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Ist es das? Anzeichen auf Superzivilisation um KIC 8462852

537 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Aliens, Stern, Teleskop ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ist es das? Anzeichen auf Superzivilisation um KIC 8462852

15.02.2016 um 17:56
@perttivalkonen
Du scheinst bei deiner Überlegung irgendwie davon auszugehen, dass der Schweif an allen Stellen gleich transparent ist, so würde das Sinn ergeben. Was aber nicht der Fall ist. Vielmehr wird der Schweif zum Rande hin dünner und das macht einen Unterschied.
Nehmen wir einmal ein kompaktes Objekt von 20% Größe des Sterns: Wie verläuft die Helligkeitskurve, wenn es vor seinem Stern vorbeizieht? Solange das Objekt den Stern noch nicht bedeckt, ist die Helligkeit 100%, es zeigt sich also ein Gerade. Sobald sich das Objekt teilweise vor den Stern schiebt knickt die Kurve nach unten und der Abfall ist (jedenfalls wenn es sich direkt vor den Stern schiebt) ziemlich linear. Sobald das Objekt direkt vor dem Stern steht, fällt die Helligkeit nicht weiter ab, es zeigt sich also wieder ein Knick in der Kurve und wieder eine Gerade auf der y-Achse bei 80%. Wenn sich das Objekt von der Sonnenscheibe wieder entfernt, zeigen sich die gerade genannten Effekte in umgekehrter Richtung.

Ein bisschen komplizierter wird die Angelegenheit, wenn das Objekt seinen Stern nicht mittig durchquert, sondern nur oben oder unten teilweise, da der Stern ja kugelförmig ist. Dann verschwinden zwar die Geraden, die Knicke in der Kurve aber bleiben trotzdem.

Bei einem vorüberziehenden Kometen sieht die Kurve aber ganz anders aus. Bei einem diffusen Objekt, dessen Ränder unscharf sind, können sich naturgemäß keine Knicke in der Kurve zeigen, die Übergänge sind immer verwaschen, genau wie das Objekt selbst.

Ich hoffe, ich konnte das mit meiner laienhaften mathematischen Terminologie einigermaßen verständlich rüberbringen.

Ob die Keplermessungen so genau sind, dass man das so genau überprüfen kann, weiß ich nicht, ich werde mir das mal genauer anschauen bei Gelegenheit. Theoretisch zumindest müsste das aber alles messbar sein.


Die einzelnen Verdunkelungen scheinen auch relativ inkonsequent zu sein: Mal 10 Tage, mal nur 1 Tag, die Objekte müssten also in ganz unterschiedlichen Umlaufbahnen unterwegs sein. Auch das scheint mir erst einmal nicht viel Sinn zu ergeben, wenn man von Dysonsphären ausgeht. Hat mal jemand ausgerechnet, in welcher Sonnenentfernung diese Objekte ihre Bahn ziehen?


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15.02.2016 um 18:45
Geduld ist nicht so meine Sache. Ich dachte, ich sags mal, einfach so, nur vorab. Für'n andermal.
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Du scheinst bei deiner Überlegung irgendwie davon auszugehen, dass der Schweif an allen Stellen gleich transparent ist, so würde das Sinn ergeben. Was aber nicht der Fall ist. Vielmehr wird der Schweif zum Rande hin dünner und das macht einen Unterschied.
Nein, ergibt es nicht. Kompakte Objekte können an ihrer Vorder. und Hinterseite ebenfalls unterschiedlich breit sein und somit am Anfang wie am Ende des Transits unterschiedlich viel vom Sternenlicht abdecken.

