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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

08.12.2013 um 00:11
emz schrieb:Und die Halbschwester war auch so Introvertiert?
Ich will da keine Ferndiagnose für die Halbschwester abgeben, von der ist ja überhaupt nichts bekannt außer Hörensagen. Antonya läßt sich aber durchaus durch ihr Auftreten in den Bewusst.tv-, RTL- und ZDF-Videos einschätzen und die oben genannten Eigenschaften für introvertierte Charaktere - still, sorgfältig, scheu, reflektierend und zurückgezogen - halte ich für zutreffend.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

08.12.2013 um 00:28
@luta
luta schrieb:Ich mache nicht mehr nur die Arbeit hier und ihr lehnt euch zurück
Ich glaube, dass sehen alle ausser dir anders: hier haben sich alle redlich bemüht, dir Informationen nahe zu bringen, die aber alle an dir abprallen. Du fantasierst dir lieber deine eigene Geschichte zusammen, die einem Realitätscheck nicht stand hält.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

08.12.2013 um 00:29
@luta
luta schrieb:Ich will da keine Ferndiagnose für die Halbschwester abgeben
Hast du doch schon: du hältst sie für eine Borderlinerin.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

08.12.2013 um 00:50
Hab hier noch mal den aktuellen Stand aus Wikipedia, das obige war wohl von einer früheren Version, besonders sollte das JA mal über diesen Satz nachdenken:
"Dabei genießen sie, anders als von Außenstehenden häufig angenommen, diese Zeit [allein], da sie sich nur auf diese Art effektiv erholen und nachdenken können."

Introversion

„Introversion“ (von engl. „introversion“) ist der Gegenpol zu Extraversion. Introvertierte Charaktere wenden ihre Aufmerksamkeit und Energie stärker auf ihr Innenleben. In Gruppen neigen sie eher zum passiven Beobachten als Handeln und werden häufig als „still“, „sorgfältig“ und „bedächtig“ beschrieben. Introversion ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit Schüchternheit.

Ein markanter Unterschied zwischen introvertierten und extravertierten Personen ist, dass sich der Introvertierte nach längerer Zeit ohne Zeit „für sich selbst“ im Gegensatz zum Extravertierten energielos und „ausgesaugt“ fühlt. Daher bevorzugen introvertiert geprägte Menschen oft eine ruhige Umgebung, wie z. B. die eigene Wohnung, Bibliotheken, Parks, Wälder etc. Oft nutzen Introvertierte auch ihre Wochenenden und ihre Freizeit um sich zu erholen, indem sie je nach Möglichkeit so viel Zeit wie möglich allein oder mit engen Freunden und Bekannten verbringen. Dabei genießen sie, anders als von Außenstehenden häufig angenommen, diese Zeit, da sie sich nur auf diese Art effektiv erholen und nachdenken können.

Irrtümlicherweise werden Absagen von Partys, Ablehnungen von Verabredungen oder ein Ausbleiben von Kontaktaufnahme vom Bekannten- und Freundeskreis introvertierter Menschen in vielen Fällen so aufgefasst, als ob von Seite des Introvertierten kein Interesse oder Gleichgültigkeit an der Freundschaft bzw. Bekanntschaft mehr bestünde. Introvertierte streben genauso wie auch Extravertierte nach sozialen Kontakten, Freundschaften und Unternehmungen, jedoch nicht in solchem Umfang wie andere. So meiden Introvertierte meist überfüllte Partys und Veranstaltungen, verbringen dagegen aber gerne ein paar ruhige Stunden mit ihnen bereits vertrauten Freunden, solange die Gruppe nicht größer als 4-6 Personen ist.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

08.12.2013 um 00:56
@amerasu
amerasu schrieb:Der Schluß den ich daraus ziehe, ist nur ein anderer. Wenn das Gericht nach Einvernahme der Eltern und des Kindes zu dem Schluß kommt, dass eine Inobhutnahme angemessen ist, muss es Verdachtsmomente gegeben haben, die eine so weitreichende Maßnahme rechtfertigen.
So denke ich mir das auch. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das Gericht sich erhoffte, das Kind würde offener über Erlebtes sprechen, wenn es mal etwas länger nicht unter dem Einfluß der Eltern steht und ebenso würden die Eltern jetzt anfangen zu kooperieren, um die Tochter wieder zurück zu bekommen, wenn sie merken, dass die Behörden ernst machen. So ähnlich lese ich das aus diesem Artikel heraus:

http://www.weser-kurier.de/region/zeitungen_artikel,-Streit-um-13-Jaehrige-spitzt-sich-weiter-zu-_arid,650013.html

Die Situation in der Familie beschäftigt seit Jahren verschiedene Jugendämter. Dort war man aufmerksam geworden, weil das Kind wegen häufiger Wohnortwechsel acht verschiedene Grundschulen besuchte und hohe Fehlzeiten von mehreren Wochen hatte. Die Behörden stellten auch fest, dass dem Kind jegliche soziale Kontakte außerhalb der Familie fehlen, es nicht an gemeinschaftlichen Unternehmungen der Schule teilnehmen durfte und es auch regelmäßig vom Sport- und Schwimmunterricht abgemeldet wurde. Auch gab es den Verdacht der innerfamiliären Gewalt, der nach Darstellung des Landkreises bisher auch nicht ausgeräumt ist. Das Jugendamt wirft den Eltern vor, sich seit langem einer Kooperation mit der Behörde und dem Familiengericht zu verweigern. Zuletzt hätten die Eltern ein Gespräch darüber abgebrochen, wie ein begleiteter Umgang nach dem Ende des Kontaktverbots aussehen könne.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

08.12.2013 um 20:22
@osiris13
@amerasu

Eure Einschätzung deckt sich mit dem, was die Jugendamtsleiterin, von der Reporterin befragt zur Kontaktsperre sagt:

Das war auch für uns sehr außergewöhnlich, aber die Kontakte wurden genutzt Antonya weiter zu instrumentalisieren und zu steuern. Damit sich dieses Kind weiterentwickeln kann, ist es notwendig, dass diese Kontakte und die Einflussnahme erst mal aufhören.
Der weitere Grund ist aber der, dass die Familie nach unserer Einschätzung und das deckt sich auch mit der Einschätzung des Familiengerichts die Kontakte Antonyas außerhalb der Familie ziemlich rigoros unterbindet


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

09.12.2013 um 06:07
@emz
emz schrieb:Eure Einschätzung deckt sich mit dem, was die Jugendamtsleiterin, von der Reporterin befragt zur Kontaktsperre sagt:
Willst Du damit etwa sagen, dass @osiris13 und @amerasu vom JA sind und hier verdeckt schreiben?


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

09.12.2013 um 06:13
Ich habe einen sehr informativen Text gefunden unter
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7968.0
der wohl ursprünglich von
http://deutsche-direkthilfe.de/chronologischer-ablauf-fall-antonya/
stammt, dort aber seltsamerweise nicht mehr aufgefunden werden kann. Ich denke, das ist etwas, was jeder gelesen haben sollte, der sich wirklich im Detail mit dem Fall beschäftigen will, deshalb poste ich es hier nochmal. Ich wünschte, ich hätte diesen Text bereits eher gefunden:


[*quote*]
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15
2013
Chronologischer Ablauf Fall Antonya

Name und Anschrift mit vollständigen Kontaktdaten der Verfasserin dieses Berichtes sind der ‘deutschen Direkthilfe’ e.V. wie auch dem Kreisjugendamt Osterholz, Frau Amtsleiterin Hanna Ahrens, Frau 1.Kreisrätin Heike Schumacher bekannt.

Liebe Interessierte, liebe Helfer im Fall ‘Antonya’
erstmals erfuhr ich am 30.08.2013 durch den Anruf eines Bekannten vom Fall ‘Antonya’. Ich lebe in Niedersachsen, er nicht – zugleich weiß er um meine Sachkenntnis in kinder- und jugendhilferechtlichen Angelegenheiten. Zu meiner Person: Ich bin 46 Jahre jung, Mutter von zwei Kindern, verheiratet seit mehr als 20 Jahren, Angestellte in einer großen Einrichtung für Menschen mit Behinderung an meinem Wohnort (und Hundemama ;) ). Einer Interessenvereinigung oder Partei, welcher Art auch immer, gehöre ich nicht an – auch nicht der deutschen Direkthilfe e.V., deren Engagement in der Sache ich aber ausdrücklich begrüße. Das sollte als Information reichen, um zu belegen, dass mein Engagement in diesem Fall ein rein ‘Humanitäres’ dem Wohl des betroffenen Kindes und seiner zugehörigen Eltern Verpflichtetes ist. Ich fühle mich innerlich sowohl den Menschenrechten als auch dem Deutschen Grundgesetz verpflichtet, Grundlagen in einem deutschen Rechtsstaat.

