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Scientology - Welches Ziel haben sie?

152 Beiträge, Schlüsselwörter: Sekten, Scientology
frosty
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Scientology - Welches Ziel haben sie?

18.06.2004 um 08:05
Nur das man nicht weiß dass diese Firmen zu Scientology gehören.

Komisch is nur das man immer das haben will, was man net haben kann / haben darf / haben soll!!!


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

18.06.2004 um 09:21
Wie geschickt Scientologie sich und Ron L. Hubbard
präsentiert, kann hier erfahren/erlesen werden:
hhttp://www.lronhubbard.org/p_jpg/ger/lrhhome.htm

Wie der Verfassungsschutz die Angelegenheit sieht:
http://www.im.nrw.de/sch/doks/vs/agsc.pdf

hier eine weitere "private" site:
http://sites.inka.de/sites/gromit/clambake/


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

18.06.2004 um 09:32
mein nachbar ist chef deutschland der COS, ein echter Seelen fänger! Der schlimmste blutsauger den ich kenne, aber interessanter gesprächspartner! Doch mit vorsicht zu genießen!

Gedanken sind deine wahre Macht. Wenn du Gedanken anderer verstehst, bist du wahrhaft mächtig! Seelig die Dummen, Glücklich die Unwissenden!
DENKT doch was IHR WOLLT!


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chutullu
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Scientology - Welches Ziel haben sie?

18.06.2004 um 21:14
Ich weiß nicht, Hubbard hat für sich das einzigst richtige gemacht :
Eine Sekte gegründet, Geld gescheffelt und sich durch seine ominösen Praktiken einen festen Platz in den analen der Geschichte gesichert - wie Hitler, nur Hitler hat die gleiche Sache in Deutschland mit ein paar Millionen Menschen mehr abgezogen!
Was solls, den Status einer Kirche haben sie in Deutschland nicht bekommen, ist auch besser so.
Was hat haben die so noch vor ?
Meine Antwort : "Das gleiche wie Hitler - Selektion durch vermeintlich richtigen Glauben, Macht durch Geld und Lebensraum durch Gewalt ! " - so einfach ist das !!


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

18.06.2004 um 21:55
... und beide hatten vergleichbare, wenn nicht die selben "Hintergrundinformationen". Die Lehrmeister des Ron L. Hubbard waren in einigen Fällen auch die Lehrmeister der grauen Eminenzen der Thule.


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

18.06.2004 um 23:17
das ist ja wohl total meschugge scintology mit hitler zu vergleichen, naja wer so einen nick trägt um es mal gehässig zu sagen ist wohl genauso wie der araber wahnsinnig geworden.

Hubbert ist ist seid 88 tod - danach gab es eine grosse austrittswelle - die audits haben sich auch seid dem geändert.
Ob man ein Ziel definieren kann - weiss nicht so recht.
Aber um eine erlaubte assoziation zu den nazis zu schaffen:
Was wollten sie mit den lebensraum im osten - ward ihr da schon einmal dort da ist nichts absolut nichts du fährst stunden du fährst tage mit der bahn schaust aus dem fenster und es ist immer noch nichts nur die tristess der tundra.
Wennnnn es einmal ein ziel gegeben hat starb es mit hubbert.


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19.06.2004 um 13:13
weshalb meschugge, ich halte es für autentisch, mehr als das!

Gedanken sind deine wahre Macht. Wenn du Gedanken anderer verstehst, bist du wahrhaft mächtig! Seelig die Dummen, Glücklich die Unwissenden!
DENKT doch was IHR WOLLT!


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jean
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Scientology - Welches Ziel haben sie?

19.06.2004 um 13:33
@tahua Also ich komm aus dem osten und iich kanns beurteilen! Die natur ist wunderschoen und russland ist voller öl und anderer schätze. fuer mich haette es sich geloht, besonder wegen der waelder die zur zeit alle abgeholzt werden ...

Wir sehen das was wir sehen sollen, nur das i.net ist ausser kontrolle


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chutullu
ehemaliges Mitglied

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Scientology - Welches Ziel haben sie?