Ohnehin hast Du da eine etwas zu optimistische Vorstellung, wie exakt wir diese Lichtverminderungen messen können, sodaß da saubere Geraden, scharfe Knicks und Null Schwankungen vorkommen. Aber das hast Du ja immerhin schon als eventuelle Fehlerquelle selbst benannt. Stell Dir dann noch Sonnenfleckenaktivitäten vor und noch ein, zwei unbekannte Faktoren, dann können wir schon froh sein, wenn wir überhaupt auch mal ne detaillierte Schwankung innerhalb des Abnehmens bzw. Zunehmens der Verdunklung bei den beiden Transit-Enden wahrnehmen könnten. Und damit sagen könnten, daß das Transitobjekt an einem Ende anders gestaltet sein muß als am anderen.
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Mal 10 Tage, mal nur 1 Tag, die Objekte müssten also in ganz unterschiedlichen Umlaufbahnen unterwegs sein. Auch das scheint mir erst einmal nicht viel Sinn zu ergeben, wenn man von Dysonsphären ausgeht.
Mag sich damit erklären, daß niemand von ner Dyson-Sphäre ausgeht. Das wiederum liegt aber nicht an der besagten Unregelmäßigkeit, sondern daran, daß bei ner Dyson-Sphäre der gesamte Stern verdunkelt wäre. Ohne Schwankungen.


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15.02.2016 um 20:27
@perttivalkonen
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Geduld ist nicht so meine Sache. Ich dachte, ich sags mal, einfach so, nur vorab. Für'n andermal.
Zum Glück für mich ist es ja dieses Mal und nicht das andermal. ;) Außerdem ist die eventuelle Existenz der Dyson-Sphären nicht davon abhängig, ob wir hier geduldig weiterdiskutieren. Doch zur Sache:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Kompakte Objekte können an ihrer Vorder. und Hinterseite ebenfalls unterschiedlich breit sein und somit am Anfang wie am Ende des Transits unterschiedlich viel vom Sternenlicht abdecken.
Okay, das leuchtet mir ein. Ich bin von rechteckigen kompakten Objekten ausgegangen. Allerdings wage ich anzumerken, dass es sich schon um ein etwas merkwürdig geformtes Objekt handeln müsste, das den Helligkeitsverlauf eines Kometenschweifs entspricht. Aber möglich wäre es.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Ohnehin hast Du da eine etwas zu optimistische Vorstellung, wie exakt wir diese Lichtverminderungen messen können, sodaß da saubere Geraden, scharfe Knicks und Null Schwankungen vorkommen.
Nein, habe ich nicht, ich habe doch geschrieben, dass es "theoretisch" möglich sein sollte, nicht unbedingt praktisch und heutzutage, ich zitier' ich mal selbst:
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Ob die Keplermessungen so genau sind, dass man das so genau überprüfen kann, weiß ich nicht, ich werde mir das mal genauer anschauen bei Gelegenheit. Theoretisch zumindest müsste das aber alles messbar sein.
Gruß Menedemos


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15.02.2016 um 23:18
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Okay, das leuchtet mir ein. Ich bin von rechteckigen kompakten Objekten ausgegangen. Allerdings wage ich anzumerken, dass es sich schon um ein etwas merkwürdig geformtes Objekt handeln müsste, das den Helligkeitsverlauf eines Kometenschweifs entspricht.
Bis eben dachte ich doch glatt, wir sprächen rein theoretisch. Du scheinst aber von einem echten Fall von Sternenabdunklung auszugehen, bei dem die Abdunklung exakt "den Helligkeitsverlauf eines Kometenschweifs entspricht." Offensichtlich gibts die Supertechnologie bereits, die das eindeutig identifizieren und nicht nur nahelegen kann.

Wenn wir mal ein bisserl mehr an der Realität bleiben, dann reicht es, daß Du mittlerweile hoffentlich begriffen hast, daß ne graphisch wiedergegebene Sternenverdunklungsphase selbst mit nem exakten, eckigen Riesenwürfel keine aus Geraden und Ecken bestehende Linienführung ergibt.

Wenn man dann noch bedenkt, daß die meisten Einzelobjekte, die groß genug sind, um bei nem Transit vor nem Stern (für nen fernen Beobachter) eine meßbare Abdunkelung bewirken, keine sauberen Würfel sind, sondern eher runde Planeten, Monde und so'n Zeuchs, dann erwarte ich selbst mit Supertechnologie auch überhaupt keine Verdunkelungslinien mit Ecken.

