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Leben auf anderen Planeten?

838 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Leben, Weltall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Leben auf anderen Planeten?

12.01.2013 um 14:36
Danke für die Updates mal sehen was da rauskommt ^^


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Leben auf anderen Planeten?

07.02.2013 um 11:44
NASA: Zweite Erde nur wenige Lichtjahre entfernt
Ausgehend von den Daten des NASA-Weltraumteleskops Kepler gehen US-Wissenschaftler davon aus, dass es bereits in kosmischer Nachbarschaft erdähnliche Planeten geben könnte. Der nächste Planet, der unserer Heimat gleicht, könnte den Forschern vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) zufolge lediglich 13 Lichtjahre entfernt sein, schlussfolgern sie. Grundlage dieser Einschätzung ist ihre Berechnung, dass 6 Prozent aller Roten Zwerge, dem häufigsten Sternentyp unserer Galaxie, von erdähnlichen Planeten umkreist werden.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/NASA-Zweite-Erde-nur-wenige-Lichtjahre-entfernt-1799460.html


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Leben auf anderen Planeten?

07.02.2013 um 18:48
Zitat von RaptorRaptor schrieb:NASA: Zweite Erde nur wenige Lichtjahre entfernt
Auch wenn´s "nur" 13 Lichtjahre sind, was so gesehen, gegen andere Entfernungen
von anderen Exoplaneten minimal ist, ist es trotzdem noch schweineweit weg.

Erinnerung:
1 Lichtjahr = 9,46≈9,50 Billionen Kilometer.

Und das mal 13 sind ca. 123 Billionen Kilometer.


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10.02.2013 um 02:54
Interessant, wie sehr sich die Perspektive innerhalb weniger Jahre verschoben hat. Nun sieht es immer mehr danach aus, als ob das Universum ein ziemlich belebter Ort sein könnte, und zwar nicht allein von Bakterien, die auf allen möglichen Welten gedeihen könnten, sondern auch von uns vergleichbaren Lebensformen. Die mögliche Entferung eines erdähnlichen Planeten schrumpft erheblich, wenn man die Roten Zwerge mit einbezieht. Anscheinend kommen immer mehr Wissenschaftler zu dem Schluss, das eine gebundene Rotation sich durch eine dichte Atmosphäre und/oder einen globalen Ozean ausgleichen lässt. Sind dann alle Bedingungen für eine Lebensentstehung vorhanden (wie Wasser, Moleküle und geeignete Temperaturen...), dann steht wohl auch einer Weiterentwicklung zu höheren Lebensformen nicht mehr viel im Wege...

Das lässt sogar einen Besuch von Aliens in unseren Sonnensystem möglich erscheinen, auch wenn sie die Lichtgeschwindigkeit nicht überwunden haben sollten; die Gesetze der Physik (soweit wir sie kennen...) bräuchten nicht neu geschrieben werden, um ein Raumschiff zur Erde zu bringen. Eine konsequente Realisierung und Weiterentwicklung bekannter Konzepte könnte dafür schon ausreichen, wie ein moderner Fusionsantrieb, der mit einer Art künstlichem Tiefschlaf gekoppelt wird, und einer Verlangsamung des Alterungsprozesses durch genetische Veränderungen. Das ist natürlich Zukunftsmusik, aber für eine Spezies, die weitaus älter und reifer ist, als die Menschheit, wäre es vielleicht schon die Gegenwart oder die Vergangenheit...

Trotzdem sind diese 13 Lichtjahre nur ein vorläufig gültiger Wert. Die vielen Welten, von denen wir umgeben sind, könnten überwiegend von niederen Lebensformen besiedelt sein, der Planet sich noch in einem frühen Stadium der Evolution befinden; auch intelligente Aliens könnten noch in der Steinzeit leben, oder durch ein Unglück längst ausgestorben sein. Fortschrittliche Aliens könnten einer Politik der Nichteinmischung folgen und die Erde meiden, oder sie haben sie vor langer Zeit einmal passiert und sich längst auf den Weg zu anderen Welten gemacht. Wieviele Spezies also noch den Weg zur Menschheit und womöglich noch zu unseren Zeiten finden können ist unbekannt, aber je weiter ein bewohntes System weg ist, desto problematischer könnte die Reise sein...

