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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

16.03.2014 um 22:28
@bellady
Danke für die Ergänzung!

In einer Talkrunde mit Familie Haase - ihnen wurden die Kinder entzogen und sie sind bis vor den EuGH und haben gewonnen - wurde als ein wesentlicher Grund für Fehlentscheidungenn des Jugendamtes, eine schwache Jugendamtsleitung genannt. Ich muss den Beitrag nochmals raussuchen, glaube aber, dass es das gleiche Jugendamt war.
Vielleicht liegt darin der Grund, dass immer wieder die gleichen Jugendämter negativ auffallen.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

16.03.2014 um 23:05
@bellady

Sorry, ich schulde Dir noch Antworten!
bellady schrieb:Zu den Gründen der in Obhutnahme: Die Plätze müssen "belegt" sein, denn nur so bekommen das JA auch ihr Geld und darum wird es gehen. Schliesslich kann man das auch etwas steuern, ob man Kinder aufnimmt, bei denen die Eltern bezahlen können oder nicht......man will ja schliesslich die Leistungsträger nicht überstrapazieren.
Wie gesagt, die Sätze sind durch die Tabelle, ähnlich der Düsseldorfer Tabelle, festgelegt. Die Heime selbst bekommen Tagessätze pro Heimplatz vom Amt, damit müssen sie sämtliche Kosten decken. Da bleibt nicht wirklich etwas übrig, damit eine Heimleitung sich bereichert.
bellady schrieb:Dann sind in den Einrichtungen Kinder dort untergebracht , wie du schreibst aus den verschiedensten Gründen, also meist können die Kinder sich untereinander schon nicht verstehen, weshalb der eine nicht da bleiben will und der andere doch .....es kann zu keinem friedlichen Miteinander kommen.....

An den WE und Ferien macht sich das dann bemerkbar, dann werden die von den Eltern abgeschobenen auch nicht abgeholt.....
Das ist mir etwas zu pauschal ausgedrückt. Das hieße ja, dass sich in keinem Heim die Kinder/Jugendlichen untereinander verstehen würden. Das mag zum Teil zutreffen, insbesondere sogar in größeren Einrichtungen, aber sicherlich nicht immer und überall. Ich habe mal einige Tage in so einem Kleinstheim hospitiert. Dort gab es sechs Plätze, die Kids waren so zwischen 8 und 21 Jahre alt. Die kamen recht gut miteinander aus. Natürlich gab und gibt es auch Streitigkeiten und Meinungsverscheidenheiten. Aber das gibt es in "normalen" Familien auch.
bellady schrieb:Und man kann es doch sehen......wer dort bleiben will , bekommt keine Probleme, nur wer weg will...
Anfangs gab es auf den FB Seiten v. Antonya noch einige Stimmen von ehemaligen Bewohnern des betreffenden Heims, die anderer Ansicht waren und berichteten, dass ihnen dort sehr wohl geholfen wurde und die jungen Bewohner und Ex-Bewohner dankbar waren, dadurch wieder ein normales Leben führen zu können. Ich könnte mir vorstellen, dass es zu Beginn der Unterbringung oft hart ist - andere Umgebung, fremde Menschen, strengere Regeln etc. Aber viele brauchen diese Regeln auch. Die Distanz zu den krankmachenden Familienkonstellationen, die es durchaus gibt, führen oft zu einer Entspannung und Veränderung der Kids zum Positiven. Bei einigen Kids ist es auch so, dass sie nur durch die Besuche und Kontakte zu ihren Eltern wieder völlig verunsichert und verhaltenauffällig wurden.
bellady schrieb:Nur ist es so, dass man tatsächlich eine ohnehin schon angeschlagene Familie vollends zerstören kann, wenn dann noch unberechtigterweise Kinder herausgenommen werden.
Das mag vorkommen. Es wird aber für meinen Geschmack viel zu oft so getan, als würden die Ämter Familien zerstören. Leider gibt es viel zu oft Fälle, wo die Eltern die Seelen der eigenen Kinder zerstören. Aber das wäre ein eigenes Thema wert.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

17.03.2014 um 09:21
@RubyTuesday
@amerasu

Das ist ja alles gut und schön, und sicherlich gibt es Familien und Kinder, die an so einer Einrichtung froh sind, doch auf der anderen Seite hat man dort offensichtlich ein Problem damit ,eine Fehlbelegung zu zugeben, dass es nicht für alle Kinder das richtige ist .

Ich habe diesen Spuk zwei Jahre mitgemacht und das schon 5 Jahre vor dem Schicksal der Familie
Haase, die wenn sie auch vor dem EuGH gewonnen hat, so hat sie doch einen sehr hohen Preis bezahlt.

@RubyTuesday
Und wie du schreibst gibt es Eltern, die ihren eigenen Kindern die Seelen zerstören so wie es auch ElternTEILE gibt, in unserem Fall der Vater, die das machen, den anderen arbeitenden Elternteil als soziale Hängematte benutzen, Morddrohungen aussprechen , sowie nebenbei auf ihrer Kindern Schulbildung neidisch sind.

Auch mit diesem "Tatbestand" hatte man so seine Probleme, wie es sich im Nachhinein herausstellte, denn ab dem Zeitpunkt, als ich meine Unterschrift geleistet hatte, dass unsere Tochter von meiner Seite aus sogar "durfte" in so eine Einrichtung. ihre Schulleistung wieder aufzuholen, ab da wurden die ganzen Begründungen im Schriftverkehr verdreht oder unter den Tisch gekehrt !!!!

Sogar die Gesprächsrunde mit dem JA, an dem die Lehrerin unserer Tochter auch teilnahm, musste aus Sicherheitsgründen im Lehrerzimmer stattfinden^^

Ich lies mich auf das ganze Abenteur ein, da sogar von der Lehrerin auch die Empfehlung kam für diese Wohngruppe, der ich rein äusserlich nichts entgegenzusetzten hatte..... auch der Lehrerin ist es nicht entgangen, dass sich mit meiner Unterschriftenleistung etwas Grundlegendes verändert hatte und sprach diesen JA-Mitarbeiter nochmals eindringlich darauf an, was für ein "Pferdefuss" sich daraus entwickeln kann, wenn das nicht von Anfang an in die richtige Bahnen gelenkt werde und der "Pferdefuss" ließ nicht lange auf sich warten !!!

Was ich damit sagen will.....dass Kinder und Elternteile weiterhin der Gewalt ausgeliefert werden,
diese Pflegeplätze auch dafür benutzt werden, gewalttätige Elternteile "reinzuwaschen" indem die Kinder gezwungen werden, diesen zu besuchen und klar...... mit der Zeit werden diese Kinder auch "ruhig"und wurden nochmals bestraft.

