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Leben auf anderen Planeten?

838 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Leben, Weltall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Leben auf anderen Planeten?

09.03.2013 um 23:06
Leben wäre auch um einen Roten Zwerg möglich. Der Planet dürfte vom Stern nur etwa 0,04 und 0,2 AE entfernt sein. Das Problem neben fehlenden Gezeitenkräften, der blockierten Drehung des Planeten und den damit einhergehenden Temperaturunterschieden, wäre die Strahlung. Diese ist fast ausschließlich im infraroten Bereich. Für irdische Pflanzen nicht so schön. Eine dichte Atmosphäre könnte jedoch, neuen Theorien zufolge, den Wärmehaushalt über die Ozeane steuern. RZ machen ca. 70 Prozent der Sterne in der Milchstraße aus und würden die Suche um HZ erweitern.

http://www.eso.org/public/germany/news/eso1214/


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Leben auf anderen Planeten?

10.03.2013 um 02:06
@Luminarah

Ich gehe auch davon aus, das das Leben mehr als einmal auf der Erde entstanden ist, aber eben meist in seinen einfachsten Formen. Das von mir hier gepostete Video über "Abiogenese" zeigt sehr schön, wie ein biochemisches System, das schon viele Merkmale des uns vertrauten Lebens zeigt, aus relativ simplen Zusammenhängen heraus entstehen kann...

Kleinere durch Zufall erfolgte Verbesserungen der Abläufe in einem solchen System, können sich schnell durchsetzen, einfach weil die Vermehrungsrate der verbesserten Variante höher ist. Je nach dem welche Verbesserung sich an einem der vielen Orte der Lebensentstehung durchsetzt, könnten sich verschiedene Varianten bilden, die entweder durch lokale Ereignisse untergehen oder irgendwann in einen lokalen oder globalen Wettstreit mit anderen überlebenden Formen treten. Dazu bedarf es aber schon einiger Innovationen. Prinzipiell ließen sich die eine oder andere Variante rekonstruieren und auf ihre Vermehrungfähigkeit untersuchen, der vollständige Weg (inklusive aller Irrwege...) könnte uns aber verborgen bleiben...

Es ist nicht ganz klar wann genau, die Grenze zu den Formen durchstoßen wurde, die man als sicher lebendig bezeichnen kann (obwohl ja auch das eine Frage der Definition ist...); vielleicht gab eine letzte kleine Innovation, die plötzlich den Verlauf der Entwicklung die endültige Qualität des Lebendigen verliehen hat, und selbst dann haben sich zuerst wohl Organismen entwickelt, die ein einfacheres Modell der Vererbung genutzt haben, das sich noch sehr von dem heutigen unterschieden hat. Es dürfte klar sein, das sich am Ende nur eine Form durchsetzen konnte. und die ist dann natürlich so fortschrittlich, das man sich fragt: wie konnte nur etwas so kompliziertes und doch so perfekt funktionierendes entstehen ?

Und dann rührt man mit ein paar Ursuppen herum und wundert sich, warum man nicht gleich über erste Ansätze hinauskommt...

Zu den Weißen Zwergen steht auch hier etwas, aber dabei geht es "nur" um die Bildung einer rotierenden Staubscheibe (ab: "Kürzlich einen Asteroiden zerfetzt"). Aus der könnte sich theoretisch ein neuer Planet bilden...

http://www.schattenblick.de/infopool/natur/astronom/napla374.html

@anath

Die Idee, das Rote Zwergsterne eine brauchbare Heimatsonne für erdähnliche Planeten abgeben können, setzt sich anscheinend immer mehr durch, was nach einer Schätzung die Anzahl möglicher Kandidaten für belebte und vielleicht sogar bewohnte Planeten in der Milchstraße auf mehrere Milliarden ansteigen läßt, und davon träumten noch vor wenigen Jahrzehnten nur große Optimisten. Eine dichte Atmosphäre, und auch ein globaler Ozean, könnten dabei die Wärme über den gesamten Planeten verteilen...