Nein, ein teils lichtdurchlässiges Objekt und ein kompaktes Objekt erzeugen keine verschiedenen Abdunklungslinien.
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Nein, habe ich nicht, ich habe doch geschrieben, dass es "theoretisch" möglich sein sollte, nicht unbedingt praktisch und heutzutage
Du hättest Dich anschließend nicht selbst zitieren müssen, es hätte gereicht, meinen Beitrag einfach weiterzulesen.


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16.02.2016 um 00:33
@perttivalkonen
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Bis eben dachte ich doch glatt, wir sprächen rein theoretisch.
Das tun wir auch. Werde in Zukunft öfters - zur Vermeidung von Missverständnissen - den Konj. II zum Einsatz bringen.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Offensichtlich gibts die Supertechnologie bereits, die das eindeutig identifizieren und nicht nur nahelegen kann.
So schlecht ist die vorhandene Technologie auch wieder nicht, wenn ich mir folgendes Diagramm betrachte. Es gibt die Helligkeitskurve bei der längsten, etwa 10tägigen Verdunkelung wieder:

524px KIC 8462852 Helligkeitseinbruch 28

Ohne dass ich bis jetzt im Detail nachgeforscht hätte, aber die Kurve erweckt schon den Eindruck, als habe man die Helligkeit mehrmals pro Tag gemessen - und auch relativ exakt, sonst würde nicht von einer "22%igen Verdunkelung" gesprochen werden, sondern vielleicht von "ca. 20%" oder "20-25%".
Und wenn man sich dieses Kürvlein nun genauer betrachtet, wird schon deutlich, dass hier zumindest kein runder Planet vorbeigezogen ist. Auf einen Komenten mit (zwei) Schweifen könnte es passen. Die Dysonsphäre, wenn es denn eine sein sollte, wäre zumindest reichlich unförmig und gar nicht formschön.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Wenn man dann noch bedenkt, daß die meisten Einzelobjekte, die groß genug sind, um bei nem Transit vor nem Stern (für nen fernen Beobachter) eine meßbare Abdunkelung bewirken, keine sauberen Würfel sind, sondern eher runde Planeten, Monde und so'n Zeuchs, dann erwarte ich selbst mit Supertechnologie auch überhaupt keine Verdunkelungslinien mit Ecken.
Planeten und Monde sind sowieso viel zu klein für eine Abdunkelung dieses Ausmaßes und über das "Zeug" :D weiß ich einfach zu wenig...


Aber im Ernst: Ich glaube nicht an Dyson-Sphären um KIC_8462852. Letzten Endes ist die ganze Diskussion (damit meine ich nicht die spezielle hier auf allmy, sondern die, die auch in der Wissenschaftsgemeinde geführt wird) letztlich doch nur Ufologie auf höchstem Niveau. Ich meine, von Messungen, die nicht sonderlich exakt sind (worin wir uns im Grundsatz einig sind), gleich auf Dysonsphären zu schließen, ist bereits ziemlich gewagt. Erst recht waren die "Erkenntnisse", dass sich der Stern im Laufe der letzten hundert Jahre verdunkelt haben soll, auch ohne die jüngste Richtigstellung äußerst dubios. Dass ein solches Projekt gerade in dem astronomischen Augenblick durchgeführt wird, wenn wir gerade unsere Fernrohre darauf richten, und dass Dysonsphären in nur 100 Jahren aufgebaut werden, dagegen spricht nicht nur jede Wahrscheinlichkeit, sondern auch der gesunde Alien-Verstand. Hier zeigt sich m.E. deutlich das Wunschdenken der Protagonisten, das den Verstand anscheinend ein wenig ruhen lässt.

Grundsätzlich halte ich Dysonsphären zwar für möglich, aber in diesem konkreten Fall - wirklich für die letzte der Möglichkeiten.