In die Handhabung der Finanzierung der Pflegeplätze möchte ich mich nicht mehr vertiefen, für mich geht es da um die "Waschung" von Arbeitsplätzen verschiedener Arbeitsmärkte.....denn weshalb wird diesen Kinder oder deren "gutem" Elternteil keine Rücktrittsrecht eingeräumt , da es eine Probezeit für das Wohnen dort auch nicht gibt ?

Also insgesamt , so ist bei mir und meinen Kindern ein sehr bittererer Nachgeschmack geblieben aus der Alternative ,die man mir im Erstgespäch angeboten hatte,< lieber ein Ende mit Schrecken , als ein Schrecken ohne Ende >, wobei dann das Ende mit Schrecken nochmals 10 Jahre gedauert hat.^^


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17.03.2014 um 10:16
@bellady

Auch nach mehrmaligem lesen bin ich nicht ganz sicher, ob ich Deinen Ausführungen folgen kann. Wenn ich Dich richtig verstehe, war/ist Deine eigene Tochter in einem Heim, aufgrund des Verhaltens Deines (Ex-?)Mannes/Kindesvaters?
Welche Begründungen wurden im Schriftverkehr verdreht? Die Morddrohungen deines Ex? Und aus welchen Sicherheitsgründen musste das Gespräch mit den JA Mitarbeitern im Lehrerzimmer stattfinden?
Das wird alles nicht so ganz deutlich. Auch den "Pferdefuß" verstehe ich nicht ganz. War damit das Besuchs-/Kontaktrecht des Kindesvaters gemeint, obwohl die Tochter das nicht wollte?
Auch das mit der "Waschung" von Arbeitsplätzen verschiedener Arbeitsmärkte leuchtet mir nicht wirklich ein. Wie kann man Arbeitsplätze "waschen"? Welche verschiedenen Arbeitsmärkte meinst Du?

Nunja, ich denke, eine Art "Rücktritt" von einer Heimeinweisung ist nicht so einfach möglich wie bei einem Kauf eines Gegenstandes, bei dem man vom Kaufvertrag zurücktreten kann.

Ich kann Deine Enttäuschung irgendwo aber schon nachvollziehen. In Deinen Augen (und wahrscheinlich auch in denen Deiner Tochter) war der Vater der Schuldige, was ja im Falle von Morddrohungen auch verständlich ist. Das JA muss dennoch absolut neutral bleiben und darf sich nicht auf die Seite einer Partei stellen. Da es wohl, wenn ich es richtig verstanden hatte, bei Drohungen geblieben ist, die womöglich auch nicht beweisbar sind (sprich keine schriftlichen Drohungen oder Aussagen auf Anrufbeantwortern o.ä.), kann niemand etwas machen. Bei Stalking oder tätlicher Gewalt wäre es schon eher möglich. Mal davon abgesehen, dass in diesem (Deinem) Fall nicht einmal die Polizei eine Handhabe hätte, da wahrscheinlich Aussage gegen Aussage steht, darf (!) das JA m.W. keine Partei für ein Elternteil ergreifen, so unverständlich das auch aus Sicht der Betroffenen erscheinen mag.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie dennoch alles Gute und dass Ihr ein friedliches Leben führen könnt.


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17.03.2014 um 13:01
@RubyTuesday

Ja, so ist es.

Dann sollten sie die Finger von solchen Kindern lassen und es sagen...... dann wäre ich gleich zur Polizei , dann hätte es nicht so viele "wenn" und "aber" und weitere Irrtümer gegeben.

Wenn es um Unterhaltsfragen geht, dann sind sie doch auch schnell mit der Polizei unterwegs.....

Ganz davon abgesehen, dass Kinder , die bis dahin noch nie von zu Hause weg waren, wissen nicht, was auf sie zukommen kann...

Die Drohungen gab auch weiterhin ...Beweise waren schon da, nur wenn du sagst, sie müssen sich so und so neutral verhalten, dann klar, nutzen sie das zu ihren Gunsten und aus einem Jahr wurde ein zweites .

Für meine Tochter wurde es jedenfalls zum Desaster, was die Schule anging.

Ich will damit nur sagen, weil Antonya so viel Fehlzeiten hatte in der Schule.....was sich da mit der Zeit alles ansammeln kann , auch Panikattacken, Phobien usw.

Einen Kinderpsychiater hatten wir einen sehr guten, doch das nützt am Ende auch nichts mehr, wenn das Kind nicht mehr in die Schule kann.......dann plötzlich hat man gaaanz viel Zeit.....oft Jahre .


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

17.03.2014 um 13:20
@bellady
bellady schrieb:Die Drohungen gab auch weiterhin ...Beweise waren schon da, nur wenn du sagst, sie müssen sich so und so neutral verhalten, dann klar, nutzen sie das zu ihren Gunsten und aus einem Jahr wurde ein zweites .
Liebe bellady, es geht nicht zu Gunsten des Jugenamtes. Denen kosten Heimunterbringungen auch nur Geld. Irgendwo wurde in diesem Thread schon mal erwähnt, dass es für alle Seiten das Beste ist, wenn Kinder nicht in Heime müssen. Das sehen auch die meisten Mitarbeiter der Ämter, Gerichte und Einrichtungen so. Wenn es nicht anders geht, dann ist das Heim, auch wenn Schulen gewechselt werden müssen etc., die bessere Lösung als ein durch pathologische Familienkonstellation entstandener psychischer Schaden.


Ich denke, in diesem Fall gab es einfach zu viele Unstimmigkeiten. Wenn das Amt/Gericht Fehler gemacht haben sollten, stehen sie hoffentlich eines Tages dazu und räumen die Fehler ein bzw. versuchen, ihn so gut es geht wieder gut zu machen. Sollten die Eltern die Fehler gemacht haben, sind diese hoffentlich auch dazu in der Lage.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

17.03.2014 um 18:37
@RubyTuesday
Deine Darstellung ist zwar richt, mir jedoch zu theoretisch. Im Idealfall soll es so laufen, wie von Dir geschildert. Die Realität wird oftmals anders aussehen.

