Teegarden schrieb:Für viele Menschen kann ein Glaube auch tröstlich sein. Niemand weiß was nach dem Sterben passiert, aber alle werden wir früher oder später damit konfrontiert. Manchen Menschen kann der Glaube an ein Leben nach dem Tod oder eine Wiedergeburt Trost spenden, anderen wiederum nicht. Jeder so wie er mag.
Ja, das ist zweifellos so. Ich sage ja auch nicht, dass es etwas Schlimmes ist - ich kann es bloß unter diesen Voraussetzungen nicht nachvollziehen. Nicht mit den gängigen Glaubenskonzepten und der Tatsache, dass die der Manipulation wegen erfunden worden sind.
Da würde ich mir lieber meinen eigenen individuellen Glauben basteln. Den hab wenigstens ich selbst erfunden und sonst niemand und niemand wird damit manipuliert 🤷🏼
Keine Ahnung, ob das jetzt für andere nachvollziehbar ist. Im Endeffekt muss es eh nur für einen selbst Sinn ergeben.
Niselprim schrieb:Mein Glaube bezieht sich ziemlich stark auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Bspw: Warum bin ich hier? Was mach ich hier und wo gehe ich hin? An Zufall glaube ich diesbezüglich nicht. Also hat das Leben, wie die Entstehung und die Fortpflanzung, einen Zweck.
Diese Fragen stellen sich wohl viele Menschen.
Ich persönlich denke, dass es keinen Sinn oder vielmehr Plan von außen gibt. Ob das Leben sinnvoll ist oder nicht, liegt in der Verantwortung derer, die dieses Leben leben. Mit anderen Worten: nicht eine göttliche Entität verleiht dem Leben Sinn, sondern jeder Mensch selbst. Man verleiht sich selbst den Sinn und Zweck des Lebens und erstellt seinen eigenen Plan. Diese Pläne sind vielfältig und individuell, weil Menschen verschieden sind.
Es gibt so vieles, für das es sich zu leben lohnt. Es gibt für jeden Menschen eine Nische, man muss sie nur finden. Ich denke, dass prinzipiell für alle Menschen Sinn und Glück möglich sind, allerdings haben es manche Menschen sehr viel schwerer - weil sie unter schwierigen Bedingungen geboren wurden, krank oder bitterarm sind, in einem politischen System leben, das sie unterdrückt und so weiter.
Niselprim schrieb:Ansonsten muss ich ja keiner Kirche angehören, um an Gott zu glauben. Ich glaube, Gott ist das Universum.
Hmm... Was soll ich sonst noch sagen? Die Menschen haben wohl schon immer in die Sterne gesehen
Nein, natürlich musst du das nicht. Mir ging es auch weniger um eine Kirche, sondern um Glaubensgrundsätze.
Das Christentum - unabhängig von der Strömung - hat ja immer zum Grundsatz, dass es einen Jesus gab (was ich ja durchaus für möglich halte) und dass dieser Jesus der Sohn Gottes ist (das halte ich für erfunden). Dieser Jesus war ein bemerkenswerter Mensch mit interessanten Ansichten (halte ich für möglich) und hat Wunder gewirkt (das ist wiederum für mich erfunden - Legendenbildung).
Warum schreibt man nicht einfach nieder, dass es da einen interessanten Mann gab, der für seine Zeit ungewöhnliche Ansichten hatte, von denen einige aber durchaus Sinn ergeben? Warum macht man aus diesem Mann einen Gott? Weil man damit Menschen manipulieren wollte. Und genau das schließt für mich schon aus, dass ich all diese Geschichten glaube. Das hat mit einer bestimmten Kirche gar nichts zu tun, sondern mit dem Christentum an sich.
Der Islam ist da nicht viel anders. Zumindest ist Mohammed kein Gott, sondern lediglich ein Prophet, aber auch da wird mir zu viel Kult daraus gemacht, was dieser Mohammed alles gesagt hat. Und noch dazu sind das teilweise sehr gewalttätige und blutrünstige Ideen, was ich schon gar nicht mag.
In die Sterne zu sehen ist toll. Ich bin da immer ganz ehrfürchtig, wie schön diese Welt und das Universum sind. Und ich frage mich auch, ob irgendwo weit entfernt noch andere Lebewesen genau dasselbe tun.