20.06.2004 um 12:39
@tahua :

Ich habe den Gedanken mit Hitler gebracht ! Meiner Meinung ist der Vergleich richtig da Sekten immer eine Elitäre Gruppe bilden wollen mit dem Ziel sich durch "körperliche" und "physische" Macht gegenüber anderen zu behaupten. Notfalls unter Einsatz von Gewalt um die "Sekteninternen-Interessen" zu wahren! Das ist für mich eine "Glaubensdiktatur", so wie Hitler eine Diktatur hatte. Mit Lebensraumgewinnung meine ich die Schaffung von gesellschaftlicher Aktzeptanz und Daseinsberechtigung unter Einsatz von human resources, Geld und Gewalt!
Warum wirken Sekten so magisch auf Menschen ?
Ganz einfach, weil viele von uns keinen freien Geist haben, geblendet von TV und Massenmedien sind, weil man in der heutigen Gesellschaft annonym bleibt, weil man nicht mehr aktzeptiert wird so wie man ist, weil wir Herdentiere sind und uns auf den verlassen der uns das beste Versprechen gibt - ohne nachzudenken!
Scientology ist nur eine Synonym für die gesellschaftlichen Probleme in der westlichen Welt zu Ende des 20'ten und Beginn des 21'ten Jahrhunderts.
Es zeigt uns Eindrucksvoll wie sehr der Mensch in Abhängigkeit von Versprechen, Glauben und mehr Aktzeptanz jedem vermeintlichen Heilsbringer folgt. Seltsamerweise habe solchen Organisationen weniger Erfolg im jüdischen bzw. arabischen Raum - warum wohl ?
Die morgenländische Gesellschaft integriet das Individium viel mehr und es steht ein intakter Famillienverband im Vordergrund.


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swissboy89
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Scientology - Welches Ziel haben sie?

22.06.2004 um 11:04
die spinnen!

wer rechtschreibfehler findet,darf sie behalten!


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

22.06.2004 um 13:19
@chutullu
da muss ich dir dann wohl recht geben so wie du es jetzt sagst. Das würde doch letztendlich in aller konsequenz durchdacht jetzt hier im
21 jahrhundert bedeuten, das es irgendwann jemand schafft alles an sich zu reißen um die welt vollends ins chaos zu stürzen. Es wird dann eine weltregierung geben. Die menschen werden verblendet und dem blindlinks folgen. Das würde für mich bedeuten, das hinter dem scientologen doch noch eine ganz andere macht steht die alles verbindet zu einem grossen und ganzen.

Die dinge die sich mir daraus ergeben, (ich bin ein kleines licht ein niemand)

Es schaffen, den grossen und ganzen nicht anhangen.
Den geist frei halten.
Andere zu finden, die genau so denken.

Für mich ergebebn sich dann die fragen
Ist das überhaupt praktikabel?
Klingt man sich nicht aus dem mainstream aus?


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chutullu
ehemaliges Mitglied

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Scientology - Welches Ziel haben sie?