Das von mir gepostete "Argument" aus der Talkrunde über eine schwache Jugendamtsleitung ist mir so in Erinnerung geblieben, weil es für mich plausibel ist.
Wenn es keine klare Linie gibt, die gesetzlichen Regelungen eher lax beachtet werden und die Mitarbeiter "an der Front" sich als Einzelkämpfer fühlen kann das ja je nach Typ zu unterschiedlichsten Reaktionen führen. Der eine Sachbearbeiter ist z. B. eher verunsichert, bräuchte einen Austausch und Rückendeckung für seine Entscheidungen, dem nächsten ist es gerade Recht, dass ihm keiner auf die Finger schaut und er hat endlich einen Bereich in dem er Macht auslebt, etc.. Nur mal als Beispiele, was ich meine.
Entsprechend unterschiedlich wird der Umgang mit den Eltern sein und das hat dann fast schon die Qualität von Glücksspiel. Gerate ich als Eltern(teil) an eine Sachbearbeiter, der was von seinem Job versteht, engagiert ist, die Fähigkeit hat in diesem Minenfeld der aufgestauten Emotionen und der Anspannung zu vermitteln oder erwische ich den "Sesselpuper" der hofft, dass keiner vor seiner Tür steht und Arbeit verursacht.
Hinzu kommt noch, dass mE viel zu wenig Supervision angeboten wird. Wie soll jemand, der sich tagtäglich mit familiären Problemen jedweden Ausmaßes beschäftigen soll, auf Dauer die notwendige professionelle Distanz bewahren, wenn er mit alldem allein gelassen wird, keine regelmäßige Reflektion erfolgt und somit auch nicht eigene Prozesse hinterfragt werden können. Jeder von uns bringt seine Geschichte mit. Das ist aber nicht so entscheidend, wenn ich im Büro das Telefon bediene, wird aber spannend, wenn die Mutter der Familie, dich mich gerade aufsucht um Hilfe zu bekommen z. B. eine nervtötende Marotte hat, mit der mich meine Mutter schon wahnsinnig gemacht hat.

@bellady
So könnten sich z. B. auch solche Umschwünge im Verhalten erklären lassen.
Kenne ja Deine Geschichte nur nach den obigen Auszügen, also mal fabuliert: Die Gespräche mit dem Jugendamtsmitarbeiter laufen gut, es findet sich eine sinnvolle Lösung, die Eltern stimmen zu, wie z. B. Du der Unterbringung um es Deiner Tochter zu ermöglichen, dass sie ihre schulischen Versäumnisse aufholen kann. Die Akte wird im Amt vom nächsthöheren geprüft oder in der nächsten (wie auch immer die sich nennen mögen) Runde über die laufenden Fälle besprochen und der Mitarbeiter bekommt sauber einen vor den Latz, weil der Topf aus dem die von ihm vereinbarte Maßnahme bezahlt werden soll schon leer ist oder weil der Leitung einfällt, dass in ungeraden Wochen rosa Schweine fliegen müssen damit es ihr gut geht und deshalb bekommt der Mitarbeiter Druck.
Wie soll er das den Eltern erklären? Wieso gibt es Theater wenn er doch gute Arbeit leistet? Die getroffene Vereinbarung kann er so gar nicht einhalten ohne weiter "Feuer" bekommen. Der Verlierer in dieser Geschichte sind die Kinder und die Eltern.
Mit ist klar dass diese Darstellung sowohl überspitzt als auch grob vereinfacht ist.

Aus dem Arbeitsalltag kennen das doch die meisten. Da ist viel davon abhängig ob z. B. ein Chef wirklich was von seinem Handwerk versteht und tatsächlich ein Chef ist oder ob er zum Chef wurde weil er halt der Sohnemann ist usw.
Nur tragen wir (die meisten jedenfalls) nicht die Verantwortung für das Schicksal einer Familie, eines Kindes.

Es wäre viel gewonnen, wenn den Jugendämtern mehr Mitarbeiter zur Verfügung stünden, diese besser ausgebildet würden (z.B. auch in Richtung Mediation) und dafür Sorge getragen wird, dass sie mit den Schiksalen, die sie aus der Arbeit mitnehmen, nicht alleine gelassen werden (Supervision). Nur so kann vernünftige Arbeit geleistet werden.
Derzeit gibt es zuviele Fälle für zuwenig Mitarbeiter und unter diesen Bedingungen werden es selbst die besten Jugendamtsmitarbeiter nicht lange schaffen gute Arbeit zum Wohle des Kindes zu leisten.
Warum gibt es keine Mittel für bessere Unterbringungsmöglichkeiten? Es wird vielerorts mit geringen Mitteln gute Arbeit geleistet. Wie so oft im sozialen Bereich kommt viel zu wenig finanzielle Unterstützung, wird bei Alternativen viel zu lange gemauert (das haben wir noch sie so gemacht...). Die leidtragenden sind in erster Linie die Kinder und Jugendlichen, aber auch die Betreuer.
Entgegen der Auffassung der "Kinderklau"-Vertreter ist mE nicht das Jugendamt an sich, sondern der derzeit gebotene Rahmen für die Arbeit des Jugendamtes der Fehler.

Ja, manchmal bin ich ein Idealist und ein Träumer :)

Zu den Geldflüssen, dem Gewinn der in einem staatlich organisiertem "Kinderklau" liegen soll, will ich mich nicht äußern, dafür habe ich mich mit der Thematik zu wenig befasst.


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17.03.2014 um 19:59
@amerasu
amerasu schrieb:Zu den Geldflüssen, dem Gewinn der in einem staatlich organisiertem "Kinderklau" liegen soll, will ich mich nicht äußern, dafür habe ich mich mit der Thematik zu wenig befasst.
Ich habe mich mit dieser Thematik befasst, da mein Onkel seit langem in der Jugendhilfe arbeitet und ich ihn interviewt habe! Aber um es gleich vorweg zu nehmen, „nein, ich arbeite nicht beim Jugendamt und habe auch keine pädagogische Ausbildung. “Ich bin einfach „nur“ Mutter und Bürokauffrau.“

Soweit mein Onkel gesagt hat, stimmt eine vorher erwähnte Aussage, (hab jetzt keine Lust nachzulesen, wer es geschrieben hatte), dass die Heime einen festen Tagessatz erhalten. Dieser Tagessatz wird vom Jugendamt gezahlt und nur „Besserverdienende“ müssen sich an den Kosten beteiligen.

Die meisten Heime sind heutzutage gemeinnützig und unterliegen der Kontrolle der Heimaufsicht ihres Bundeslandes. Dass heißt, das ganze Geld, welches das Jugendamt für ein zu betreuendes Kind an ein Heim zahlt, muss direkt oder indirekt, dem Kind zu Gute kommen.

Sollte die Einrichtung am Monatsende einen „Gewinn“ erwirtschaften, kann sie sich nicht daran bereichern, sondern muss es wieder der Einrichtung zukommen lassen.