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16.02.2016 um 04:02
Erst mal..
Die rede war ja nicht von einer dyson Sphäre, sondern einem dyson Schwarm oder eben einem anderen großen konstrukt.

Und das es sich bei den alten Aufnahmen um einen bildfehler bzw eine veralterung handeln soll, kann ich irgendwie nicht glauben.. Sry wenn ich jetzt wie nen verkackter VTler rüber komme aber das riecht irgendwie im ersten moment nach Verschwörung xD ...

Erst mal,.. Wenn der stern auf den Platten, mit den jahren immer dunkler wurde und man das auf die jährlich erstellten Platten schiebt, wie kann er dann immer dunkler werden? Der fehler müsste demzufolge genau andersherum sein. Das bild oder die platte müsste also beim ältesten, am dunkelsten sein oder versteh ich da was falsch? Außer diese so genannte Platte kam häufiger zum einsatz und wurde mit den jahren immer schlechter...naja..

Zum anderen ist der Stern zufällig durch einen plattenfehler von, ich glaube, 5% auf heute mit 20 oder 23% dunkler geworden. Somit wurde der stern durch einen fehler in der messung kontinuierlich dunkler und dann von kepler (rein zufällig natürlich :D) genauso verdunkelt gemessen...

Aber klar, wenn es von offizieller seite eben so ist, dann ist das wohl so.. XD (bitte nehmt das nicht so ernst)

"Hier gibt es nichts zu sehen!" "Gehen sie weiter!"

Knaller!! :D
Bin gespannt was da in den nächsten monaten so kommen wird. Wenns was natürliches ist, wovon ich ja prinzipiell auch ausgehe, dann okay. Aber wenn zu dem thema rein garnichts mehr passiert, dann weiss ich auch warum^^


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16.02.2016 um 10:02
@Cssrx
Zitat von CssrxCssrx schrieb:Sry wenn ich jetzt wie nen verkackter VTler
Tust du, leider, solche Aussagen nehme ich nicht ernst und bleiben unkommentiert.

Wir sind hier zum Glück in einer einigermaßen wissenschaftlichen Diskussion und nicht auf einem VT-Spielplatz. Glaube, was du willst, heute darf ja jeder glauben, was er möchte (und zumindest auch im Netz alles verbreiten), aber ich möchte in dem Zusammenhang doch daran erinnern, dass es auch eine gewisse moralische Verpflichtung gilt, Dinge erst einmal zu prüfen, bevor man die Welt mit wilden Behauptungen verpestet, bloß weil sie für einen persönlich spannender klingen oder in ein krudes Weltbild passen.


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16.02.2016 um 15:28
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Und wenn man sich dieses Kürvlein nun genauer betrachtet, wird schon deutlich, dass hier zumindest kein runder Planet vorbeigezogen ist.
Vielleicht doch, nämlich zwei. Eher aber ist das gar keine Transitverdunkelung, aber dazu später.

Erst mal ist deutlich zu sehen, daß vom Anfang der einsetzenden Verdunklung bis zum Pik von 22% der Verdunklung mehr Zeit verstrichen ist als vom Pik bis zum vollständigen Abebben der Verdunklung. Das aber ist bei einem Transit nur möglich, wenn das vor dem Stern vorbeiziehende Objektnicht nur unsymmetrisch ist, sondern auch für den Beobachter länger erscheint, als der Stern breit ist. Ansonsten benötigt der Anfang des Transits genauso viel Zeit wie das Ende des Transits, und der Zeitraum, während dessen das Objekt sich vollständig zwischen Stern und Beobachter befindet, liegt exakt mittig in der gesamten Transitphase. Geht gar nicht anders, da ein Stern kugelförmig ist (selbst bei einem deutlichen Rotationsellipsoid verhalten sich für jeden Betrachter beide Seiten des betrachteten Sternes spiegelsymmetrisch (Punktspiegelung).