22.06.2004 um 22:49
@all & tahua :
Nein das Problem ist nicht die Weltherrschaft, eher die Art wie wir unsere Gesellschaft gestalten. Warum geht den kaum noch einer wählen, warum resignieren alle mit den Worten "ach ich kann doch eh' nichts ändern" ?
Weil wir ausgegrenzt werden, weil wir nicht zur Elite gehören, weil wir nicht reich sind, weil wir nicht in der Formel 1 fahren, weil wir uns nicht in irgendwelchen Fernsehshows verarschen und erniedrigen lassen, weil wir normal sind - "Wir sind das Volk"
Diesen Spruch haben die Leute 1989 auf den Strassen der ehem. DDR geprägt, sie wollten aus ihrem Käfig ausbrechen und mit ihrer Stimme, der Stimme des Volkes, ihren Staat ändern. Was ist heute ? Keiner will mehr was ändern.
In Zeiten der Rezesion setzt man doch mehr den je auf Leute die einem das Paradies versprechen - der Glaube versetzt bekanntliche Berg.
"Opium fürs Volk" oder Fernsehn für alle.
Während der Flut 2002, die ich in allen dramatischen einzelheiten miterleben durfte - schließlich wohne ich bei Glashütte, habe viele Meschen gesagt "Ich wähle Schröder, der hat uns was versprochen!" Diese Aussagen waren ein Schock für mich,denn nicht die politischen Leistungen interessieren den Bürger, nein, nur die blanken Verprechen. Es kam wie es kommen musste, Schröder gewann und keiner wollte ihn gewählt haben!
Was hat das mit Scientology zu tun ?
Ganz einfach Scientology hat das Feeling die Sorgen von aufnahmebereiten Menschen zu stillen, ihnen zuzuhören und das Gefühl zu geben selbst ein wichtiger Teil des ganzen zu sein - dieses Gefühl kann ihnen die normale Gesellschaft nicht geben. Der Frust von gemachten, nichteingehaltenen Versprechen, das Geltungsbedürfniss und das Streben nach Beachtung bzw. Macht treibt die Menschen in die Armee von Sekten und Agitatoren.
Kann man aus dem Mainstream ausbrechen ?
Ich denke nein, Du kannst dich zwar bunt anmalen oder Dich selbst ausgrenzen doch Du wirst immer im Strom mitschwimmen müssen. Erst mít dem Verzicht auf alle gesellschaftlichen Erungenschaften,d.h. im Einklang mit der Natur, wirst Du merken das sich dein Lebensinhalt vom Leben um Geld zu verdienen in Leben um zu überleben wandelt.
Gibt es eine große Verschwörung die alles kontrolliert und jeden blendet ?
Nein, die wird es nie geben! Der Mensch ist zu egoistisch um Macht mit einer Verschwörung zu teilen! Der Mensch strebt nach Macht in Form von alleiniger Macht. Wer will schon in der Schlange am Imbiss hinten stehen - keiner !


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

17.11.2007 um 19:47
Ja...die wollen eben Macht und Geld und ich denke mal die wollen wirklich sowas wie die "Herrschaft". Wir machen das gerade in der Schule in Reli und haben da nen Film über Scientology geguckt. Also auf jeden Fall wollen sie den Menschen nicht helfen...


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

17.11.2007 um 21:44
die machen gehirnwäsche und wollen geld,geld und GELD!
gegebenfalls noch macht...;)


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

18.11.2007 um 00:45
Link: newsticker.welt.de (extern)

In Spanien wurden sie jetzt als Religionsgemeinschaft anerkannt! Gute Nacht Europa!
Spanien erkennt Scientology als Kirche an

Madrid (dpa) - Spanien erkennt die umstrittene Scientology- Organisation als Kirche an. Der Nationale Gerichtshof sprach der Organisation das Recht zu, sich als offiziell anerkannte religiöse Gemeinschaften einzutragen. Scientology versuche geistliche, humanistische oder ähnliche Werte zu verbreiten. In Deutschland wird die Organisation in den meisten Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet. Im vorigen Sommer war in deutschen Medien über ein mögliches Verbot von Scientology debattiert worden.


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

18.11.2007 um 00:56
Na dann gute Nacht... Wenn Brüssel nachzieht (weil die ja jeden Bullshit übernehmen) dann heisst es wirklich gute Nacht... Diese merkwürdige Organisation wird nicht umsonst vom Verfassungsschutz beobachtet.