Von den Heimkosten werden übrigens nicht nur die pädagogischen Fachkräfte bezahlt, sondern auch die anteiligen Kosten für Miete, Verpflegung, Schulmaterialen (auch teure Taschenrechner/Minicomputer), Möbel, Bettwäsche, Handtücher, Matratzen, Anschaffung von medizinischen Hilfsmitteln wie Brillen (auch die Reparaturen), Klassenfahrten, Ferienfreizeiten, Freizeitgestaltungen (Kino, Freizeitpark, Bekleidung), Fahrräder, Spielgeräte, Computer, Spielkonsolen und Spiele, Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke und und und.

Wir alle, die wir eigene Kinder haben, können nur sehr gut nachvollziehen, was so ein Kind im Laufe seines Lebens kostet (aber jeder Cent ist es wert).

Jetzt frage ich mich, wieso sollte ein Jugendamt, aus wirtschaftlichen Gründen ein Kind in ein Heim stecken, wer soll sich hier finanziell bereichern, auch das Jugendamt hat ja nicht unendlich viele Steuergelder zur Verfügung, die sie an Kinderheime verteilen kann?

Kann sich eigentlich jemand vorstellen, dass es Einrichtungen gibt, die diese Aufgabe aus Freude an der Arbeit mit Kindern machen und diesen zum Teil bemitleidenswerten Geschöpfen einfach nur ein Stück vom Glück schenken möchten?

Aus der Arbeit meines Onkels ist mir bekannt, dass die Kinder dort gerne wohnen und der Aufenthalt dort als eine Art zweite Chance im Leben gesehen wird. Diese Kinder haben alle zwei bis vier Wochenenden Kontakt zu ihren Eltern und die Eltern können jederzeit dort anrufen um sich nach den Kindern zu erkundigen, es findet eine enge Zusammenarbeit statt.

Und auch wenn es sich der Vorstellungskraft mancher User völlig entzieht, die Eltern arbeiten, zum Wohle ihrer Kinder, mit der Einrichtung und dem Jugendamt zusammen, da das Ziel aller ist, dass die Kinder irgendwann wieder zu Hause leben können.

Ja – auch so etwas gibt es in Deutschland und ich denke es ist nicht die Ausnahme!


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17.03.2014 um 20:51
@Luky
Ich bin auch der Auffassung, dass es sehr viele Menschen und Einrichtungen gibt, die genau das tun, was sie sollen: sich gut um die Kinder kümmern, Chancen eröffnen.
Deshalb widerstrebt mir diese "Kinderklau"-Theorie so sehr. Das ist mit dem, was mir Menschen, die in diesem Bereich arbeiten nicht vereinbar.

Wenn ich da an die Sendung auf Okitalk denke. Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass es da ein ominöses System im Hintergrund gibt, dass darauf abzielt die "Keimzelle der Gesellschaft", also die Familie zu zerstören, um sozusagen das Grundvertrauen zu erschüttern und so die Entwicklung einer leicht zu lenkenden Gesellschaft, die Entwicklung einer Gesellschaft von "Sklaven", zu begünstigen.

Das ist mir zu strange. Das bewegt sich für mich auf einer Ebene mit Däniken und Co. Irgendeine übergeordnete, unbekannte Macht will uns klein halten.

Es gibt viele, die einen guten Job machen, oftmals mehr als sie müssten.
Das Problem sind die schwarzen Schafe, diejenigen, die es besser wissen müssten und die sich auf ein Minimum beschränken.
Ich glaube, dass diese in der Unterzahl sind und dass de meisten versuchen für die ihnen anvertrauten Kinder das beste zu tun.

Dieser Bereich wird aber auch zuwenig unterstützt. Wie wichtig und entscheidend die Arbeit im sozialen Bereich ist, wird einfach unterschätzt und zu wenig gefördert. Das ist letztendlich in jedem sozialen Bereich, egal ob Kinder, Senioren, Behinderte oder einkommensschwache Haushalte so. Solange wir mit den Schwachen unserer Gesellschaft so umgehen, stellen wir uns selbst ein Armutszeugnis aus.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

17.03.2014 um 21:07
Nachdem ich keine Lust habe mich auf euren Seiten anzumelden auf diesem Weg noch eine Info an caesar: Mach Dich doch mal mit den Regelungen rund um Datenschutz vertraut. Als Jurist - auch ohne Praxiserfahrung - dürfte das ja nicht so schwer verständlich sein. Dann erspart man sich nämlich sinnfreie Posts auf Blogseiten.
Und da ist er wieder, mein Lieblingssatz rund um caesar und beamtendumm: Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

Wobei - nur mal so im Vertrauen caesar - es schon ein Armutszeugnis ist, sich jahrelang durch ein Jurastudium zu schleppen und dann nicht zu wissen, warum eine Anwältin einen zur Unterlassung auffordert. Ist halt schon lange her, da rutscht sowas schon mal durch.

Achja, Hr. Schreiber darf sich auf gerne noch dazu äußern, ob er denn gewillt ist, seinen falschen Post auf fb zu berichtigen und warum dieses Forum so unglaublich interessant und wichtig für ihn ist.

Nachdem die Mehrfachaccounts hier ja jetzt geschlossen sind, können sich die Herren gerne in gewohnter Manier auf beamtendumm äußern.


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17.03.2014 um 21:42
@amerasu
amerasu schrieb:Wenn ich da an die Sendung auf Okitalk denke. Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass es da ein ominöses System im Hintergrund gibt, dass darauf abzielt die "Keimzelle der Gesellschaft", also die Familie zu zerstören, um sozusagen das Grundvertrauen zu erschüttern und so die Entwicklung einer leicht zu lenkenden Gesellschaft, die Entwicklung einer Gesellschaft von "Sklaven", zu begünstigen.

Das ist mir zu strange. Das bewegt sich für mich auf einer Ebene mit Däniken und Co. Irgendeine übergeordnete, unbekannte Macht will uns klein halten.
Naja und ich frage mich, ob ein 12jähriges Mädchen in diesen Kreisen so optimal aufgehoben ist... - schon alles sehr weltfremd - oder!