Der nachfolgende Bericht wurde von mir nach bestem Wissen verfasst und von der betroffenen Familie Sch. auf sachliche und inhaltliche Richtigkeit durch Gegenlesen überprüft. Familie Sch. versicherte mir, dass sich die Ereignisse so zutrugen, wie nachstehend geschildert und gestattete mir die Veröffentlichung. Hiermit erinnern wir an das deutsche Grundgesetz!

Aus meiner Kenntnis des Falles (Quellen: youtube-videos, ZDF-Bericht vom 04.10.13, RTL-Bericht vom 09.10.13, Dokumente aus der Akte, Schilderungen auf der Seite der ‘Deutschen Direkthilfe’ e.V. sowie auch den Erzählungen der Familie und Antonya selbst) entsteht für mich also folgendes Bild, welches ich mich bemühe, so sachlich als auch umfassend wie möglich vorzutragen:

I. Chronologie
Im August 2012 zeigte die heute 24jährige Stiefschwester von Antonya, Frau A.-C. H., die Eltern Sch. an wegen angeblicher ‘körperlicher Gewalt’ gegen sich und die kleine Schwester Antonya. Da A.-C. H. bereits vor gut 4 Jahren mit 20 Jahren von den Eltern (Mutter und Stiefvater) lt. RTL-Bericht aus dem Haus gewiesen wurde (nach Schilderung der Mutter wegen u.a. Diebstahl von Geld sowie Verweigerung von Schule, Arbeit und Ausbildung) , kann es sich allenfalls um lange (mindestens 4 Jahre) zurückliegende Ereignisse handeln, die zugleich aber auch von Eltern und der kleinen Schwester Antonya, heute 13 Jahre alt, immer bestritten wurden und werden. Offenbar hat in dieser lange zurückliegenden Vergangenheit auch niemand sonst solche Vorwürfe gegen die Eltern erhoben, weder Schule/n noch Jugendamt – sonst wäre Antonya wie auch die Schwester, soweit sie noch minderjährig gewesen wäre, bereits vor Jahren den Eltern entzogen worden.

Relativ zügig nach der Anzeige der A.-C. H. (vom 08.08.2012) kam es zu einem spontanten Besuch des damals zuständigen Jugendamtes LK Rotenburg (die Familie wohnte noch in Se., Antonya besuchte das Gym. in Ze.), was absolut üblich und gesetzlich auch vorgeschrieben ist. Mutter Frau Sch. schildert diesen Besuch im RTL-Bericht. Sie kamen gerade von einer Reise aus Dänemark zurück und zeitgleich standen zwei Damen vom Jugendamt vor der Türe… Die Eltern gestatteten den sofortigen persönlichen Kontakt zu Antonya. Aus diesem Besuch erfolgten aber keine Maßnahmen, keine Hilfeangebote – und vor allem: keine Inobhutnahme zwecks Clearing … Antonya war und blieb zuhause – ohne irgendwelche weiteren Überprüfungen, Gespräche oder Maßnahmen des Jugendamtes LK Rotenburg. Die Anzeige der Stieftocher A . -C. H. gegen den Vater wurde im Mai 2013 eingestellt .

Der Einstellungsbescheid der Staatsanwaltschaft Stade gg. den Vater liegt mir vor. Er steht auch im Netz. Die Eltern haben mir berichtet, dass die Staatsanwaltschaft die Angaben der Stieftochter für ‘unglaubwürdig’ erachtete. Die Eltern berichten weiter, dass es in der Wohnung in Se. einen massiven Wasserschaden nach Heizungsdefekt gab, danach die Wohnung schnell einen ausgedehnten Schimmelschaden aufwies und für sie unbewohnbar wurde. Dies wäre auch belegbar durch Unterlagen (u.a. Fotos der Wohnung).

Deshalb zog die Familie im Nov. 2012 nach Wo. im Landkreis Osterholz, dorthin weil dort auch die pflegebedürftige Oma von Antonya lebte, deren Versorgung Mutter Frau Sch. übernehmen wollte. Antonya wechselte also umzugsbedingt vom Gym. in Ze. zum Gymnasium in Li., LK OHZ. Eine Kontaktaufnahme des Jugendamtes Osterholz, nunmehr räumlich zuständig für die Familie, erfolgte lt. Schilderung der Familie nicht, weder telefonisch noch schriftlich noch per Hausbesuch. Aber dann…. : Am 25.01.2013 wurde Antonya unter einem unwahren Vorwand aus dem laufenden Unterricht ihres Gymnasiums in Li. gerufen, in ein Nebenzimmer geführt, wo Richterin J. Z. (Amtsgericht OHZ) und zwei Damen des Jugendamtes OHZ sie erwarteten und sie unvermittelt und gegen ihren heftigen Protest ‘in Obhut’ nahmen.

Noch in der Schule musste Antonya ihr Handy aushändigen, durfte niemanden, auch nicht die Eltern, anrufen. Da Antonya nicht freiwillig mitging, wurde sie laut ihrer Schilderung (in Videos bei youtube) unter den Armen gepackt, hinausgetragen, ins Auto gesetzt und in das gut eine Autostunde entfernte Kinderhaus M. in Vi. verbracht, dort aus dem Auto gezogen und im Heim abgegeben.

Antonya weinte die ganze Zeit, brachte immer wieder vor, sofort nach Hause zu wollen. Das Kinderhaus M. stellt sich lt. Homepage dar als ‘pädagogisch betreute Wohngruppe’ – ca. 10 Kinder mit wechselnden Betreuern im Schichtdienst. Der Heimbetreiber ist Erzieher, der päd. Leiter ist Sozialpädagoge. Der Heimbetreiber lebt mit Ehefau und drei eigenen Kindern in einer Nachbargemeinde. Laut Leistungsbeschreibung des Heimes im Internet beträgt die mittlere Verweildauer der Kinder im Heim etwa 4 Jahre. (Dann wäre Antonya etwa 17 Jahre alt, faktisch erwachsen…)

Das Heim ist offenbar keine ‘Inobhutnahmestelle’ – sondern auf langfristige Unterbringung angelegt. Nach 4 Tagen durften die Eltern ihr Kind in der Einrichtung besuchen, dann noch einmal sehen (also genau zweimal ab dem 25.01.13 bis zur Flucht von Antonya am 27.08.13), ab Mitte April 2013 bis zu Antonyas Flucht aus dem Kinderhaus am 27.08.2013 gar nicht mehr. Die Eltern hatten umgehend über einen Anwalt Beschwerde eingelegt. Auch wurden diverse Verwandte zur Unterbringung von Antonya (‘Verwandtenpflege’) vorgeschlagen.

Das wurde laut Eltern mit der Begründung abgelehnt, dass es nicht auszuschliessen sei, dass es in der weiteren familiären Verwandtschaft auch ‘Gewalt’ gäbe (!!!) (Anmerkung: Leider ist auch in einem Kinderheim nicht auszuschließen, dass es dort ‘Gewalt’ gibt – entweder durch andere Kinder oder auch durch Betreuer – letzteres war in den letzten 2-3 Jahren laufend Thema in den Medien – z.B. Canisius-Colleg, Odenwaldschule). Über Antonya und ihre Eltern wurde seitens der Familienrichterin Z. (Amtsgericht OHZ) eine ‘Kontaktsperre’ verhängt, monatelang, mit rigiden Maßnahmen, um einen Kontakt zwischen Tochter und Eltern – oder anderen Menschen aus der Herkun ftsfamilie – zu verhindern . Der LK OHZ begründete dies im TV (RTL-Bericht vom 09.10.13), das Heim hätte berichtet, die Eltern versuchten, auf das Kind einzuwirken und es zu instrumentalisieren (Anmerkung: Instrumentalisieren zu was?).