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

18.11.2007 um 01:30
Hintergrundinformation

Erich Fromm

„Dianetik“ - die Heilslehre der Scientology-Church
Diese Buchbesprechung des grundlegenden Werks der Scientology-Church
mit dem Titel Dianetics, das L. Ron Hubbard 1950 veröffentlichte, wurde
1950 von Erich Fromm unter dem Titel „For Seekers of Prefabricated Hap-
piness“ in der Wochenendausgabe der New York Herald Tribune Book Re-
view vom 3. September 1950 auf Seite 7 veröffentlicht. Die Übersetzung
aus dem Englischen besorgte Karl von Zimmermann. - Copyright © 1950
by Erich Fromm and 2001 by The Literary Estate of Erich Fromm, c/o Dr.
Rainer Funk, Ursrainer Ring 24, D-72076 Tübingen; Fax: +49-7071-
600049, E-mail: frommfunk[at-symbol]aol.com.
Noch nie hatten die Menschen ein größeres Interesse an der Psychologie und
der Kunst des Lebens als heute. Der Anklang, den Bücher finden, die diese
Themen behandeln, ist ein Anzeichen für die ernsthafte Beschäftigung vorrangig
mit den menschlichen, und weniger mit dem materiellen Aspekten des Lebens.
Unter diesen Büchern finden sich einige, die das Bedürfnis nach einer rationalen
Anleitung befriedigen, zugleich aber auch andere, die sich an Leser wenden, die
nach einem vorfabrizierten Glück und wunderhaften Heilungen suchen. „Dianetik“
ist das letzte in der Reihe dieser Bücher, und der Autor benutzt alle Mittel des Er-
folgs mit einer erstaunlichen Leichtfertigkeit. „Die Schöpfung der Dianetik ist ein
Meilenstein für den Menschen, der Entdeckung des Feuers vergleichbar und den
Erfindungen von Rad und Bogen überlegen.“ Der Autor beansprucht, nicht nur
die „einzige Quelle für jede Art von Neurose, Psychose, Kriminalität und psycho-
somatischer Krankheit“ entdeckt zu haben, sondern auch eine Therapie, die all
diese Krankheiten heilt. „Dianetik heilt und sie heilt ohne zu versagen.“
Der Autor legt eingangs eine allgemeine Theorie der Struktur des Geistes
dar, um dann auf diesen Prämissen eine Theorie von seelischen Störungen und
der Technik ihrer Behandlung aufzubauen. „Der Mensch wird einzig durch das
Überleben motiviert.“ Er überlebt zum Zwecke des Selbsts, des Geschlechts, der
Gruppe und der Menschheit. Jedes dieser „Zweckteile des umfassenden dyna-
mischen Prinzips“ wird eine „Dynamik“ genannt. Er unterscheidet einerseits den
„analytischen Geist“, „der Erfahrungsdaten wahrnimmt und vermerkt, um Proble-
me zu erörtern und zu bewältigen und den Organismus den vier Dynamiken ge-
mäß zu steuern“. Andererseits unterscheidet er den „reaktiven Geist“, der physi-
sche Schmerzen und schmerzhafte Emotionen ordnet und vermerkt und der da-
nach trachtet, den Organismus ausschließlich auf der Basis des Reiz-Reaktion-
Musters zu steuern. Während der analytische Geist, der mit einer riesigen Re-
chenmaschine verglichen wird, in Unterscheidungen und Ähnlichkeiten denkt,
denkt der reaktive Geist einzig in Identitäten.
Der Begriff des „reaktiven Geistes“ ist die Grundlage der Theorie Hubbards
über geistige Krankheit und ihre Heilung. In Augenblicken intensiven physischen
oder emotionalen Schmerzes ist der analytische Geist außer Kraft gesetzt. Die
Worte werden in der Gegenwart der „unbewussten“ Person gesprochen und so-
mit als „Engramme“ registriert. Diese Engramme sind dem normalen Prozess der
Wiedererinnerung nicht verfügbar. Ohne sich dessen bewusst zu sein, ist die
Person durch die Inhalte dieser Engramme determiniert, vergleichbar einer Per-
son, deren posthypnotisches Verhalten durch Eingebungen motiviert ist, die ihr
während der Hypnose suggeriert wurden. „Wenn es jemals einen Teufel gegeben
hat, dann hat er den reaktiven Geist erfunden. ... Er verursacht alles, was in ir-