Es hängt hier nicht von uns allein ab, wann der erste Kontakt stattfinden könnte, sondern davon, welche Würfel das Universum für uns geworfen hat, oder anders gesagt: es gibt einen Statistischen Mittelwerte, aber wie die Realität für die eine Welt aussieht, die unsere Heimat ist, bleibt unbekannt...


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11.02.2013 um 10:43
Zitat von wolf359wolf359 schrieb:Nun sieht es immer mehr danach aus, als ob das Universum ein ziemlich belebter Ort sein könnte
könnte...
Zitat von wolf359wolf359 schrieb:Die mögliche Entferung eines erdähnlichen Planeten schrumpft erheblich
Klar, 13 LJ sind ja quasi "ums Eck". Darf ich Erinnern: Voyager1 ist nach 35 Jahren Flug gerade mal 16 Lichtstunden entfernt...
Da ist noch Luft nach oben...;)
Zitat von wolf359wolf359 schrieb:Das lässt sogar einen Besuch von Aliens in unseren Sonnensystem möglich erscheinen, auch wenn sie die Lichtgeschwindigkeit nicht überwunden haben sollten
Würdest Du so lieb sein und rechnest mir vor, wie lange ET zu uns unterwegs ist; aber bitet nicht mit 99%C sondern mit relistischen Geschwindigkeiten. Bitte auch den Energiebedarf nicht unterschätzen bzw in die rechnung miteinbeziehen.
Zitat von wolf359wolf359 schrieb:Wieviele Spezies also noch den Weg zur Menschheit und womöglich noch zu unseren Zeiten finden können ist unbekannt
Ich schätze die Wahrscheinlichkeit dazu liegt sehr nahe bei Null...

Alles in allem sehr realitätsferne Wunschvorstellungen...


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11.02.2013 um 13:52
Die Leute unterschätzen häufig wie verdammt groß unsere Galaxie und der Rest des Universums sind.
Man weiß natürlich nicht, wie viele Zivilisationen es noch da draussen gibt, da man keinerlei Vergleichsdaten hat. Damit die Evolution eine zivilisationsfähige Spezies hervorbringt braucht man aber offenbar sehr viel Glück.
Die Chance, dass ein bestimmter Planet eine solcher Spezies hervorbringt ist äusserst gering.
Angesichts der enormen Menge an Planeten da draussen, ist es zumindest sehr wahrscheinlich, dass es andere Zivilisationen gibt.
Möglicherweise sind wir aber zumindest in unserer Milchstrasse die einzigen.


Vielleicht zeigt folgendes Beispiel ja, wie gross die Abstände doch sind:

Nehmen wir an, es gibt nur eine Zivilistation pro Galaxie. In der Michstrasse sind das dann wir.
Die nächste Galaxie ist die Andromeda-Galaxie. Sie ist 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt.
Völlig egal welchen technischen Stand wir einmal erreiches sollten. Aufgrund der Begrenzung durch die Lichtgeschwindigkeit ist eine Reise oder auch nur eine Form von Kommunikation praktisch ausgeschlossen.

Selbst wenn es 100 Zivilisationen in der Milchstrasse gibt, beträgt die mittlere Entfernung zwischen ihnen 5000 Lichtjahre. Auch bei dieser Entfernung ist eine Reise unmöglich. Bei einem Kommunikationsversuch, müsste man 10000 Jahre auf die Antwort warten.

Selbst wenn es 4000000 Zivilisationen in der Milchstraße gibt, beträgt der mittlere Abstand noch 150 Lichtjahre. Ein bemannter Raumflug wäre kaum möglich. Selbst wenn die Menschen einmal so lange leben, ist es fraglich, ob jemand ein solches Projekt startet. Ein Kommunikationsversuch oder eine Sonde wäre, auch wenn man hunderte Jahre auf eine Antwort warten müsste, zumindest realisierbar.
Jedoch nimmt kein Astrophysiker/Exobiologe/Biologe tatsächlich an, dass es derart viele Zivilisationen gibt. (Die meissten gehen eher von 1-100 Zivilisationen pro Galaxie aus)

Allerdings gilt das Alles nur für intelligentes Leben. Die Chance, dass wir auf ausserirdische Lebensformen treffen (nur eben keine intelligenten) ist ziemlich gut. Selbst innerhalb unseres Sonnensystem gibt es noch ein paar Plätze an denen Leben möglich ist.