Dem Beschluss zufolge wurde Antonya während der ersten 6 Wochen, faktisch aber während der gesamten Heimunterbringung, der ‘unbegleitete Ausgang’ untersagt, mit etwa 4-5 Ausnahmen vor dem Beschluss. Nach ihren Angaben wurde sie mit dem PKW zur Schule, einem Gymnasium in dem kleinen Ort Vi. gefahren, bis in die Klasse gebracht und so auch wieder abgeholt. (‘Ausgangssperre’ bei einer 13jährigen…) Ihren Klassenkameraden war untersagt, ihre Handys leihweise auszuhändigen bzw. sie telefonieren zu lassen. Ebenso waren die Eltern der anderen Kinder, mit denen Antonya später Kontakt hatte, entsprechend zu belehren. Die anderen Heimkinder besaßen laut Antonya Handys und zogen sie damit auf. Andere Heimkinder durften lt. Antonya regelmäßig an den Wochenenden auch die Eltern daheim besuchen, Antonya aber ihre Eltern weder sehen noch sprechen. Antonya durfte auch keine Post erhalten, weder von den Eltern noch von anderen Personen, die nicht direkt aus dem ‘aktuellen Umfeld’ – also Heim Vi. – stammen.

Keine Geburtstagsgeschenke von den Eltern, kein Anruf. GAR KEIN KONTAKT! Ein Besuch bei der sterbenden Ur Oma wurde ihr ebenso verwehrt, auch die Teilnahme an deren Beerdigung (Juni 2013) und der Besuch des Grabes der Ur Oma. Antonya musste infolge des erzwungenen Schulwechsels die von ihr gewählte Sprachenfolge aufgeben – sie hatte ‘Spanisch’ gewählt, was es am Gym. in Vi. so nicht gab und ‘Französisch’ nachlernen, insgesamt den Stoff eines halben Schuljahres. Vom Kind wurde lt. seiner Angabe verlangt, sich der örtlichen Kirchengemeinde anzugliedern und den Konfirmandenunterricht zu besuchen, um sich dann konfirmieren zu lassen – etwas, was Antonya standfest verweigerte (Hinweis: Grundrecht auf Religionsfreiheit!?) Über ihre Heimzeit berichtet Antonya in einem youtube-Video:

Antonya gibt auch an, die Heimleitung hätte ihr zunächst gesagt, die Eltern könnten nicht für sie sorgen und wollten sie nicht sehen (die Eltern hatten aber ‘Kontaktverbot’ bei Androhung von 25.000 € Zwangsgeld pro Elternteil.

Später gab ihr die Ehefrau des Heimbetreibers den Umgangsbeschluss komplett zum Lesen ( meine Anmerkung: Kind, so lassen alle Hoffnung fahren…) Der Heimleiter soll Antonya laut ihren Angaben angekündigt haben, „wenn sie nicht Ruhe gäbe, würde er den Kindern im Heim erzählen, warum sie im Heim wäre, nämlich das die Eltern sie geschlagen hätten“ (!).
(Anmerkung: Wenn ich mir die Auflagen des Umgangsbeschlusses durchlese, bin ich geneigt, den Angaben der Antonya betr. dieser Aussagen der Heimeltern ihr gegenüber glauben zu schenken.) In einer Videokonferenz vom 09.10.13 sagt Antonya über ihren Aufenthalt in Vi.: „Freunde hatte ich da nicht, es ist schon ziemlich peinlich, als Heimkind abgestempelt zu werden.“

In einem anderen Video (‘Neues von Antonya’), https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=VAOI0jO5O2w#t=121 : „Sie haben immer meine Eltern vor mir schlecht gemacht.“
Der später geplante ‘Umgangskontakt’ der Eltern mit der 13jährigen Antonya, der ab 21.07.13 stattfinden sollte, war ebenso stark reglementiert wie das Umgangsverbot zuvor. Die Eltern sollten im Jugendamt der Leiterin des Jugendamtes, Frau Hanna Ahrens, einen Vertrag mit dem Träger ‘Caritas’ unterzeichnen, der die Umgangskontakte ‘begleiten’ sollte – Vorgespräch mit den Eltern, Umgangskontakt mit der Tochter, danach Nachgespräch. Im Auszug: * verlangt wurde von den Eltern eine ‘double – bind’ -Kommunikation* mit der Tochter – entwicklungspsychologisch höchst umstritten.

Bei der Doppelbindung befindet sich die aufgeforderte Person in einer Zwickmühle zwischen widersprüchlichen verbalen und nonverbalen Aufforderungen (Wort kann man auch ersetzen) und kann nur falsch handeln (Opferposition), bekannt ist das “Sei spontan!”-Paradoxon, das nicht ausführbar ist, da man auf einem Befehl hin nicht mehr spontan sein kann. Der einzige Ausweg aus dieser Zwickmühle wäre, die Beziehungsstruktur beim Namen zu nennen und Metakommunikation zu betreiben. Deine Aufforderungen sind widersprüchlich! Was soll ich denn tun?” Charakteristisch für die Doppel-bindungssituation ist, dass dieser Ausweg nicht erkannt wird, da die Personen in einer Abhängigkeitsposition stehen (z.B. Mutter- Kind). Quelle GK1 Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie.

Am 27.08.2013 flüchtete Antonya aus dem Heim, fuhr u.a. per Anhalter in ein TV-Studi welches sie zuvor wohl heimlich kontaktet hatte. Von dort rief man ihre Eltern an, die ihre Tochter dann wiedertrafen. Im Studio entstand dieses Video:

Nach einer Sorgerechtsverhandlung vom 11.09.2013 und dem 5 Tage später erfolgten kompletten Entzug des Sorgerechts sind die Eltern mit Antonya ins Nachbarland Polen gegangen. In Sorge um das Wohl der Tochter, die unter keinen Umständen mehr in ein Heim wollte. Der Beschluss der Amtsrichterin Z., sah aber vor, ihren Eltern das Sorgerecht komplett zu entziehen.

Offenbar legte man den Eltern nun auch zur Last, sich in höchster Not an die Öffentlichkeit gewandt zu haben. Das sei ‘Kindeswohlgefährdung’.

http://www.weser-kurier.de/region/zeitungen_artikel,-Streit-um-13-Jaehrige-spitzt-sichweiter- zu-_arid,650013.html

Frage: Was hätten Sie, liebe Leser, die auch Eltern sind, anstelle von Antonyas Eltern getan? II. Bewertung aus meiner Sicht. Die aus dem ZDF-Bericht vom 04.10.13, vom RTL-Bericht vom 09.10.2013 sowie aus den Berichten des Weser-Kurier sich ergebenden Vorwürfen an die Eltern, mit denen der Sorgerechtsentzug und die zwangsweise Heimunterbringung gerechtfertigt wird, sind:

1.Verdacht auf häusliche Gewalt gegen Antonya (ohne Beleg)

2.achtmaliger Wechsel der Grundschule (!)

3.vielfacher Umzug (!)

4.Soziale Isolation der Tochter Antonya

5.Fehltage in der Schule

Vorangeschickt sei:
Das Kreisjugendamt des LK Rotenburg brachte es auf genau einen Hausbesuch bei der Familie, jene Schilderung der Mutter im RTL-Bericht. Das Kreisjugendamt Osterholz aber kannte die Familie selbst ÜBERHAUPT NICHT! Kein Hausbesuch, keine Beratung, keine Hilfeangebote nach Angaben der Eltern (… hätte es das gegeben, gäbe es Protokolle darüber und Angaben in der Jugendhilfe-Akte der Antonya! Dem war nicht so – auch nicht anlässlich der
familiengerichtlichen Verhandlung am Amtsgericht OHZ, keinerlei Aktenbelege über Hausbesuche, Beratung, Kontaktversuche). Woher also bezieht das Kreisjugendamt seine ‘Informationen’, die es dann als ‘wahr’ an
die Presse weiterzugeben scheint: http://www.weser-kurier.de/region/zeitungen_artikel,-Streit-um-13-Jaehrige-spitzt-si chweiter-zu-_arid,650013.html

zu 1.:
Aus den vorliegenden Quellen ergibt sich, dass es betr. der angeblichen ‘häuslicher Gewalt’ lediglich die Anschuldigungen der 24jährigen Stiefschwester gibt, die aber aufgrund des Rauswurfes 4 Jahre zuvor ein Motiv hätte, die Eltern zu belasten. Zugleich lebt diese seit 4 Jahren nicht mehr im Elternhaus, könnte also lediglich wiedergeben, was sich viele Jahre zuvor ereignet hätte. Die Anzeige der erwachsenen Stiefschwester von Antonya wurde aber von der Staatsanwaltschaft als ‘unglaubwürdig’ bewertet und das Verfahren gegen den Vater im Mai 2013 eingestellt – so die Eltern. Offenbar hat niemand sonst solche Vorwürfe gegen die Eltern/den Vater erhoben.