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

17.03.2014 um 22:38
@Luky
Stimmt. Genau deshalb stehe ich diesem Fall auch so kritisch gegenüber.
Anscheinend ist Jo Conrad eine bekannte Persönlichkeit vor Ort.
Ich hätte darüber mit einer Tochter in diesem Alter gesprochen, zumindest darüber, dass Menschen mit dieser Ideologie kein guter Umgang sind.
Trotzdem wendet sich Antonya an Jo Conrad. Trotzdem erklärten sich die Eltern zu einem Interview bei Jeet.tv. bereit.S
Die Eltern sind auf diesem Weg an die Öffentlichkeit gegangen. Sie haben viel erzählt. Sie haben Dokumente veröffentlicht. Aber immer nur in Teilen, nie in Gesamtheit, so dass es für einen Außenstehenden nachvollziehbar ist.
Ich bin ja durchaus bereit einzuräumen, dass der Umgang mit Ämtern schwierig ist und durchaus auch aus dem Ruder laufen kann. Für mich ist das aber nicht gleich ein Indiz für eine Verschwörung.
Wir sind alle nur Menschen. Derzeit schließe ich weder aus, dass der zuständige Sachbearbeiter Fehler gemacht hat, noch dass die Eltern Fehler gemacht haben.
Es gibt für mich in diesem Fall zu viele Ungereimtheiten um bei der allgemeinen Jugendamtsschelte mit einzustimmen. Es wurden - meines Erachtens durchaus naheliegende - Fragen aufgeworfen. Keine davon wurde beantwortet. Die Eltern geben zwar problemlos Informationen zu einem Familienmitglied preis, veröffentlichen aber andererseits keinerlei Dokumente, die ihre Sicht der Dinge stützen.
Es gab ein Angebot für einen Umgang - wird von den Eltern nicht erwähnt, es heißt, dass erst nach der Flucht Antonyas wieder ein Kontat möglich war.
Es wird kein Wort über das Angebot des Jugendamtes verloren, wie unter unter welchen Bedingungen ein Umgang möglich ist.
Wenn ich mir anhöre, was der Vater im Talk auf Okitals erzählt, hat die Richterin ihre Entscheidungen nur getroffen um der Familie zu schaden. Das Jugendamt wir erst tätig, nach die ganze Sache in das Licht der Öffentlichkeit gezerrt wird. Die Aufmerksamkeit der Richterin führt direkt zur "Entführung" Antonyas aus der Schule.

Zur Weihnachtszeit wird dann von Antonya au fb gepostet, dass si ja so froh ist, jetzt ihre Eltern um sich zu haben, weil letztes Jahr wäre es ihrem Vater verboten worden, gemeinsam mit ihr Weihnachten zu feiern.

Öffentlich wird immer wieder propagiert, dass Antonya ohne jede Vorwarnung im Januiar ins Heim "verschleppt" wurde. Sämtliche Vorwürfe seien konstruiert und man hätte gar nich gewußt wie einem geschieht. Schuld sei außerdem maßgeblich die beteiligte Amtsrichterin.

Hmm, ok, aber wer hat denn dann und in welchem Rahmen verfügt, dass der Vater Weihnachten nicht mit der Familie verbringen darf? Wieso wird es so dargestellt, als hätte es die Familie so überraschend getroffen, wenn es doch schon vor der Inobhutnahme Auflagen des Jugendamtes gab, also der Vater nicht in Kontakt zu Antonya treten sollte.

Diese und noch ein paar mehr Fragen sind offen, wenn nicht sofort die "Böses-Jugendamts-Keule" geschwungen wird.

Die Eltern haben kein Problem an die Öffentlichkeit zu gehen, Familienmitlieder zu diskreditieren, schrecken dann aber davor zurück Dokumente, die das ganze nachvollziehbarer machen, ihre Unschuld beweisen, zu veröffentlichen.
Sorry, macht mich misstrauisch


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18.03.2014 um 13:51
@Barnabas
Barnabas schrieb:... meine persönliche Meinung, und ob ich die hier poste oder mein Beitrag aus einer Aneinanderreihung von smilies besteht, macht für diesen Fall und den Ausgang der Geschichte keinen Unterschied.
So beurteile ich das ebenfalls. Denn wie wenig sich die Ämter von all dem annehmen, lässt sich schon allein daran ablesen, dass sie es noch nicht mal für nötig erachten, gegen die geäußerten Beleidigungen und Bedrohungen vorzugehen, was rechtlich durchaus möglich wäre. Dahinter dann eine Schwäche und Unsicherheit in der Vorgehensweise zu vermuten und zu meinen, einen Sieg errungen zu haben, ist eine Fehlinterpretation.

Wenn ich mich mit dem Fall Schandorff beschäftige, dann ist das etwa verleichbar meinem Interesse an den derzeit publik gewordenen Fällen von Steuerhinterziehung, mit dem Unterschied, dass ich mich hierüber nicht schriftlich äußere.

Ich möchte mir anhand der von den Schandorffs preisgegebenen Informationen eine Meinung zu den tatsächlichen Hintergründen bilden und diese hier auch im Austausch mit anderen darlegen. Dass hierbei auch eine gewisse Sensationslust eine Rolle spielt, möchte ich gar nicht leugnen. Die halte ich jedoch für legitim, da die Eltern gezielt die Öffentlichkeit suchen und Antonya auf ihrer facebook-Seite als "Person des öffentlichen Lebens" ausgewiesen wird. Bei einem Kind dürfte das zwar keine rechtliche Relevanz haben, zeigt aber die Intention der Eltern, die dies billigen.

Jedenfalls bin ich neugierig, wie die Geschichte ausgehen wird.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

18.03.2014 um 16:48
@emz
emz schrieb:Denn wie wenig sich die Ämter von all dem annehmen, lässt sich schon allein daran ablesen, dass sie es noch nicht mal für nötig erachten, gegen die geäußerten Beleidigungen und Bedrohungen vorzugehen, was rechtlich durchaus möglich wäre.
Aber Frau H. und das Heim haben doch Anzeige erstattet, so wurde es zumindest von Herrn Schreiber berichtet. Ebenso interessant fände ich doch, gegen welche Behörden und Personen ermittelt wird auf Grund von Anzeigen der Familie Schandorff. Gelesen habe ich darüber nocht nichts!

Wenn all die Vorwürfe der Wahrheit ensprechen würden, müsste es doch eine Flut von Anzeigen geben, gegen alle Beteiligten, welche der Familie und Antonya das Unrecht angetan haben. Hat jemand irgendwo etwas davon gelesen.

Über die Missstände in den Heimen der Haasenburg in Brandenburg wurde doch auch groß und breit in den Medien berichtet und die Einrichtungen wurden dann geschlossen! Immer wieder hört man von Jugendamtsmitarbeitern, die sich vor Gericht verantwortlich machen müssen, also scheint auch hier der Klageweg nicht unmöglich zu sein!

Könnte es nicht so sein, dass es keine Anzeigen gegen Richterin, Verfahrensbeistand, Gutachter, Heim, Jugendamt, Schule etc. gibt, weil alles gar nicht so, wie von Schandorffs geschildert, gewesen ist?