Quelle: Wikipedia: Drake-Gleichung


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11.02.2013 um 22:08
Es ist schon fast eine Tragik, welche Zufälle und Komponenten für Leben auf einem Planeten erforderlich sind. In unserer Nachbarschaft sind Venus und Mars , aber nur auf der Erde hat alles gepasst. Alle Umstände beeinflussten die Vielfalt von Leben und Pflanzen auf der Erde.

Vielleicht gibt es doch nur Leben auf Erde...


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12.02.2013 um 06:01
Das Leben begann allein und einzigartig auf der Erde und wird auch hier Enden.
Voyager ist aus dem Sonnensystem hinausgeflogen und seit über 30 Jahren während des Fluges von lebendigen Planeten noch nichts entdeckt.


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12.02.2013 um 07:10
Zitat von turtiz10turtiz10 schrieb: und seit über 30 Jahren während des Fluges von lebendigen Planeten noch nichts entdeckt.
Naja, so überaschend ist das nicht. Daß es in unserem Sonnensystem außer uns kein "größeres" Leben gibt, war schon lange klar. Viel genauer schauen auch die Voyager- Sonden nicht hin...

Außerdem ist der Konstruktionsbeginn 1975, da war die Technik noch nicht so sensibel wie heute.

Aber der Sinn von Voyager war auch nicht das Finden von ET... ;)


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13.02.2013 um 02:58
@Kurzschluss
Zitat von KurzschlussKurzschluss schrieb:Klar, 13 LJ sind ja quasi "ums Eck". Darf ich Erinnern: Voyager1 ist nach 35 Jahren Flug gerade mal 16 Lichtstunden entfernt...
Aliens werden sich sicher nicht mit der Geschwindigkeit einer irdischen Forschungssonde unserem System nähern...
Zitat von KurzschlussKurzschluss schrieb:wie lange ET zu uns unterwegs ist; aber bitet nicht mit 99%C sondern mit relistischen Geschwindigkeiten.
Theoretisch kann ein Antrieb jede Geschwindigkeit unterhalb der Lichtgeschwindigkeit erreichen, praktisch dagegen, dürfte es gewisse Beschränkungen geben...

http://www.sternenreise.de/weltraum/antrieb/bussard.htm (Archiv-Version vom 05.11.2010)

Ein gewöhnlicher Fusionsantrieb könnte etwa 0,1 C erreichen, ein Bussard-Antrieb dagegen könnte wesentlich schneller sein. Eine Fusionsvariante des Bussard-Antriebes, bei der ein Teil des Treibstoffs mitgeschleppt wird, während ein anderer Teil während der Reise aufgenommen wird, wäre vielleicht eine realisierbare Lösung. Für einen solchen Antrieb müsste man jede Menge technischer Probleme lösen, aber es geht ja auch nicht um uns, sondern um Aliens, die uns mindestens um einige Jahrtausende voraus sind, und schon die Fähigkeiten haben, das zu realisieren von dem wir heute erst träumen können...