Dann wundert es mich, daß es überhaupt zur Ausbildung eines Peaks kommt. Gemeinhin sind Transitobjekte deutlich kleiner als der Stern, vor dem sie vorüberziehen. Der Peak müßte also eine "Talebene" (oder Hochebene, je nach Betrachtungsweise) sein. Bei einer nicht mittigen Querung des Sternes (vom Betrachter aus) verkürzt sich natürlich die Strecke der Sternüberquerung. Und selbst bei einem wirklich großen Objekt und einer nur sehr kleinen Überquerung des Sternrandes für den Beobachter sollte der Anstieg der Verdunklungslinie sich vor dem Peak deutlich abschwächen. So etwa:
300px Kepler 6b

Bei einem Transit über den äußersten Sternenrand können freilich ohnehin keine 22% Verdunklung erreicht werden.

Schließlich frage ich mich, wie um 15:17 und ein paar Sekunden ein leichter Rückgang der Verdunklung möglich sein soll. Zu diesem Zeitpunkt schiebt sich das Objekt doch erst noch mehr und mehr in die Bahn zwischen Beobachter und Stern; wie sollte da mal kurz etwas weniger verdeckt sein? Das gleiche Problem, daß die Verdunklung am Ende von 15:18 so deutlich stark zurückgeht und der Stern wieder rund 3% mehr Licht bis zu uns durchgibt. Wie tf sollte das bei nem Transit möglich sein?!
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Auf einen Komenten mit (zwei) Schweifen könnte es passen.
Das erklär mir mal.
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Die Dysonsphäre, wenn es denn eine sein sollte, wäre zumindest reichlich unförmig und gar nicht formschön.
Nochmals; Nix Dysonsphäre! Die umschlösse den Stern vollständig, da sähst Du nix.
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Planeten und Monde sind sowieso viel zu klein für eine Abdunkelung dieses Ausmaßes
Wahrscheinlich (bei nem Mond ganz sicher). Aber ein Brauner Zwerg könnte das hinbekommen. Er muß nicht mal ein Trabant von Tabbys Stern sein, er muß nur zwischen Beobachter und Stern entlangfliegen, quasi als Vagabund.
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Letzten Endes ist die ganze Diskussion
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:die auch in der Wissenschaftsgemeinde geführt wird) letztlich doch nur Ufologie
Naja, in der Gilde scheint das eh nicht wirklich diskutiert zu werden. Ist halt ne Möglichkeit (mit Dysonschwarm, die auch mal erwähnt und irgendwie berücksichtigt wurde. Die Diskussion geht dann doch mehr darauf, welches natürliche Phänomen infrage kommt.