Bei einer gebundenen Rotation würde eine Seite in Dunkelheit gehüllt sein, und die andere von sehr infrarothaltigem Licht erhellt werden. Das muß aber kein Problem sein. Infrarotlicht mag vielleicht für gewöhnliche irdische Pflanzen nicht optimal sein, aber auch auf der Erde gibt es Ausnahmen. Dort wo Leben zumindestens teilweise unter den Bedingungen fremder Welten existiert, finden sich interessante Varianten des Lebens, darunter zum Beispiel auch eine Variante des Chlorophylls, das Infrarotlicht zur Sauerstofferzeugung nutzt...

http://g-o.de/wissen-aktuell-12156-2010-08-25.html


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Leben auf anderen Planeten?

10.03.2013 um 09:38
@wolf359
Zitat von wolf359wolf359 schrieb:Es ist nicht ganz klar wann genau, die Grenze zu den Formen durchstoßen wurde, die man als sicher lebendig bezeichnen kann ...
Dazu gibt es einen sehr lesenswerten Artikel von Carl Woese:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC124369/

Darin wird sehr anschaulich begründet, dass und warum die "Erfindung" der Translation das Überschreiten der "Darwinschen Schwelle" markiert.


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10.03.2013 um 09:42
@anath
Zitat von anathanath schrieb:Eine dichte Atmosphäre könnte jedoch, neuen Theorien zufolge, den Wärmehaushalt über die Ozeane steuern.
Problematisch wird dann jedoch, wenn die CO2-Fixierung über eine Art Photosynthese oder Chemosynthese gelingt, weil dann die Atmosphäre sukzessive ausgedünnt wird. Der Treibhauseffekt verringert sich, so dass der Wärmeausgleich kollabiert - mit dem Effekt, dass die Nachtseite des Planeten ausfriert und die Tagseite überhitzt wird.


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Leben auf anderen Planeten?

10.03.2013 um 14:30
Die Frage ist ,ob wir immer zwingend von Photosynthesen ausgehen müssen. Ich könnte mit durchaus auch vorstellen ,dass auf Ozeanen in solchen Welten das Leben zunächst auf eine Chemosynthese am Meeresgrund zurückgreift ,was auch den Vorteil hätte ,das dieses Leben besser vor den Aktivitäten des roten Zwerges geschützt wäre.


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Leben auf anderen Planeten?

10.03.2013 um 14:34
Mal am Rande erwähnt , würde ich als Goldilock Star für intelligentes Leben eher Orange Zwerge ansehen ,die den Vorteil unseres gelben Zwerges mit höherer Lebensdauer kombinieren.

Hierzu gibt es ja auch einen interessanten Thread in der Rubik .

Insofern könnte ich mich auch vorstellen ,das rote Zwergsysteme eher einfache als komplexe Lebensformen hervorbringen.


Ist natürlich reine Spekulation


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Leben auf anderen Planeten?

10.03.2013 um 18:16
@Luminarah

Roter Zwergstern (Szenario):

Leben kann so einige Energieträger nutzen; unter dem Meer sind ja auch die als "Schwarzer Raucher" bekannten heißen Quellen ein Ort, an dem auf Schwefel basierende Organismen existieren. Vielleicht entsteht das Leben genau an so einem Ort. Es könnte sich aber in einem so begrenzten Umwelt nur schwer zu höheren Lebensformen weiterentwickeln. In unseren Ozeanen finden sich hier nur kleine Ökosysteme, die nicht viel weiter reichen, als das Wasser der Quelle. Aber es ist unter Wasser sicher besser vor den Ausbrüchen eines nahen Zwergsterns geschützt...

Es wäre möglich, das sich das Leben immer mehr von den heißen Quellen entfernt und sich an andere Energieträger anpasst, doch die müsste man erst einmal finden. Wenn aber schon Pflanzen existieren, die für Sauerstoff sorgen und Strömungen, die diesen in die Tiefe transportieren, hätte man diesen Energieträger. Auf einem Planeten um einen Roten Zwergstern geschähe dies wahrscheinlich in erster Linie durch Infrarotstrahlen, die in nahe der Oberfläche treibenden strahlungsresistenten Pflanzen mit einer besonderen Chlorophyll-Variante in Kontakt kämen. Wenn Pflanzen entstehen, dann produzieren sie ständig Sauerstoff, bis er sich vielleicht in einem Maße in der Atmosphäre anreichert, das er für einige Lebensformen toxisch sein könnte. Wenn aber tierisches Leben den Sauerstoff für sich nutzen kann, dann kann sich auch ein Gleichgewicht einstellen, und dann könnten sich die Tiere auch zu höheren Formen weiterentwickeln, und wären unter der Wasseroberfläche recht gut geschützt. Es wäre dann "nur" noch ein Gang an Land nötig, und da stellt sich die Frage, wie lebensfreundlich die ländliche Umgebung auf einem solchen Planeten tatsächlich wäre...