@TheSky
Zitat von TheSkyTheSky schrieb:Die Leute unterschätzen häufig wie verdammt groß unsere Galaxie und der Rest des Universums sind.
Man weiß natürlich nicht, wie viele Zivilisationen es noch da draussen gibt, da man keinerlei Vergleichsdaten hat. Damit die Evolution eine zivilisationsfähige Spezies hervorbringt braucht man aber offenbar sehr viel Glück.
Die Chance, dass ein bestimmter Planet eine solcher Spezies hervorbringt ist äusserst gering.
Angesichts der enormen Menge an Planeten da draussen, ist es zumindest sehr wahrscheinlich, dass es andere Zivilisationen gibt.
Möglicherweise sind wir aber zumindest in unserer Milchstrasse die einzigen.
Der Fehler liegt in der Überlegung, das die Ereignisse, die eine Zivilisation entstehen lassen, in erster Linie vom Glück abhängen. Das ist aber so nicht der Fall; ausgehend von den Anfangsdaten unseres Planeten war ein Szenario der Lebensentstehung und Weiterentwicklung nicht etwa zufällig, sondern notwendig. Leben ist hier eine Folge der Naturgesetze und entwickelt sich zwangsläufig. Nahezu jedes Szenario würde bei einem geeigneten Planeten dazu führen, das Leben entsteht. Der Zufall bestimmt zwar zum Teil die Abfolge und die Geschwindigkeit einer Evolution, aber kaum die Tatsache das sie stattfindet. Bei einigen Lebensformen entwickelt sich mit zunehmender Komplexität aus einem Nervensystem ein Gehirn; in einer geeigneten Umgebung wird dann eine dieser Spezies die Schwelle zur Zivilisation überschreiten...
Zitat von TheSkyTheSky schrieb:Vielleicht zeigt folgendes Beispiel ja, wie gross die Abstände doch sind
Die neuen Daten sagen ja nicht, das in 13 Lichtjahren Entfernung eine Alien-Zivilisation existiert; es geht hier "nur" um die durchschnittliche Entfernung zum nächsten wahrscheinlich geeigneten Planeten. Wie groß der Abstand zwischen zwei beliebigen belebten Systemen tatsächlich ist, entscheidet die zufällige Verteilung. Der Abstand kann also im Einzelfall auch kleiner ausfallen. Nimmt man beispielsweise einen Doppelstern, wie das Zeta-Reticuli-System, so fällt der Abstand zwischen diesen zwei alten sonnenähnlichen Sternen erheblich kleiner aus, ist aber andererseits so groß, das es um beide Sterne erdähnliche Planeten geben könnte...

Dazu sollte man Alien-Spezies berücksichtigen, die geeignete Planeten kolonisieren, denn auch eine Kolonie könnte neue Schiffe aussenden. Wenn es um interstellare Reisen geht, entscheidet die Zahl der Planeten, die tatsächlich interstellare Missionen durchführen, nicht aber ob es sich um die ursprünglichen Heimatwelten der Spezies handelt; und jede Kolonie verkürzt den Abstand zum nächsten geeigneten Planeten, der auch die Erde sein kann...


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13.02.2013 um 19:33
@wolf359
Zitat von wolf359wolf359 schrieb:... ausgehend von den Anfangsdaten unseres Planeten war ein Szenario der Lebensentstehung und Weiterentwicklung nicht etwa zufällig, sondern notwendig. Leben ist hier eine Folge der Naturgesetze und entwickelt sich zwangsläufig. Nahezu jedes Szenario würde bei einem geeigneten Planeten dazu führen, das Leben entsteht. Der Zufall bestimmt zwar zum Teil die Abfolge und die Geschwindigkeit einer Evolution, aber kaum die Tatsache das sie stattfindet.
Es tut mir leid, dass ich das sagen muss, aber diese Überlegung ist falsch.

Ein Szenario der Lebensentstehung ist nirgends notwendig, sondern ist abhängig vom Zusammentreffen verschiedener Parameter, die zufällig am gleichen Ort zur gleichen Zeit zusammentreffen können, aber nicht müssen.

Leben ist nicht eine Folge der Naturgesetze, sondern widerspricht lediglich nicht den Naturgesetzen. Es entwickelt sich demnach nicht zwangsläufig, sondern ist lediglich eine Möglichkeit, die sich realisieren kann, aber nicht muss.

Es ist bislang überhaupt nicht belegt, dass nahezu jedes Szenario dazu führen würde, das Leben entsteht. Eine chemische Evolution kann genauso gut auch in sich selbst stabilisierenden Stoffkreisläufen stagnieren, weil die Kopplung zwischen Informationsmolekülen und Funktionsmolekülen nicht erfolgt.