gendeiner Liste geistiger Krankheiten gefunden werden kann: Psychosen, Neu-
rosen, zwanghafte Triebe, Verdrängungen. ... Man kann Arthritis, Schleimbeutel-
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entzündungen, Asthma usw. bekommen, den ganzen Katalog psychosomati-
scher Krankheiten. ... Das Engramm ist die einzige Quelle für Abweichungen und
psychosomatische Krankheiten.“
Die dianetische Therapie geht von diesen Prämissen aus. Der („ungereinig-
te“) Patient ist krank, weil das Engramm ihn krank macht. Wenn alle wichtigen
Engramme, besonders die der pränatalen Periode, zurückgerufen werden („wie-
derkehren“), ist der Patient für immer frei („gereinigt“) von allen „Abweichungen“
und dem Durchschnitt an Intelligenz überlegen. Der Therapeut („Auditor“) führt
diese Wiederkehr des Engramms dadurch herbei, dass er den Patienten in einen
Zustand der „Träumerei“ versetzt. „Während ich von eins bis sieben zähle, wer-
den sie ihre Augen schließen. Sie werden alles, was vor sich geht, bewusst
wahrnehmen.“ Daraufhin zählt der Auditor „langsam, besänftigend“, bis der Pati-
ent seine Augen schließt. Im Laufe der darauf folgenden „Träumerei“ wird der
Patient aufgefordert, in frühere Lebensabschnitte, sogar bis hin zum Zeitpunkt
seiner Empfängnis, „zurückzukehren“. Zu Ende der Sitzung wird er dann wieder
in die Gegenwart zurückgebracht. Die Engramme müssen auf diese Weise viel-
fach rekapituliert werden, bis sie vollständig „ausgelöscht“ sind.
Trotz ihres phantastischen Anspruchs ist an der Theorie Hubbards, abgese-
hen von neuen Worten für eine Mixtur aus Missverständnissen, verworrenem
Freudianismus und hypnotischen Regressionsexperimenten, kaum etwas origi-
nal. Die wenigen Begriffe allerdings, die „original“ sind, sind alarmierend. Dies ist
zum Beispiel der Fall, wenn wir hören, dass der Patient die Worte wiedergibt, die
der Arzt zu seiner schwangeren Mutter gesagt hat, oder auch die Worte des Va-
ters zu seiner Frau kurz nach der Empfängnis. Als der Rezensent diese Fallge-
schichten las, war er versucht, sich zu fragen, ob der Autor eine komische Paro-
die über bestimmte psychiatrische Theorien und die Leichtgläubigkeit des Publi-
kums zu schreiben beabsichtigte.
Hubbards Buch kann kaum als ein Beitrag zur Wissenschaft vom Menschen
ernstgenommen werden. Ernstnehmen muss man es jedoch als Symptom eines
gefährlichen Trends. Wäre es nur eine allzusehr vereinfachte Popularisierung
Freudscher Theorien, dann könnte man es als harmlos betrachten. Aber „Diane-
tik“ bringt eine Geisteshaltung zum Ausdruck, die den Lehren Freuds exakt ent-
gegensteht. Freuds Ziel war es, dem Patienten zu einem besseren Verständnis
der Komplexität seines Geistes zu verhelfen. Seine Therapie basierte auf dem
Konzept, dass man durch das Verstehen des eigenen Selbst sich frei machen
kann von der Abhängigkeit gegenüber irrationalen Kräften, die Unglück und see-
lische Krankheit verursachen. Diese Vorstellung ist Teil der großen östlichen und
westlichen Tradition von Buddha und Sokrates zu Spinoza und Freud. „Dianetik“
zeigt hingegen weder Achtung noch Verständnis für die Komplexität der Persön-
lichkeit. Der Mensch ist eine Maschine und Rationalität, Werturteile, seelische
Gesundheit und Glück werden durch eine Ingenieurstätigkeit erlangt. „In einer In-
genieurswissenschaft wie Dianetik können wir auf der Knopfdruckbasis arbeiten.“
Nichts muss man wissen oder verstehen außer der Anwendung von Hubbards
Engrammtheorie. Anerkennt jemand seine Theorie nicht, dann gibt es hierfür
verborgene Motive oder er ist von einem „Verneiner“ besessen. Dies ist immer
dann der Fall, wenn „irgend ein Engrammbefehl den Patienten glauben lässt,
dass das Engramm nicht existiert“. Alles ist überaus einfach. Wenn man Hub-