Zu 2.:
Die Eltern versichern mir glaubwürdig, ggf. aber belegbar durch die Schülerakte der Antonya, dass diese Behauptungen des Kreisjugendamtes, vorgetragen u.a. von Frau Heike Schumacher, 1.Kreisrätin des Kreises OHZ, falsch seien.
Richtig sei, dass Antonya u.a. wegen Umschulung nach Mobbing durch Schulkameraden und einem umzugsbedingten Wechsel der Schule vier Grundschulen (darunter eine private Waldorfschule) besuchte, die letzte davon zwei Jahre lang (3./4.Klasse). Dann erfolgte der Übertritt an das Gymnasium in Z. Nach Umzug von Se. nach Wo . musste Antonya vom Gymnasium Z. nach Li. wechseln. Zu keinem Zeitpunkt zuvor habe eine der Schulen oder das zuständige Jugendamt im LK Rotenburg Einwände im Sinne des Verdachtes auf eine Kindeswohlgefährdung bedingt durch Schulwechsel erhoben.

Zu 3.:
Insgesamt laut Meldeunterlagen sei die Familie erweislich seit 2006 dreimal umgezogen. Von 2006 bis 2/2011 lebte die Familie im Landkreis Rotenburg in G., zog dann 2/2011 nach Se.(LK Rotenburg), von dort nach Wasserschaden wg. defekter Heizung 11/2012 nach Wo. im Landkreis Osterholz. Die Behauptung des Landkreises OHZ der ‘vielen Umzüge’ wäre also wahrheitswidrig: Drei Umzüge in fast 7 Jahren sind ein normaler Vorgang und Alltag in Tausenden von deutschen Familien.

Zu 4.:
Antonya gibt an, an jeder Schule Kontakte und Freunde gehabt zu haben. Sie besaß auch einHandy, dies sicher nicht nur, um die Eltern kontakten zu können. Zugleich wirkt sie auf mich offen, freundlich und keineswegs kontaktscheu oder sozial isoliert. Wenn ein Kind – wie es bei Antonya der Fall ist – ein Gymnasium besucht, ist es aber auch
täglich von 8:00 bis mindestens 13:00 in der Schule. Üblich sind bereits in der 5.Klasse 30 -34 Wochenstunden am Gymnasium, dazu der Schulweg – für Antonya mit dem Schulbus. Von „sozialer Isolation“ kann schon aufgrund der unstreitigen Tatsache ‘Schulbesuch am Gymnasium’ keine Rede sein.

Zu 5.:
Laut Schilderung des Vaters ist die Zahl der Fehltage ohnehin strittig, da an angeblichen ‘Fehltagen’ Einträge der Lehrerin in Antonyas Heften zu finden seien. Die Schulen verweigerten da jedoch absolut die Zusammenarbeit zwecks Aufklärung.
Der Kreis OHZ spricht von 200 Fehltagen. Wenn es sich um die Grundschulzeit handelt, liegt dies lange zurück, wäre irrelevant. Wenn es sich um alle Schuljahre handelte, käme man auf ca. 35 Fehltage pro Schuljahr – also 18 pro Halbjahr? => Somit 3,5 Schulwochen pro Halbjahr. Das ist nicht so ungewöhnlich … (sage ich als Mutter von Zweien). Aus all’ dem folgt für mich – in Kenntnis der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes in gleichartigen Fällen:
Die Inobhutnahme und zwangsweise Heimunterbringung der schon 13jährigen Antonya gegen deren und der Eltern ausdrücklichen Willen erscheint mir keinesfalls gerechtfertigt – und auch nicht ansatzweise durch die Gesetzgebung gedeckt, welche den Entzug des Sorgerechts als letztes Mittel und nicht als das erste Mittel vorsieht. In diesem Falle scheinen ohnehin bereits die Vorwürfe an die Eltern unwahr bzw. teils ohne Beleg zu sein.

Selbst bei Wahrheitsunterstellung scheinen mindestens die Gründe 2./3./4./5. ungeeignet, eine Heimunterbringung unter Sorgerechtsentzug zu rechtfertigen. Ohnehin stimmen aber die mir bekannt gemachten Fakten und Zahlen nicht überein mit den Zahlen die das Jugendamt des LK OHZ in Umlauf bringt.

Schülerakte, Zeugnisse, Melderegister sind ja überprüfbar, es besteht auch ein Amtsermittlungsgrundsatz – und ich frage mich gerade, ob das hier geschehen ist?!? Im Punkt 1. steht zwar Aussage gegen Aussage – jedoch stellte die Staatsanwaltschaft Stade die Anzeige gegen den Vater ein – ein deutlicher Hinweis für mich, dass die Eltern u nd Antonya
für glaubwürdig erachtet werden, die erwachsene Stieftochter aber nicht. Wenn aber aus solchen (aus meiner Sicht ‘konstruierten’) Gründen eine Trennung eines Kindes von den Eltern initiiert und geradezu ‘durchgezogen’ wird in der hier beschriebenen Form, dann könnte nahezu jedes Kind in Deutschland ohne jede nähere Prüfung zu jeder Zeit aus
nahezu jedem Grund mit einem als ‘Kindeswohlgefährdung’ bezeichneten Konstrukt in Obhut genommen und auf Dauer ‘untergebracht’ und ‘enteltert’/'entfamilisiert’ werden. Eine Vorstellung, die mich schaudernd macht. Hier kann zur Zeit nur aus den mir bereits bekannten Details eine Bewertung erfolgen, aber aus meiner Sicht wäre schon jetzt festzuhalten:

Wenn sich das alles genauso abgespielt haben sollte, wie es sich für mich zur Zeit präsentiert, so läge aus meiner Sicht nicht nur eine Missachtung von Grundgesetz, UN-Kinderrechten, Menschenrechten, einschlägiger Gesetzgebung gem. §8a SGB VIII in Verb. mit §1666 BGB vor, sondern eine durch Familiengericht und Jugendamt begangene Gefährdung des Kindeswohles von Antonya Schandorff. Antonya, 13 Jahre, wurde der unbegleitete Ausgang verwehrt, ebenso jeder
Kontakt zum bisherigen sozialen Umfeld, auch der Erhalt von Post und weitere Maßnahmen, die aus meiner Sicht alles andere als förderlich sind für die Entwicklung. Es ist aus meiner Sicht ein ganz ungeheuerlicher Vorgang, ein junges Mädchen von jetzt 13 Jahren gegen dessen erklärten Willen unter völlig unsubstantiierten Anschuldigungen und
unbewiesenen Vorwürfen ohne vorheriges Kennenlernen der Familie und ohne ein konkretes Hilfeangebot an diese aus der Familie wegzureißen – überdies aus dem besonderen Schutzraum „Schule“ aus dem laufenden Unterricht heraus.

Ebenso erscheinen mir die Umstände der Unterbringung in einem ohnehin von vornherein offenbar auf Dauer angelegten Fremdpflegeverhältnis (sonst wäre ein ‘Clearing’ in einer Inobhutnahmepflegestelle für längstens 4 Wochen erfolgt) menschenrechts- und kindeswohlverachtend.

•Welche 12-/13-jährige möchte denn auf diese Weise („Ihr dürft ihr kein Handy leihen, damit Antonya nicht ihre Eltern anruft!“) in einer neuen Schule bloßgestellt werden?

•Welches Kind diesen Alters verzichtet auf diese Weise erzwungen auf Besuch, Kontakt, Geschenke von den Eltern zum Geburtstag?

•Ebenso Verbot der freien Telekommunikation, Verstoß gegen das Post-/und Fernmeldegeheimnis, versuchter Verstoß gegen die Religionsfreiheit …

•Alles das unter dem Deckmäntelchen ‘Kindeswohl’ ?