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14.02.2013 um 03:05
@Hoffmann
Zitat von HoffmannHoffmann schrieb:Ein Szenario der Lebensentstehung ist nirgends notwendig, sondern ist abhängig vom Zusammentreffen verschiedener Parameter, die zufällig am gleichen Ort zur gleichen Zeit zusammentreffen können, aber nicht müssen.

Leben ist nicht eine Folge der Naturgesetze, sondern widerspricht lediglich nicht den Naturgesetzen. Es entwickelt sich demnach nicht zwangsläufig, sondern ist lediglich eine Möglichkeit, die sich realisieren kann, aber nicht muss.

Es ist bislang überhaupt nicht belegt, dass nahezu jedes Szenario dazu führen würde, das Leben entsteht. Eine chemische Evolution kann genauso gut auch in sich selbst stabilisierenden Stoffkreisläufen stagnieren, weil die Kopplung zwischen Informationsmolekülen und Funktionsmolekülen nicht erfolgt.
Leben entsteht auf geeigneten Welten zwangläufig. Es mag ja sein, das irgendeine bestimmte chemische Evolution nicht zwangsläufig Leben hervorbringen muß, aber es interessiert hier nicht, was zu einem bestimmten, zeitlich durchaus kurz bemessenen Zeitpunkt in irgendeinem "Tümpel" passiert, sondern was nach langer Zeit in allen "Tümpeln" einer geeigneten Welt passiert, und da entscheidet sich die Angelegenheit nach der Statistik, und nicht nach dem Einzelfall, wobei noch angemerkt werden muß, das sich natürliche Prozesse immer nach den Naturgesetzen richten müssen, und das bedeutet, das sich entscheidende Vorgänge immer dann abspielen werden, wenn die Gegebenheiten dafür erfüllt sind...

Der eine "Tümpel" in dem sich die von dir genannte chemische Evolution selbst stabilisiert ist auch kein "Ort für die Ewigkeit"; er unterliegt wechselnden Temperatur- und Lichteinflüssen, der Regen füllt ihn irgendwann auf, neue Moleküle könnten durch kleine Rinnsale hineingelangen und die Zusammensetzung verändern. Als Folge davon werden sich die "stabilisierenden Stoffkreisläufe" wieder auflösen und das Spiel beginnt von vorne...

Eine geeignete Welt ist wie ein riesiges Labor, mit einem unermesslich großen Versuchsaufbau, mit einer enormen Anzahl von Molekülen, die von sich aus schon die Neigung haben, sich zu den Grundbausteinen des Lebens zu verbinden (selbst wenn man bestimmten einfachen Elementen nur irgendeine Form von Energie zuführt, erhält man ja schon Moleküle, die lebensrelevant sind), und jede neue Verbindung baut auf dem Bestehenden auf. Je nach Qualität und Variation des Versuchsaufbaus kann der Prozess unterschiedlich lange dauern, aber ein oder zwei Millionen Jahre mehr oder weniger (oder auch zehn oder zwanzig Millionen Jahre...) spielen hier keine große Rolle. Das sind Abweichungen, die allenfalls von statistischem Interesse sind...

Leben folgt aus den Naturgesetzen, und ja, dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, aber das ist auf geeigneten Welten auch der Fall...

PS: Im übrigen hält die Wissenschaft inzwischen eine Lebensenstehung auch auf Welten für möglich, die der Erde nicht ähneln...


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14.02.2013 um 07:20
@wolf359

Du schließt von einem Einzelfall auf eine Gesetzmäßigkeit. Ohne Vergleichsdaten ist dieser Schluss nichts wert. Wir haben keine Vergleichsdaten, also lässt sich aus dem Fakt, dass sich hier Leben entwickelt hat, nicht ableiten, dass es auch anderswo so sein müsse. Allenfalls KANN das sein, aber es MUSS nicht. Auch Statistik ist hier nicht hilfreich, denn es ist bislang keine durchschnittliche Wahrscheinlichkeit bekannt, nach der Leben auf Planeten entsteht. Weiterhin ist nicht bekannt, welche Bedingungen konkret zur Entstehung des Lebens führen. Damit ist zugleich unbekannt, welche Chance besteht, dass diese Bedingungen auf Himmelskörpern zusammentreffen. Folglich lässt sich keine Notwendigkeit aus Naturgesetzen ableiten, die zur Entstehung von Leben führen muss, denn die Kombination der geeigneten Bedingungen ist selber kein Naturgesetz, sondern ein Zufallsereignis, das zwar mit einer gewissen statistischen Häufigkeit im Universum eintreten kann, die uns jedoch unbekannt ist.