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20.03.2014 um 12:01
@Barnabas
Ihrer Aussage „Wer ernsthaft glaubt diese Diskussion hier, eine facebook-Seite oder Blogeinträge hätten für den Ausgang dieser Geschichte irgendeine Bedeutung schätzt, denke ich, die Verhältnisse grundsätzlich falsch ein“ stimme ich in großen Teilen zu. Auch ich glaube nicht, dass sich Mitarbeiter von Jugendamt und Justiz durch Meinungsäußerungen auf Blogs in ihren Entscheidungen beeinflussen lassen. Wenn ich hier schreibe, dann weil ich die auf diesem Blog geführte „Anti-Antonya-Diskussion“ als völlig unerträglich empfinde. Die Hoffnung, hier Mitarbeiter, Angehörige und Sympathisanten der oben genannten Behörden in ihren festgefahrenen Ansichten aufrütteln zu können, ist allerdings verschwindend gering. Ich bin realistisch genug um zu wissen, dass man hier gegen ideologische Wände anrennt. Es ist schon interessant zu sehen, wie schnell man in ein „radikales Umfeld“ einsortiert wird, nur weil man sich auf die Seite der Schwächeren stellt und Drohungen gegen für begangenes Unrecht verantwortliche Behördenmitarbeiter als moralisch gerechtfertigt ansieht. Es ist schon so, dass Reden allein nur wenig bewirken kann, ohne dass ein öffentlicher Druck aufgebaut wird. Auch müssen die Verantwortlichen mit Namen genannt werden, damit sie sich nicht hinter ihren Bürowänden verstecken können.
Sie behaupten „Das ist eine Auseinandersetzung zwischen der Familie Sch. und den Behörden. Sonst nichts.“ Damit vertreten sie die Position der Gerichte, die genau dies wünschen, eine Isolation von Menschen, die vom Staat zu Unrecht verfolgt werden. Sie sollen sich dem Machtapparat alleine stellen und -wie sie es ausdrücken- „es liegt bei der Familie dieses Vertrauen (der Behörden in die Familie) wieder herzustellen“. Nach ihrer Meinung soll Familie Schandorff also vor dem OLG-Celle erscheinen, als reuige Sünder. Die Eltern sollen eine mögliche Haftstrafe und hohe Geldzahlungen auf sich nehmen und –getrennt voneinander- darauf hoffen, dass die alles ach so gut meinenden Repräsentanten der Staatsgewalt ihnen irgendwann den Kontakt zu ihrer in einer geschlossenen Anstalt gebrochenen und im Sinne des alles tolerierenden unmündigen und unkritischen Bürgerns umerzogenen Tochter wieder gestatten, kurz vor Antonyas 18. Geburtstag. Aber nein- da ist doch alles richtig gelaufen. Wenn sich der Staat in eine Familie einmischt, muss diese schließlich beweisen, dass die Beschuldigungen nicht doch zutreffen könnten. Wehe, da wollen die Eltern und das Kind nicht kooperieren mit lästigen, aufdringlichen und unverschämten Jugendamtsbeauftragten. Dann haben sie mit Sicherheit etwas zu verbergen und es kann nur im Kindeswohl liegen, die Tochter von all ihren geliebten Bezugspersonen und engen Bindungen abzutrennen.
Das seelische Wohl von Antonya war wohl durch die brutale Trennung stärker gefährdet als es das durch eine angeblich zu enge Bindung an ihre Mutter jemals hätte sein können. Das öffentliche Auftreten des Mädchens spricht da übrigens für sich. Das können zumindest die Menschen erkennen, die wissen, was wirklich stattgefundene familiäre Gewalt für Auswirkungen auf die Psyche von Kindern haben kann. Antonya hat Selbstvertrauen und ist dazu in der Lage, ihren Willen auch und gerade in der Öffentlichkeit in deutlichster Form zu äußern. Nur jemand, der eine positive, vertrauensvolle Beziehung zu seinen Eltern hat und Zuwendung und Anerkennung erfahren hat, ist wie Antonya dazu fähig, aus einer völlig aussichtlos erscheinenden Situation zu fliehen und ihre Ansichten überzeugend vor laufender Kamera zu vertreten! Nur Eltern, die ihr Kind sehr lieben, sind dazu bereit, für ein gemeinsames Familienleben ihre Existenz aufzugeben! Sie kommentieren die Flucht der Familie mir der Aussage „Man hat dafür nichts bekommen. Nichts.“ So kann nur jemand reden, der selbst keine Kinder hat oder dem seine Kinder nichts bedeuten. Die Familie ist in Polen vereint, sie haben sich! Es gibt so viele Menschen auf dieser Erde, die ein Leben lang nach denjenigen suchen, von denen sie gegen ihren Willen getrennt wurden. So groß sind die Sehnsucht und der Schmerz über den Verlust. Manch einer überwindet eine erzwungene Trennung von einer geliebten Person ein Leben lang nicht!

@RubyTuesday, @Barnabas
Ich bin für diejenigen unterwegs, die meine Solidarität gebrauchen können, die zu Unrecht verfolgt werden, verzweifelt sind, am Boden liegen. Politische oder persönliche Ansichten sind dabei nicht von Bedeutung, sondern eigene Erfahrungen von Gewalt, Unrecht, Ohnmacht und Verzweiflung.
Die Menschen, die wegschauen sind genauso verantwortlich wie die Täter!


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20.03.2014 um 14:31
Ich werde jetzt mal das ganze Juristische, betreffend das Revisionsverfahren zum Sorgerecht, zum besseren Verständnis mit einigen Gesetzestexten unterfüttern.
§ 1666a BGB - Grundsatz der Verhältnismäßigkeit; Vorrang öffentlicher Hilfen

(1) Maßnahmen, mit denen eine Trennung des Kindes von der elterlichen Familie verbunden ist, sind nur zulässig, wenn der Gefahr nicht auf andere Weise, auch nicht durch öffentliche Hilfen, begegnet werden kann.
(2) Die gesamte Personensorge darf nur entzogen werden, wenn andere Maßnahmen erfolglos geblieben sind oder wenn anzunehmen ist, dass sie zur Abwendung der Gefahr nicht ausreichen.
Wir wissen nicht, welche Gefahren konkret vorliegen sollen, das wurde bislang nicht umfänglich kommuniziert. Wir wissen aber, welche Maßnahmen erfolglos angeboten wurden:
Die Eltern lehnen die öffentliche Hilfe durch das Jugendamt ab.
Das Kind lehnt die öffentliche Hilfe durch einen Heimaufenthalt ab.
§ 157 Erörterung der Kindeswohlgefährdung; einstweilige Anordnung