•Und der Maßgabe seitens Jugendamt, Gericht und Kinderheim: „Antonya soll sich entwickeln, wachsen… – nicht mehr ‘isoliert’ werden?“ (Falls sie es je war, was ich deutlich bezweifle!)

Warum das alles?

Meine Arbeits-These: Erfolgen sollte bei dem Kind vermutlich eine ‘basale Neuorientierung’. Da Menschen ‘soziale Wesen’ sind, brauchen Menschen anderen Menschen, um leben/überleben zu können (s. Hospitalismusschäden bei Säuglingen).

Vielleicht hat man sich gedacht: Wenn man Antonya lange genug aller alten sozialen Kontakte zur Herkunftsfamilie und ihrem früheren Umfeld beraube, werde sich das Kind schon neuen ‘Eltern’ und ihrer neuen ‘Heimfamilie’ anschließen (???)
Nur funktioniert das eher selten bei Heranwachsenden, die älter sind als 10 Jahre – schon gar nicht unter Zwang…

Und noch weniger, wenn Kinder – wie hier Antonya! – ein offensichtlich gutes, liebevolles und behütetes Zuhause haben. Antonya verweigerte sich offenbar die gesamten 7 Monate dieser Methode. Nach meiner Ansicht führt so ein Vorgehen in einem solchen Fall seelisch in die totale Katastrophe – in eine umfassende Traumatisierung des betroffenen Kindes mit
schwerwiegenden, möglicherweise lebenslangen Folgen. Die Folgen, die ein solches Behördenvorgehen für die betr. Eltern haben kann, mag sich jeder erwachsene (Eltern-)Leser selbst ausmalen. Übrigens gehen beispielsweise Sekten ähnlich vor, wenn sie neue Mitglieder angeworben haben:

Vollständige Trennung von der Herkunftsfamilie, Unterbindung aller sozialen Kontakte, damit das neue Mitglied sich vollständig der Sektenfamilie anschließe (ich sage damit nicht, dass das Heim eine ‘Sekte’ wäre o.ä. – nur, dass sich die Methodik nach meiner Ansicht ähnelt). III. Betreff des Kinderhauses M. in Vi.: Am 01.09.2013, nachdem ich alles, was bis dahin an Informationen zu bekommen war, genau studiert, innerlich mit meinen Erfahrungen verglichen hatte, schrieb ich spontan das Kinderhaus M. in Vi. per email an, schilderte in sachlich-angemessener Form meinen Eindruck
anhand von Erfahrungen. Mein Erstaunen hätte nicht größer sein können, als ich tatsächlich eine gute Stunde später eine
Rückantwort erhielt, die ich weder verlangt, noch erwartet hatte. Betreff der Schützlinge einer Einrichtung der Jugendhilfe besteht Datenschutz und Schweigepflicht gegenüber Außenstehenden (wie mir). Am Abend kam dann eine zweite e-mail seitens des Leiterehepaares des Kinderhauses an mich. Das Kinderhaus, Ehepaar Sch., teilte mir u.a. mit * im folgenden sinngemäß wiedergegeben*, dass => Antonya nicht mehr in die Einrichtung Kinderhaus M. zurückkehren werde. Auch hätten sie sich in den letzten Wochen und Monaten oft gefragt, ob die Unterbringung des Kindes in ihrer Einrichtung weiterhin sinnvoll schiene.

Am 29.09.13 bekam ich eine weitere e-mail des Kinderhauses (ohne vorangegangene Zuschrift meinerseits!).

Sehr geehrte Frau …,
Gerne möchten wir hier ein kurze Erklärung abgeben. Es folgt ungefähr eine DIN-A-4-Seite, die auch beschreibt, wie Antonya die Einrichtung verlassen konnte. ‘Verlangt’ oder auch nur ‘erwartet’ hatte ich eine solche ‘Erklärung’ nicht –
schon wegen Datenschutz und Schweigepflicht … Nun ja. Sehr seltsam fand ich den ‘Zirkelschluss’ des Heimleiterehepaares Sch., dass Antonya (da nicht eingeschlossen) jederzeit die Möglichkeit gehabt hätte wegzulaufen. Und weil sie dies in den Monaten ab 25.01.13 bis 27.08.13 nicht tat, sich ebenso wohl auch an das ‘Kontaktverbot’
gehalten haben soll, wohl doch was vorgefallen sein müsse zuhause… Das ist so den Zeilen der Heimleitung an mich zu entnehmen… Hieße dann aber im Umkehrschluss betr. des Weglaufens was? Alternative Erklärungsmöglichkeiten, warum Antonya (zunächst) nicht weglief, wären für mich:

•Antonya ist zu brav und wohlerzogen, um entgegen den Vorgaben von Erwachsenen zu handeln

•sie hatte zuviel Angst vor den Gefahren einer Flucht oder

•sie hatte zu große Angst, dass sie und die Eltern in noch größere Schwierigkeiten geraten könnten oder

•sie glaubte zunächst, was ihr (lt. ihren aktuellen Angaben) erzählt worden sein soll: „Deine Eltern wollen dich nicht sehen!“

Das zuständige Jugendamt OHZ (Frau Hanna Ahrens ) habe ich jeweils nach meinem pflichtgemäßen Ermessen über dieses in meinen Augen merkwürdige Mitteilungsbedürfnis der Heimleitung unterrichtet, erhielt darüber auch jeweils eine Lesebestätigung. „Das haben wir ja gar nicht gewusst!“, geht da nun nicht mehr…IV. Machbare Lösungen für Antonya? Angebote oder Vorschläge seitens des Kreises OHZ gibt es scheinbar keine. Mir sind jedenfalls keine bekannt.

Der Kreis erstattete Anzeige mit Strafantrag gegen Antonyas Eltern – mutmaßlich wegen Kindesentzug, obgleich Antonya aus dem Heim weglief und bei ihren Eltern (natürlicherweise) Schutz und Hilfe suchte. Siehe auch ihr anfängliches Internetvideo als Textband. Würden die Eltern mit Antonya ‘freiwillig’ zurückkehren, drohten ihnen bis zu 5 Jahren Haft
und eine Tochter, die ein seelisch vereinsamtes Leben in einer Zwangsunterbringung im einem Kinderheim vor sich hätte. Mit aus meiner Sicht vermutlich desolaten Folgen für das Mädchen. Lebenslange Traumatisierung? Nicht nur der Tochter, sondern auch der Eltern? Das kann es doch nicht sein … Das wäre unmenschlich. Wo leben wir eigentlich?

Für die Eltern könnte also zum Schutz des Wohles der Tochter so eine ‘Lösung’ nicht in Frage kommen. Das Vertrauen in das Kreisjugendamt Osterholz wie auch zum zuständigen Familiengericht scheint aus meiner Sicht ohnehin unwiederbringlich zerstört. Der Anwalt sieht dies augenscheinlich genauso (Quelle: RTL-Bericht, WESER-Kurier).
Ohnehin schildern die Eltern, dass sie sich in den 7 Monaten der Unterbringung von Antonya ständig auch über ihren Rechtsanwalt um Kontakt und Gespräche mit dem Kreisjugendamt OHZ bemühten, jedoch ständig abgewiesen bzw. an die Richterin Z. verwiesen wurden. Gibt es eine weitere Möglichkeit – neben dem Angebot der polnischen Mitbürger, dass die Familie für die nächsten Jahre bis zum 18.Geburtstag der Antonya in Polen bliebe?

Ja, die gibt es. Dem Kreisjugendamt Osterholz, Amtsleiterin Hanna Ahrens und Frau 1.Kreisrätin Heike
Schumacher, wurde mit Datum 11.10.13 ein mit der Familie abgestimmter Lösungsvorschlag unterbreitet, der alle Seiten das Gesicht wahren ließe. Diese Mail wurde gelesen. Eine Lesebestätigung vom 11.10.12, 10:20 Uhr liegt vor. Nunmehr müsste sich der Kreis – z.B. über den Anwalt der Fam. Sch. – an die Familie wenden … – am besten mit einem schriftlichen O.K. in einer gebotenen rechtssicheren Form. Dann könnten wir Fam. Sch. ‘nach Hause’ holen – und ihnen ein ‘Herzliches Willkommen’ bereiten. Antonya könnte umgehend wieder ‘deutschsprachigen Schulunterricht’ bekommen. Ich bitte Sie hiermit , Frau Ahrens, Frau Schumacher, Frau Ziemer, gehen Sie in sich. Was Sie da diesem Kind und seinen Eltern antaten und antun, ist Unrecht! Das kann man ohnehin kaum gutmachen – aber nun ist es genug. Geben Sie der Familie die Chance, nach Hause zu kommen und ihr gemeinsames Leben mit Tony zu leben. Tony will nicht in ein Kinderheim – eine weitere Unterbringung würde den Schaden aus meiner Sicht nur vergrößern. Das Kind liebt seine Eltern sehr und diese haben es mit Sicherheit immer angemessen behandelt und lieb gehabt. Sonst hätte sie nicht so viel auf sich genommen, um nach Hause zu kommen. Sonst wäre sie nicht die, die sie ist: Ein tolles, mutiges, fleißiges und wohlerzogenes Mädchen.