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15.02.2013 um 03:53
@Hoffmann
Zitat von HoffmannHoffmann schrieb:Du schließt von einem Einzelfall auf eine Gesetzmäßigkeit
Ja, natürlich tue ich das...

Wenn es sich um einen Einzelfall handelt, der aufgrund der Naturgesetze zustande kommt, mit der Materie und unter den Bedingungen, wie sie überall im Universum zu finden sind, dann kann ich das auch mit Fug und Recht tun. Wenn ich hier auf der Erde eine Metallkugel fallen lasse, dann fällt sie zu Boden, ebenso kann ich annehmen, das sie dasselbe auch auf einem anderen Himmelskörper tun wird. Nimmt man nun ein chemisches Experiment, das in einer Versuchsanordnung abläuft, so wird es auf zwei gleichwertigen Himmelskörpern identische Ergebnisse erbringen, egal wie kompliziert es ist...

So gesehen steht auf einer geeigneten Welt "nur" ein enorm großer Versuchsaufbau, in dem ein besonders kompliziertes chemisches Experiment abläuft, dessen Ergebnis eine Form von Leben ist. Wäre es da falsch anzunehmen, das ein identischer Versuchsaufbau auch auf einer anderen Welt dasselbe Ergebnis erbringt ? Gelten die Naturgesetze hier etwa nicht, nur weil der Versuchsaufbau besonders kompliziert ist ?

Und was ist schon der Zufall ? Wenn man nur so etwas einfaches tut, wie Wasser kochen, dann kann man schon nicht vorhersagen, welche Moleküle verdampfen und welche im Topf bleiben, sicher vorhersagen kann man aber, wieviel Wasser verdampft...
Zitat von HoffmannHoffmann schrieb:die Kombination der geeigneten Bedingungen ist selber kein Naturgesetz
Das habe ich ja auch nie behauptet. Auf einer geeigneten Welt spielen sich nur unter den unzähligen Kombinationen auch die Kombinationen ab, die zum Leben führen. Eine geeignete Welt ist in diesem Sinne eine "ideale" Welt, ein perfekter Versuchsaufbau, der Leben hervorbringt. Natürlich ist eine reale Welt nicht so "perfekt", sie ist vielfältig, schmutzig, naß, trocken, kalt oder warm, oder von allem etwas, aber sie ist immerhin in der Hinsicht perfekt, das sie letztendlich eine Form von Leben hervorbringt. Da es ohne Zweifel Kombinationen gibt, die zum Leben führen, kann es auch Welten geben, auf denen diese Kombinationen begünstigt werden...
Zitat von HoffmannHoffmann schrieb:kein Naturgesetz, sondern ein Zufallsereignis, das zwar mit einer gewissen statistischen Häufigkeit im Universum eintreten kann, die uns jedoch unbekannt ist.
Nein, die Entstehung des Lebens ist kein Zufallsereignis; sie kann statistisch erfasst werden, hängt aber von den Naturgesetzen ab und ist deshalb ein Ereignis, das unter den gegebenen Umständen sicher passieren wird...


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15.02.2013 um 08:49
@wolf359
Zitat von wolf359wolf359 schrieb:Da es ohne Zweifel Kombinationen gibt, die zum Leben führen, kann es auch Welten geben, auf denen diese Kombinationen begünstigt werden...
So ist es. Dann sind wir ja einer Meinung. :)

Es KANN Welten geben, wo Leben entsteht, aber es MUSS nicht so sein.

Es KANN auch sein, dass die konkreten Bedingungen, die mit Sicherheit zum Leben führen, so speziell sind, dass sie sich so selten auf einem Himmelskörper realisieren, dass nirgends sonst Leben entstanden ist als auf der Erde.