(1) In Verfahren nach § 1666a des Bürgerlichen Gesetzbuchs soll das Gericht mit den Eltern und in geeigneten Fällen auch mit dem Kind erörtern, wie einer möglichen Gefährdung des Kindeswohls, insbesondere durch öffentliche Hilfen, begegnet werden und welche Folgen die Nichtannahme notwendiger Hilfen haben kann.
(2) Das Gericht hat das persönliche Erscheinen der Eltern zu dem Termin anzuordnen.
Da mag das Gericht noch so sehr verstehen, warum die Schandorffs nicht kommen wollen/können, es hat das persönliche Erscheinen anzuordnen, es hat hier keinerlei Spielraum.
§ 160 Anhörung der Eltern

(1) In Verfahren nach dem § 1666a des Bürgerlichen Gesetzbuchs sind die Eltern persönlich anzuhören.
Der Gesetzestext ist eindeutig, er bietet keiner Interpretation nach §141 ZPO Raum und wenn das Gericht dem folgt, dann ist das weder eine "billige Ausrede", noch "ein dummer und plumper Trick", sondern die Voraussetzung für ein gültiges Urteil.
§ 159 Persönliche Anhörung des Kindes

(1) Das Gericht hat das Kind persönlich anzuhören, wenn es das 14. Lebensjahr vollendet hat.
(2) Hat das Kind das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet, ist es persönlich anzuhören, wenn die Neigungen, Bindungen oder der Wille des Kindes für die Entscheidung von Bedeutung sind oder wenn eine persönliche Anhörung aus sonstigen Gründen angezeigt ist.
So wie man andernorts lesen konnte, sollte anscheinend auch Antonya persönlich gehört werden. Da sie aber erst 13 Jahre alt ist, wäre das nicht zwingend notwendig gewesen. Warum es so festgelegt wurde, wir wissen es nicht. Vielleicht lag's daran, dass der Wille des Kindes im Netz allzusehr in den Fokus gerückt worden war und man wollte diesen Wunsch in einem persönlichen Gespräch absichern.

Offene Fragen

Es ist noch nachvollziehbar, dass die Eltern Schandorff die Heimeinweisung der Tochter befürchteten, wenn diese in Celle anreisen würde. Nur, das hätten sie umgehen können, indem sie Antonya an dem Tag in Polen belassen. Warum wählen sie nicht diese simple Lösung?

Die Eltern selbst, warum bleiben sie ebenfalls dem Termin fern? Das Revisionsverfahren war einzig auf ihre Initiative hin angesetzt worden. Alle Beschuldigungen gegen die Eltern sollen per Einstellung des Verfahrens sowie Freispruch ausgeräumt worden sein, was gibt es da bei einem Besuch in Deutschland zu befürchten? Warum nutzen sie dann nicht die Gelegenheit, sich in einem persönlichen Gespräch mit dem Gericht einer Lösung anzunähern?

Das Gericht ist mit der derzeiten Regelung zum Sorgerecht zufrieden, hat keinerlei Veranlassung, hier von sich aus etwas zu ändern. Vielleicht sollte den Eltern mal jemand klar machen, dass sie das Gericht brauchen, umgekehrt das Gericht sie aber nicht.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

20.03.2014 um 14:42
@Kampfkatze
Kampfkatze schrieb:„Anti-Antonya-Diskussion“
Woran machst du bitte fest, dass sich diese Diskussion gegen Antonya richtet?

Diese Diskussion hier richtet sich gegen die Eltern Schandorff, gegen Beamtendumm und so manchen Schreiber hier. Antonya ist ein Kind, schon von daher kein Diskussionsthema und das wird von uns respektiert.

Solltest du deine Anschuldigung begründen wollen, dann aber bitte nicht der Gestalt, dass du empfielst, 45 Seiten zu lesen, wie von Bruno2014 ausgeführt. Dann konreter oder verzichte darauf.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

20.03.2014 um 19:48
@Kampfkatze
Kampfkatze schrieb:Antonya hat Selbstvertrauen und ist dazu in der Lage, ihren Willen auch und gerade in der Öffentlichkeit in deutlichster Form zu äußern. Nur jemand, der eine positive, vertrauensvolle Beziehung zu seinen Eltern hat und Zuwendung und Anerkennung erfahren hat, ist wie Antonya dazu fähig, aus einer völlig aussichtlos erscheinenden Situation zu fliehen und ihre Ansichten überzeugend vor laufender Kamera zu vertreten!
Wie kommen sie zu der Ansicht, dass Antonya ihre Ansichten überzeugend vor laufender Kamera vertreten kann, diese Aussage passt doch eher zu Herrn Sch.. Antonya hat im ersten Interview mit Jo Conrad vom Zettel abgelesen und ebenso in dem zweiten Beitrag von Jo Conrad.

Die wenigen Sätze die sie in dem RTL und ZDF-Beitrag gesagt hat, hätten genauso gut auswendig gelernt sein können. Wer sagt uns, dass die Beiträge auf Facebook von Antonya geschrieben werden, oder auch auf anderen Seiten im Netz.

Auf den Fotos und Filmbeiträgen in der polnischen Presse sehe ich persönlich, kein selbstbewusstes Mädchen, das ihre Ansichten überzeugend vertritt, auf mich wirkt sie dort eher unsicher und eingeschüchtert.

Theoretisch gedacht, könnten Erwachsene dies alles steuern und das Kind tut nur dass, was man ihm zuvor gesagt hat – schon einmal darüber nachgedacht?

Könnte nicht jemand aus einer völlig aussichtslos erscheinenden Situation fliehen, weil er zuvor von Menschen denen er vertraut, dazu aufgefordert oder sogar gedrängt wurde?
Kampfkatze schrieb:Nur Eltern, die ihr Kind sehr lieben, sind dazu bereit, für ein gemeinsames Familienleben ihre Existenz aufzugeben!
Vor der Familie Sch. sind schon Andere für viel weniger vor dem Staat geflohen, einfach nur um sich der eigenen Verantwortung zu entziehen. Um z.B. vor einer hohen Geld- oder sogar Haftstrafe zu entkommen oder schlicht und ergreifend um vor der Wahrheit zu fliehen.

Aus meiner Sicht ist das Handeln der Eltern sehr egoistisch und zeugt nicht von einem verantwortungsvollen Handeln gegenüber einem minderjährigen Kind.