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16.02.2016 um 17:47
@perttivalkonen
Zuerst mal eine Klarstellung, mit "1518" ist keine Uhrzeit gemeint, also nicht 15:18 Uhr, sondern der 1518. Tag seit Beginn der Messungen. Die Verdunkelung dauerte also Tage, nicht nur Minuten.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Nochmals; Nix Dysonsphäre! Die umschlösse den Stern vollständig, da sähst Du nix.
Ich meine natürlich Dysonschwarm. "Dysonsphäre" habe ich nur etwas ungenau als Oberbegriff verwendet; von jetzt an werde ich das aber präziser formulieren.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:wenn das vor dem Stern vorbeiziehende Objektnicht nur unsymmetrisch ist, sondern auch für den Beobachter länger erscheint, als der Stern breit ist.
Diese Erkenntnis sollten wir unbedingt festhalten. Das verdunkelnde Etwas ist größer als der Stern selbst (also jedenfalls länger). Und zwar absolut, nicht nur perspektivisch. Denn die Perspektive spielt aus so einer großen Beobachtungsentfernung natürlich praktisch keine Rolle.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Aber ein Brauner Zwerg könnte das hinbekommen.
Auch nicht, da Braune Zwerge keinen größeren Radius haben als Jupiter (wegen der größeren Schwerkraft). Wenn's dich genauer interessiert, auf Wikipedia zum Stichwort "Brauner Zwerg" ist das ganz gut dargestellt.
Blieben höchstens noch Rote Zwerge übrig, aber da müssten dann auch gleich mehrere Tabbys Stern umkreisen oder - wie du selbst dargelegt hast - länger sein als KIC 8462852 selbst, von daher kann man das wohl auch getrost ausschließen.
Also normale runde Himmelskörper können die Verdunkelungen nicht erklären, von daher erübrigen sich im Grunde auch die obigen Überlegungen, wie sie einen Peak zustandebringen könnten.
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Auf einen Komenten mit (zwei) Schweifen könnte es passen.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Das erklär mir mal.
Ja, du hast recht, das mit den zwei Schweifen ist vielleicht Quatsch, die lägen ja beide in der Bahnebene, aus unserer Perspektive also schwer trennbar. Aber vielleicht könnte es sein, dass der Komet vor nicht langer Zeit auseinandergebrochen ist und nun schwirren zwei (oder noch mehr) Objekte in kurzem Abstand hintereinander vorbei?
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Schließlich frage ich mich, wie um 15:17 und ein paar Sekunden ein leichter Rückgang der Verdunklung möglich sein soll. Zu diesem Zeitpunkt schiebt sich das Objekt doch erst noch mehr und mehr in die Bahn zwischen Beobachter und Stern; wie sollte da mal kurz etwas weniger verdeckt sein? Das gleiche Problem, daß die Verdunklung am Ende von 15:18 so deutlich stark zurückgeht und der Stern wieder rund 3% mehr Licht bis zu uns durchgibt. Wie tf sollte das bei nem Transit möglich sein?!
Ja, das ist wirklich bemerkenswert. Es gibt ja sogar noch ein drittes Mal einen kleinen Rückgang der Verdunkelung, direkt im Peak.
Ein solcher Helligkeitsverlauf ist (für mich zumindest) mit kompakten Objekten nur schwer erklärbar, aber WOLKEN können das hinbekommen:

globalstrahlung 13 04 08

Vielleicht etwas weit hergeholt, aber in obiger Grafik sehen wir die Strahlung unserer eigenen Sonne im Tagesverlauf an einem bestimmten Punkt auf dem Erdboden (wo, weiß ich nicht, ist auch egal). Die Verdunkelungen gehen hier natürlich auf Bewölkung zurück. Noch eindrucksvoller wäre die Kurve, wenn nur die Strahlung innerhalb einer Stunde beim Vorbeizug eines kleinen Wolkenfelds gemessen worden wäre.
Und hier kommen wir wieder zu der Kometentheorie. Die Schweife eines Kometenschwarms sind optisch ja auch Wolken grob ähnlich.


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16.02.2016 um 18:29
@Menedemos
@perttivalkonen
@Cssrx

Hab heute Nacht ne Doku gesehen SiFi Sience, da projektierteMichiu Kaku das mögliche Prinzip einer Dyson Spehre.

Wenn ich sah, wieviel Zeit sowas benötigt.... wenn da eine Zivilisation wär, muß die elende alt sein und dann stellt sich mir noch eine Frage,

Da derStern ja nochHelligkeits Schwankungen hat, käme eher ein Dyson Schwarm in Frage, wöhren da die helligkeitsschwankungen nicht regelmäßiger Also eher Sinusartig?