Generell dürfte aber ein höherer Anteil gefährlicher Strahlung kein unüberwindliches Problem darstellen, es würde sich eben nur die Lebensformen zuerst an Land ansiedeln, die von Natur aus schon eine gewisse Resistenz mitbringen, diese könnte im beschränktem Maße vielleicht sogar Strahlungsausbrüche des Zwergsterns kompensieren, wenn der betreffende Organismus ihr von Anfang seiner Entwicklung an ausgesetzt gewesen wäre; es hätten sich dann nur die Organismen weiter vermehrt, die den jeweils aktuellen Ausbruch überstehen konnten. Trotzdem gibt es wohl auch hier Grenzen; nicht jeder Ausbruch eines jeden Zwergsterns könnte das Leben an der Oberfläche eines solchen Planeten so einfach überstehen. Es wäre aber immer möglich, das sich einige Arten tief in den Boden eingraben und bestimmte Pflanzen so "dickhäutig" und resistent sind, das sie sich schnell wieder erholen...

Und dann wären da noch die Stürme. Auf einem Planeten mit gebundener Rotation dürften sich einige sehr starke Luftströmungen bilden, die beständig Wärme zwischen der Seite des ewigen Lichts und der ewigen Dunkelheit austauschen. Bei einer gebundenen Rotation wären diese Luftströmungen aber wahrscheinlich recht stabil, so das es auch genug Gegenden geben könnte, in denen langfristig ein für die meisten Lebensformen erträgliches Wetter herrscht; einige Arten könnten vielleicht mit den Luftströmungen über den Planeten treiben...

Dazu könnte sich Wasser, das aus den Ozeanen verdunstet, nach und nach auf der dunklen Seite ablagern, so das der Wasserspiegel allmählich sinkt. Irgendwann könnten aber die Eisschichten dort so dick werden, das sich das Wasser unter Druck wieder verflüssigt und als kalte Quelle im Grenzland zwischen Licht und Dunkelheit oder als wandernder Gletscher wieder zurückkehrt. Dazu könnte eine warme Ozeanströmung die untere Eisschicht auf der dunklen Seite wieder abschmelzen und abbrechende Eisschollen könnten immer zurück in die Sonne treiben. So würde sich langfristig ein ähnlich stabiler Kreislauf einstellen, wie auf der Erde. Das hauptsächliche Ökosystem könnte auf einigen dieser Planeten aber tatsächlich eher der Ozean sein, jedenfalls solange er Bestand hat...
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Bei Orangen Zwergsternen hätte man viele dieser Probleme nicht. Sie wären zumeist eher ruhige und langlebige Kandidaten, bei denen das Leben viel mehr Zeit hätte, sich zu höheren Formen zu entwickeln, als in unserem Sonnensystem, so das auch ein kompletter Neuanfang ohne weiteres möglich wäre. Man könnte sie vielleicht als die besseren Sonnen sehen, aber für Arten wie wir es sind, die auf einen erdähnlichen Planeten leben, macht es wohl keinen so großen Unterschied, ob wir nun um einen Gelben oder Orangen Zwergstern kreisen, solange der betreffende Kandidat nur stabil genug ist...

Trotzdem könnten viele der Roten Zwergsterne ebensogute Kandidaten sein; es ist eben die gebundene Rotation, die manchen noch ein Problem bereitet, aber wenn man die Entwicklung der Erde betrachtet, so muß man zugegeben, das sie auch viele stürmische Phasen durchlaufen hat und das sie auch von dem Leben geformt wurde, das auf ihr entstanden ist. So könnte sich ein ähnlich stabiler Kreislauf auf den erdähnlichen Planeten entwickeln, die um einen "Rote Sonne" kreisen, jedenfalls nachdem was viele Wissenschaftler glauben...

