum.
Leider ist das bei mir aber im Moment eingeschlafen.


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14.06.2026 um 11:00
Diese Woche könnt ihr bis nächsten Sonntag Fragen für diese beiden User stellen:



@seli

@dS



Viel Spaß dabei.


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14.06.2026 um 18:22
Zitat von TeegardenTeegarden schrieb:Was hat euch an diesem Interview am meisten überrascht?
Das Thema! Ich wusste gar nicht, dass es Menschen gibt, die als Hobby LEDs testen und das fand ich sehr spannend!

Ich bin selbst noch gar nicht auf die Idee gekommen, dass man bei Taschenlampen die Leuchtkraft verstärken kann. Das hat mein Interesse auf jeden Fall geweckt.


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