Liebe Antonya, liebe Eltern Sch.:
Deine/eure Geschichte rührt mich zutiefst und mit Sicherheit auch viele, viele anderen Menschen. Herr Gustl Mollath ist uns allen Mahnung genug. Wir können das Geschehene nicht mehr gutmachen – aber wir können helfen, dass ihr drei eine ‘gemeinsame Zukunft’ habt. Ich würde gerne beitragen, dass ihr ein wenig Vertrauen wiedergewinnen könnt.
Herzlichst, S. , Niedersachsen, Deutschland – 14.10.2013

Mir liegen Briefe, die Antonya nicht ausgehändigt wurden, sondern ‘retour’ gingen, vor. In diesem Falle ein Brief von Antonyas Tante, die in L. lebt. Es ist ein ‘Tantenbrief’, der Antonya auch von der geliebten Oma erzählt, deren Besuch Antonya ebenso verweigert wurde. („Verwandtenpflege“ wurde verweigert mit der Begründung, es könne schließlich auch in der Verwandtenfamilie „Gewalt“ geben. …. Ja, is’ klar, und Briefe teilen auch ‘Hiebe’ aus, nicht wahr?


von : Direkthilfe
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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

09.12.2013 um 11:57
@luta
luta schrieb:Willst Du damit etwa sagen, dass @osiris13 und @amerasu vom JA sind und hier verdeckt schreiben?
Auf was für hanebüchene Ideen kommst du denn? Halte dich einfach an das, was ich geschrieben habe, nämlich dass sich die Einschätzungen decken und orakel nicht wild in der Gegend herum. Wenn ich etwas anderes hätte aussagen wollen, glaube mir, ich hätte es so formuliert, dass es für jeden eindeutig ersichtlich gewesen wäre.

Vielleicht hätte einfach nur der Link zum "Chronogischen Ablauf" gereicht, denn diesen ganzen Text haben wir alle schon längst gelesen und kommentiert. Dennoch ein paar Anmerkungen hierzu:

- Dieser Text stammt nicht von der DDhilfe, sondern den hat jemand, der sich S. nennt und dessen Daten der Direkthilfe bekannt sind, dort eingestellt.

- Wenn du meinst, dass dieser Text "dort aber seltsamerweise nicht mehr aufgefunden werden kann", dann weil er von der DDhilfe gezielt gelöscht wurde. Es sollte dir nicht entgangen sein, dass zwischen den Schandorffs und der DDhilfe keine Zusammenarbeit mehr besteht.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

09.12.2013 um 19:43
@luta
Ich verstehe, dass Du Deine Befürchtungen in diesem Text bestätigt siehts.
Wenn Du den Text aber mal Stück für Stück betrachtest, werden auch hier die wesentlichen Fragen nicht beantwortet.

- Es wird behauptet einziger Hinweis auf häusliche Gewalt wäre die Anzeige der (Halb-)Schwester gewesen.
Richtig ist, dass das auf deren Anzeige erfolgte Verfahren eingestellt wurde.
Nicht bekannt ist, ob es noch weitere Hinweise auf häusliche Gewalt gibt.
Schandorffs sagen nein, das Jugendamt darf sich über die Aussage "Hinweise auf häusliche Gewalt" nicht äußern.

- Der unangekündigte Besuch des Jugendamtes
Lt. Bericht von S. wurde umgehend der Kontakt zu Antonya gestattet.
Im Interview wird von Frau Schandorff erklärt, dass der Besuch nicht gepasst hätte und ein Gespräch an der Haustür geführt wurde.
Meiner Meinung nach kaum der geeignete Rahmen, dazu hatte ich mich ja schon geäußert.
Lt. Familie Schandorff hätte es sonst keine weiteren, wie auch immer gearteten Versuche des Jugendamtes gegeben, Kontakt aufzunehmen, geschweige denn, hätten weitere Gespräche stattgefunden.
Eine Stellungnahme des Jugendamtes hierzu kann aufgrund der Schweigepflicht nicht erfolgen.

Dass ein Familiengericht aufgrund eines einmaligen Gespräches zwischen Tür und Angel den Eltern das Sorgerecht entzieht, die Inobhutnahme des Kindes beschließt und das Kind aus der Schule abholt ist für mich - im Wortsinne - undenkbar. Auf welcher Grundlage sollte so eine Entscheidung erfolgen?

Letztendlich stützt sich all das auf die Aussagen und Darstellungen der Eltern.

Wenn das alles wie von den Eltern und S. geschildert gelaufen ist, warum hat nicht einer der beauftragten Anwälte da einen Ansatzpunkt gefunden? Jeder dieser Anwälte wird Akteneinsicht beantragt haben. Denkbar ist da, dass sich aus der Jugendamtsakte ein anderes Bild ergeben hat. Das alleine wäre für einen Anwalt sicherlich noch kein Grund ein Mandat niederzulegen. Wenn der Mandant aber für machbare/ umsetzbare Vorschläge nicht zugänglich ist, ist da nicht viel zu machen. Ein Skandal in dem Ausmaß wie von Schandorffs geschildert scheint anhand der Akten aber auch nicht belegbar zu sein, sonst wäre das wiederum ein "gefundenes Fressen" für den Anwalt gewesen.

Bei aller Emotionalität die in diesem Thema steckt, sollte man aber auch mal tief durchatmen und versuchen, das Ganze rational zu betrachten.

Ach, und zu Deiner Beruhigung: Ich bin keine Mitarbeiterin des Jugendamtes. Weder in Osterholz noch sonst irgendwo :)


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

10.12.2013 um 17:10
@emz
emz schrieb:Auf was für hanebüchene Ideen kommst du denn?
Möglicherweise die richtigen? Ich habe früher immer gern "Heiteres Beruferaten" mit Robert Lembke geguckt, zu dir hätte ich auch schon einen passenden Beruf, wenn ich mir so anschaue was Du mir bisher geschrieben hast:

-deine Meinung spielt hier keine Rolle
-Halte dich einfach an das, was ich geschrieben habe
-glaube mir

Am besten, denke ich, würde Diktator zu dir passen :)
Sacha-Baron-Cohen-and-Cha-010
emz schrieb:Vielleicht hätte einfach nur der Link zum "Chronogischen Ablauf" gereicht, denn diesen ganzen Text haben wir alle schon längst gelesen und kommentiert.
Habe ich mit Absicht hier reingestellt, der ist viel zu selten zu finden im Internet, sonst nur noch auf 2 weiteren websites.
emz schrieb:- Dieser Text stammt nicht von der DDhilfe, sondern den hat jemand, der sich S. nennt und dessen Daten der Direkthilfe bekannt sind, dort eingestellt.
Das hatte ich schon gemerkt und ich habe dazu auch eine wieder eine "hanebüchene Idee", dass "S." eine Abkürzung für "Silke" sein kann :)
- Wenn du meinst, dass dieser Text "dort aber seltsamerweise nicht mehr aufgefunden werden kann", dann weil er von der DDhilfe gezielt gelöscht wurde. Es sollte dir nicht entgangen sein, dass zwischen den Schandorffs und der DDhilfe keine Zusammenarbeit mehr besteht.
Ich sehe nur, die sind immer noch fleißig am Geldeinsammeln, das sie derAntonya wohl auszahlen wollen, falls sie mal 18 wird.
Die Vorsitzende erklärte mir, dass man die Unterstützung der Familie eingestellt habe, die eingegangenen Spendengelder für Antonya vermutlich auf ein Sparbuch für Antonya einzahlen will, worüber die 13-Jährige dann mit 18 verfügen könnte, und das man morgen im Verein noch mal ein Gespräch führen würde, wie man mit dem Fall abschließend umgeht.
Quelle: http://beamtendumm.wordpress.com/2013/11/16/ddh-damliche-direkthilfe/

Hier die aktuellen Antonya-Links auf der DDH-Website
http://deutsche-direkthilfe.de/antonya-helfen/
http://deutsche-direkthilfe.de/offener-brief-der-deutschen-direkthilfe-an-antonya-schandorff/
http://deutsche-direkthilfe.de/projekte/antonya/

Da kann sich Antonya ja dann mal so richtig freuen, wenn sie 18 wird!