Diese MÖGLICHKEIT ist nach wie vor gegeben und steht nicht im Widerspruch zu dem Umstand, dass Leben im Einklang mit den geltenden Naturgesetzen steht.

Bis jetzt gibt es keine Daten, die diese Möglichkeit widerlegen.


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Leben auf anderen Planeten?

15.02.2013 um 14:57
Wir wissen über die Entstehung höherer Lebensformen so gut wie nichts ,entdeckt haben wir bisher nichts derartiges.

Die ungeheure Anzahl der Planeten im Universum macht es eher wahrscheinlich ,dass wir nicht die einzigen höheren Lebensformen sind.

Genaue Prozentzahlen sind sowohl in die eine als auch die andere Richtung pure Spekulation.

Auch das Leben um rote Zwerge wird sich wahrscheinlich gewaltig von unserem unterscheiden. Andererseits haben Lebensformen um solche Zwergsterne viel länger Zeit ,um eine Superzivilisation aufzubauen.

Trotzdem bleibt die Frage interessant : Warum konnte man noch nichts entdecken.

Insofern bleibt es interessant abzuwarten. Die Frage ,ob wir die einzigen sind ,stellt du h für mich allerdings nicht wirklich . Schon in den Achtziger Jahren wurde diskutiert ,dass das Planetensystem nur durch einen ausserordentlichen Zufall entstanden ist und wir vielleicht das einzige Planetensystem im Universum sind. Das Ende ist bekannt.

So wird es auch mit Leben im Universum sein. Für manche ist es sehr schwierig ,sich vom anthropozentrischen Weltbild zu verabschieden ,auf einmal ist man nichts besonders mehr ,das schafft Ängste , religiöse Gründe mögen dazu kommen,das ist verständlich.

Ich denke eher ,die Frage stellt sich eher ,wieviele Zivilisationen gibt es auf welchem Raum?

Da müssen wir leider noch abwarten ,bis sich die Datenlage klärt.

Zu interstellaren Reisen ,ich könnte mir durchaus auch durch Roboter bemannte Raumschiffe vorstellen ,für die der Faktor Zeit nicht so eine Rolle spielt.


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Leben auf anderen Planeten?

15.02.2013 um 17:12
@Luminarah
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb:Trotzdem bleibt die Frage interessant : Warum konnte man noch nichts entdecken.
Die vermutlich einfachste Antwort auf die Frage wäre, dass wir zum einen erst am Anfang des Weltraumzeitalters stehen und, was noch wichtiger ist, die Distanzen im Universum zu groß sind. Andere potentielle Zivilisationen können uns, egal wie hoch sie entwickelt sind, schlichtweg nicht erreichen.
Es besteht aber zumindest die Möglichkeit innerhalb unseres Sonnensystems auf anderen Himmelskörpern auf einfaches Leben zu stoßen.
Nur wenn wir von Zivilisationen sprechen, sieht die Sache schon schwieriger aus.
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb:Zu interstellaren Reisen ,ich könnte mir durchaus auch durch Roboter bemannte Raumschiffe vorstellen ,für die der Faktor Zeit nicht so eine Rolle spielt.
Hmm, das ist schön für die Roboter, bringt uns Menschen aber wenig, wenn die Reise Jahrtausende dauert.