Es ist immer die Frage, ob sich aus einem Planeten und den Lebensformen die auf ihm entstehen, ein langfristig allen Unglücken trotzender erfolgreicher Kreislauf bilden kann oder eben nicht, man sollte sich dabei vielleicht klar machen, das diese Entwicklung in gewisser Weise unvermeidlich ist. An geeigneten Orten würden immer Lebensformen entstehen, und sich irgendwann eine vorhandene Ressource zu Nutze machen, sei es nun Schwefel, Licht oder Sauerstoff. Insofern gibt es keinen anderen Weg als den des Ausgleichs oder des Untergangs, egal wo und wann nun genau das Leben entsteht...


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Leben auf anderen Planeten?

10.03.2013 um 19:43
@wolf359
Zitat von wolf359wolf359 schrieb:An geeigneten Orten würden immer Lebensformen entstehen, ...
Geht das schon wieder los!

Bitte unterlasse doch diese tautologische Argumentation. Danke!


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Leben auf anderen Planeten?

11.03.2013 um 10:49
Die Diskussion ist relativ alt. Schon Jacques Monod( Nobelpreis 1965) und Christian de Duve (Nobelpreis 1974) trugen dazu schon vor .

Ihr werdet es hier bei Allmy auch nicht abschliessend bearbeitet bekommen :):)


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Leben auf anderen Planeten?

11.03.2013 um 14:19
Zitat von wolf359wolf359 schrieb:Form durchsetzen konnte. und die ist dann natürlich so fortschrittlich
Ja ,das dürfte klar sein. Genau wie sich die Tetrapoden durchsetzten im Kambrium.

Zu den Ursuppen schreibe ich noch etwas. Es hat erdt mal eine chemische Evolution zu komplexeren Molekülen gegeben. Das ist eigentlich gar nicht soo selbstverständlich . Jedenfalls wird heute durchaus bezweifelt ,dass die Urathmoshäre so reduktiv war ,wie Miller das annahm. Ich sich mal was zusammen.

Hier zur Infrarotphotosynthese:

http://g-o.de/wissen-aktuell-12156-2010-08-25.html

Ein internationales Forscherteam hat - erstmals seit 60 Jahren - ein neues Chlorophyll- Molekül nachgewiesen. Die bisher unbekannte Variante der für die Photosynthese entscheidenden Verbindung kann besonders langwelliges Licht im nahen Infrarotbereich absorbieren und könntensich auch für biotechnische Anwendugnen einsetzen lassen. Entdeckt wurde es in australischen Stromatolithen, urtümlichen Bakterienmatten, wie die Forscher in „Science Online“ berichten.


Ich denke mal, bei entsprechender Evolution kein Thema .


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Leben auf anderen Planeten?

11.03.2013 um 14:23
lichtschwachen Roten Zwerg könnten zum Beispiel für unsere Augen schwarz erscheinen, da sie Frequenzen des gesamten Lichtspektrums absorbieren, um dadurch so viel Energie wie möglich nutzen zu können. Sie könnten auch in der Lage sein, infrarote oder ultraviolette Strahlung zur Photosynthese zu nutzen

http://mobil.freenet.de/archiv/studie-vermutet-dunkle-pflanzen-auf-planeten-um-doppelsterne_2540290_918664.html;jsessionid=0A1yphMFtrfKCrm1l5y0uJxg?view=mobile


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Leben auf anderen Planeten?

11.03.2013 um 14:32
black plant montage


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11.03.2013 um 14:34
http://www.scientificamerican.com/media/inline/black-plants-and-twilight-zones_1.jpg



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11.03.2013 um 14:35
black-plants-and-twilight-zones 1


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11.03.2013 um 14:37
Der Artikel dazu:

http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=black-plants-and-twilight-zones

Discoveries of distant planets are challenging theorists to think deeply about extraterrestrial life


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Leben auf anderen Planeten?