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16.02.2016 um 22:17
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Zuerst mal eine Klarstellung, mit "1518" ist keine Uhrzeit gemeint, also nicht 15:18 Uhr, sondern der 1518. Tag seit Beginn der Messungen. Die Verdunkelung dauerte also Tage, nicht nur Minuten.
OK, das verlängert die Zeiten, ändert aber nicht die relative Dauer der einzelnen angesprochenen Anomalien zueinander.
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Diese Erkenntnis sollten wir unbedingt festhalten. Das verdunkelnde Etwas ist größer als der Stern selbst (also jedenfalls länger). Und zwar absolut, nicht nur perspektivisch. Denn die Perspektive spielt aus so einer großen Beobachtungsentfernung natürlich praktisch keine Rolle.
Na ich würde nicht gleich von einem Dasistso sprechen. Ich sprach da nur "für den Fall, daß", eben daß die Verdunklung durch einen Transit verursacht wird. Und zwar durch einen Transit eines Einzelobjektes. Das erlaubt dann durchaus ein paar Alternativen.
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Auch nicht, da Braune Zwerge keinen größeren Radius haben als Jupiter
Wieder was gelernt. Ich dachte, die Viecher wachsen mit zunehmender Masse weiter, nur deutlich ausgebremst.
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Also normale runde Himmelskörper können die Verdunkelungen nicht erklären
Einzelne normale runde Himmelskörper.
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Aber vielleicht könnte es sein, dass der Komet vor nicht langer Zeit auseinandergebrochen ist und nun schwirren zwei (oder noch mehr) Objekte in kurzem Abstand hintereinander vorbei?
Damit näherst Du Dich den besseren Erklärangeboten aus der Frühzeit der wissenschaftlichen Debatte zu diesem Phänomen.
Zitat von MenedemosMenedemos schrieb:Ja, das ist wirklich bemerkenswert. Es gibt ja sogar noch ein drittes Mal einen kleinen Rückgang der Verdunkelung, direkt im Peak.
Nachher spielen gar simple Meßschwankungen sowie Mehrfachursachen dabei mit, und wir können gar nicht erwarten, daß die Helligkeitskurve nennenswert genau ist. Nachher können wir nur sehr grobe Tendenzen ablesen "verdunkelt sich, Phase der maximalen Verdunklung, wird heller". Darauf wollt ich hinaus, als Du noch meintest, wir könnten da ablesen, ob ein einzelnes Transitobjekt kompekt ist oder diffus.


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16.02.2016 um 23:32
@Menedemos
Okay..im Nachhinein fällt mir selber auf dass das eventuel etwas übertrieben war.. ^^

Trotzdem sehr schade.


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17.02.2016 um 10:08
@Cssrx
Gut, dass du's einsiehst. Grundsätzlich bin ich schon der Meinung, dass man Verschwörungshypothesen diskutieren darf, aber erstens geht's in dem Thread nicht darum, sondern um die Interpretation der uns vorliegenden Daten. Zweitens gibt es keinerlei Anhaltspunkte für eine Verschwörung, im Gegenteil, wenn die Wissenschaftler nicht außerirdisches Leben entdecken wollten, würden sie ja gar nicht erst danach forschen und vor allem nicht die Hinweise darauf veröffentlichen. Genau das haben sie aber getan und daher erscheint mir die Behauptung, sie wollten ETs verschleiern, einfach widersinnig.
Und ja, es ist nicht harmlos, ohne Grund Verschwörungstheorien aufzustellen. Ich fürchte, dass ist vielen, die das tun, nicht hinreichend klar. Wenn die Verbreitung von fragwürdigen Verschwörungstheorien sich noch weiter fortsetzt, glaubt irgendwann keiner mehr etwas, misstraut jeder jeden und das Ergebnis ist der totale Zerfall der Gesellschaft. Das ist vielleicht ähnlich wie in einer Ehe: Wenn man dem anderen immer nur misstraut, stets nur das Allerschlechteste zutraut, dann ist das Zusammenleben zerstört, die Ehe und die Familie kaputt.
Und auch Politiker oder Wissenschaftler oder Journalisten sind nicht ausnahmslos schlechte Menschen, die ständig nur lügen. Vielleicht tun das manche, in dieser oder jener Situation, aber nicht alle und immer. Das ist aber die Grundvoraussetzung vieler Verschwörungstheorien, dass ALLE böse sind - und sich noch dazu miteinander verschworen haben.
Was übrigens ein gewisser Widerspruch sein kann - "böse" Menschen tun sich schwerer damit sich zu verschwören als gute, warum? Weil ihre Bösartigkeit und ihre Illoyalität sich nicht nur auf die "Guten", sondern prinzipiell auch auf Ihresgleichen auswirken kann.