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

10.12.2013 um 18:29
@luta
Die Beamtendumm-Quelle, die du angibst, stammt von Mitte November.
Dass die Spendenaufrufe weiterhin auf der DDhilfe-Seite vorhanden sind, ist in der Tat sehr merkwürdig. Dem sollte unbedingt nachgegangen werden.
Denn soweit ich weiß, sind die gespendeten Gelder zurückgezahlt worden, es bestätigt auch jemand die erhaltene Rückbuchung.

Ich weiß eigentlich nur, dass die Spendengelder ursprünglich nicht für den Unterhalt der Familie und auch nicht für ein Sparbuch gedacht waren. Axel Schandorff schrieb seinerzeit von Anwaltskosten, weshalb die DDhilfe die Einnahmen dann direkt dem Anwalt zukommen lassen wollte.
Wir möchten Sie deshalb auch noch mal bitten, Antonya und uns weiterhin mit einer Solidaritätsspende zu unterstützen, damit die sehr gute Rechtsverteidigung für uns in den nächsten Wochen gesichert ist. Vielen herzlichen Dank!
Die spätere Stiftung Antonya soll helfen, Eltern und ihren Kindern den nötigen Rechtsbeistand zu gewähren, der leider nötig ist, wenn einem Gerechtigkeit widerfahren soll.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

10.12.2013 um 18:33
@luta
luta schrieb: Ich habe früher immer gern "Heiteres Beruferaten" mit Robert Lembke geguckt
Das macht dich natürlich zu einem ungemein überzeugenden Experten in Sachen Beruferaten, *hust*.
luta schrieb:wenn ich mir so anschaue was Du mir bisher geschrieben hast:

-deine Meinung spielt hier keine Rolle
-Halte dich einfach an das, was ich geschrieben habe
-glaube mir
Naja, wenn du meinst, dass du das ruhig aus dem Zusammenhang reißen kannst und es nicht auffällt, dass sich diese Sätze auf deine Herumdeutelei bezogen haben bzw. dass es eben nicht allein ausschlaggebend ist, was das betroffene Kind will, dann wundert mich deine Wahrnehmung der Sachlage auch nicht weiter. -.-


Ich weiß ja nicht, ob du's schon wusstest, aber es soll Kinder geben, die in in krankmachenden Familien leben, die in Doppelbindungen gefangen sind und psychisch daran zu Grunde gehen.

Viele diese Kinder "wollen" aber lieber bei ihren Eltern bleiben, fühlen sich dort angeblich wohl und merken nicht (wie auch?), dass die Familiensituation, -kommunikation usw. sie so sehr schädigen kann, dass irgendwann Psychosen ausbrechen können.

Kannst du die Situation der Schandorffs beurteilen?

Hast du irgendwelche Informationen, dass es in diesem Fall nicht so etwas oder ähnliches geben könnte?

Falls ja, wir lassen uns alle gerne eines Besseren belehren.

Falls nein, dann verschone uns bitte mit deinem Bauchgefühl und deinen Ahnungen und nimm endlich zur Kenntnis, dass das JA solche Informationen sehr wahrscheinlich hat. Und nicht nur das in OHZ, sondern - und erst recht - dass JA, welches den Fall zuvor betreut hat.
luta schrieb:Habe ich mit Absicht hier reingestellt, der ist viel zu selten zu finden im Internet, sonst nur noch auf 2 weiteren websites.
Ich finde diese Zusammenfassung wesentlich treffender und realitätsnäher:
http://ndrrhnr.blogspot.de/2013/11/das-antonya-debakel.html


@amerasu
- Es wird behauptet einziger Hinweis auf häusliche Gewalt wäre die Anzeige der (Halb-)Schwester gewesen.
Richtig ist, dass das auf deren Anzeige erfolgte Verfahren eingestellt wurde.
Das wissen wir eben nicht genau. Falls du andere Infos hast oder ich was überlesen habe, wäre ich für Links/Quellen dankbar.


@emz

Wie ist das eigentlich mit Abschiebungen innerhalb der EU? Da Polen ein EU-Land ist, bin ich mir gar nicht so sicher, eine Abschiebung nach 3 Monaten so einfach möglich ist oder ob da noch andere Gesetze greifen können. Ich finde auch grad nichts wirklich aussagekräftiges dazu, hast du da mehr Infos?


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

10.12.2013 um 19:36
@amerasu
amerasu schrieb:Nicht bekannt ist, ob es noch weitere Hinweise auf häusliche Gewalt gibt.
Schandorffs sagen nein, das Jugendamt darf sich über die Aussage "Hinweise auf häusliche Gewalt" nicht äußern.
Deshalb nehme ich die mir plausibelste Annahme als vorläufig richtig an, dass es keine weiteren Hinweise auf häusliche Gewalt gibt. Grund dafür ist auch, dass in der RTL-Reportage gesagt wurde:
RTL-Narratorin: "Dabei standen für das Jugendamt gar nicht die Gewaltvorwürfe im Vordergrund, sondern der Eindruck, dass Antonia völlig isoliert gelebt haben soll."
amerasu schrieb:- Der unangekündigte Besuch des Jugendamtes
und was an dem Tag geschah oder nicht geschah sollte für die herausnahme irrelevant sein, da nach diesem Tag aber noch vor der Herausnahme eine Gutachterin ausführlich getrennt mit Mutter und Tochter gesprochen hatte.
amerasu schrieb:Wenn das alles wie von den Eltern und S. geschildert gelaufen ist, warum hat nicht einer der beauftragten Anwälte da einen Ansatzpunkt gefunden?
Meine Erklärung ist, dass es sich um Behördenwillkür handelt, wenn das was im Text von S. geschildert ist, wahr ist. Behördenwillkür habe ich persönlich bereits selbst zur Genüge erlebt, kann also bestätigen, dass es so etwas prinzipiell gibt.
Auszug aus Text von "S.":
Die Eltern hatten umgehend über einen Anwalt Beschwerde eingelegt. Auch wurden diverse Verwandte zur Unterbringung von Antonya (‘Verwandtenpflege’) vorgeschlagen.
Das wurde laut Eltern mit der Begründung abgelehnt, dass es nicht auszuschliessen sei, dass es in der weiteren familiären Verwandtschaft auch ‘Gewalt’ gäbe (!!!)
amerasu schrieb:Bei aller Emotionalität die in diesem Thema steckt, sollte man aber auch mal tief durchatmen und versuchen, das Ganze rational zu betrachten.
Rational betrachtet, kann ich sagen, dass sich meine Einschätzung zu dem Fall mit der Einschätzung des Verfassers "S." des obigen Textes deckt. Ich kann für mich sagen, dass ich in der Angelegenheit neutral bin, habe selbst erst vor einer Woche das erste mal davon erfahren und wohne einige hundert Kilometer entfernt.
Wenn man man selbst involviert ist, entweder zur Familie der Betroffenen oder zu den involvierten Behörden gehört, kann und sollte man das nicht ohne weiteres von sich behaupten.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

10.12.2013 um 20:42
Hier sind ausführlich die Voraussetzungen aufgeführt, die erfüllt sein müssen, wenn man sich länger als 3 Monate in Polen aufhalten will.

http://www.eures.praca.gov.pl/de/index.php?option=com_content&view=article&id=77&Itemid=110


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

10.12.2013 um 21:36
@emz

Besten Dank! :)