11.03.2013 um 20:39
@Luminarah

Tolle Recherche, besonders die Infrarotphotosynthese ist sehr spannend.
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb:könnten zum Beispiel für unsere Augen schwarz erscheinen
Vielleicht würde es vermehrt zu einer Biolumineszenz führen? Tiere in der Tiefsee, einige Insektenes, Pilze und Moose gibt es auch bei uns. Man stelle sich eine pechschwarze Welt mit leuchtenden Pilzen und Moosen, hellen Algenbänken und fliegenden Lichtern vor, gespenstig schön!

Die Frage inwieweit die Strahlungsausbrüche eines Flare-Sterns durch ein Magnetfeld abgebremst werden und ob aus Extremophilen höhere Lebewesen entstehen könnten, klärt sich vermutlich erst durch „Feldforschung“. Wäre ein Gasriese in unmittelbarer Nähe des Planeten/Mond, hätte er vermutlich Einfluss auf die Rotation oder aber die einwirkenden Kräften würden den Planeten auseinanderreißen.

@wolf359 Model kommt ohne Rotation aus und scheint mir auch wahrscheinlicher (http://www.exoplaneten.de/uvceti/index.html (Archiv-Version vom 24.06.2013)), trotzdem picke ich mir jetzt einmal die Rosinen raus und nehme einen perfekt ausbalancierten Planeten/Mond mit einer stabilen Rotation, die vermutlich langsam aber konstant ist. Eine dichte Atmosphäre die Strahlungsausbrüche abbremst und einen tiefen Ozean mit Schwarze Raucher. Zumindest einfache Verbindungen hätten so einen geeigneten Platz. Durch die deutlich längere Lebensspanne der RZ, hätte auch die Entwicklung von höheren Organismen mehr Zeit, ob es auch für Menschen ein lauschiges Plätzchen wäre, sei mal dahingestellt.

@Hoffmann
„Wenn man alles ausgeschaltet hat, was unmöglich ist, bleibt am Ende etwas übrig, das die Wahrheit enthalten muss, mag es auch noch so unwahrscheinlich sein.“ Sherlock Holmes


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Leben auf anderen Planeten?

11.03.2013 um 20:54
@anath
Der Mensch hat sowieso Probleme ,sich Dinge auszumalen ,die er nicht kennt. Selbst die übelsten Monster von Hieronimus Bosch sind aus Bekannten zusammengesetzt. Auch der Titel von Lesch Buch geht in die Richtung ,der Ausserirdische ist auch nur ein Mensch ,geht auch in die Richtung.
Selbst wenn es eine zweite Erde im All gibt ,kann es sein ,dass die Evolution ähnlich verläuft aber sicher ist das nicht. Kohlenstoffchauvinismu ist auch ein Stichwort.
Entwickelt sich zwangsläufig eine Photosynthese oder könnte Chemosynthese eine Alternative sein.
Selbst von methanhabitablen Welten ist die Rede.

Ich denke ,wenn auch nur ein Teil dieser Möglichkeiten verwirklicht worden sind ,dann können wir uns das kaum vorstellen ,wir fremdartig Exoleben sein könnte.

Bleiben wir bei Leben wie wir es kennen und erwarten:). Auch dann ist es zu früh ,die Roten Zwerge aus dem Rennen zu nehmen.


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12.03.2013 um 03:39
@anath

Ich glaube schon, das es den für erdähnliche Planeten "idealen" Roten Zwerg gibt, dessen Bedingungen nahezu optimal sind; bei der großen Zahl Roter Zwerge in unserer Milchstraße würde es auch dann noch genug erdähnliche Planeten geben, von denen man guten Gewissens annehmen kann, das sie auch von höheren Lebensformen besiedelt sind. Andere Exemplare könnten "grenzwertiger" sein, aber auch dann könnte das Leben gelegentliche Schwankungen wahrscheinlich überstehen, und sich vielleicht an die bevorstehenden Strahlungsspitzen anpassen, mit natürlichen aus der Erfahrung einer langen Evolution gewonnenen Mechanismen. Wenn es um eine Entstehung höherer Lebensformen geht, wird es jedenfalls nicht an der Lebensdauer eines Roten Zwergsterns scheitern...