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20.03.2014 um 20:47
@Luky
Kampfkatze schrieb: Nur Eltern, die ihr Kind sehr lieben, sind dazu bereit, für ein gemeinsames Familienleben ihre Existenz aufzugeben!
Aber soweit geht dann die Liebe wieder auch nicht, dass sie nach Monaten der Trennung einem begleiteten Umgang zustimmen ( ab 21.07.2013)


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20.03.2014 um 23:19
@Kampfkatze
Die Bezeichnung "Anti-Antonya-Diskussion" geht mir gegen den Strich.
Es ist nicht ein schlechtes Wort gegen Antonya gefallen!
Nur weil Hr. Schreiber dieses Forum mal für sich entdeckt und entsprechend bezeichnet hat, schlagen hier User auf, die meinen den vermeintlichen hiesigen Kinderhassern mal die Welt erklären zu müssen.
Ich spreche zwar nur für mich, wage aber die Behauptung, dass sich hier kein User findet, der gegen Antonya persönlch spricht, der Antonya in welcher Art auch immer herabgewürdigt hat, sich abfällig über sie geäußert hat oder ähnliches.
Wie bereits wiederholt geschrieben halte ich Antonya für die einzig definitiv unschuldige an dieser Situation.
Zumindest bei den regelmäßigen Schreibern hier bin ich mir sicher, dass diese es ebenso sehen.

Fragwürdig ist das Vorgehen des Jugendamtes und das der Eltern.
Dieses Verhalten wurde immer wieder thematisiert.
Wiederum nur für mich persönlich finde ich dieses Verhalten fragwürdig. Warum habe ich bereits ausgeführt.
Ebenso räume ich ein, dass Fehler beim Jugendamt passieren können (da gibt es genügend Beispiele in der Presse).
Die Eltern haben sich entschieden, den Weg den ihre Tochter gewählt hat um an die Öffentlichkeit zu gehen, mitzugehen.
Wenn ich mir jeet.tv und Konsorten aussuche um an die Öffentlichkeit zu gehen, muss ich mir auch gefallen lassen, das dies zu Nachfragen führt. Damit bewege ich mich in radikalen Kreisen. Völlig unabhängig von der Problematik der Familie. Was bringt mich dazu Neo-Nazis als adäquate Anlaufstelle zu sehen?

Es wurde ein Interview mit rtl geführt. Relativ schnell wurde sich im Internet beklagt, dass die Material hatte für mehrere Stunden und das Interview nicht das ausgedrückt hätte, was beabsichtigt war. Einige Wochen später ist das rtl-Video nicht mehr abrufbar.
Ebenso sind früher öffentliche Fotos von Antonya nicht mehr auffindbar.
Verantwortlich können eigentlich nur die Eltern von Antonya sein. Wer sonst könnte das rtl-Video speren lassen?

Zu Weihnachten teilt Antonya über facebook mit, dass sie ja das letzte Weihnachten ohne Papa verbringen musste, weil die böse Richterin das so wollte.
Eine entsprechende Nachfrage hier, ergab lediglich einen sinnfreien Kommentar bei beamtendumm. Dass es doch nur logisch sei, dass da schon vorher auf Veranlassung des Jugendamtes was in der Familie passiert sei.
Grundsätzlich richtig. Nur wurde das von der Familie bislang (und bis heute) nicht erwähnt.

Bislang wurde es in der Öffentlichkeit so dargestellt, dass es ein, zwei Versuche gab den Kontakt mit den Eltern aufzunehmen und plötzlich stand die Richterin und Mitarbeiter des Jugendamtes in der Schule und haben Antonya entführt.

Es wird einerseits behauptet, dass man sich kooperativ gezeigt hat, andererseits wird erzählt, dass die Gutachterin zwar mit Antonya sprechen darf, weil sie ungelegen kommt aber nur an der Tür.
Hätte ein Mindestmaß an Höflichkeit (also die Gutachterin ins Haus zu bitten) denn einen wesentlichen Mehraufwand bedeutet? Es hätte nur einen entspannteren Rahmen zur Folge gehabt. Dies und weitere Beispiele wurden hier schon gepostet.

Das macht mich misstrauisch. Was weiß ich ebenfalls noch nicht? Was davon wäre für meine Meinungsbildung aber wichtig?

Zu Deiner Darstellung, dass ein Kind alles für seine Eltern tun würde: Da sind wir uns sogar einig.

Nur unterscheiden sich meine Schlussfolgerungen von Deinen.
Die in der Familie erlebte Realität ist die einzige Realität die das Kind kennt. Selbst Übergriffe werden als normal empfunden.
Deshalb können mE die Empfindungen und das Weltbild eines Kindes nicht allein entscheidend sein.
Deshalb ist es für mich bislang nicht erwiesen, dass die - durchaus traumatische - Trennung von den Eltern für Antonya das Schlimmste war, das ihr wiederfahren konnte.
Nach dem aktuellen Sachstand wissen wir das nicht.

Die Eltern geben nur dann bereitwillig Auskunft, wenn sie meinen es dient ihnen. Kritischen Fragen und der Bitte, weiter bzw. vollständige Dokumente zu veröffentlichen, werden ignoriert. Sowohl von den Eltern selbst, als auch von "Bevollmächtigten".

Es wird sich auf gröbste Weise in Interviews von Antonyas Halbschwester distanziert, diese diffamiert, persönlichste Informationen öffentlich gemacht, ohne auch nur einmal mit der Wimper zu zucken.

Hingegen wird erstaunliche Zurückhaltung geübt bei der Information der Öffentlichkeit, die die Familie selbst gesucht hat.

Grundsätzlich stehe ich auf niemandes Seite.
Gefühlsmäßig hoffe ich, dass der Familie kein Unrecht geschieht.
Wäre sie neben ihrer sonstigen Offenheit (genauer: früheren Offenheit) nur bereit, geeignete Dokumente zu veröffentlichen, die die bestehenden Zweifel und Fragen ausräumen könnten, die die behauptete Willkür erkennen lassen, bin ich gerne bereit mich für diese Familie zu engagieren.

So wie sich bislang darstellen - nein. Da fühle ich mich für dumm verkauft. Frei nach dem Prinzip "Wenns im Fernsehen ist, ist es auch wahr". Hier zu ersetzen durch Internet.
Wenn ich auf dieses Level gehe, verrate ich meine Überzeugungen. Jeder kann was auch immer er will ins Netz setzen.

Du schreibst, dass Du Dich für benachteiligte Menschen engagierst.
Das ist natürlich beeindruckend und lobenswert.
Aber glaubst Du jeden blind? Willst Du nie mehr wissen zu dem was passiert ist? Hinterfragst Du nie? Willst nie Belege? Vertraust Du immer nur auf das, was Dir die Betroffenen erzählen?
Denn - selbst bei eigenen Erfahrungen - ist jede Geschichte anders.


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