@luta
luta schrieb:Deshalb nehme ich die mir plausibelste Annahme als vorläufig richtig an, dass es keine weiteren Hinweise auf häusliche Gewalt gibt. Grund dafür ist auch, dass in der RTL-Reportage gesagt wurde:
RTL-Narratorin: "Dabei standen für das Jugendamt gar nicht die Gewaltvorwürfe im Vordergrund, sondern der Eindruck, dass Antonia völlig isoliert gelebt haben soll."
Hier drehen wir uns nun im Kreis, da wir diesen Punkt bereits mehrfach hatten und keiner von uns das sagen, geschweige denn belegen kann.
Übrigens: was plausibel ist, muss nicht immer wahr sein. ;)
luta schrieb:und was an dem Tag geschah oder nicht geschah sollte für die herausnahme irrelevant sein, da nach diesem Tag aber noch vor der Herausnahme eine Gutachterin ausführlich getrennt mit Mutter und Tochter gesprochen hatte.
Auch was dort besprochen wurde, wissen nur die Beteiligten. Wir haben nur die Aussagen der Schandorffs. Ob die nun vollständig oder wahr sind, darauf kann man nur vertrauen (oder auch nicht). DieGegenseite ist gesetzlich zu Stillschweigen verpflichtet, was die Details angeht. Bis auf ein paar recht allgemein gehaltene Aussagen über Sachverhalte, die die Schandorffs sowieso schon im Netz über sich preisgegeben hatten, haben wir keine Infos dieser Seite. Deswegen kann man sich gar kein objektives Urteil bilden. Only one Side of the Story.

Aporopos Gutachten: hat Andrea Jacob denn mittlerweile ihr Gegengutachten fertig, oder dauert das noch? Schreibt sie überhaupt eins?
luta schrieb:Meine Erklärung ist, dass es sich um Behördenwillkür handelt, wenn das was im Text von S. geschildert ist, wahr ist. Behördenwillkür habe ich persönlich bereits selbst zur Genüge erlebt, kann also bestätigen, dass es so etwas prinzipiell gibt.
Ja, da ist man immer gerne ganz schnell, was solche Urteile angeht. "Das böse Jugendamt" handelt entweder willkürlich, voreilig oder betreibt "Kinderklau", damit die Heime sich dumm und dusselig daran verdienen, da sie ja auch überhaupt keine Ausgaben haben. Oder aber es handelt zu spät, wenn Kinder sterben oder verwahrlosen, in der Wohnung nebenan verprügelt werden und das JA nicht reagiert. Je nach gusto sucht sich Behördenfeind seine Seite der Medaille schon raus. [ironie off]
In wievielen zigtausen Fällen FamGericht, JA und Heime genau das richtige getan haben, interessiert da nicht mehr. Das konnte man auch sehr gut verfolgen, als auf der Seite "Freiheit für Antonia" gegen das Kinderheim Marbede gehetzt wurde. Ehemalige Bewohner des Heims widersprachen Antonyas Darstellungen, indem sie ihre eigenen positiven Erfahrungen schilderten. Das interessierte da bloß keinen. Der Heimbetreiber war bei der Bundeswehr gewesen, die Info reichte aus, um ihn als Sadisten darstellen zu können.

Behördenwillkür mag es geben, es ist eher "Menschenwillkür", da es auch unfähige Leute in wichtigen Positionen gibt oder nem Amtsmenschen deine Nase nicht passt. So gesehen erlebt man ständig "Behördenwillkür". Aber wer glaubt tatsächlich, dass "SIE[TM] alle unter einer Decke stecken"? Jeder Mitarbeiter in diesem Bereich steht doch selbst mit einem Bein im Knast oder ist zumindest seinen Job los, wenn er seine Arbeit nicht ganz akribisch macht und all seine Entscheidungen nicht genau begründen kann. Weswegen gibt es wohl permanent Teamsitzungen, Fallbesprechungen und Supervision in der Jugendarbeit? Bestimmt nicht, weil man sich nur lustige Geschichten zu erzählen hat, sondern weil die Entscheidungen im Team reflektiert werden müssen. Und jedes Detail muss dokumentiert werden. Ich möchte diesen Job nicht machen!
luta schrieb:Rational betrachtet, kann ich sagen, dass sich meine Einschätzung zu dem Fall mit der Einschätzung des Verfassers "S." des obigen Textes deckt. Ich kann für mich sagen, dass ich in der Angelegenheit neutral bin, habe selbst erst vor einer Woche das erste mal davon erfahren und wohne einige hundert Kilometer entfernt.
Wenn der Verfasser tatsächlich Silke ist, dann frage ich mich, warum sie z.B. auf Facebook nur bestimmte Ausschnitte der Behördenpost zeigt. Sie wurde gefragt, warum sie nicht die vollständigen Briefe zeigt. Ihre Antwort war, dass sie nur das posten würde, was ihrer Ansicht nach relevant sei und nicht vom Thema ablenken würde.
Klasse Antwort, lol ;)
Beitrag von RubyTuesday, Seite 6

Was stand wohl in den Zeilen, die man nicht sehen darf? Allein die Tatsache, dass du daran nicht zweifelst, lässt mich an deiner Neutralität und Rationalität zweifeln, @luta!
luta schrieb:Wenn man man selbst involviert ist, entweder zur Familie der Betroffenen oder zu den involvierten Behörden gehört, kann und sollte man das nicht ohne weiteres von sich behaupten.
Ich denke, aufgrund der oben geschilderten Arbeitsweise in der Jugendarbeit ist diese Seite eher die neutralere, da viele Menschen sich immer wieder eingehend beraten müssen. Jedenfalls neutraler, als eine Famile, die sich ungerecht beahndelt fühlt und fragwürdige Aktionen startet.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

11.12.2013 um 18:28
@luta
Weshalb macht es die Aussage des Jugendamtes, dass die "Gewaltvorwürfte nicht im Vordergrund" standen plausibel, dass es keine weiteren gibt? Dann hätte man eher davon gesprochen, dass die Gewaltvorwürfe glücklicherweise ausgeräumt werden konnten.

Warum ist der unangekündigte Besuch jetzt plötzlich irrelevant?
Sicherlich wird dieser Termin nicht ausschlaggebend für den weiteren Verlauf gewesen sein, für mich ist das aber ein Hinweis auf den wohl üblichen Umgang mit dem Jugendamt, also wenig zu merken von Kooperation.

Behördenwillkür wäre für jeden Anwalt ein gefundenes Fressen! Sollte sich da auch nur der kleinste Hinweis finden, dass die Mitarbeiter des JA nicht vollkommen korrekt gearbeitet haben, hätte sich jeder Anwalt regelrecht darauf gestürzt.

Wie Du schon richtig schreibst, deckt sich Deine Meinung mit der von Silke. Leider ignorierst Du dabei alle anderen Quellen und Möglichkeiten. Besonders rational ist das nicht.

Zur DDH kann ich nur sagen, dass diese sich deutlichst von der Familie distanziert hatten, nachdem auf Nachfragen keine oder nur unzureichende Antworten kamen. Als sie die Distanzierung öffentlich bekannt gemacht haben, gab es Morddrohungen. Aus welchem Umfeld ergibt sich aus der FB-Seite der DDH nicht eindeutig.

@RubyTuesday
Dachte das wäre geklärt!? Ich hatte die bisherigen Einträge so gelesen, dass sich eindeutig ergeben hätte, dass die Einstellung die Anzeige der Schwester betrifft? Ich schau mir das nochmal an. Aber mehr Infos habe ich da nicht. Falls ich da etwas Falsches als Fakt weitergegeben habe: Entschuldigung!


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11.12.2013 um 18:30
@RubyTuesday
Ich kann mich Deinen Ausführungen nur anschließen.
Insbesondere, was die Arbeit des Jugendamtes betrifft und die Art und Weise der Darstellung des Falls durch Silke.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

11.12.2013 um 18:33
@luta
Sehe jetzt erst Deinen Vergleich zu rentina.
Bitte spar Dir so etwas! Das ist im höchsten Maße unangemessen. Wenn Dir die Argumente ausgehen oder Du auf die Äußerungen eines anderen Users auf keiner anderen Ebene reagieren kannst, spar Dir doch bitte einen Kommentar.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

11.12.2013 um 19:47
@RubyTuesday
Habe mich leider getäuscht. Bei mir war hängengeblieben, dass sich die Einstellung des Strafverfahrens auf die Anzeige der Schwester bezog, die zugänglichen Scans des Dokuments lassen diesen Schluß tatsächlich aber nicht zu.


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