Rote Zwerge die oft zu sehr starken Ausbrücken neigen , sind nicht unbedingt die geeigneten Heimatsonnen für erdähnliche Planeten; es wäre aber vielleicht möglich, das ein tiefer Ozean und eine dichte Atmosphäre den Ausbrüchen eine gewisse Zeit lang standhalten könnten, eventuell sogar solange, bis Leben entstanden ist. Dieses Leben, in der Tiefsee würde sich wahrscheinlich ähnlich entwickeln, wie auf anderen weniger gefährdeten Welten auch, aber Pflanzen müssten sich auch hier relativ nahe an der Oberfläche des Ozeans aufhalten und würden so stärker in Mitleidenschaft gezogen werden; irgendwann könnten sich vielleicht trotzdem einige sehr stabile Arten bilden und anfangen Sauerstoff zu produzieren, und auch welche, die diesen nutzen...

Theoretisch bestünde die Möglichkeit das Leben auch das Land besiedelt. Hier stößt es aber wahrscheinlich auf eine unüberwindbare Barriere; derart starke Ausbrüche wie der eines sehr unruhigen Roten Zwerges würden wohl auch sehr stabilen Arten allzustark zusetzen. Bis es aber soweit wäre, könnte im ungünstigsten Fall die Atmosphäre und der Ozean den Ausbrüchen schon erlegen sein. Zumindestens auf der "Sonnenseite" sähe es dann trostlos aus. Auf der dunklen Seite des Planeten könnte es dann aber möglicherweise noch einige habitable Zonen geben, warme durch mäßigen Vulkanismus entstehende Seen unter einem dicken Eispanzer, mit einigen wenigen Arten...

Ein Mond um einen Riesenplaneten muß einen gewissen Mindestabstand einhalten, um nicht von ihm zerissen zu werden; je nach Beschaffenheit des Riesen und seines Mondes kann der Abstand unterschiedlich groß sein. Entscheidend für die Bedingungen auf einen erdähnlichen Mond ist dann noch der Abstand zur jeweiligen Heimatsonne. Ich glaube aber, das solch ein Gespann besser um einen sonnenähnlichen Stern aufgehoben wäre, da auf den erdähnlichen Mond sonst nicht nur die Gezeitenkräfte des Riesen eine starke Wirkung ausüben würden, sondern auch diejenigen des Roten Zwerges; und das könnte dann in der Tat ein wenig zuviel sein...

Ein Planet, der von einer eigenen Evolution des Lebens geformt wird, genügt nur den Anforderungen seiner Lebensformen; er muß daher kein für Menschen gemütlicher Ort sein; aber er wäre wahrscheinlich auch nicht gänzlich lebensfeindlich. Sofern keine gefährlichen Mengen für uns giftiger Gase in der Atmosphäre enthalten sind, und das sonstige Mischungsverhältnis und der atmosphärische Druck einigermaßen stimmen, könnte man ohne Atemmaske auskommen, wenn auch vielleicht nicht ohne Biofilter. Bis aber Menschen einen erdähnlichen Planeten besuchen können, um sich irgendwo ein lauschiges Plätzchen zu suchen, dürfte noch das eine oder andere Jahrzehnt (oder Jahrhundert...) vergehen, und bis dahin könnte es Methoden geben, sich an die fremde planetare Ökologie anzupassen...

@Luminarah

Die Lebensformen auf einem erdähnlichen Planeten um einen Roten Zwergstern würden sicher in ihren "eigenen Farben" leuchten, je nachdem wie das Spektrum des Lichts gerde von ihnen reflektiert würde; für unsere menschlichen Augen wäre das sicher sehr gewöhnungsbedürftig. Auch die äußere Formen könnten uns fremd erscheinen; aber es wären sicher auch genug Formen dabei, die wir von der Erde kennen. An Orten, an denen die Umweltbedingungen sich ähneln, entstehen nach Möglichkeit immer die Formen, die für die jeweilige Umgebung am Besten geeignet sind. So kann es auch sein, das sich zwei innerlich völlig verschiedene Organismen sich äußerlich sehr ähneln können; demzufolge könnte es auch auf einer fremden Welt Lebensformen geben, die nicht nur äußerlich an irdische Lebensformen erinnern, sondern die auch noch einen vergleichbaren Platz im planetaren Ökosystem einnehmen...