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15.02.2013 um 17:24
@Luminarah
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb:Trotzdem bleibt die Frage interessant : Warum konnte man noch nichts entdecken.
Ja, das Schweigen im Kosmos ist sehr beredt ...
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb:Schon in den Achtziger Jahren wurde diskutiert ,dass das Planetensystem nur durch einen ausserordentlichen Zufall entstanden ist und wir vielleicht das einzige Planetensystem im Universum sind.
Hast Du dazu eine Quelle? Meines Wissens nach wurde so etwas mal am Anfang des 20. Jahrhunderts von James Jeans ins Spiel gebracht (nahe Passage zweier Sterne, die sich wechselseitig Materie von der Sternoberfläche abzogen, die dann zu Planeten verklumpte), aber spätestens seit den 1950er Jahren wusste man mit Sicherheit, dass alle Sterne ab Spektralklasse F5 Planeten besitzen, weil deren Rotationsperiode so langsam ist, dass ein wirksamer Mechanismus der Drehimpulsabgabe vorhanden sein muss - Planetenentstehung eben! Weiterhin: Die klassische Arbeit zur zirkumstellaren Akkretions-Scheibe, aus der Planeten entstehen, stammt aus dem Jahr 1973 (Artikel von Shakura und Sunyaev)!
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb:Für manche ist es sehr schwierig ,sich vom anthropozentrischen Weltbild zu verabschieden ,auf einmal ist man nichts besonders mehr ,das schafft Ängste , religiöse Gründe mögen dazu kommen,das ist verständlich.
Für mich ist das überhaupt nicht verständlich, im Gegenteil! Ich denke, wenn man außerirdisches Leben oder gar außerirdische Zivilisationen nachweisen würde, wäre die Reaktion nicht Angst, sondern Neugier. Und religiöse Gründe als Ursache für eine depressive Verstimmung halte ich für an den Haaren herbeigezogen. Sollte Gott mit seiner Allmacht nicht in der Lage sein, auch anderswo Leben und Wesen zu erschaffen, die seine Allmacht bewundern?! Ich denke, hier wird man sehr schnell einen Konsens finden, der die Glaubensüberzeugungen nicht über den Haufen wirft.
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb:Zu interstellaren Reisen ,ich könnte mir durchaus auch durch Roboter bemannte Raumschiffe vorstellen ,für die der Faktor Zeit nicht so eine Rolle spielt.
Nun ja, ich denke, an Vorstellungskraft mangelt es wohl eher nicht, aber wenn es mit Robotern bemannte Raumschiffe schon seit längerer Zeit auf Reisen gibt, stellt sich die Frage erneut, warum wir davon hier noch nichts bemerkt haben ...


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16.02.2013 um 01:33
@Hoffmann
Zitat von HoffmannHoffmann schrieb:Es KANN Welten geben, wo Leben entsteht, aber es MUSS nicht so sein.
Nein, da es die Erde gibt, existieren solche Welten...

@Luminarah
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb:Wir wissen über die Entstehung höherer Lebensformen so gut wie nichts ,entdeckt haben wir bisher nichts derartiges.
Ja und ? Ich habe auch noch nie ein Ozelot in Natura gesehen, und dabei gibt es sie auf unserem Planeten...
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb:Insofern bleibt es interessant abzuwarten. Die Frage ,ob wir die einzigen sind ,stellt du h für mich allerdings nicht wirklich . Schon in den Achtziger Jahren wurde diskutiert ,dass das Planetensystem nur durch einen ausserordentlichen Zufall entstanden ist und wir vielleicht das einzige Planetensystem im Universum sind. Das Ende ist bekannt.
Okay, die Frage hat sich bei der Fülle von entdeckten Planeten inzwischen erledigt...
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb:Zu interstellaren Reisen ,ich könnte mir durchaus auch durch Roboter bemannte Raumschiffe vorstellen ,für die der Faktor Zeit nicht so eine Rolle spielt.
Das wäre tatsächlich eine Möglichkeit, nur fragt es sich ob eine intelligente forschende Spezies eine solche Besatzung auf Dauer zufriedenstellen würde, oder ob sie nicht selbst den Schritt in den tieferen Raum hinauswagt, um den anderen Intelligenzen persönlich zu begegnen. Für die Roboter spricht die Haltbarkeit, sofern sie tatsächlich lange Zeiträume besser verkraften als in dieser Hinsicht gentechnisch verbesserte Aliens, und die vielleicht einfachere "Lebenserhaltung"; Aliens dagegen könnten vielleicht bessere Botschafter sein, als "seelenlose" Maschinen...

Die Frage hätte sich allerdings erledigt, wenn die Roboter selbst die Alien-Spezies sind...


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16.02.2013 um 06:35
@wolf359
Zitat von wolf359wolf359 schrieb:Nein, da es die Erde gibt, existieren solche Welten...
Bis jetzt kennen wir nur eine ...


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