Meine Auslassung war jetzt etwas OT und ich bitte im Sinne des Threadthemas darum, dieses Post hier nicht weiter breitzutreten. Wer dazu noch etwas sagen will, kann mich per PN erreichen oder einen Thread allein dazu eröffnen, falls es noch keinen gibt.


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18.02.2016 um 08:58
@perttivalkonen
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Damit näherst Du Dich den besseren Erklärangeboten aus der Frühzeit der wissenschaftlichen Debatte zu diesem Phänomen.
Und was sind deiner Meinung nach die besseren der Jetztzeit?

(wenn du jetzt denkst, Herr Menedemos soll sich gefälligst die Mühe machen, selber nachzulesen, könnte ich mich nicht mal beschweren - aber vielleicht doch ein kleiner Tipp?? :D )


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18.02.2016 um 11:26
@Menedemos
Nee, da bin ich nicht auf dem Laufenden. Wär ich, hätt ich Dir die Arbeit gern erspart.


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18.02.2016 um 16:17
@perttivalkonen
Okay, aber dann spricht doch erstmal gar nichts gegen die Komentenhypothese, oder?

Ich meine, es ist ein ziemlich junges System, da ist eigentlich fast zu erwarten, dass da noch mehr Teile wild herumfliegen als in unserem.
Außerdem macht die Tatsache, dass das Sonnensystem erst vor kurzem entstanden ist, ebenfalls die Dyson-Scharm-Hypothese unwahrscheinlich. In so kurzer Zeit kann sich kaum Leben entwickeln, geschweige denn eine Superzivilisation. Es sei denn, das Sonnensystem wäre von außen kolonisiert worden.


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18.02.2016 um 20:15
@Menedemos
Ich find, es paßt nicht so gut zu nem Einzelobjekt. Ob nun kompakt oder diffus, seh ich keine wirkliche Bevorzugbarkeit.


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18.02.2016 um 22:09
@perttivalkonen
Natürlich nicht zu nem Einzelobjekt. Ich rede ja auch von auseinandergebrochenen Kometen. Was käme im Übrigen sonst noch in Frage?


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19.02.2016 um 12:07
Florian Freistetter am 15.10.2015:
Die wahrscheinlichste Erklärung auf die Boyajian und ihre Kollegen gekommen sind, beruht auf Kometen. Planeten, Asteroiden, Staubwolken, etc würden sich höchstwahrscheinlich auf annähernd kreisförmigen Bahnen um den Stern bewegen und das macht es schwer zu erklären, warum die beobachteten Verdunkelungen sich nicht regelmäßig wiederholen. Kometen können aber bekanntlich sehr exzentrischen, also sehr langgestreckte Bahnen haben. Bahnen, auf denen sie ihrem Stern extrem nahe kommen. Das passiert auch in unserem Sonnensystem immer wieder und sehr oft überlebt der Komet diese Annäherung nicht. Strahlung und Gravitation des Sterns reißen ihn auseinander. Genau das könnte auch bei KIC 8462852 passiert sein. Ein Komet bzw. eine Gruppe von Kometen hat sich dem Stern genähert, wurde zerstört und zerfiel in unterschiedliche große Klumpen, die unterschiedlich große Staubwolken bildeten die sich dann entlang der exzentrischen Kometenbahnen verteilt haben.
http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/10/15/der-geheimnisvollste-stern-kic-8462852-und-die-angebliche-alien-superzivilisation/


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19.02.2016 um 15:10
@perttivalkonen
@Menedemos
Kometen bilden normalerweise zwei Schweife aus, einen Gas- und einen Staubschweif. Aus dem Staubschweif, der im Gegensatz zum Gasschweif nicht selbstleuchtend ist und auch gekrümmt sein kann, kann sich sogar ein sogenannter Gegenschweif bilden, da der Gasschweif (oder Ionenschweif) immer der Sonne um 180 Grad entgegengesetzt ist und die Staubpartikel der Kometenbahn folgen. Aus ihnen entstehen dann irgendwann einmal, wenn die Erde die Kometenbahn kreuzt, Sternschnuppen.


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