Umgekehrt könnten an einigen Orten Organismen leben, die aufgrund der besonderen lokalen Bedingungen Formen annehmen, die so nicht auf der Erde zu finden sind, einfach weil diese speziellen Bedingungen nirgends erfüllt sind. Varianten im äußeren Erscheinungsbild wird es wegen des unterschiedlichen Entwicklungsweges aber immer geben und ein großer Käfer würde auf uns sicher auch einen anderen Eindruck machen, als sein irdisches Gegenstück...

Wenn es "methanhabitable" Welten geben sollte, dann würden sie als erdähnlicher Planet wahrscheinlich nicht lange Bestand haben. Das methanbasierte Leben würde die Umwelt verändern und irgendwann könnten sich einige Organismen anpassen und andere Ressourcen nutzen. Am Ende käme vielleicht eine der Erde vergleichbare Welt heraus, weil sich durch die Anpassung des Lebens irgendwann ähnliche Stoffkreisläufe ausbilden. Es sei denn die Umgebung läßt das nicht zu; eine kühle Methanwelt beispielsweise könnte vielleicht die ursprünglichen "methanbasierten" Kreisläufe des Lebens lange genug konservieren, so das es sich auf deren Grundlage weiterzuentwickelt. Wie weit, ist eine andere Frage...

Aber da sind wir wieder tief im "Land der Spekulationen"...


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Leben auf anderen Planeten?

12.03.2013 um 03:47
@dactivman
Planeten gibt es viele
hast du schon mal einen gesehen?


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Leben auf anderen Planeten?

12.03.2013 um 21:30
@all. Aus Spon :


Gehofft hatten es Forscher immer, nun hat die Nasa offenbar Belege gefunden: Auf dem Mars war wohl einst mikrobielles Leben möglich - das legen Gesteinsanalysen nahe. Die Forscher jubeln: "Wir sind alle begeistert und sehr aufgeregt."

Washington - Eine Gesteins-Analyse des Rovers "Curiosity" lässt nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa den Schluss zu, dass auf dem Mars einst mikrobielles Leben möglich war. "Wir haben eine einst bewohnbare Umgebung gefunden", sagte Nasa-Manager John Grotzinger am Dienstag bei einer Pressekonferenz. "Wir sind alle begeistert und sehr aufgeregt."

Wann genau der Mars für die mikroskopisch kleinen Lebewesen bewohnbar war und ob es sie tatsächlich gegeben hat, sei allerdings noch völlig unklar. "Ob das zur selben Zeit war, als auch die Erde schon bewohnbar war, können wir noch nicht sagen. Das alles müssen wir jetzt erforschen."

Die große Erkenntnis steckte in einer kleinen Schaufel Mars-Gesteinsstaub, die der Rover "Curiosity" Anfang Februar mit einem Bohrer aus einem Stein geholt hatte. In der Probe fand der Forschungsroboter mit Hilfe seiner Messinstrumente nach Nasa-Angaben unter anderem Spuren von Schwefel, Stickstoff, Phosphor und Kohlenstoff - alles chemische Stoffe, die bei der Entstehung von Leben eine wichtige Rolle spielen.

"Eine fundamentale Frage dieser Mission war immer, ob auf dem Mars jemals Leben möglich war", sagte Nasa-Manager Michael Meyer. "Und soviel wir jetzt wissen, heißt die Antwort "Ja"."

An der Stelle, wo der Rover gebohrt hat, könnten einst Flüsse oder ein See gewesen sein. "Das Wasser an dieser Stelle war anscheinend so rein, dass wir es hätten trinken können, wenn wir dort gewesen wären", sagte Nasa-Manager Grotzinger. Die Stelle liegt nur wenige hundert Meter von dem Ort entfernt, wo "Curiosity" - der teuerste und technisch ausgefeilteste Mars-Rover überhaupt - im August vergangenen Jahres gelandet war.

Die Entdeckung sei "unglaublich", sagte Nasa-Manager John Grunsfeld. "Das ist schon so lange eine so große Frage der Wissenschaft und jetzt haben wir eine Antwort - und das so kurz nach Beginn der Mission, das ist einfach großartig."



Sehr interessant ,wie ich finde


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