bards Buch gelesen hat, weiß man alles, was man über den Menschen zu wis-
sen hat, denn man weiß, welchen Knopf es zu drücken gilt.
Probleme im Bezug auf Werte oder das Gewissen gibt es nicht. Wenn die
Engramme gelöscht sind, hat man keine Probleme mehr. Alle großen philosophi-
schen und religiösen Lehrer verschwendeten nur ihre Kräfte. Es gibt kein Prob-
lem, das nicht auf den
Engrammbefehl zurückgeht, und an ihrem Denken ist nichts von Belang, da
sie ja Hubbards Entdeckung nicht kannten. Wenn auch der Autor sagt, dass „die
alten hinduistischen Schriften, die Werke der frühen Griechen und Römer“,
Lukrez eingeschlossen, die Arbeiten Francis Bacons, die Forschungen Darwins
Page 3
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und einige Ideen Herbert Spencers den Hauptanteil des „philosophischen Hinter-
grunds“ seiner Arbeit darstellen, so ist es doch schwer zu glauben: „Dianetik“
zeigt gewiss nicht die Früchte einer solchen Auseinandersetzung. Die Entde-
ckung, dass „das Überleben der einzige Zweck des Lebens“ sei, ist sicherlich
nicht Ausdruck des Geistes der „alten Hindus“ oder der „frühen Griechen“, son-
dern vielmehr der eines plumpen Biologismus, für den ethische Werte dem
Zwang zum Überleben untergeordnet sind - wenn sie überhaupt noch irgendei-
nen Platz haben.
Der vielleicht bedauerlichste Aspekt an „Dianetik“ ist aber die Art, in der es
geschrieben wurde. Übermäßige Vereinfachungen, Halbwahrheiten und platte
Absurditäten, die propagandistische Technik, den Leser mit der Größe, Unfehl-
barkeit und Neuheit des Systems des Autors zu beeindrucken, das Versprechen
beispielloser Resultate, erzielt durch die einfachen Mittel der beschriebenen „Di-
anetik“: Diese Mixtur stellt eine Technik dar, die zu den verhängnisvollsten Er-
gebnissen im Bereich der Medizin oder Politik führt. Eine Anwendung auf die
Psychologie und Psychiatrie wäre nicht weniger schädlich.
Meine negative Ansicht über „Dianetik“ gründet nicht in der Überzeugung,
dass die heutigen Methoden der Psychiatrie zufriedenstellende Lösungen bieten;
ihnen mangelt es in der Tat an neuen Ideen und Versuchen. Glücklicherweise
sind sich aber viele Psychiater und Psychologen dieses Mangels bewusst und
suchen nach wirkungsvolleren Zugängen zur Ebene des Unbewussten (so zum
Beispiel Slesingers „Looking-in“-Test). Voraussetzung muss dabei jedoch immer
die Stärkung der Verantwortlichkeit des Patienten, seiner Fähigkeit zur Kritik und
Einsicht, sein.
Copyright © 1950 by Erich Fromm and 2004 by The Literary Estate of Erich Fromm
c/o Dr. Rainer Funk, Ursrainer Ring 24, D-72076 Tübingen
Tel.: +49-7071-600004; Fax: +49-7071-600049, E-mail: frommfunk[at-symbol]aol.com


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

18.11.2007 um 01:32
Die ganze Seite hättest Du aber jetzt nicht abtippen brauchen.
Ein einfacher Link hätte es auch getan


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

18.11.2007 um 01:47
Ja, da hast du vollkommen Recht.

Ich denke der Text war auf einer Seite, die nicht immer im Internet verfügbar ist, mit einer IP, außerdem kennt man das ja, dass Texte irgendwann verschwinden!

Wenn er stört, bitte überlesen. Dir noch einen schönen Abend.


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Scientology - Welches Ziel haben sie?

18.11.2007 um 01:47
Angemerkt sei, dass das Werk "Dianetik - Der Leitfaden für den menschlichen Verstand" noch vor der Scientology - Gründung herauskam und die ursprüngliche Absicht war ein neuer Weg zur psychologischen Konfliktbewältigung.

Erst als die Sache so richtig boomte (womit wahrscheinlich noch nicht mal Hubbard selbst gerechnet hatte) fing er an seine "Religion" drumrumzubasteln.


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